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Halloween

Wir hatten am 31.10, über 70 Kinder gruselig kostümiert vor unserer Haustür, die wiederum um Süßigkeiten bettelten.

Da wir in den letzten Jahren davor sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben, (Briefkasten wurde durch Knallkörper zerstört, Ketchup, Zahnpaste usw. an Haus und Wänden geschmiert usw.), haben wir uns vorgenommen, hier Aufklärungsarbeit zu leisten.

Wir haben uns über die Stiftung Marburger Medien 100 Tüten und das EXTRABLATT mit aufklärende Information über Halloween besorgt und diese mit Süßigkeiten gefüllt.

Halloween 07 (Custom)

Für uns war dies eine sehr erfolgreiche Aktion, die wir zur Nachahmung nur empfehlen können.


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Kindertüte zu Halloween

Für die Kinder gibt es diese bedruckte Tüte, in die man geeignetes Material für Kinder stecken kann,

Vorderseite: Kindercomic

Rückseite: Aufklärende Information über Halloween

Format: 15,5 x 29,5 cm
 

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EXTRABLATT zu Halloween

Halloween - Nur ein harmloses Spiel?

Was bedeutet das Wort "Halloween"?

Harmlos oder gefährlich?

www.marburger-medien.de


Halloween – Die Lust am Grusel

Was haben uns die Amerikaner nicht alles Gutes gebracht: erst den Rock ’n’ Roll und dann den "Gangsta-Rap", erst die Care-Pakete und dann das Big-Mac-Menu. Nun schickt sich die amerikanische "Light-Kultur" an, uns mit einem neuen Phänomen zu beglücken: Halloween. Die Jugend ist auf dem "Horror-Trip". Skelette und Totenköpfe erobern die Kinderzimmer. Früher schmückten im Herbst bunte Papierdrachen die Fenster. Heute sind es Hexen und Gespenster. Und die weltoffenen Eltern stellen sich eine leuchtende Kürbisfratze aus Plastik vor die Haustür. In einem hessischen Kindergarten wurde die Weihnachtsfeier letztes Jahr kurzerhand durch ein Halloween-Fest ersetzt.

von Ingo Marx

Der Tod geht um
Was zählt, ist der Spassfaktor. Die Partys werden mit seltsamen Spielideen wie "Mumienwickeln", "Leichenjagen" und "Der Tod geht um" aufgepeppt. Auch von vielen Wahrsagespielen gibt es mittlerweile eine vermeintlich niedliche Kindervariante.

Was früher nur dem vom Heimweh geplagten amerikanischen Soldaten oder dem eingefleischten Horrorfan ein Begriff war, ist das Fest der Stunde. Die Gier nach Grusel steigt und steigt. Seit die Horror- und Mystery-Welle durchs Fernsehen rollt, gibt es offenbar kein Entrinnen mehr.

Für den Handel ist der neue Trend allemal lukrativ. Die "Fachgruppe Karneval" im Deutschen Verband der Spielwarenindustrie verkündet bereits zehn Millionen Mark Halloween-Umsatz im letzten Jahr. "Pappnasen sind out, Hakennasen in", stellte die Tageszeitung "Die Welt" fest.

Hunger auf Gänsehaut
Auf der Burg Frankenstein (nahe Darmstadt) verstand man es besonders gut, den Trend in bare Münze umzusetzen. Zwei Wochen lang feierte man auf der Burg ein gigantisches Halloween-Festival, das grösste Europas, wie die Veranstalter beteuerten. Überall in der unheimlichen Kulisse warteten finstere Gesellen auf die gänsehautsüchtigen Besucher. Es gab Musik, Filme und was das partyhungrige Volk sonst noch so brauchte.

Auch der selbsternannte Kultsender SWR 3 hat Halloween längst für sich entdeckt. Hier hatte man sich den Europapark Rust zum Schauplatz der Gruselparty erkoren.

Und für den Tanz im heimischen Folterkeller bietet die Phonoindustrie CDs wie “Halloween - Die spuktakuläre Party-Collection”, “Monster-Rock” oder “Schlachthaus bei Vollmond”.

Zu verdanken haben wir den Halloween-Trend unseren transatlantischen Freunden. Seinen Ursprung hat das Fest aber in Irland. Weite Bestandteile der mit Halloween verbundenen Bräuche gehen auf eine Zeremonie keltischer Druiden zurück: Die Kelten hatten Feiern für zwei Hauptgottheiten – den Sonnengott und den Totengott (Samhain).

Zu Beginn eines neuen keltischen Jahres am 1. November wurde Samhain gefeiert, der nach dem alten Glauben am letzten Tag des keltischen Jahres (31. Oktober) den Seelen derer, die im vergangenen Jahr gestorben waren, erlaubte, nach Hause zurückzukehren.

Um sich vor den Geistern der Toten, Hexen und Dämonen zu schützen, zündeten die Druiden grosse Feuer mit Getreideopfern an, um die Seelen der Verstorbenen zu beschwichtigen.
 

Die Bräuche der Kelten
Dabei wurden mitunter auch Menschenopfer gebracht. Ausserdem verkleidete man sich mit Tierfellen und Tierköpfen, um die Geister zu erschrecken. Vor den Häusern wurden kleine Gaben (treats) aufgestellt, die die Geister besänftigen und sie von Untaten abhalten sollten; später ging man dazu über, Gesichter in Rüben zu schnitzen, um die Geister glauben zu machen, an diesem Ort hause bereits eine verdammte Seele.

Nach der Unterwerfung der Kelten durch die Römer wurden die Zeremonien weitgehend beibehalten, obwohl den neuen Machthabern diese Bräuche fremd waren. Papst Gregor IV. schliesslich beschloss im 9. Jahrhundert nach Christus, die Bräuche der Kelten zu “christianisieren”, anstatt sie unter grossem Widerstand abschaffen zu lassen. Er ordnete an, dass der 1. November von der Christenheit als “Tag der Heiligen” gefeiert werden sollte, der wiederum seine Ursprünge bereits im 4. Jahrhundert n. Chr. hat.

Der Kult mit dem Kult
Von diesem Feiertag leitet sich auch der Name des Festtages ab: “Allerheiligen”  heisst im Englischen "All Hallows", der Abend davor “All Hallows Eve(ning)”. Im Laufe der Zeit wurde dies verkürzt zum heutigen "Halloween". Während der grossen Hungersnot 1845–1850 in Irland wanderten hunderttausende Iren nach Amerika aus und brachten den Brauch von Halloween mit in die Neue Welt. Auch heute noch werden – vor allem in Amerika, Frankreich und Irland – bei den Halloweenfeiern die alten Riten im Kern beibehalten. Der eigentliche spirituelle Hintergrund wird dabei nicht mehr wahrgenommen: Die Kinder verkleiden sich als Geister oder andere Schauergestalten und ziehen von Haus zu Haus, um eine Gabe zu erbitten, andernfalls wird das Opfer “heimgesucht”; die Kürbislaterne beleuchtet dabei den Weg.

Hexen und Kobolde
Der verwobenen Geschichte beider Feste zum Trotz: Die meisten katholischen Kirchenvertreter wollen mit Halloween nichts zu schaffen haben. Am Vorabend des würdigen Allerheiligenfestes, so ihre Meinung, sei kein Platz für Hexen, Gespenster und Kobolde. Die katholische Kirche Guatemalas hat gegen das unheimliche Treiben ebenso protestiert wie die schwedische Akademie für Sprache und Brauchtum und der Erzbischof von Mailand. In Frankreich rief die Kirche zu einer Demonstration gegen die Nachtgeschöpfe auf. Nur Bruder Gabriele Amorth, hauptberuflicher Exorzist in Rom, bleibt angesichts von Hexen und Geistern seltsam gelassen. Der 75-Jährige habe schon 50000 Teufelsaustreibungen vorgenommen, sagte er in einem Interview. Er spreche ausserdem jeden Tag mit dem Teufel. “Ich rede auf Latein. Er antwortet auf Italienisch”, erzählt Amorth. Deshalb sollten die Leute ruhig ihren Spass haben.

Ganz so entspannt kann Jörg Kuhn, Redakteur des Evangeliums-Rundfunks (ERF), die Angelegenheit nicht sehen. Er hat sich in der Vorbereitung einer ERF-Sendung zum Thema intensiv mit Halloween auseinandergesetzt. “Mir ist das Lachen vergangen”, sagt er, “als ich herausfand, dass nicht nur die Druiden damals Menschenopfer gebracht haben, sondern dass es auch heute noch in den Vereinigten Staaten Satanisten gibt, die zu Halloween Kinder entführen und in teuflischen Riten ermorden.” Die Reaktionen auf die Sendung zeigen die Brisanz des Themas.

Fast 200 Zuschauer, mehr als bei jeder anderen ERF-Sendung, griffen nach der Ausstrahlung zum Telefonhörer oder schrieben ein E-Mail. Darunter auch richtige Hexen.

Die Diskussion darüber, ob Halloween nur ein harmloser Gruselspass ist, oder ob hinter schaurig-schöner Maskerade der Okkultismus salonfähig gemacht wird, wird uns in den nächsten Jahren wohl nicht erspart bleiben. Und – sie ist wohl auch nötig.
aus: Christliches Medienmagazin PRO


Was man gegen Halloween tun kann!

In wenigen Tagen ist es mal wieder soweit: Am 31.Oktober werden Zigtausende von Jugendlichen in gruseliger Verkleidung Halloween feiern. Nur die wenigsten von ihnen wissen, dass der angebliche Gruselspaß einen ernsten okkulten Hintergrund hat (s. TOPIC 10/95). Halloween hat seinen Ursprung in der Tradition der keltischen Druiden. Sie glaubten, dass an dem Tag die Seelen verstorbener Verwandter und Freunde zurückkehrten. Um die Geister freundlich zu stimmen, brachte man ihnen Speiseopfer, verkleidete sich und schnitt furchterregende Fratzen aus Rüben. Hierzulande ziehen gerne jugendliche Halloween- Begeisterte von Tür zu Tür, um Süßigkeiten zu erbetteln. Wer nichts gibt, muss damit rechnen, dass seine Haustür mit rohen Eiern oder Farbe beschmiert wird. Nachdem TOPIC- Leser dieses mehrfach erlebt hatten, sind sie dazu übergegangen, den Halloween- Fans kleine Tüten mit Süßigkeiten und aufklärerische und evangelistische Schriften zu überreichen. Eine gut aufgemachte und sehr aufschlussreiche Verteilschrift zum Thema Halloween stellt die Stiftung Marburger Medien zur Verfügung. Die Stiftung gehört zum Netzwerk des Deutschen Gemeinschafts- Diakonieverbandes. In dem Heftchen (Preis 15 Cent) finden sich auch Tipps, wie christliche Eltern mit einem Gegenangebot versuchen können, Halloween ins Leere laufen zu lassen. So wird beispielsweise geschildert, wie man an Stelle einer Halloween- Party eine lustige Früchte- Fete feiern kann, bei der sich die Gäste in selbstgebastelten Früchte- Kostümen präsentieren müssen. Außerdem werden Spiele vorgestellt, die sich um das Thema Früchte drehen. Stiftung Marburger Medien

Tel.: 06421/18090; im Internet: www.marburger-medien.de

TOPIC 10/2004


Sehr empfehlenswert

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