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Sonnenuntergang1

 

Hier ein paar AuszĂŒge der Themen einiger Monatszeitschriften von 2017.  

Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
bedĂŒrfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages:
TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,



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Was geschieht im „magischen“ Jahr 2017? 

   Es wird ein Jahr der JubilĂ€en werden: das Jahr 2017. Und diese JubilĂ€en haben es in sich, weil sie nicht nur an historische Ereignisse erinnern. Die kommenden Gedenkzeiten beinhalten das Potenzial, darĂŒber nachzusinnen, ob sie nicht auch dramatische Wendepunkte in der Weltgeschichte markieren könnten. Zumindest in Bezug auf Israel sind solche Überlegungen nicht von der Hand zu weisen.
   Die Zahl 70 ist das Produkt der beiden „Zahlen der Vollkommenheit“: 7 und 10. Die Zahl 7 ist in der Bibel eine heilige Zahl und drĂŒckt ein abgeschlossenes, erfĂŒlltes Ganzes aus. So wurde beispielsweise das Werk der Schöpfung durch den 7. Tag, den Ruhetag Gottes, vervollstĂ€ndigt. Die Zahl 10 findet sich in der Bibel als Zielzahl. Sie ist die Zahl, die etwas abrundet, so wie es z. B. bei den Zehn Geboten der Fall ist. Was sich vor 100 Jahren kaum jemand vorstellen konnte, wurde 1947 Wirklichkeit. Die UN Generalversammlung beschloss am 29. November 1947 die Teilung PalĂ€stinas in ein arabisches und ein jĂŒdisches Gebiet – der offizielle Startschuss fĂŒr den dann 1948 ausgerufenen Staat Israel war gefallen. Das ist nun bald 70 Jahre her. Vor genau 50 Jahren ereignete sich wieder etwas, was auf eine biblische Kalenderrechnung verweist. 1967 eroberte Israel im Sechs-Tage-Krieg Jerusalem. Nach jeweils 7 mal 7 Jahren, also im 50. Jahr , wurde im alten Israel das sogenannte Hall- oder Erlassjahr begangen. In diesem 50. Jahr wurden in Israel alte RechtsverhĂ€ltnisse wieder hergestellt. Beispielsweise fiel alles Land an den ursprĂŒnglichen Besitzer zurĂŒck, von wem auch immer es im Laufe der Zeit erworben wurde. Nach dieser Berechnung, beginnend mit 1967, befinden wir uns in einem 50. Jahr. Allerdings ist fĂŒr die meisten Juden dieses Halljahr eigentlich vorbei. Sie vertrauen auf Überlegungen des wohl bedeutendsten jĂŒdischen Gelehrten Moses Maimonides (Rambam), der im 12. Jahrhundert nach Christus wirkte. Nach seinen Berechnungen begann das 48. Halljahr am 14. September 2015 und wĂ€re somit abgelaufen (s. TOPIC 3/2016). Welche Berechnung auch immer exakt zutrifft, es zeichnet sich ab, dass fĂŒr Jerusalem in diesem Jahr eine neue Zeit anbrechen könnte. Der kommende USPrĂ€sident Donald Trump nominierte als neuen US-Botschafter fĂŒr Israel den amerikanischen Juden David Friedman. Dieser kĂŒndigte schon im Wahlkampf an, dass er sich fĂŒr Frieden in der Region einsetzen werde. Er freue sich darauf, „dies von der US-Botschaft in Israels ewiger Hauptstadt Jerusalem aus zu tun.“ Startet in 2017 ein Prozess, in dessen Ende Jerusalem uneingeschrĂ€nkt in den Besitz Israels fĂ€llt? 70 und 50: zwei Zahlen, die im biblischen Zahlen-Universum von großer Bedeutung sind und 2017 auch Auswirkungen zeigen könnten.
   In seinem Buch „Bibel-Zahlen-Kunde“ (vergriffen) fĂŒhrt Willy Jack Pasedag aus, dass die Zahl 300 in der Bibel immer wieder in Zusammenhang mit „Zerstörung“ auftaucht. Gideon löschte mit seinen 300 auserwĂ€hlten MĂ€nnern die Medianiter aus. Die Einheit der JĂŒnger und ihre Verbundenheit mit dem Meister versuchte Judas zu stören, indem er sagte, die Salbe Marias hĂ€tte fĂŒr 300 Denare verkauft werden können. Von Satan, dem grĂ¶ĂŸten Zerstörer und Mörder des Lebens, spricht das Johannes-Evangelium in seinem 300. Vers – in Kapitel 8 Vers 44. Nun mag es reiner Zufall sein, dass die mit Abstand grĂ¶ĂŸten Zerstörer des westlichen Christentums in diesem Jahr ihr 300. Bestehen feiern: die Freimaurer. Am 14. Juni 1717 trafen sich in London Vertreter von vier Freimaurer-Logen, um die „Vereinigte Großloge von England“ zu grĂŒnden. Zwar gehen die VorlĂ€ufer der Freimaurerei – die Steinmetzbruderschaften – bis ins 11. Jahrhundert zurĂŒck, doch der offizielle Start der „modernen“ Freimaurerei begann 1717. Seit dieser Zeit prĂ€gen die Freimaurer vor allem das Denken im christlichen Abendland. Ihre Hauptbotschaft lautet: Es gibt „die“ Wahrheit nicht und deshalb sind andere „Wahrheiten“ grundsĂ€tzlich zu tolerieren. Ein solches Denken ist ein gewisser Todesstoß fĂŒr den biblischen Glauben, in dem nur Jesus Christus „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ ist. Das gesamte Gesinnungs-GebĂ€ude der Antidiskriminierung – in Teilen ein GefĂ€ngnis fĂŒr die Gesinnungs- und Meinungsfreiheit – steht auf diesem Denk-Fundament der Freimaurer: Wer anderes nicht vorbehaltlos akzeptiert, der diskriminiert.
   Das wichtigste JubilĂ€um in 2017 ist natĂŒrlich das Gedenken an 500 Jahre Reformation. Doch das eigentliche Anliegen Martin Luthers – zusammengefasst in „Sola scripura!“ (Allein die Schrift!), „Sola fide!“ (Allein der Glaube!), „Sola Gratia!“ (Allein die Gnade!) und „Solus Christus!“ (Allein Christus!) – wird wohl ziemlich untergehen. Die evangelischen Kirchen planen die JubilĂ€umsfeiern als ökumenisches Festival mit den Katholiken. Wie sehr Luthers Kritik an der katholischen Kirche auch heute noch vonnöten ist, zeigt ein anderes JubilĂ€um, das in diesem Jahr ebenfalls groß begangen werden soll: In der Zeit zwischen dem 13. Mai 1917 und dem 13. Oktober 1917 soll drei Seher-Kindern im portugiesischen Fatima die „Gottesmutter Maria“ erschienen sein, um ihnen drei Geheimbotschaften durchzugeben, die den Papst und die katholische Kirche betreffen sollen. Die letzte Botschaft von „Maria“ soll den Tod eines Papstes in weißen Kleidern beschreiben und den teilweisen Untergang der katholischen Kirche. Nach offizieller Version des Vatikans haben sich wesentliche Teile der Fatima-Offenbarungen erfĂŒllt. So z. B. das Attentat auf Papst Johannes Paul II. am 13. Mai 1981. Doch ausgerechnet der kĂŒhle Denker, der deutsche Papst Benedikt XVI., sagte bei seinem Besuch 2010 in Fatima: „Wer glaubt, dass die prophetische Mission Fatimas beendet sei, der irrt sich.“ Doch was beinhaltet die prophetische Mission Fatimas? Papst Franziskus wurde am Fatima-Tag, dem 13. MĂ€rz 2013, gewĂ€hlt und will Fatima zur Hundertjahrfeier besuchen. Was wird er dort verkĂŒnden?
   Fatima war die Lieblingstochter von Mohammed, dem BegrĂŒnder des Islam. Auch im Islam spielt Maria, die Jesus gebar, eine Ă€ußerst positive Rolle. Papst Johannes Paul II. Ă€ußerte sich mehrfach, dass die „Gottesmutter“ eine Rolle als Mittlerin zwischen Islam und Christentum spielen und letztlich alle Religionen versöhnen könne. Ist das die prophetische Mission Fatimas, die 2017 zum JubilĂ€um vom Stapel gelassen wird? Als sich im Juni 2014 der damalige israelische MinisterprĂ€sident Simon Peres und der PalĂ€stinenser-PrĂ€sident Mahmud Abbas mit Papst Franziskus zu einem Friedensgebet trafen, wurde erstmals im Vatikan von einem Imam aus dem Koran vorgelesen. Ein Menetekel, das im Zuge des Fatima-JubilĂ€ums im Nachhinein eine Bedeutung bekommen könnte.
   Angesichts der JubilĂ€en und besonderen Jahresereignisse könnte 2017 ein spannendes Jahr werden. Auch deshalb, weil am 23. September ein mysteriöses Himmelsspektakel zu sehen sein wird. Es ist eine extrem seltene Sternen-Konstellation. Mit den Sternzeichen Löwe und Jungfrau werden an diesem Tag Venus, Mars, Jupiter, Merkur, Sonne und Mond exakt auf einer Linie stehen. Normalerweise wird das Sternbild Löwe aus neun Sternen gebildet. Am 23. September kommen allerdings Venus, Mars und Merkur hinzu, sodass 12 Sterne sichtbar sein werden. Somit ergibt sich folgendes Bild in den Weiten des dunklen Universums: Die Sonne wird das Sternbild der Jungfrau berĂŒhren, wĂ€hrend der Mond sich zu ihren FĂŒĂŸen befindet. Dazu kommt ein Kranz von 12 Sternen.
   Bibelleser werden ob dieses seltenen Sternenereignisses hellhörig werden. In Offenbarung 12 findet sich ab Vers 1 diese AnkĂŒndigung im Zusammenhang mit einer endzeitlichen Entwicklung: „Dann erschien ein großes Zeichen im Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren FĂŒĂŸen, und auf ihrem Haupt eine Krone mit zwölf Sternen. Und sie war schwanger und schrie in Wehen und Schmerzen ihrer Geburt.“ Bibelausleger meinen, dass mit der Frau nur das Volk Israel gemeint sein könne. Die weiteren Verse sprechen davon, dass der „Drache“, also Satan, diese „Frau“ verfolgt und töten will. Ob dieser Sternen-Konstellation 2017 schon eine biblische Bedeutung nach Offenbarung 12 zukommt, kann derzeit niemand sagen. Schon im Alten Testament gebrauchte man Sonne, Mond und Sterne in Bezug auf die Geschichte Israels (z. B. 1. Mose 37,9 oder Josua 10,12-14). Von daher wird es spannend sein, was das Jahr 2017 noch enthĂŒllen wird – besonders in punkto Israel.

         TOPIC  Nr. 01/2017



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Johannes Hartl und seine okkultcharismatische Sippschaft  

   Baut der Heilige Geist in unseren Tagen sĂ€mtliche theologischen Schranken zwischen Kirchen und Glaubensrichtungen ab? Ja, wĂŒrde der Prediger des PĂ€pstlichen Hauses, der Pater Raniero Cantalamessa, sagen. In einem Beitrag fĂŒr die Zeitschrift Charismaschrieb Cantalamessa, dass er gelernt habe, katholische Lehre gegen andere Glaubensrichtungen zu verteidigen. Doch diese Haltung habe einen Wandel erfahren: „Die Geisttaufe Ă€nderte meine Einstellung den anderen christlichen Kirchen gegenĂŒber nicht aufgrund von theologischen Überlegungen, sondern ganz spontan, ohne dass ich es selbst wahrgenommen hatte. Gemeinsam mit der Gabe des Geistes war die Gnade der Einheit gekommen.“ Ist bei denen, die eine charismatische Geisttaufe erlebt haben, nun alles möglich und alles erlaubt? Spricht der Geist der sogenannten Geisttaufe sich sogar gegen das Wort Gottes aus bzw. geht er ĂŒber das Wort Gottes hinaus?
   Da gibt es in den USA in der Stadt Redding die Mega-Gemeinde Bethel Church. Sie wird geleitet von Bill Johnson, der die Lehre vertritt, dass Jesus auf Erden nur Mensch gewesen sei und seine Göttlichkeit im Himmel zurĂŒckgelassen habe. Laut dem 1. Johannes-Brief Kapitel 4 ist dies eine eindeutig antichristliche Position. Was sich auf solch antichristlichem Boden ereignet, sieht dann so aus: Johnson empfiehlt seinen AnhĂ€ngern, mit dem Totenreich Kontakt aufzunehmen. Dieses Ritual wird „Soaking“ genannt und bedeutet ĂŒbersetzt „trĂ€nken“. Dazu legen sich Johnson und seine AnhĂ€nger auf die GrĂ€ber von berĂŒhmten, zumeist charismatischen Christen, um dort mit der Salbung der Verblichenen „getrĂ€nkt“ zu werden. Dies belegen unzweideutig Videos im Internet. Ein weiterer Pastor in der Bethel-Gemeinde ist Ben Fitzgerald. Er ist fĂŒr den â€žĂŒbersinnlichen Dienst“ zustĂ€ndig. Was damit wohl gemeint ist, offenbart ein Buch, das von der Bethel-Gemeinde in den USA groß beworben wurde. Es heißt: „The Physics of Heaven“. In ihm wird dargelegt, wie man als Christ durch okkulte New Age-Methoden KrĂ€fte der ĂŒbersinnlichen Welt nutzen kann.
   Sowohl Cantalamessa als auch Fitzgerald hatte Dr. Johannes Hartl zu seiner MEHR-Konferenz Anfang Januar 2017 als Redner eingeladen. Der Dritte auf der MEHR-BĂŒhne in Augsburg sollte – laut Anzeige – der LĂŒdenscheider Charismatiker Walter Heidenreich sein. Nicht nur, dass Walter Heidenreich sich mit falschen Erweckungs-Prophetien „einen Namen“ machte, auch er setzt hier und da höchst fragwĂŒrdige Methoden ein oder lĂ€sst sie zu. So soll bei seinen Veranstaltungen in LĂŒdenscheid der „Heilige Geist“ zur „Ehre“ einigen Anwesenden GoldzĂ€hne eingesetzt haben, wie Heidenreichs Mitteilungsblatt unser weg berichtete. Heidenreich selbst vergrub in der Mongolei Abendmahls-Reste aus LĂŒdenscheid, um dadurch das heidnische Land zu segnen. Dieser Vorgang entbehrt jeglicher biblischer Vorlage, sondern ist angewandtes magisches Denken.
   In Bezug auf die geistlichen QualitĂ€ten des ĂŒberzeugten Katholiken Hartl stellt sich nun die Frage: Welcher Geist beseelt ihn wirklich, seit er seine Geisttaufe erhielt? Warum lĂ€dt er Redner zu seinen Konferenzen ein, die man zu Recht aus biblischer Sicht nicht nur mit einem Fragezeichen versehen kann – sondern muss?

         TOPIC  Nr. 01/2017



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Der dritte Weltkrieg hat schon begonnen 

   Davon ist jedenfalls Gabor Steingart, der Herausgeber der Wirtschaftszeitung Handelsblatt, ĂŒberzeugt, und er kann seine Position gut begrĂŒnden. In seinem neuen Buch „Weltbeben“ beschreibt er die Folgen der westlichen, im wesentlichen amerikanischen Interventionspolitik im Nahen Osten. Vieles, was aufseiten der islamischen Staaten nach blindem Fanatismus aussehe, sei eine Reaktion auf die amerikanische Interessenpolitik der Siebziger-, Achtziger- und Neunzigerjahre. Anders ausgedrĂŒckt: Die giftige Frucht, die heute aufgehe, sei auch vom Westen gesĂ€t worden.
   Der US-Soziologe Samuel Huntington habe es den westlichen FĂŒhrern frĂŒh schon vorhergesagt, dass es niemals gelingen werde, eine Gesellschaft von einem Kulturkreis in einen anderen zu verschieben, doch die Amerikaner hĂ€tten genau das versucht – in Persien, im Irak, in Afghanistan und zuletzt auch in Ägypten. Sie könnten sich „erkennbar nicht damit abfinden, dass ihre Kultur zwar einzigartig, aber nicht universell ist. Mit religiösem Feuereifer beseitigen sie nicht nur Diktatoren, sie beseitigen vor allem bestehende Ordnungssysteme. Das Machtvakuum in Syrien, Libyen und Irak, das keine nicht-islamische Macht je wird fĂŒllen können, wurde erst dadurch zur BrutstĂ€tte des internationalen Terrorismus.“ Die „Idee von der Freiheit der Andersdenkenden“ lasse sich aber nicht „mit vorgehaltener Maschinenpistole verbreiten“. Im Irak, in Libyen, Pakistan und Afghanistan hĂ€tten die EinsĂ€tze des US-MilitĂ€rs die Lage nicht befriedet, sondern im Gegenteil das Alltagsleben der betroffenen Nationen chaotisiert und brutalisiert.   Die FlĂŒchtlingskrise Europas sei der sichtbare Ausdruck einer politischen Illusion, die in Washington ihren Ausgang genommen habe. Wem jetzt der Blick auf die Weltkarte der Konflikte zu mĂŒhsam sei, der mĂŒsse „nur bis zur nĂ€chsten FlĂŒchtlingsunterkunft laufen, um sich einen Eindruck vom Scheitern der amerikanischen Weltbefriedungspolitik zu verschaffen. Das Nachbeben des‚Krieges gegen den Terror‘ spĂŒrt man noch im kleinsten europĂ€ischen Dorf. Diejenigen, die 2003 Saddam Hussein beseitigt haben, tragen auch Verantwortung fĂŒr die Situation von heute [...] Der Kern dieser Konflikte liegt nicht in den USA, aber erst Amerika hat diesen religiös und kulturell verhĂ€rteten Kern der arabisch-islamischen Welt zum Kochen gebracht.“
   Die Solidarisierungseffekte, die Amerikas Islamfeldzug bis heute auslösten, seien von enormer Wucht. Sie hĂ€tten zu einem kometenhaften Aufstieg des Islam zu einer imperialen Macht neuen Typs gefĂŒhrt: „Diese Macht gliedert sich in selbstbewusste staatliche Akteure – im Zentrum Iran und Saudi-Arabien – und eine Vielzahl nicht-staatlicher Akteure, die in den Ruinen zerfallener und zerfallender Nationalstaaten, also in Libyen, Irak, Jemen, Syrien, Afghanistan und Teilen Pakistans, die BrutstĂ€tten des neuzeitlichen Terrorismus errichtet haben.“
   Steingart fĂŒhrt aus, wie die wechselnden Allianzen der USA wĂ€hrend der Kriege im Nahen Osten und in Afghanistan dazu gefĂŒhrt hĂ€tten, dass sich die Amerikaner und mit ihnen der ganze Westen nach und nach alle islamischen Hauptströmungen gemeinsam zu Feinden gemacht hĂ€tten, auch wenn diese sich eigentlich untereinander spinnefeind seien. Der Islam habe sich zu einer antiwestlichen Mobilisierungsideologie entwickelt, und die westlichen Politiker unterschĂ€tzten deren Explosivkraft Ă€hnlich wie der britische Premierminister Chamberlain und Stalin vor dem Zweiten Weltkrieg Hitler unterschĂ€tzt hĂ€tten. Vor allem wĂŒrden sie nicht begreifen, dass Kriege auch ganz anders gefĂŒhrt werden könnten: „Der Gegner ĂŒberfĂ€llt nicht mehr Kasernen, ParlamentsgebĂ€ude und Rundfunksender, sondern besetzt unsere Köpfe. Seine AnschlĂ€ge hat er sorgfĂ€ltig choreografiert und inszeniert, ihrem Wesen nach verstehen sich die neuen Kriege als Designerkriege, die auf visuelle Effekte zielen und psychologische Wirkung erzielen wollen.“
   Es gehe den Radikalislamisten darum, die „labile Kollektivpsyche der westlichen Gesellschaften“ zu verletzen. Daher sei es völlig falsch, immer nur die einzelnen TerroranschlĂ€ge zu betrauern, sich aber der Erkenntnis zu verweigern, dass ein Krieg unvereinbarer Systeme begonnen habe. Wir seien nĂ€mlich nicht Opfer einer chaotischen Abfolge von TerroranschlĂ€gen, sondern Beteiligte eines globalen Krieges:
   „Ein dritter Weltkrieg hat begonnen, und die Tatsache, dass kein Regierungschef im Westen diese Bezeichnung öffentlich wĂ€hlen wĂŒrde, sagt mehr ĂŒber die Aufrichtigkeit der Regierungschefs als ĂŒber den Charakter des Krieges. Kanzlerin Merkel hat den Konflikt mit dem radikalen Islam erst unterschĂ€tzt und dann nicht verstanden. Sie versucht, die Gewaltszenen in Sequenzen von Tragik und Drama zu zerlegen, auch um den seriellen und ganzheitlichen Charakter der Ereignisse zu dementieren. Doch wer hinter die OberflĂ€che des Fanatismus schaut, wer die tektonischen Schichten von Religion und Propaganda, von Hass und Todessehnsucht hinter sich lĂ€sst, stĂ¶ĂŸt auf den harten Kern des Konflikts, und auf dem steht: Politik, genauer gesagt Interessenpolitik. Es geht hier im Innersten nicht um Religion, sondern um Macht in all ihren AusprĂ€gungen.“
   Der Unterschied zur Blockkonfrontation zwischen USA/NATO und Sowjetunion/Warschauer Pakt bestehe darin, dass sich diesmal zwei Kulturkreise, der christliche und der muslimische, zu nahe gekommen seien. Wieder gehe es um geopolitische Dominanz und – durchaus beidseitig – um einen klar artikulierten Vernichtungswillen. In dieser Situation, so Steingart, sei die Aufnahme von Millionen von FlĂŒchtlingen aus den Kampfzonen der islamischen Staaten eben nicht allein ein Akt der HumanitĂ€t, sondern auch die Eröffnung eines neuen, innerwestlichen Frontabschnitts. Der Westen schĂ€tze dabei die Verteilung der KrĂ€fte falsch ein: Alle 53 Nationen, die mehrheitlich von Muslimen bewohnt wĂŒrden, seien von der radikalislamischen Erweckungsbewegung erfasst, und wĂ€hrend Europa und die USA in den FĂŒnfzigerjahren noch ungefĂ€hr die HĂ€lfte der globalen LandoberflĂ€che beherrscht hĂ€tten, seien es heute nur noch 22 Prozent, der islamische Kulturkreis liege bereits bei 21 Prozent. Und: „Dank seiner starken Bevölkerungsdynamik werden die Muslime im Jahr 2030 26 Prozent der Weltbevölkerung stellen und das Christentum als Weltreligion ĂŒberholt haben.“
Quellenhinweis: Steingart, Gabor: Weltbeben, 240
Seiten, 16,99 EUR; ISBN: 978-3-8135-0519-1

         TOPIC  Nr. 01/2017



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Neurobiologie: Eltern-Liebe zum Baby schĂŒtzt vor spĂ€terem Burnout 

   Die Neurobiologie ist eine Forschungsrichtung, die sich der AufklĂ€rung von Strukturen und Funktionen des Nervensystems widmet. Und diese Neurobiologie verfĂŒgt jetzt ĂŒber gesicherte Forschungsergebnisse, die eindeutig belegen: Die Eltern, die ihren Nachwuchs in den ersten Jahren liebevoll umsorgen, prĂ€gen in entscheidender Weise die Entwicklung des Gehirns des zukĂŒnftigen Erwachsenen. Sie schĂŒtzen durch ihre Liebe zum Kind vor einem möglichen Auftreten von Depressionen und Burn-out in spĂ€teren Jahren. FĂŒhlt sich ein Kleinkind geborgen, dann entsteht das Hormon Oxytocin. Es hemmt die Stress-Hormone. In einem Interview mit der Online-Ausgabe der deutschen Illustrierten Stern (18.12.16) erklĂ€rt die Neurobiologin Nicole StrĂŒber den Zusammenhang so: „Hat der Fötus oder der SĂ€ugling Stress, weil die Mutter wĂ€hrend der Schwangerschaft oder kurz danach große Belastungen erlebt, dann wirkt sich das auf die Zahl der Rezeptoren fĂŒr Hormone wie das Stresshormon Cortisol und das Sozialhormon Oxytocin aus. Und zwar langfristig! Hat so ein kleiner Mensch daraufhin ein weniger gut funktionierendes Oxytocin-System, dann hat er meist auch als Erwachsener schlechtere Chancen, sein eigenes Stresssystem zu dĂ€mpfen.“ Laut der Neurobiologin haben es Menschen mit einem guten Oxytocin-System viel leichter, mit Stress umzugehen. Außerdem lernten sie leichter Sprachen und verfĂŒgten ĂŒber mehr Zugang zur eigenen KreativitĂ€t. Die Neurobiologin, die aufgrund der Forschungsergebnisse ĂŒber die Entwicklung des Gehirns ihre eigenen Kinder in den ersten sechs Jahren selbst betreut und sie keiner Kita ĂŒbergeben hat, weist im Stern-Interview noch auf ein wichtiges Detail hin. MĂŒtter sollten beispielsweise auf dem Spielplatz nicht am Rand sitzen und auf ihr Smartphone starren. StrĂŒber: „In der Wissenschaft gibt es Untersuchungen dazu, die ‚Still Face Experimente‘. FĂŒr Kinder bedeutet ein unbewegtes mĂŒtterliches Gesicht höchste Stressstufe.“

         TOPIC  Nr. 01/2017



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Trump an der Macht – was hat Gott vor? 

   Christen wissen aus der Bibel, dass der „Gott des Himmels 
 Könige absetzt und Könige einsetzt“ (Daniel 2,21). Somit stellt sich fĂŒr Christen die Frage, welchen weltpolitischen Schachzug Gott mit Donald Trump als US-PrĂ€sidenten und mit seinem Vize Mike Pence vorhaben könnte. Wie immer man die beiden MĂ€nner politisch wie auch persönlich bewerten mag, sie bekennen sich zu einem biblischen Glauben und – zu Israel. Das sollte Christen hellhörig machen.
   Trump, der sich in seinem Wahlkampf höchst unchristlich prĂ€sentierte, schreibt in seinem Buch „Great Again! Wie ich Amerika retten werde“ in dem Kapitel ĂŒber „Werte“: „Meine religiösen Werte habe ich von meiner Mutter. Die erste Kirche, der ich angehörte, war im Stadtteil Queens die First Presbyterian Church im Viertel Jamaika. Jeden Sonntag bin ich dort zum Bibelunterricht gewesen. Die Kirche hatte starken Einfluss auf mich. SpĂ€ter war ich bei der Marble Collegiate Church von Reverend Norman Vincent Peale, wenn ich in New York war 
 Reverend Peale war die Art Geistlicher, die mir gefiel, aber ich mochte ihn auch als Mensch. Ich mochte vor allem seine Predigten. Er weckte in mir sehr positive GefĂŒhle gegenĂŒber Gott und sorgte dafĂŒr, dass ich mich auch selbst positiv einschĂ€tzte 
 Ich glaube, viele Menschen schockiert es total, wenn sie herausfinden, dass ich Christ bin, dass ich es mit der Religion halte 
 Ich gehe in die Kirche, ich liebe Gott, und ich habe eine durch Liebe geprĂ€gte Beziehung zu ihm 
 Gott ist jeden Tag Teil meines Lebens.“ In diesem Kapitel „Werte“ gibt Trump auch ein klares Bekenntnis zur Bibel ab. Sie sei das wichtigste Buch auf dieser Welt und „tief in meinem Inneren hat mir die Heilige Schrift geholfen, zu dem zu werden, was ich geworden bin.“
   Welchen nachhaltigen Einfluss der US-Pastor Norman Vincent Peale auf Trumps Glauben ausgeĂŒbt hat, ist schwer einzuschĂ€tzen. Peale war MitbegrĂŒnder des „Positiven Denkens“ und entwickelte daraus eine Mixtur aus Christentum und Psychologie. Er behauptete, okkulte Botschaften erhalten zu haben, und war zudem Rotarier und Freimaurer im höchsten, dem 33. Grad. In einem Interview mit TOPIC aus dem Jahr 1999 beschrieb der mittlerweile verstorbene evangelikale US-Bestseller-Autor Dave Hunt die Theologie von Peale so: „Er fragt zum Beispiel: Wer ist Gott? Ein theologisches Wesen? Nein, Gott ist Energie! So, wie Du Gott einatmest und seine Energie visualisierst, wirst Du auch mit ‚göttlicher‘ Energie aufgeladen. Die Welt, in der du lebst, ist eine mentale und keine physische Welt. Und wenn Du Deine Gedanken Ă€nderst, Ă€ndert sich alles andere auch. Dein Unbewusstes hat die Kraft, WĂŒnsche in RealitĂ€ten umzusetzen 
 Billy Graham hat Norman Vincent Peale gelobt und unterstĂŒtzt. So hat Graham im amerikanischen Fernsehen erklĂ€rt, er kenne niemand, der so viel fĂŒr die Sache Christi und das Königreich Gottes getan hat wie Ruth und Norman Vincent Peale. Und mit so einer UnterstĂŒtzung wurden diese Vorstellungen angenommen und können in die evangelikale Welt eindringen. Peales Buch ‚Die Kraft des positiven Denkens‘ ist ein Bestseller und wurde von vielen Evangelikalen gelesen. Darin schreibt Peale: ‚Positives Denken ist nur ein anderer Begriff fĂŒr Glaube‘.“
   Was in seinem Buch „Great Again! Wie ich Amerika retten werde“ in etlichen Passagen klar herauskommt, ist das Bekenntnis zu Israel. Trump schreibt, dass er das jĂŒdische Volk liebe, und wenn er PrĂ€sident wĂŒrde, das Iran-Atom-Abkommen von 2015 rĂŒckgĂ€ngig machen werde. Iran sei ein ĂŒbler Feind Israels, der bekĂ€mpft werden mĂŒsse.
   Trump könnte auch etwas besiegeln, was seit Jahren als Gesetzesvorschlag in den USA im Raum steht. Bereits 1995 hat der US-Kongress ein Gesetz verabschiedet, dem zufolge Jerusalem als ungeteilte Hauptstadt Israels anerkannt und die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt werden soll. Bisher hat jeder US-PrĂ€sident einen solchen Schritt mit seinem Veto verhindert. Trump nominierte als neuen US-Botschafter fĂŒr Israel den Juden David Friedman, der erklĂ€rt hat, die US-Botschaft nach Jerusalem holen zu wollen. Ein Veto ist somit jetzt schon vom Tisch. Zum Chefberater fĂŒr den Nahen Osten hat sich Trump seinen jĂŒdischen Schwiegersohn Jared Kushner an seine Seite geholt. Laut Trump soll er den gesamten Nahen Osten befrieden. Sollte die US-Regierung Jerusalem als „ewige Hauptstadt“ Israels anerkennen, wird dies in der islamischen Welt fĂŒr einen Schock sorgen. Erst im Oktober letzten Jahres hatte die UNESCO, die Kulturorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Paris, eine Resolution verabschiedet, nach der der Tempelberg in Jerusalem nicht jĂŒdisch (!) sei, sondern rein islamisch (!). Es gebe keine historischen jĂŒdischen Verbindungen zur Klagemauer und zum Jerusalemer Tempelberg, wurde behauptet. Diese Entscheidung kam auf Druck islamischer Staaten zustande. Nur sechs LĂ€nder stimmten gegen die absurde UNESCO-Resolution – darunter Deutschland und die USA. Wenn Trump nun Jerusalem als ungeteilte Hauptstadt Israels anerkennt, ist ein Konflikt von weltumspannender Dimension losgetreten. Wie schon ein hochrangiger palĂ€stinensischer Beamter sagte, sei eine solche Aktion eine KriegserklĂ€rung an die islamische Welt. Was wird Trump als treuer Partner Israels tun, wenn es zu einem großen Nahost-Krieg kommt? Werden Teile der islamischen Welt – möglicherweise mit Mini-Atombomben aus US-Arsenalen – in die Vernichtung gebombt? Und wird Trump dafĂŒr den Befehl geben?
   Derzeit beobachten TOPIC-Leser, die in der NĂ€he von US-Basen in Deutschland wohnen, wie fast nonstop US-MilitĂ€rmaschinen landen, um was auch immer zu den StĂŒtzpunkten zu bringen. Schon immer war Deutschland bei MilitĂ€r-Operationen im Nahen Osten Drehscheibe und Nachschub-Basis. Bereiten sich die Amerikaner bereits auf einen großen Nahost-Krieg vor? Oder geht es bei den regen AktivitĂ€ten um etwas ganz anderes? Beispielsweise um die Frage: Wie werden sich die Muslime in Europa verhalten, wenn die muslimische Welt im Nahen Osten zu einem gemeinsamen Feldzug gegen Israel bereit ist? Werden sie sich an die Seite ihrer GlaubensbrĂŒder stellen und hier durch Protest und Terror gegenĂŒber Juden aktiv werden? Möglicherweise kalkulieren US-Strategen bereits bĂŒrgerkriegsĂ€hnliche ZustĂ€nde in Europa ein, deren wirkliche Ursachen aber im Nahen Osten liegen. ZustĂ€nde, die von den Amerikanern hierzulande niedergeschlagen werden mĂŒssen. Und das in Verbindung mit hiesigen StreitkrĂ€ften. Erstmals in der Geschichte Deutschlands wird in diesem Februar eine große TerrorĂŒbung stattfinden, bei der Polizei und Bundeswehr zusammenarbeiten sollen. Das ist der allererste Einsatz von deutschem MilitĂ€r im Inneren, der ĂŒber die Hilfe bei Naturkatastrophen hinausgeht. Diese TerrorĂŒbung wurde allerdings schon vor Trumps Wahlsieg beschlossen.
   Was hat Gott mit den beiden neuen Spitzenleuten in der US-Regierung vor? Denn mit dem VizeprĂ€sidenten Mike Pence rĂŒckt ein weiterer Christ ins Weiße Haus. Der 58-JĂ€hrige sagt von sich, er habe 1978 sein Leben Jesus Christus ĂŒbergeben. Pence war Katholik und wechselte nach seiner Bekehrung in das evangelikale Lager. Der Gouverneur von Indiana gilt als ein Mann, der nicht nur von sich sagt, dass er an Jesus glaube, sondern der auch versucht, Politik nach biblischen Vorgaben zu machen. So spricht er sich gegen die Homo-Ehe aus, verurteilt den Mord von Babys im Mutterleib (Abtreibung) und stellte 2002 einen Antrag, dass die Evolution als ErklĂ€rung fĂŒr das Leben auf der Erde in den SchulbĂŒchern als eine Theorie neben anderen Möglichkeiten – wie der biblischen Schöpfungslehre – zu kennzeichnen sei. Mike Pence gilt als ruhig und besonnen und tritt als starker Redner auf. Der ChristusglĂ€ubige Politiker wĂŒrde Nachfolger von Trump, wenn dieser nicht mehr PrĂ€sident wĂ€re. Man darf gespannt sein, welche Weichenstellungen Trump und Pence vornehmen werden, denn jetzt regieren sie das immer noch mĂ€chtigste Land der Welt.

         TOPIC  Nr. 02/2017



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Entsteht auf Island die Bank des Antichristen? 

   Wer als bibelkundiger Christ gewisse globale Entwicklungen beim Thema „Geld“ beobachtet, muss mit einem gewissen Entsetzen zur Kenntnis nehmen: Es wird fieberhaft daran gearbeitet, das RealitĂ€t werden zu lassen, was in der Offenbarung Kapitel 13 in den Versen 16 und 17 so beschrieben wird: „Außerdem sorgte das zweite Tier dafĂŒr, dass sich alle Menschen — Hohe und Niedrige, Reiche und Arme, Freie und Sklaven — ein Kennzeichen an ihre rechte Hand oder ihre Stirn machen ließen.  Ohne dieses Kennzeichen — das war der Name des Tieres beziehungsweise die Zahl seines Namens — wĂŒrde niemand mehr etwas kaufen oder verkaufen können.“ Die Zahl dieses Tieres ist die Zahl des Antichristen: 666. Wie könnten diese Informationen aus der Bibel sich 2017 in der RealitĂ€t zeigen?
   Am 8. Januar 2017 strahlte der „Weltspiegel“ des Ersten Deutschen Fernsehprogrammes (ARD) einen sechsminĂŒtigen Beitrag aus. Titel: „Weltweit: Bitcoins — das Geld der Zukunft?“ Die ARD-Reporterin Annette Dittert besuchte fĂŒr diesen Beitrag einen Kongress von Spezialisten in Prag, die sich mit der VerschlĂŒsselung von Daten beschĂ€ftigen. Im Kongress-CafĂ© konnte man nicht mehr mit Bargeld bezahlen, sondern nur noch mit Bitcoins. Bitcoins sind Geld, das durch Computer erzeugt wird und nur ĂŒber Datenverbindungen weitergegeben werden kann. Wie das am besten funktioniert, zeigt der ARD-Reporterin in Prag ein gewisser Martin Wismeijer. Er hat seit 2014 in seiner Hand ein Chip-Implantat, auf dem Bitcoins gespeichert sind. Mit dieser Hand ging Wismeijer an einen GetrĂ€nke-Automat, hielt seine Hand davor, und flugs kam eine Dose Limonade aus dem Ausgabefach. Der Automat hatte sich dafĂŒr per Funk vom Chip Wismeijers den entsprechenden Bitcoin-Betrag abgebucht. Doch wie entstehen Bitcoins? Zugrunde liegt eine Software, in der eine Art RechenrĂ€tsel eingebaut ist. Knackt ein Computer dieses RechenrĂ€tsel, wird er mit einem Bitcoin belohnt.
   Die Software ist so ausgelegt, das nur 1.800 Bitcoins pro Tag erzeugt werden können. Wer also große Mengen an Bitcoins produzieren will, braucht eine ungeheure Rechnerleistung. Um das zu schaffen, hat der Pionier Marco Streng an einem geheimen Ort in Island riesige, ganz unscheinbar wirkende Hallen erstellen lassen. Darin befinden sich Zehntausende (!) von Computern, die Bitcoins erzeugen. Allein die KĂŒhlung der Computer kostet pro Monat eine Million Euro. Der 27-jĂ€hrige Deutsche will weitere Hallen auf Island bauen, um so viele Bitcoins wie möglich zu erzeugen. Doch wofĂŒr? Bisher nutzen das Bitcoin-Verfahren nur einige Hunderttausend Menschen auf diesem Globus. Diese gigantischen Anstrengungen zur Bitcoin-Erzeugung auf Island machen nur Sinn, wenn demnĂ€chst Millionen und Abermillionen von Menschen Bitcoins nutzen wollen. Wenn sie, so wie z. B. Wismeijer mit seinem Chip, damit kaufen und verkaufen können. Entsteht auf Island ganz im Geheimen die Bank des Antichristen, der seine Bitcoins denen gibt, die sich auf seine Seite schlagen?

         TOPIC  Nr. 02/2017



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Projekt Catalyst: US-Regierung will weltweit das Bargeld abschaffen 

  Laut SchĂ€tzungen des Kreditkarten-Betreibers Mastercard werden 85 Prozent aller weltweiten GeldgeschĂ€fte auf Basis von Bargeld vollzogen. Bargeld ist bei den Menschen beliebt. Dennoch wird fieberhaft daran gearbeitet, das Bargeld abzuschaffen. So experimentiert die Deutsche Bundesbank an einer digitalen WĂ€hrung, die schwedische Reichsbank ebenso mit ihrem Projekt der digitalen Krone, die es schon bald geben soll. Diese ganz plötzlich einsetzende Entwicklung zur bargeldlosen Gesellschaft kommt wohl nicht von ungefĂ€hr. Sie wird von mĂ€chtigen Drahtziehern vorangetrieben.
   Der angesehene Ökonom und Journalist bei der deutschen Wirtschaftszeitung Handelsblatt,Norbert HĂ€ring, hat aufgedeckt, dass die US-Regierung mit ihrem Projekt „Catalyst“ weltweit das Bargeld abschaffen möchte. Laut HĂ€ring sollen die Amerikaner auch hinter dem Experiment stecken, mit dem Anfang November 2016 in Indien ĂŒber Nacht ein Großteil des gĂ€ngigen Bargeldes abgeschafft wurde. Scheine mit geringem Wert wurden fĂŒr ungĂŒltig erklĂ€rt und mussten gegen neue mit einem grĂ¶ĂŸeren Wert bei einer Bank eingetauscht werden. Die Folge dieses Hau-Ruck-Verfahrens der Bargeld-Umstellung: Es kam zu heftigen Unruhen und sogar zu Toten, weil viele Inder plötzlich ohne gĂŒltiges Geld waren. 97 Prozent aller GeschĂ€fte in Indien werden mit Bargeld ausgefĂŒhrt, nur 55 Prozent der Inder besitzen ein Bankkonto. Kenner der Finanzwelt vermuten, dass diejenigen, die weltweit das Bargeld abschaffen wollen, Indien als Experimentierfeld ausgesucht hatten, um zu testen, wie eine Bevölkerung reagiert, wenn man ihr ĂŒber Nacht das Bargeld praktisch wegnimmt. Doch wer sind „diejenigen“?
   Die USAID ist eine Behörde der Vereinigten Staaten, die in der Außenpolitik sĂ€mtliche Zusammenarbeit im Bereich Entwicklung koordiniert. In einer PresseerklĂ€rung zum Projekt Catalyst wird festgehalten, dass die USAID in Zusammenarbeit mit dem indischen Finanzministerium „eine schnelle Annahme bargeldloser Bezahlmodelle in Indien anstoßen“ möchte.
   Indien ist deshalb fĂŒr die Agenten einer bargeldlosen Gesellschaft eine interessante Spielwiese, weil fast alle Inder ĂŒber das Programm namens „Aadhaar“ eine eindeutige Identifikationsnummer haben. Aadhaar erfasst elektronisch nicht nur Namen und Wohnort, sondern auch FingerabdrĂŒcke, die Iris der Augen und noch einiges mehr von jedem BĂŒrger Indiens. Alle Inder sollen eindeutig zu identifizieren sein. Am besten ginge das natĂŒrlich ĂŒber einen implantierten Chip, der mit dem Aadhaar-Programm korrespondiert. Einen Chip, der aufgrund des traditionellen Piercing-Schmuckes in Indien von der Bevölkerung möglicherweise leichter angenommen wird als von der im Westen.
   Laut dem indischen Premierminister Modi soll Indien zu einer bargeldlosen Gesellschaft gefĂŒhrt werden. Focus online kommentierte diese Modi-Aussage so: „Unbemerkt von der Weltöffentlichkeit greift jetzt die totale Überwachung der Inder. Kommt die Modi-Regierung mit den Maßnahmen durch, droht Indien zur Blaupause fĂŒr den Rest der Welt zu werden.“

         TOPIC  Nr. 02/2017



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Trump streicht Steuergelder fĂŒr Abtreibungs-Anbieter 

   Abtreibung ist mittlerweile die hĂ€ufigste Todesursache auf der Welt. Das schreibt die Vorsitzende der Christdemokraten fĂŒr das Leben, Mechthild Löhr, im Buch „Abtreibung — ein neues Menschenrecht?“. Deswegen seien der uneingeschrĂ€nkte Schutz jedes Menschenlebens und das Recht, geboren zu werden, die grĂ¶ĂŸte soziale Herausforderung des 21. Jahrhunderts.
   FĂŒr den neuen US-PrĂ€sidenten Donald Trump ist es eine SelbstverstĂ€ndlichkeit, dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat — auch der noch ungeborene Mensch. Deshalb gehörte zu Trumps ersten Amtshandlungen, ein Dekret zu unterschreiben, das die Ausgabe von Steuergeld fĂŒr den Mord im Mutterleib (Abtreibung) stark einschrĂ€nkt. HauptsĂ€chlich betroffen von dieser Maßnahme ist die US-Organisation Planned Parenthood (Geplante Elternschaft) in ihren AuslandsaktivitĂ€ten. FĂŒr ihre Familienplanung und ihr Tötungsprogramm fĂŒr ungeborene Kinder in LĂ€ndern außerhalb der USA bekommt die Organisation nun kein Geld mehr. Nun hoffen Gegner der Abtreibung, dass Trump auch innerhalb der USA Planned Parenthood den Steuer-Geldhahn zudrehen wird. Planned Parenthood wurde von der Amerikanerin Margaret Sanger mit begrĂŒndet. Die 1879 geborene spĂ€tere Frauenrechtlerin fĂŒhrte ein zĂŒgelloses transsexuelles Leben und setzte sich fĂŒr Geburtenkontrolle, Zwangssterilisation und Rassenauslese ein. Mit ihrer Philosophie des „wissenschaftlichen Rassismus“ kĂ€mpfte sie gegen eine „unkontrollierte Fortpflanzung“ — wie sie es nannte. In ihrer Publikation „Frauen und die neue Rasse“ schrieb sie: „Das Barmherzigste, was eine große Familie einem ihrer kindlichen Mitglieder tun kann, ist, es zu töten.“ Sanger war auch MitgrĂŒnderin der deutschen Beratungs-Organisationpro familia, die mit Planned Parenthood eng verzahnt ist.

         TOPIC  Nr. 02/2017

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TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
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Keine Ökumene mit der Babylon-Kirche 

   Nicht wenige Evangelische aus dem Ev. Gnadauer Gemeinschaftsverband sind richtig erbost ĂŒber ihren PrĂ€ses Dr. Michael Diener. Nicht nur, dass er mit anderen Pietisten aus der EKD-Spitze Positionen – z. B. gegen Judenmission – mittrĂ€gt, sondern ganz aktuell wegen seiner Fahrt zum Papst. Diener war Anfang Februar mit Vertretern der EKD-Spitze und dem deutschen Kardinal Marx (s. TOPIC 2/17) nach Rom gereist, um „gut Wetter“ fĂŒr eine fortschreitende ökumenische AnnĂ€herung zwischen Protestanten und Katholiken zu machen. Nach der Reise sprach sich Diener fĂŒr weitere Schritte zur grĂ¶ĂŸeren Einheit mit den Katholiken aus – inklusive in der Abendmahls-Frage.
   Vielen Protestanten scheint im sogenannten „Reformations-JubilĂ€umsjahr“ keineswegs mehr klar zu sein, warum man auch anno 2017 mit der römisch-katholischen Kirche nicht zusammengehen kann. Bei diesem Thema ist zu berĂŒcksichtigen, dass man zwischen der Kirche mit ihrem LehrgebĂ€ude sowie ihrem Apparat und den katholischen GlĂ€ubigen klar unterscheiden muss. Katholiken sind oft tiefglĂ€ubige Menschen, die sich bemĂŒhen, ein gottesfĂŒrchtiges Leben zu fĂŒhren. In ethischen Fragen sind Katholiken oftmals sogar die „besseren“ Christen als viele Protestanten. Kommen solche ehrlich nach Wahrheit und Heil suchenden Katholiken zu einem Glauben an Jesus Christus, erfahren sie das, was eine TOPIC-Leserin auch erlebt hat. Als sie als Katholikin in einem erzkatholischen Umfeld zu einem lebendigen Glauben an Jesus Christus fand, machte ihr Jesus Christus nach einer Weile deutlich: Du musst als meine JĂŒngerin diese römisch-katholische Babylon-Kirche verlassen! Interessant ist nun, dass die TOPIC-Leserin genau diese Formulierung „Babylon-Kirche“ verwendete, als sie mit dem TOPIC-Herausgeber Ulrich Skambraks ĂŒber ihre Bekehrung sprach. TatsĂ€chlich hat die röm.-kath. Kirche mehr mit dem alten Babylon zu tun, als es auf den ersten Blick scheinen mag.
   Nimrod war der erste König der Erde, Herrscher ĂŒber Babel (1. Mose 10,8-10) und damit AnfĂŒhrer des dortigen Turmbaus. Nimrods Frau Semiramis wurde spĂ€ter als Himmelskönigin verehrt, ihr Sohn Tammuz zum wiederverkörperten Nimrod und Gottmenschen erhoben. Zahlreiche DenkmĂ€ler von Babylon zeigen die Muttergöttin Semiramis mit ihrem Kleinkind Tammuz auf dem Arm. Schon die Babylonier verehrten dieses Bildnis einer Himmelskönigin mit ihrem kleinen Kind.
   Der Kern des babylonischen Glaubens speiste sich aus chaldĂ€ischen Mysterien, aus Geheimkulten. Eine Priesterkaste wachte ĂŒber die Geheimnisse dieser Mysterien und fĂŒhrte Kandidaten, nachdem sie bei einem Priester die Beichte abgelegt hatten, in die Mysterien-Geheimnisse ein. Alle Babylonier der damaligen Zeit waren in ihrer Lebensgestaltung sklavisch abhĂ€ngig von dieser Priesterkaste. Was geschah nun in den Mysterien-Sitzungen hinter verschlossenen Toren? Berauscht von einem GetrĂ€nk aus Wein, Honig, Wasser und Mehl versuchten die Eingeweihten, mit einer ĂŒbersinnlichen Welt in Kontakt zu treten. Die dabei gewonnenen Informationen und Erkenntnisse wurden in die babylonische Religion eingearbeitet. Diese Geheimkulte gelten als Ursprung des Heidentums, ebenso als Quelle von Astrologie, Magie und anderen okkulten Techniken. Aus biblischer Sicht betrachtet, zapften die Mysterien-Aktivisten diabolische Quellen an und formten daraus eine Religion. Deshalb wurde Nimrod auch als „der Öffner“ der Geheimnisse der Mysterien bezeichnet.
   Leider (!) zogen nach Jesu Tod und Auferstehung wesentliche Teile der Babylon-Religion in die spĂ€tere römisch-katholische Kirche ein. Dies wird auch katholischerseits gar nicht bestritten. Die „Katholische EnzyklopĂ€die“ von 1913 – ein Standardwerk, das römisch-katholischen Glauben erklĂ€rt – schreibt dazu: „Wir können offen zugeben, dass sowohl Kerzen als auch Weihrauch und Weihwasser und Riten fĂŒr die Toten, in den heidnischen Religionen hĂ€ufig angewandt wurden. Die Kirche nahm jedoch diese schon sehr frĂŒh in ihren Dienst, so wie sie viele andere Dinge ĂŒbernahm ...“ Diese „vielen anderen Dinge“ sind allerdings keine Kleinigkeiten, sondern sind zu SĂ€ulen des römischkatholischen GlaubensgebĂ€udes geworden.
   In Babylon wurden etwa 5.000 Götter und Göttinnen angebetet. Diese Vielgötterei fand Einzug in den röm.- kath. Glauben in Form der Heiligenverehrung. Auch diese Tatsache wird keineswegs bestritten. Die Katholische EnzyklopĂ€die schreibt dazu: „... So war es nun nicht mehr schwierig, die Vorstellungen, die die Menschen der Antike ĂŒber ihre Helden hatten, auf die MĂ€rtyrer des Christentums zu ĂŒbertragen. Diese Übertragung wurde von zahlreichen FĂ€llen unterstĂŒtzt, in denen christliche Heilige die Nachfolger von lokalen Gottheiten wurden und die christliche Anbetung die uralte ortsansĂ€ssige Religion ersetzte. Dies erklĂ€rt die große Anzahl von Ähnlichkeiten zwischen Göttern und Heiligen.“ Heilige sind laut Neuem Testament höchst lebendige GlĂ€ubige (z. B. Epheser 1,1), die weder im Diesseits noch Jenseits verehrungswĂŒrdig sind. Nun könnte man noch weitere Pfeiler der röm.-kath. Glaubens-Kathedrale anfĂŒhren, die auffĂ€llige Parallelen zum Urgrund des heidnischen Babylon-Glaubens aufweisen: z. B. Reliquien-Verehrung, Fegefeuer oder die „letzte Ölung“.
   Das HerzstĂŒck des römisch-katholischen Glaubens ist allerdings die Eucharistie mit dem Messopfer aus Hostie und Wein. Dabei wird dem katholischen Sinne nach Jesus wiederbelebt und aufs Neue geopfert, und zwar nicht symbolisch, sondern angeblich real.
   Der berĂŒhmte katholische Glaubenslehrer Leo Kardinal Scheffczyk beschreibt in seinem Buch „Ökumene – der steile Weg der Wahrheit“, dass das Messopfer „ein geheimnishaftes mystisches Einswerden ist, das keine Parallele besitzt ... Der Grund dafĂŒr liegt in der ganzheitlichen Einswerdung [des katholischen GlĂ€ubigen] mit dem Gottmenschen, auch mit seinem geistförmigen Leib.“ Mit welcher Vollmacht und mit welcher Kraft wandelt der katholische Priester Hostie und Wein in den angeblich echten Leib Jesu und in sein warmes Blut um? Das klingt nach Mysterienkult und lĂ€sst in Richtung Babylon blicken. Auch dort zelebrierte man unblutige Opfer in Form von runden Kuchen zu Ehren der Himmelsgöttin Mylitta, was ĂŒbersetzt Mittlerin bedeutet.
   Als Jesus zu seinen JĂŒngern beim Abendmahl, nachdem er fĂŒr das Brot gedankt hatte und es dann brach, die Worte sagte „Das ist mein Leib, der fĂŒr euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem GedĂ€chtnis!“, bot er ganz sicher nicht sein eigenes Fleisch zum Verzehr an; ebenso nach dem Reichen des Weinkelches nicht sein eigenes Blut. HĂ€tte Jesus statt des Abendmahls (als GedĂ€chtnisfeier) die kath. Messe mit all den „heilsnotwendigen“ Satzungen eingefĂŒhrt, dann wĂ€re das Neue Testament voll von Hinweisen zu diesem Ritual.
   Im 17. Kapitel in der Offenbarung des Johannes wird vom „Geheimnis Babylon“ gesprochen. Babylon bedeutet „Tor der Götter“. Und durch dieses Tor der Götter drangen faszinierende heidnische Glaubensvorstellungen ĂŒber den Weg der Mysterien-Offenbarungen in die Welt, die bis heute ihre Kraft behalten haben. Zu diesem Geheimnis Babylons gehört die Vermischung: Gutes wird mit Bösem vermischt, biblischer Glaube mit Heidentum. Das Geheimnis besteht nun darin, dass durch die Vermischung von Heidentum und Christentum der babylonische Einfluss verborgen bleibt. Das Babylon-Virus bleibt unentdeckt, entfaltet aber dennoch seine Wirkung, indem es ehrlich nach Jesus Christus suchende Menschen blind macht, diesen wahren Christus zu finden. Das Alte Testament weist zahlreiche Stellen auf, in denen Gott Bestrafung zulĂ€sst, wenn das Volk Israel seinen Glauben mit dem heidnischen vermischte. Dieses göttliche „Nein“ in Bezug auf eine geistliche Vermischung gilt auch heute noch fĂŒr jeden Christus-GlĂ€ubigen, der nach der Bibel leben will.
   In seinem Buch „Ökumene – Der steile Weg der Wahrheit“ fĂŒhrt Kardinal Scheffczyk aus, dass es keine Einheit zwischen Katholiken und Protestanten geben könne und dass ein „denkender Glaube“ in der Lage sei, dies auch nachzuvollziehen. Bei den Ökumene-GesprĂ€chen wĂŒrde man „die Frage nach dem Wesensunterschied zwischen Protestantismus und dem Katholizismus unterdrĂŒcken.“ Die „Gemeinschaften der Reformation“ seien „‚Kirchen des Wortes‘, wĂ€hrend die katholische Kirche ihnen gegenĂŒber sich als ‚Kirche des Sakramentes‘ bezeichnet“. Der mittlerweile verstorbene GlaubenshĂŒter weiter: „Das Sakramentale ist deshalb als wesentlich und bleibend katholisch zu erachten, weil in ihm der universale Christus sein Heilswerk gegenwĂ€rtig setzt, zuhöchst im Sakrament der Eucharistie, in dem er selbst auf geheimnisvolle Weise leiblich prĂ€sent wird.“ Wo steht das in dem von Gott selbst inspirierten Wort, der Bibel? Hier lĂ€sst wohl eher Babylon grĂŒĂŸen.
   Mit Material aus dem Buch „Die Römische Kirche – Mysterienreligion aus Babylon“ von Ralph Woodrow. Das Buch ist vergriffen.

         TOPIC  Nr. 03/2017



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Welche Rolle spielt Papst Franziskus in seiner Kirche? 

   Franziskus ist der erste Jesuit, der die PapstgewĂ€nder der röm.-kath. Kirche anziehen durfte. Doch was bedeutet es, 2017 Jesuit im Vatikan zu sein? Der Orden, der durch die AktivitĂ€ten von Ignatius von Loyola entstand, erhielt 1540 eine offizielle Anerkennung durch die katholische Kirche. Gab es 1965 weltweit noch etwa 35.000 Jesuiten – ein Spitzenwert in der Geschichte des Ordens –, sind es heute nur noch etwa16.000. Dennoch ist die Gesellschaft Jesu (Societas Jesu / SJ) immer noch zahlenmĂ€ĂŸig der grĂ¶ĂŸte Orden der katholischen Kirche. Als Ziele des Ordens werden heute der Interreligiöse Dialog genannt und auch der Kampf um Gerechtigkeit im Sinne der Befreiungstheologie.
   Wer die Geschichte der Jesuiten untersucht, wird schnell darauf stoßen, dass in den letzten Jahrzehnten unter ihnen viel Streit herrschte, was seit den 1970er Jahren zu einer Austrittswelle fĂŒhrte. So versuchten z.B. fĂŒhrende jesuitische Theologen, im Rahmen eines religiösen Pluralismus den Erlösungsweg ĂŒber Jesus Christus als nicht mehr allein seligmachend darzustellen. Jesuit ist heute nicht gleich Jesuit. Da gibt es die erz-konservativen Jesuiten Europas mit der traditionellen katholischen Lehre und wiederum andere in Afrika und Lateinamerika, die AnhĂ€nger einer linken Befreiungstheologie sind. Doch welcher Jesuit steckt in Papst Franziskus alias Jorge Mario Bergoglio?
   Prof. Dr. Thomas Schirrmacher, Vorsitzender der Theologischen Kommission der Weltweiten Ev. Allianz (WEA), hat etliche Male mit Papst Franziskus zusammengesessen und mit ihm intim geplaudert – sogar zu zweit Gebetsgemeinschaft gehabt. In seinem Buch „Kaffeepausen mit dem Papst“ offenbart Schirrmacher interessante Details aus dem Vatikan und auch von Papst Franziskus. Über den Jesuiten Bergoglio schreibt Schirrmacher, dass er in seinem Jesuiten-Orden lange Zeit eine Persona non grata war und dem Vernehmen nach seit 1990 Übernachtungsverbot in allen jesuitischen GebĂ€uden hatte. Schirrmacher schreibt: „Man hatte ihn aus kaum erforschten GrĂŒnden als Leiter der großen jesuitischen Hochschule in der NĂ€he von Buenos Aires abgesetzt und schließlich 1990 bis 1992 ins jesuitische Exil in CĂłrdoba geschickt, inklusive Verbot, öffentliche Messen zu feiern. HĂ€tte ihn der Erzbischof von Buenos Aires nicht 1992 zum Weihbischof gemacht, wĂ€re er nach Wunsch der Jesuiten dort wohl bis zu seinem Lebensende versauert.“
   Nun stellt sich die Frage, ist Franziskus ein jesuitischer Agent, der ganz spezielle Ziele im Vatikan verfolgen und durchsetzen soll oder spielt ein jesuitischer Hintergrund kaum noch eine Rolle? Bisher profiliert sich Franziskus als jemand, der mit eisernem Besen im Vatikan-Stall kehrt und KardinĂ€le und Bischöfe, die auf großem Fuß lebten, degradiert. Derzeit berichtet die katholische Presse darĂŒber, dass Franziskus bewĂ€hrte Mitarbeiter entlĂ€sst, die dem Papst in dem einen oder anderen Punkt kritisch widersprechen.
   Zu einer ungewöhnlichen Aktion kam es Anfang Februar 2017 in Rom. Über Nacht wurden anonym papstkritische Plakate aufgehĂ€ngt, auf denen Franziskus wegen seiner Unbarmherzigkeit gegenĂŒber Priestern, dem Malteser-Orden und anderen verurteilt wurde.
   Die angesehene US-Zeitung New York Times will erfahren haben, dass derzeit hinter den Kulissen des Vatikans ein Machtkampf zwischen dem Papst und Vertretern des röm.-kath. Malteser-Ordens tobe. In dem geistlichen Ritterorden hatte es in der letzten Zeit viel Streit gegeben. Franziskus will nun unbedingt eine „spirituelle und moralische Erneuerung“ des Ordens, bei der auch „Elemente der Freimaurerei ausgerottet“ werden sollen. Die Lage zwischen dem Papst und den Maltesern hatte sich zugespitzt, als Franziskus den Großmeister des Ordens, der auf Lebzeiten gewĂ€hlt wird, zum RĂŒcktritt gedrĂ€ngt hatte.

         TOPIC  Nr. 03/2017



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Die USA zwischen Armageddon und Halleluja 

   Kaum hatte Trump den Amtseid mit seiner Hand auf zwei Bibeln abgelegt, standen Regierende und Medien Kopf: Zwischen Armageddon und Halleluja! Seit 1953 stellen Wissenschaftler zu Jahresbeginn die Zeiger der symbolischen „Weltuntergangsuhr“ Doomsday-clock neu, um zu signalisieren, wie nahe die Menschheit der Apokalypse sei. Stand sie zuletzt auf „Drei vor Zwölf“, so wurde sie um 30 Sekunden vorgestellt; noch nie stand sie — wie jetzt wegen Trump — auf „Zweieinhalb Minuten vor Zwölf“. Soll sagen: Unsere Welt steht nahe an Armageddon! Kurz darauf flog die britische Premierministerin Theresa May in die USA, um als erste Regierende persönlich mit Trump zu sprechen. Zeitgleich titelte die britische Tageszeitung Daily Mail: „Halleluja!“ Grund fĂŒr den Jubel war die AnkĂŒndigung, dass beide Staaten sich zukĂŒnftig nur noch dann militĂ€risch in andere Staaten einmischen wĂŒrden, wenn ihre eigenen Interessen tatsĂ€chlich direkt betroffen seien.  Das signalisiert einen Wandel in der Weltpolitik.
   Viele im deutschsprachigen Europa – Christen eingeschlossen – scheinen meiner Meinung nach kaum eine Ahnung davon gehabt zu haben, was inhaltlich in den USA tatsĂ€chlich im Wahlkampf Tag fĂŒr Tag diskutiert wurde.
   Um die Jahreswende hat die christliche US-Organisation Wallbuilders (wörtlich: „Mauerbauer“; diese Gruppe möchte die moralische, religiöse und verfassungsmĂ€ĂŸige Basis der USA bewahren.) eine einzigartige Analyse publiziert: Sie untersuchte die Politik Obamas und kam zu dem Ergebnis, er sei unter allen US-PrĂ€sidenten der, der am stĂ€rksten „anti-biblisch“ gewesen sei! Man könne ihn nicht als anti-christlich oder Ă€hnlich charakterisieren, sondern mĂŒsse seine Regierungszeit als ausgesprochen „anti-biblisch“ ansehen. Mit Details und Datum wurden ĂŒber 100 Beispiele angefĂŒhrt, wo Obama sich klar gegen Katholiken, gegen Protestanten, gegen religiöse Juden und das jĂŒdische Volk gestellt habe; zugleich mĂŒsse man bedenken, wie oft er Muslime und islamische Staaten bevorzugt behandelt habe.
   GrundsĂ€tzlich scheint mir, dass das Wissen ĂŒber die innere Lage der USA bei uns sehr gering ist, oder wo haben Sie gelesen, dass weit ĂŒber 45 Millionen Amerikaner auf staatliche Lebensmittelbeihilfe angewiesen sind, dass diese Zahl in der ersten Amtszeit Obamas um 70 (!) Prozent anstieg? Wie viel Elend und Not stecken hinter solchen Zahlen! Wundert es, dass unter diesen Menschen gejubelt wird, wenn Trump verspricht: „America first!“ (Amerika zuerst!)?
   Warum jedoch bekam Trump so viel Vertrauensvorschuss seitens bekennender Christen? Warum scheinen ihn viele Evangelikale gewĂ€hlt zu haben, obgleich niemand behauptete, er sei „born again“ – also im biblischen Sinn wiedergeboren? WĂ€hrend unsere Medien noch nach der Vereidigung schrieben, niemand wisse, welch ein politisches Konzept Trump habe, bauten USChristen und Konservative offensichtlich darauf, dass er seine Zusagen umsetzen wĂŒrde — und die ersten Tage des PrĂ€sidenten scheinen das zu bestĂ€tigen.
   WĂ€hrend Obama noch in den letzten Stunden seiner Amtszeit und gegen das Votum des Kongresses „stillschweigend“ 221 Millionen Dollar an die PalĂ€stinenser ĂŒberwies, begann Trump sogleich nach Amtsantritt, ethische Entscheidungen zu treffen, wie er sie angekĂŒndigt hatte: Ab sofort untersagte er jede finanzielle UnterstĂŒtzung der Abtreibungsorganisation Planned Parenthood International; fĂŒr das höchste Gericht nominierte er den Richter Neil Gorsuch, der als Gegner von Abtreibungen und aktiver Sterbehilfe bekannt ist. Unter Obama konnten Muslime aus Syrien leicht einreisen, wohingegen kaum ein christlicher FlĂŒchtling Aufnahme fand. Trump sagte zu, Christen Vorrang zu geben.
   Trumps Administration arbeitet an einem Gesetzentwurf, der die volle Religionsfreiheit fĂŒr Juden und Christen garantiert, was in den letzten Jahren zunehmend nicht mehr der Fall war. Seit 1954 hatten Staat und Steuerverwaltung die Redefreiheit von Pastoren in der US-Öffentlichkeit eingeschrĂ€nkt, speziell in Fragen von Obrigkeit und Politik. So war – um nur ein Beispiel aus vielen zu nennen – seitens der lesbischen BĂŒrgermeisterin in Houston (Texas) von allen Pastoren der Stadt verlangt worden, sie sollten der Stadtverwaltung ihre Predigten und alle Korrespondenz abgeben, in denen sie sich zu Fragen der HomosexualitĂ€t und zu Genderthemen kritisch geĂ€ußert hĂ€tten. Nach Protesten und juristischem Widerspruch musste sie ihre Verordnung zurĂŒckziehen.
   Im US-Kongress wird jetzt erörtert, diese und andere EinschrĂ€nkungen zu streichen und allen Geistlichen volle Redefreiheit zu gestatten. Zahlreiche Pastoren und alle christlichen Organisationen, die sich gegen Abtreibung und Euthanasie, fĂŒr Ehe und Familie, gegen Homo-Ehe und Genderwahn einsetzten, freuen sich — zumal sie wussten, dass es den christlichen Gemeinden und Werken unter Hillary Clinton als PrĂ€sidentin massiv schlechter ergangen wĂ€re, ja, man mit dem Ende der Religionsfreiheit rechnete!
   Mitte Februar haben Hunderte von Pastoren und Gemeindeleitern der Staaten der Karibik an Trump geschrieben und ihn aufgefordert, das Weiße Haus möge seine internationale Politik Ă€ndern und wieder zur „Stadt auf dem Berge“ werden, die Licht bringe. Unter Obama hĂ€tten die USA alle Staaten geradezu erpresst, gegen Gottes Ordnung die Werte von Ehe und Familie zugunsten einer radikalen Pro-Homo-Agenda zu Ă€ndern; letztere sei wichtiger gewesen als Religions-, Meinungs- und  Gewissensfreiheit. „Jetzt sehen wir einen Hoffnungsstrahl, dass uns die Chance gegeben wird, unsere traditionellen konservativen christlichen Werte zu behalten!“ Dies sollte man bedenken, wenn unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel betont, sie wolle gegenĂŒber Trump darauf dringen, „unsere westlichen Werte“ zu erhalten. Ganz offensichtlich hat sie nicht die tragenden Werte der jĂŒdisch-christlichen Ethik gemeint, sondern die der Lesben, Schwulen, Bi-Sexuellen etc. (LGBTQ) sowie das Genderthema der letzten Jahre!
   Trump tritt selbstbewusst auf, mitunter auch selbstherrlich – und er ist gewiss kein Christ, wie ich meine. Könnte er sonst so deutlich sagen: „Ich habe ein gutes VerhĂ€ltnis zu Gott ... Ich bin gerne gut. Aber ich mag es nicht, um Vergebung zu bitten. Ich bin gut. Ich mache nicht viele schlechte Dinge, ich versuche nichts zu tun, das schlecht ist.“
   Was wird seine PrĂ€sidentschaft bringen? Mit besonderer Aufmerksamkeit beobachten Christen, wie sich Trump gegenĂŒber Jerusalem und Israel verhalten wird. In der Einleitung zum Gebetsbrief Prayer for Israel (Gebet fĂŒr Israel) fragt Derek Rous zu Recht: „Wird er die endlose Krise des Mittleren Ostens lösen und ein großer ‚Welt-‚Friedensstifter‘ werden? Oder wird er der prophetisch angekĂŒndigte große Welt-VerfĂŒhrer werden, in den Israel sein Vertrauen setzen wird?“
                                                                                 Autor des Essays: Pfarrer Reinhard Möller

           TOPIC  Nr. 03/2017



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Tattoos können Gesundheit erheblich schĂ€digen 

   Nach einer Untersuchung des Institutes fĂŒr Demoskopie Allensbach hat mittlerweile ein Viertel aller 16- bis 29-jĂ€hrigen Deutschen ein Tattoo. In den USA lassen sich zunehmend auch Christen tĂ€towieren, obwohl in frĂŒheren Zeiten die TĂ€towierung ein Markenzeichen der kriminellen Unterwelt war. Zumeist sind es Pastoren und Gemeindeleiter, die sich Bibelworte oder ein Kreuz in die Haut ritzen lassen. Sie folgen damit einem Boom, der seit Jahren weltweit zu beobachten ist.
   Was die meisten TĂ€towierten aber nicht wissen: Ein Tattoo kann einen lebensbedrohlich krank machen. Darauf hat die Berliner HautĂ€rztin Dr. med. Yael Adler in ihrem aktuellen Buch-Bestseller „Hautnah“ hingewiesen. Laut der Dermatologin, die viele Jahre in der klinischen Forschung gearbeitet hat, sind die bei der TĂ€towierung verwendeten Farben und Stoffe höchst giftig. In Kosmetika seien all diese Substanzen, die bei TĂ€towierungen verwendet wĂŒrden, strengstens verboten. Doch fĂŒr den TĂ€towierungsbereich gebe es in der Regel keine vorgeschriebenen PrĂŒfverfahren oder Standards. Viele Bestandteile der Stoffe, die unter die Haut gespritzt werden, seien als gefĂ€hrlicher SondermĂŒll zu werten. Dazu gehören z. B. Nickel, Blei, Quecksilber oder Arsen. Diese industriell bearbeiteten Stoffe seien hoch allergieauslösend und krebserregend. Doch damit nicht genug. Der Körper versuche, diese Giftstoffe abzutransportieren, was ĂŒber das Lymphsystem geschehe. Doch die Schadstoffe blieben in den Lymphknoten stecken, was fatale Folgen haben könne, so die Ärztin. Bei MRT-Untersuchungen erscheinen diese eingefĂ€rbten Lymphknoten wie von einem Krebs befallen. So habe man bei einer 32-jĂ€hrigen Amerikanerin einen GebĂ€rmutterhalskrebs entdeckt und bei einem bildgebenden Verfahren (MRT/„Röhre“) auch von Krebs befallene Lymphknoten im Unterleib ausgemacht. Resultat fĂŒr die an den Beinen tĂ€towierte junge Frau: Totaloperation. Doch die aus dem Unterleib herausoperierten Lymphknoten zeigten keinen Krebsbefall, sondern waren „nur“ eingefĂ€rbt. Auch mĂŒssen TĂ€towierte damit rechnen, dass bei MRT-Untersuchungen im Bereich der Tattoos die Haut heftig verbrennen kann. Der Grund: Etliche Tattoo-Farben beinhalten Metall-Partikel, die auf die MRT-Magnetwellen reagieren.
   Nicht selten, so Dr. Adler, entstĂŒnden nach der TĂ€towierung Sonnenallergien, Hautkrebs und AugenentzĂŒndungen. Die Dermatologin bezeichnet das TĂ€towieren als ein „Inferno“ fĂŒr die Haut. Deshalb rĂ€t sie: „Think before you ink!“ „Denk nach, bevor du dich fĂ€rben lĂ€sst“, denn der Körper kann die Giftstoffe in den TĂ€towierungsfarben ein Leben lang nicht ausscheiden. Sie sind „tickende Zeitbomben“, so Dr. Adler.

             TOPIC  Nr. 03/2017

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Eine feste Einheit: Lehre und Liebe 

  Es wird behauptet: „Lehre trennt, Liebe eint.“ Damit will man Lehre abwerten. Es ist auffĂ€llig, wie die evangelikale Christenheit seit wenigen Jahrzehnten immer unwilliger ĂŒber Lehre nachdenkt, Lehre verteidigt und falsche Lehre bekĂ€mpft. Das ist ein Zeichen von geistlichem Niedergang. WofĂŒr man nicht kĂ€mpfen mag, hĂ€lt man nicht fĂŒr so wertvoll, dass es den Kampf lohnt. Lehre ist unwichtig geworden.
  Bekanntlich waren die ersten Jahrhunderte der Kirche auch die Jahrhunderte der leidenschaftlichen dogmatischen KĂ€mpfe. Lehre war wichtig; man wusste, dass das unverfĂ€lschte Evangelium das Leben der Kirche war. In der Reformation wurde biblische Lehre wiederum zum Lebenselement der christlichen Kirche. Lehrpredigt und Unterweisung verwehten die Weihrauchwolken und verdrĂ€ngten die Heiligenverehrung. Alle nachfolgenden Erweckungen waren Bibelerweckungen. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein prĂ€gte das die protestantische Christenheit.
  Inzwischen aber regiert die Maxime, Lehre trenne nur, Liebe eine hingegen. Dass solche Schlagworte ausgegeben werden, erstaunt nicht; dass Christen sie aufgreifen und weiterreichen, das erstaunt. Es ist ein ganz gottloses Wort. Wir wissen, dass alle gute Lehre von Gott kommt; ebenso wissen wir, dass alle wahre Liebe von Gott kommt.
  Er hat uns das Wort des Heils gesandt durch Seine Propheten, Seine Apostel und durch Seinen Sohn. Er hat uns Seine Liebe ausgegossen in unsere Herzen (Römer 5,5). Wenn Lehre und Liebe beide von Gott kommen, dann gibt es keine Liebe ohne Lehre. Wenn wir also mehr Liebe wollen, mĂŒssen wir auch mehr gute Lehre wollen. Niemand behauptet, Lehre allein genĂŒge. Wir wissen alle, dass zur Lehre der Glaube und der Gehorsam und die Liebe kommen mĂŒssen. Aber ohne die Lehre wird es weder Glauben noch Gehorsam noch Liebe je geben können. Das bedeutet: Wir brauchen Lehre, denn die Lehre ist das Fundament 

  Der gleiche Gott, der in Seiner Wahrheit unbeugsam und dessen Lehren unerbittlich sind, ist Liebe — vollkommene Liebe, unbeschreibliche Liebe. Lehre und Liebe gehen Hand in Hand. Lehre ohne Liebe ist Menschenlehre; und die mag wohl trennen. Aber das tut Gottes Lehre nicht. Und Liebe ohne Lehre ist SchwĂ€rmerei oder Humanismus; auf alle FĂ€lle nicht Christentum. Gute Lehre nĂ€hrt die Liebe zu Gott und den Heiligen 

   Lehre trennt, in der Tat. Gute Lehre trennt von bösen Lehren, gute Lehre trennt von bösem Umgang. Der Apostel sagt das in 2. Korinther 6,14-18: „Zieht nicht am ungleichen Joch mit UnglĂ€ubigen. Denn welche Genossenschaft hat Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis? Und welche Übereinstimmung Christus mit Belial? Oder welches Teil ein GlĂ€ubiger mit einem UnglĂ€ubigen? Und welchen Zusammenhang der Tempel Gottes mit Götzenbildern? Denn ihr seid der Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: Ich will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. Darum geht aus ihrer Mitte aus und sondert euch ab, spricht der Herr, und rĂŒhrt Unreines nicht an, und ich werde euch aufnehmen; und ich werde euch zum Vater sein, und ihr werdet mir zu Söhnen und Töchtern sein, spricht der Herr, der AllmĂ€chtige.“
  Das ist aber ein ganz unbeliebtes Schriftwort. Könnte es sein, dass wir unheiligen Umgang lieben? Dass wir darum das scharfe Schwert der Lehre nicht mögen? Sollte das einer der GrĂŒnde sein, warum in uns allen ein verborgener Aberwille gegen klare und verbindliche Lehre haust? Gute Lehre bewahrt vor falscher Einheit; vor jener Einheit, die uns das letzte Buch der Bibel beschreibt 

  Gute Lehre trennt von Bösem, und gute Lehre verbindet die Herzen; gute Lehre lĂ€sst die GlĂ€ubigen zusammenwachsen. Oder waren die Christen je einiger als in den Tagen der Apostel? Als sie ein Herz und eine Seele waren, waren sie an vier Dingen erkennbar:
  Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten (AposteIgeschichte 2,42). Die Lehre der Apostel wird sogar als Erstes genannt. Das war es, das die Christen aneinander band; das war der feste Grund, auf dem sie alle standen. Das war auch die Mauer, die sie vor den falschen Lehren des Judentums und dem Betrug der griechischen Philosophie und den Verlockungen der heidnischen Lebensweise schĂŒtzte 

  Der Lehrer ist eine der drei großen Gaben des erhöhten Herrn an die Gemeinde, die bleiben sollten,
nachdem die Apostel und Propheten den Grund der Gemeinde gelegt hatten (Epheser 2,20): „Und er hat die einen gegeben als Apostel und andere als Propheten und andere als Evangelisten und andere als Hirten und Lehrer, damit die Heiligen zugerĂŒstet wĂŒrden fĂŒr das Werk des Dienstes, fĂŒr die Auferbauung des Leibes Christi“ (Epheser 4,11-12).
  Der Lehrer lehrt das Volk Gottes, damit die GlĂ€ubigen heranwachsen im Dienst und heranwachsen „zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes“. Wir halten im Vorbeigehen noch einmal fest, dass es Einheit des Glaubens nur geben kann, wenn die Lehre des Glaubens gelehrt, geglaubt und befolgt wird.
  Wird die Gemeinde nicht gelehrt, werden wir „UnmĂŒndige sein, hin und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre“ (Epheser 4,14). Hier sehen wir: Lehren werden uns auf jeden Fall prĂ€gen. Die Frage ist nur, welche Lehren es sind 

  Wir leben in jenen „letzten Tagen“ (2. Timotheus 3,1), in denen „böse Menschen und Gaukler es je lĂ€nger je Ă€rger treiben“ (3,13). Daher können wir es uns weniger leisten als je zuvor, in der Lehre gleichgĂŒltig oder halbherzig zu sein. In den beiden letzten Briefen des Apostels kommen die Worte „Lehre“, „lehre“, „lehrfĂ€hig“ 23-mal vor.
  Die Verfinsterung wird immer grĂ¶ĂŸer; der Druck auf das Volk Gottes wĂ€chst. Der Zeitgeist reißt immer heftiger an uns. Wir werden fallen, unsere Gemeinden werden stĂŒrzen wie das Haus, das auf Sand gebaut wurde, wenn die Lehre fehlt. Denn dann wird keine Wahrheit uns halten. Wenn wir das Wort der Wahrheit nicht geliebt, studiert, geglaubt und gelehrt haben, haben wir die ganze Zeit Gott selbst gesagt, dass wir Ihn auch nicht lieben. Haben wir uns aber von Ihm abgewandt, wird Er uns dem Betrug dahingeben, den wir mehr liebten als Seine Wahrheit. Wenden wir uns aber Gott zu, dann haben wir ein tragfĂ€higes Fundament in Seinem Wort, das Bestand hat.
  Auszugsweiser Abdruck aus der BroschĂŒre „Gott Leben – Lehre trennt, Liebe eint?“ von Benedikt Peters. Die BroschĂŒre hat ein Format von 12X12 cm und 32 Seiten. Bestelltelefon fĂŒr Deutschland und Österreich: 05204 92 49 430; E-Mail: info@samenkorn.de; Preis 1,50 Euro. Bestelltelefon fĂŒr die Schweiz: 033 437 63 43; E-Mail: info@edition-n.ch; Preis 2,00 CHF.

         TOPIC  Nr. 04/2017



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Neue spirituelle Ökumene will Europa fĂŒr Christus zurĂŒckgewinnen 

  Nach Erscheinen des neuen TOPIC mĂŒsste es eigentlich losgehen:100 Millionen EuropĂ€er sollen in den nĂ€chsten Jahren Jesus Christus in ihr Leben aufnehmen. Doch weshalb soll dies gerade ab jetzt geschehen? In der Zeit vom 01. MĂ€rz bis zum 09. April 2017 haben ĂŒber 10.000 Christen vor allem im deutschsprachigen Europa gefastet und gebetet fĂŒr die oben beschriebene Millionen-Vision. Es sind Christen aus der katholischen charismatischen Erneuerungsbewegung, aus charismatischen Kreisen und etlichen Kirchen und Freikirchen – und sie haben sich bereits zu einer Bewegung formiert. Sie nennt sich Europe shall be saved (ESBS) und bedeutet ins Deutsche ĂŒbersetzt: „Europa wird/soll gerettet werden.“ Laut Angaben von ESBS hatten sich fĂŒr die Fastenaktion ĂŒber 5.000 GlĂ€ubige verbindlich per E-Mail angemeldet; weitere 5.000 „FĂŒrbitter ohne Registrierung“ waren der Organisation bekannt. Diese ESBS-Bewegung ist aber nicht einfach so vom Himmel gefallen, sondern sie ist strategisch geplant worden.
  Im Mai 2016 hat der Schweizer Jean-Luc Trachsel Leiter und SchlĂŒsselfiguren aus den unterschiedlichen charismatischen Szenen und kirchlichen Bereichen zusammengerufen, um ESBS vom Stapel zu lassen. Jean-Luc Trachsel ist der internationale Leiter der Organisation International Association Of Healing Ministries (IHAM) mit dem europĂ€ischen Sitz im Schweizer Oron (Kanton Waadt). Die IHAM wird im Mai 2017 eine Heilungs-Konferenz in den Niederlanden anbieten, auf der zum Teil extreme Charismatiker wie Bill Johnson, Randy Clark, Ben Fitzgerald, Heidi Baker und Peter Wenz auftreten sollen. Die Vision von IHAM ist das Freisetzen des Königreiches Gottes mit einer neuen Ausgießung des Heiligen Geistes, bestĂ€tigt durch Zeichen und Wunder, inklusive eine umfassende Heilung von Menschen, Gemeinden und Nationen. Auf diesen spirituellen Schienen bewegt sich auch ESBS. Und die gerade beendete 40-tĂ€gige Fastenaktion soll fĂŒr diesen Prozess der Erweckung von Millionen EuropĂ€ern der Auslöser gewesen sein.
  Der katholische Theologe Dr. Johannes Hartl, Leiter des Gebetshauses Augsburg, ist eine der FĂŒhrungspersönlichkeiten in der Bewegung ESBS und fĂŒr den Bereich Gebet zustĂ€ndig. Er beschreibt in einem Artikel in der katholischen Zeitung Die Tagespost (9.3.2017) die Bewegung so: „Diese neue Bewegung zeichnet sich durch Ernsthaftigkeit aus, eine Bereitschaft, Opfer zu bringen. Eine Bereitschaft ferner, ĂŒber Kirchengrenzen hinweg zusammenzuarbeiten, ohne dabei konfessionelle Unterschiede zu nivellieren. Eine Bewegung, die sich nicht dadurch definiert, wogegen sie ist, sondern wofĂŒr. Eine Bewegung, die Evangelisation in den Mittelpunkt stellt und Glauben dafĂŒr hat, dass das Evangelium nichts an seiner Strahlkraft verloren hat.“
   Eine Sprecherin von ESBS skizzierte die Bewegung gegenĂŒber TOPIC so: Es ist menschlich  nahezu unmöglich, 100 Millionen EuropĂ€er fĂŒr Christus zu gewinnen, „falls wir nicht lernen, auf neue Art zusammen zu dienen und neuerdings eher das Potenzial im Anderen zu sehen als alle abgrenzenden Unterschiede (Theologie, Ekklesiologie, Pneumatologie usw.) In diesem Sinne kann man schon von spiritueller Heilung sprechen ... wenn neu etwa 15 Prozent der EuropĂ€er mit Jesus leben, wird das bestimmt vieles bewirken.“
  Jeder glĂ€ubige Christ in Europa wird sich wĂŒnschen, dass möglichst viele EuropĂ€er noch zu Jesus Christus finden. Doch kann man das von der menschlichen Basis aus mit bestimmten AktivitĂ€ten erzeugen oder begĂŒnstigen? Dieses gezielte Fasten und FĂŒrbitten, um etwas zu erreichen, ist seit Jahren zentraler Bestandteil der „Geistlichen KriegsfĂŒhrung“, die fast ausschließlich von Charismatikern angewendet wird. Auch das Binden von angeblich territorialen Geistern gehört dazu.
  Wie TOPIC aus charismatischen Kreisen erfahren hat, versuchen Charismatiker derzeit, die angeblich sechs dĂ€monischen Tore ĂŒber Deutschland zu schließen. Es sei eine Geheim-Operation, wie es hieß.
  Was haben die Eingeweihten an der Spitze der ESBS-Bewegung wirklich vor und in welchen strategisch-geistlichen ZusammenhĂ€ngen arbeiten sie? Der evangelikale Bestseller-Autor Dave Hunt (verst. 2013) schreibt in seinem Buch „Die okkulte Invasion“: „Wenn man anfĂ€ngt zu glauben, dass Techniken notwendig sind, um geistliche Kraft freizusetzen, hat man okkulten Vorstellungen TĂŒr und Tor geöffnet.“

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Wie gefĂ€hrlich sind Smartphones und WLAN? 

  Als Anfang der 1990er Jahre der digitale Mobilfunk eingefĂŒhrt wurde, konnte niemand ahnen, dass dieser Markt weltweit geradezu explodieren wĂŒrde. Heute besitzen in Deutschland fast alle Jugendlichen ein Mobiltelefon. Doch nicht nur die deutschen. Auch junge FlĂŒchtlinge aus Afghanistan, Syrien oder Nordafrika – fast jeder hat sein Smartphone dabei. Eine Studie aus dem Jahr 2012 belegt: Ein Großteil der Kinder selbst in Ägypten oder in Indonesien besitzt ein nagelneues mobiles Telefon. Die abgelegten Telefone der Eltern oder der Ă€lteren Geschwister werden verschmĂ€ht.
  Mobile Telefone erzeugen elektromagnetische Felder und strahlen sie ab. Der Körper nimmt diese Hochfrequenzstrahlung teilweise auf. Wie schĂ€dlich dies in Bezug auf die Gesundheit des Menschen ist, ist in der Wissenschaft höchst umstritten. Die Tatsache aber, dass der US-Multi Apple vor seinem Smartphone „iPhone 7“ in gewisser Weise warnt, zeigt, so ganz gesund kann die Handy-Strahlung wohl nicht sein. Apple empfiehlt, mit seinem iPhone 7 wenig am Ohr zu telefonieren, sondern die Freisprechanlage zu nutzen, um sich vor der hohen Strahlung zu schĂŒtzen.
  Viele Studien, die die Gefahren der Strahlung von mobilen Telefonen untersucht haben, sind zumeist von der Mobilfunk-Industrie bezahlt und kommen demzufolge auch zu dem entsprechend positiven Ergebnis – sprich: ungefĂ€hrlich. Viele dieser Studien zeigen nicht nur eine interessengeleitete Einseitigkeit, sondern offenbaren auch eine weitere Schwachstelle: Sie untersuchen nur kurze ZeitrĂ€ume und vernachlĂ€ssigen Langzeitwirkungen. Genau das hat man in der ehemaligen Sowjetunion und jetzt in Russland nicht gemacht. Man beobachtete die Langzeitwirkung von vorhandenen elektromagnetischen Feldern auf Angestellte und Arbeiter in der Elektro- und Elektronikindustrie.
  1995 bekam Professor Dr. med. Karl Hecht vom Bundesamt fĂŒr Post und Telekommunikation (heute Bundesnetzagentur) den Auftrag, in russischsprachiger Fachliteratur zum Thema „Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern“ zu recherchieren. Das tat Hecht in den Jahren 1996 und 1997 und bezog 878 wissenschaftliche Arbeiten aus dem ehemaligen Ostblock in seine Untersuchung ein. Die russischen Langzeitstudien ergaben u. a. folgende Befunde bei GeschĂ€digten durch elektromagnetische Felder: Schlafstörungen, Tinnitus, erhöhte InfektionsanfĂ€lligkeit, neurotische Symptome und Störungen des Herz-Kreislauf-Systems. Als subjektive Beschwerden nannten die GeschĂ€digten u. a.: Erschöpfung, Mattigkeit, Konzentrations- und GedĂ€chtnisverminderung, Kopfschmerzen oder spontan auftretende Erregbarkeit bei Anforderungen.
  Nachdem Hecht die Dokumentation seiner Recherchen abgeliefert hatte, verschwand seine Arbeit im Archiv des Umwelt-Ministeriums und wurde nicht, wie vereinbart, dem Umweltminister vorgelegt – so jedenfalls die Darstellung des Professors.
  2006 trug Professor Hecht seine Bedenken in Bezug auf den Mobilfunk noch einmal vor dem Umweltausschuss des bayrischen Landtages vor, doch auch dort hörte man nicht auf ihn. Jetzt werden in Bayern 20.000 öffentliche WLAN-Stationen, sogenannte Hotspots, eingerichtet. Und nicht nur in Bayern. Erst vor Kurzem beschloss die Bundesregierung eine WLAN-Offensive fĂŒr ganz Deutschland.
  Was ist nun WLAN? WLAN ist ein lokales Funknetz, das den kabellosen Internetzugang ermöglicht. Und dieses WLAN arbeitet auch mit elektromagnetischen Feldern, die noch problematischer zu sein scheinen als die beim Mobil-Telefon. In der Datenbank der deutschen Bundesregierung sind 50 Forschungsergebnisse zu WLAN gelistet, die nachweisen, dass die WLAN-Strahlung Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, ja, sogar Krebs verursachen könne. So ist z. B. in Frankreich und in Israel aufgrund der Forschungslage der Einsatz von WLAN in KindergĂ€rten und Vorschulen verboten. Hintergrund: Kinder nehmen bis zu 10-mal mehr Mikrowellen-Strahlung auf als Erwachsene. Das hĂ€ngt damit zusammen, dass das Gehirngewebe und das Knochenmark eines jungen Menschen noch mehr Wasser enthalten als bei einem Erwachsenen und dadurch eine höhere LeitfĂ€higkeit aufweisen. Deshalb warnte die amerikanische Akademie fĂŒr Kinderheilkunde, die 60.000 KinderĂ€rzte vertritt, schon 2012 vor der Strahlung durch WLAN.
  Angesichts der vorliegenden Forschungslage ist kaum nachzuvollziehen, dass ausgerechnet die Ev. Landeskirchen planen, ihre Kirchen mit WLAN-Stationen zu bestĂŒcken. Damit angefangen hat jetzt die Ev.
Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Angesichts der GesundheitsgefĂ€hrdungen, die durch WLAN zu erwarten sind, ist es fast gotteslĂ€sterlich, diese WLAN-Stationen als „godspot“ (Gottespunkt) zu bezeichnen.

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Weltelite bereitet sich auf WeltwĂ€hrungsreform vor  

  In den letzten 40 Jahren hat sich die globale GĂŒtermenge vervierfacht – die Geldmenge allerdings verfĂŒnfzigfacht. Geld wird mit Geld verdient und nicht mehr mit wirklicher Arbeit, nicht mehr mit körperlicher MĂŒhsal, wie es die Bibel formuliert. So wickeln bei der amerikanischen Investment-Bank Goldman Sachs mehr und mehr Computer die GeldgeschĂ€fte völlig alleine ab. BeschĂ€ftigte die Bank frĂŒher 600 HĂ€ndler, so erledigen die GeschĂ€fte heute zwei hoch spezialisierte Fachleute mit ihren Hochleistungs-Computern. Doch was geschieht mit dem vielen Geld, das durch reine GeldgeschĂ€fte rund um den Erdball „verdient“ wird? Geld an sich ist wertlos, wenn es nicht durch irgendetwas gedeckt ist. FrĂŒher war es Gold, heute ist es: ?
  Ein Großteil des heutigen Geldes ist bei Licht betrachtet eigentlich wertlos – vor allem der US-Dollar. Dennoch verliert der US-Dollar kaum an Wert. Woran liegt das? 70 Prozent der gesamten US-Dollar-BestĂ€nde werden im Ausland gehortet. Warum? Weil nur mit US-Dollar manches GeschĂ€ft bezahlt werden kann. 75 Prozent des Welthandels werden nĂ€mlich in US-Dollar fakturiert. Der Wert des US-Dollars ergibt sich also daraus, dass er an allen Ecken und Enden der Welt gebraucht wird. Diejenigen nun, die mittels Computern oder auf anderen Wegen US-Dollar erzeugen können bzw. dĂŒrfen – also Geld mit Geld erwirtschaften –, sind fein raus. Sie verdienen sich – wie man sagt – dumm und dĂ€mlich. Doch was machen „diejenigen“ mit dem eigentlich wertlosen Geld? Sie kaufen seit einigen Jahrzehnten massenhaft Sachwerte. Darauf haben Professor Eberhard Hamer und sein Sohn Eike in ihrem neuen Buch „Der große Crash-Ratgeber. Was tun – vor, im und nach dem Crash?“ (Kopp-Verlag / ISBN 978-3-86445-421-9) hingewiesen.
  Eberhard Hamer ist Unternehmer und Mittelstandsforscher; sein Sohn Eike Wirtschaftswissenschaftler und Vorstand des Mittelstandsinstitutes Hannover. Über das derzeitige Verhalten der Geld-Eliten schreiben die Autoren: „Sie kaufen mit dem immer wertloser werdenden Geld seit Jahrzehnten rechtzeitig alle Sachwerte auf, die sie noch erwischen können: Rohstofflager, Industriekomplexe, Immobilien und jede einigermaßen intakte auslĂ€ndische Kapitalgesellschaft: in freundlicher oder feindlicher Übernahme und fast zu jedem Preis.“
  Was die beiden Autoren hier noch nicht auflisten, sind die gigantischen KĂ€ufe von Ackerland ĂŒberall auf der Welt. So gehören bereits „siebzig Prozent der landwirtschaftlichen FlĂ€chen in Deutschland nicht mehr den Landwirten, die sie bewirtschaften“, sondern Investoren, heißt es in einer PresseerklĂ€rung der EU-Abgeordneten Maria Heubuch (BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen). In Afrika haben chinesische und westliche Investoren geschĂ€tzte 50 Millionen Hektar an gutem Ackerboden bereits unter ihrer Kontrolle. Dieser gigantische Landbesitz entspricht etwa der HĂ€lfte der AckerflĂ€che der EuropĂ€ischen Union (EU).
  Hamer und sein Sohn skizzieren in diesem Zusammenhang dann ein interessantes wie erschreckendes Szenario: „Die hinter der FED (US-Notenbank in Besitz von privaten US-Banken) stehende Hochfinanz hat auf diese Weise durch gezielte Sachwertpolitik ganze Marktsegmente mit ihren faulen Dollars aufgekauft und zu Marktmonopolen beziehungsweise –oligopolen entwickelt; Diamanten, Gold, Kupfer, Zink, Uran, Telekommunikation, Glasfaserleitungsnetze, Print- und Rundfunkmedien, Nahrungsmittel (NestlĂ©, Coca-Cola) sowie große Teile der RĂŒstungsindustrie und der Luftfahrt – sogar Saatgut (Monsanto) und Wasser. Deutet man den Fahrplan der Welthochfinanz richtig, sollte die Geldmenge so lange vermehrt und entwertet werden, bis damit die wichtigsten Sachwerte der Welt aufgekauft und monopolisiert worden sind.“
  Hamer und sein Sohn beschreiben dann, dass es zu einer WeltwĂ€hrungs-Reform kommen muss, da der Schuldenberg vor allem in der westlichen Welt niemals abgetragen werden könne. Laut den Hamers wird die Hochfinanz bei einer WeltwĂ€hrungsreform kaum hart getroffen werden, „weil sie rechtzeitig aus dem faulen Geld in werthaltiges Vermögen umgeschichtet hat. Da sie in vielen Bereichen inzwischen Weltmonopolstellung erreicht hat, kann sie die Welt sogar jederzeit mit Monopolpreisen zu Sonderabgaben heranziehen. Nicht mehr Zinsen sind dann das Einkommen der Weltherrscher, sondern MonopolertrĂ€ge.“
  FĂŒr die Hamers ist die Flucht der Hochfinanz in Sachwerte u. a. ein Zeichen fĂŒr eine kommende WeltwĂ€hrungsreform. Sie schreiben: „Die Frage ist nicht mehr, ob, sondern nur noch wann die Welt das Vertrauen in den Dollar verliert, womit die monetĂ€re Korrektur – ein Crash – weltweit beginnt.“

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Saudischer Kronprinz: Trump ist ein wahrer Freund der Muslime 

  Am 14. MĂ€rz 2017 traf sich der US-PrĂ€sident Donald Trump mit dem saudischen Kronprinzen Muhammad bin Salman Al Saud. Nach diesem Treffen gaben die Saudis ein offizielles Statement heraus. Daraus AuszĂŒge: „PrĂ€sident Trump drĂŒckte seine tiefe Achtung vor dem Islam aus, die eine der göttlichen Religionen ist, die mit den Prinzipien der Menschlichkeit kamen, bevor sie von radikalen Gruppen missbraucht wurde ... PrĂ€sident Trump hat eine beispiellose und ernste Absicht, mit der muslimischen Welt zusammenzuarbeiten ... Prinz Mohammad bin Salman sieht in PrĂ€sident Trump einen wahren Freund der Muslime, der der muslimischen Welt in einer unvorstellbaren Weise dienen wird ...“
  Kenner der Nahost-Szene gehen davon aus, dass Trump und der Kronprinz die Bedrohungen ihres Petro-Dollar-Systems besprochen haben. Durch den niedrigen Öl-Preis der letzten Jahre haben die Saudis mehrere hundert Milliarden US-Dollar an Einnahmen verloren und mussten im letzten Jahr sogar einen Kredit in Höhe von 18 Milliarden Dollar am Kapitalmarkt aufnehmen. Aus dem Lob an Trump in Bezug auf seine angebliche Freundschaft zu den Muslimen schließen Beobachter, dass Trump den Saudis versprochen haben könnte, ihren schiitischen Erzrivalen Iran so zu schwĂ€chen, dass er in der Region keine bedeutende Rolle mehr spielt.

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Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
bedĂŒrfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages:
TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,

Evangelikale Attacke auf die Institution Ehe 

   Kurz vor Ostern teilte die ehemalige PrĂ€ses der Synode der Ev. Kirche in Deutschland (EKD), Katrin Göring-Eckardt, mit, sie habe sich von ihrem Ehemann, dem pensionierten Pastor Michael Göring, getrennt. Göring-Eckardt ist auch Spitzenkandidatin der Partei BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen. Wie die Politikerin bekannt gab, ist sie jetzt mit Thies Gundlach zusammen. Sie sei Gundlach durch die Arbeit in der ev. Kirche nĂ€her gekommen. Gundlach ist Theologischer VizeprĂ€sident des Kirchenamtes der EKD und gilt als Chef-Theologe der ev. Kirche. Der 61-JĂ€hrige ist bereits von seiner Frau Brigitta, einer frĂŒheren Pastorin, geschieden. Über das Scheitern ihrer Ehe sagte die 51-jĂ€hrige Göring-Eckardt: „Als Protestantin weiß ich: Das Scheitern gehört im Leben dazu. Manchmal kann man nicht einhalten, was man eigentlich einhalten wollte.“
   Seit Jahrzehnten wird durch rot-grĂŒne KrĂ€fte innerhalb der ev. Kirche in Deutschland daran gearbeitet, die Ehe als göttliche Form menschlichen Zusammenlebens zu demolieren und zu demontieren (s. TOPIC 3/2012). Der Faktor „leichte Scheidung ohne Gewissenspein und SchuldgefĂŒhle“ – auch gegenĂŒber Gott – ist dabei von erheblicher Bedeutung.
   Nun wird auch bei den Evangelikalen, den angeblich frommen Evangelischen, der Versuch unternommen, Ehescheidungen theologisch zu entschĂ€rfen und somit die Bedeutung einer lebenslangen Ehe zu entwerten. Der SCM-Verlag – unter dem Dach derStiftung Christliche Medien (SCM/Holzgerlingen) – hat jetzt ein Buch herausgebracht mit dem Titel „Tabu Trennung – Ein Journalist sucht Antworten“. Geschrieben hat es der verheiratete Journalist Daniel Schneider (Jg. 1979), Vater von drei Kindern. Schneider ist Journalist mit einer theologischen Ausbildung am Wuppertaler Johanneum. Das Johanneum ist ein freies Werk innerhalb der ev. Kirche mit einst pietistischer PrĂ€gung. Wie TOPIC aus theologischen Kreisen erfahren hat, verfolge das Johanneum schon seit einigen Jahren einen Kurs, bei dem ein felsenfester Glaube von Studenten an das Wort Gottes zunĂ€chst erschĂŒttert werde (was sogar in freikirchlichen theologischen AusbildungsstĂ€tten der Fall ist). Exakt dieses Fluidum des ErschĂŒtterns durchwabert Schneiders Buch.
   Das SCM-Buch bricht manche Tabus, nicht nur, dass es mit dem Wort „Scheiße!!!“ beginnt, sondern, weil es Gedanken prĂ€sentiert, die manchen bibelfesten Evangelikalen schocken werden.
   Schneider interviewte fĂŒr sein Buch mehrere Personen, die eine oder auch schon zwei Scheidungen hinter sich haben. Sie erzĂ€hlen, wie ihre Ehen scheiterten, und auch, wie sie damit glaubensmĂ€ĂŸig zurechtgekommen sind. Zwischen den Berichten streut Schneider seine eigenen Gedanken und Interpretationen in den Text ein – und die sind aus biblischer Sicht zum Teil gotteslĂ€sterlich.
   Das Scheitern von Ehen, auch von christlichen, ist mehr als schrecklich. Die geschlagenen Wunden gehören seelsorgerlich „gereinigt, verbunden und gepflegt“ – durch Seelsorger, Therapeuten und GlĂ€ubige in der Gemeinschaft, in der die oder der Geschiedene zu Hause ist. Dennoch heilen sie meistens nicht restlos aus. Das hat einen tieferen Grund, den Schneider gar nicht berĂŒcksichtigt: Ehen werden immer auch vor dem „himmlischen Standesamt“ geschlossen. Diese „himmlischen“ Ehen können nicht final geschieden werden. Gott hasst (!) Scheidungen. Selbst die Bibelausgabe „Hoffnung fĂŒr alle“, der immer wieder Auslassungen und Umdeutungen des Grundtextes vorgeworfen werden, formuliert hier unmissverstĂ€ndlich: „Denn der Herr, der allmĂ€chtige Gott Israels, sagt: ‚Ich hasse Ehescheidung ...‘“ (Maleachi 2,16). Jesus bestĂ€tigt dieses Scheidungsverbot in MatthĂ€us 19 in der Form, dass die Ehe keineswegs eine rein weltliche, rein menschliche Angelegenheit ist. „Was Gott zusammengefĂŒgt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.“
   Die biblische Sachlage ist völlig eindeutig: Wenn Mann und Frau einen gemeinsamen Hausstand begrĂŒnden und eine eheliche Gemeinschaft – auch sexuell – vollzogen ist, gilt dies vor Gott als Ehe. Bei Gott wird diese Ehe nicht geschieden, auch dann nicht, wenn Paare sich auf diesem Globus scheiden lassen. Das fĂŒhrt Jesus selbst in MatthĂ€us Kapitel 19 aus. Kann diese aus menschlicher Sicht harte Haltung Gottes zu einem liebenden Vater passen?
   Schneider baut seine theologische Argumentation in Bezug auf Scheidungen allein auf der Liebe Gottes zu den Menschen auf – egal, was diese tun oder lassen. Gott liebt einfach – basta! Deshalb könnten Scheidungen sogar biblisch irgendwie gerechtfertigt sein. „Ich glaube aber nicht (mehr), dass eine Ehe, koste es, was es wolle, aufrechterhalten werden muss. Das ist sogar relativ unbiblisch. Denn in Gottes Wort geht es in erster Linie um WertschĂ€tzung und Liebe“, argumentiert der Theologe und Autor.
   Noch ungeheuerlicher ist der Gedanke, dass eine Scheidung etwas Ähnliches hervorbringen und bewirken könne wie der Tod und die Auferstehung Jesu Christi: „Wo sich die Welt am schlimmsten zeigt, dort genau entsteht die neue Lebenskraft 
 Das passt zum christlichen Glauben im Allgemeinen, zu Ostern im Speziellen, aber bisher habe ich das nicht mit Trennungen in Verbindung gebracht. Aber es ist schon nachvollziehbar 
“ schreibt Theologe Schneider.
   Das SCM-Buch hat eine klare Botschaft: Ehescheidungen seien nicht unbedingt eine SĂŒnde, weil viele Faktoren zu berĂŒcksichtigen seien, die zu einer Trennung fĂŒhren könnten. Auch Gott selbst könne sogar eine Mitschuld am Beziehungsaus haben. Diesen gotteslĂ€sterlichen Gedanken bezeichnet Schneider als „Befreiung“ und lĂ€sst ihn mit dem Zusatz stehen: „Vielleicht. Vielleicht auch nicht!“
   Der Vater von drei Kindern ist der Meinung, dass die Beurteilung einer Ehescheidung in evangelikalen Kreisen viel zu streng ausfalle: „Und deshalb bin ich mir sicher, dass Gott bei einer gescheiterten Beziehung viel barmherziger mit uns umgeht, als wir das erwarten. Dass er aufgrund unserer Beschaffenheit viel entspannter mit unseren Krisensituationen umgeht, als wir es meinen 
 Wenn so eine Beziehung auseinandergeht, die ganze Welt kopfsteht und zwei Herzen zerbrechen, bewahrt einer ganz sicher kĂŒhlen Kopf: Gott selbst. Er liebt weiter.“ Woher weiß der 38-JĂ€hrige das? Ist er Gott, der von sich sagt, dass er Scheidungen hasst? Oder kommt der Johanneum-Absolvent mit seinen AusfĂŒhrungen inhaltlich nicht gefĂ€hrlich nahe an eine Warnung aus dem 2. Timotheus-Brief Kapitel 4, ab Vers 3 heran: „Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich selbst nach ihren eigenen GelĂŒsten Lehrer beschaffen, weil sie empfindliche Ohren haben; und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden ...“    Schneiders Buch, das im einflussreichen SCM-Verlag erscheint, ist und bleibt auch eine Attacke auf das bisherige christliche VerstĂ€ndnis von Ehe und Scheidung – ob das der Autor beabsichtigt hat oder nicht. Das Buch hat eine eindeutige Botschaft: Scheidungen sowie auch mehrere Ehen seien aus biblischer Sicht keine WeltuntergĂ€nge. Es seien UnfĂ€lle, die passieren. Trotzdem nehme der liebende Gott einem nicht die Erlaubnis zum FĂŒhren einer weiteren Ehe bzw. Partnerschaft ab.
   Dass dieses Buch tatsĂ€chlich als Attacke auf die Institution Ehe eingeordnet werden kann, zeigt noch ein anderer Vorfall, der sich zeitnah mit dem Erscheinen des Buches ereignete – wieder im Hause der SCM.
   Rolf KrĂŒger ist Leiter des vom SCM Bundes-Verlag betriebenen Internetportals Jesus.de. Mitte April verkĂŒndete KrĂŒger im Internet, dass er davon ĂŒberzeugt sei, dass Jesus heute eine „Ehe fĂŒr alle“ – also auch fĂŒr gleichgeschlechtliche Paare – einfĂŒhren wĂŒrde. Man mĂŒsse, so KrĂŒger, unsere heutige Zeit gegenĂŒber der von frĂŒher neu bedenken. „Und definitiv hat sich der Kontext fĂŒr gleichgeschlechtliche Liebe geĂ€ndert. Also mĂŒssen wir die Situation heute im Geiste Jesu neu bewerten.“ KrĂŒger prĂ€sentiert hier einen – gerade fĂŒr Evangelikale – diabolischen Gedanken: Die Bibel sollte dem schauderhafter werdenden Zeitgeist angepasst werden – und nicht mehr umgekehrt (s. 2. Tim. 4,3).

         TOPIC  Nr. 05/2017



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Bei Weltanschauungsfragen haben Pfarrer Nachholbedarf – nicht nur sie 

   Viele Pfarrer haben in Weltanschauungsfragen erhebliche WissenslĂŒcken. Das schreibt der Beauftragte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern fĂŒr neue religiöse und geistige Strömungen, Haringke Fugmann (Bayreuth), im Materialdienst der Ev. Zentralstelle fĂŒr Weltanschauungsfragen(Berlin). Er beruft sich dabei auf eine Erhebung des „Arbeitskreises Apologetik“ innerhalb der bayerischen Landeskirche im vergangenen Jahr. Dabei wurde ermittelt, wie Theologen ihre weltanschauliche Kompetenz selbst einschĂ€tzen. Zwar seien die Ergebnisse nicht reprĂ€sentativ, zeigten aber durchaus Trends auf, schreibt Fugmann. Erhebliche Defizite bestĂŒnden, laut Fugmann, im Blick auf die neuheidnische Wicca-Bewegung, Positives Denken und esoterische Heilverfahren sowie aktuelle ökumenische Entwicklungen. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass die Theologen in weiten Teilen kein allzu großes Interesse an der religiösen, spirituellen, esoterischen und ĂŒbersinnlichen Alltagswirklichkeit der Menschen hĂ€tten.
   Diese WissenslĂŒcken verursachen auch im evangelikalen Lager immer wieder unselige Wucherungen von unbiblischen Inhalten. So ließ die Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen e.V. (AEM) auf einer ihrer letzten Tagungen zum Thema „Gebet“ die Schweizerin Ruth Maria Michel sprechen – und handeln.
   Die AEM umfasst 107 evangelikale Missionswerke, darunter auch konservative. Just jene Mitarbeiter aus den konservativen Werken waren verstört, als sie plötzlich zum Bewegungsgebet, dem Atemgebet und zu Exerzitien aufgefordert wurden. Ruth Maria Michel kann als Soft-Mystikerin eingeordnet werden, die in ihren Seminaren versucht, ĂŒber Körper-Erfahrung (z. B. im Bibliodrama) und halb-esoterische Versenkungs-Techniken spirituelle Ebenen bei ihren Teilnehmern anzusteuern.
   Als Enneagramm-Trainerin arbeitet sie z. B. mit einem Seelenspiegel, der von Sufis entwickelt wurde, den islamischen Mystikern. Dieser Seelenspiegel beruht auf einem Gottesbild, das davon ausgeht, dass Gott in allen Religionen Derselbe sei und der Mensch im Prinzip einen guten Kern habe. Was hat eine solche Mystikerin in einer renommierten TagungsstĂ€tte wie dem Christlichen Erholungsheim „Westerwald“ in Rehe zu suchen, auf einer Tagung des grĂ¶ĂŸten Missionsdachverbandes in Deutschland, der bisher noch den Ruf hat, biblisch ziemlich klar zu stehen?
   Eine Ă€hnliche Frage könnte man stellen, wenn man die positive Werbung fĂŒr den aktuellen Kinofilm „Die HĂŒtte“ in etlichen prominenten evangelikalen Medien, wie etwa ERF Medien auf seiner Internetplattform und in pro (Christliches Medienmagazin), zur Kenntnis nehmen muss. In dem Streifen, der auf einem Roman beruht (s. TOPIC 7/2009 und 10/2010), werden Gottvater als eine dicke afroamerikanische Frau, Jesus als Schreiner und der Heilige Geist als schöne Asiatin dargestellt. Die Filmgeschichte verfĂ€lsche und verspotte das Evangelium und entwickele eine „Esoterik fĂŒr Christen“, urteilt zu Recht der Bibelbund (Berlin). Nicht nur bei „Kirchens“ gibt es einen gehörigen Bedarf an Verantwortlichen mit der Gabe der „Geisterunterscheidung“.

         TOPIC  Nr. 05/2017



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Mensch-Tier-SchimĂ€ren – eine biblischethische Beurteilung: Teil 1 

   Seit mehreren Jahrzehnten berichten Medien ĂŒber biomedizinische und gentechnologische Entwicklungen. Gelegentlich erwĂ€hnen sie auch die dazu gehörigen Anwendungsfelder. Der normale Zeitungsleser nimmt derartige Artikel selten zur Kenntnis oder wenn, dann nur am Rande. HĂ€ufig empfindet er den Inhalt als zu weit weg vom eigenen Alltag, und nicht selten scheint das Berichtete zu kompliziert zu sein.
   Aber vor einigen Wochen ließ eine Nachricht aufhorchen: Es sei gelungen, ein Mischwesen aus Mensch und Tier zu bilden. Forscher des amerikanischen Salk Institute hĂ€tten pluripotente Stammzellen eines Menschen einem wenige Tage alten Schweine-Embryo eingeschleust. Diese „SchimĂ€re“ habe sich dann im Schwein entwickelt, bis man nach einigen Wochen den Embryo getötet (abgetrieben) habe.
   Was eine SchimĂ€re ist, ist uns aus der Mythologie gelĂ€ufig. Vermutlich am bekanntesten ist die Sphinx in Gizeh (Ägypten). Sie stellt ein Mischwesen aus einem Menschenkopf mit einem Löwenkörper dar. Der Begriff SchimĂ€re stammt aus der griechischen (Halb)götterwelt. Aus unseren Breiten kennen wir vergleichbare Fabelwesen aus MĂ€rchen oder Legenden. Man denke an Meerjungfrauen (halb Fisch, halb Mensch).
   Das, was uns bisher nur aus Mythen und Sagen bekannt ist, hat seit mehreren Jahrzehnten Eingang in medizinische Forschungsprogramme gefunden. Seit den 1970er Jahren arbeitet man an der Herstellung von SchimĂ€ren. Darunter versteht man in der Biowissenschaft Lebewesen, die Zellen oder Organe einer andersgearteten Spezies tragen. Eine SchimĂ€re ist also ein Organismus, in den durch Transplantation oder Injektion andersgeartetes Gewebe eingeschleust wurde, sodass das Wesen genetisch aus zwei (oder mehr) unterschiedlichen Arten besteht.
   Ein großer Schritt im Bereich dieser Forschung gelang 2010 dem japanischen Forscher Hiromitsu Nakauchi. Es gelang ihm, sehr jungen MĂ€use-Embryonen, die keine BauchspeicheldrĂŒse hatten, embryonale Stammzellen von Ratten einzupflanzen, und daraufhin entwickelten sich kleine MĂ€use, in denen sich selbststĂ€ndig aus Rattenzellen BauchspeicheldrĂŒsen bildeten. Anders formuliert: Es entstanden MĂ€use, die ein Rattenorgan in sich trugen, das in ihnen gewachsen war.
   Daraufhin beschĂ€ftigte den Forscher folgende Frage: Ist das, was bei der Maus-SchimĂ€re möglich ist, die Heranbildung eines Rattenorgans in einer Maus, auch unter Beteiligung eines menschlichen Organismus möglich? Ist es also machbar, dass in Tieren menschliche Organe heranreifen? Ist es realisierbar, dass menschliche Stammzellen in die Blastozysten (frĂŒhes Stadium von embryonalen Zellen) eines Tieres injiziert werden, sodass dann in dem Tier ein menschliches Organ heranreift? Wenn das realisierbar wĂ€re, so die Überlegung, könnte man in Tieren menschliche Organe heranwachsen lassen.
   Wenn man außerdem diese TrĂ€gertiere genetisch verĂ€ndert, könnte es gelingen, dass man die mit einer Organtransplantation verbundene langwierige medikamentöse Behandlung zur ImmununterdrĂŒckung bei den organtransplantierten Menschen verhindern oder stark einschrĂ€nken könnte. Ein solches (menschliches) Organ wĂŒrde in dem TrĂ€gertier heranreifen, bis es die erforderliche GrĂ¶ĂŸe erreicht hat, und am Transplantationstag wĂŒrde das Tier geschlachtet und das Transplantationsorgan ihm entnommen und einem Menschen eingepflanzt werden.
   Als Nakauchi an die betreffende japanische Aufsichtsbehörde herantrat, um fĂŒr dieses Forschungsprojekt eine Genehmigung einzuholen, reagierte diese darauf sehr zögerlich. Die Antwort, die er erhielt, war mit vielen EinschrĂ€nkungen verbunden. In der Öffentlichkeit hieß es, der Stammzellen-Biologe wolle einen „Schweine-Menschen“ (pig man) erschaffen.Doch dann wurde dem japanischen Wissenschaftler die Möglichkeit eröffnet, ohne große EinschrĂ€nkungen und mit einem Millionen-Fördergeld seine Forschungen in den USA fortzusetzen – und er verließ Japan.
   In den USA forschten bereits mehrere Biotechnik-Teams an entsprechenden Projekten. Im Januar 2017 konnte man dann im biotechnischen Fachblatt Cell die Sensation lesen, die unverzĂŒglich weltweit von der Presse aufgegriffen wurde: Einem Team um den Gentechniker Prof. Juan Carlos lzpisua Belmonte vom Salk Institute of Biological Studies in La Jolla(Kalifornien) sei es gelungen, eine SchimĂ€re aus Mensch und Schwein entstehen zu lassen. Man habe menschliche Stammzellen in die Blastozyste eines Schweins injiziert, und dieser Fötus, in dem also Zellen eines Menschen zusammen mit denen eines Schweins vorhanden waren, entwickelte sich 28 Tage. Da es in den Vereinigten Staaten (wie in allen westlichen LĂ€ndern) verboten ist, solche SchimĂ€ren heranbilden zu lassen, wurden diese SchimĂ€ren dann getötet. Bei diesem Schwein-Mensch-Unternehmen wurden im Laboratorium rund 2.500 Mischwesen in vitro (lt.: im Glas, außerhalb eines Körpers) erzeugt und dann auf Muttersauen ĂŒbertragen. Nur in 50 (!) FĂ€llen entwickelte sich das erwĂŒnschte Mischwesen, das aber vorschriftsmĂ€ĂŸig getötet werden musste.
   Lesen Sie im nĂ€chsten TOPIC eine biblisch-ethische Beurteilung der SchimĂ€ren-Forschung. Der Theologe und Ethiker Dr. JĂŒrgen-Burkhard Klautke hat auf Anfrage von TOPIC eine solche Bewertung erstellt. Es ist nach unseren Erkenntnissen die erste dieser Art in deutscher Sprache. Seine Darstellung und seine EinschĂ€tzung der SchimĂ€ren-Forschung umfasst elf Din-A4-Seiten und wĂŒrde eine PrĂ€sentation im TOPIC Informationsdienst „sprengen“. Deshalb werden wir nach der Juni-Ausgabe seine Arbeit in gedruckter Form – mit allen wissenschaftlichen Quellen – Interessierten gratis zur VerfĂŒgung stellen.

         TOPIC  Nr. 05/2017



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Bereiten sich die USA auf einen großen Krieg vor? 

   Eigentlich sind die USA schon seit Jahren restlos pleite. Allein der Staat hat derzeit knapp 20 Billionen US-Dollar Schulden. Dazu kommen die Schulden von BĂŒrgern und Unternehmen in einer Höhe von noch einmal knapp 50 Billionen US-Dollar. Insgesamt umgerechnet sind das 64 Billionen Euro. Doch Trump und sein Öffentlicher Dienst, inklusive des US-MilitĂ€rs, können sich nicht so ohne Weiteres immer weiter verschulden. Es gibt eine vom US-Kongress mit der Regierung ausgehandelte Schuldenobergrenze, und die war Ende April 2017 erreicht. Ab Anfang Mai hĂ€tten alle Staatsdiener in einen unbezahlten Urlaub geschickt werden mĂŒssen, weil die öffentlichen Kassen leer gewesen wĂ€ren. Nun hĂ€tte die Schuldenobergrenze per Beschluss im USKongress erhöht werden können, dann wĂ€re wieder Geld da. Doch der US-Kongress mit Trumps Gegenspielern, den Demokraten, plus ein paar Republikanern, die nicht auf Trumps Linie sind, wollten die Erhöhung gnadenlos blockieren. Sie wollten Trump wegen seiner angekĂŒndigten Politik „eins auswischen“. Doch dann in der Nacht zum 1. Mai die plötzliche Wende. Der Kongress bewilligte eine weitere Billion US-Dollar zum Schuldenmachen. Eine Pleite der USA ist dadurch zunĂ€chst einmal abgewendet. Doch warum der plötzliche Sinneswandel? Braucht man Geld fĂŒr einen Krieg?
   Laut Informationen, die TOPIC aus den USA erreichten, werden derzeit spezielle MilitĂ€r- Komponenten in den USA aktiviert, die bisher nur dann aufgerufen wurden, wenn ein großer Krieg bevorstand. Was kommt auf die USA und den Rest der Welt zu? In den letzten April-Tagen sah man Trump in einer gedrĂŒckten Stimmung. In einem Interview sagte er nach 100 Tagen Regierungszeit: „Ich dachte, es wĂ€re leichter!“

         TOPIC  Nr. 05/2017



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Die Angst der Polizisten 

   Fabian K. (Name geĂ€ndert) ist Seelsorger – ehrenamtlicher Seelsorger unter Polizeibeamten. Er arbeitet sozusagen Undercover, im Verdeckten, deshalb vertrauen ihm Polizisten in ganz Deutschland

ihre Schicksale, ihre Not, ihre Ängste an. In einem Interview mit TOPIC schildert Fabian K. die Ängste der Polizisten.

  TOPIC: Die Polizei soll angeblich Angst haben. Angst vor Einbrechern, anderen Kriminellen, gewalttĂ€tigen Migranten etc. Ist da was dran?
  Herr K.: Die Polizisten haben weniger Angst vor Kriminellen, Angst sie festzunehmen etc., denn die deutsche Polizei ist ja gut ausgebildet. Sie haben Angst vor den Folgen, wenn es zu harten Auseinandersetzungen mit Kriminellen oder Demonstranten kommt.
  TOPIC: Wie darf man das verstehen?
  Herr K.: Die Polizisten haben Angst davor, dass sie bei einer Verletzung – sagen wir einmal bei einer Demonstration, wo Steine fliegen – so verletzt werden, dass sie teilweise dienstunfĂ€hig werden oder, wie es in der Fachsprache heißt, nicht mehr vollzugsdiensttauglich sind. Liegt so etwas vor, fallen nicht wenige in ein berufliches und in der Folge in ein soziales Loch. Ihre Dienstherren lassen sie nĂ€mlich oftmals dann sehr hĂ€ngen. Ich weiß von einem Behindertenvertreter bei der Polizei, dass in einem – zugegebenermaßen kleinen Bundesland – von 4.000 Polizisten 2.000 eigentlich einen Antrag auf Behinderung stellen könnten – könnten. Aber sie tun es nicht aus Angst vor sozialen Folgen. Zum Beispiel Versetzung in den Innendienst oder zu anderen öffentlichen Arbeitgebern mit verminderten Aufstiegschancen. Der schlimmste Fall: Rauswurf!
  TOPIC: Nennen Sie doch mal irgendein Beispiel.
  Herr K.: Ein 40-jĂ€hriger Polizist – nennen wir ihn Frank – wird mit seinen Kollegen zu einem Einsatz wegen hĂ€uslicher Gewalt gerufen – zu x-mal in dieselbe Wohnung. Als die Polizisten in die Wohnung gewaltsam eindringen, finden sie eine Frau vor, deren Fuß mit einem Schraubenzieher durchstochen praktisch am Fußboden festgenagelt ist. Ihr Ehemann, ein „Brecher“ von zwei Metern GrĂ¶ĂŸe, von Beruf GerĂŒstbauer, greift die Polizisten sofort an. Frank nimmt ihn in den Schwitzkasten und schmettert ihn zu Boden – leider unglĂŒcklich. Der Mann stirbt dabei. Frank wird deswegen vom Dienst suspendiert. Er fĂ€ngt an zu trinken, fliegt aus dem Polizeidienst, nimmt dann Drogen und landet sogar im GefĂ€ngnis. Übrigens, das ist auch die Angst vieler Polizisten, dass bei einem Einsatz ein Verbrecher zu Tode kommt und sie dann Scherereien beim Dienstherren bekommen. Das ist aber lĂ€ngst nicht die einzige Angst.
  TOPIC: Wovor haben Polizisten sonst noch Angst?
  Herr K.: Da ruft mich ein Polizist aus Berlin an und sagt mir mit zitternder Stimme: „Ich habe Todesangst!“ Was war geschehen? Er und seine Kollegen hatten BĂŒrgern beigestanden, als diese von Rockern zusammengeschlagen wurden. Die Folge: Die Rocker – unterstĂŒtzt von Top-AnwĂ€lten – hatten meinen Anrufer wegen unangebrachter Gewalt angezeigt und dazu noch ihm und seiner Familie Morddrohungen geschickt. Der Polizist ließ sich sofort krankschreiben und verließ die deutsche Hauptstadt fluchtartig. Nach meiner Kenntnis gibt es in Berlin keinen Anwalt mehr, der Opfer von kriminellen Großclans vertritt. Alle haben Angst.
  TOPIC : Wir hatten im Februar 2017 einen Bericht in TOPIC ĂŒber die Christliche Polizeivereinigung, die sich darĂŒber beklagte, dass die Kollegen wegen Überbelastung auf dem Zahnfleisch gingen.
  Herr K.: Das stimmt. Ich weiß beispielsweise, dass Hamburgs Polizisten ĂŒber eine Million Überstunden vor sich her schieben – bedingt auch durch den Schutz vieler Veranstaltungen und Demonstrationen. Und viele Polizisten fragen sich, wofĂŒr halten wir im wahrsten Sinne des Wortes eigentlich unseren Kopf hin?
   Da spreche ich mit einer Hauptwachtmeisterin aus Bayern, die mit Kollegen wegen eines Demo-Einsatzes in eine norddeutsche Großstadt abkommandiert wird. Steine werden geschmissen, Flaschen fliegen und ein verbotener Hochleistungs-Laserpointer kommt auf Demonstrantenseite zum Einsatz. Die Beamtin verliert dadurch auf einem Auge die komplette Sehkraft, auf dem anderen Auge sieht sie nur noch 20 Prozent. Als die Sache vor Gericht kommt, sagt die Richterin zur geschĂ€digten Polizistin, dass es zu ihrem Job gehöre, sich Steine ins Gesicht werfen zu lassen. Wenn ihr das nicht gefiele, solle sie sich einen anderen Job suchen. Übrigens: Keiner der – es waren linke – GewalttĂ€ter wurde verurteilt. Politik, Justiz und auch die Dienstherren der Polizisten lassen unsere Freunde und Helfer oft genug im Regen stehen.
  TOPIC: Wer den Polizistenberuf ergreifen will, lĂ€uft ja im wahrsten Sinne des Wortes ins offene Messer?
  Herr K.: Ganz so ist es nicht. Soweit ich weiß, bekommen in einigen BundeslĂ€ndern PolizeischĂŒler jetzt wenigstens ein Merkblatt, das in Bezug auf UnfĂ€lle, Krankheit und Behinderung und ein vorzeitiges Ende im Polizeidienst informiert.
  TOPIC: Herr K., wir danken Ihnen fĂŒr diesen nicht gerade erfreulichen Einblick in den Alltag von Polizisten in Deutschland.

         TOPIC  Nr. 06/2017



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Ev. Kirchentag im Zeichen der Dialog-Methode 

   Der 36. Deutsche Ev. Kirchentag vom 24. bis 28. Mai 2017 stand ganz im Zeichen des Dialoges. Beispiele: Bundesinnenminister de MaiziĂšre diskutierte mit dem sunnitischen Islamgelehrten Großscheich Ahmad al-Tayyeb, Imam in der Al-Azhar-Moschee in Kairo, ĂŒber Toleranz; der Berliner Bischof Markus Dröge mit dem UN-Sonderberichterstatter Heiner Bielefeld ĂŒber „Religions- und Islamfeindlichkeit in Deutschland“ und die Kirchentags-PrĂ€sidentin Prof. Aus der Au fĂŒhrte eine Dialog-Bibelarbeit mit dem erklĂ€rten Atheisten und Berliner Kultursenator Klaus Lederer von der Partei Die Linke. Dialoge, Dialoge fast auf jeder BĂŒhne und in fast jedem Saal und die KirchentagsprĂ€sidentin findet das klasse: „Auch fĂŒr die Zuhörerinnen und Zuhörer wird der Dialog mit Juden, Muslimen, Agnostikern oder Atheisten eine Bereicherung sein.“ Wieso eigentlich?
   Niemand scheint sich mehr darĂŒber Gedanken zu machen, dass fĂŒr die VerkĂŒndigung des Evangeliums die Form des Dialoges mit Andersdenkenden völlig fehl am Platze ist. Dass man mit der Form des Dialoges, so wie er auf dem Kirchentag grĂ¶ĂŸtenteils praktiziert wurde, keinen Menschen fĂŒr Christus gewinnen kann, war den Kirchentags-Verantwortlichen auch klar. Man wollte auch keinen Menschen fĂŒr Christus gewinnen. Frau Aus der Au: „Wir wollen keine aggressive Mission, sondern wir fĂŒhren den Dialog. Wir sehen Menschen anderen Glaubens nicht als Missionsobjekt, die den Kirchentag als Christen verlassen sollen.“
   Ein Artikel aus der Freimaurer-Zeitschrift humanitĂ€t aus dem Jahr 1989 beschreibt die „königliche Kunst“ des Dialoges sehr treffend: „Die Methode des Dialoges besteht darin, einen aufgeworfenen Sachverhalt zu bezweifeln, zu wĂ€gen, zu prĂŒfen und sich schließlich ĂŒber ihn zu verstĂ€ndigen 
 Der einzelne muss im Fortgang des GesprĂ€ches bereit sein, seinen Standpunkt um der besseren Einsicht willen zu verlassen und einen Standpunkt höherer Ordnung einzunehmen, der nicht mehr dem einzelnen gehört, sondern gemeinsamer Besitz ist 
 Allein der Dialog kann die Menschen einander nĂ€her bringen, sie zu einer höheren Stufe gesitteter Menschlichkeit vereinen ...“ In der Freimaurerei gibt es „die“ Wahrheit nicht, sondern nur ein Streben „nach“ der Wahrheit. DafĂŒr ist der Dialog ein passendes Vehikel.
   Der Dialog ist das GegenstĂŒck zur Offenbarung. Gott hat das, was er den Menschen mitzuteilen hat, als absolute Wahrheit in seinem Wort, der Bibel, geoffenbart. Wenn Christen in einen Dialog mit Andersdenkenden eintreten, mĂŒssen sie prinzipiell bereit sein – und das wird heute in jedem Fall erwartet –, den Absolutheitsanspruch ihres Glaubens aufzugeben, zumindest wirkungslos in den Hintergrund treten zu lassen.
   Wenn Frau Aus der Au meint, der Dialog mit Juden, Muslimen, Agnostikern (sie leugnen alles Göttliche) und Atheisten stelle fĂŒr Christen eine Bereicherung dar, dann hat sie exakt das benannt, was die „königliche Kunst“ des Dialoges erreichen möchte: das Aufweichen, das Aufgeben des eigenen Standpunktes, um etwas vermeintlich Besseres, Höheres zu bekommen.

         TOPIC  Nr. 06/2017



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Geopolitischer Sprengstoff: Israel beginnt mit Erdgas-Lieferungen 

   Es handelte sich um einen historischen Moment, doch kaum jemand in der westlichen Welt nahm ihn wahr. Zum ersten Mal in seiner Geschichte kann der Staat Israel einen arabischen Nachbarn mit Rohstoff beliefern. Schon im Januar 2017 strömte der erste Kubikmeter Gas aus dem „Tamar“-Gasfeld im Mittelmehr nach Jordanien. Und viele weitere Kubikmeter werden folgen. Ende 2016 schlossen die israelischen Partner mit der staatlichen jordanischen Stromgesellschaft einen Liefervertrag ĂŒber Naturerdgas, der den Israelis in den nĂ€chsten 15 Jahren etwa zehn Milliarden US-Dollar einbringen soll. Auch Ägypten, das bisher 40 Prozent seines Erdgases ĂŒber eine Pipeline nach (!) Israel lieferte, will nun Erdgas von (!) Israel geliefert bekommen, da der Energiehunger der Ägypter sprunghaft angestiegen ist. Da Israel noch ein weiteres gigantisches Gasfeld neben Tamar besitzt – „Leviathan“ –, melden sich weitere Abnehmer fĂŒr den begehrten Rohstoff aus dem Heiligen Land.
   So haben sich die EU-Kommission, Israel und drei EU-Staaten fĂŒr den Bau einer Erdgas-Pipeline durch das Mittelmeer nach Europa ausgesprochen. Sie soll „East Med“ heißen und spĂ€testens 2025 in Betrieb gehen. Man schĂ€tzt die Lieferung auf 16 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Die Schekel-Kasse in Israel wird dann krĂ€ftig klingeln und das Land noch wohlhabender machen. Doch der Bau dieser Pipeline, die schon 2015 vom neuen französischen PrĂ€sidenten Emmanuel Macron ausdrĂŒcklich begrĂŒĂŸt und gefördert wurde, droht geopolitische Verwerfungen auszulösen. Russland wird dieses East Med-Projekt nicht gefallen. Denn es könnte ein anderes Erdgas-Liefervorhaben schwĂ€chen, das von den Russen und den Deutschen vorangetrieben wird.
   Anfang 2018 soll eine 1.200 Kilometer lange Pipeline von Russland durch die Ostsee nach Deutschland gebaut werden. Das Projekt heißt „Nord Stream 2“ und könnte Deutschland zu einer Drehscheibe fĂŒr Erdgaslieferungen fĂŒr ganz Europa machen. GrĂ¶ĂŸter Anteilseigner am Pipeline-Bauvorhaben ist im Moment Gazprom, Russlands grĂ¶ĂŸtes Gasunternehmen.
   Doch der Bau von Nord Stream 2 ist noch lange nicht in trockenen TĂŒchern. Deutschland muss noch eine Mehrheit unter den EU-Staaten organisieren, die diesem Bau politisch zustimmt. Schon jetzt sind Polen und die baltischen Staaten dagegen. SĂŒdliche EUStaaten werden möglicherweise kein Interesse mehr an Erdgaslieferungen aus Russland zum Gas-Verteiler Deutschland haben, da sie auf die East Med aus Israel setzen werden und dabei die EU-Spitze in BrĂŒssel schon hinter sich haben. Ein geopolitischer Sprengstoff wird derzeit angemischt, der nicht nur fĂŒr die EuropĂ€er gefĂ€hrlich werden könnte, sondern auch fĂŒr das VerhĂ€ltnis zwischen Israel und Russland.

         TOPIC  Nr. 06/2017



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„Tafeln“: Deutsche BedĂŒrftige in Konkurrenz zu mittellosen FlĂŒchtlingen 

   Dr. David Berger ist ein katholischer Theologe und Autor. Von 2003 an war er Professor an der PĂ€pstlichen Akademie des hl. Thomas von Aquin im Vatikan sowie Chefredakteur der katholischen Monatszeitschrift Theologisches. Außerdem arbeitete er als Lektor der Vatikanischen Glaubenskongregation. Berger wurde jedoch aller Ämter und TĂ€tigkeiten in seiner Kirche enthoben, als er sich in seinem Buch „Der Heilige Schein“ als Homosexueller outete und darĂŒber hinaus die Homo-Szene im Vatikan demaskierte.
   Heute arbeitet Berger als Journalist und Autor und betreibt unter anderem die kirchen- wie gesellschaftskritische Internetseite „philosophia perennis“. Im Mai 2017 veröffentlichte Berger einen Artikel mit der Überschrift „Tafel Schwerin: Katastrophale ZustĂ€nde bei der Ausgabe der Essensrationen“. Darin wird beschrieben, wie zugereiste AuslĂ€nder deutsche HilfsbedĂŒrftige massiv – zum Teil körperlich – bedrĂ€ngen und attackieren, um die besten Essensrationen bei der Tafel abzugreifen. Dass diese ZustĂ€nde wohl nicht nur in Schwerin herrschen, sondern ĂŒberall in Deutschland vorkommen, berichten dann etliche Schreiber – darunter ehemalige Tafel-Mitarbeiter – im Kommentarbereich des Artikels.
   Die Tafelist eine gemeinnĂŒtzige Hilfsorganisation, die Lebensmittel, die in SupermĂ€rkten etc. keine Verwendung mehr finden, an BedĂŒrftige gratis oder gegen ein „kleines“ Entgelt verteilt. Laut Bild-Zeitung sind 60.000 ehrenamtliche Helfer bei der Tafel tĂ€tig, und sie gaben 2016 in ihren Ausgabestellen etwa 900.000 Tonnen Lebensmittel an Rentner mit kleiner Rente, Hartz IVEmpfĂ€nger und andere BedĂŒrftige weiter.
   Die Kommentare zu dem Berger-Artikel fallen zum Teil recht drastisch aus und sind in manchen Formulierungen völlig unakzeptabel und scharf zu verurteilen. Auf der anderen Seite demonstrieren sie aber, wie an der Basis unserer Gesellschaft gedacht und gefĂŒhlt wird. Ein N. Hesse schreibt: „Da ich fĂŒr die Tafel arbeite, kann ich die Aussagen nur bestĂ€tigen. Die Asylanten fĂŒhren sich auf wie die Schweine. Ich bin dreimal die Woche unterwegs fĂŒr die Asylanten-Heime. Wir bei der Tafel in ehrenamtlicher TĂ€tigkeit gehen betteln jeden Tag fĂŒr Menschen, die uns doch eigentlich egal sein mĂŒssten. Werden beschimpft und als Nazi bezeichnet. Unser eigenes Volk, fĂŒr was diese Einrichtung aus dem Leben gerufen wurde, bleibt auf der Strecke.“
   Welche Wut und welche Aggression sich bei Normal-BĂŒrgern wohl angestaut hat, drĂŒckt ein Kommentar – und er ist nicht der einzige – so aus: „Jetzt ist es soweit. Die AllerĂ€rmsten, die welche ĂŒberhaupt nichts mehr haben, die Alten und Kranken, die Gestrandeten und jene, die durch das Raster dieser gnadenlosen Gesellschaft gefallen sind, denen wird jetzt auch noch, nachdem sie ihre WĂŒrde schon verloren haben, das Allerletzte von diesen Invasoren und Mörderpack geraubt: Das letzte StĂŒck Essen!“ Auf Anfrage von TOPIC zu der oben geschilderten Problematik ließ der Bundesverband Deutsche Tafel e. V. durch eine private PR-Agentur Folgendes mitteilen:
   „Bei ĂŒber 930 Tafeln und 1,5 Millionen regelmĂ€ĂŸigen Tafel-Nutzern kann es im tĂ€glichen Betrieb in EinzelfĂ€llen auch mal zu Konflikten kommen. Ein direkter Zusammenhang mit bestimmten Kundengruppen ist dabei fĂŒr uns nicht ersichtlich ... Wegen ihrer niederschwelligen Angebote und Sofort-Hilfen nutzen viele GeflĂŒchtete die Tafel, besonders seit Ende 2014/Anfang 2015 konnten wir einen Anstieg verzeichnen ... GrundsĂ€tzlich unterstĂŒtzen die Tafeln alle BedĂŒrftigen, unabhĂ€ngig von sozialer oder ethnischer Herkunft, NationalitĂ€t, Alter, Religion oder Weltanschauung, Geschlecht, sexueller IdentitĂ€t, Handicaps oder BeeintrĂ€chtigungen. Bei der Tafel erhalten alle Menschen, die Hilfe benötigen, die Lebensmittel, die wir zuvor als Spende erhalten haben. Bevorzugung oder Benachteiligung einzelner Gruppen bei der Verteilung lehnen wir strikt ab. Leider sehen wir uns aufgrund dessen aktuell vermehrt rassistischen und fremdenfeindlichen Angriffen ausgesetzt ... Was uns besonders am Herzen liegt, ist die Einbindung von GeflĂŒchteten in die aktive Tafel-Arbeit. Mittlerweile helfen in 40 Prozent der Tafeln GeflĂŒchtete als Ehrenamtliche oder als Bundesfreiwillige mit.“

         TOPIC  Nr. 06/2017



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Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
bedĂŒrfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages:
TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,

„Zeitbomben mit Schlips“ werden antichristlich scharf gestellt 

   Es gibt Firmen, da dĂŒrfen Mitarbeiter beim gemeinsamen Aufzugfahren nicht mehr mit ihrem Chef sprechen. Der Grund: Spirituelle KrĂ€fte könnten durch den Mitarbeiter vom Chef abgezogen werden. Was sollen das fĂŒr KrĂ€fte sein und wofĂŒr braucht der Chef diese? Immer öfter erleben BeschĂ€ftigte auch, dass sie in den Chefetagen völlig emotionslosen Vorgesetzten gegenĂŒbersitzen, die nicht einen Hauch von MitgefĂŒhl zeigen. Knallhart und cool ziehen sie ihre Entscheidungen durch und wirken dabei wie ferngesteuerte Zombies (Untote). Was ist los in den Spitzen vieler – besonders großer – Firmen? Immer mehr Mitarbeiter in den „unteren Etagen“ haben den Eindruck, ihre Chefs leben in einer anderen Welt.
   Heiner Thorborg gehört zu den profiliertesten Personalberatern in Deutschland. In einem Beitrag fĂŒr den Spiegel geht er der Frage nach, warum in den Chefetagen viele „Zeitbomben mit Schlips“ herumlaufen. Laut Forschung sei der Anteil an Psychopathen in den Vorstandsetagen sechsmal höher als im Bevölkerungsdurchschnitt. Doch wie erkenne ich einen Psychopathen? Psychopathen sind nicht unbedingt reine GewalttĂ€ter oder Serienkiller. Auf den ersten Blick wirken sie oft attraktiv und zeigen sich charmant. Doch die Stimmung kann blitzartig umschlagen in KaltschnĂ€uzigkeit und GefĂŒhlskĂ€lte. Die Liste der Faktoren, anhand derer man einen Psychopathen erkennen kann, ist vielschichtig und lang. Psychopathen sind manipulativ und schaffen es oft, Menschen dazu zu bringen, Ungewolltes fĂŒr sie zu tun. Sie spielen auch gerne Psychospielchen, um andere kleinzuhalten und Kontrolle ĂŒber ihr Denken zu bekommen. Sie verfĂŒgen oft ĂŒber ein ausgeprĂ€gtes Selbstbewusstsein und vertragen keine Kritik. Psychopathen lĂŒgen ohne Skrupel, erkennen schnell die SchwĂ€chen anderer und trachten danach, sie auszunutzen. Sie verhalten sich, als wĂ€ren Menschen Dinge, die man nach Belieben benutzen, manipulieren und ausbeuten darf. In den Chefetagen sind Psychopathen oft Arbeitstiere, wirken angstlos und sind fokussiert auf das vermeintlich Positive, das sie ohne RĂŒcksicht auf menschliche Verluste oder Verletzungen durchzusetzen versuchen.
   Psychologen sprechen davon, dass das gesamte Programm der Psychopathen eigentlich ein Jagen nach einem letztlich nicht zu erreichenden Ziel sei, um die innere Leere zu fĂŒllen. Doch dieses Jagen zermĂŒrbt auf Dauer auch den innerlich barbarischsten und betonstĂ€rksten Psychopathen. Deshalb greifen immer mehr Bosse zu Methoden, die unter dem Thema „Achtsamkeit“ rangieren. Es sind u. a. Meditations-Techniken aus dem fernöstlichen Bereich. Diese Techniken sollen helfen, das Letzte aus Geist, Seele und Körper herauszuholen, um geschĂ€ftliche Konkurrenten zu ĂŒbertrumpfen, sie abzuhĂ€ngen.
   So schöpft der Chef und GrĂŒnder des grĂ¶ĂŸten Hedgefonds der Welt, des US-Finanzgiganten Brigdewater, Ray Dalio, seine Kraft und HĂ€rte aus der Transzendentalen Meditation (TM). Dalios 1.500 Mitarbeiter verwalten umgerechnet rund 150 Milliarden Euro ihrer Kunden. Dalio tritt wie ein typischer Psychopath auf, der ohne mit der Wimper zu zucken Mitarbeiter feuert und alle GesprĂ€che seiner Untergebenen aufzeichnen lĂ€sst. Doch nicht nur Dalio praktiziert TM. Auch Klaus Kleinfeld, einstiger Siemens-Chef und bis vor nicht allzu langer Zeit noch einer der Bosse des US- AluminiumriesenAlcoa, lĂ€sst sich von einem Privatlehrer in TM unterrichten. Die US-BankGoldman Sachs bietet sogar all ihren Mitarbeitern kostenlose Kurse in TM an, um die LeistungsfĂ€higkeit zu steigern. Doch was beinhaltet TM? Und warum stellt gerade TM die „Zeitbomben mit Schlips“ auf „scharf“ – auf „antichristlich scharf“?
   Am 1.1.1958 grĂŒndete der Hindumönch Maharishi Mahesh Yogi (1918-2008) in Madras (Indien) das
„Spiritual Regeneration Movement“. Es wurde bald darauf in den USA und in Europa unter dem Namen seiner Technik „Transzendentale Meditation“ (TM) bekannt. Die TM beansprucht, eine wissenschaftliche und weltanschaulich neutrale Methode fĂŒr Stressabbau, Leistungssteigerung, Entwicklung ĂŒbernatĂŒrlicher FĂ€higkeiten u. Ä. zu sein. Ziel von TM ist es, die Vereinigung des menschlichen mit dem absoluten Sein oder „Gott“ durch Einweihung und Meditation zu erlangen. Daraus sollen unbegrenzte Energien fließen. Bei TM spielt ein geheim zu haltendes Mantra eine Rolle, das zumeist eine abgekĂŒrzte Form einer Hindu-Gottheit beinhaltet. Dieses Mantra ist quasi ein Password, um Zugang zu einer okkulten Welt zu bekommen.
   Therese Schulte war nicht nur eine TM-Lehrerin, sondern erreichte auch den höheren TM-Status einer „Gouverneurin“. Doch nach sechs Jahren verließ sie die TM-Bewegung und wendete sich der Anthroposophie zu. In ihrem Buch „Transzendentale Meditation und wohin sie fĂŒhrt“ gewĂ€hrt sie intime Einblicke in das Denken und die Praxis der TM. So habe der GrĂŒnder der TM, Maharishi Mahesh Yogi, Hitler als einen der grĂ¶ĂŸten geistigen FĂŒhrer Deutschlands bezeichnet. Laut dem Yogi stand Hitler wahres Wissen zur VerfĂŒgung, das er aber nicht final umsetzen konnte. Innerhalb der deutschen TM-Bewegung habe man sich zum Teil mit dem Hitler-Gruß begrĂŒĂŸt. Und dann kommt die Anthroposophin (!) zu einem Befund, der auch Christen hellhörig werden lĂ€sst, weil er aus einer Ecke kommt, die wenig mit dem wirklich biblischen Glauben zu tun hat. Schulte schreibt: „Man wird nach den bisherigen Darlegungen die folgende aus ihnen zwangslĂ€ufig sich ergebende Diagnose, dass Maharishi im Verein mit Luzifer steht und wirkt, nicht einer leichtfertigen Urteilsanmaßung zeihen (bezichtigen) können.“ Laut Schulte habe eine Umfrage zu Tage gefördert, dass in jeder fĂŒnften Familie in den USA irgendein Familienmitglied TM praktiziere. Glaubt man den Aussagen von Maharishi Mahesh Yogi, so reichten ein oder zwei TM-Praktizierende in einer Familie aus, um die ganze Familie unmerklich zu verĂ€ndern.
   FĂŒr Christen kommt dieser Untersuchungsbefund von Frau Schulte in Bezug auf Luzifer nicht ĂŒberraschend. Klar ist, wer sich mit der Götterwelt des Hinduismus einlĂ€sst, nimmt Kontakt mit der DĂ€monenwelt Satans auf. Wer dieser Welt huldigt, kann mit Kraft, Macht und Erfolg rechnen. Wer Satan anbetet, dem gibt er Macht, so steht es jedenfalls in der Bibel (Lukas 4,6 und 7).
   Mittlerweile sehen Psychologen und Neuro-Wissenschaftler die Achtsamkeitswelle und die damit verbundenen Meditations-Techniken in den Vorstandsetagen auch mit einer gewissen Sorge. Meditation sei eine Gefahr fĂŒr den meditierenden Manager und seine Untergebenen. Nur mit Meditation das Letzte aus sich herauszuholen, funktioniere auf Dauer nicht. Außerdem bestehe die Gefahr, Emotionen völlig auszublenden mit unter UmstĂ€nden verheerenden Folgen. Die Kamikaze-Flieger aus dem Zweiten Weltkrieg praktizierten auch Meditation, bevor sie sich in den Tod stĂŒrzten.
   Nun sind es die MĂ€chtigen aus der Welt des Business, die meditieren. Die „Zeitbomben mit Schlips“ werden zumindest mit TM satanisch scharf gestellt. Es ist wiederum bezeichnend, dass die Anthroposophin in diesem Zusammenhang ausgerechnet eine Verbindung zum Antichristen herstellt, der der wahre FĂŒhrer der okkulten Geister sei, so Schulte.
   FĂŒr Christen mit Bibelkenntnis ergibt sich aus dieser Achtsamkeits-Entwicklung in den Chefetagen noch ein anderer Aspekt. Wenn wichtige Herrscher ĂŒber das Geldsystem dieser Welt regelmĂ€ĂŸig mittels TM zu einer okkulten Welt Kontakt aufnehmen, dann sind sie von dort aus auch steuerbar – so wie Hitler, dem Maharishi eine große geistige FĂŒhrerschaft fĂŒr Deutschland bescheinigt haben soll. Um Hitler herum gab es Vertreter der okkulten Thule-Gesellschaft, die den Nazi-FĂŒhrer in Szene setzten. Das Nazi-Regime selbst rief Abteilungen ins Leben – z. B. im Forschungsamt Ahnenerbe –, um u. a. das Okkulte in tibetischen Klöstern zu erforschen.
   Laut dem letzten Buch der Bibel (Offenbarung, Kapitel 13) wird der Antichrist ein neues Bezahlsystem entwickeln, um u. a. damit die ganze Menschheit zu unterwerfen. Es ist schon nachdenkenswert, dass ausgerechnet viele MĂ€chtige im gegenwĂ€rtigen Geldsystem jetzt schon auf der „geistigen Gehaltsliste“ eines okkulten Managements stehen – mittels TM.

               TOPIC  Nr. 07/2017        



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Johannes Hartl: ein Gegenreformator unterwegs bei den Evangelikalen  

   Geistliche Inhalte und HintergrĂŒnde anhand der Bibel zu prĂŒfen – das war gestern. Heute wird jeder halbwegs fromm daherkommende Redner auf die evangelikale BĂŒhne gelassen, wenn er denn nur die Hallen fĂŒllt. Johannes Hartl ist so einer, der die Hallen mit gleich tausenden von Zuhörern fĂŒllt. Und was er bei den Evangelikalen sagt, klingt beim ersten Hinhören auch recht bibeltreu. Er wirbt fĂŒr die Bibel, er wirbt fĂŒr ein Leben mit Jesus Christus, und er wirbt fĂŒr ein hingebungsvolles Gebet. Hartl bezeichnet praktizierte HomosexualitĂ€t als SĂŒnde, warnt vor einer Welteinheitsreligion und kritisiert Gender Mainstreaming. Das ist unser Mann, denken viele Evangelikale – sogar konservativ-evangelikal. Ist er aber nicht. Hartl ist ein „rabenschwarzer“ Gegenreformator, der charmant und ĂŒberzeugend vor allem die evangelikale Jugend in den Schoß der katholischen Kirche bugsieren möchte.
   Michael Kotsch (Jg. 1965) ist Lehrer an der Bibelschule Brake und seit 2005 Vorsitzender des Bibelbundes. Kotsch hat sich viele von Hartls VortrĂ€gen im Internet angehört, seine BĂŒcher akribisch durchgearbeitet. Das Resultat seiner Untersuchung hat der Dozent in einem Aufsatz mit einer umfangreichen Quellen-Sammlung fĂŒr die Zeitschrift des Bibelbundes, Bibel und Gemeinde (2/2017), veröffentlicht. Kurzes Vorabfazit: Hartl ist ein rabenschwarzer Katholik, der die Lehren der katholischen Kirche weit ĂŒber die Aussagen der Bibel stellt, den angeblich lebendigen Leib Jesu in der Eucharistie anbetet und Evangelikale als Verirrte einstuft.
   FĂŒr den Chef des Gebetshauses in Augsburg geht die katholische Kirche ĂŒber alles. In einem Vortrag aus dem Jahr 2015 mit dem Titel „Voll glauben – trotz Zweifeln, Krisen und Kritik“ postuliert Hartl: „Als Christ bin ich Teil der Kirche und damit Teil eines Glaubens, der eine viel lĂ€ngere Geschichte hat als mein persönlicher Glaube oder meine persönliche Jesus-Beziehung. Dieser Glaube der Kirche ist geprĂŒft und verlĂ€sslich. Im persönlichen Bibelstudium kann es auch einmal passieren, dass eine Stelle missverstanden oder falsch interpretiert wird. Der Glaube der Kirche gibt hier Richtung und Sicherheit.“ Glaube der Kirche? NatĂŒrlich der katholischen Kirche! Martin Luther wĂŒrde Gift und Galle speien, erlebte er nach 500 Jahren Reformation, worĂŒber „seine“ Protestanten blindglĂ€ubig hinwegsehen.
   In dem Buch „Katholisch als Fremdsprache“ behaupten Hartl und sein Co-Autor Tannert, dass nur die katholischen Bischöfe die Vollmacht hĂ€tten zur „richtigen Interpretation der Bibel“. All das, was es in der katholischen Kirche sonst noch gibt, aber nicht in der Bibel zu finden ist (z. B. Marienverehrung), legitimiert Hartl so: „Es muss nicht in der Bibel stehen. Der Heilige Geist hat uns dies nach und nach gezeigt.“
   FĂŒr Hartl spielt die Verehrung der Gottesmutter Maria und der Heiligen eine große Rolle. An Wallfahrtsorten sei man ihnen besonders nahe. Hartl selber hatte als Teenager im französischen Wallfahrtsort Paray-le-Monial eine Art ĂŒbersinnliches Erlebnis, als er eine geweihte Hostie anbetete. Überhaupt ist fĂŒr Hartl die Anbetung der Hostie in der Eucharistie die höchste Form der Gottesanbetung. Evangelikalen Christen wirft er vor, sich zu versĂŒndigen, wenn man die katholische Umwandlungslehre nicht teile: „Wenn wir Jesus in der Eucharistie (
) nicht ehren, dann versĂŒndigen wir uns und ziehen uns das Gericht zu.“
   Auf Martin Luther ist der rabenschwarze Gegenreformator schlecht zu sprechen. Hartl macht die Reformatoren fĂŒr die fehlende Einheit unter den Christen verantwortlich. Um diese Einheit wieder herzustellen, sollten alle Christen – auch die Evangelikalen – aus der Tradition und der Lehre der kath. Kirche lernen, schreiben Hartl und Tannert in „Katholisch als Fremdsprache“.
   FĂŒr die katholische Kirche ist Hartl ein wirklicher GlĂŒcksfall. Denn er schafft es auf geniale Weise, katholische Irrlehren mit Spirituellem, mit Mystik, mit Erlebbarem so clever zu verquicken, dass seine evangelikalen Fans das rein Katholische gar nicht so wahrnehmen. Kurzum: Hinter Hartl steckt aus biblischer Sicht ein hochgefĂ€hrlicher Irrlehrer. Die TĂŒren der Evangelikalen sollten fĂŒr ihn fest verschlossen bleiben.

         TOPIC  Nr. 07/2017



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Steht die Welt 2017 wieder einmal vor einem großen Krieg? 

   Kriege werden nicht von Völkern gefĂŒhrt, auch nicht von Regenten, sondern werden von kleinen Gruppen gezielt vorbereitet. Diese Eliten folgen in der Regel rein strategischen und finanziellen Interessen. Das war beim Ersten Weltkrieg so, auch beim Zweiten. Es gibt Fachliteratur, die keineswegs aus der „rechten“ Ecke stammt, die seriöse Fakten prĂ€sentiert, die ein differenzierteres Bild auf KriegsgrĂŒnde und Kriegsschuld liefert. So zum Beispiel das Buch „Sie wollten den Krieg – Wie eine kleine britische Elite den Ersten Weltkrieg vorbereitete“ (Kopp-Verlag / ISBN 978-3-86445-330-4).
   Und auch ein möglicher Dritter Weltkrieg wird wohl wieder in Hinterzimmern ausgeheckt und dann zĂŒndelnd in die Wege geleitet. Ein solches „Hinterzimmer“ ist die RAND Corporation. Die RAND Corporation ist eine seit Langem bestehende US-Denkfabrik, die u. a. auch das US-MilitĂ€r berĂ€t. Zu den Mitarbeitern der Denkfabrik gehören beispielsweise die ehemalige USAußenministerin Condoleezza Rice und der ehemalige US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld.
   Die RAND Corporation hat vor Kurzem ein Strategie-Papier vorgestellt mit dem Titel „Krieg gegen China: Das Undenkbare denken“. Auftraggeber fĂŒr die Studie war die US-Armee. Die Vordenker der RAND Corporation fordern in dem Papier das US-Verteidigungsministerium Pentagon und das Weiße Haus zu „vernĂŒnftigen Vorbereitungen zur FĂŒhrung eines lang andauernden und intensiven Krieges gegen China“ auf. Und dieser mĂŒsse möglichst bald beginnen, so die Vordenker. Wegen der AufrĂŒstung Chinas wĂŒrden die Kosten und Verluste fĂŒr diesen Krieg aufseiten der Vereinigten Staaten 2025 weitaus höher ausfallen als 2015.
   Dem geostrategischen Beobachter fĂ€llt auf, dass seit einiger Zeit „Nordkorea“ als „geostrategische Karte“ gespielt wird. Sollten die USA einen MilitĂ€rschlag gegen Nordkorea durchfĂŒhren, um dessen Atomprogramm zu stoppen, dann könnte Nordkoreas engster VerbĂŒndeter, China, sich auch angegriffen fĂŒhlen. China bezieht wertvollste BodenschĂ€tze wie die Seltenen Erden aus Nordkorea, die fĂŒr die Herstellung von Elektronik aller Art notwendig sind.
   Nordkorea: Ist das nicht das Land, das in den 1990er Jahren von DĂŒrren, Tierseuchen, Naturkatastrophen und Hungersnöten heimgesucht wurde? Dessen Zusammenbruch der Wirtschaft bevorstand? Heute geht es dem Land zumindest so gut, das es beste MilitĂ€rtechnik entwickeln und in Stellung bringen kann. Geostrategen fragen sich, wie Nordkorea dieses militĂ€rische Niveau erreichen konnte, um mit seiner Raketentechnik zur Bedrohung der Welt zu werden. Womit hat das angeblich so arme Nordkorea die Technik bezahlt, die es auf der ganzen Welt einkaufen musste, um sein RĂŒstungsprogramm zusammenzutĂŒfteln? Wie gelangte das Material ĂŒberhaupt in das Land, das ja von einem umfangreichen UN-Sanktionsprogramm belegt ist? Gibt es in Bezug auf Nordkorea auch eine Elite, die wie beim Ersten Weltkrieg das Land fĂŒr ihre geostrategischen Ziele benötigt? Ziemlich klar ist, wenn es in Bezug auf Nordkorea zu einem kriegerischen Konflikt kommt, dann dĂŒrften die kriegerischen Flammen schnell China, auch SĂŒdkorea und Japan erfassen.
   Kriegerische Flammen werden vermutlich jedoch viel schneller im Nahen Osten zu sehen sein. Das sunnitische Saudi-Arabien bereitet sich systematisch auf einen großen Krieg gegen seinen schiitischen Erzfeind Iran vor. Das wohl sicherste Zeichen dafĂŒr ist die völlig ĂŒberraschend gekommene Berufung von Mohammed bin Salman zum neuen Thronfolger des saudischen Königs Salman. Der bisherige Kronprinz wurde abgesetzt. Der 31-jĂ€hrige neue Kronprinz gilt als „Kriegsprinz“. Als bisheriger Verteidigungsminister lĂ€sst er jetzt schon im Jemen seine Truppen gegen die irannahen Huthi-Milizen kĂ€mpfen. Dass ein großer Krieg gegen den Iran vorbereitet wird, zeigt auch die Tatsache, dass in Syrien die USA, Großbritannien, Israel und internationale Söldner eine Front gegen den Iran aufbauen. Diese Front soll verhindern, dass der Iran im DreilĂ€ndereck zwischen Jordanien, Syrien und Irak eine Landverbindung zum Mittelmeer freikĂ€mpfen kann. Doch der Iran hat Freunde und VerbĂŒndete. Angesichts der Entwicklung im Nahen Osten schickte China im Juni sofort Kriegsschiffe in den Persischen Golf, um mit den Iranern eine gemeinsame MilitĂ€rĂŒbung durchzufĂŒhren. Die Chinesen machten damit deutlich: Kommt es zu einem Krieg mit dem Iran, dem China Öl und Gas liefert, dann habt ihr auch mit uns zu rechnen.
   Befinden wir uns am Vorabend eines Dritten Weltkriegs?
Die Völker der möglicherweise betroffenen LĂ€nder wollen einen solchen Krieg gewiss nicht – ganz
gewiss nicht.

           TOPIC  Nr. 07/2017



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Ev. Kirche kassierte staatliche Fördermillionen fĂŒr glatten Misserfolg 

   Die „Kirchentage auf dem Weg“ in acht StĂ€dten im Osten Deutschlands waren ein Misserfolg. Zu dieser EinschĂ€tzung kommt die Beilage der Wochenzeitung Die Zeit,Christ und Welt in ihrer Ausgabe vom 14. Juni. Die mehr als 1.700 Veranstaltungen vom 24. bis 27. Mai 2017 an Martin Luthers  Lebensstationen in Wittenberg, Leipzig, Eisleben, Dessau, Halle, Jena, Weimar, Erfurt und Magdeburg seien von deutlich weniger Menschen besucht worden als ursprĂŒnglich erwartet. Zugleich habe sich die EKD von StĂ€dten und BundeslĂ€ndern Fördermillionen gesichert. Dennoch „blieben die Hallen leer, standen Referenten vor Zuschauerreihen, die nicht mal ein Klassenzimmer gefĂŒllt hĂ€tten“, so der Beitrag.
   In Leipzig habe man 50.000 Protestanten erwartet, gekommen seien nur 15.000. Den Angaben zufolge betrugen die Kosten in der Messestadt mehr als fĂŒnf Millionen Euro. Die Stadt habe einen Zuschuss von fast einer Million Euro ĂŒberwiesen, das Land Sachsen weitere 2,25 Millionen. Auch in den anderen KirchentagsstĂ€dten seien Fördergelder geflossen.
   Trotz der Warnungen von Vertretern der mitteldeutschen Landeskirchen hĂ€tten EKD- und Kirchentags-FunktionĂ€re auf zu optimistische Zahlen gesetzt. Die EKD-Leute benahmen sich bei den Sitzungen laut GesprĂ€chsteilnehmern aus den Gastgeberkirchen (Landeskirchen) „wie großspurige texanische ÖlmilliardĂ€re zu Besuch im Naturschutzgebiet: breitbeinig, besserwisserisch, anderen Meinungen gegenĂŒber eher ver- als aufgeschlossen, mit einem unausgesprochenen Wirwissen-wie-es-lĂ€uft-Gestus und Ehrfurcht gebietenden Zahlen im GepĂ€ck.“
   Zu diesen Ehrfurcht gebietenden Zahlen habe auch die Prognose von 500.000 Besuchern beim großen Festgottesdienst auf den Elbwiesen in der Lutherstadt Wittenberg gehört. TatsĂ€chlich gekommen waren nach offizieller Verlautbarung 120.000 Menschen, was Kritiker auch noch fĂŒr ĂŒbertrieben hielten.

           TOPIC  Nr. 07/2017



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 In Zeiten von bösen KrĂ€ften 

  Es brodelt ĂŒberall auf der Welt. Immer schneller und wuchtiger brechen Vulkane der Wut, des Hasses und der Grausamkeit aus. Nicht nur beim G20-Gipfel in Hamburg, nicht nur im Kampfgebiet des Islamischen Staates (IS), nicht nur in der TĂŒrkei, nicht nur auf dem Tempelberg, nicht nur im Internet, nicht nur zwischen Fußball-Fans oder bei Tretern in der U-Bahn. Noch nie vorher erschien das Wort „Hass“ so oft in Schlagzeilen der Medien wie im Moment. Die Zeitschrift Psychologie Heute titelte schon 2006 „Das Zeitalter der Wut“. Was ist los auf diesem Globus?
  Gesellschaftliche Beobachter haben den Eindruck, an vielen Stellen unserer Weltgesellschaft könnte plötzlich eine Eruption von einer bisher unvorstellbaren BestialitĂ€t ausbrechen. Zwischen Staaten, zwischen Menschengruppen, zwischen Bevölkerung und politischer Klasse. Unser Globus dreht sich in Zeiten von zunehmenden bösen KrĂ€ften, die man nicht nur auf dem Globus feststellen kann, sondern auch in ihm.
  Als Mitte 2015 Wissenschaftler vom Zentrum fĂŒr Marine Umweltwissenschaften Marum der UniversitĂ€t Bremen das sogenannte Helgoland-Riff untersuchten, war alles wie immer – normal. Doch nun entdeckten die Forscher auf dem Meeresboden 45 Kilometer nordwestlich der Insel Helgoland tausende Krater am Meeresgrund. Diese Krater mĂŒssen sich offenbar im Herbst 2015 gebildet haben – ganz plötzlich in wenigen Monaten. Aus diesen Kratern strömten etwa 5.000 Tonnen Methangas. Dieses Treibhausgas ist in seiner Wirkung 25-mal stĂ€rker als Kohlendioxid und verĂ€ndert das Erdklima – zum Schlechten.
  Die 5.000 Tonnen dieses Gases aus der Nordsee sind nicht viel, aber es gibt noch andere Erdquellen, die gigantische Mengen an Methangas aus der Erde freilassen. Weil sich das Erdklima im Durchschnitt weiter erwĂ€rmt, schmelzen die Eismassen am Nordpol. Pro Jahr tauen in der nördlichen Arktis 350 Milliarden Tonnen Eis ab. Das fĂŒhrt dazu, dass aus dem Permafrostboden gigantische Mengen an Methan entweichen können. Doch nicht nur das. Durch die globale Eisschmelze gerĂ€t die Erde in eine Unwucht in ihrer vertikalen Achse. Pro Jahr wandert der Nordpol um 17 Kilometer Richtung Europa. Das sind nur Bruchteile auf der Gradskala der Erdachse. Sollte diese Achse allerdings um einige Grade kippen, dann wandert Deutschland auf die Höhe der Sahara. Das ist nach dem jetzigen Tempo der „sanften“ Erdachsen-Verschiebung kaum zu erwarten, allerdings gibt es einen Faktor, der eine große Erdachsen-Verschiebung ruckartig auslösen könnte, glauben Erdforscher: Es ist der Ausbruch eines Super-Vulkans.
  Ein solcher befindet sich in Italien in der NĂ€he des Vesuvs in den PhlegrĂ€ischen Feldern nahe Neapel. Eine neue Studie weist darauf hin, dass dieser Super-Vulkan bald aktiv werden könnte. Bricht er massiv aus, werden große Teile Europas in einen „vulkanischen Winter“ fallen, da die Ascheschicht die Sonne verdunkelt. Wie die Erdachse sich nach einem solchen Ausbruch verschieben könnte, kann allerdings niemand exakt vorherberechnen, in keinem Lehrbuch nachschlagen.
  Dieses Szenario des Ausbrechens eines Super-Vulkans blĂŒht auch den Amerikanern. Der Super-Vulkan unter dem Yellowstone Nationalpark weist mittlerweile so viele leichte Beben pro Woche aus wie zuletzt vor fĂŒnf Jahren. 2015 gelang es Forschern, den Super-Vulkan genau zu kartieren, weil sie Erdbebenwellen besser auswerten konnten. Sie entdeckten dabei einen Magma-Vorrat von gigantischen Ausmaßen. Einen Artikel ĂŒber die Studie ĂŒberschrieb das deutsche Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL so: „Genug Magma fĂŒr den Weltuntergang“. Schon 2005 hatten Forscher der Geological Society of London in einem Gutachten fĂŒr die britische Regierung festgehalten: Bricht der Yellowstone-Vulkan aus, wĂŒrden monströse Wolken aus SĂ€ure und Asche in die AtmosphĂ€re geschleudert, die das Klima dramatisch kĂŒhlen wĂŒrden. Die Folge: Ernteeinbußen. Die Warnung der Wissenschaftler: Bereits eine dĂŒnne Ascheschicht vernichtet den Ertrag eines Feldes.
  Tatsache ist: Auch die besten Vulkanologen können den genauen Termin des Ausbruch eines Vulkans nicht vorhersagen. Was sie prognostizieren, sind Entwicklungen, die sich in Mustern vor anderen VulkanausbrĂŒchen schon gezeigt haben. Nach deren Erscheinen sind Vulkane bald ausgebrochen. Diese Muster zeigen sich jetzt auch wieder – mehr kann man aber nicht sagen.
 Ob im oder auf dem Globus: Es sind böse Zeiten, und die Vulkane von Hass und Gewalt und von apokalyptischem Chaos brodeln immer heftiger.

         TOPIC  Nr. 08/2017



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 Evangelikales Heidentum: Holy Yoga 

  Yoga ist zu einem gigantischen GeschĂ€ft geworden. JĂ€hrlich werden damit in aller Welt rund 80 Milliarden Euro eingenommen. In Deutschland praktizieren fĂŒnf Millionen BĂŒrger regelmĂ€ĂŸig die 5.000 Jahre alten Dehn- und MeditationsĂŒbungen aus Indien. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Nun sollen auch junge Evangelikale mit Yoga anfangen – dem speziellen „christlichen“ Holy Yoga (Heiliges Yoga).
  Ein positiver Image-Artikel dazu erschien jetzt in der evangelikalen Zeitschrift DRAN NEXT (05/2017). Titel: „Mit Gott auf der Matte“. DRAN NEXT hieß frĂŒher einmal Punkt und erscheint im Bundes-Verlag unter dem Dach von der Stiftung Christliche Medien (SCM). Als Zielgruppe der Zeitschrift werden junge Erwachsene im Alter von 18 bis 35 Jahren angegeben. Die regelmĂ€ĂŸige Auflage liegt bei 7.500 Exemplaren.
  Die DRAN NEXT-Autorin Doro Mandler schildert in ihrem Artikel die Besuche bei einer Holy Yoga-Gruppe in Stuttgart. Fazit des Artikels: Yoga sei toll, bringe einen nĂ€her in Gottes Gegenwart und fĂŒhre zum Loben, ja, „eine Yoga-Stunde könne man auch als Gottesdienst begreifen.“ Die Autorin: „Beim Holy Yoga begegnen die Teilnehmer sich selbst, den anderen und auch Gott in seiner Heiligkeit ...“
  Mit keiner Silbe geht die Autorin auf den wahren Ursprung des Yoga ein und spricht auch keine Gefahren an. Dabei warnen mittlerweile etliche Mediziner vor dem Glauben, Yoga sei per se immer gut fĂŒr den Körper. Man könne es auch ĂŒbertreiben mit Übungen wie Schulterstand, Kerze und BrĂŒcke. Die Folge seien BĂ€nderrisse, BrĂŒche und Zerrungen. Doch davon wollten die AnhĂ€nger nichts wissen. Die meisten Yoga-Fans wollen oft auch nichts vom spirituellen, religiösen Hintergrund von Yoga hören. Yoga ist ein Sanskritwort und bedeutet „unter das Joch bringend“ und bezieht dies auf die Vereinigung mit Brahman, dem höchsten Gott im Hinduismus. Yoga ist somit das wahre Herz des Hinduismus: heidnische ReligiositĂ€t.
  Sannyasin Arumugaswami, Herausgeber der renommierten indischen Zeitung Hinduism Today, bestĂ€tigt dies: „Hinduismus ist die Seele des Yoga. Yoga basiert auf den Heiligen Schriften des Hinduismus und hat sich aus den indischen Mythen entwickelt. Yoga gibt eine neue geistliche Perspektive und öffnet das Bewusstsein fĂŒr den hinduistischen Weg zu Gott (...) Christliche Versuche, diese Übungen zu integrieren, mĂŒssen dazu fĂŒhren, dass sie ihren eigenen Glauben zerstören.“
  Wie ein Mitarbeiter des mittlerweile verstorbenen US-Buchautors Dave Hunt in einem Informationsdienst berichtete, habe er Leute interviewt, die durch Yoga von DĂ€monen besessen wurden. Selbst große Yogis warnten vor geistig/geistlichen Gefahren beim Yoga.
  Ein weiterer Aspekt sollte jeden Deutschen sofort nachdenklich stimmen. In seinem Buch „Yoga im Nationalsozialismus“ arbeitet der Berliner Fachjournalist und Yoga-Lehrer Mathias Tietke die Rolle des Yoga in der Hitler-Zeit heraus (s. TOPIC 7/2012). Tietke belegt in seinem Buch, wer Yoga Anfang des letzten Jahrhunderts im Westen populĂ€r machte. Es war die Theosophische Gesellschaft, die 1875 u. a. von der Okkultistin Helena Blavatsky mit begrĂŒndet wurde. Die Theosophen bekamen großen Einfluss auf etliche Nazi-GrĂ¶ĂŸen und fĂŒhrten sie in die SpiritualitĂ€t und in den Okkultismus Indiens ein. Eine dieser Nazi-GrĂ¶ĂŸen war Heinrich Himmler, dem die SS, die Waffen-SS, die Gestapo und die Konzentrationslager unterstanden.
  Der irische Prediger Henry Grattan Guinness (1835-1919) schrieb gegen Ende des 19. Jahrhunderts: „Die raffinierteste Strategie Satans am Ende der Tage wird darin bestehen, das in die Seele zu geben, was Gott ihnen im Geiste geben möchte.“ Gemeint damit ist, dass eine sinnliche ReligiositĂ€t gerne als geistlich, als göttlich angenommen wird, aber Erkenntnisse aus der „Weisheit des Heiligen Geistes“ nicht mehr wahrgenommen und wirksam werden.

         TOPIC  Nr. 08/2017



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 Der linke Rassismus in Bezug auf Deutschland und den weißen Deutschen 

  Freitag, 7. Juli 2017, G20-Gipfel: ein ganz dunkler Tag fĂŒr Deutschland und fĂŒr Hamburg. Linksradikale verwĂŒsten mit unfassbarer Gewalt einen ganzen Stadtteil und verletzen viele Polizisten. Wer sind diese schwarz Vermummten, die in der Hansestadt so wĂŒteten?
  Das Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz (BfV) unterscheidet zwei Hauptströmungen bei den linken Extremisten, die auch unter dem OberbegriffAntifa bekannt sind: 1. die Marxisten-Leninisten, die eine kommunistische Gesellschaftsordnung errichten wollen, und 2. die Autonomen und Anarchisten, die ein „herrschaftsfreies, selbstbestimmtes Leben frei von jeglicher staatlicher AutoritĂ€t“ erkĂ€mpfen möchten. Letztere Gruppe war in Hamburg aktiv, um die Herrschaft der MĂ€chtigen zu attackieren. Laut BfV gehören zu den „gewaltorientierten Linksextremisten“ in Deutschland 8.500 Personen. Darunter 6.800 linke Chaoten – die so genannten „Autonomen“. Diese Autonomen kleiden und vermummen sich in schwarz und werden deshalb auch als „Schwarzer Block“ tituliert. FĂŒr diese Autonomen ist Gewalt ein Mittel der subjektiven Befreiung von jeglicher Macht und Ordnung. 8.500 Linksextreme: Diese Zahl scheint auf den ersten Blick nicht wirklich beunruhigend. Doch die Zahl der „stillen“ Sympathisanten soll um ein Vielfaches höher liegen, wie eine Studie von Klaus Schroeder und Monika Deutz-Schroeder von der Freien UniversitĂ€t Berlin belegt.
  Wer die Vorgehensweise der Linken verstehen will, muss sich ein wenig mit Saul David Alinsky (1909-1972) beschĂ€ftigen. Der amerikanische Jude Alinsky entwickelte als BĂŒrgerrechtler ein System, um das Gemeinwesen zu verbessern und hatte dabei in der Form Erfolg, dass er in den 1930er und 1940er Jahren vielen „kleinen Leuten“ in den USA zu besseren Lebensbedingungen verhalf. Alinsky war kein Kommunist. Er schrieb jedoch ein Buch, das heute zu einer Art „Bibel“ der Linken geworden ist. Dieses Buch mit dem Titel „Rules for Radicals“ („Regeln fĂŒr Radikale“) widmete Alinsky Luzifer, der fĂŒr ihn der erste Radikale gewesen sei.
  In diesem Buch zeigt Alinsky Strategien auf, wie man einen gesellschaftlichen Rivalen fertigmachen kann. Zum Beispiel könne man mittels LĂŒge den Gegner zum „100-prozentigen Bösen“ erklĂ€ren. Man mĂŒsse ihn zum Widersacher, ja Feind der Gesellschaft, machen und ihn dabei entmenschlichen. Ein KernstĂŒck von Alinskys Manipulations-System ist auch die unbegrĂŒndete Behauptung, Menschenrechte seien ĂŒber alle anderen Rechte zu setzen, wie zum Beispiel das Recht auf Eigentum, auch auf Volkseigentum. Alinskys Methoden sind bei Licht betrachtet brutal, doch zu offener Gewalt rief er in seinem Buch „Regeln fĂŒr Radikale“ nicht auf.
  In ihrem Buch „Der Links-Staat – EnthĂŒllt: Die perfiden Methoden der ‚Antifa‘ und ihrer Helfershelfer in Politik und Medien“ (Kopp Verlag / ISBN 978-3-86445-369-4) decken Christian Jung und Torsten Groß auf, wie linksradikal Denkende wichtige Positionen in Politik, Gesellschaft und Kirche erobert haben. Die Autoren schildern außerdem an vielen Beispielen, wie Steuergeld ĂŒber Stiftungen und Organisationen in die linke Szene fließt und wer ĂŒber die linke Szene die „politische“ Hand hĂ€lt. Dass Linksextremismus trotz großer Ausschreitungen (1. Mai-Demos) in Deutschland kein gewichtiges Thema ist, liegt auch daran, dass Linke eingebunden sind im Kampf gegen Gruppierungen, die man gesellschaftlich fĂŒr noch schlimmer hĂ€lt: Nazis, AfD, FlĂŒchtlingsgegner oder bibeltreue Christen.
  So unterstĂŒtzte Manuela Schwesig (SPD) in ihrer Zeit als Familienministerin in der Großen Koalition linke Gruppierungen wie die Antifa Oberhausen. Als sie ihr neues Programm gegen Rechtsextremismus vorstellte, behauptete sie: „Linksextremismus ist ein aufgebauschtes Problem.“ Auch Schwesigs Partei-Kollege, Bundesjustizminister Heiko Maas, hat ein Faible fĂŒr linke Politik. So lobte er die linke Punk-Band Feine Sahne Fischfilet, die gegen rechtsradikales Gedankengut ansingt. Die Band dröhnt aber auch solche Texte heraus: „Deutschland ist scheiße, Deutschland ist Dreck 
 GĂŒnther ist scheiße, GĂŒnther ist Dreck.“
  Den eigentlichen tieferen Sinn dieser Aussage teilen viele in der linken Szene. Er offenbart einen Hass auf Deutschland und auf weiße Deutsche. Aktuell drĂŒckt sich die angestrebte anarchistische Zerstörung Deutschlands darin aus, dass linke Gruppierungen massiv gegen jegliche Kritik in Bezug auf Merkels FlĂŒchtlingspolitik vorgehen. So verwundert es auch nicht, dass LeitsprĂŒche wie „Deutschland ist bunt“, „Kein Mensch ist illegal“ oder „No Border, no nations“ (keine Grenze, keine Nationen) in linken DenkkĂŒchen ausklamĂŒsert wurden. Wer sich gegen diese linken Denkmuster wendet und fragt „Wieso muss Deutschland bunt sein?“ oder behauptet „SelbstverstĂ€ndlich gibt es eine IllegalitĂ€t, wenn Zuwanderer ohne Erlaubnis nach Deutschland kommen!“, wird von linken KrĂ€ften sofort mit dem Stempel „Menschenfeind“ versehen und hart attackiert.
  Wie ist nun der G20-Krawall in Hamburg zu sehen und zu bewerten? In den Konzepten der Polizei stand von vorneherein fest: 20.000 Polizisten reichen nicht, um Hamburg sicher zu machen. Deshalb lehnte die PolizeifĂŒhrung die Sicherung des G20-Gipfels ab – die Politik wiederum das Konzept der Polizei. Warum? Sollte etwas in Hamburg demonstriert werden?
   Aus Kreisen der Bundeswehr wurde TOPIC „gesteckt“, dass es in Hamburg in Wirklichkeit darum gegangen sei, den Einsatz der Bundeswehr im Inneren vorzubereiten nach dem Motto: Die Polizei kann den BĂŒrger alleine nicht mehr schĂŒtzen. Somit könnte die „linke“ Gewalt instrumentalisiert worden sein. Doch von wem? Schon seit LĂ€ngerem wird dem BĂŒrger ein Schauspiel vorgespielt, bei dem Linke wie Rechte nur Schachfiguren sind, die von mĂ€chtigen HintermĂ€nnern und -frauen gelenkt werden, um Ziele durchzusetzen.

         TOPIC  Nr. 08/2017



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 Löste ein TOPIC-Leser eine Wissenschafts-Sensation aus? 

  In einem Artikel mit der Überschrift „TOPIC-Leser legt Beweise gegen Urknall-Theorie vor“ stellten wir in der Dezember-Ausgabe 2009 den TOPIC-Leser Matthias Krause vor. Der glĂ€ubige Diplom-Ingenieur hatte beim Nachrechnen der Urknall-Theorie des britischen Astrophysikers Stephen Hawking einen Rechenfehler bei der Winkelausdehnung festgestellt. Krause stellte – und stellt immer noch – sein Zahlenwerk auf seiner Internet-Seite „kosmoskrau.de“ vor, sodass jeder seine Berechnungen nachprĂŒfen kann. Seitdem Krause diese veröffentlichte, besuchen pro Monat ĂŒber 40.000 Leser seine Seite und laden sich Informationen in Gigabit-Menge herunter. Dabei stellte Krause fest, dass die Datenmengen in Regionen der Welt abfließen, in denen sich auch große Wissenschaftszentren befinden. Krauses Berechnungen wurden auch von der deutschen Mobilindustrie wahrgenommen, weil seine Berechnungen fĂŒr den Kosmos auch fĂŒr den sogenannten hydrostatischen Druck in Automotoren von Bedeutung sind. Krause bekam Angebote von namhaften deutschen Herstellern in die Forschung einzusteigen. Doch der Diplom-Ingenieur lehnte die Angebote deshalb ab, weil der Einstieg mit Verschwiegenheits-Klauseln verbunden war, denen er sich als Hobby-Forscher nicht unterwerfen wollte. Krause hoffte lange Zeit darauf, dass ihn vielleicht eine Reaktion aus der Wissenschaftswelt erreichen wĂŒrde – doch bis heute vergebens.
  Im Juni 2017 dann die Sensation: Die Bild-Zeitung titelte „Gab es gar keinen Urknall? – Stephen Hawking soll sich verrechnet haben!“ Ausgerechnet ein ehemaliger Kollege von Hawking, Professor Neil Turok, Direktor des Perimeter Institute for Theoretical Physics in Ontario (Kanada), behauptet nun, Stephen Hawking habe sich in seinem Urknall-Modell schlicht verrechnet. Ein Mitautor in Turoks Forscherteam bemerkte dazu: „Unsere Forschung impliziert, dass wir entweder nach einem anderen Bild suchen sollten, um das sehr frĂŒhe Universum zu verstehen, oder dass wir die elementarsten Modelle der Quanten-Gravitation ĂŒberdenken mĂŒssen.“
  FĂŒr den bibelglĂ€ubigen Krause gibt es da nichts zu ĂŒberdenken. FĂŒr ihn ist alles Geschaffene von einem Schöpfer erschaffen worden – exakt so, wie es in der Bibel steht. Krause in einem GesprĂ€ch mit TOPIC: „Einstein hatte recht mit seiner kosmologischen Konstante. Nur, er konnte sie damals mit seinen Mitteln nicht beweisen. Erde und Firmament waren immer schon so komplett da, wie wir sie jetzt wahrnehmen.“

         TOPIC  Nr. 08/2017



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Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
bedĂŒrfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages:
TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,

Neue charismatische Bewegungen erobern Deutschland

   Die Meldung der Ev. Nachrichtenagentur idea wird viele evangelikale Christen erfreut haben: „Auf großes Interesse ist ein evangelistischer Einsatz des MissionswerksGospeltribe (Karlsruhe) und der Jugendmissionsgemeinschaft Bielefeld auf der spanischen Ferieninsel Mallorca gestoßen. Vom 1. bis 10. August 2017 boten rund 50 Christen jeden Abend zwischen 21.30 Uhr und 23:30 Uhr mehrere Strandgottesdienste in Arenal an. Der Ort ist bei Touristen ein beliebtes Party-Ziel. Moderne Lobpreismusik, kurze Predigten und Lebensberichte lockten zwischen 200 und 400 Interessierte pro Gottesdienst. Damit sei das Interesse so groß gewesen wie nie zuvor; die Strandgottesdienst-Wochen finden bereits zum siebten Mal statt.“ Doch wer sind diese Christen, die auf Mallorca die Strandgottesdienste durchfĂŒhrten?
   Gospeltribe und die Jugendgemeinschaft Bielefeld sind Organisationen, die zur neu-charismatischen Bewegung gehören. Nach EinschĂ€tzung der Ev. Zentralstelle fĂŒr Weltanschauungsfragen (EZW/Berlin) haben sich zumindest Teile der neu-charismatischen Bewegung vom Erbe der klassischen Pfingstbewegung abgelöst und gehen eigene Wege. Wesentlich gesteuert wird diese Bewegung durch die ultra-charismatische kalifornische Bethel-Church. Einer der Pastoren der Bethel-Church ist Ben Fitzgerald, der als Pastor fĂŒr â€žĂŒbernatĂŒrliche Dienste“ zustĂ€ndig ist. Was damit wohl gemeint ist, offenbart ein Buch, das von der Bethel-Gemeinde in den USA groß beworben wurde. Es heißt: „The Physics of Heaven“. In ihm wird dargelegt, wie man als Christ durch okkulte New Age-Methoden KrĂ€fte der ĂŒbersinnlichen Welt nutzen kann.
   Immer wieder taucht Fitzgerald auch in Deutschland auf. So auch als Lehrer in der Bibelschule von Gospeltribe oder als Redner auf der MEHR-Konferenz des Katholiken Johannes Hartl in Augsburg. Es war auch dieser Fitzgerald, den nach eigenen Angaben 2014 auf dem Reichsparteitags-GelĂ€nde der Hitler-Partei NSDAP in NĂŒrnberg eine Vision heimsuchte. Der Amerikaner „sah“, dass in Deutschland und Europa eine Erweckung ausbrechen wĂŒrde. Der organisatorische Startschuss zu dieser Vision wurde dann 2015 gegeben, als sich 25.000 Teilnehmer in NĂŒrnberg zum Kongress Awakening Europe (Europa wacht auf) trafen.
   Eine andere charismatische Bewegung, die auch in Deutschland aktiv ist, nennt sich The Last Reformation (Die letzte Reformation). Diese Missionsbewegung wurde von dem dĂ€nischen BĂ€cker Torben SĂžndergaard (geb. 1976) gegrĂŒndet. Der DĂ€ne hatte 2000 nach einer 40-tĂ€gigen Fastenzeit ein Erlebnis, das ihn nach eigener Aussage frei von SĂŒnde machte und zum Dienst der Heilung und Evangelisation berief. SĂžndergaard und seine Mitstreiter wollen auf der ganzen Welt „Jesus Hotels“ mit jeweils 70 Betten eröffnen. Im dĂ€nischen Aalborg steht bereits das erste. In diesen HĂ€usern sollen Interessierte an der Bewegung The Last Reformation geschult werden.
   Missionarisch wollen diese charismatischen Christen hauptsĂ€chlich auf der Straße arbeiten, um dort zu evangelisieren, zu heilen, DĂ€monen auszutreiben, möglichst zeitnah zu taufen, um danach die Geistestaufe mit Zungenrede zu erwirken. Professor Frank LĂŒdke von der Ev. Hochschule Tabor in Marburg schreibt in einem kritischen Beitrag zu dieser neuen Bewegung: „Biblisch-theologische BezĂŒge orientieren sich fast nur an der Apostelgeschichte, die wie ein Kanon im Kanon genutzt wird. Auf restliche biblische Zeugnisse wird grĂ¶ĂŸtenteils nur verwiesen, wenn die Aussagen das eigene VerstĂ€ndnis von JĂŒngerschaft und Evangelisation unterstĂŒtzen.“

         TOPIC  Nr. 09/2017



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EnthÀlt menschlicher Speichel Hinweise auf die Zeit vor der Sintflut?

   Eine neue Studie der UniversitĂ€t Buffalo (University at Buffalo im Bundesstaat New York) zeigt, dass sich FrĂŒhmenschen mit einer mysteriösen Spezies gepaart haben mĂŒssen, die der heutigen Wissenschaft unbekannt ist. Die Entdeckung wurde gemacht, als Wissenschaftler der Uni Buffalo den Ursprung eines Proteins erforschen wollten, das den menschlichen Speichel schleimig macht, Mikroben bindet und dadurch Krankheiten verhindert. Auf der Suche nach dem Gen dieses Proteins untersuchten die Forscher mehr als 2.500 Speichelproben von Menschen rund um den Globus. Dabei entdeckten sie bei Proben aus dem Teil Afrikas sĂŒdlich der Sahara, dass dem Protein dort ein völlig anderes Gen zugrunde liegt als bei allen anderen Menschen.
   „Basierend auf unserer Analyse ist die plausibelste ErklĂ€rung fĂŒr diese extreme Variation eine Intogression (bezeichnet die Bewegung von einem Gen, Chromosom, Chromosomsegment oder Genom von einer Art auf eine andere) vor sehr langer Zeit – genetisches Material einer ‚Geister-Spezies‘. Wir nennen sie ‚Geister-Spezies‘, weil wir bisher keine Fossilien [Überreste aus frĂŒher Zeit] haben“, erklĂ€rt Forscher Omer Gokcumen die Entdeckung. Kurzum, die Wissenschaft hat keine Ahnung, von wem die angenommene Gen-Wanderung ins menschliche Erbgut wohl ausgegangen ist.
   Bibelleser könnte diese Meldung aus der Welt der Wissenschaft zum Nachdenken anregen. Weshalb? In 1. Mose Kapitel 6 wird beschrieben, wie Engel sich mit den „Töchtern der Menschen“ gepaart haben und „diese ihnen Kinder gebaren“. Sind bei diesen Paarungen „Gene“ von der Engel-Spezies auf den Menschen ĂŒbergegangen? Nun schildert die Bibel aber, dass bei der Sintflut alle Menschen der damaligen Zeit umkamen, außer Noah, Noahs Frau und seinen drei Söhnen mit ihren Frauen. Wenn das jetzt entdeckte Gen tatsĂ€chlich aus der Zeit vor der Sintflut stammen sollte, kann es nur ĂŒber den Weg der Frauen von Noahs Söhnen die große Flut ĂŒberlebt haben. Die Frauen mĂŒssten dann aus Familien gekommen sein, deren Vorfahren mit Engeln zu tun hatten. FĂŒr Noah und fĂŒr seine Söhne liegt ein exakter Stammbaum in der Bibel vor. Über diese Linie kann das mysteriöse Gen nicht weitergegeben worden sein.
   Wie auch immer. Die Entdeckung an der Uni Buffalo bleibt rĂ€tselhaft, wie auch die Zeit vor der Sintflut, ĂŒber die die Bibel nur in groben ZĂŒgen berichtet.

           TOPIC  Nr. 09/2017



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Massive Meinungszensur kommt

   In unserer Februar-Ausgabe 2016 berichteten wir ĂŒber eine Organisation mit dem Namen Canvasin Belgrad, die sich selbst als Strategiezentrum fĂŒr den gewaltlosen Widerstand bezeichnet. TOPIC wertete dazu einen Beitrag des Österreichischen Rundfunks (ORF2) aus, der schon 2013 die Rolle von „Revolutions-Profis“ beleuchtete, zu denen auch Canvas gehört. Diese Revolutions-Profis zetteln gesellschaftliche UmstĂŒrze an, um fĂŒr mĂ€chtige Strippenzieher im Hintergrund politische Ziele durchzusetzen. In dem TOPIC-Artikel wurde auch Merkels FlĂŒchtlingspolitik kritisiert und fĂŒr die Kritik namhafte Persönlichkeiten zitiert wie den Ex-Verfassungsrichter Michael Bertrams. Diesen TOPIC-Artikel setzte ein TOPIC-Leser auf seine Facebook-Seite, um seine Facebook-Freunde ĂŒber die Revolutions-Profis zu informieren. Das amerikanische Unternehmen Facebook reagierte nun – fast anderthalb Jahre spĂ€ter – knallhart. Die Facebook-Seite unseres Lesers wurde vorĂŒbergehend exakt wegen dieses Artikels gesperrt. Warum erst jetzt?
   Ende Juni 2017 hatte der Bundestag in Berlin das „Netzwerkdurchsuchungsgesetz“ verabschiedet.
Mit diesem Gesetz soll der Hass-KriminalitĂ€t mittels Worten in den Online-Netzwerken Facebook, Twitter und Youtube Einhalt geboten werden. Erreicht eine Beschwerde die Online-Anbieter, mĂŒssen diese sehr schnell entscheiden, ob ein entsprechender Beitrag gesperrt werden muss. Sperren Facebook und Co. Den Beitrag nicht von ihren Plattformen aus, droht ihnen Strafgeld von bis zu 50 Millionen (!) Euro. Viele Kritiker dieses Gesetzes, inklusive der vor Gesetzesbeschluss angehörten SachverstĂ€ndigen, beurteilten das Gesetz als EinschrĂ€nkung der Meinungsfreiheit und deshalb als verfassungswidrig.
   Das Netzwerkdurchsuchungsgesetz tritt ab 1. Oktober 2017 in Kraft. Doch jetzt schon unterhĂ€lt Facebook ĂŒber die Bertelsmann-Dienstleistungsfirma Arvato ein Löschzentrum in Berlin mit 700 Mitarbeitern. Ein weiteres Löschzentrum fĂŒr Facebook-EintrĂ€ge wird in Essen eingerichtet mit noch einmal 500 Mitarbeitern.
   Dass es erst gar nicht zu Beschwerden kommt und Mitarbeiter diesen nachgehen mĂŒssen, dafĂŒr soll ein Programm der Internet-Suchmaschine Google sorgen. Google bietet mit seinem Service Perspective Nachrichtenseiten im Internet die Möglichkeit an, die Leser-Kommentare auf ihre „Giftigkeit“ zu prĂŒfen. Google versteht unter „Giftigkeit“ Kommentare, die Diskussionen stören oder andere Nutzer im Internet beleidigen und mobben könnten. Ob ein Kommentar im Internet „giftig“ ist, entscheidet allerdings zu großen Teilen ein Computer mit Hilfe von kĂŒnstlicher Intelligenz.
   Die Internet-Plattform journalistenwatch.com hat die englische Version von Perspective einmal ausprobiert und Formulierungen zur Bewertung eingegeben. Der Satz: „Ich mag keine heterosexuellen Leute“ wurde mit fĂŒnf Prozent als „giftig“ ausgeworfen. Der gleiche Satz in Bezug auf Homosexuelle wurde mit 66 Prozent als „giftig“ bewertet. Also: Homosexuelle zu kritisieren ist „giftiger“ als die Kritik an Heterosexuellen. Dasselbe Muster zeigte sich bei Kritik an Christen (zehn Prozent „giftig“) und an Muslimen (66 Prozent „giftig“). Bisher ist Perspective noch in der Experiment-Phase. Sollte der „Weltverbesserer“ Google sein Programm jedoch einfĂŒhren, dann droht das, was die journalistenwatch-Autorin Marilla Slominski als Überschrift ĂŒber ihren Artikel so formulierte: „Wie Google unser Denken ‚vergiften‘ will!“.

         TOPIC  Nr. 09/2017



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Drei-Meere-Initiative: Bahnt sich eine stille Teilung Europas an?

   Viele BĂŒrger des westlichen Europas fragten sich, warum US-PrĂ€sident Donald Trump vor dem G20-Gipfel im Juli in Hamburg ausgerechnet nach Polen reiste. Trumps Besuch hatte durchaus einen Hintergrund. Trump besuchte gezielt das „neue Europa“, also die Staaten, die erst vor wenigen Jahren in die EuropĂ€ische Union (EU) gekommen sind. Der mĂ€chtige Amerikaner war nĂ€mlich Ehrengast auf einer Konferenz der Drei-Meere-Initiativein Warschau. Zu dieser Initiative gehören zwölf Mittel- und OstmitteleuropĂ€ische Staaten der EU. Konkret sind das: Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Litauen, Lettland, Estland, Österreich, RumĂ€nien, Bulgarien, Slowenien und Kroatien. Die Staaten-Formation zwischen Adria, Ostsee und dem Schwarzen Meer wurde am 25. August 2016 auf Bestreben Polens und Kroatiens ins Leben gerufen. Offiziell heißt es, dass man in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Sicherheit und vor allem Energiepolitik zusammenarbeiten wolle. Die Mehrheit der Staaten, die frĂŒher im sogenannten Ostblock zu Hause waren, will unabhĂ€ngig werden von russischen Gaslieferungen und strebt eine Belieferung mit Erdgas ĂŒber das Mittelmeer an. Das ist aber nur ein Aspekt.
   Die Staaten der Drei-Meere-Initiative beĂ€ugen immer argwöhnischer die Politik des „alten Europas“ um die mĂ€chtigen LĂ€nder Deutschland und Frankreich herum. Große Differenzen zeigten sich in der Vergangenheit besonders bei der EU-FlĂŒchtlingspolitik. Die Mehrheit der Drei-Meere-Initiative besteht aus erzkatholischen Staaten, die nicht bereit sind, Zuwanderer, besonders muslimische Zuwanderer, aufzunehmen. Angesichts der noch zu erwartenden FlĂŒchtlingswellen aus Afrika und der Weigerung der LĂ€nder der Drei-Meere-Initiative, Zuwanderer aufzunehmen, ist eine weitere Zuspitzung des Konfliktes zwischen dem „alten“ und dem „neuen“ Europa zu erwarten.

           TOPIC  Nr. 09/2017



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Die Kirche des Menschen

  Fasst man die biblischen Informationen ĂŒber die letzten Tage auf diesem Globus zusammen, so werden sich gegen Ende der Weltzeit drei globale Entwicklungen herauskristallisieren: 1. In der Politik kommt es zu einem absoluten Weltreich (Offenbarung 13). 2. Im Bereich der Religion wird es ebenfalls große Vereinigungen geben, die allerdings geprĂ€gt sein werden durch eine starke Vermischung von Religiösem und Weltlichem (Offenbarung 17). 3. Auf wirtschaftlichem und sozialem Gebiet wird sich ein totalitĂ€res Regime entwickeln, welches das Einzel- und Gesamtleben beherrscht (Offenbarung 18).
  Die Bibel benutzt an den genannten Stellen in der Offenbarung den Begriff „Hure“. Die „große Hure“ ist die abgefallene Kirche, die einst gelobte, Jesu Christi Eigentum zu sein, nun aber mit der Welt Ehebruch treibt. Im Jakobus-Brief wird dieses Thema im Kapitel 4 ab Vers 4 so formuliert: „Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, der macht sich zum Feind Gottes.“ Diese Verweltlichung ist keine bedeutungslose Spielerei, denn dem Heiligen Geist in einem jeden GlĂ€ubigen widerstrebt dieser „Ehebruch“ total: Vers 5: „Oder meint ihr, die Schrift redet umsonst? Ein eifersĂŒchtiges Verlangen hat der Geist, der in uns wohnt.“
  Wenn es ein Paradebeispiel fĂŒr eine verweltlichte Kirche hierzulande gibt, dann ist das die Entwicklung der Ev. Kirche in Deutschland (EKD). Aktuelles Beispiel: In den Ev. Kirchen in Hessen und Nassau können jetzt auch ganz normale englische Popsongs im Gottesdienst gesungen werden. Sie sind jetzt in einem Beiheft zum Evangelischen Gesangbuch enthalten. Unter diesen weltlichen Liedern sind z. B. Hits wie „Tears in Heaven“ (TrĂ€nen im Himmel) oder die Fußballhymne „You‘ll never walk alone“ (Du wirst niemals alleine gehen).
  Dass diese Verweltlichung keine Grenzen kennt, zeigt ein anderes Beispiel vom letzten Ev. Kirchen-
tag im Mai dieses Jahres. Initiativen zur Evangelisierung von Juden wurden auf dem Kirchentag nicht zugelassen, dafĂŒr aber der Ökumenische Arbeitskreis SM und Christsein. SM steht fĂŒr Sadomasochismus und bedeutet, dass Menschen erst dann sexuelle Erregung erfahren, wenn sie gequĂ€lt und gedemĂŒtigt werden sowie dabei körperliche Schmerzen erleiden. Die Vertreter dieser SM-Szene gaben auf dem Kirchentag Interessierten Auskunft ĂŒber ihr finsteres Treiben in Bezug zu ihrem christlichen Glauben. Inwieweit diese SM-Sexualpraktik auch nur im Entferntesten mit einem christlichen Glauben zu tun haben könnte, bleibt vielen „normal“ empfindenden Christen wohl verschlossen.
  Wie sehr große Teile der EKD keineswegs mehr Kirche Gottes sind, sondern Kirche des Menschen – anders formuliert: Servicestationen fĂŒr evangelische religiöse GefĂŒhle –, belegen unzĂ€hlige Beispiele. So bot am Valentinstag (14. Februar) 2015 der ev. Pfarrer Johannes  nEißler in seiner Kirche in Eningen bei Reutlingen einen Segensgottesdienst fĂŒr „junge und alte, verheiratete und unverheiratete, fromme und weniger fromme Paare“ an. Rund 20 Paare nahmen das Angebot an. Eißler wird immer wieder auch in bibeltreue Gemeinschaftskreise eingeladen und war bis 2012 Vorsitzender der Deutschen Evangelisten-Konferenz. Mittlerweile wird in den evangelischen Kirchen fast alles gesegnet, was die Kirchenschwelle ĂŒbertritt, seien es Meerschweinchen, Ponys oder Hunde. Im August 2014 veranstaltete die ev. Pauluskirche in Dortmund einen Kirchentag fĂŒr Mensch und Tier, in den Gottesdienstbesucher ihre Tiere zum Segnen mitbringen durften. Mag man ĂŒber einen solchen Gottesdienst noch den Kopf schĂŒtteln, aber ein gewisses menschliches VerstĂ€ndnis fĂŒr die oft enge Beziehung von Tierfreunden zu ihren Lieblingen aufbringen, so sind andere Segensgottesdienste aus biblischen GrĂŒnden strikt zurĂŒckzuweisen. So hat es beispielsweise Trennungsgottesdienste gegeben, in denen ein Segensritual fĂŒr Geschiedene angeboten wurde. SelbstverstĂ€ndlich gibt es mittlerweile auch zahlreiche Segensgottesdienste fĂŒr Homo-Paare. Der Ratsvorsitzende der Ev. Kirche in Deutschland gibt solchen Gottesdiensten seinen Segen. Im ZDF-Morgenmagazin sagte Heinrich Bedford-Strohm: „Ich wĂŒrde einem schwulen Paar den Segen geben.“
  Die Kirche des Menschen. Die Bedienung religiöser BedĂŒrfnisse. Das ist eine Seite der Ev. Kirche in
Deutschland. Eine andere Form der Verweltlichung hat die politische Zeitschrift Cicero in ihrer September-Ausgabe 2017 herausgearbeitet. Dem Magazin zufolge wĂŒrden Gebet und Glaubensbekenntnis besonders in der ev. Kirche durch Umweltschutz und FlĂŒchtlingshilfe verdrĂ€ngt. Laut Cicero eiferten viele Christen heute neuen Göttern nach, etwa dem Gender-Gott und dem Klima-Gott: „lhre C02-Gesamtbilanz kennen die Kirchen inzwischen wohl besser als das Evangelium.“ Jede Landeskirche habe einen Umweltbeauftragten, und die EKD betreibe ein ProjektbĂŒro Klimaschutz, um Fördergelder der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ des Bundesumweltministeriums aufzutreiben. Die Bibel werde zur „Hausapotheke fĂŒr den politischen Alltagsgebrauch“. Um SĂŒndenvergebung und Seelenheil gehe es nur noch in wenigen Gemeinden. Cicero: „Die Christen sind mĂŒde geworden, sie haben vergessen, wer sie sind. Sie retten keine Seelen mehr, nur noch die ganze Welt.“
  Auch diese Hurerei mit der gesellschaftlichen und politischen Welt macht die ev. Kirche immer mehr zu einer reinen Kirche des Menschen. Diesen Abfall der ev. Kirche in Deutschland hat Anfang des Jahres der Erlanger Theologie-Professor Reinhard Slenczka scharf verurteilt. AnlĂ€sslich des 500-jĂ€hrigen Reformations-JubilĂ€ums verfasste der als bibeltreu geltende Slenczka ein Positionspapier mit dem Titel „Unser Gott kommt und schweigt nicht“, in dem er eine RĂŒckbesinnung fordert.
  Reformation sei „Umkehr und Erneuerung durch den Heiligen Geist, wie das zu jeder Zeit in der Kirche geschieht“. Der schlimmste Fehler in kirchlicher Unterweisung geschehe dann, „wenn an die Stelle der Rechtfertigung des SĂŒnders durch Umkehr, Buße und Vergebung eine Rechtfertigung der SĂŒnde durch Umdeutung oder Aufhebung der heiligen, klaren und unverĂ€nderlichen Gebote Gottes tritt“, schreibt der Theologe. Es sei „erschĂŒtternd“, mit welcher Leichtfertigkeit und welchem Hochmut in theologischen und kirchenamtlichen Äußerungen klare göttliche Gebote, Ordnungen und Weisungen außer Kraft gesetzt werden. Wo sich die Kirche um eine Anpassung an die Welt bemĂŒht, verfehle sie ihren Auftrag und verleugne ihr göttliches Wesen, so Slenczka. Als „Salz der Erde“ und „Licht der Welt“ tauge sie dann nicht mehr.
  Welche Zukunft prophezeit die Bibel der Endzeit-Kirche des Menschen? Die politische Weltmacht in jener Zeit wird vorĂŒbergehend diese Kirche des Menschen unterstĂŒtzen und sich ihrer bedienen. Dann aber kommt das furchtbare Ende dieser „Hure“. Sie wird von der politischen Macht restlos vernichtet (Offb.17,16).

         TOPIC  Nr. 10/2017



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CVJM und EC sollen junge Muslime demokratisieren 

  Zwei der grĂ¶ĂŸten christlichen JugendverbĂ€nde in Deutschland – der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) und der Verband Entschieden fĂŒr Christus (EC) – begrĂŒĂŸen die Kooperation der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej, Hannover) mit drei muslimischen Vereinen. Der CVJM und der EC sind Mitglied in der aej. Im Rahmen des Projekts „Junge Muslime als Partner – FÜR Dialog und Kooperation! GEGEN Diskriminierung!“ arbeitet die aej seit 2015 mit der Muslimischen Jugend in Deutschland, den DITIBLandesjugendverbĂ€nden Niedersachsen und Bremen sowie dem Verband der islamischen Kulturzentren zusammen. Man wolle gesellschaftlichem Misstrauen entgegenwirken, dem muslimische Jugendorganisationen in besonderer Weise ausgesetzt seien, heißt es auf der Internetseite der aej. Ziel sei es, Barrieren abzubauen, damit junge Menschen besser teilhaben und sich gesellschaftlich beteiligen können.
  â€žEs ist unumstritten, dass wir als Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend auch mit muslimischen Jugendorganisationen im Dialog stehen, und das tun wir auch als CVJM“, sagte CVJM-Pressesprecher Sebastian Vogt der Ev. Nachrichtenagentur idea. Das Projekt sei ein Dialog- und Kooperationsprojekt: „Es geht darum, drei muslimische JugendverbĂ€nde auf ihrem Weg als demokratisch organisierte und demokratisch und partizipativ handelnde Jugendorganisationen zu begleiten.“
  Ă„hnlich Ă€ußerte sich der Bundespfarrer des Jugendverbandes Entschieden fĂŒr Christus (EC), Rudolf Westerheide (Kassel), in einer persönlichen Stellungnahme gegenĂŒber idea. Die Hilfestellung fĂŒr die genannten islamischen JugendverbĂ€nde geschehe auf Bitten des Bundesministeriums fĂŒr Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und werde vom Ministerium gefördert. Insofern handele es sich weniger um eine theologisch-geistliche als um eine jugendpolitische Maßnahme.
  Wie weit die Ahnungslosigkeit in Bezug auf die geistigen KrĂ€fte des antichristlichen und antijĂŒdischen Islams geht – von daher auch jegliche Zusammenarbeit aus biblischer Sicht völlig fehl am Platz ist –, zeigte sich in einer Sendung von ERF Medien. In dem Beitrag „ERF Plus spezial“ mit dem Titel „Nicht verfĂŒhren lassen“ (10.9.2017) prĂ€sentierte der Leiter der Vineyard Bewegung Deutschland, Österreich, Schweiz, Martin BĂŒhlmann, einen Vergleich, der schier unfasslich ist. BĂŒhlmann stellte zunĂ€chst dar, dass es in der Weimarer Republik das Feindbild „Die Juden“ gab, das zu einem schrecklichen Vernichtungs-Feldzug durch die Nazis fĂŒhrte – dem Holocaust. BĂŒhlmann: „Im weitesten Sinnean dieses Verhalten erinnernde Reaktionen werden heute muslimischen Menschen entgegengebracht. Mit nationalistischen und populistischen Aussagen wird vor der Islamisierung des Westens gewarnt, werden Muslime politisch bekĂ€mpft.“
  Es ist kaum zu fassen, dass ERF Medien diesen abscheulichen Vergleich BĂŒhlmanns, der wegen der Nazi-GrĂ€uel niemals gerechtfertigt sein kann, gesendet hat. Auch nicht, dass sich CVJM und EC politisch einspannen lassen, denn man sollte sich fragen: Wohin fĂŒhrt das? Die ersten Aktionen sind da schon richtungsweisend. Laut dem Pressesprecher der aej, Martin Weber, habe man bereits gemeinsame Gottesdienste mit den Muslimen gefeiert. Beim Beten werde christlichen wie muslimischen Partnern „Raum gelassen, ihre eigene Gebetstradition zu pflegen.“

           TOPIC  Nr. 10/2017



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Harvey, Irma, Maria: Wurde Trump wegen seiner Klima-Sturheit bestraft? 

  Das weltweite politische Geschrei war groß, als US-PrĂ€sident Donald Trump sein Wahlversprechen wahrmachte und den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen einleitete. Das war im Juni 2017. Gerade mal zwei Monate spĂ€ter dann der Schwenk. US-Außenminister Rex Tillerson kĂŒndigte an, dass die USA eventuell doch beim Pariser Klimaschutzabkommen hier und dort mitwirken könnten. Welche GrĂŒnde könnten die USA zu diesem Sinneswandel bewegt haben? Genaues weiß man – bisher – noch nicht. Doch in den zwei Monaten zwischen der AnkĂŒndigung und dem Schwenk ist einiges passiert – und zwar sehr Schlimmes in Bezug auf das Klima. Hurrikane mit Namen wie Harvey, Irma und Maria richteten in der Karibik SchĂ€den in unfassbarem Ausmaß an und verwĂŒsteten auch Teile der US-Bundesstaaten Texas und Florida, ebenso die unter US-Verwaltung stehende Insel Puerto Rico. Klar ist: Es ist Hurrikan-Saison in diesem Teil der Erde. Und laut Deutschem Wetterdienst wird die diesjĂ€hrige Saison noch bis November dauern. Dennoch ergeben sich einige AbnormitĂ€ten, ĂŒber die man nachdenken sollte. Von Goethe stammt das Zitat: „Man sieht nur, was man weiß.“ Erweitern könnte man dieses Zitat mit der Formulierung: Man erkennt nur ZusammenhĂ€nge, wenn man weiß, welche Faktoren welche Wirkung erzeugen können.
  Am 8. September 2017 erschĂŒtterte ein Erdbeben Mexiko, dessen Epizentrum vor der KĂŒste Mexikos lag. Etwa zum gleichen Zeitpunkt Ă€nderte der Hurrikan Irma abrupt seine Zugbahn. In einem Bericht der Tagesschau im Internet heißt es dazu: „Dass Irma den Kurs Ă€ndert, traf viele in der GolfkĂŒste unvorbereitet 
 ‚FĂŒnf Tage lang sagten sie uns, dass er an der OstkĂŒste sein wird, und jetzt, 24 Stunden, bevor er uns trifft, wird uns gesagt, er kommt die WestkĂŒste rauf‘, sagte der 52-jĂ€hrige Jeff Beerbohm verĂ€rgert ĂŒber die Prognosen.“ Weshalb hat Hurrikan Irma abrupt seine Zugbahn geĂ€ndert? War es ein natĂŒrlicher Vorgang oder eine gigantische Manipulation, die mit dem Erdbeben in Mexiko zusammenhing? Nur wenige Tage nach Irma zog Hurrikan Maria heran, und wieder bebte die Erde in Mexiko. Dieses Mal jedoch viel schlimmer, weil es die Hauptstadt Mexiko-City traf.
  In etlichen LĂ€ndern der Welt befinden sich gigantische HAARP-Antennenanlagen. So beispielsweise nahe der US-Stadt Gakona in Alaska, in der NĂ€he des russischen Ortes Nischni Nowgorod, in Norwegen, in Schweden und sicherlich noch an ein paar anderen Orten auf diesem Globus, die nicht bekannt sind.
  HAARP ist die AbkĂŒrzung fĂŒr „High-Frequency-Active Auroral-Research-Program“ und bedeutet: „Aktives Hochfrequenz-Projekt zur Erforschung der Aurora-Nordlichter “. Von HAARP aus werden enorme Energien in die IonosphĂ€re der Erde geschickt, die dann erhebliche Auswirkungen auf dem Globus haben sollen. In 2001 veröffentlichte der Ausschuss fĂŒr auswĂ€rtige Angelegenheiten, Sicherheit und Verteidigungspolitik des Europa-Parlamentes (EP) einen Bericht, in dem HAARP scharf verurteilt wird. In dem EP-Papier wird offiziell festgestellt, „dass die militĂ€rischen Forschungsarbeiten ĂŒber die Beeinflussung der Umwelt als Waffe trotz bestehender Übereinkommen weitergehen, wie das Beispiel des HAARP-Systems mit Standort in Alaska zeigt“.
  Dass die HAARP-Wissenschaftler tatsĂ€chlich auch die militĂ€rische Wetterbeeinflussung auf dem Programm haben, zeigten Kurse fĂŒr MilitĂ€rpersonal auf der MilitĂ€rbasis „Hanscom Air Force Base“ im US-Staat Massachusetts. Dort wurden Soldaten mit „WetterverĂ€nderungstechniken" bekannt gemacht. Die Kursunterlagen der US-Firma Phillips Geophysics Lab, die am HAARP-Projekt in Alaska mitgearbeitet hatte, enthalten Darstellungen ĂŒber die Auslösung von StĂŒrmen, Hurrikanen usw. zu militĂ€rischen Zwecken. Doch das scheint lĂ€ngst nicht alles zu sein. Im April 1997 erwĂ€hnte der damalige US-Verteidigungsminister William S. Cohen in einer Senatoren-Befragung Waffen, die das Klima verĂ€ndern und Erbeben und Vulkan-AusbrĂŒche auslösen könnten. Die Waffen wĂŒrden auf Basis von elektromagnetischen Wellen funktionieren – so wie HAARP auch operiert (was aber Cohen dabei nicht erwĂ€hnte)!
  War nun die HAARP-Technik im September 2017 bei den Hurrikanen Harvey, Irma und Maria im Einsatz? Und wenn ja, wer setzte sie ein? Was spricht fĂŒr den Einsatz, was dagegen? Dagegen spricht, dass die Beweislage gleich null ist. Das hĂ€ngt im Wesentlichen damit zusammen, dass diese Technik nicht so ohne Weiteres vom NormalbĂŒrger nachgewiesen werden kann. HAARP-Anlagen werden in der Regel auch streng bewacht. Informationen dringen kaum nach außen.
  FĂŒr den Einsatz von HAARP bei Hurrikanen spricht die abrupte RichtungsĂ€nderung von Irma. Laut einem Bericht des Wall Street Journals aus dem Jahr 1992 behauptet die russische Technologiefirma ELATE, „Taifune lenken“ zu können. Exakt das behauptet auch der Physiker Bernard J. Eastlund von seinen Patenten, die HAARP erst möglich gemacht haben. Laut Eastlund habe man im Juli 1994 mit HAARP einen solchen Sturm in der Karibik verĂ€ndert, der dann zu Überschwemmungen von Teilen Georgias, Floridas und Alabamas gefĂŒhrt habe. Aber genau diese möglichen Lenkungsströme, die in der Lage sind, tief in die Erde einzudringen, könnten auch die Erdbeben ausgelöst haben – zumindest wird ihnen auch diese Wirkung nachgesagt. Ich sehe nur, was ich weiß. Dennoch: FĂŒr den Betrachter von außen sind und bleiben die geschilderten VorgĂ€nge mangels handfester Beweise eine Spekulation. Der plötzliche Schwenk der Amerikaner in Sachen Klima wirft jedoch die Frage auf: Wurden die Amerikaner mittels der Hurrikane und der folgenden verheerenden VerwĂŒstungen so unter Druck gesetzt, dass sie nun doch beim Klimaschutz mitmachen wollen? Wenn ja, von wem aber?

         TOPIC  Nr. 10/2017



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Wohin fĂŒhrt die neoliberale Umgestaltung? 

  In der neoliberalen Gesellschaft werden alle Aspekte des Lebens als (potenzielle) MĂ€rkte betrachtet.
Das spaltet die Gesellschaft immer stĂ€rker, denn der Wert eines Menschen richtet sich danach, inwiefern er am Marktgeschehen teilnehmen kann. Alte, arme und kranke Menschen, aber auch Arbeitslose können dies nicht oder nur noch sehr eingeschrĂ€nkt. Es ist kein Zufall, dass sie in völlig ĂŒberlastete Pflegeheime abgeschoben werden, in KrankenhĂ€usern um eine gute Behandlung kĂ€mpfen mĂŒssen oder in ArbeitsĂ€mtern manchmal sehr erniedrigend behandelt werden. Die neoliberale Gesellschaft ist geprĂ€gt durch das Prinzip vom „Überleben des StĂ€rkeren“. Gewinnen ist moralisch gut, verlieren moralisch schlecht. Alte, Arme, Kranke und Arbeitslose sind in diesem Kampf unterlegen oder haben sich nicht genug angestrengt. Sie sind Verlierer, mĂŒssen die Folgen tragen und werden aussortiert. So fĂŒhrt der neoliberale Kurs zu einer erbarmungslosen Wolfsgesellschaft.
  Die neoliberale Wirtschaft baut sich nicht nur die Gesellschaft, die sie möchte, sondern auch den passenden Staat. Das erkennt man zum Beispiel an einer bewusst herbeigefĂŒhrten Verengung des Parteienspektrums. „Konzentration auf die Mitte“ wird das genannt. Gemeint ist, dass alles, was nicht den neoliberalen Kurs unterstĂŒtzt, verwerflich ist. Die Behauptung der frĂŒheren englischen Premierministerin Margaret Thatcher, zum neoliberalen Kurs gebe es keine Alternative, stimmt nicht: Es wird nur keine zugelassen.
  In der neoliberalen Gesellschaft hat immer Vorrang, was „den MĂ€rkten“ nutzt. LĂ€ngst ist zu sehen, dass das maximale Gewinnstreben auf Kosten moralischer Prinzipien, kluger Weitsicht und nachhaltigen Wirtschaftens geht und dass es Staaten an den Rand des Zusammenbruchs bringt und verheerende Folgen fĂŒr den ganzen Globus und sogar den Fortbestand der Menschheit hat. An den Polen schmilzt das Eis immer schneller, aber statt auf Alarmstufe Rot zu schalten, freut man sich mancherorts ĂŒber die Aussicht auf höhere Gewinne durch kĂŒrzere Schifffahrtsrouten durch die Arktis. Die ErnteausfĂ€lle wegen des Bienensterbens aufgrund von Insektiziden steigen, aber die Konzerngewinne sind wichtiger als die ErnĂ€hrung der Menschen. Der Amazonas-Urwald, die „grĂŒne Lunge der Erde“, verschwindet nach und nach fĂŒr immer, aber Konzerngewinne durch die Abholzung und den Soja-Anbau sind wichtiger als Sauerstoff. Der steigende Nitratgehalt im Grundwasser gefĂ€hrdet die Wasserversorgung, aber statt den Landwirtschaftskonzernen die Ausbringung von Nitrat zu verbieten, sollen Steuergelder eingesetzt werden, um das Zeug wieder herauszufiltern. Dies alles klingt schon fast pervers, ist aber neoliberale RealitĂ€t.
  Die Menschen merken, dass etwas nicht stimmt, dass ihr Gemeinwesen, das ihnen eine gewisse Sicherheit und Daseinsvorsorge liefern soll, immer stĂ€rker der Gier von Konzernen ausgeliefert wird. Dass sie in einen stĂ€ndigen und immer unerbittlicheren Kampf ums Dasein hineingezwungen werden, wĂ€hrend ein ganz kleiner Prozentsatz von MĂ€chtigen unermessliche ReichtĂŒmer anhĂ€uft. Und – das ist vielleicht das Schlimmste – dass sie immer rigoroser gezwungen werden, ihren Verstand abzugeben:
  Angeblich ist alles gar nicht wahr, was sie tĂ€glich erleben – im Krankenhaus, beim Arbeitsamt, durch unangenehme Erlebnisse mit FlĂŒchtlingen. Immer heftiger stehen die ErklĂ€rungsversuche in den Leitmedien diesem persönlichen Erleben entgegen, immer drastischer werden die Manipulations-versuche, die den BĂŒrgern die eigenstĂ€ndige Urteilskraft absprechen. Und weil die etablierten Parteien sich weigern, von ihrem unisono vertretenen neoliberalen Kurs abzuweichen und den BĂŒrgerprotest aufzunehmen, trauen die BĂŒrger auch ihnen nicht mehr. Die Folge ist eine Legitimationskrise von Staat und Demokratie, in der sich die BĂŒrger andere Möglichkeiten suchen, sich Gehör zu verschaffen (s. aktuelle Bundestagswahl). Der Herausgeber des Handelsblattsbeschrieb diese Entwicklung nach der britischen Brexit-Wahl und der Wahl von Trump so: „Ein großer Teil der Trump-, aber auch der Le-Pen- und Wilders- und Petry-WĂ€hler votiert eben nicht in erster Linie fĂŒr diese schrĂ€gen Gestalten, sondern fĂŒr den Bruch mit dem Status quo. Sie wollen, dass der Blitz in die bestehenden VerhĂ€ltnisse einschlĂ€gt. Die Wut kommt von den Schmerzen, den tatsĂ€chlichen und den befĂŒrchteten. Die großen Heilsversprechen der Moderne – Globalisierung, Digitalisierung und die Bildung multikultureller Gesellschaften – ĂŒberfordern eine Mehrheit der BĂŒrger, ĂŒberall im Westen.“
   Proteste der BĂŒrger versuchen die neoliberalen Eliten zu ersticken, indem sie den BĂŒrgern „erklĂ€ren“, wie sie die Dinge zu sehen haben. „Wahrnehmungsmanagement“ nennt man das – da die Eliten nicht bereit sind, von ihrem neoliberalen Kurs abzuweichen, setzen sie alles daran, die Sicht der BĂŒrger von der Wirklichkeit zu manipulieren (s. TOPIC 12/2015 und 1/2016). Parallel zur Verengung des Parteienspektrums erfolgt eine Verengung des Meinungsspektrums. Dies ist der Hintergrund der Debatte um „Fake News“ (Falschmeldungen), die seltsamerweise gerade jetzt aufkommt, wo sich die Eliten heftig unter Druck gesetzt sehen und nach Möglichkeiten suchen, missliebige Inhalte aus dem Internet entfernen zu können. Ähnlich funktioniert das Argument von den „Verschwörungstheorien“. Von denen sind tatsĂ€chlich viele sehr abstrus, aber wie wir in einem Beitrag in Ausgabe 3/2016 zeigten, wird dieses Etikett zunehmend als Mittel sozialer Kontrolle verwendet. Eine weitere Waffe, die die neoliberale Elite gegen die Bevölkerung richtet, ist der Vorwurf des Rechtsextremismus. Es gibt in der Tat politisch sehr aktive Menschen, auf die der Vorwurf zutrifft, aber was hier betrieben wird, ist eine schleichende Ausweitung dieser Zuweisung auf einen immer grĂ¶ĂŸeren Teil der Bevölkerung mit dem Ziel, die Kritik am neoliberalen Kurs und dessen Folgen zu diffamieren. Ähnlich funktioniert das Etikett „Populist“, mit dem schlicht ĂŒbergangen wird, dass in einer Demokratie die Regierung die Exekutive ist, also die ausfĂŒhrende Gewalt im Auftrag des Volkes bzw. hilfsweise des Parlaments.
  Als die Bertelsmann-Stiftung (!) kĂŒrzlich eine Populismus-Studie veröffentlichte, kommentierte die Zeitschrift Cicero: „Die Populismus-Studie der Bertelsmann-Stiftung, diese Lesart drĂ€ngt sich auf, ist der Versuch einer selbsternannten, interessengeleiteten Modernisierungselite, jeden Protest gegen die eigenen gesellschaftlichen UmbauplĂ€ne im Keim zu ersticken. Die wenig subtile Botschaft lautet: Widerstand ist zwecklos.“ Und zum Begriff „Populismus“ selbst stellte die Zeitschrift klar: „Demokraten sind Populisten. Das geht gar nicht anders. Denn die Demokratie ist die Herrschaft (,kratos‘) des Volkes (,demos‘). Und letzteres heißt auf Latein‚ populus‘.“

         TOPIC  Nr. 10/2017



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Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
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TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,

Neues Ökumene-Papier: LĂ€sst sich die Weltallianz von Rom einlullen?

   Die Wahl von Papst Franziskus scheint eine neue Ära in der Beziehung zwischen den protestantischen Kirchen und der röm.-kath. Kirche ausgelöst zu haben. Viele Treffen und gemeinsame ErklĂ€rungen sowohl der Weltweiten Ev. Allianz (WEA) als auch der EuropĂ€ischen Ev. Allianz (EEA) scheinen das zu belegen. Persönliche Treffen von Papst Franziskus mit verschiedenen ReprĂ€sentanten der WEA wurden von nicht wenigen Evangelikalen als Zeichen eines neuen Klimas gegenseitigen VerstĂ€ndnisses gewertet und begrĂŒĂŸt.
   Nun hat der PĂ€pstliche Rat zur Förderung der Einhei der Christen in seinem aktuellen Informationsdienstden neuesten Rapport ĂŒber die „Internationale Konsultation zwischen der katholischen Kirche und der Weltweiten Ev. Allianz“ fĂŒr den Berichtszeitraum 2009 bis 2016 vorgelegt (
www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/chrstuni/evangelicals-docs/rc_pc_chrstuni_doc_20171017_comm-report-2009-2016_en.html).
   Die Teilnehmer dieser Konsultationen waren offizielle Delegierte von Vatikan und ev. Allianz. Dazu gehörte auf allen GesprĂ€chsebenen der „Direktor fĂŒr Ökumenische Angelegenheiten seitens der Weltweiten Ev. Allianz“, der Deutsche Prof. Dr. Rolf Hille. Welche Bedeutung hat nun die Veröffentlichung dieses 20-seitigen Textes in Englisch fĂŒr Evangelikale wie Katholiken? Offiziell keine, denn der Schluss-Rapport ist keine „autorisierte ErklĂ€rung“ von Vatikan und WEA. Basis-Evangelikale und Basis-Katholiken werden sich fragen: Ja, was soll denn das? Was haben denn die hohen Theologen die ganzen 17 Jahre besprochen? WofĂŒr die ganzen Konsultationen?
   Pfarrer Reinhard Möller hat im Auftrag von TOPIC diese 20 Seiten einmal analysiert und kommt letztlich zu dem Schluss: Die evangelikalen Spitzen-Leute lassen sich von Rom mehr und mehr einlullen, und der „Power“ der Reformation wird stetig weitere Kraft genommen. So wird im Rapport-Text dargelegt, dass der Leib Christi gespalten sei. Das bedeutet aber dann: Die Evangelikalen akzeptieren, dass Rom Teil des Leibes Christi ist. Doch gehört die katholische Kirche tatsĂ€chlich zum Leib Christi? Ein einzelner bekehrter Katholik sicherlich, aber die Kirche als Institution selbst?
   Im Text wird im Zusammenhang der gemeinsamen Basis von Evangelikalen und Katholiken das Jesus-Wort zitiert: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Mt. 18,20). Dabei wird offenbar verkannt, dass Rom einen „eucharistischen Christus“ bezeugt und anbetet, der im Gegensatz zum biblischen Messias und Erlöser steht. Mehrfach wird im Rapport auf die Reformationszeit Bezug genommen. So bezeugt man ĂŒbereinstimmend: „Als Evangelikale und Katholiken 
 kommen wir zusammen 
auf der Suche nach Versöhnung [
] Beide, Evangelikale und Katholiken, haben darin Fortschritt erkannt, ĂŒber die Auseinandersetzungen des 16. Jahrhunderts mit den Reformatoren und mit Trient hinauszugehen 
“ FĂŒr Rom sind die Lehraussagen des Konzils von Trient – des Schwerpunkts der Gegenreformation – absolut unverzichtbar und Teil der „unwandelbaren“ Tradition. Wo bitte wollen Evangelikale in den letzten 500 Jahren gerade diesbezĂŒglich „irgendeinen“ Fortschritt erkennen? Dass die Katholiken die Spitzen-Evangelikalen auf den Weg des Einlullens manövriert haben, zeigen auch Gedanken, die im Text geĂ€ußert werden. So sollen Evangelikale und Katholiken regionale Gruppen bilden, um in einen Dialog zu treten. Diesen Dialog sowie die Konsultationen möge man auch ansehen als „ein gemeinsames Stehen vor Christus“.
   Im Anhang des Konsultations-Textes sind alle Namen derer aufgefĂŒhrt, die in den 17 Jahren an den GesprĂ€chen teilgenommen haben – darunter auch Namen der italienischen und spanischen Allianz. Wie TOPIC erfuhr, haben sich jedoch die Spitzenvertreter der beiden Allianzen mittlerweile von dem Text distanziert. Siehe auch nĂ€chsten Artikel

       TOPIC  Nr. 11/2017



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Spanische Allianz geht mit der röm.-kath. Kirche hart ins Gericht

   Die spanische Allianz hat in diesem Jahr ein Positionspapier herausgebracht, in dem das VerhĂ€ltnis zur röm.-kath. Kirche und zu ihren einzelnen Lehren beschrieben wird. Darin Ă€ußern sich die Spanier auch zur AnnĂ€herung zwischen weltweiter Allianz (WEA) und röm.-kath. Kirche: „Die Spanische Ev. Allianz jedoch beobachtet diese AnnĂ€herung mit wachsender Besorgnis, und es ist unser Eindruck, dass andere nationale Allianzen diese Sorge teilen könnten. In diesem kurzen Positionspapier möchten wir knapp entfalten, weshalb wir die Strategie der WEA nicht unterstĂŒtzen können, soweit dies unsere Beziehung zur röm.-kath. Kirche betrifft.“
   Zur Bibelfrage nehmen die spanischen Allianzler so Stellung: „Wir können die Anschauung nicht akzeptieren, dass die letzt-gĂŒltige AutoritĂ€t zur Bibelauslegung beim offiziellen Lehramt der röm.-kath. Kirche liegt.“ In Bezug auf die Rechtfertigung allein aus Glauben Ă€ußern sich die Spanier so: „Die Entscheidung des Konzils von Trient können wir nicht akzeptieren, insbesondere nicht den 9. Kanon, welcher ausdrĂŒcklich die Lehre von der Rechtfertigung allein aus Glauben verdammt. Die BeschlĂŒsse dieses Konzils – sie sind innerhalb der röm.-kath. Kirche weiterhin gĂŒltig – sind fĂŒr uns ein zentrales Hindernis, um schon den Gedanken in ErwĂ€gung zu ziehen, dass die röm.-kath. Kirche in geistlichen Angelegenheiten ein geeigneter Partner sein könnte.“
   Unter dem Punkt „Politische GrĂŒnde“ prĂ€sentiert das Positionspapier folgende Information: „Es ist uns nicht möglich, die Tatsache zu ignorieren, dass Papst Franziskus seine Sympathie nicht nur gegenĂŒber Protestanten, sondern auch gegenĂŒber Muslimen, Buddhisten, Juden und anderen großen Weltreligionen ausgedrĂŒckt hat. Einige seiner Verlautbarungen in diesem Zusammenhang sind sehr verwunderlich und fĂŒr uns als Evangelikale völlig inakzeptabel.“
   Dann fĂŒhren die spanischen Allianzler, die wohl wie kaum andere Evangelikale im erzkatholischen Spanien mit dem Katholizismus konfrontiert sind, einen Punkt an, der bei Evangelikalen in anderen Weltregionen in dieser Klarheit nicht wahrgenommen wird: „Als Protestanten können wir unsere EinschĂ€tzung der röm.-kath. Kirche nicht auf die WechselfĂ€lle des jeweils regierenden Papstes grĂŒnden, sondern wir mĂŒssen uns auf die wahrnehmbaren und klaren VerĂ€nderungen stĂŒtzen, wie sie seitens der röm.-kath. Kirche in offiziellen Dokumenten – soweit es die Theologie und Praxis betrifft – ausgedrĂŒckt werden 
 Selbst gut gemeinte Worte des gegenwĂ€rtigen Papstes haben nicht zur Korrektur eines einzigen Dogmas gefĂŒhrt 
“
  Sowohl die Ausarbeitung von Pfarrer Reinhard Möller ĂŒber den Konsultationstext als auch das Positionspapier der Spanischen Allianz in deutscher Sprache können hier unten als PDF angesehen oder heruntergeladen werden.

       TOPIC  Nr. 11/2017

Pfarrer Reinhard Möller ĂŒber den Konsultationstext Positionspapier der Spanischen Allianz
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Digitale Medien zerstören kindliches Gehirn und entmĂŒndigen den Menschen

   Professor Dr. Dr. Gertraud Teuchert-Noodt leitete den Bereich Neuroanatomie/Humanbiologie an der UniversitĂ€t Bielefeld. Zu ihren speziellen Forschungsgebieten gehörten neuronale Netzwerke und die Entwicklung psycho-kognitiver Hirnfunktionen.
   In der neuesten Ausgabe (3/17) der Zeitschrift Umwelt, Medizin, Gesellschaft berichtet die Hirnforscherin in einem Interview ĂŒber die Gefahren digitaler Medien besonders in Bezug auf Kinder und Jugendliche. Das Fazit der AusfĂŒhrungen der Forscherin wirkt schockierend: Kinder und Jugendliche sollten digitale Medien möglichst gar nicht nutzen, denn die Folgen seien fĂŒr die Ausbildung des jungen Gehirns verheerend.
   Digitale Medien (z. B. das Smartphone) sorgten bei Kindern dafĂŒr, dass eine Notreifung der Nervennetze im Gehirn stattfĂ€nde. Diese Notreifung mindere die geistige LeistungsfĂ€higkeit und mache zudem sĂŒchtig. Teuchert-Noodt: „Am VernĂŒnftigsten ist es, wenn Eltern ihre Kinder dazu bringen können, ganz und gar auf jegliche Elektronik zu verzichten, und wenn digitale Medien aus Kitas und Grundschulen vollkommen verschwinden.“
   Ein wichtiger Grund sei, dass digitale Medien das so genannte limbische System im Gehirn des Kindes beeinflussen. Das limbische System ist eine Funktionseinheit des Gehirns, die Emotionen verarbeitet. Durch seine Beeinflussung werde ein Schaltkreis aktiviert, der wiederum in Bezug auf Sucht von entscheidender Bedeutung sei. Junge Menschen hĂ€tten aber noch keine Möglichkeit, Suchtverhalten zu kontrollieren. Nur vom Stirnhirn könne eine gewisse Kontrolle ausgeĂŒbt werden. Von ihm gehen u. a. das bewusste Denken, das Planen sowie die Umsetzung in ein Handeln aus. Gewisse FĂ€higkeiten im Stirnhirn seien nicht genetisch angelegt, sondern mĂŒssten langsam antrainiert werden. Die Hirnforscherin: „Jedes Menschenkind muss sein Stirnhirn – also Raum-Zeit-bezogene FĂ€higkeiten – entwickeln und stĂ€rken können. Das betrifft die Entwicklung und StĂ€rkung von Neugierde, Mut, Willen, Sozialverhalten, Entscheidungskraft und Antizipations-FĂ€higkeit (Antizipation = Vorwegnahme von etwas, das erst spĂ€ter kommt), was eine wichtige Vorleistung ist, um den nĂ€chsten Tag zu bestehen. Eine digitale Beschulung von Kindern verhindert automatisch die Reifung dieser notwendigen QualitĂ€ten 
 Psychische Destabilisierung in der Entwicklung, Ängste, AggressivitĂ€t und viele weitere Defizite werden sich verstĂ€rken, und davon können erfahrene Psychiaterinnen und Psychiater lĂ€ngst berichten. Wir stecken doch schon mittendrin im digitalen Lebensexperiment. Ohne die bestĂ€ndige raum-zeitliche Erdung des Stirnhirns gibt auch der erwachsene Medienfreak das Steuer ĂŒber sein Leben aus der Hand. Er kann nicht anders, als in eine erlernte Hilflosigkeit abzustĂŒrzen.“
   Folgt man den Forschungsergebnissen von Teuchert-Noodt und den sich daraus ergebenden Beurteilungen, so kann man zu folgendem ResĂŒmee kommen: Menschen, die mit digitalen Medien aufwachsen und sie als Erwachsene stĂ€ndig nutzen, lassen sich sowohl im eigenstĂ€ndigen Denken als auch im Handeln entmĂŒndigen: Man verliert die Oberhand ĂŒber Tun und Planen. Will man dieser Gefahr aus dem Weg gehen, gibt es nur eine wirklich wirksame Möglichkeit. Die Hirnforscherin formuliert das so: „VernĂŒnftig mit digitalen Medien umgehen verlangt dem Erwachsenen die eigentlich selbstverstĂ€ndliche Intelligenz ab, selbst-kontrolliert einen bewussten Umgang mit generell möglichst wenig Medieneinsatz im privaten Leben und Totalverzicht auf Medien in digital befriedeten Freizeiten zu pflegen.“

         TOPIC  Nr. 11/2017



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Rohstoffe: Wie der Traum vom Elektro-Auto platzen könnte

   Da guckten die Manager von Volkswagen etwas dumm aus der WĂ€sche. Um Elektro-VWs ĂŒberhaupt bauen zu können, suchten die VW-Ingenieure Lieferanten fĂŒr das Industriemetall Kobalt. Kobalt wird unbedingt gebraucht, um Batterien herstellen zu können. Keiner der Kobalt-Förderer ging jedoch auf die Kauf-Anfrage von VW ein. VW soll angeblich zu wenig fĂŒr einen langfristigen Liefervertrag geboten haben, meldet die Wirtschaftszeitung Financial Times.
   Ein weiterer Aspekt, der weltweit den Traum von einer schnellen EinfĂŒhrung von Elektro-Autos platzen lassen könnte, sieht bezogen auf VW so aus: In der Ausschreibung der Wolfsburger war die Bedarfsmenge von geschĂ€tzten 130.000 Tonnen Kobalt fĂŒr fĂŒnf Jahre genannt. Laut US-Geologiebehörde sind 2016 aber weltweit nur 123.000 Tonnen gefördert worden. Fazit: Wenn Europa und der Rest der reicheren Welt auf Elektro-MobilitĂ€t umsteigen möchten, benötigen die Automobil-Hersteller Unmengen an bestimmten Rohstoffen, die derzeit nicht gefördert werden können. Das ist auch bei Lithium so – einem weiteren Rohstoff, der fĂŒr Batterien benötigt wird.
   Bisher gibt es drei große FörderlĂ€nder fĂŒr das Leichtmetall: Australien, Chile und Argentinien. Dieses LĂ€nderkleeblatt kann nicht nur 90 Prozent des Weltbedarfes abdecken, sondern macht auch ein anderes Problem recht deutlich: Die benötigten Rohstoffe fĂŒr Batterien, aber auch elektronische GerĂ€te wie etwa Smartphones, kommen aus ganz wenigen LĂ€ndern der Erde. Bei einem anderen Rohstoff, wie den Seltenen Erden, sind es gar nur ein paar private Minen, die sie fördern und anbieten. Und was ist, wenn die Förderer der begehrten Metalle ausfallen? Ausfallen durch Naturkatastrophen, innenpolitische Unruhen oder Kriege?
   Die Demokratische Republik Kongo ist fĂŒr Kobalt einer der zentralen Hauptlieferanten fĂŒr die gesamte Weltbevölkerung. Das silberfarbene Metall wird unter zum Teil menschenunwĂŒrdigen Bedingungen aus 50 Metern Tiefe geborgen. Nicht wenige Minen sind illegal, was Kriminelle auf den Plan ruft. Besonders im Ost-Kongo herrschen diesbezĂŒglich verheerende ZustĂ€nde. Bewaffnete MilizionĂ€re erpressen Steuern und schĂ€nden Frauen.
   Die begehrten Rohstoffe fĂŒr die Elektro-MobilitĂ€t sind laut einigen Studien weltweit in ausreichenden Mengen fĂŒr viele Jahre in der Erde vorhanden. Erst jĂŒngst hat man im SĂŒdwesten Boliviens ein gigantisches Vorkommen an Lithium entdeckt. Auch in Nordkorea sollen sich sehr große Vorkommen an Seltenen Erden befinden. Allein sie mĂŒssten in großem Stil gefördert werden, um die Batterien fĂŒr Millionen von Elektro-Autos betriebsbereit zu machen. Doch von einer schnellen Förderung und halbwegs gesicherten Lieferbedingen ist man noch sehr weit entfernt.
   Nicht berĂŒcksichtigt dabei ist auch noch, dass der Rohstoffhunger bei den IndustrielĂ€ndern zu Auseinandersetzungen bis hin zum Krieg fĂŒhren könnte. Unter diesem Aspekt sollte man auch den Konflikt zwischen den USA und Nordkorea betrachten. Schon zu oft haben Amerikaner große illegale Kriege begonnen, um danach die unter Feuer genommenen Gebiete auszuplĂŒndern.

         TOPIC  Nr. 11/2017



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