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Sonnenuntergang1

 

Hier ein paar AuszĂŒge der Themen einiger Monatszeitschriften von 2019.  

Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
bedĂŒrfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages:
TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,



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z.B. 39. Jahrgang - Nr. 1 Januar 2019

Die Themen: Neues Buch demaskiert Johannes Hartl. - Entsetzen ĂŒber Forum Wiedenest. - Idea am Pranger. - Johannes Vogel auf US-Prophetie-Konferenz. - Sodom und Gomorra gefunden? - Islam und Christentum nĂ€hern sich an. - Maleachi-Kreis neu aufgestellt. - Ümit und die „Koran-Bibel“. - Russland und China testen HAARP-Technologie. - HintergrĂŒnde zur ErderwĂ€rmung. - Trump und der islamische Mahdi. - Hisbollah grĂ€bt Tunnel nach Israel. - Handys verĂ€ndern kindliche Gehirne. - Österreich: EntmĂŒndigung von Eltern. - AKK als ĂŒberzeugte Katholikin. - Die „Generation Z“.

Brandneues Buch demaskiert Hartl

   Er ist momentan der beliebteste Redner der deutschen Evangelikalen: der konservative Katholik Dr. Johannes Hartl. Ohne Zweifel, der Mann weiß sich zu vermarkten: topmodisch gestylt, perfekte BĂŒhnenshow, evangelikaler Wortschatz und konsequentes Vermeiden negativer Aussagen. Auf den großen BĂŒhnen der Evangelikalen war und ist er zu Hause. So trat er beim Willow-Creek-Leitungskongress in Hannover (2016) auf, sprach auf dem MĂ€nnertag des Forums Wiedenest (2016) und dem SPRING-Festival in Willingen (2018), das die Deutsche Ev. Allianz verantwortet. Selbst auf die Vorschlagsliste der Redner fĂŒr eine Tagung der Konferenz Bibeltreuer AusbildungsstĂ€tten (KBA) schaffte es Hartl.
   In seinem ganz aktuell erschienenen Buch „War die Reformation ein Irrtum? – Evangelikale und die katholische Kirche heute“ analysiert der Dozent der Bibelschule Brake und Vorsitzende des Bibelbundes, Michael Kotsch, die Faszination, die von Hartl ausgeht, und belegt, wie katholisch der Mann ist.
   Hartl arbeitet geschickt und fleißig an der katholischen Neuevangelisierung Europas. Dieses Fach unterrichtet der Augsburger ĂŒbrigens an der katholischen Phil.-Theol. Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz im Bezirk Baden bei Wien. Bekannt geworden ist Hartl jedoch durch das Gebetshaus in Augsburg und seine MEHR-Konferenzen. Zu der letzten reisten rund 11.000 Besucher an – davon etwa die HĂ€lfte Protestanten. Wie Hartl 2018 erklĂ€rte, will er jetzt einen Schritt weitergehen und Großveranstaltungen in Stadien realisieren sowie eine eigene Fernsehsendung auf die Beine stellen.
   Doch weshalb kann der studierte Germanist gerade so viele Evangelikale in seinen Bann ziehen? Laut Kotsch ĂŒbernimmt Hartl geschickt evangelikale Formen und Formulierungen; dazu prĂ€sentiert er ein Glaubenszeugnis, das viele Evangelikale ĂŒberzeugt.
   Er bekennt sich zur Treue in der Ehe, zur Ablehnung von HomosexualitĂ€t, Abtreibung, Rassismus und Bibelkritik. Wenn Hartl von der „Jesus-Ökumene“ spricht, so glauben viele Evangelikale, dass er damit meint, nur Jesus Christus sei „der (einzige) Weg, die Wahrheit und das Leben“. Eine Bekehrung zu Jesus Christus reiche, um in den Himmel zu kommen. Doch genau das glaubt Hartl nicht.
   Kotsch schreibt (und liefert in einem „Verzeichnis der Anmerkungen“ die Quellen dazu): „Nach Johannes Hartl ist die Auffassung evangelikaler Christen falsch und unbiblisch, dass das Christsein auf einer Bekehrung und der persönlichen Beziehung zu Jesus Christus beruht. Christsein ist fĂŒr Hartl ganz wesentlich die Eingliederung des Menschen in die (römisch-katholische) Kirche. Zur Kirche, wie Gott sie wolle, gehöre die AusĂŒbung der sieben Sakramente.“
   Auch die Grundlagen des evangelischen Glaubens – die vier Soli: allein die Schrift, allein durch Gnade, allein durch Glaube, allein Christus – lehnt der ĂŒberzeugte Katholik strikt ab. Er schreibt: „Die reformatorischen Soli sind in ihrem absoluten Anspruch abzulehnen 
 Wertet man die vier Soli der Reformation als dogmatische LehrsĂ€tze und unterstreicht ihren Absolutheitsanspruch, werden sie fĂŒr Katholiken schnell untragbar 
 Katholische Theologen erkennen in den Soli eine ĂŒberzogene EngfĂŒhrung. Es sind eben doch auch noch Werke, durch die der Mensch mit der Gnade Gottes kooperiert. Es ist eben auch die Tradition, die mir die Schrift erst vermittelt.“
   Solche Formulierungen beweisen, dass Hartl theologisch „schwarz“ ist bis auf die Knochen. FĂŒr Hartl ist die Bibel zwar die Grundlage des christlichen Glaubens, aber nur, wenn sie von Vertretern der katholischen Kirche richtig interpretiert wird. Deshalb schreibt er: „Die Offenbarung ist zwar mit ihm [Jesus] abgeschlossen, aber sie ist noch nicht voll entfaltet.“ RegelmĂ€ĂŸig zitiert Hartl deshalb Aussagen von Konzilien und PĂ€psten, die das Wort Gottes „entfalten“ sollen. Wie sehr katholisch Hartl ist, zeigt auch sein flammendes PlĂ€doyer fĂŒr die SĂŒndlosigkeit der irdischen Mutter Jesu. Auf Hartls Facebook-Seite war zu lesen, dass darĂŒber zwar nichts in der Bibel stĂŒnde, aber der Heilige Geist habe der katholischen Kirche gezeigt, dass es so sei.
   Nach EinschĂ€tzung von Kotsch fallen deshalb so viele Evangelikale auf die sĂŒĂŸen Worte Hartls herein, weil sie sich von theologischen Themen verabschiedet und einem gefĂŒhlsbetonten Glauben zugewandt haben. Hier hake Hartl geschickt ein und prĂ€sentiere u. a. eine Mixtur aus Charismatik und katholischer Mystik, die viele „ausgetrocknete Seelen“ begierig aufsaugten. Außerdem hĂ€tten laut Kotsch „große evangelikale Verlage wie SCM HĂ€nssler beschlossen, keine kritische Literatur ĂŒber die katholische Kirche mehr zu veröffentlichen.“ Ein solcher Umstand nĂŒtzt natĂŒrlich den Agenten der kath. Neuevangelisierung – zuvörderst Hartl.
   Kotsch schreibt dazu: „Wer auf kluge Art und Weise Evangelikale fĂŒr die katholische Kirche gewinnen will, wird das heute nicht konfrontativ machen, weil dieses Vorgehen in den vergangenen Jahren nur bescheidene Erfolge gehabt hatte. Folglich wird man, so wie Johannes Hartl es macht, die Gemeinsamkeiten betonen und dann immer wieder katholische Ideen einstreuen, ohne diese besonders zu kennzeichnen.“ Genau diese Vorgehensweise lobt z. B. der Salzburger kath. Bischof Andreas Laun an Hartl. Er vermittele auf „subtile“, also ausgeklĂŒgelte Art, „katholische Inhalte“. Laun bewertet die Reformation als eine schlimme Episode der Kirchengeschichte, so wie Hartl es auch tut.
   „War die Reformation ein Irrtum? - Evangelikale und die katholische Kirche heute“, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, Taschenbuch, 176 Seiten, 7,90 Euro; Bestell-Telefon 02771-83020., E-Mail: bestellung@ cb-buchshop.de

       TOPIC  Nr. 01/2019



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Hartl reingewaschen: Verwunderung und Entsetzen ĂŒber Forum Wiedenest

   Aufgrund der Berichterstattung in unserer Oktober-Ausgabe scheint das Forum Wiedenest, ein Werk, das mit Baptisten und BrĂŒdergemeinden zusammenarbeitet, unter Druck geraten zu sein. Wir hatten darĂŒber berichtet, dass zu den MĂ€nnertagen 2016 und 2018 umstrittene Redner eingeladen wurden – darunter der Katholik Dr. Johannes Hartl.
   Nun veröffentlichte das Forum Wiedenest ein Statement, warum man den eingefleischten Katholiken sprechen ließ. Überzeugt hat die Wiedenester z. B. ein Video im Internet, in dem Hartl erklĂ€rt, er sei allein durch den Glauben an Jesus gerettet. Weitere Kriterien, die dazu beitrugen, Hartl einzuladen, beschreiben die Wiedenester so: „1. Gottes Wort, die Bibel, muss fĂŒr ihn (den Redner) letzte AutoritĂ€t sein. 2. Jesus Christus, wie ihn die Bibel bezeugt, muss fĂŒr ihn die Mitte von allem sein, auch von seinem persönlichen Leben. 3. Der Heilige Geist muss sein Herz fĂŒr Gott und Menschen, fĂŒr Mission und Liebe schlagen lassen.“
   Abschließend heißt es dann im Statement: „Wenn wir diese drei Merkmale entdecken, dann können wir mit Meinungsverschiedenheiten in anderen Bereichen leben, solange nicht aktiv fĂŒr irgendwelche Sonderlehren geworben wird.“ Laut „Wiedenest“ habe Hartl beim MĂ€nnertag 2016 nicht fĂŒr die kath. Kirche geworben.
   Ev. Theologen, denen TOPIC im Rahmen einer Umfrage das Statement zur Beurteilung vorlegte, waren verwundert bis entsetzt ĂŒber die theologische BlauĂ€ugigkeit Wiedenester Verantwortlicher. So schrieb jemand: „WĂ€re Hartl wirklich bibeltreu, so wĂŒrde man das an seinen FrĂŒchten erkennen.“ Wie diese FrĂŒchte aussehen können – eigentlich mĂŒssen –, schilderte eine kath. Leserin von TOPIC dem Herausgeber Ulrich Skambraks. Sie sei in einem kath. Dorf in Bayern zu einem klaren Glauben an Jesus Christus durchgedrungen. Danach habe ihr Gott ganz deutlich gemacht: „Du musst diese Babylon-Kirche verlassen!“ Das erkannten auch viele kath. Priester. Johannes Ramel beispielsweise war ĂŒber 20 Jahre kath. Pfarrer in Österreich, bis ihn das wahre Licht des Evangeliums durchdrang. Folge: Er verließ seine Kirche und warnt heute vor ihr.
   Die katholische Kirche prĂ€sentiert keine Sonderlehren, sondern ein System von Irrlehren. Darauf baut der gesamte katholische Glaube auf – und Hartl bekennt sich klar dazu und wirbt sogar dafĂŒr. Hartl glaubt auch nicht an einen „Jesus Christus, der in der Bibel bezeugt ist“. Sehr ausfĂŒhrlich schildert er in einer seiner Publikationen, dass er an einen eucharistischen Christus glaubt. Gleichzeitig warnt er davor, diesen katholischen Christus nicht zu ehren. Ein ev. Theologe aus der Umfrage dazu: „Der katholische Jesus muss bei der Wandlung der Eucharistiefeier vom Thron Gottes in die Hostie. Der biblische Jesus hat ein einziges Opfer gebracht, sitzt nun fĂŒr immer zur Rechten Gottes. Hartl hat schlicht und einfach einen anderen Jesus.“
   Es war letztlich dieser andere Jesus mit seinem Instrumentarium von Dogmen und Irrlehren, der die
Schergen der kath. Kirche anstachelte, protestantische Christus-GlĂ€ubige der Vergangenheit abzuschlachten. Was wĂŒrden diese MĂ€rtyrer heute zum Papier aus Wiedenest sagen? Hartl ist ein glĂŒhender Verfechter derselben antibiblischen Lehren, die damals die MĂ€rtyrer auf die Scheiterhaufen brachten.

         TOPIC  Nr. 01/2019



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Taut das Eis zwischen islamischer und christlicher Welt? 

   Es war die erste Seligsprechung der kath. Kirche in einem fast komplett islamischen Land. Anfang Dezember 2018 sprach Kardinal Angelo Becciu 19 katholische MĂ€rtyrer in Algerien selig. Dies bedeutet nach katholischer Lehre, dass sie nun verehrt werden dĂŒrfen. Das Besondere an dieser Seligsprechung war die Tatsache, dass ein Teil der Feierlichkeiten in der neuen Moschee in Algeriens KĂŒstenstadt Oran stattfand. Die eigentliche Zeremonie der Seligsprechung wurde dann im „Heiligtum Unserer lieben Frau“ durchgefĂŒhrt, woran auch etliche prominente Muslime teilnahmen.
   Dieser Vorgang in Algerien kommt schon einer kleinen interreligiösen Sensation gleich. Doch weitere könnten in KĂŒrze folgen. Anfang Februar wird Papst Franziskus auf Einladung von Kronprinz Muhammad bin Zayid Al Nahyan und der katholischen Ostkirche Abu Dhabi besuchen. Staatsreligion in Abu Dhabi ist der Islam mit grĂ¶ĂŸtenteils sunnitischer PrĂ€gung. Franziskus wird in dem Land der Vereinigten Arabischen Emirate an einem interreligiösen Friedenstreffen teilnehmen. Eine weitere Sensation deutet sich im sunnitischen Saudi-Arabien an. In diesem streng muslimischen Land, das fĂŒr christliche OberhĂ€upter bisher völlig verschlossen war, wird in KĂŒrze Tawadros II., der Papst der von Muslimen bedrĂ€ngten Kopten in Ägypten, erwartet. Eingeladen hat ihn das Königshaus von Saudi-Arabien.
   Auch das geistliche Zentrum des sunnitischen Islams, die Al Azhar-UniversitĂ€t in Kairo, hat wieder den Dialog mit dem Vatikan aufgenommen. Er wurde in Kairo „auf Eis gelegt“, nachdem Papst Benedikt XVI. nach AnschlĂ€gen auf koptische Christen einen besseren Schutz der Christen in Ägypten gefordert hatte.

           TOPIC  Nr. 01/2019



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Russland und China testeten HAARPTechnik: Was steht der Welt bevor? 

   Was Mitte letzten Jahres geschah, ist mehr als ungewöhnlich. Das behauptet jedenfalls Prof. Guo Lixin, Dekan der „FakultĂ€t fĂŒr Physik und Optoelektronik“ der UniversitĂ€t fĂŒr Elektrotechnik und Elektronikim zentral-chinesischen Xi‘. Ungewöhnlich sei, wer sich da zusammengetan habe. Russland und China fĂŒhrten nĂ€mlich gemeinsam Experimente in der IonosphĂ€re durch. Mindestens fĂŒnf Experimente erfolgten im Juni 2018. DarĂŒber berichteten im Dezember 2018 ĂŒbereinstimmend das US-Nachrichtenmagazin Newsweekund die Zeitung South China Morning Post, Hongkongs grĂ¶ĂŸte englischsprachige Tageszeitung. Wissenschaftlich wurden dann die Ergebnisse der Experimente im chinesischen Fachmagazin Earth und Planetary Physics dargestellt. Laut Newsweek wurden die Experimente ĂŒber Europa durchgefĂŒhrt und sollen einen militĂ€rischen Hintergrund gehabt haben.
   TOPIC berichtete erstmals im Mai 1999 ĂŒber ein Projekt namens HAARP in Alaska. HAARP ist die AbkĂŒrzung fĂŒr „Aktives Hochfrequenz-Projekt zur Erforschung der Aurora-Nordlichter in Alaska“. Worum geht es bei HAARP? Könnte man das Sperrgebiet in Alaska besichtigen, so gĂ€be es dort nicht viel zu sehen: einen Antennenwald von 360 Antennen und ein paar GebĂ€ude. Mit dieser Antennenanlage versuchen Wissenschaftler, Radiowellen zu erzeugen, die stark gebĂŒndelt zur  IonosphĂ€re geschickt werden. Die IonosphĂ€re ist die AtmosphĂ€renschicht, die in 60 bis 1000 Kilometern Höhe die Erdkugel einhĂŒllt. Es ist eine dĂŒnne Luftschicht, deren Luftteilchen elektrisch aufgeladen sind.
   Diese IonosphĂ€re schĂŒtzt die Erde vor dem tödlichen Strahlungsspektrum der Sonne. Der unsichtbare Schutzschild hat aber noch andere wichtige Aspekte. Er reflektiert beispielsweise Funksignale und lenkt diese von Sendern zu EmpfĂ€ngern. Wird die IonosphĂ€re nun kĂŒnstlich verĂ€ndert, zum Beispiel durch eine enorm hohe abgestrahlte Hochfrequenz-Energiemenge aus den HAARP-Antennen, dann passiert Folgendes: Was als Hochfrequenz „aufgestiegen“ ist, „landet“ ĂŒber einen VerĂ€nderungsprozess in der IonosphĂ€re auf dem Globus als extreme Niedrigfrequenz in einem Bereich von 0,001 Hz bis 40 kHz. Diese Niedrigfrequenz-Wellen, auch als ELF-Wellen bezeichnet, dringen unerbittlich in alles ein: in lebende Zellen, in Wasser, in die Erde usw. Und genau an dieser Stelle schlĂ€gt das Herz mancher Wissenschaftler, Politiker und MilitĂ€rs höher. Mit den Niedrigfrequenz-Wellen ist man nun in der Lage, u. a. die Erde zu „durchleuchten“. Ob Bunker, Tunnel, unterirdische Nuklearanlagen oder jegliche Form von BodenschĂ€tzen – HAARP könnte sie aufspĂŒren. Aber HAARP soll noch viel mehr können. FĂŒr MilitĂ€rs interessant ist die Möglichkeit, eine hocheffektive Abschirmung von herannahenden Raketen oder anderen ballistischen Flugkörpern aufzubauen. Auch Verbindungen zu Satelliten ließen sich damit stören.
   Das HAARP-Projekt war bis 2014 ein militĂ€risches Geheimprojekt der Amerikaner und wurde dann 2015 zu weiteren Forschungszwecken der University of Alaska ĂŒbergeben. Doch eine solche HAARP-Anlage gibt es nicht nur in Alaska. Die Russen haben die HAARPTechnologie, die EuropĂ€er auch, die Australier ebenfalls und China ist gerade dabei, eine stĂ€rkere Anlage als die in Alaska aufzubauen. Tatsache ist: verschiedene Nationen experimentieren mit der IonosphĂ€re. Und dort gibt es noch einen Aspekt, der auch berĂŒcksichtigt werden muss.
   Am 11. August 1987 erhielt der Physiker Dr. Bernhard J. Eastlund in den USA das Patent Nr. 4.686.605. Am 6. September 1987 berichtete das National Public Radio, ein Netzwerk von freien Radiosendern in den USA: „Dr. Eastlund erklĂ€rte, dass seine neue Erfindung dazu benutzt werden kann, das Wetter durch die Umleitung von in sehr großen Höhen wehenden Winden zu verĂ€ndern 
 Die Erfindung benutzt eine erdbasierende Energiequelle, um elektromagnetische Radiowellen zu erzeugen und diese hoch oben in der AtmosphĂ€re zu konzentrieren. Dr. Eastlund sagte, dass die Erfindung den Jetstream steuern könne 
“
   Der Jetstream setzt sich aus Starkwind-BĂ€ndern in einer Höhe von 15 bis 30 Kilometern ĂŒber der Erde zusammen. Diese Starkwind-BĂ€nder transportieren eine Unmenge an Wasser rund um den Erdball. Laut dem Patent-Text 4.686.605 kann die Erfindung von Dr. Eastlund große Regionen der oberen AtmosphĂ€re in eine unerwartet große Höhe anheben. Dadurch sei eine Wetter-Beeinflussung möglich. Fakt ist: Die Forschungsergebnisse Eastlunds machten HAARP erst möglich – und sie können das Wetter verĂ€ndern.
   Laut der US-Wetter- und Ozeanbehörde NOAAwurden im Juli 2018 rund um den Globus 118 Hitzerekorde erreicht und gebrochen. Laut Klimaforschern sei dafĂŒr fast ganz alleine der Jetstream verantwortlich. Er habe sich auf ungewöhnliche Weise verĂ€ndert, sodass Hoch- und Tiefdruckgebiete fĂŒr abnormal lange Zeit an einer Stelle verharren, weil der Jetstream sie nicht weiterbefördere. Klimaforscher machen fĂŒr diesen Umstand die aufgeheizte ErdatmosphĂ€re verantwortlich. Doch so ganz genau wissen sie es auch nicht, und ihre Prognosen werden durch Entwicklungen ĂŒber den Haufen geworfen (s. nĂ€chster Artikel).
   Das Zusammentreffen der IonosphĂ€ren-Experimente der Russen und Chinesen mit dem spektakulĂ€r langen und heißen Sommer gibt Anlass, ĂŒber andere ZusammenhĂ€nge nachzudenken als denen aus den Verlautbarungen der Klimaforscher.
   Gleichwohl werden die IonosphĂ€ren-Experimente nicht den Hauptgrund gehabt haben, das Wetter extrem zu verĂ€ndern. Es ist eher daran zu denken, dass die beiden SupermĂ€chte mit einem großen Krieg rechnen, bei dem es entscheidend sein könnte, den Gegner auch mittels der IonosphĂ€re anzugreifen bzw. abzuwehren.
   Zwei Szenarien sind denkbar: Zum einen ein großer Nahost-Krieg, in dem es um den Iran geht (s. Artikel auf dieser Seite). Russland und China sind Freunde des Iran und werden einen US-Angriff aus dem Westen, vor allem von US-StĂŒtzpunkten in Europa, abblocken wollen. Allerdings geht es auch noch eine Nummer grĂ¶ĂŸer.
   In seiner 1. Titelgeschichte in diesem Jahr schildert Der Spiegel ausfĂŒhrlich, dass ein kriegerischer Konflikt zwischen den USA und China drohe. Chinas Staatschef Xi wies beispielsweise im letzten Jahr das SĂŒdkommando seiner StreitkrĂ€fte an, sich darauf vorzubereiten, „einen Krieg zu fĂŒhren.“ In einer Rede Anfang Oktober 2018 verurteilte US-VizeprĂ€sident Mike Pence China so scharf, dass man die Wortwahl nur als AnkĂŒndigung eines Kalten Krieges deuten kann. Die Chinesen sehen sich tatsĂ€chlich massiv bedroht. In der chinesischen Staatspresse hieß es, die Trump-Regierung wĂŒrde Peking „ein Messer an den Hals halten“.

           TOPIC  Nr. 01/2019



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Bereitet Donald Trump dem islamischen Mahdi den Weg? 

   Schock fĂŒr Israel vor Weihnachten 2018: Völlig ĂŒberraschend kĂŒndigt US-PrĂ€sident Donald Trump an, alle US-Truppen aus Syrien abzuziehen. Es sind zwar nur 2.000 US-Soldaten in Syrien stationiert, doch sie sind von strategischer Bedeutung fĂŒr Israel. Sie sicherten nĂ€mlich die GrenzĂŒbergĂ€nge von Syrien zum Irak und verhinderten dadurch, dass der Iran die Kontrolle ĂŒber dieses Gebiet gewinnen konnte. Sind die Amerikaner abgezogen, könnte der Iran einen durchgehenden Landkorridor von Teheran bis zum Mittelmeer einrichten und kontrollieren. Genau das wollte Israels Premier Netanjahu um jeden Preis verhindern. Deshalb, so hieß es in israelischen Medien, sei Netanjahu „enorm enttĂ€uscht“ ob der Entscheidung Trumps.
   Sind die Amerikaner weg, so wird die Gefahr eines Krieges an der Nordgrenze zu Israel enorm zunehmen. War aufgrund des Syrienkrieges und durch Operationen Israels die Front iranischer Boden-Boden-Raketen fast völlig dahingeschmolzen, so wird der Iran jetzt seine militĂ€rische PrĂ€senz in Syrien, auch mit neuen Raketen, problemlos ausbauen können.
   Die Entscheidung Trumps, seine Soldaten aus Syrien abzuziehen, wurde mit großer Freude im Iran aufgenommen. Dabei hat möglicherweise auch eine religiöse Vorstellung im Schiitentum eine Rolle gespielt. Schiitische Muslime glauben an eine Mahdi-Prophezeiung. Sie besagt, dass der letzte direkte Nachkomme Mohammeds der Mahdi sei, der als Weltenretter alle Ungerechtigkeit auf diesem Globus beseitigen werde.
   Nun gibt es eine von mehreren Überlieferungs-Versionen ĂŒber den Auftritt dieses Mahdis, die direkt mit Syrien zu tun hat. Sie besagt: Kurz vor Erscheinen des letzten Mahdis wird es in Syrien einen schrecklichen BĂŒrgerkrieg geben. Eine andere Überlieferungs-Version spricht davon, dass sich KĂ€mpfer mit gelben Fahnen aus dem Westen kommend an diesem Syrien-Krieg beteiligen werden. Und exakt das ist geschehen. Hisbollah-KĂ€mpfer operieren schon seit Jahren auf syrischem Boden. Sie kommen aus dem Libanon, westlich von Syrien, und ihre Fahne ist gelb. Auch das passt aktuell in die Mahdi-Prophezeiungen.
   Mahdi hin, Mahdi her: Trumps Entscheidung, die US-Soldaten aus Syrien abzuziehen, erhöht enorm das Risiko eines großen Nahost-Krieges, der auch das Potential hat, zu einen Weltenbrand zu werden. Warum? FĂŒr WeltmĂ€chte wie Russland und China sind besonders Syrien und der Iran von geostrategischer Bedeutung. Sollte der Iran Israel von Norden aus angreifen, wĂŒrde Israel natĂŒrlich zurĂŒckschlagen – möglicherweise nuklear. Welche Entwicklung ein solches Szenario auslösen könnte, kann niemand vorhersehen. Aber: Der Iran hat jetzt alle Optionen, um einen Weltenbrand auszulösen, um damit dem Auftritt seines Mahdis nachzuhelfen.
  Mit Material aus „Nachrichten fĂŒr Israel“ Nr. 3/18

         TOPIC  Nr. 01/2019



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z.B. 39. Jahrgang - Nr. 2 Februar 2019

Die Themen: Schlimme Christenverfolgung. - „Nashville-ErklĂ€rung“ aktiviert Staatsanwalt. - CSU-Söder fĂŒr neues Familienleitbild. - Schauspieler dankt Satan fĂŒr Filmpreis. - Bulgarien bessert Religionsgesetz nach. - „Nones“ treiben Entkirchlichung voran. - Joyce Meyer ĂŒbt Selbstkritik. - Kardinal Marx und das Christliche Abendland. - Aufstand der Technologie-Verlierer. - Nutella und die Madonna von Lourdes. - Terrorakt 9/11 jetzt vor Gericht. - GesinnungsschnĂŒffelei in den Kitas. - USA: auch Gen-Forschungen zu Babys. - PalĂ€stinenser im politischen Abseits. - Gigantisches „China-HAARP“ am Start. - Eine andere Sicht auf den BREXIT



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Christenverfolgung alarmierend: Doch ist das nicht normal? 

   In vielen LĂ€ndern ist die Lage verfolgter Christen und anderer Minderheiten alarmierend.  Zunehmend bedrohen totalitĂ€re Herrschaftssysteme, religiöser Nationalismus und ein sich ausbreitender Islamismus die Religionsfreiheit. Die wachsende Verbreitung digitaler GerĂ€te macht es Regierungen leicht, Menschen durch elektronische Chips oder Gesichtserkennung und Ă€hnliche Software aufzuspĂŒren, zu kategorisieren und zu ĂŒberwachen. So installiere beispielsweise China in Kirchen Kameras, die nicht nur den Pastor filmten, sondern auch Gottesdienstbesucher.
   Zu diesem Ergebnis kommt das christliche Hilfswerk Open Doors in seinem aktuellen Weltverfolgungsindex (WVI). Im Berichtszeitraum (1. November 2017 bis 31. Oktober 2018) seien 4.136 Christen aufgrund ihres Glaubens getötet worden, im Jahr zuvor waren es noch 2.782. Weltweit sind laut Open Doors mehr als 200 Millionen Christen in den 50 im Index aufgefĂŒhrten LĂ€ndern einem hohen Maß an Verfolgung ausgesetzt. In diesen Staaten wohnen etwa fĂŒnf Milliarden Menschen, darunter 700 Millionen Christen.
   An erster Stelle steht zum 16. Mal in Folge das kommunistisch regierte Nordkorea. Auf den folgenden PlĂ€tzen des Index hat sich gegenĂŒber dem Vorjahr nur wenig verĂ€ndert: 2. Afghanistan (2018: Platz 2), 3. Somalia (3), 4. Libyen (7), 5. Pakistan (5), 6. Sudan (4), 7. Eritrea (6), 8. Jemen (9), 9. Iran (10) und 10. Indien (11). Indien steht erstmals unter den ersten zehn LĂ€ndern des Weltverfolgungsindex – 2014 stand es noch auf Platz 28. Die AggressivitĂ€t hinduistischer Organisationen habe in dem Land weiter zugenommen. Sie trĂ€ten mit dem Anspruch auf, Indien gehöre dem Hinduismus, und forderten, andere Religionen sollten in dem Land ausgelöscht werden.
   In China seien im Berichtszeitraum 1.131 Christen, und damit mehr als in jedem anderen Land, inhaftiert worden. Im Jahr zuvor seien es noch 134 gewesen. Staatschef Xi Jinping versuche, die stetig wachsenden christlichen Gemeinschaften zur absoluten LoyalitĂ€t zum Staat und zu der kommunistischen Partei zu zwingen. So mĂŒssten Pastoren die Nationalhymne vor dem Gottesdienst singen und die chinesische Flagge in der Kirche oberhalb des Kreuzes aufhĂ€ngen, so Open Doors.
   Nach TOPICvorliegenden Informationen scheint es jedoch so zu sein, dass Christen nicht in jeder Provinz Chinas extrem bedrĂ€ngt werden. Nach Auskunft von Wolfgang BĂŒhne, der regelmĂ€ĂŸig christliche Gemeinden in China besucht (s. TOPIC 12/2018), gehe der chinesische Staat vor allem gegen die Christen vor, die sich in irgendeiner Weise politisch betĂ€tigten. Wenn dies Engagement unterbleibe, wĂŒrden Christen oft in Ruhe gelassen.
   In keinem anderen Land der Erde starben im letzten Jahr so viele Christen wegen ihres Glaubens wie in Nigeria. Laut Open Doors wurden 3.731 GlĂ€ubige und damit mehr Christen um ihres Glaubens willen ermordet als in allen anderen LĂ€ndern zusammen. Auch bei Angriffen auf Kirchen (569) stehe das westafrikanische Land an erster Stelle. Experten, etwa die Nichtregierungsorganisation International Crisis Group, gingen davon aus, dass durch die Angriffe der (muslimischen) Fulani-Viehhirten auf zumeist christliche Siedler mehr Menschen getötet wurden als durch die islamische
Terrormiliz Boko Haram.
   Zum ersten Mal seit 2014 sind Marokko (Platz 35) und seit 2011 Russland (Platz 41) wieder auf dem Weltverfolgungsindex. In Russland gehe die Verfolgung hauptsĂ€chlich auf Muslime zurĂŒck. Im Kaukasus etwa kĂ€mpften islamische Milizen gegen das russische MilitĂ€r, um ein „muslimisches Emirat“ zu errichten. Im Nordkaukasus können Christen kein öffentliches Amt ĂŒbernehmen. Sechs russisch-orthodoxe Christen seien bei AnschlĂ€gen militanter Islamisten auf Kirchen in Dagestan und Tschetschenien getötet worden. Ferner begĂŒnstige die Regierung weiterhin die Russisch-Orthodoxe Kirche zulasten anderer christlicher Gruppen. In russischen Fernsehsendern und in den Printmedien gebe es eine andauernde Kampagne gegen Sekten und Evangelikale, die zusammen mit Satanisten und Scientologen kritisiert wĂŒrden.
   In Ägypten (Platz 16) hingegen sei die Entwicklung teilweise positiv: Ein Gesetz aus dem Jahr 2016 habe erstmals die Registrierung bis dahin illegaler KirchengebĂ€ude ermöglicht. Seitdem wurden 3.700 entsprechende AntrĂ€ge eingereicht und bis Oktober 2018 davon 340 (9 Prozent) genehmigt. Allerdings drohe der Islamische Staat im Sinai den Christen weiterhin mit ihrer Auslöschung. Andere islamistische Gruppen bombardierten Kirchen und ermordeten christliche Pilger.
   Mit ungewöhnlicher Aufmerksamkeit reagierten weltliche Medien auf die Veröffentlichung des neuen Weltverfolgungsindex von Open Doors. So titelte beispielsweise die Bild-Zeitung: „Weltweit werden immer mehr Christen ermordet“. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) ĂŒberschrieb einen Artikel: „Christenverfolgung nimmt weltweit zu“.
   Die Situation von verfolgten Christen mag erschĂŒttern, mag empören, sogar wĂŒtend machen. Doch sind die Verfolgungsleiden anno 2019 nicht völlig normal? Hat Jesus nicht selber genau die im 21. Kapitel des Lukas-Evangeliums fĂŒr seine Nachfolger vorausgesagt?
   Manfred MĂŒller ist Missionsleiter der ĂŒberkonfessionellen Hilfsorganisation Hilfsaktion MĂ€rtyrerkirche
(HMK) in Uhldingen-MĂŒhlhofen. In einem Beitrag fĂŒr „Stimme der MĂ€rtyrer SPEZIAL“ ist MĂŒller im Namen seines Vorstandes einmal der Frage nachgegangen: „Haben wir dieses Wissen um das von Jesus selbst angekĂŒndigte Verfolgungsleiden der Gemeinde noch?“
   Verfolgung sei doch schon immer der Begleiter der Weltmission gewesen: „WĂŒrden die Christen in den LĂ€ndern der MĂ€rtyrer den jeweiligen Mehrheitsbevölkerungen nicht von Jesus erzĂ€hlen, gebe es fĂŒr sie viel weniger Probleme. Aber sie können es ja nicht lassen, von dem zu reden, den sie als Herrn und Heiland kennengelernt haben.“ MĂŒller weiter: „Nicht die Christenverfolgung ist die grĂ¶ĂŸte Not, sondern die Verlorenheit der Menschen, die sich nicht an Jesus Christus orientieren.“ FĂŒr Jesus sei nicht die Verfolgung seiner Nachfolger die grĂ¶ĂŸte Gefahr gewesen, sondern deren Lauheit und die VerfĂŒhrung. Deshalb verweist der Missionsleiter der HMK auf einen „Weckruf der verfolgten  Gemeinde“, der hierzulande wenig bekannt sein dĂŒrfte, gleichwohl ĂŒberrascht, vielleicht schockiert:    â€žAber wussten Sie, dass verfolgte Christen fĂŒr uns beten? Weil aus ihrer Sicht die Not der VerfĂŒhrung und der faulen Kompromisse in der Gemeinde und die Gottlosigkeit in unserem Land viel schlimmer sind? Wussten Sie, dass verfolgte Christen dafĂŒr beten, dass es auch in Deutschland zu Verfolgung kommen möge, damit wir endlich wach werden und erkennen, was wirklich wichtig ist: Jesus allein. Weil nur er im Leben und Sterben tragen kann. Seine Zeugen sollen wir sein
– egal, was es kostet.“

         TOPIC  Nr. 02/2019



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Joyce Meyer ĂŒbt Selbstkritik, aber 
 

   Selbstkritik hat die weltweit bekannteste TV-Evangelistin, die US-Amerikanerin Joyce Meyer, in einem Video geĂŒbt. Ihre Vorstellung von Glaube und Wohlstand sei „aus der Balance“ geraten. Jedes Mal, wenn jemand ein Problem in seinem Leben hatte, habe sie gedacht, er hĂ€tte nicht genug geglaubt: „Wenn du krank warst, geschah das, weil du nicht genug Glauben hattest. Wenn dein Kind gestorben ist, geschah das, weil du nicht genug Glauben hattest. Nun, das ist nicht richtig“, so Meyer. Nirgendwo stehe in der Bibel, dass man als Christ nie Probleme habe. Egal, wie viel Glauben jemand habe, werde es zu Problemen im Leben kommen. Jesus Christus habe gelehrt, dass es in der Welt Drangsal gebe. Der Glaube sei eine Macht, aber kein Automatismus. Kritiker hatten Meyer in der Vergangenheit vorgeworfen, sie predige ein „Wohlstandsevangelium“.
   Nun bleibt abzuwarten, ob der Sinneswandel von Meyer sich auch in ihren neuen Publikationen und Predigten wiederfindet. Nicht nur das. Meyer ist (war?) eine Verfechterin der Wort-des-Glaubens-Bewegung. Wie sie sagte, hĂ€tten Bibel-Worte Macht. In ihrem Buch „Die geheimnisvolle Kraft - Gottes Wort auszusprechen“ stellt Meier eine „Methode“ vor, die sie so beschreibt: „In Römer 4,17 heißt es, dass Gott, der die Toten lebendig macht, das Nicht-Seiende ins Dasein ruft. Ich begann dasselbe zu tun. Ich rief die Dinge, die in meinem Leben noch nicht existierten, ins Dasein, indem ich Gottes Wort bekannte.“ Auf vielen Seiten ihres Buches stellt die geschiedene und wiederverheiratete Evangelistin Bibelverse vor, die man laut aussprechen solle, um beispielsweise die „Gunst Gottes“ zu erlangen. Bei dieser Methode bleibt die beklemmende Frage zurĂŒck: Wird hier Gottes Wort nicht wie ein Zauberbuch angewendet: Sprich ein Gotteswort aus und glaube, dann aktivierst Du – Du alleine – eine Schöpferkraft.
   Auch Meyers Jesus-Bild gibt Anlass zu fragen, ob die TV-Predigerin den biblischen Jesus je kennengelernt hat. Meyer machte Aussagen wie diese: „Ich will unbedingt Menschen helfen, das Leben zu genießen, denn dafĂŒr ist Jesus gestorben 
 Er starb auch, damit wir hier ein gutes Leben haben können 
 Ihr habt ein durch Blut bezahltes Recht, euch gut zu fĂŒhlen 
 Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass wir sĂŒndigen, wenn wir unser Leben nicht genießen.“ Damit man sein Leben ausgiebig genießen könne, habe man den Heiligen Geist als Helfer in allen Lebenslagen bekommen.
   Sollte die 75-jĂ€hrige Predigerin wirklich zu tieferen geistlichen Erkenntnissen, gar zu einer radikalen Umkehr in ihrem Glauben gekommen sein, dann mĂŒsste sie das zentrale und völlig unbiblische Motto ihrer TV-Sendungen „Das Leben genießen“ sofort absetzen. 

         TOPIC  Nr. 02/2019



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Nutella und die Madonna von Lourdes 

   Eltern, die kleinere Kinder haben, kennen die Produkte des SĂŒĂŸwarenkönigs nur zu gut: „Nutella“, „Milch-Schnitte“ oder „Kinder Überraschung“. Auch wer zu Einladungen oder Feierlichkeiten geht, hat die Erzeugnisse des Michele Ferrero oft dabei: „Raffaelo“, „Rocher“ oder „Mon ChĂ©ri“.
   AnlĂ€sslich des 50. Geburtstages von Nutella brachte das Handelsblatt (14.1.2019) einen Hintergrundbericht ĂŒber das italienische Unternehmen Ferrero, einen international tĂ€tigen SĂŒĂŸwarenhersteller. Das Unternehmen wurde 1946 von dem Konditor Pietro Ferrero in Alba (Italien) gegrĂŒndet. Sein Sohn Michele fĂŒhrte das Unternehmen dann an die Weltspitze der SĂŒĂŸwarenhersteller mit derzeit weltweit 25.000 Mitarbeitern.
   Michele Ferrero war ein strengglĂ€ubiger Katholik, der zu seinen Mitarbeitern einmal sagte: „Den Erfolg von Ferrero haben wir der Madonna von Lourdes zu verdanken. Ohne sie können wir kaum etwas ausrichten.“ RegelmĂ€ĂŸig pilgerte Ferrero mit seinen Top-Managern zum französische Ort Lourdes, in dem 1858 die „Gottesmutter“ in einem weißen Gewand erschienen sein soll. Zur Erinnerung an sie befindet sich in jedem der 20 Werke von Ferrero eine Madonnen-Statue. Als der italienische Hersteller 1982 die kugelförmige Nuss-Nougat-Waffel „Ferrero Rocher“ erfand, wurde sie nach dem Erscheinungsort der „Mutter Gottes“ an der Stelle „Rocher de Massabielle“ in Lourdes benannt. Doch wer ist eigentlich die Maria, die „Mutter Gottes“ der Katholiken?
   In ihrem Buch „Maria – Die unbekannten Seiten der ‚Mutter Gottes‘“ (nicht mehr lieferbar) untersuchte die gelernte Diplom-Bibliothekarin und Bibliotheksleiterin in öffentlichen Bibliotheken, Elvira Maria Slade, akribisch alle 900 bezeugten Marienerscheinungen. Die Aussagen der „Mutter Gottes“ verglich sie mit der Bibel, die auch von der Katholischen Kirche als authentisches Wort Gottes anerkannt wird. Bei ihren Untersuchungen entdeckte sie etwas, das bis dahin der Öffentlichkeit so nicht bekannt war: Seit den ersten Marienerscheinungen – wenige Jahre nach dem Leben Jesu – bis heute durchzieht alle Auftritte „Marias“ ein „logischer Aufbau vorausgeplanter Handlungen, bei denen Rollenspiel, KostĂŒm und Botschaft sorgfĂ€ltig aufeinander und auf das Publikum abgestimmt sind und das gleiche Ziel verfolgen ...“ Die Marien-Forscherin fand heraus, dass „Maria“ Schritt fĂŒr Schritt planvoll ihre Position als „FĂŒrsprecherin“, „Mittlerin“ „Miterlöserin“ bis hin zur „Retterin der Welt“ ausbaute.
   Auch die Inhalte der Mariendogmen stammen von ihr. Es sind praktisch Diktate des Marien-Phantoms aus dem Jenseits, die die PĂ€pste einfach zu kirchlichen GlaubenssĂ€tzen erhoben. Frau Slade schreibt: „Nach ÜberprĂŒfung der vorliegenden Marienerscheinungen muss demnach festgestellt werden: Da das Vorgehen der Erscheinungen planvoll verlĂ€uft, die ganze Welt umspannt und eindeutig eine Zielrichtung besitzt, handelt es sich bei den bibelfremden Botschaften um beabsichtigte IrrefĂŒhrungen durch antigöttliche Intelligenzen. Diese sind in der Heiligen Schrift als die ‚Gewalten, MĂ€chte und FĂŒrstentĂŒmer‘ der Hölle benannt, deren Ziel es ist – wenn möglich – auch die GlĂ€ubigen zu verfĂŒhren.“

           TOPIC  Nr. 02/2019



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Wie in der DDR: GesinnungsschnĂŒffelei und Umerziehung in Kitas 

   Sie schicken Ihre FĂŒnfjĂ€hrige in eine KindertagesstĂ€tte (Kita). Ihre Kleine sagt eines Morgens: „Mama, heute möchte ich mal das Kleidchen von Oma anziehen und ich will Zöpfe haben.“ Diesen Wunsch Ă€ußert Ihr Töchterchen nicht nur einmal, sondern öfters.
   Wenn Sie dem Wunsch Ihres Lieblings nachgeben, dann haben Sie unter UmstĂ€nden ein Problem – Sie werden verdĂ€chtigt. Wenn Sie dazu Ihr Kind vielleicht noch christlich erziehen – z. B. nach dem Leitsatz: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen!“ –, dann wird es fĂŒr Sie immer brenzliger, wenn das in der Kita rauskommt. Auch wenn Sie Ihre FĂŒnfjĂ€hrige mal dazu anhalten, einfache Hausarbeiten zu ĂŒbernehmen, dann könnten Sie in den Beobachtungsfokus der Kita geraten. Es droht Ihnen möglicherweise eine Vorladung vor die Kita-Leitung. Der Grund: Die Kita-Leitung nimmt – auch durch Befragen Ihres Kindes – an, dass Sie „rechtsradikal“, „völkisch“ oder „christlich-fundamentalistisch“ sein könnten und einen autoritĂ€ren „menschenfeindlichen“ Erziehungsstil zu Hause pflegen. Dasselbe gilt auch fĂŒr einen Jungen, der – weil vielleicht sein Vater Fußballer ist – gerne Fußball spielt und in einer Kindermannschaft trainiert und dadurch körperlich Ă€ußerst fit wirkt.
   Eltern, die heute ihre Kinder in Kitas schicken, mĂŒssen wissen: Dort hören die persönliche Freiheit Ihres Kindes und auch Ihre als Erziehungsberechtigte auf, wenn das umgesetzt wird, was die BroschĂŒre „Ene, mene, muh – und raus bist du!“ empfiehlt.
   Die 60-seitige BroschĂŒre wird vom Bundesfamilienministerium gefördert und ist mit einem Grußwort von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey (SPD) versehen. Ziel dieser BroschĂŒre ist die Umerziehung der SchwĂ€chsten der Gesellschaft nach den Denkmodellen der „PĂ€dagogik der Vielfalt“ und der „DemokratiepĂ€dagogik“. Gemeint damit ist, dass sĂ€mtliche Formen des Zusammenlebens, dazu die der sexuellen PrĂ€gung, voll akzeptiert werden mĂŒssen. Laut BroschĂŒre gebe es heute nicht mehr „die eine ‚Bilderbuchfamilie‘“, deshalb mĂŒssten Kinder schon sehr frĂŒh lernen, quasi mit der „Vielfalt“ – gemeint ist auch das Gender-Modell – gesellschaftlichen Zusammenlebens zurechtzukommen.
   Interessant ist nun, wen die BroschĂŒre als Feinde dieser Umerziehung im Kindergarten ausmacht: Rechtsradikale, AfD-AnhĂ€nger, sogenannte Völkische (gemeint sind ĂŒberzeugte „Bio-Deutsche“) und auch Religiös-Fundamentalistische. Nicht genannt werden Linksradikale, strenge Muslime oder andere Gruppen in der deutschen Gesellschaft.
   Welches Kind könnte nun aus einem „völkischen Elternhaus“ stammen? Dazu heißt es in der BroschĂŒre: Es können Kinder sein, die „gut spuren“. „Außerdem sind traditionelle Geschlechterrollen in den Erziehungsstilen erkennbar: Das MĂ€dchen trĂ€gt Kleider und Zöpfe, es wird zu Hause zu Haus- und Handarbeiten angeleitet, der Junge wird stark körperlich gefordert und gedrillt.“
   Richtig und wichtig ist, dass die BroschĂŒre darauf hinweist, dass Kita-Mitarbeiter aktiv werden mĂŒssen, wenn Verdachtsmomente in Bezug auf einen rechtsradikalen Hintergrund im Elternhaus entdeckt werden. Ein Junge aus einem solchen Elternhaus malt in der Kita z.B. Runen oder Hakenkreuze. Dann liegt Handlungsbedarf vor. Was ist in der Familie los? Sind die Eltern etwa ĂŒberzeugte Hitler-Verehrer? Kita-Verantwortliche mĂŒssten dann aber auch aktiv werden, wenn ein muslimischer Junge Gewaltsymbole, wie etwa eine explodierende Bombe, malt. Doch davon ist in der BroschĂŒre nirgendwo die Rede. Im Gegenteil: Die Autoren des Heftes möchten, dass auch im Rahmen der Kita der BefĂŒrchtung einer „Islamisierung des Abendlandes“ entgegengewirkt wird.
   Herausgeber der BroschĂŒre „Ene, mene, muh – und raus bist du!“ (kann im Internet angesehen und von dort ausgedruckt werden) ist die Amadeu-Antonio-Stiftung. Leiterin der Stiftung ist Anetta Kahane. Die 64-jĂ€hrige Journalistin ist die Tochter von Max Kahane, einem ĂŒberzeugten Kommunisten, der in der DDR krĂ€ftig Propaganda gegen den Westen machte. Tochter Anetta hat jahrelang als Spitzel fĂŒr die Staatssicherheit (Stasi) gearbeitet, behauptet aber heute, von dieser ihrer DDRVergangenheit gelĂ€utert zu sein.
   Offiziell engagiert sich die Amadeu-Antonio-Stiftung gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus und unterhĂ€lt eine Fachstelle fĂŒr Gender. Wer sich die AktivitĂ€ten der Stiftung und die Aussagen der Stiftungs-Vorsitzenden Kahane jedoch nĂ€her anschaue, so der Friedensforscher Rudolph Bauer, werde feststellen, dass die Kahane-AktivitĂ€ten auch versuchten, „demokratischen Widerstand zu vereiteln, Kritik zu entkrĂ€ften und lĂ€cherlich zu machen, die Diskussion und Förderung sozioökonomischer Alternativen zu verhindern“. FĂŒr Bauer gehört Kahane zu „Leuten, die an der Abschaffung der Demokratie mitwirken“.
   Schaut man sich die Publikationen der Amadeu-Antonio-Stiftung an, so kann man feststellen, dass sich die Stiftung auf allen Feldern (z. B. Gender-Ideologie) einmischt, die zu der viel beschworenen „freien und bunten Gesellschaft“ fĂŒhren sollen. Wer als Deutscher gerne wissen möchte, wie diese freie und bunte Gesellschaft am Ende aussehen soll, wer gar jetzt schon – aus welchen GrĂŒnden auch immer – mit „vielfaltsfeindlichen Einstellungen“ auffĂ€llt, gerĂ€t sofort ins Visier der neuen HexenjĂ€ger einer sogenannten vielfĂ€ltigen Gesellschaft. Er muss in Zukunft damit rechnen, dass es schnell ĂŒber ihn heißen könnte: „Ene, mene, muh – und raus bist du!“

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z.B. 39. Jahrgang - Nr. 3 MĂ€rz 2019

Die Themen: Der „ewige“ Antisemitismus. - FDP und AfD gegen Kirchensteuern. - USA: Missbrauchsskandal unter ganz Frommen. - Vorbereitungen fĂŒr eine Welteinheitsreligion? - Sterben klassische ev. Gemeinschaften aus? - „1000plus“ darf tausende Babys retten. - „Heukelbach“ veranstaltet Panorama-Tage. - Das Handeln der USA verstehen. - USA stufen EU diplomatisch einfach ab. - Pro Ehe: Gemeinde finanziert Hochzeiten. - „Homo“-Heilungen kontra Gender. - Schweiz: Christen kann GefĂ€ngnis drohen. - FlĂŒchtlingskrise ist nicht vorbei. - Israel: KĂ€ufer von Sex werden jetzt bestraft. - Modemarken und der Mord an Ungeborenen



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Antisemitismus: der Hass auf den Gott der Bibel

   „Der Antisemitismus breitet sich aus wie ein Gift“, sagte kĂŒrzlich Frankreichs Innenminister Christophe Castaner. Laut dem französischen Innenministerium hat sich die Zahl der antisemitischen Straftaten von 2017 auf 2018 um 74 Prozent erhöht – von 311 FĂ€llen auf 541. Auch in Deutschland wĂ€chst der Antisemitismus – besonders der gewalttĂ€tige. 2017 gab es 37 brutale Gewaltakte gegen Juden, 2018 waren es schon 62. Nach einer neuen Umfrage der EU-Agentur fĂŒr Grundrechte in zwölf EU-Staaten nehmen 36 Prozent der EU-BĂŒrger einen zunehmenden Antisemitismus wahr. Besonders im Internet werde Antisemitismus „lauter, unverhohlener und aggressiver“, sagte jĂŒngst die Antisemitismus-Beauftragte der Generalstaatsanwaltschaft in Berlin, Claudia Vanoni.
   Gerade unter Jugendlichen wird antisemitisches Denken zunehmen, da der Antisemitismus in der Rap-Szene eine neue Heimat gefunden hat. Der Rap ist ein schneller, rhythmischer Sprechgesang und entstammt der afro-amerikanischen Kultur. Wie der jĂŒdische Rapper Ben Salomo (41), geboren in Israel, aufgewachsen in Berlin, in einem Interview in der Bild-Zeitung sagte, habe er Anfang der 1990er Jahre in der Rap-Szene keinen Antisemitismus vorgefunden. Doch in den letzten 15 Jahren sei diese Musik-Szene von arabischen Clans unterwandert worden, und der Antisemitismus habe Einzug gehalten.
   Laut Salomo sei der Rapper Kollegah ein Vorbild fĂŒr viele junge Leute. Der deutsche Felix Blume, KĂŒnstlername „Kollegah“, ist mit 15 Jahren zum Islam ĂŒbergetreten. Immer wieder fĂ€llt er in seinen Texten durch gezielte TabubrĂŒche auf, wie Gewaltverherrlichung, Frauenverachtung, Sexismus, Homophobie, Antisemitismus und Diskriminierung von Minderheiten. Musiktitel von Kollegah wurden im Internet bisher an die 400 Millionen (!) Mal angehört (gestreamt). Derzeit gilt der Rapper als einer der meist gestreamten KĂŒnstler aller Zeiten in Deutschland. In einem Video zum Thema „Apokalypse“ setzte er das Judentum mit einem DĂ€mon gleich. Indirekt verhöhnt er in einem anderen Rap-Song ermordete Juden in Auschwitz.
   Juden, die als Kinder in Deutschland groß geworden sind, veröffentlichen derzeit BĂŒcher und Erfahrungsberichte im Internet, die zusammengefasst eine Aussage ergeben: Die Schonzeit fĂŒr Juden in Deutschland ist vorbei. So beschreibt der ehemalige Mediensprecher der israelischen Armee, Arye Sharuz Shalicar, in seinem Buch „Der neu-deutsche Antisemit“, wie schlimm seine Kindheit unter muslimischen Migranten in Berlin gewesen sei. Der jĂŒdischen Internet-Publizistin (Bloggerin) Juna Grossmann wurde so gedroht: „Wir werden dich finden. Dann wirst du’s merken und wirst dir Hitler zurĂŒckwĂŒnschen.“ Nach einem Bericht der Basler Zeitung (03.01.2019) kĂ€me der Judenhass aus allen Ecken der Welt.
   Antisemitismus. Was ist eigentlich Antisemitismus genau? Woher kommt er? Wann tauchte er zum ersten Mal auf? Der Begriff Antisemitismus wurde 1879 von dem deutschen Journalisten und Judenhasser Wilhelm Marr eingefĂŒhrt. Seitdem wird der Begriff weltweit rassistisch gegen das Volk der Juden verwendet. Doch die Judenfeindschaft ist Ă€lter als der Begriff „Antisemitismus“.
   Carsten Peter Thiede (verst.) und Urs Stingelin verorten den ersten Antisemitismus bzw. Judenhass in ihrem Buch „Die Wurzeln des Antisemitismus“ im zweiten vorchristlichen Jahrtausend. In die Zeit also, als ein Pharao in Ägypten versuchte, die mĂ€nnlichen Nachkommen des jĂŒdischen Volkes in seinem Land auszurotten – nachzulesen im 2. Buch Mose. Der erste wirkliche Antisemitismus werde laut den Autoren jedoch im alttestamentlichen Buch Esther beschrieben. Weil die Juden im persischen Reich des Königs Xerxes (486-465 v. Chr.) sich nicht allein an die Gesetze des Königs hielten, sondern auch den Gesetzen ihres Gottes folgten, sollten sie ausgerottet werden. Diese „religionsgesetzliche Andersartigkeit“ machte die Juden zu Feinden. Der pietistische Theologe Gerhard Maier schreibt in einem Kommentar zum Buch Esther: „So enthĂŒllt sich der sog. Antisemitismus letztlich als ein Hass gegen den Gott, der den Juden solche Gesetze gab.“ Das sei der eigentliche Knackpunkt beim Antisemitismus und Judenhass, erklĂ€rte auch der letzte im Siegerland noch lebende Jude aus der NS-Zeit, Hugo Herrmann (verst. 1993). In einem Film formulierte Herrmann das so: „Uns hat Gott die Zehn Gebote anvertraut: Das ist das Problem.“ Wie Ulrich Skambraks sagt, habe er durch die Begegnung mit Hugo Herrmann erstmals verstanden, worin sich der eigentliche Judenhass festmachen lĂ€sst: Es ist der Hass auf den Gott der Bibel! Skambraks war Ende der 1980er Jahre Teil einer Film-Crew, die ĂŒber den letzten im Siegerland noch lebenden Juden aus der NS-Zeit eine Video-Reportage drehte.
   Thiede und Stingelin gehen in ihrem Buch auch auf den Antisemitismus des frĂŒhen Christentums ein. FĂŒhrende Christen in den ersten Jahrhunderten leiteten ihren Judenhass aus Stellen des Neuen Testamentes ab, die auf den ersten Blick völlig eindeutig zu sein scheinen (z. B. Lukas 13, 34-35 oder Römer 11, 7-12). Die beiden Buchautoren arbeiten heraus, dass diese Texte von Juden fĂŒr Juden geschrieben wurden, harte Auseinandersetzungen beinhalten, aber niemals eine Judenfeindlichkeit, gar eine Verfolgung widerspiegeln: „Die Judenfeindschaft des Christentums war und blieb ein ‚Privileg‘ der Heidenchristen.“
   Den Startschuss dazu gab der Kirchenvater Justin, der um 165 nach Christus als MĂ€rtyrer hingerichtet wurde. Sein „Dialog mit dem Juden Tryphon“ brachte ihm den zweifelhaften Ruhm ein, der „grĂ¶ĂŸte Antisemit des christlichen Abendlandes“ zu sein. SpĂ€tere KirchenvĂ€ter bauten darauf auf, sodass z. B. Ephraem der Syrer ausfĂŒhrte, dass das jĂŒdische Volk zwar kein Schwein isst, jedoch selbst ein Schwein ist, was Blut verspritzt. Solche Aussagen hinderten die katholische Kirche jedoch nicht daran, Ephraem 1920 mit einer Enzyklika zum Kirchenlehrer zu erklĂ€ren.
   Im Gegensatz zur Bibel enthalten die 114 Suren des Korans eindeutige Anweisungen, mit aller BrutalitĂ€t gegen Juden und andere „UnglĂ€ubige“ vorzugehen. So beinhaltet Sure 5 den Befehl, Juden, die sich den VerkĂŒndigern der muslimischen Botschaft widersetzen, zu verstĂŒmmeln und durch Kreuzigung hinzurichten. In Sure 47 ordnet Allah an, UnglĂ€ubigen, also auch Juden, den Kopf abzuschlagen (in manchen Übertragungen steht an dieser Stelle „auf den Nacken zu schlagen“).
   In Deutschland sitzen derzeit wieder viele Juden auf gepackten Koffern. Das sah vor Jahren völlig anders aus. Mitte der 1990er Jahre kam eine Vision auf, nach der Europa, besonders Deutschland, im 21. Jahrhundert neben Israel und den USA zur dritten HauptsĂ€ule des weltweiten Judentums werden sollte. Auslöser dieser Euphorie war u. a. die Einwanderung von rund 200.000 Juden aus dem ehemaligen Ostblock ab 1989. Die Mitgliederzahl der im Dachverband Zentralrat der Juden in Deutschland organisierten Gemeinden kletterte schnell auf 120.000. Nun ist die Mitgliederzahl wieder auf unter 100.000 gefallen. Ein wesentlicher Grund: Juden verlassen Deutschland, weil sie mehr und mehr drangsaliert werden. Ein besonderer Schub dieses Hasses auf die Juden entstand, nachdem Angela Merkel ab 2015 Millionen von Muslimen ins Land ließ. Durch die vielen muslimischen Zuwanderer erhöhten sich die Attacken auf Juden 2017 auf durchschnittlich vier Angriffe pro Tag. In GroßstĂ€dten wie Berlin ist es nicht mehr möglich, sich öffentlich als Jude zu erkennen zu geben, z. B. durch das Tragen der Kippa.
   Antisemitismus ist fast so alt wie die Menschheit selbst und hat sich wie ein KrebsgeschwĂŒr bis in unsere Tage hindurchgefressen. Derzeit scheint das Wachstum dieser bösen Zellen weltweit zu explodieren. DafĂŒr kann es nur einen Grund geben: Man projiziert den Hass auf den Gott der Bibel auf sein Volk, die Juden. Hinter dem weltweit steigenden Antisemitismus steckt die spirituelle antigöttliche Kraft, die den einzigen wahren Gott hasst und auch den einzigen Erlöser des Menschen: Gottes Sohn, den Juden Jesus.
   Mit Material aus dem Buch „Die Wurzeln des Antisemitismus - Judenfeindschaft in der Antike, im frĂŒhen Christentum und im Koran“, fontis Verlag, 140 Seiten, 4,95 Euro, ISBN/EAN: 9783765512643  

         TOPIC  Nr. 03/2019 



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Papst unterschreibt Papier: Alle Religionen sind von Gott gewollt

   Das gab es noch nie: Ein Papst „pilgert“ in die Region, in der die Wiege des Islams steht: zur arabischen Halbinsel. Papst Franziskus besuchte Anfang Februar Abu Dhabi und durfte dort sogar eine Messe abhalten. In den Kommentaren war von „historisch“ die Rede, von einem neuen Dialog zwischen Christentum und Islam, von Toleranz, von friedlicher AnnĂ€herung.
   Wenig beachtet wurde ein Papier, das von Papst Franziskus und der höchsten AutoritĂ€t des sunnitischen Islams, Scheich Ahmad al-Tayyeb, unterzeichnet wurde. Laut Franziskus wurde das Papier „mit viel Nachdenken und Gebet“ vorbereitet, und wie man im Text dann nachlesen kann, auch auf etlichen Vorbereitungstreffen. Fazit des Papieres: Alle Menschen, die an Gott glauben, sollten friedlich und „menschlich brĂŒderlich“ miteinander zusammenleben und fĂŒr eine bessere Welt eintreten. Abgesehen davon, dass der Begriff „Gott“ nur als „Schöpfer“ definiert ist, enthĂ€lt der Text eine Passage, die so lautet: „Der Pluralismus und die Vielfalt der Religionen, der Hautfarbe, des Geschlechts, der Rasse und der Sprache werden von Gott in Seiner Weisheit gewollt, durch die Er die Menschen geschaffen hat. Diese göttliche Weisheit ist die Quelle, aus der sich das Recht auf Glaubensfreiheit und die Freiheit, anders zu sein, ableiten.“ Was wird hier zum Ausdruck gebracht? Aus christlicher Sicht: Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Vater Jesu, akzeptiere alle Religionen, habe sie gar so, wie sie sind, gewollt. Und gerade durch diese Vielfalt habe der Mensch das Recht, glauben zu dĂŒrfen, was er will. Was ja bedeutet: Gott selbst habe gezielt diese Freiheit konstruiert, damit der Mensch selbstbestimmt glauben dĂŒrfe.
   Diesen katholisch-islamischen Text haben am 4. Februar 2019 „Seine Heiligkeit Papst Franziskus“ und der „Grand Imam von Al-Azhar (einer UniversitĂ€t) Ahmad al -Tayyeb“ unterzeichnet. Nun soll dieses gemeinsame Papier, das auf einer Internetseite des Vatikans veröffentlicht wurde, auf allen politischen wie religiösen Weltebenen verbreitet werden und in „Richtlinien von Entscheidungen“ sowie „Gesetzestexte“ einfließen.
   Alles, und zwar alles, was in dem katholisch-islamischen Papier zu lesen ist, stellt eine Grundlage fĂŒr den Weg in eine Welteinheitsreligion dar. Der Glaube an etwas Göttliches wĂŒrde eine Art Klammer bilden, innerhalb derer jeder glauben darf, was er will. Der Glaube an einen einzigen Gott und das missionarische Werben fĂŒr ihn laufen dabei praktisch ins Leere.
   Wie TOPIC erfuhr, waren in Abu Dhabi nicht nur Vertreter von Katholiken und Muslimen zugegen, sondern auch andere ReligionsfĂŒhrer. FĂŒr die Weltweite Ev. Allianz (WEA) war deren stellvertretender GeneralsekretĂ€r Thomas Schirrmacher da, der in der WEA fĂŒr den interreligiösen Dialog zustĂ€ndig ist. Wie er TOPIC gegenĂŒber erklĂ€rte, sei auch etwas fĂŒr die Evangelikalen ausgehandelt worden. Was genau, ist noch nicht bekannt.

        
TOPIC  Nr. 03/2019



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Homo-„Heilung“: Gender-Ideologie widerspricht Spahns Gesetzes-Initiative

   Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will noch in diesem Jahr ein Gesetz durchbringen, das Homo-„Heilungen“, sogenannte Konversionstherapien, unter Strafe stellen soll. Worum geht es bei der angesprochenen Konversionstherapie? In der Therapie wird Schwulen und Lesben angeboten, sich sexuell umzuorientieren – wenn sie es wollen. Dazu dienen sowohl therapeutische als auch seelsorgerliche GesprĂ€che sowie Gebet. In einem Interview mit der linken Tageszeitung (taz) sagte Spahn: „Ich halte nichts von diesen Therapien, schon wegen meines eigenen Schwulseins. Ich sage immer, der liebe Gott wird sich was dabei gedacht haben.“ Sollte Spahn ein solches Gesetz gegen die vor allem in evangelikalen Kreisen angebotene Therapie durchbringen, dĂŒrfte er ein Problem bekommen. Laut der auch politisch geförderten Gender-Theorie ist die geschlechtliche Ausrichtung nicht angeboren, sondern das Resultat von Erziehung und sozialer Umwelt. Somit könne man nach Gender-Vorstellung seine geschlechtliche Ausrichtung jederzeit wieder verĂ€ndern.
   Spahn will nun eine Schnellstudie in Auftrag geben, die den Weg zu einem Gesetz absichern soll. Diese Studie wird ausgerechnet von der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld durchgefĂŒhrt, deren Hauptaufgabe es ist, einer gesellschaftlichen Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Transgender-Personen etc. entgegenzuwirken. Das Ergebnis wird wohl so ausfallen, wie der schwule Gesundheitsminister es fĂŒr sein Gesetz braucht.
   Allerdings wartet auf die Forscher und den Minister eine „Tretmine“. Wer die Gender-Theorie ernst nimmt, der dĂŒrfte keiner Lesbe und auch keinem Schwulen verwehren, sich sexuell umorientieren zu wollen. Dazu kommt, dass diese Studie eine Diskussion in Gang setzen könnte, ob HomosexualitĂ€t nun biologisch veranlagt ist oder durch andere Prozesse hervorgerufen wird – was fĂŒr die Gender-Theorie sprechen wĂŒrde. Diese Diskussion wĂ€re fĂŒr die Homo-Lobby fatal, sollte dabei herauskommen, dass die Öffentlichkeit anfĂ€ngt, darĂŒber zu diskutieren, ob HomosexualitĂ€t nun angeboren ist oder nicht.

        
TOPIC  Nr. 03/2019



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Ausgerechnet in der Schweiz: Christen könnte GefÀngnis drohen

   In der Schweiz tickt eine brisante Uhr herunter: Wenn bis Ende MĂ€rz 2019 nicht mindestens 50.000 Unterschriften fĂŒr ein Referendum zu einer Volksabstimmung ĂŒber einen Gesetzestext gesammelt werden können, dann ist wohl nicht mehr aufzuhalten, was politisch in Vorbereitung ist. Worum geht es?
   2013 hatte der junge sozialdemokratische Politiker und Nationalrat Matthias Reynard mit einer parlamentarischen Initiative eine GesetzesĂ€nderung angestoßen. Die Antirassismus-Strafnorm sollte erweitert werden um die Punkte „sexuelle Diskriminierung“ und „Diskriminierung wegen GeschlechtsidentitĂ€t“. Gut fĂŒnf Jahre spĂ€ter, am 14. Dezember 2018, stimmte der Schweizer Nationalrat dieser Ausweitung zu. Es wurde ein Strafrahmen von bis zu drei Jahren GefĂ€ngnis ins Auge gefasst, falls jemand eine Person wegen der „sexuellen Orientierung“ oder der GeschlechtsidentitĂ€t diskriminiert oder gar zum Hass aufstachelt. Diese GesetzesĂ€nderung wĂ€re schon letztes Jahr in Kraft getreten, wenn nicht das genannte Referendum gestartet worden wĂ€re.
   Die Initiatoren des Referendums befĂŒrchten, dass diejenigen, die Kritik an der HomosexualitĂ€t ĂŒben, in Zukunft hart bestraft werden könnten. Allein die Androhung der Strafen könne zur EinschrĂ€nkung der Meinungs- und Gewissensfreiheit fĂŒhren. Davon wĂ€ren im Wesentlichen Christen betroffen, die nicht nur die biblische Meinungsposition zu diesem Thema theoretisch vertreten, sondern sich im Alltag auch entsprechend verhalten – z. B. als BĂ€cker, der einem schwulen Paar keine Torte in Regenbogen-Farben zubereiten und verkaufen will. In den Fokus des Gesetzes treten auch Muslime, da sie sehr oft offen homophob sind.
   Sollte das Gesetz durchkommen, dann wird es sehr darauf ankommen, wie Richter „Diskriminierung“ aus religiösen GrĂŒnden auslegen. Homosexuellen-Vertreter bezeichnen allein die Wertung der ausgelebten HomosexualitĂ€t als „SĂŒnde“ schon als „polemisch“ und Hass erzeugend.
   Das Absurde ist nun, dass DiskriminierungsfĂ€lle von Christen bezĂŒglich einer sexuellen Orientierung nicht bekannt sind, wie Pfarrer Reinhard Möller in einem „Zwischenruf“ zum Referendum schreibt. „Weder in christlichen Kirchen/Gemeinden, noch in der Öffentlichkeit sind mir derartige Aufrufe in den letzten fĂŒnf Jahrzehnten begegnet.“ Möller, der in der Schweiz lebt, befĂŒrchtet, dass „ein weiterer Teil der jĂŒdisch-christlichen Ethik des Alten und des Neuen Testamentes (fĂŒr die Christenheit eine Einheit und eine ewige Wahrheit) offenbar in der Rumpelkammer der Weltgeschichte verschwinden soll“ – wenn das geplante Gesetz in Kraft tritt.
   Voraussichtlich werden die 50.000 Unterschriften fĂŒr eine Volksbefragung nicht zusammenkommen. Derzeit (Mitte Februar) wird nĂ€mlich in den Schweizer Medien – vermutlich auf Druck der Homo-Lobby – darĂŒber so gut wie gar nicht berichtet. Somit erfahren viele Schweizer nichts davon.

         TOPIC  Nr. 03/2019



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z.B. 39. Jahrgang - Nr. 4 April 2019

Die Themen: Die Tatsache der Auferstehung. - Ostern: Treffen christlicher Hexen in den USA. - Karfreitag wird in Österreich abgeschafft. - Israel: Heuschreckenplage zu Passah? - Thema „Homo-Ehe“ spaltet den Leib Christi. - US-Kreationist besuchte Deutschland. - Arabische Welt: Muslime werden Christen. - Berlin: HintergrĂŒnde zum „House of One“. - 2020: Nationen bereit zu einem Weltkrieg? - Islam passt nicht zur westlichen Welt. - Bundestag: Deutschland gegen Israel. - Glyphosat ein Superkiller? - Hunger in der Welt ist gesunken. - Malzeichen: Technische Entwicklung geht weiter. - Ab 2021: Weltweites Super-Internet.



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Die Tatsache der Auferstehung  

   Jedes Jahr zu den Osterfeiertagen gedenken Millionen von Christen besonders intensiv des Todes und der Auferstehung Jesu Christi. Alles, was Jesus lehrte, wofĂŒr er lebte und starb, war abhĂ€ngig von seiner Auferstehung.
   Doch ist Jesus wirklich auferstanden? KĂŒrzlich veröffentlichte der renommierte deutsche VerlagC. H. Beck – spezialisiert auf juristische Fachliteratur – das Buch „Kein Tod auf Golgatha“. Geschrieben hat es der Mittelalter-Historiker Johannes Fried, der viel beachtete Standardwerke, z. B. eines ĂŒber Karl den Großen und das Mittelalter, verfasste. Deshalb griffen auch Medien, wie die deutsche Zeitung Die Welt, das Thema auf und ĂŒberschrieben Artikel z. B. mit „Jesus ist nie auferstanden – weil er nicht starb“.
   In seinem Buch behauptet Fried, man habe Jesus als Scheintoten vom Kreuz abgehĂ€ngt und dann gesund gepflegt. Danach sei er als „Gesandter Gottes“ in die islamische Welt ausgewandert, was Fried aus frĂŒhislamischen Inschriften herausgelesen haben will.
   Als Beweis fĂŒr den Scheintod Jesu fĂŒhrt Fried die CO2-Narkose an. Diese Narkose kann sich einstellen, wenn aufgrund von RippenbrĂŒchen innere Verletzungen entstehen. Ein Gemisch aus Blut und Wasser bildet sich dann um die LungenflĂŒgel herum und fĂŒhrt dazu, dass Kohlendioxid nicht mehr abgeatmet werden kann. Der Patient erstickt nach einer lĂ€ngeren tieferen Ohnmacht, die wie eine Vollnarkose wirkt. Unfall-Chirurgen wissen heute, was in solchen FĂ€llen zu tun ist: Die Pleurahöhle – ein Spaltraum in der Brusthöhle – muss punktiert werden, sodass das Wasser und das Blut ablaufen können. Danach „erwacht“ der Betroffene ganz langsam und mit flacher Atmung aus seiner „Narkose“. Diese Punktion, so Fried, habe auch bei Jesus stattgefunden und ihm das Leben gerettet. Laut Bibel (Joh.19,34) stach ein Kriegsknecht Jesus mit einem Speer in seine Seite. Sogleich flossen Blut und Wasser heraus.
   Die Scheintod-These, die Fried vortrĂ€gt, ist nicht neu. Der deutsche DichterfĂŒrst Goethe glaubte daran und auch der Theologe und schlimme Bibelkritiker Friedrich Schleiermacher.
   Durchleuchtet man die Scheintod-Theorie etwas genauer, so kann man durchaus zu dem Schluss kommen: Die Wiederbelebung Jesu wĂ€re ein noch grĂ¶ĂŸeres Wunder gewesen als die Auferstehung selbst. Denn: Jesus wurde auf römische Weise gegeißelt. Das bedeutet, dass durch die Hiebe der Spezialpeitsche Muskeln, Sehnen und Eingeweide des Opfers freigelegt wurden. Schon dadurch waren die Gepeinigten dem Tode nĂ€her als dem Leben. Deshalb musste wohl auch ein anderer Mann den etwa 50 Kilogramm schweren Kreuzigungsbalken Jesu nach Golgatha tragen, weil Jesus dazu wohl nicht mehr in der Lage war. Dann der Kreuzigungsvorgang selbst, der dem Gekreuzigten grĂ€uliche Schmerzen und Qualen auferlegte. All das, was Jesus widerfuhr, in Summe genommen, spricht nicht dafĂŒr, dass ein Mensch eine solche Tortur ĂŒberleben könnte. Zudem bestĂ€tigten vier Henker Jesu Tod – sie mĂŒssten sich alle geirrt haben.
   In seinem Buch „Die Tatsachen der Auferstehung“ legt der amerikanische Bibellehrer Josh McDowell zahlreiche Belege vor, die eindeutig dokumentieren: Tod und Auferstehung Jesu fĂŒr wahr zu halten, hat nicht nur mit Glauben zu tun, sondern auch mit unumstĂ¶ĂŸlichen Fakten. ZunĂ€chst macht McDowell deutlich, dass bei der Untersuchung der Geschehnisse um Tod und Auferstehung Jesu zwei SchlĂŒsselprinzipien zu beachten seien: 1. Man mĂŒsse nicht nur einige Fakten, sondern alle vorhandenen Informationen im Gesamtpaket berĂŒcksichtigen. Also: von der Kreuzigung, der Grablegung, den Geschehnissen um das leere Grab, den Reaktionen der römischen und jĂŒdischen Verwaltung bis hin zur Entstehung der ersten Gemeinde. FĂŒr das zweite Prinzip lĂ€sst McDowell den Historiker Philip Schaff sprechen: „Das Ziel des Historikers ist nicht, aus vorgefassten Meinungen Geschichte zu konstruieren und sie dem eigenen Geschmack anzupassen, sondern sie nach den besten Zeugnissen zu rekonstruieren und fĂŒr sich selbst sprechen zu lassen.“
   Jesu Tod und Auferstehung sind naturwissenschaftlich nicht zu erklĂ€ren – historisch jedoch sehr wohl. Und gerade bei der historischen BeweisfĂŒhrung gilt es stets, alle Informationen, die zur VerfĂŒgung stehen, zu berĂŒcksichtigen. Schon direkt nach dem Tod Jesu wurde von der jĂŒdischen religiösen Oberschicht alles unternommen, um der Tatsache von Jesu Auferstehung entgegenzutreten. Die römischen WĂ€chter des Grabes wurden bestochen, um behaupten zu können, die JĂŒnger Jesu hĂ€tten den Leichnam gestohlen. Als die JĂŒnger anfingen, in Jerusalem von der Auferstehung Jesu zu predigen, waren ihre Gegner nicht in der Lage, irgendeinen glaubhaften Gegenbeweis zur Auferstehung zu prĂ€sentieren, obwohl das sehr leicht gewesen wĂ€re. Sie waren vor Ort und hĂ€tten das Grab untersuchen können, um entsprechende Aussagen zu treffen oder zu der Diebstahls-Version noch andere hinzuzufĂŒgen. Doch darĂŒber wird nichts berichtet. Es gab wohl ein Problem: Jesu Grab war tatsĂ€chlich leer, und fĂŒr andere Versionen als die Auferstehung gab es keinen einzigen Beweis. Interessant dabei ist, dass sogar außerbiblische – römische und jĂŒdische – Quellen das leere Grab bestĂ€tigen.
   McDowell fĂŒhrt u. a. etliche Indizien an, die eindeutig nachweisen: Jesus muss auferstanden sein. Ein Indizienbeweis speist sich aus einer Tatsache, aus deren Vorhandensein der Beweis fĂŒr eine andere Tatsache entnommen wird. Vor Gericht ist ein Indizienbeweis genauso gĂŒltig wie ein unmittelbarer Beweis. McDowell schreibt: „Es gibt Indizienbeweise, die ohne die Tatsache der Auferstehung nicht zu erklĂ€ren sind.“
   Bis heute ist historisch nicht nachvollziehbar, welche Kraft das Christentum gleich vom Start weg entwickeln konnte. Die ersten Christen waren völlig davon ĂŒberzeugt, dass Jesus auferstanden war – zumal ihn ĂŒber 500 Menschen persönlich gesehen hatten. Weshalb waren fromme Juden, die sich zu Jesus Christus bekehrten, sofort bereit, die Sabbatheiligung am Samstag aufzugeben und den Sonntag als „Tag des Herrn“, als Auferstehungstag, zu heiligen? Völlig unverstĂ€ndlich ist auch die Tatsache, dass jĂŒdische Fanatiker, so wie Saulus, sich bekehrten. Ohne Auferstehung Jesu ist auch die plötzliche Wandlung von Jesu Halbbruder Jakobus nicht zu verstehen. Jakobus und seine BrĂŒder hatten Jesus verspottet. Doch nach Tod und Auferstehung seines Halbruders bekehrte sich Jakobus sofort und wurde zu einem FĂŒhrer der Urgemeinde und zum Autor eines biblischen Buches. Wie ist eine solch radikale Umkehr ohne Auferstehung Jesu zu erklĂ€ren?
   FĂŒr viele „ehrliche“ Historiker ist die plötzliche radikale Verwandlung der JĂŒnger Jesu ein ungelöstes Problem, zumal die JĂŒnger selbst anfangs eine Auferstehung Jesu nicht ins KalkĂŒl zogen. Jesu tatsĂ€chliche Auferstehung und die Begegnung mit ihm könnten allerdings ihre plötzliche Kehrtwendung sofort verstehbar machen. Laut dem Christus-glĂ€ubigen englischen Gelehrten und Fantasy-Autor C.S. Lewis (verst. 1963) gibt es in den Religionen dieser Welt „keinen so historischen Anspruch wie im Christentum“. Unter anderem hat dieser historische Anspruch Josh McDowell zum Christen werden lassen. Über 1.000 Stunden befasste sich McDowell mit den historischen, literarischen und juristischen Fakten zum Tod und zur Auferstehung von Jesus Christus. Auch durch dieses Studium wurde er dann glĂ€ubig.
   Als Christ muss man nicht einem blinden, unwissenden Glauben folgen. Jesus selbst fordert seine Nachfolger dazu auf, ihren Verstand zu gebrauchen. Als ein Schriftgelehrter Jesus fragte: „Lehrer, welches ist das grĂ¶ĂŸte Gebot in dem Gesetz?“, antwortete Gottes Sohn: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und – mit deinem Verstand.“
  Das Taschenbuch (192 Seiten) „Die Tatsache der Auferstehung“ eignet sich hervorragend, um es Skeptikern zu geben, die verstandesmĂ€ĂŸige Vorbehalte gegenĂŒber Tod und Auferstehung Jesu haben. Es kostet 2,50 Euro (3,50 CHF) und kann per Telefon unter folgender Rufnummer bestellt werden: in Deutschland: 02354-7065400 (Buchhandlung BĂŒhne). Bestelltelefon fĂŒr die Schweiz: 033-437 63 43 (Verlag „Nehemia“) 

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Über Ostern in den USA: die erste Zusammenkunft christlicher Hexen 

   Seit Jahrzehnten hat die Hexenbewegung in den USA Zulauf. Wie etliche Religionsbefragungen ergaben, wuchs die Schar der praktizierenden Wicca-Hexen in den USA von 8.000 im Jahr 1990 auf 340.000 im Jahr 2008. Nach einer Studie des Meinungsforschungs-Institutes Pew Research Center aus dem Jahr 2014 gibt es in den USA schon etwa 1,5 Millionen praktizierende Hexen unterschiedlicher Ausrichtungen. Das Wachstum soll laut Studie auch damit zusammenhĂ€ngen, dass Zauberei und Heidentum nicht mehr als dĂ€monisch und satanisch angesehen werden.
   Dass an dieser Beobachtung etwas dran ist, zeigt die erste Versammlung christlicher Hexen, die ĂŒber die Osterfeiertage 2019 in Salem (US-Bundesstaat Massachusetts) geplant ist. Nach Ansicht der christlichen Hexen war Jesus ein großer Zauberer, und die Bibel sei ein riesiges Buch der Zauberei. Unter anderem stĂŒtzen sich die christlichen Hexen (worunter natĂŒrlich auch MĂ€nner sind) auf das Jesus-Wort aus Johannes 14,12: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird Werke auch tun, die ich tue, und wird grĂ¶ĂŸere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe.“
   Zum Treffen der christlichen Hexen ist auch der „Prophet“ Calvin Witcher eingeladen, der von sich behauptet, „Gottes“-Botschaften ĂŒbersetzen zu können. Wie er sagte, komme er aus der Pfingstbewegung, die „ihn auf eine gute Basis gestellt“ habe. Witcher behauptet, er habe in der Pfingstbewegung die „Gaben des Heiligen Geistes“ kennengelernt und diese spirituelle Basis zu einem „vollstĂ€ndigen Eintritt in das Reich der Magie“ ausgedehnt.
   FĂŒr den Ostersonntag planen die christlichen Hexen einen christlichen Hexengottesdienst, in dem „ein kraftvolles Wort, besonders fĂŒr christliche Hexen“, gepredigt werden soll. 

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House of One: In Berlin wird ein neues antichristliches Monument errichtet

   Es ist schon ein wenig merkwĂŒrdig: Ausgerechnet in der deutschen Hauptstadt werden archĂ€ologische Funde prĂ€sentiert, die laut Bibel so direkt mit dem Satanischen in Verbindung gebracht werden wie kaum etwas anderes. So befindet sich im Vorderasiatischen Museum, das zum Pergamon-Museum gehört, das Ischtar-Tor. Dieses HerzstĂŒck des antiken Babylons wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von dem deutschen ArchĂ€ologen Robert Johann Koldewey im Zentral-Irak ausgegraben und in 800 Kisten nach Berlin geschafft. Das Ischtar-Tor bewachte in Babylon den Zugang zum Schrein des Drachen Marduk. Einer der besten Babylon-Kenner im christlichen Raum des deutschsprachigen Europas ist der Schweizer Dr. Roger Liebi. Er ist der Auffassung, dass die Babylonier in Marduk Satan persönlich verehrt haben, der auch in der Bibel in Drachenform beschrieben wird. Ein paar Meter weiter im Pergamon-Museum befindet sich der Pergamon-Altar. Der deutsche ArchĂ€ologe Carl Humann fand 1878 den in der Antike als Weltwunder bestaunten Altar in Pergamon (heute Bergama/TĂŒrkei) und schaffte ihn nach Berlin. Ab 1902 konnte er im Pergamon-Museum besichtigt werden. Der Pergamon-Altar war ein dem griechischen Hauptgott Zeus geweihter Monumental-Altar, der fĂŒr Menschenopfer ausgelegt war. Dass dieBibel Pergamon mit dem „Thron Satans“ kennzeichnet, könnte allerdings auch mit einem Schlangen-Heilkult zusammenhĂ€ngen, dessen Hauptsitz in Pergamon war.
   Was derzeit in Berlin in konkreter Planung entsteht, ist nirgendwo ausgegraben worden, sondern wird als „weltweit Einmaliges“ ab 2020 aufgebaut werden: das „House of One“ (Haus des Einen). Es soll ein mĂ€chtiger Sakralbau werden und ĂŒber 43 Millionen Euro kosten. Zehn Millionen Euro hat der Deutsche Bundestag bereits im letzten Jahr dafĂŒr bewilligt, weitere zehn Millionen sollen von der Stadt Berlin kommen, der Rest muss aus freiwilligen Spenden gedeckt werden. Das „Haus des Einen“ wird aus drei BethĂ€usern bestehen – Kirche, Synagoge und Moschee –, in denen jeweils Christen, Juden und Muslime ihre geistlichen Feierlichkeiten abhalten können. Die drei AnbetungsstĂ€tten der sogenannten „abrahamitischen Religionen“ sind verbunden mit einem großen „Lehrhaus“, in dem sich die AnhĂ€nger der jeweiligen Religionen begegnen und austauschen können. Interessant ist nun, wann der Grundstein fĂŒr das „Haus des Einen“ gelegt werden soll. Geplant ist der 14. April 2020. Dieser Dienstag nach Ostern ist wohl nicht zufĂ€llig gewĂ€hlt. Am 14. April 1783 wurde Lessings Schauspiel „Nathan der Weise“ in Berlin uraufgefĂŒhrt. Gotthold Ephraim Lessing war Freimaurer und versinnbildlichte in seiner Ringparabel den Freimaurer-Gedanken, dass Christentum, Judentum und Islam gleichgestellt zur selben Glaubensfamilie gehören.
   Mit eindeutig freimaurerischer Handschrift ist auch die Charta des „House of One“ geschrieben. In der Freimaurerei (FM) wird keine Religion direkt verworfen, sondern die Statuten verlangen, dass die Religionen sich dem FM-Modell des „AllmĂ€chtigen Baumeisters aller Welten“ (A.B.A.W.) unterzuordnen haben. Dieser A.B.A.W. ist ein diffuses regulatives Prinzip, das per Definition jeglichen persönlichen Gott in eine zweite Reihe manövriert: in eine BrĂŒderkette, in der absolute Toleranz vorgeschrieben ist.
   In der Charta wird dieses A.B.A.W.-Prinzip „welttranszendenter Schöpfer“ genannt. Ähnlich wie in der Freimaurerei, so auch in der Charta formuliert, sollen Unterschiede in den Religionen keineswegs verwischt werden. Ganz im Gegenteil! Sie seien mit einem „Lob der Differenz (Unterschiedlichkeit) zu wĂŒrdigen“. Die GlĂ€ubigen sollen aber erkennen, dass sie aufgrund ihrer Geschichte eng zusammenhĂ€ngen, deshalb sei auch auf eine gegenseitige Missionierung zu verzichten..
   Welche Botschaft hat das House of One? Aus christlich-biblischer Sicht wird der biblische Gott – der einzig wahre, den es gibt – herabgestuft durch das Prinzip, dass die drei abrahamitischen Religionen mit ihrer Geschichte zusammengenommen mehr darstellen als jede einzelne Religion alleine. Das House of One ist genau genommen ein Beispiel fĂŒr die architektonische Umsetzung des Prinzips des „AllmĂ€chtigen Baumeisters aller Welten“. Seine Ausrichtung ist eindeutig antichristlich, da es die wesentlichen Glaubenselemente des biblischen Glaubens (Jesus als den einzigen Weg zu Gott) geschickt ausmanövriert. Es muss nachdenklich stimmen, dass in Deutschlands Hauptstadt antichristliche, satanische Symbol-Bauten platziert wurden und werden wie nirgendwo anders auf der Welt. 

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Das Malzeichen — eine ganz normale unheimliche Entwicklung

   Man muss sich das einmal vorstellen: Da steht im letzten Buch der Bibel eine Prophezeiung, bei der ein technisches Detail eine Rolle spielt, mit dem beinahe 2000 Jahre niemand etwas anfangen konnte – bis vor wenigen Jahrzehnten. Aber seither, das ist geradezu gruselig, lĂ€uft die Entwicklung vor aller Augen wie auf Eisenbahnschienen exakt in Richtung dieser Prophezeiung. Die Rede ist natĂŒrlich von dem Malzeichen auf Hand oder Stirn, mit dessen Hilfe Menschen kaufen und verkaufen können (0ffb 13,16-18). Eine ganze Reihe von revolutionĂ€ren technischen Erfindungen waren nötig, die in dieser Hinsicht zunĂ€chst einmal gar nicht direkt in Zusammenhang zu stehen schienen, etwa die Miniaturisierung von Computern, die fĂŒr Handys entwickelte Funktechnik und die verschiedenen Waren-Codes.
   Aber jetzt – wir berichten gelegentlich darĂŒber – werden winzig kleine GerĂ€te mit Computerfunktionen bereits zu verschiedenen Zwecken in den menschlichen Körper eingepflanzt, und glaubt man den beteiligten Forschern, ist das eine ganz normale Entwicklung, die schnell fortschreiten wird. Auch andere Berufsgruppen sehen das inzwischen so, etwa manche Produkt-Designer. Einer von ihnen, der französische Star-Designer Philippe Starck, der Handys fĂŒr die chinesische Firma Xiaomi entworfen hat, sieht gar kommen, dass sich Produkte sozusagen auflösen, „entmaterialisieren“, weil sie immer winziger werden, aber dennoch ihre Funktionen behalten oder sogar ausweiten. In einem Interview mit der SĂŒddeutschen Zeitung erklĂ€rt er das so:
   „Entmaterialisierung – also die Abkehr von der PhysikalitĂ€t – ist schon lĂ€nger eine intelligente Design-Strategie. Mehr Funktionen, mehr Wissen auf weniger Platz. Der erste Computer war so groß wie ein Haus, heute sind sie so groß wie Kreditkarten. Der nĂ€chste Schritt ist etwas, das ich als Bionismus bezeichne. Das Produkt wird im Inneren des Menschen sein. Ich kenne ein paar Wissenschaftler, die haben seit 15 Jahren Computer unter ihrer Haut und das funktioniert hervorragend. Die Entmaterialisierung wird die Produkte in den Körper der Menschen verschieben.“
   Denkt man nun noch daran, dass mit den Online-Speichern, den „Clouds“, sogar das Problem der zentralen Verwaltung von Daten, die beim Kaufen und Verkaufen anfallen, lĂ€ngst gelöst ist, so muss man zur Kenntnis nehmen: Nach beinahe 2000 Jahren ist die ErfĂŒllung der Prophezeiung vom Malzeichen kein technisches Problem mehr. Wohl aber ist sie zurzeit noch ein politisches Problem. Schließlich muss jemand mĂ€chtig genug und willens sein, die Anwendung des Malzeichens durchzusetzen, und zwar fĂŒr alle Menschen und notfalls bei Todesstrafe, denn das steht auch in den Bibelversen. Wenden wir also ein bisschen (gar nicht mehr so) spekulative Logik an: Wenn die notwendige Technik schon bereit steht und eigentlich nur noch die Möglichkeit fehlt, sie allen Menschen aufzuzwingen – was erwartet uns da bereits in nĂ€chster Zeit? Wie spĂ€t ist es auf Gottes Weltenuhr? 

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OneWeb: An jedem Punkt der Erde soll Internet zu empfangen sein 

   Ende Februar 2019 begann ein Projekt, das die Welt verĂ€ndern wird: eine russische Sojus-Rakete beförderte die ersten sechs OneWeb-Satelliten ins All. Hinter diesem Projekt steckt das US-amerikanische Unternehmen OneWeb, das bis 2021 die gesamte Erde – auch die entlegensten Flecken – mit schnellem, kostengĂŒnstigem Internet versorgen will. 600 Satelliten, die in einer Höhe von 1.200 Kilometer ĂŒber der Erde kreisen werden, sollen dies möglich machen. Auffallend an diesem Projekt ist, mit welchem Hochdruck daran schon gearbeitet wurde und immer noch gearbeitet wird. Man spricht von Rekordzeiten in der Entwicklung der Technik und der Produktion. Ein starker Technik-Partner ermöglicht, das rasante Tempo fĂŒr das OneWeb zu halten: der deutsch-französische Flugzeugbauer Airbus. Wie das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel schrieb, habe Airbus ganz neue Technik-AblĂ€ufe entwickelt, sodass pro Tag einer der kĂŒhlschrankgroßen Internet-Satelliten fertiggebaut und komplett getestet werden kann. Auch fĂŒr die Beförderung ins All hat man sich etwas Effektives ausgedacht: Pro Rakete sollen jeweils 32 Satelliten ins All geschossen werden. DafĂŒr liefert der Schweizerische Ruag-Konzern die Technik.
   MerkwĂŒrdig am OneWeb-Projekt ist, dass es ĂŒberhaupt keine sichere Kalkulation gibt, ob der weltweite Betrieb sich ĂŒberhaupt rechnen wird. Dennoch haben vor allem japanische Banken zwei Milliarden Euro vorgestreckt, damit das Projekt realisiert werden kann.
   Kommt zu diesem Weltraum-Internet noch die irdische, gesundheitlich sehr umstrittene 5. Mobilfunkgenration (5G-Mobilfunk) hinzu, so ist ĂŒber dem gesamten Globus ein dichtes digitales Netz gespannt, das das Alltagsleben komplett ĂŒberwachen und steuern kann.

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Heimlicher Superkiller Glyphosat? 

   Die öffentliche Diskussion um das Pflanzenschutzmittel Glyphosat dreht sich fast ausschließlich um die Frage, ob es krebserregend ist. Auf eine andere, mindestens ebenso große Gefahr weist Maria Finckh, Professorin fĂŒr Pflanzenschutz in der ökologischen Landwirtschaft an der UniversitĂ€t Kassel-Witzenhausen, in dem Magazin Movum hin, das vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) gemeinsam mit einigen UmweltverbĂ€nden herausgegeben wird. Bei einem Besuch in Florida hatte sie eine Kollegin getroffen, die bei ihren Forschungen in Zitrusplantagen eine alarmierende Entdeckung gemacht hatte:   â€žIn allen Böden, in denen Glyphosat angewendet wurde, gab es eine erhebliche Resistenz [WiderstandsfĂ€higkeit] gegen Antibiotika ...“ Diese Resistenz betreffe ausgerechnet Organismen, die beim Menschen zum Beispiel Tetanus oder gefĂ€hrliche Darminfektionen auslösen könnten. DarĂŒber hinaus fĂŒhre Glyphosat zu einem unheilvollen Kreislauf: „Der Einsatz von Glyphosat hat auch Auswirkungen auf die MikronĂ€hrstoffe im Boden, denn dorthin geben es die Pflanzen ĂŒber ihre Wurzeln ab. Kalium, Magnesium, Zink, Kobalt, Mangan und Eisen werden festgelegt. Die Situation im Boden wiederum bleibt nicht ohne Folgen fĂŒr die Pflanzen, ĂŒber die der NĂ€hrstoffmangel und auch das Glyphosat wieder in den ErnĂ€hrungskreislauf geraten.“ So habe, fĂŒrchtet sie, die gesamte Problematik der Resistenzen gegenĂŒber Antibiotika viel mit dem Einsatz von Glyphosat zu tun. Es sei aber nicht nur das Glyphosat selbst, das Probleme mache. Die Pflanzen wĂŒrden es nĂ€mlich zu einem Stoffwechselprodukt abbauen, das giftiger als das Glyphosat selbst und unter anderem stĂ€rker krebsauslösend sei.
   Außerdem zeige Glyphosat „Pseudohormon-AktivitĂ€t“, Ă€hnlich wie bei dem Insektizid DDT. Daher komme es zu einem erhöhten Risiko fĂŒr neurodegenerative Erkrankungen, also Alzheimer und Parkinson, oder auch fĂŒr Autismus. Finckh: „Es ist schon sehr beĂ€ngstigend, wenn man Berichte von Menschen hört, deren Kinder anfangen, Autismus zu entwickeln – und die dann sagen diese Symptome seien verschwunden, nachdem sie auf rĂŒckstandsfreie Nahrung umgestellt hĂ€tten.“
   Glyphosat und auch das genannte Stoffwechselprodukt wĂŒrden im Gehirn am sogenannten Rezeptor des GeschmacksverstĂ€rkers Glutamat andocken: „Den nehmen wir alle in verarbeiteten Lebensmitteln oder in Restaurants ĂŒberall zu uns, selbst dann, wenn wir zuhause nicht damit kochen. Und diese Tatsache treibt mich wirklich um: dass wir hier mit einer Kombination von Stoffen konfrontiert sind, die möglicherweise synergistische [zusammenwirkende] Effekte haben. Die vermutlich noch gar nicht genau erforscht sind. Wenn wir es mit zwei Stoffen zu tun haben, die möglicherweise an derselben Stelle im Gehirn zu Reaktionen fĂŒhren, muss man mit der Risikoanalyse noch einmal anders vorgehen als bei nur einer Substanz. Das ist immer das Problem mit Gefahren in der Umwelt: Es ist unmöglich, alle Interaktionen zu testen. Ich fĂ€nde es angezeigt, die Wechselwirkungen von Glyphosat und Glutamat in der ErnĂ€hrung insbesondere mit Blick auf das Gehirn zu untersuchen.“
   Unterdessen beginnt in den USA mit Genehmigung der Umweltbehörde ein Experiment, dessen Ausgang selbst fĂŒr kundige Wissenschaftler ungewiss ist: Weil ein SchĂ€dling etwa 90 Prozent der BĂ€ume in den Zitrusplantagen Floridas befallen hat, dĂŒrfen dort jetzt Antibiotika versprĂŒht werden — hunderttausende Kilogramm, obwohl wissenschaftlich gar nicht gesichert ist, dass dies helfen wird, und obwohl in den Böden dort bereits starke Antibiotika-Resistenzen festgestellt wurden.

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Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
bedĂŒrfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages:
TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,



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z.B. 39. Jahrgang - Nr. 5 Mai 2019

Die Themen: Pflanzen: Gottes phantastische Schöpfung. - Parzany kritisiert moderne Bibelauslegung. - Gedenken an Prof. Dr. Eta Linnemann. - Lobpreis: Wort- oder Musik-Gottesdienst? - William P. Young: Hölle kann was Gutes sein. - Sri Lanka-Attentate und Christus-Zeugnisse. - AKK glaubt an Auferstehung Jesu. - Nahost-Friedensplan vor Veröffentlichung? - Mal wieder: Finanz- und Wirtschaftscrash droht. - Schweizer stimmen ĂŒber „Zensur-Gesetz“ ab. - Migranten leisten enorme Entwicklungshilfe. - An Hochschulen: Debattenkultur in Gefahr. - Wegen Israel: Deutschland sollte den Mund halten. - Warum China die USA ĂŒberholt. - Insekten als Waffen. - Zu wenige Christen: ARD Ă€ndert Oster-Programm.



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Thema „Lobpreis“: Wort-Gottesdienst oder Musik-Gottesdienst? 

   Gott scheint keineswegs jede Art von Musik zu gefallen. Im alttestamentlichen Buch Amos im 5. Kapitel findet sich ein Ausspruch Gottes in Bezug auf das Volk Israel, der so lautet: „Tue nur weg von mir den LĂ€rm deiner Lieder, und dein Harfenspiel mag ich nicht hören.“
   Im Neuen Testament finden sich nur vier Bibelstellen, die konkrete Lehranweisungen zum Gesang geben: 1.Kor.14,15; Eph.5,18-19; Kol.3,16 und Jak.5,13. Das ist erstaunlich wenig, wenn man bedenkt, welche Bedeutung Musik, besonders der musikalische Lobpreis, heute spielt. Von den ersten Christen wird in Apg.2,42 nicht geschrieben: „Sie blieben bestĂ€ndig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen, in den Gebeten sowie in vielen LobgesĂ€ngen.“ Werden Gesang und Musik in unseren Gemeinden mittlerweile völlig ĂŒberwertet? Genau diese Frage will die neue Ausgabe der Zeitschrift „GemeindegrĂŒndung“ der Konferenz fĂŒr GemeindegrĂŒndung (KfG) beantworten. Die Autoren – darunter ein ausgewiesener Musikfachmann – versuchen, aus rein biblischer Sicht Gesang und Musik unserer Tage in christlichen Gemeinden zu analysieren und zu bewerten. Dabei kommen sie zu einwandfrei belegten Aussagen, die manchen Lobpreis-Fan nachdenklich stimmen mĂŒssen – wenn Gottes Wort fĂŒr ihn noch eine Bedeutung hat. Will Gott wirklich mit „weltlicher“ Musik angebetet werden, mit Lobpreisliedern, die oft in einen Musik-„LĂ€rm“ eingebettet sind?
   Laut Joh. 4,24 will Gott in Geist und Wahrheit angebetet werden. Ob zu diesem Weg der Anbetung Gottes die Lobpreismusik dienlich sein kann, darauf gibt das KfG-Heft aus Sicht der Bibel eine Antwort.
   Die Autoren des KfG-Heftes verteufeln keineswegs Gesang und Musik in der christlichen Gemeinde. Aber sie arbeiten den Schwerpunkt heraus, dass jede Art vonMusik zur Ehre Gottes dem Wesen Gottes entsprechen und nicht WesenszĂŒge der „Welt“ tragen sollte. Denn: Musik ist keinesfalls neutral. Auch fĂŒr diesen Aspekt prĂ€sentieren die Autoren hieb- und stichfeste Argumente.
   Im KfG-Heft, das auch einen Artikel zur Hillsong-Bewegung beinhaltet, finden sich ferner etliche „Leitlinien fĂŒr eine biblische Musik- und Lobpreispraxis in der Gemeinde“. Das Heft sowie auch ein spezieller Sonderdruck zum Thema „Generation Lobpreis – kapitulieren wir?“ können unter folgender Adresse gratis (jeweils 1 Exemplar) bezogen werden:
   Christlicher Mediendienst (CMD), Mackenzeller Str. 12, 36088 HĂŒnfeld, Telefon 06652 - 918187 (Fax: 98189), Internet: www.mediendienst.org 

           TOPIC  Nr. 05/2019



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William Paul Young: Evangelikale geben gefĂ€hrlichem Irrlehrer eine BĂŒhne 

   Wussten Sie, dass die brennende Hölle in der Bibel eine Eigenschaft Gottes sein kann – ein Ausdruck seiner Liebe? Die Hölle dĂŒrfte dann keineswegs als ein Ort der ewigen Trennung von Gott verstanden werden. Haben Sie schon einmal darĂŒber nachgedacht, dass die Hölle nicht gegen Sie ist, sondern in Wirklichkeit fĂŒr Sie, weil sie ein Ort der Reinigung durch Gott sein könnte, in dem alles Böse aus Ihnen herausgebrannt wird?
   Wenn Sie das noch nicht gewusst haben, dann sollten Sie vielleicht öfters mal bei Bibel-TV hereinschauen, denn genau dort erklĂ€rte am 16. April 2019 ein netter Amerikaner diese Vorstellung von der Hölle. Dieser nette Amerikaner ist seit Mitte 2018 regelmĂ€ĂŸig im Programm von Bibel TV zu sehen – insgesamt in 25 Folgen noch weit bis in das Jahr 2019 hinein. Er erlĂ€utert darin sein Buch, das zum weltweiten Millionen-Bestseller wurde: „Die HĂŒtte – GesprĂ€che mit Gott“ (s. TOPIC 7/2009). In dem Roman schildert der Autor, der kanadische Missionarssohn William Paul Young, GesprĂ€che mit „Gott“.
   Jesus ist in dem Roman ein „guter alter Junge“, der gerne Dinge in Ordnung bringt. Er lacht ĂŒber plumpe Witze, hat etwas von einem Trottel, befasst sich mit dem Fischen von Forellen, indem er – auf dem Wasser laufend – ihnen nachjagt. Der „HĂŒtte-Jesus“ umarmt und lacht gerne mit den beiden anderen Mitgliedern der „Dreieinigkeit“ und fĂŒhrt lange Dialoge mit ihnen. Dabei tritt Gott in der Figur einer dicken afro-amerikanischen Frau auf, der Heilige Geist als zartgliedrige asiatische Dame. Der gute, alte Junge, die Dicke und die Asiatin vermitteln als „Orakel Gottes“ „göttliche“ Einsichten und ErklĂ€rungen zum menschlichen Leben.
   William Paul Young ist kein glĂ€ubiger Christ, da er Theorien prĂ€sentiert, die völlig der Bibel widersprechen – nicht nur zum Thema „Hölle“. Auf einem Esoterik-Festival 2010 in Hamburg sagte Young: „Wir sind alle in Christus gestorben, ob wir es wollen oder nicht, ob wir es wissen oder nicht. Papi liebt euch alle!“ Von daher ĂŒberrascht es auch nicht, dass fĂŒr Young alle Wege irgendwie zu Gott fĂŒhren. Logischerweise postuliert er in seinem Buch „LĂŒgen, die wir uns ĂŒber Gott erzĂ€hlen“, es sei eine „LĂŒge“, jemandem zu sagen, „Du musst gerettet werden!“ Young will Gott sogar so gut kennen, dass er behauptet, Gott sei sogar bereit, sich unseren Entscheidungen zu unterwerfen.
   Es ist schlimm genug, dass sich jemand Christ nennt und Blasphemisches am laufenden Band serviert. Fast noch schlimmer ist es aber, dass diesem gefĂ€hrlichen Irrlehrer eine große evangelikale BĂŒhne nicht nur in Bibel TV geboten wird. Vor Ostern 2019 tourte Young durch die Schweiz und wurde auch zu einem „Abend mit William Paul Young eingeladen“. Als Veranstalter firmierten:
Anglican Church Basel, Chrischona-Gemeinde Muttenz, Ev. Mennonitengemeinde SchĂ€nzli (Muttenz), Gebetshaus Basel (House of Prayer) und die ĂŒberkonfessionelle Freikirche ICF Basel

         TOPIC  Nr. 05/2019



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Wird Trump in KĂŒrze Weichen von historischer Bedeutung stellen? 

   In den letzten zwei Jahren ereignet sich etwas im Nahen Osten, was vor fĂŒnf Jahren noch niemand fĂŒr möglich gehalten hat: Ein Großteil der arabischen Welt geht friedlich auf Israel zu.
   November 2017: Eine Delegation aus Bahrain besucht Israel. April 2018: Der neue starke Mann in Saudi-Arabien, Kronprinz Mohammed Bin Salman, erkennt das Existenzrecht Israels an. November 2018: Bei einem Besuch einer Delegation von israelischen Geheimdienstmitarbeitern im Oman plĂ€diert der omanische Außenminister fĂŒr normale Beziehungen zu Israel. Februar 2019: In Warschau treffen sich Vertreter aus arabischen Staaten und Israel zu einer Nahost-Konferenz. Bahrain spricht sich auf der Konferenz fĂŒr normale Beziehungen zu Israel aus. MĂ€rz 2019: Auch der Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate plĂ€diert fĂŒr Beziehungen zu Israel.
   Was ist plötzlich los im Nahen Osten? In einem Beitrag fĂŒr das evangelikale Magazin Israelnetz bringt der Abteilungsleiter fĂŒr AuswĂ€rtige Angelegenheiten im Nachrichtendienst-Ministerium des israelischen Premiers Netanjahu es so auf den Punkt: Arye Sharuz Shalicar schreibt: „Der Hauptgrund fĂŒr die AnnĂ€herung zwischen den Golfstaaten und Israel ist somit ganz klar der Iran, der sowohl eine nukleare und eine ballistische als auch eine Terrorbedrohung von außen und von innen darstellt.“ Abgesehen vom Schicksal Israels befĂŒrchten die sunnitischen Staaten des Nahen Ostens, dass der schiitische Iran die Vormachtstellung in der Region anstrebt. Da nur Israel dem Iran militĂ€risch ebenbĂŒrtig, wenn nicht gar ĂŒberlegen, ist, scharen sich die sunnitischen Staaten hinter Israel nach dem Motto: Der Feind meines Feindes ist mein Freund.
   Es ist völlig klar: Wenn der Iran in KĂŒrze in diesem Machtpoker nicht klein beigibt – was schier unvorstellbar erscheint –, dann wird es zu einem großen Endkampf um die islamische Vorherrschaft im Nahen Osten kommen. Dieser Endkampf könnte dadurch ausgelöst werden, dass Donald Trump seinen Nahost-Friedensplan aus der Tasche zieht, der eine neue Ordnung in der Region vorsieht.
   Arabische Medien haben im April angebliche Details aus diesem Friedensplan bekannt gemacht. Die Einzelheiten sind jedoch in verschiedenen Medien widersprĂŒchlich. Die arabischsprachige libanesische ZeitungAl-Akhbar berichtete, dass nach dem US-Plan bis zu eine Million PalĂ€stinenser nach Jordanien umgesiedelt werden sollen. DafĂŒr sollen umgerechnet knapp 40 Milliarden Euro an Entwicklungsgeldern aus Saudi-Arabien und den Golfstaaten zur VerfĂŒgung gestellt werden. Jordanien soll auch Land von Saudi-Arabien nach diesem Plan erhalten. Da es nach dem Plan keine Zweistaaten-Lösung gibt, will man PalĂ€stinensern freien Zugang nach Ägypten gewĂ€hren, damit sie dort nicht nur arbeiten, sondern auch die Ă€gyptische StaatsbĂŒrgerschaft erwerben können. DafĂŒr soll Ägypten EntschĂ€digungen von umgerechnet 57 Milliarden Euro erhalten, um Projekte im Norden des Sinai zu entwickeln. Die 450.000 palĂ€stinensischen FlĂŒchtlinge im Libanon sollen die Option bekommen, nach Israel zurĂŒckzukehren oder die libanesische StaatsbĂŒrgerschaft anzunehmen. In Bezug auf die islamischen StĂ€tten in Jerusalem ist nach dem Plan angeblich vorgesehen, Jordanien den bisher schon ausgefĂŒhrten Aufsichtsstatus auf dem Tempelberg zu belassen.
   Es muss natĂŒrlich abgewartet werden, was tatsĂ€chlich im Friedensplan steht. Ab dem 15. Mai – also nach den Feiern zur StaatsgrĂŒndung Israels am 14. Mai – will Trump nach unbestĂ€tigten Informationen aus den USA den neuen Nahost-Friedensplan der Öffentlichkeit vorstellen. Doch gibt es dann wirklich bald Frieden im Nahen Osten? Nach TOPIC vorliegenden Informationen haben die Amerikaner in den letzten Wochen in Israel ein Flugabwehrsystem fĂŒr Mittel- und Langstreckenraketen installiert, das sie aus den eigenen US-BestĂ€nden genommen und im Heiligen Land installiert haben. Warum wohl? Mittel- und Langstreckenraketen haben in Bezug auf die Region nur der Iran und seine mĂ€chtigen VerbĂŒndeten Russland und China. Angesichts der schon beschriebenen Entwicklungen im Nahen Osten deutet einiges darauf hin, dass es zunĂ€chst einen Krieg geben wird. Und der gemeinsame Feind fast aller bedeutenden politischen KrĂ€fte vor Ort heißt: Iran. 

           TOPIC  Nr. 05/2019



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Finanz- und Wirtschaftscrash: Die Anzeichen mehren sich mal wieder 

   Die aktuellen Entscheidungen von zwei mĂ€chtigen Zentralbanken haben bisher nur Experten alarmiert. Die Deutschen-Wirtschafts-Nachrichtenschrieben dazu: „Zentralbanken bereiten die Öffentlichkeit auf schwere Zeiten vor.“ Die meisten der sogenannten NormalbĂŒrger können kaum nachvollziehen, welche Tragweite mit diesen Entscheidungen der Notenbanken verbunden ist.
   Da meldet die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB), dass die Null-Zins-Politik in Bezug auf Kredite fĂŒr GeschĂ€ftsbanken weiter fortgesetzt wird. Das bedeutet: Die Banken brauchen auch weiterhin nicht mehr das Geld ihrer Sparer, um Kredite vergeben zu können, sondern sie bekommen ihr Geld fĂŒr Kredite von der EZB zum Null-Tarif. Die Folge fĂŒr die Sparer: Banken geben ihren Sparern so gut wie keine Zinsen mehr, denn sie haben ja das spottbillige Geld von der EZB zur VerfĂŒgung. Warum macht die EZB das und woher nimmt sie das Geld?
   Mit dem billigen Geld will die EZB ĂŒber die Banken die europĂ€ische Wirtschaft ankurbeln Unternehmen sollen von ihren Banken supergĂŒnstige Kredite bekommen, um investieren zu können. LĂ€ngst hat diese Form der EZB-Kreditvergabe die zwei Billionen-Euro-Grenze ĂŒberschritten. Das Geld dafĂŒr druckt die EZB ab 2015 einfach selbst. Die Tatsache nun, dass die EZB diese Null-Zins-Kreditvergabe weiterfĂŒhrt, kommentieren die Deutschen-Wirtschafts-Nachrichten so: „Faktisch handelt es sich dabei um das EingestĂ€ndnis der EZB, dass permanente Investitionen mit dem aus dem Nichts geschaffenen Geld notwendig sind, um die europĂ€ische Wirtschaft und die Banken ĂŒber Wasser zu halten.“
   Auch jenseits des Atlantiks ist die US-Notenbank Fed zur Einsicht gelangt, dass ohne das Geld, das sie aus dem Nichts schafft und billig zur VerfĂŒgung stellt, die US-Wirtschaft langfristig nicht gut laufen wird. Umgerechnet vier Billionen Euro pumpte die Fed in letzter Zeit in den amerikanischen Wirtschaftskreislauf und sorgte dafĂŒr, dass die US-Wirtschaft eine ScheinblĂŒte erlebte – allein durch Schulden hochgepuscht.
   Seit kurzer Zeit ist etwas eingetreten, was etliche Wirtschaftsfachleute schon frĂŒher erwartet hatten: ein krĂ€ftiger Abschwung im Welthandel, eine Rezession, die Weltkonjunktur geht zurĂŒck. Das Problem ist nun, dass die Zentralbanken nicht so einfach immer weiter Geld aus dem Nichts schaffen können. Das Pulver im Kampf gegen eine sich abschwĂ€chende Weltwirtschaft sei grĂ¶ĂŸtenteils verschossen, urteilt der Internationale WĂ€hrungsfonds(IWF). Die Welt sei viel weniger vorbereitet auf die bevorstehende Rezession als auf die letzte große Krise 2008. Laut IWF wird der wirtschaftliche Abschwung spĂ€testens 2020 einsetzen. Laut Fed kommt der Crash, wenn die permanenten Eingriffe mit dem billigen Geld nicht fortgesetzt werden. Laut IWF sei aber genau dieses Pulver verschossen. Wer hier 1 und 1 zusammenrechnet, der muss davon ausgehen: Ein weltweiter Finanz- und Wirtschaftscrash scheint unmittelbar vor der TĂŒr zu stehen. 

           TOPIC  Nr. 05/2019



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Schweizer werden ĂŒber „Zensur-Gesetz“ abstimmen

   In unserer MĂ€rz-Ausgabe 2019 hatten wir unter der Überschrift „Ausgerechnet in der Schweiz: Christen könnte GefĂ€ngnis drohen“ ĂŒber einen Gesetzesentwurf berichtet, der die MeinungsĂ€ußerungs- und Gewissensfreiheit in der Schweiz einschrĂ€nken könnte. Hintergrund: Das Schweizer Parlament hatte im Dezember 2018 entschieden, im Rahmen der Anti-Rassismus-Strafreform auch Aufrufe zu Hass und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung unter Strafe zu stellen – Verurteilungen bis zu drei Jahren GefĂ€ngnis waren vorgesehen. Gegnern dieser „Reform“ geht diese Ausweitung zu weit. Sie sehen die Gewissensfreiheit bedroht, wenn beispielsweise christliche Hotelbesitzer sich aus GlaubensgrĂŒnden weigern, einem schwulen Paar ein Zimmer zu vermieten. Auch die biblische Bewertung von praktizierter HomosexualitĂ€t wĂ€re unter UmstĂ€nden vom geplanten Gesetz betroffen gewesen.
   Um dieses „Zensur-Gesetz“ zu stoppen, hatte sich ein ĂŒberparteiliches Komitee gebildet, das per Referendum einen Volksentscheid im Alpenstaat bewirken wollte. Um das zu erreichen, mussten bis Ende MĂ€rz mindesten 50.000 beglaubigte Unterschriften gesammelt werden, um sie dann bei der Schweizer Bundeskanzlei einzureichen. Wie das Referendums-Komitee in einer Pressemitteilung schrieb, habe sich nach einem „harzigen Start [
] im Laufe des Monats MĂ€rz eine erstaunliche SammelaktivitĂ€t entwickelt.“
   Die MĂ€rz-Ausgabe von TOPIC erschien in der Schweiz zum 10. MĂ€rz. Wir danken allen TOPIC-Lesern, die sich aufgrund unseres Artikels am Referendum beteiligt haben. Denn: Am 8. April 2019 ĂŒberreichte das Komitee der Bundeskanzlei 70.349 beglaubigte Unterschriften. Somit können alle stimmberechtigten Schweizer in einem Volksentscheid ĂŒber das geplante „Zensur-Gesetz“ abstimmen. Die Referendums-Akteure hoffen nun darauf, dass jetzt die Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten mit einem eindeutigen „Nein“ zum „Zensur-Gesetz“ votieren wird.

           TOPIC  Nr. 05/2019



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z.B. 39. Jahrgang - Nr. 6 Juni 2019

Die Themen: Der Islam unterwirft Europa. - 25-millionste Gideon-Bibel fĂŒr SchĂ€uble. - Schwulsein und Christ – geht das? - Prominente Bibeltreue gestorben. - Kampf um die Bibeltreue geht weiter. - Welteinheitsreligion: Abu Dhabi im Zentrum. - Besatzungsrecht immer noch in Deutschland. - Digitalisierung schadet unseren Seelen. - Schulische Sexualerziehung: Ein Vater wehrt sich. - Viele Afrikaner wollen auswandern. - FlĂŒchtlinge bringen Antisemitismus mit. - Bargeldloses Zahlen beeinflusst Gehirn. - GefĂ€hrliche Organspende-Regelung in der EU. - Aspekte zum Hirntod. - China will Strom aus dem Weltall holen.



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Islam: die geplante Unterwerfung Europas
AuszĂŒge:

   Paris, 15. April 2019. Die Kathedrale von Notre Dame steht in Flammen. Einen Monat spĂ€ter ist die Brandursache noch nicht geklĂ€rt. Erste VorschlĂ€ge fĂŒr einen Wiederaufbau werden jedoch schon diskutiert. Das Dach mit der Turmspitze und dem Kreuz soll nicht mehr original wiederhergestellt werden. Der französische Innenminister Christophe Castaner, ein Sozialist und Freimaurer, spricht davon, dass Notre Dame keine christliche Kathedrale mehr sei, sondern ein Ort, an dem nun das moderne und vielfĂ€ltige Frankreich demonstriert werden solle. Die bisher vorgelegten VorschlĂ€ge sehen ein Dach aus Stahl und Glas vor oder eine reflektierende Kristall-Konstruktion aus Glas und Edelstahl. Ein weiterer Vorschlag: Notre Dame solle ein „anmutiges“ islamisches Minarett bekommen; jedenfalls keinen Turm mehr mit Kreuz. 
.

   WĂ€hrend die halbe Welt entsetzt war ob der Teilzerstörung des rund 800 Jahre alten Gotteshauses, kamen aus der islamischen Welt via sozialer Medien Jubel-Bekundungen. Man deutete den brennenden, darnieder stĂŒrzenden Turm mit dem Kreuz als Fall des Christentums in Europa
.. 


 warum soll da die Politik dieser Unbedenklichkeit nicht folgen? Da streicht im April 2019 die Justizministerin Katarina Barley (SPD) einen Passus aus einem Gesetzentwurf von CSU-Bundesinnenminister Horst Seehofer. Dieser Passus besagte, dass niemand in Deutschland eingebĂŒrgert werden darf, der in einer Vielehe nach Deutschland kommt. Schließlich steht die Vielehe in Deutschland unter Strafe. Doch was macht Angela Merkel? Unter ihrer Leitung beschloss das Kabinett genau diesen von Barley geĂ€nderten Gesetzentwurf, der jetzt einen Zuzug von MĂ€nnern mit mehreren Frauen offen lĂ€sst

 

  Jean-FrĂ©dĂ©ric Poisson ist seit 2013 Vorsitzender der französischen Christdemokraten und gehört zum Untersuchungsausschuss ĂŒber die Methoden des Islamischen Staates (IS). 2018 veröffentlichte er das Buch „L’islam Ă  la conquĂȘte de l’Occident“ (in etwa: „Die Eroberung des Westens durch den Islam“). In dem Werk, das es bisher nur auf Französisch gibt, berichtet er von der 9. Islamischen Konferenz von muslimischen Staaten aus dem Jahr 2000. Auf dieser Zusammenkunft wurde ein Dokument verabschiedet, das die Strategien beschreibt, wie Europa islamisch unterworfen werden kann. Wörtlich heißt es, dass Schritt fĂŒr Schritt eine „Ersatzgesellschaft“, gemeint ist eine Austauschgesellschaft, etabliert werden solle. In diesem Strategiepapier wird laut Poisson auch davon gesprochen, dass die LĂŒge (die Taqiya und ihre vielfĂ€ltigen Formen) fĂŒr diesen Prozess erlaubt sei. Ein Dialog mit NichtglĂ€ubigen mĂŒsse nach den Regeln des Dhimmitums immer zum Ziel haben, Nicht-Muslime zu unterwerfen. Nach Poisson hĂ€tten die Muslime einen konkreten Plan, um Europa umzugestalten. Dazu gehöre auch die EinfĂŒhrung von muslimischen Sitten und GebrĂ€uchen in die abendlĂ€ndische Gesellschafts-Ordnung



         TOPIC  Nr. 06/2019



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Weg zur Welteinheitsreligion: Welche Rolle spielt Abu Dhabi dabei?

   Abu Dhabi ist ein Emirat, also eine Art FĂŒrstentum, und gehört mit weiteren sechs Emiraten zu den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Die Stadt Abu Dhabi hat etwa 1,5 Millionen Einwohner und ist zudem die Hauptstadt der VAE. Dank riesiger Gas- und Ölreserven sind die sieben Emirate der VAE reich – sehr reich.
   Was in den letzten zwei Jahren in Abu Dhabi geschah, darĂŒber haben westliche Medien nur wenig berichtet. Die sunnitische Herrscherfamilie von Abu Dhabi startet ein gigantisches Projekt, das eine Art weltweites Leuchtturm-Projekt fĂŒr Toleranz und die WertschĂ€tzung kultureller Vielfalt sein soll. In diesem Zusammenhang bezeichnet sich Abu Dhabi sogar als globale Hauptstadt.
   In einem Beitrag fĂŒr das „Jahrbuch Religionsfreiheit 2019“ hat der deutsche ev. Theologe Gerhard Arnold einmal die HintergrĂŒnde beleuchtet zu einem Treffen von 700 internationalen ReligionsfĂŒhrern – darunter der Papst – Anfang Februar 2019 in Abu Dhabi. Eingeladen zu dieser Konferenz hatten die VAE und eine Gruppe von einflussreichen muslimischen Gelehrten: der muslimische Ältestenrat (Muslim Council of Elders). An der Spitze dieses Ältestenrates steht Ahmad al-Tayyeb (Kairo), der einflussreichste Geistliche des sunnitischen Islams. Abu Dhabi hatte die ReligionsfĂŒhrer als StaatsgĂ€ste eingeladen und ĂŒbernahm sĂ€mtliche Kosten. Aus Deutschland waren u. a. dabei der ev. Ökumene“-Bischof Dr. Markus Dröge und Prof. Thomas Schirrmacher von der Weltweiten Ev. Allianz (WEA). Schirrmacher war von der WEA allerdings nicht alleine im WĂŒstenstaat, sondern gemeinsam mit dem GeneralsekretĂ€r der WEA, Efraim Tendero.
   Die Konferenz mit dem Titel „Globale Konferenz fĂŒr menschliche BrĂŒderlichkeit“ hatte einen bemerkenswerten VorlĂ€ufer im Jahr 2018. Mitte November 2018 fand der „Weltgipfel der Toleranz“ statt, zu dem Abu Dhabi 1.000 hochrangige Persönlichkeiten aus aller Welt eingeladen hatte. Die Teilnehmer setzten sich aus Politikern, Experten verschiedener Gebiete und religiösen FĂŒhrern aus aller Welt zusammen. Ziel dieser Konferenz war es, einen wesentlichen Impuls zu geben, um einerseits ein friedliches Zusammenleben auf diesem Globus zu fördern und andererseits jeglichen Extremismus zu bekĂ€mpfen.
   Beobachter dieser AktivitĂ€ten in Abu Dhabi waren ĂŒberrascht, dass nur drei Monate spĂ€ter in Abu Dhabi schon wieder eine Weltkonferenz – dieses Mal allein mit religiösen FĂŒhrern – einberufen wurde. Was hat der sunnitische Islam vor? Dieser Toleranz- und Charme-Offensive trauen manche Kritiker nicht. Denn sowohl die VAE als auch das befreundete Saudi-Arabien unterdrĂŒcken einen Teil ihrer Einwohner und fĂŒhren einen grausamen Krieg im Jemen.
   Zum Abschluss der Konferenz unterzeichneten der Papst und der „Obersunnit“ Ahmad al-Tayyeb ein Papier, in dem es heißt, dass die Vielfalt und Verschiedenheit der Religionen von Gott in seiner Weisheit gewollt seien (s. TOPIC 03/2019). So etwas wird ein Christ, der seinen Glauben allein auf die Bibel grĂŒndet, nicht unterschreiben können – und wollen.
   Wie Thomas Schirrmacher gegenĂŒber TOPIC erklĂ€rte, sei nur dieses eine Papier und nur vom Papst und von al-Tayyeb unterzeichnet worden. Die WEA habe mit diesem Papier nichts zu tun. Man habe in dieser Sache auch nicht mit muslimischen Vertretern oder mit der katholischen Seite Kontakt gehabt. Die WEA-Vertreter hĂ€tten jedoch die Chance der Einladung genutzt, um mit der Regierung Abu Dhabis ĂŒber die staatliche Anerkennung evangelikaler Gemeinden zu verhandeln. 

         TOPIC  Nr. 06/2019



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Siegener HammerhĂŒtte: Immer wieder Arena im Kampf um die Bibeltreue

   Am Samstag, den 16. November 2019, wird die Siegener HammerhĂŒtte erneut zur Arena werden, in der um die Bibeltreue gerungen werden soll. Prominente Bibeltreue wie Olaf Latzel oder Ulrich Parzany wollen dann auf die Kanzel der HammerhĂŒtte steigen, um zum Thema „Heilsame Lehre“ zu sprechen.
   Das Vereinshaus „HammerhĂŒtte“ war schon kurz nach seiner Errichtung 1880 Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen pietistischen Gemeinschaftlernund der ev. Kirche in Gestalt der Pfarrer des Siegerlandes. Immer wieder ging es um das Thema „Was bedeutet evangelisch im Licht der Bibel“.
   Was damals nur auf die Region beschrĂ€nkt war, wuchs ĂŒber 100 Jahre spĂ€ter weit ĂŒber das Siegerland hinaus. 1998 wurde der erste „Evangelische Orientierungstag“ in der HammerhĂŒtte veranstaltet. FĂŒr viele Christen innerhalb der evangelischen Kirche in Deutschland war schon vor ĂŒber 20 Jahren eine theologische Schmerzgrenze mehr als erreicht. Seit Jahrzehnten registrierten sie fassungslos, wie ihre Kirche theologisch und ethisch einen beispiellosen Niedergang erlebte. Auf breiter Front wurden seinerzeit im deutschen Protestantismus schon Positionen vertreten, die der Heiligen Schrift und den reformatorischen Bekenntnissen eklatant widersprachen: z. B. neue Gottesbilder, die Leugnung der Schöpfung, Missachtung der Gebote Gottes, Religionsvermischung etc.
   Namhafte Vertreter fĂŒr bibeltreue Positionen waren 1998 in die HammerhĂŒtte gekommen: Jens Motschmann, Konrad Eißler, Bernhard Kaiser, Joachim Cochlovius oder Thomas Schirrmacher. Getragen wurde der Evangelische Orientierungstag von Organisationen wie Christen fĂŒr die Wahrheit, Evangelische Notgemeinschaft, Evangelischer Aufbruch Mittelrhein, Evangelischer Gemeinschaftsverband Siegerland und Nachbargebiete, Gemeindehilfsbund, Gruppen der Bonner ErklĂ€rung in der Evangelischen Kirche im Rheinland und die Kamen-Initiative zur Bildung von Notgemeinden und Notsynoden.
   2011 wurde die „HammerhĂŒtte“ erneut zu einem Sammelpunkt fĂŒr Evangelische, die um eine biblische Orientierung kĂ€mpfen wollten. Siegen war einer von acht Orten, an denen die „Glaubens- und Besinnungstage“ angeboten wurden. Einer der HintergrĂŒnde, die zu den deutschlandweit veranstalteten „Glaubens- und Besinnungstagen“ fĂŒhrten: Die EKD hatte durch die Änderung im Pfarrdienstgesetz geregelt, dass nun auch homosexuelle Partnerschaften im Pfarrhaus erlaubt sind.
Damals wurde auch von einem Netzwerk von evangelikalen bibeltreuen Organisationen ein Positionspapier verabschiedet, in dem die „Irrlehren“ der ev. Volkskirche verurteilt wurden.
   Nun wird es im November 2019 im Grunde genommen wieder einmal um die Irrlehren der ev. Volkskirche gehen. Das Netzwerk Bibel und Bekenntnis unter Leitung von Ulrich Parzany will in der HammerhĂŒtte in Siegen einen Studientag „Heilsame Lehre“ anbieten. Der Tag soll um 10.30 Uhr beginnen und gegen 16.00 Uhr enden. Neben Latzel und Parzany werden auch der Biologe Dr. Markus Till (Weil im Schönbuch), der Pfarrer und Privatdozent Prof. Dr. Christian Stettler (Flaachtal, Schweiz) und Markus Hoffmann sprechen, der u. a. Homosexuelle seelsorgerlich berĂ€t und betreut.
   Betrachtet man die Geschichte des Kampfes um Bibeltreue innerhalb der ev. Kirche, so ist die HammerhĂŒtte eine Arena, wo sehr viel kĂ€mpferisch ausgesprochen wurde. Gleichwohl wurde dadurch der Niedergang der ev. Kirche nicht aufgehalten – vielleicht aber ein wenig verzögert. Zumindest waren die bisherigen Veranstaltungen eine Ermutigung fĂŒr ev. Christen, einen bibeltreuen Glauben tapfer zu bezeugen.  

           TOPIC  Nr. 06/2019



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Urlaubszeit ist auch Unfallzeit: Organspende-Regelungen in der EU

   Jedes Jahr gehören sie zu den beliebtesten UrlaubslĂ€ndern der Deutschen: Österreich, Italien, Frankreich oder Spanien. Was viele deutsche Urlauber nicht wissen: In diesen – und nicht nur in diesen – EU-LĂ€ndern wird man automatisch zum Organspender, wenn man sich nicht ausdrĂŒcklich dagegen ausgesprochen hat. Das ist in Deutschland noch nicht so.
   Erleiden Sie beispielsweise in Österreich einen schweren Unfall mit Hirnverletzungen, dann könnte Folgendes sehr schnell auf Sie zukommen: Sie landen zunĂ€chst auf einer Intensivstation. Dort werden alle Ihre lebenswichtigen Funktionen per Maschinen aufrechterhalten. Irgendwann entscheiden Ärzte, Sie seien hirntot. Ihr Herz schlĂ€gt zwar noch, die Atmung funktioniert auch noch, Sie bekommen Mund- und Hautpflege, erhalten Medikamente und Ihr Körper ist ganz warm. Sie sehen aus, als ob Sie schliefen. Dann entscheiden die Ärzte: ab auf den Seziertisch. Man spritzt Ihnen Fentanyl, ein Schmerzmittel, das etwa 100-mal so stark ist wie Morphin. Sie leben ja noch – irgendwie – und könnten Schmerz empfinden. Und Sie könnten sich gegen Schmerz wehren, deshalb schnallt man Sie auch zusĂ€tzlich an. Dann trennt man Sie mit Skalpell und TrennjĂ€ger vom Kinn bis zum Schambein auf und spreizt Ihre KörperhĂ€lften wie eine Wanne auseinander. Als NĂ€chstes kippen die Operateure eiskalte Perfusionslösung in Sie hinein, um dann die verwertbaren Organe zu entnehmen, die eventuell einem wartenden Patienten eingepflanzt werden können. Um die ausgeweidete Leiche einigermaßen ansehnlich aussehen zu lassen, werden vor dem ZunĂ€hen die HohlrĂ€ume ausgestopft und der Körper manchmal mit einem schlichten Besenstiel stabilisiert.
   Eine Mutter, die auf DrĂ€ngen der Ärzte die Organe ihres schwer verunglĂŒckten Sohnes zur Transplantation frei gegeben hatte, schilderte den letzten Blick auf den noch nicht prĂ€parierten Leichnam ihres geliebten Kindes so: „Ich habe meinen Sohn vor seiner Beerdigung noch einmal gesehen. Er erinnerte mich an ein ausgeschlachtetes Auto, dessen unbrauchbare Teile lieblos auf den MĂŒll geworfen wurden. KanĂŒlen steckten noch in seinen Armen und HĂ€nden. Ein Schnitt zog sich von seiner Kinnspitze bis tief in den Ausschnitt seines Hemdes. Die Augen fehlten.“ Der SPD-Politiker und Arzt Dr. Wolfgang Wodarg war von 1994 bis 2009 Bundestagsabgeordneter. Als er einmal darum bat, als Zuschauer einer Organentnahme beizuwohnen, wurde ihm dieser Wunsch abgeschlagen. Das hat seinen Grund. Organentnahmen sind mehr als blutig. Die Operateure mĂŒssen meist auf Matten und TĂŒchern stehen, da um sie herum eine Blut- und WasserĂŒberschwemmung stattfindet. In der Regel werden Organentnahmen auch nachts durchgefĂŒhrt, um nicht zu viel Aufsehen zu erregen.
   Joseph Ratzinger hatte als Kardinal noch fĂŒr die Organspende geworben und sie als Akt christlicher NĂ€chstenliebe bezeichnet. Auch er selbst war bereit, Organe zu spenden. Als Papst Benedikt XVI. nahm er diese Entscheidung zurĂŒck, nachdem er die ganze Wahrheit ĂŒber den Vorgang einer Organspende kannte. Warum wohl? FĂŒr hirntot ErklĂ€rte sind nicht wirklich tot. Sie sind Sterbende. Damit Transplantations-Mediziner aber nicht zu Mördern werden, definierte das Harvard Ad Hoc Committee 1968 in den USA den Tod des Menschen neu. Es erschuf einen „neuen“ Tod. Er ist eigentlich eine Erfindung der Transplantations-Medizin.
   Was muss ich als Urlauber nun unternehmen, um bei einem schweren Unfall im Urlaubsland nicht sofort „ausgeschlachtet“ zu werden? Der sicherste Weg ist der, einen schriftlichen Widerspruch zur Organentnahme –möglichst in Landessprache – bei den Ausweispapieren zu tragen. Wer auf „Nummer sicher“ gehen will, muss sich die MĂŒhe machen, einen Eintrag im „Widerspruchsregister gegen Organspende“ des jeweiligen Landes zu erwirken. Hilfreiche Informationen dazu finden sich im Internet unter www.transplantation-information.de. 

           TOPIC  Nr. 06/2019



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Aspekte zum Hirntod

   Seit Jahrtausenden kann jeder Mensch, egal wo auf der Welt, feststellen, ob ein anderer Mensch wirklich tot ist. Sichere Todeszeichen sind bis heute: Leichenstarre, Totenflecken und beginnender Verwesungsgeruch. Heute bedarf es mindestens zweier Ärzte, die nach umfĂ€nglichen Untersuchungen den „neuen Tod“, den Hirntod, bescheinigen mĂŒssen. Damit kann aber der Hirntote noch nicht beerdigt werden, denn der gesamte Körper lebt ja noch. Dass der Hirntod niemals als Tod anerkannt werden dĂŒrfte, beweist eine ganz einfache Tatsache: Nicht wenige als hirntot erklĂ€rte Patienten wurden wieder vollstĂ€ndig gesund. DarĂŒber berichtet der Katholik und Jurist Prof. Dr. Wolfgang Waldstein in dem Buch „Hirntod – Organspende“. Er schildert mehrere FĂ€lle von sogenannten Hirntoten, bei denen die Angehörigen sich weigerten, den Körper fĂŒr eine Organentnahme freizugeben. Nach Wochen, manchmal Monaten, waren diese „Toten“ dann wieder quicklebendig. Der Hirntote im Bett einer Intensivstation ist nicht – besser: noch nicht – tot. Erst bei einer Organentnahme auf dem Operationstisch wĂŒrde er wirklich sterben.
   Es ist eine unfassbare HochmĂŒtigkeit und Selbstherrlichkeit, wenn sich der Mensch anmaßt, ĂŒber Leben und Tod zu entscheiden. Aber genau das tun die Transplantations-Mediziner. Sie erklĂ€ren einen Menschen, der noch lebt, fĂŒr tot und töten einen Menschen, der noch lebt. Wie abartig dieses ist, zeigt auch der Aspekt, dass Transplantationen ein RiesengeschĂ€ft sind. FĂŒr Organtransplantationen gehen fĂŒr alle Beteiligten fĂŒnfstellige Summen â€žĂŒber den Tisch“. Damit ein OrganempfĂ€nger das transplantierte Organ nicht abstĂ¶ĂŸt, muss er pro Jahr (!) Medikamente im Wert von zum Teil ĂŒber 100.000 Euro einnehmen (s. TOPIC 7/12 und 6/11).
   Von daher erklĂ€rt sich auch, dass sich Transplantations-Mediziner juristisch massiv gegen Kritiker wehren, weil es um viel Geld geht. Dieser Hintergrund wird vermutlich auch bei einem Vorgang eine Rolle gespielt haben, der im Vatikan stattfand. 2005 fand in der PĂ€pstlichen Akademie der Wissenschaft der Kongress „Signs of Life“ (dt.: Lebenszeichen) statt. In dem Abschlusspapier dieses Kongresses heißt es: „Es gibt einen ĂŒberwĂ€ltigenden medizinischen Befund, dass das vollstĂ€ndige und unwiderrufliche Ende aller GehirntĂ€tigkeit (im Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm) kein Beweis fĂŒr den Tod ist 
 Eine Diagnose des Todes durch neurologische Kriterien (also die Hirntod-Feststellung, die Red.) allein ist Theorie, keine wissenschaftliche Tatsache.“ Der Skandal im Vatikan: Der damalige Kanzler der Akademie, Bischof MarcĂ©lo SĂĄnchez Sorondo, war ĂŒber das Ergebnis dieses Kongresses so außer sich, dass er die Publikation der Akten verbot. Erst ĂŒber Umwege wurden die Ergebnisse des Kongresses bekannt.

           TOPIC  Nr. 06/2019



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z.B. 39. Jahrgang - Nr. 7 Juli 2019

Die Themen: Brief an Greta Thunberg. - Diener beschimpft bibeltreue Christen. - US-Strafzölle: Bibeln werden teurer. - Predigt wird immer unwichtiger. - MissbrauchsfĂ€lle in TaizĂ©-Bruderschaft. - GefĂ€hrlicher Segen fĂŒr Ex-Kanzler Kurz. - Jurist zu Konversionstherapien. - Eine andere Sicht auf den Klimawandel. - Smartphone wird zum grĂ¶ĂŸten Klimakiller. - Jugendliche: Spiel- und Porno-Sucht wĂ€chst. - Digitalisierung trifft Ältere hart. - Darf ein Christ Populist sein? - Die Amerikaner und ihre KriegslĂŒgen. - US-Dollar: USA können China „abschießen“



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Immer neue Attacken auf die Predigt als zentrales Element der VerkĂŒndigung

   Die Predigt als zentrales Element eines Gottesdienstes wird mehr und mehr in den Hintergrund gedrĂ€ngt. DarĂŒber berichtete im Herbst letzten Jahres auf einer Fachtagung Professor Tobias KĂŒnkler von der CVJM-Hochschule in Kassel. Zur BegrĂŒndung verwies KĂŒnkler auf eine reprĂ€sentative Jugendstudie des von ihm geleiteten Forschungsinstitutes empirica. In dieser Studie wurden 3.000 junge Christen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren befragt. Die meisten jungen Leute (64 Prozent) gaben an, durch den Lobpreis geistliches Wachstum zu erleben. Durch Predigten fĂŒhlten sich nur 44 Prozent und durch Bibellesen nur 43 Prozent geistlich gestĂ€rkt. Liegt diese Entwicklung daran, dass sich eine Gesellschaft radikal verĂ€ndert: weg vom Lesen und reinem Hören auf das Wort Gottes hin zu einem Beobachten und einem Miterleben? Nach Ansicht des neuen Missionsdirektors von DMG interpersonal e. V. (frĂŒher Deutsche Missionsgemeinschaft), des Theologen GĂŒnther Beck, erreiche man heute immer weniger Menschen mit der verbalen VerkĂŒndigung theologischer Wahrheiten. Heute sei die ganzheitliche VerkĂŒndigung angesagt mit Einbindung visueller Elemente und das Ansprechen der emotionalen Seite des Glaubens, so Beck auf dem DMG-FrĂŒhlingsfest.
   Laut der Theater-Theologin Birte Papenhausen betreffe dies auch die Predigt. Wie sie auf dem DMG-FrĂŒhlingsfest darlegte, sei die theologische Dreipunkte-Predigt ĂŒberholt. Es brauche heute lebendige Botschaften, die hineinnehmen in Freuden und Nöte biblischer Personen. Eine Wende in der biblischtheologischen Ausbildung sei nötig.
   Deshalb wird die Theater-Theologin, die elf Jahre Missionarin in Asien war, auch ein Theater-Seminar bei der DMG interpersonal anbieten. Das Ziel: mittels Theaterspiel zu „predigen“.  Papenhausen ist beim internationalen MissionswerkWEC angestellt, um dort das Theaterspielen als „Werkzeug Gottes“ in Schulungen zu vermitteln und zu trainieren. Die ehemalige Missionarin bietet im Eigenprogramm Theater-Predigten an, die die klassische Predigt grĂ¶ĂŸtenteils ĂŒberflĂŒssig machen. Doch können Theaterszenen eine Predigt ersetzen?
   Die Apostel nach Jesu Tod wussten wohl, dass das Theater im ganzen Römischen Reich verbreitet war. Sie wussten wahrscheinlich auch, dass der Hauptgott des Theaterspiels zu ihrer Zeit der „Gott“ Dionysos war, dem man ungezĂŒgelte Triebhaftigkeit und SexualitĂ€t zuordnete. Ihm zu Ehren wurden Opferzeremonien und rituelle TĂ€nze arrangiert – mittels Theaterspielen. Obwohl die Bibel diesen Hintergrund nicht berichtet, war fĂŒr die Apostel wohl klar, dass fĂŒr ihre Gottesdienste und Evangelisationen das Theater nicht in Frage kam. In den Briefen des Neuen Testamentes findet sich nicht der kleinste Hinweis in Bezug auf Theater.
   Auch die KirchenvĂ€ter der ersten Jahrhunderte lehnten das Theater grundsĂ€tzlich und strikt ab. Die
Verdammung des Theaters begrĂŒndete der Kirchenvater Tertullian (150-220 n. Chr.) mit einer Einsicht, die heute aktueller ist als je zuvor: „Der Urheber der Wahrheit [also der Schöpfergott] liebt nichts Falsches; bei ihm gilt alles, was nachgebildet wird, als FĂ€lschung.“ Die von Gott selbst inspirierten BĂŒcher der Bibel sind das Original, sind Wahrheit, die eine unergrĂŒndliche göttliche Kraft transportiert. Jegliches Nachspielen dieser Wahrheit durch Menschen beinhaltet zwangslĂ€ufig den Charakter der FĂ€lschung – ob gewollt oder ungewollt.
   Das bedeutet nicht, dass sogenannte Anspiele oder kurze Theaterszenen nicht zu einem biblischen Thema, zu einer Predigt hinfĂŒhren können –, sondern wie eine Art Fassung zu sehen sind, die eine Perle zur Geltung bringt. Doch ein VerdrĂ€ngen, gar einen Ersatz fĂŒr eine Predigt kann und darf es durch das Theater nicht geben. Allein auf der Predigt liegt die Verheißung: „Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie aber sollen sie an den glauben, von dem sie nicht gehört haben? Wie aber sollen sie hören ohne einen Prediger? 
 Demnach kommt der Glaube aus dem Gehörten, die VerkĂŒndigung aber durch Gottes Wort“ (Römer 10,14 und 16).

         TOPIC  Nr. 07/2019 



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Österreichs Ex-Kanzler Kurz ließ sich von umstrittenem Charismatiker segnen  

   Mitte Juni 2019 fand in der Wiener Stadthalle der pfingstkirchlich-charismatische Erweckungskongress „Awakening Austria“ (Österreich aufwecken) statt. Hintergrund dieses Kongresses, der auch schon 2015 in NĂŒrnberg veranstaltet wurde, ist eine Vision aus charismatischen Kreisen, nach der Europa vor einer großen Erweckung stehe. Doch warum soll es gerade jetzt zu einer Erweckung kommen?
   Der ehemalige Drogendealer und jetzige Pastor einer charismatischen Gemeinde in den USA, Ben Fitzgerald, hatte bei einem Besuch in NĂŒrnberg 2014 eben diese Vision einer großen Erweckung fĂŒr Deutschland und Europa (s. TOPIC 8/2015). In einem Beitrag fĂŒr die Sommer-Ausgabe 2015 der deutschen Zeitschrift Charisma schrieb Fitzgerald, dass Gott ihn ausgesucht habe, um mit Gott „gemeinsam an einem Plan fĂŒr Deutschland und Europa zu arbeiten ... Ich glaube, wir stehen an der Schwelle zum vielleicht grĂ¶ĂŸten Wirken Gottes, das Deutschland je gesehen hat 
“
   Doch wer ist dieser Ben Fitzgerald? Der ehemalige Drogendealer ist Pastor der charismatischen Bethel-Gemeinde in den USA. Dort wurde eine Lehre entwickelt, nach der man den Heiligen Geist von toten GottesmĂ€nnern durch BerĂŒhren ihrer GrĂ€ber „aufsaugen“ könne. In einem Video erklĂ€rt der in Australien geborene Fitzgerald, wie dieses Ritual funktioniert und was seine Studenten dabei erlebt haben. Er selbst habe so etwas jedoch nicht praktiziert. Der Bethel-Pastor ist in seiner Gemeinde fĂŒr den â€žĂŒbersinnlichen Dienst“ zustĂ€ndig. Was damit wohl gemeint ist, offenbart ein Buch, das von der Bethel-Gemeinde in den USA groß beworben wird. Es heißt: „The Physics of Heaven“. In ihm wird dargelegt, wie man als Christ durch okkulte New Age-Methoden KrĂ€fte der ĂŒbersinnlichen Welt nutzen kann.
   Österreichs Ex-Kanzler Sebastian Kurz besuchte im Rahmen seines Wahlkampfes fĂŒr eine Neuwahl zum Kanzler den Awakening Austria-Kongress mit ĂŒber 10.000 Besuchern. Auf offener BĂŒhne ließ er sich dann vom „lieben Ben“ per Handauflegung segnen. FĂŒr ehemalige Charismatiker ein Schock, da sie genau wissen, dass ĂŒber diese Handlung Menschen unter einen schlimmen diabolischen Truggeist geraten können.

         TOPIC  Nr. 07/2019



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Eine andere Sicht auf den Klimawandel: Ich sehe nur, was ich weiß 

   Eine Feststellung ist in Bezug auf die Ursachen eines Klimawandels ganz sicher: Etwas Genaues – gar Gesichertes – weiß niemand! Gibt es einen Klimawandel ĂŒberhaupt? Ja, das Wetter scheint auf dem Globus immer verrĂŒckter zu spielen. Doch kann man da schon von einem generellen Klimawandel sprechen? In den letzten 30 Jahren hat es KlimaverĂ€nderungen gegeben. Doch was sind 30 Jahre in Bezug auf ein Jahrtausende altes Weltklima mit zahlreichen VerĂ€nderungen?
   Dennoch ist die Frage nach möglichen Ursachen fĂŒr ein sich Ă€nderndes Weltklima in unserer Zeit legitim. Versucht man sich an einer Ursachenforschung, so kommen nur zwei Richtungen in Betracht: Entweder der Mensch hat es geschafft, in das Weltklima negativ einzugreifen, oder eine VerĂ€nderung hat Ursachen, die gar nichts mit AktivitĂ€ten von Menschen zu tun haben.
   Das derzeitige Hauptargument fĂŒr einen Klimawandel ist der Ausstoß von CO2 bei der Gewinnung von Energie. Dieser Ausstoß sei ganz wesentlich fĂŒr eine ErderwĂ€rmung verantwortlich. WĂŒrde der CO2-Ausstoß nicht gestoppt, werde sich das Erdklima immer weiter aufheizen und u. a. das Wetter noch mehr durcheinander bringen – so wird behauptet. Weltweit steigt der CO2-Ausstoß tatsĂ€chlich – aber die ErderwĂ€rmung nicht. In den letzten drei Jahren hat sich das Erdklima – wenn auch nur leicht – abgekĂŒhlt. Das jedenfalls berichtete die US-Weltraumbehörde NASA Ende letzten Jahres. Schon seit Jahren haben Wissenschaftler angekĂŒndigt, dass sich das Erdklima auch wieder abkĂŒhlen werde – ein Prozess, der ĂŒbrigens bis 2044 andauern soll. Warum bis 2044? Das hĂ€nge mit einem bestimmten Zyklus der Sonnen-AktivitĂ€t zusammen. Schon 2010 postulierten Experten fĂŒr Sonnenforschung, dass die magnetische Flussdichte unseres Zentralgestirns immer weiter abnehme. Dieses PhĂ€nomen habe direkte Auswirkungen auf das Erdklima, da die Sonnenkraft abebbe, um die Erde aufzuheizen. Damals wurde dieser Aspekt von Wissenschaftskollegen scharf kritisiert – als unsinnig bezeichnet. Fakt ist aber nun, dass seit 2016 diese AbkĂŒhlung der Erde stattfindet – glaubt man der NASA. Hat die SonnenaktivitĂ€t also weitaus mehr Einfluss auf unser Erdklima als das Abschalten von Kohlekraftwerken, der Umstieg auf ElektromobilitĂ€t etc.? Aber die Unwetterkapriolen – egal wo auf der Welt – hĂ€ufen sich in dramatischer Weise. Wo könnten die Ursachen dafĂŒr auch liegen?
   Überhaupt nicht im Fokus der Diskussion sind menschliche Versuche, das Wetter zu beeinflussen. In den letzten Jahrzehnten hat TOPIC mehrfach ausfĂŒhrlich ĂŒber HAARP und HAARP-Ă€hnliche Technik berichtet (z.B.: 3/2012; 11/2010;8/2001; 5/1999). HAARP ist eine Antennen-Anlage der Amerikaner in Alaska. Von HAARP aus werden enorme Energien in die IonosphĂ€re der Erde geschickt, die dann erhebliche Auswirkungen auf dem Globus haben sollen, die fĂŒr das MilitĂ€r nĂŒtzlich seien. In 2001 veröffentlichte der Ausschuss fĂŒr auswĂ€rtige Angelegenheiten, Sicherheit und Verteidigungspolitik des Europa-Parlamentes (EP) einen Bericht, in dem HAARP scharf verurteilt wird. In dem EP-Papier wird offiziell festgestellt, „dass die militĂ€rischen Forschungsarbeiten ĂŒber die Beeinflussung der Umwelt als Waffe trotz bestehender Übereinkommen weitergeht, wie das Beispiel des HAARP-Systems mit Standort in Alaska zeigt“. Das Parlament, heißt es weiter, halte HAARP „wegen der weitreichenden Umweltauswirkungen fĂŒr eine globale Angelegenheit und fordert, die rechtlichen, ökologischen und ethischen Auswirkungen von einem unabhĂ€ngigen internationalen Gremium untersuchen zu lassen 
“ Diese Forderung blieb bis heute eine schlichte Forderung.
   Dass die HAARP-Wissenschaftler tatsĂ€chlich auch die Wetterbeeinflussung auf dem Programm haben, zeigen Kurse fĂŒr MilitĂ€rpersonal auf der MilitĂ€rbasis Hanscom Air Force Base im US-Staat Maryland. Dort wurden Soldaten mit „WetterverĂ€nderungstechniken" bekannt gemacht. Die Kursunterlagen der US-Firma Phillips Geophysics Lab, die am HAARP-Projekt mitarbeitet, enthalten Darstellungen ĂŒber die Auslösung von StĂŒrmen, Hurrikanen usw. zu militĂ€rischen Zwecken. Im April 1997 erwĂ€hnte der damalige US-Verteidigungsminister William S. Cohen in einer Senatoren-Befragung Waffen, die das Klima verĂ€ndern könnten. Die Waffen wĂŒrden auf Basis von elektromagnetischen Wellen funktionieren – so wie HAARP auch operiert (was aber Cohen konkret nicht erwĂ€hnte)!
   Doch nicht nur die Amerikaner betreiben die HAARP-Wellentechnik. Die Russen tun es ebenso, China auch und die EuropĂ€er haben ihr HAARP-System namens EISCAT in Norwegen platziert. Somit wird an mehreren globalen Standorten mit Energie-Wellen in Natursysteme eingegriffen. Mit welchen Folgen fĂŒr das Weltklima? Von Untersuchungen bezĂŒglich dieser Frage ist nichts bekannt. Nachdenklich stimmen muss in diesem Zusammenhang eine Aussage von Dr. Wolfgang Volkrodt. Er war Hochfrequenz-Experte und frĂŒher Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Siemens. Volkrodt verfolgte die technische Entwicklung von HAARP und Ă€hnlichen Anlagen in Russland in den 1970er und 1980er Jahren. Mitte der 90er Jahre Ă€ußerte sich Volkrodt in einem Interview zu HAARP so: „Das ist keine Spinnerei. HAARP ist der Versuch, eine Weltregierung zustande zu bringen.“
   Hat das Wetterdurcheinander möglicherweise gar nichts mit der ErderwĂ€rmung zu tun, sondern mit einem selbstherrlichen Eingreifen des Menschen in relativ stabile Natursysteme? Und wenn ja, mit welchem tatsĂ€chlichen Ziel neben einem militĂ€rischen? Schon 2015 sagte der Berater des damaligen australischen Premiers, Tony Abbott, dass die Behauptung eines Klimawandels eine „von der Uno angefĂŒhrte List zur Schaffung einer neuen Weltordnung“ sei.
   Mit der „Fridays for Future“-Bewegung, in der junge Menschen in mehr als 120 Staaten Freitag fĂŒr Freitag fĂŒr Klimaschutz demonstrieren, hat die Klimarettung plötzlich einen weltumspannenden Charakter angenommen. Über Nacht ist sie zu einer Macht geworden, vor der Politiker zittern. Ja, Klimarettung wird sogar zu einer Art Ersatzreligion, wie Holger Steltzner in einem Kommentar fĂŒr die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) ausfĂŒhrte.
   Es gilt sorgfĂ€ltig zu beobachten, wozu die Rettung des Klimas letztlich weltweit instrumentalisiert werden wird und wozu eine Jugend, die ein Recht auf eine gute Zukunft hat, missbraucht wird (s. nĂ€chster Artikel).

         TOPIC  Nr. 07/2019



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Warum demonstrieren die Fridays for Future-SchĂŒler nicht gegen Smartphones?  

   Setzen wir einmal voraus, CO2 ist tatsĂ€chlich ein Klimakiller. Wenn es so sein sollte, dann ist das Smartphone ganz schlimm daran beteiligt. Kanadische Forscher behaupteten im letzten Jahr sogar, das Smartphone werde 2040 der grĂ¶ĂŸte Klimakiller auf dem gesamten Globus sein.
   2007 besaß kaum ein Mensch auf der Welt ein Smartphone. Heute soll die Anzahl von sieben Milliarden Mobiltelefonen schon ĂŒberschritten sein – so die UmweltschutzorganisationGreenpeace.
   Das eigentliche kleine Smartphone-KĂ€stchen verbraucht nur wenig Energie und ist somit fĂŒr keinengroßen CO2-Ausstoß verantwortlich. Aber in seiner Nutzung – SMS und Nachrichten senden, Telefonieren, Surfen, Youtube-Filme ansehen, Videos herunterladen etc. – verbraucht es 20 mal soviel an Energie und CO2. Warum? Bei jeder Kommunikation sind weltweit Server – gigantische Computeranlagen – mit im Spiel, die unfassbar viel Energie geradezu verschlingen. Rechnet man noch den Energiebedarf fĂŒr die Herstellung eines Smartphones sowie den fĂŒr das Recycling dazu, dann explodiert der CO2-Ausstoß geradezu.
   FĂŒr das Jahr 2016 gab allein die amerikanische Firma Apple, die u. a. das iPhone herstellt, eine CO2-Emission von sage und schreibe ĂŒber 38 Millionen Tonnen an. In dieser Emission enthalten sind die Produktion aller Apple-Produkte, das Recycling der GerĂ€te sowie deren Nutzung. Zum Vergleich: Ein deutsches Kohlekraftwerk stĂ¶ĂŸt pro Jahr im Schnitt um die 20 Millionen Tonnen an CO2 aus. Bei der Energie-Gewinnung fĂŒr den Betrieb von Computern, Smartphones und IT-Leistungen in Deutschland innerhalb eines Jahres werden rund 33 Millionen Tonnen CO2 in die AtmosphĂ€re abgegeben. Das entspricht etwa dem CO2-Ausstoß des gesamten Flugverkehrs ĂŒber Deutschland pro Jahr.
   Die jungen Demonstrierer von Fridays for Future könnten zu einem wichtigen Teil der Reduzierung der CO2-Belastung ganz praktisch beitragen, indem sie einfach ihre Smartphones und andere digitale GerĂ€te abschalten wĂŒrden – zumindest die Nutzung der GerĂ€te reduzierten. Auch ein Protest gegen die EinfĂŒhrung der 5G-Technik wĂ€re aus Sicht des CO2-Ausstoßes fĂŒr das Anliegen des Klimaschutzes sehr zielfĂŒhrend. Kommt diese Technik, dann wird dieses energiefressende System den CO2-Ausstoß noch einmal in die Höhe schießen lassen. Statt gegen eine breit angelegte EinfĂŒhrung der Digitalisierung zu demonstrieren (auch unter dem Gesichtspunkt der Strahlenbelastung), demonstrierten im Juni 2019 Zehntausende AnhĂ€nger der SchĂŒlerbewegung Fridays fĂŒr Future in Aachen fĂŒr ein schnelles Abschalten der Kohlekraftwerke. Doch geht es wirklich allein um die 130 Kohlekraftwerke in Deutschland? In China beispielsweise wird jede Woche ein neues Kohlekraftwerk in Betrieb genommen. Etwa 1.500 Kohlekraftwerke sind derzeit rund um den Globus in Planung. Können angesichts dieser Lage 130 abgeschaltete Kraftwerke in Deutschland wirklich das Weltklima retten? Das Weltklima vielleicht nicht, aber die CO2-Bilanz Deutschlands. Denn ein rasanter Ausbau der Digitalisierung wĂŒrde bei Nichabschaltung der Kohlekraftwerke die CO2-Bilanz in Deutschland in eine gewaltige Schieflage bringen – erneuerbare Energieformen hin, erneuerbare Energieformen her.
   Es macht schon stutzig: Die Fridays for Future-Bewegung ist nicht vom Himmel gefallen. Sie wurde
geplant. Die Idee dazu wurde im Mai 2015 in Tutzing am Starnberger See ausgedacht. Allein diese Tatsache gibt schon einen ersten Hinweis darauf, dass Macher mit Interessen am Werk sein könnten. Was haben sie mit Deutschland vor? Eine totale Digitalisierung wird den Deutschen in vielerlei Hinsicht weitaus mehr schaden als alle vorhandenen Kohlekraftwerke (s. nÀchste Artikel).

         TOPIC  Nr. 07/2019



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Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
bedĂŒrfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages:
TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,

z.B. 39. Jahrgang - Nr. 8 August 2019

Die Themen: Neues von der „Technik des Antichristen“. - Neue postfaktische Ökumene? - Protestantismus ist Streit um die Wahrheit. - EMW und AEM rĂŒcken zusammen. - Trucker Church verteilt tausende Bibeln. - US-Autor Joshua Harris ist kein Christ mehr. - Ließen die Bilderberger AKK fallen? - Keine Massenflucht von Juden aus Europa. - Soziale Medien: Alles wird ausgewertet. - Deutsche werden Opfer von Zuwanderern. - Europa als friedlichste Weltregion. - US-Kongress gegen generelle Kriegs-Vollmacht. - Chinesen mögen staatliches Kontrollsystem. - Schon vor 1.000 Jahren: sehr trockene Sommer. - Wissenschaftler will ein Gen verĂ€ndern. - Gucci: Mode pro Abtreibung



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„Technik des Antichristen“ wird weiter entwickelt

   Es sind schon viele BĂŒcher ĂŒber das letzte Buch der Bibel geschrieben worden. Doch in den meisten – vor allem frĂŒheren BĂŒchern – findet sich keine konkrete Vorstellung, wie eine eindeutige Information aus Offenbarung Kapitel 13 technisch funktionieren könnte. Ab Vers 16 wird beschrieben, dass Menschen nicht mehr kaufen noch verkaufen können, wenn sie nicht ein gewisses Zeichen oder einen Namen an der rechten Hand oder auf ihrer Stirn tragen. Die Bibel spricht davon, dass es ein Malzeichen oder Name eines „Tieres“ sein wird. Wer ist dieses Tier? Es ist der Antichrist, der laut Bibel in einem diktatorischen Weltreich grausam regieren wird. Wer diesen Antichristen anbetet und sein Malzeichen annimmt, wird keine Probleme im alltĂ€glichen Leben haben. Wer das nicht tut, ist vom Alltagsleben praktisch ausgeschlossen: Er kann nicht mehr kaufen noch verkaufen, weil nur dieses antichristliche System dies zulassen wird.
   Viele Jahrhunderte haben Bibelleser darĂŒber nachgedacht, wie die ziemlich konkret genannten Einzelheiten aus Offenbarung 13 in der RealitĂ€t funktionieren könnten. Erst fĂŒr uns Heutige lichtet sich mehr und mehr ein Schleier, der ein Bild sichtbar werden lĂ€sst, dessen Details wir realistisch einordnen können. Und gerade in unseren Tagen erleben wir, wie die Umsetzung dieses antichristlichen Systems mit Macht vorangetrieben wird.
   1909 machte Alexander Graham Bell (1847-1922) eine merkwĂŒrdige Aussage: „In ihrer industriellen Entwicklung eilt die menschliche Gesellschaft der Bildung eines umfassenden, einheitlichen Systems zu, eines EinheitsungetĂŒms oder Riesenmonopols, dessen Operationsbasis die ganze Welt ist, und das Produktion, Verteilung und Absatz sĂ€mtlicher Waren und Lebensmittel kontrolliert.“ Bell gilt als der erste Mensch, der ein funktionierendes Telefon auf den Markt brachte. Ahnte er schon damals, welche Rolle die Erfindung des Telefons in einem weltumspannenden „EinheitsgetĂŒm“ einnehmen könnte?
   Die Erfindung des Telefons und die Weiterentwicklung zur aktuellen Smartphone-Technik liefern zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte eine Vorstellung, wie die im letzten Buch der Bibel beschriebene Technik funktionieren könnte.
   Doch warum sollte die Mobilfunk-Technik, die Milliarden von Menschen in Form ihres Smartphones in der Tasche haben, eine Vorstufe fĂŒr das antichristliche Malzeichen sein?
   Jedes MobilgerĂ€t mit einer SIM-Karte hat eine sogenannte IMEI-Nummer. Diese gibt es nur ein einziges Mal auf der Welt und gilt fĂŒr das GerĂ€t mit SIM-Karte sein Leben lang. Es ist eine 15-stellige Nummer, die man in der Regel mit der Telefon-Tastenkombination *#06# auf seinem Smartphone sichtbar machen kann. Mit dieser IMEI-Nummer ist das MobilgerĂ€t – rein theoretisch – auf der ganzen Welt auffindbar und auch von Netzbetreibern abschaltbar. Doch bei dieser IMEI-Nummer geht es zunĂ€chst einmal nur um das „tote“ GerĂ€t, das theoretisch von verschiedenen Menschen genutzt werden kann.
   Nun hat die EuropĂ€ische Union eine TĂŒr geöffnet, durch die jeder Smartphone-Besitzer gehen kann, wenn er BezahlvorgĂ€nge mit seinem Mobiltelefon sicher vornehmen will. Ab September 2019 gilt die neue EU-Richtlinie fĂŒr den Zahlungsverkehr (PSD2). Sie verlangt neben Passwort oder PIN einen zweiten Authentifizierungs-Vorgang. Jeder Kontoinhaber muss nochmal „beweisen“ können, dass nur er es ist, der jetzt einen Bezahlvorgang vornimmt. Wer BankgeschĂ€fte mit seinem Mobiltelefon erledigen will, kann ab September als zweite Authentifizierung auch seinen Fingerabdruck oder sein Gesicht zur VerfĂŒgung stellen. Moderne Smartphones haben die entsprechende Biometrie-Software, um Gesicht und den Fingerabdruck als Authentifizierung sicherzustellen. Das bedeutet im Klartext: Nur wenn der Fingerabdruck des Smartphone-Besitzers in seinem Mobil-Telefon gespeichert oder eine Gesichtserkennungs-Software aktiv ist, kann ein mobiler Bezahlvorgang sicher abgeschlossen werden. Mit dieser Biometrie-Technik ist somit jedes Mobiltelefon mit seiner einmaligen IMEI-Nummer mit einem einmaligen Menschen verbunden – ĂŒber den einmaligen Fingerabdruck oder ĂŒber das eigene Gesicht.
   Dieser neue Standard im mobilen Bezahlen ist noch nicht das Malzeichen aus Offenbarung 13, aber es prĂ€gt weiter das Bewusstsein, dass in einem digitalen Zeitalter am sichersten mit einmaligen Merkmalen des Körpers BezahlvorgĂ€nge getĂ€tigt werden können.
   All diese technischen Voraussetzungen brĂ€uchte man natĂŒrlich nicht, wenn man weiterhin mit Bargeld bezahlen könnte. Seit ĂŒber 3000 Jahren gibt es Bargeld, und laut einer aktuellen Studie der Deutschen Bundesbank ist Zahlen mit Bargeld nach wie vor höchst effektiv. Dazu kommt: Bargeld ist in gewisser Weise gedruckte Freiheit!
   Dennoch soll das Bargeld in der Eurozone abgeschafft werden. DafĂŒr hat sich zumindest die kĂŒnftige Chefin der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, ausgesprochen – der derzeitige EZB-Chef Draghi war bis dato gegen eine Abschaffung. Als Direktorin des Internationalen WĂ€hrungsfonds (IWF) hat sich die Französin als entschiedene Gegnerin des Bargelds hervorgetan und digitale Zahlungsverkehre in China und Schweden als zukunftsweisend gelobt. FĂŒr Lagarde und die Abschaffung des Bargeldes spricht ein Argument, das auch Ökonomen favorisieren: Nach jetzigem Stand droht der Weltwirtschaft ein gehöriger Abschwung, zumindest ein jahrelanger Stillstand. Doch Bargeld ist auf der Welt genĂŒgend vorhanden, aber es wird gehortet, anstatt es zu investieren bzw. auszugeben.
   Wenn nun die Notenbanken das Bargeld abschaffen und eine neue Digital-WĂ€hrung einfĂŒhrten, dann mĂŒssten alle, die Bargeld horten, so schnell wie möglich dafĂŒr sorgen, es fĂŒr irgendetwas auszugeben, da es sonst wertlos wĂŒrde. Ein weiterer Aspekt: Zu welchem Kurs wird der Euro in eine neue digitale WĂ€hrung umgetauscht? Verliert der Euro an Wert, ist der Anreiz auch dann gegeben, das Ersparte lieber in Sachwerten anzulegen – also etwas zu kaufen. Ökonomen hoffen durch diese Maßnahmen, die Weltwirtschaft noch einmal ankurbeln zu können.
   FĂŒr Bibelleser sind einige Punkte der derzeitigen Entwicklung aufschlussreich: Es baut sich langsam aber sicher ein System auf, das Bargeld weltweit abschaffen und BezahlvorgĂ€nge durch Merkmale am Körper eines Menschen legitimieren will. Im Moment sind es nur Fingerabdruck und Gesichtserkennung – und das nur fĂŒr das Bezahlen mit Handys. Ein nĂ€chster Schritt wĂ€re eine direkte Kennzeichnung am Körper. Schon jetzt gibt es Versuche mit eingepflanzten Elektronik-Chips. Doch zu viele Menschen wehren sich im Moment noch gegen ein solches direkte Eindringen in den Körper.
   Im September 2011 berichtete TOPICĂŒber eine elektronische Haut, dĂŒnner als ein Haar, die auf oder in der menschlichen Haut platziert werden kann und alle Funktionen des derzeit bekannten Funkchips unter der Haut beinhaltet. Wie Wissenschaftler mitteilten, könnte das Farbmaterial der Tattoos auch direkt als TrĂ€ger fĂŒr die Elektronik genutzt werden. TĂ€towierungen als digitales Malzeichen fĂŒr das Kaufen und Verkaufen? Der TĂ€towierungsboom als Vorbereiter dafĂŒr?
   Technisch gesehen nimmt eine Entwicklung mĂ€chtig an Fahrt auf, die Einzelheiten – in Offenbarung 13 beschrieben – konkret vorstellbar macht. Dazu zĂ€hlt auch die neue 5G-Mobilfunk-Techik fĂŒr ein schnelles Internet, die ja gerade auf Mobil-GerĂ€te abzielt.
   In einem Vortrag Anfang Juni 2019 in Bielefeld vor Esoterikern und Mobilfunk-Gegnern legte der Funktechniker Ulrich Weiner dar, wie grundsĂ€tzlich gesundheitsgefĂ€hrdend diese neue Funkstrahlung fĂŒr den Menschen ist. An Beispielen zeigte er auf, wie kritische Forschungsergebnisse zur Strahlenbelastung der deutschen Bevölkerung von Wissenschaftlern, die fĂŒr die Bundesregierung arbeiteten, immer wieder entschĂ€rft oder gar nicht berĂŒcksichtigt wĂŒrden. Laut Weiner werde mit 5G ein höchst gefĂ€hrliches System aufgebaut – koste es, was es wolle. Mobilfunk-Gegner Weiner schloss fĂŒr alle Anwesenden seinen Fachvortrag mit einem ĂŒberraschenden Ausblick: „Wissen Sie, worauf das alles hinauslĂ€uft, meine Damen und Herren?“ Dann erschien in seiner PrĂ€sentation auf der Leinwand folgender Text: „Und es bewirkte, dass allen, den Kleinen und den Großen, den Reichen und den Armen, den Freien und den Knechten, ein Malzeichen gegeben wurde auf ihre rechte Hand oder auf ihre Stirn, und dass niemand kaufen oder verkaufen kann als nur der, welcher das Malzeichen hat oder den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.“ 

         TOPIC  Nr. 08/2019



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Entsteht eine neue postfaktische Ökumene?

   „Die Zukunft der ‚frommen Welt‘ ist klar ĂŒberkonfessionell und postkonfessionalistisch.“ Davon ist der Landesjugendpastor des Gemeindejugendwerks (GJW) im Landesverband Bayern des Bundes Ev.Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und BrĂŒdergemeinden), Jonathan Walzer, ĂŒberzeugt. Walzer gehört zum Leitungskreis der charismatischen Geistlichen Gemeindeerneuerung (GGE) der Baptisten in Bayern. Sein baptistischer Amtsbruder im Ruhestand, Heinrich Christian Rust, sieht dies genauso: „Wir haben keine Zeit mehr fĂŒr konfessionelles Klein-Klein.“ Rust Ă€ußerte sich auf einem Treffen des Christlichen Convents Deutschlands (CCD) Anfang Juli in Kirchheim (Hessen). Dort waren 200 Teilnehmer aus unterschiedlichen christlichen Konfessionen zusammengekommen, um zu einem Schulterschluss zwischen den Christen aller Kirchen aufzurufen. Ziel sei es, eine „Ökumene der Herzen“ zu bilden.
   Im Juni letzten Jahres trat der Convent erstmals an die Öffentlichkeit (s. TOPIC 8/2018). Er setzt sich zusammen aus leitenden Verantwortlichen in Kirchen, Freikirchen und neuen Kirchen, sowie laut Pressemitteilung Leiterinnen und Leitern von christlichen Netzwerken und Bewegungen (u. a. Deutsche Ev. Allianz (DEA), Kreis charismatischer Leiter, Gnadauer Gemeinschaftsverband, Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen, Koalition fĂŒr Evangelisation, Willow Creek, GebetshĂ€user, katholische Bewegungen und Institutionen, CVJM, ProChrist etc.). Zum 41-köpfigen TrĂ€gerkreis gehören u.a. Dr. Johannes Hartl vom Gebetshaus Augsburg, Ekkehart Vetter, 1. Vorsitzender der DEA, Walter Heidenreich und Peter Wenz, Leiter von charismatischen Großgemeinden, sowie Karl-Heinz Zimmer und Ulrich Eggers aus dem GeschĂ€ftsfĂŒhrenden Vorstand von Willow Creek Deutschland.
   Ging und geht es bei der bisherigen Ökumenischen Bewegung noch um ein ernstes Ringen um bestimmte theologische Wahrheiten, beispielsweise in Bezug auf die Abendmahlfrage, so spielen bei den neuen ökumenischen AktivitĂ€ten diese kaum noch eine Rolle. Es geht nur noch um Einheit und die unter den Vorzeichen „postmodern“ bzw. „postfaktisch“ (s. TOPIC 9/2018). Fromme Stichworte und das verbindende Element eines emotionalen Lobpreises reichen zum Schulterschluss, ohne zu ĂŒberprĂŒfen, ob der gemeinsame Glaube auch wirklich in ganz wichtigen biblischen Wahrheiten verankert ist. Jesus betet im 17. Kapitel des Johannes-Evangeliums um eine Einheit in der ĂŒberprĂŒfbaren Wahrheit des Wortes Gottes (Vers 17). Aber „die“ Wahrheit gibt es in einem postfaktischen Zeitalter nicht mehr. Nur die gefĂŒhlte Wahrheit gilt neuerdings als Wahrheit. Von daher passt eine Ökumene der „Herzen“ voll in eine postmoderne, postfaktische Zeit. 

         TOPIC  Nr. 08/2019



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Zwei MissionsverbĂ€nde „rĂŒcken zusammen“, aber mit welchen Folgen?

   Vor ein paar Jahren war das kaum vorstellbar, was sich derzeit abzeichnet: Die Dachorganisationen Evangelisches Missionswerk in Deutschland (EMW) und Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM) wollen nĂ€her „zusammenrĂŒcken“. So heißt es in einer am 2. Juli veröffentlichten Mitteilung des EMW ĂŒber eine dreistĂŒndige Begegnung zwischen Spitzenvertretern beider Seiten in Hamburg. Wie aus dem mit der AEM abgestimmten Text hervorgeht, habe man festgestellt, „dass die oft als starke Trennlinien empfundenen Unterschiede zwischen beiden Organisationen nicht mehr so wie in der Vergangenheit verlaufen“. Der AEM-Vorsitzende Dieter Trefz sprach gegenĂŒber der Ev. Nachrichtenagentur Idea von einem „guten Treffen“. Es gehe etwa darum, Gemeinsamkeiten auszuloten und gemeinsame Aufgaben zu benennen. Dazu gehöre etwa die Frage, wie man die sĂ€kulare Welt mit der christlichen Botschaft erreichen könne.
   Zu der seit 1969 bestehenden AEM gehören heute 107 Missionswerke, darunter Aktion in jedes Haus, DMG interpersonal, DIGUNA, ERF Medien, Forum Wiedenest, KEB Deutschland, Liebenzeller Mission, Mission fĂŒr SĂŒd-Ost-Europa, Missionswerk BRUDERHAND, Stiftung der BrĂŒdergemeinden oder Wycliff. Das stark landeskirchlich ausgerichtete EMW umfasst 29 Kirchen (auch ev. Freikirchen), Werke und VerbĂ€nde.
   Zum geschichtlichen Hintergrund: Anlass fĂŒr die GrĂŒndung der AEM war seinerzeit die Sorge um die Zukunft der Weltmission. Evangelikale warfen damals dem Weltkirchenrat vor, vom biblischen MissionsverstĂ€ndnis abzurĂŒcken. Nicht mehr die christliche Botschaft stehe im Mittelpunkt, sondern die Überwindung ungerechter sozialer und politischer VerhĂ€ltnisse.
   Das EMW ist in der jĂŒngeren Vergangenheit nicht nur als Plattform fĂŒr „ökumenische Bewusstseinsbildung“ hervorgetreten, sondern engagierte sich immer wieder auch im interreligiösen Bereich. So vertrieb das EMW eine BroschĂŒre fĂŒr christlich-islamische Gottesdiensthandlungen wie
z. B. Taufen (s. TOPIC 10/2005). Zum Thema Mission Ă€ußerte sich das EMW einmal so: „Christliches Zeugnis kann nur geschehen im Geiste der Demut und weiß sich nicht im Besitz der alleinigen und vollen Wahrheit.“ Die evangelikale AEM sollte bei ihrer AnnĂ€herung an das auch aus Kirchensteuern finanzierte EMW genau prĂŒfen, inwieweit dieses EMW-Statement aus 1996 heute noch den Geist des Missionswerkes bestimmt. Eine weitere Frage: Wer wird bei einem engeren Schulterschluss wessen Kurs bestimmen? Die Aussage „nicht im Besitz der alleinigen und vollen Wahrheit“ zu sein, sowie eine interreligiöse Ausrichtung, sind exakt die Forderungen, die derzeit angesagt sind.

         TOPIC  Nr. 08/2019



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MerkwĂŒrdigkeit bei Bilderberg-Treffen: Wurde AKK kurzfristig ausgeladen?

   SpĂ€testens seit der letzten Europawahl dĂŒrfte jedem EU-BĂŒrger deutlich geworden sein: Meine demokratische Stimme zĂ€hlt ĂŒberhaupt nichts. Andere entscheiden, wer welche Machthebel ĂŒbernimmt. Keiner der Spitzenkandidaten der letzten Europawahl, darunter der Deutsche Manfred Weber, bekommt irgendeinen herausragenden Posten in der EuropĂ€ischen Union (EU).
   Wer entscheidet aber dann in der EU? Eine der bedeutenden Entscheider-Plattformen sind die Bilderberger mit ihren Konferenzen. Wer sind die Bilderberger? Zu den Bilderbergern gehören etwa 120 Spitzenvertreter aus Politik, Wirtschaft, Medien und der Finanzwelt Europas und Nordamerikas. Sie treffen sich seit 1954 regelmĂ€ĂŸig im Geheimen, wobei allerdings die Teilnehmerliste mittlerweile veröffentlicht wird. Das Hauptziel der Bilderberg-Gruppe ist die Steuerung von Weltpolitik unter FĂŒhrerschaft des amerikanisch-europĂ€ischen Macht-Blocks. Über die Inhalte der Absprachen auf den Konferenzen mĂŒssen alle Eingeladenen strikte Geheimhaltung wahren. Das letzte Treffen der Bilderberger fand Ende Mai 2019 (also kurz nach der Europawahl) im schweizerischen Montreux statt.
   Es ist mehr als auffĂ€llig, dass nicht wenige Politiker, die kurze Zeit spĂ€ter hohe Ämter bekleideten, kurz vorher bei den Bilderberg-Treffen waren. So war es z. B. auch mit dem US-PrĂ€sidenten Bill Clinton oder der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die ehemalige Zeitung Financial Times Deutschland berichtete am 31. August 2005, fĂŒhrende Bilderberger hĂ€tten Angela Merkel fĂŒr „kanzlertauglich“ erklĂ€rt. Edmund Stoiber (CSU) dagegen habe auf einem Bilderberg-Treffen (im Mai 2005 in Rottach-Egern, die Red.) einen „katastrophalen Eindruck“ hinterlassen und sei als Kanzler-Kandidat durchgefallen. Seit dem 22. November 2005 ist Merkel Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland.
   Beim diesjĂ€hrigen Bilderberg-Treffen standen auch Ursula von der Leyen (CDU) und die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) auf der veröffentlichten Liste der Eingeladenen. Kurz vor Beginn der Konferenz in Montreux verschwand jedoch der Name von „AKK“ auf der offiziellen Liste der Bilderberger. Warum? Es hieß als offizielle BegrĂŒndung: AKK habe an einer dringenden Partei-Klausursitzung der CDU teilnehmen mĂŒssen. Doch diese Klausursitzung stand schon einen Monat vor Beginn des Bilderberg-Treffens fest und begann auch erst am letzten Tag der Bilderberg-
Zusammenkunft. AKK hÀtte durchaus in Montreux dabei sein oder ihre Teilnahme rechtzeitig absagen können. Wurde AKK kurzfristig von den Bilderbergern ausgeladen? Und wenn ja, warum?
   Es ist schon merkwĂŒrdig: Eingeladen wurde Ursula von der Leyen, die als damalige deutsche Bundesverteidigungsministerin wegen ihres Versagens bei der Bundeswehr politisch als schwer angeschlagen galt. Warum war sie ĂŒberhaupt beim Bilderberg-Treffen dabei? Vielleicht, weil sie dort erfahren sollte, dass sie die neue EU-KommissionsprĂ€sidentin wĂŒrde? Denn mit in Montreux war auch der Franzose ClĂ©ment Beaune, der als „der“ Mann hinter dem französischen PrĂ€sidenten Macron die FĂ€den in der französischen Außenpolitik zieht. Hat er die Bilderberger davon ĂŒberzeugen können, dass „Flinten-Uschi“ (Spitzname) die EU-Trumpfkarte sein könnte, die man aus dem Ärmel ziehen sollte, statt Weber den Sieg zu ĂŒberlassen?
   Heute weiß man, dass es ausgerechnet der französische PrĂ€sident war, der den EU-Wahlsieger Manfred Weber (CSU) als neuen Kommissionschef nicht wollte, aber fĂŒr Frau von der Leyen wohl grĂŒnes Licht gab.
   Sollte Annegret Kramp-Karrenbauer wirklich bei den Bilderbergern ausgeladen worden sein, dann könnte das auch bedeuten, dass sie als Kandidatin fĂŒr das deutsche Bundeskanzleramt fallengelassen wurde. AKK wollte eigentlich kein Ministeramt im deutschen Kabinett ĂŒbernehmen, sondern direkt als Kanzlerkandidatin durchstarten. Nun ist sie die politische Chefin von 130.000 deutschen Soldaten. Wenn AKK bei der nĂ€chsten Bundestagswahl nicht als Kandidatin antritt, dann darf man davon ausgehen, dass die Bilderberger als Verschwörungstruppe, wie sie im Buche steht, mal wieder „Demokratie“ gespielt haben. 

         TOPIC  Nr. 08/2019



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Facebook, Amazon, Google: Alles wird registriert und ausgewertet

   Maximillian Kiewel ist Reporter bei der Bild-Zeitung. Der 32-JĂ€hrige wollte Anfang des Jahres einmal wissen, was alles ĂŒber ihn im Internet gespeichert ist. Seit die EU-Datenschutz-Grundverordnung 2018 in Kraft ist, hat jeder EU-BĂŒrger das Recht, alle ĂŒber ihn gespeicherten Daten zu erfahren. HartnĂ€ckig bedrĂ€ngte der junge Reporter die Internet-Giganten Google, Amazon, Facebook, Apple, Whatsapp und Instagram, bis sie ihm alle Daten, die sie ĂŒber ihn gespeichert hatten, herausrĂŒckten: ĂŒber 20.000 (!) DIN-A4-Seiten. Bis in die Kleinigkeiten hatten die amerikanischen Internet-Riesen Kiewels Verhalten im Internet protokolliert – selbst Geo-Daten, wo er wann mit seinem Smartphone gewesen war.
   Besonders Facebook mit seinen Plattformen Whatsapp und Instagram sammelt Daten in einem unfassbaren Umfang – selbst auf Plattformen, die nicht zum Facebook-Konzern gehören. Jede Internet-Seite, die einen Like-Knopf von Facebook prĂ€sentiert, liefert Daten ĂŒber das Klick-Verhalten auf der Internet-Seite an den US-Konzern. Doch wofĂŒr? Besser wozu? Um eine perfekt zugeschnittene Werbung anzubieten – so wird behauptet. Doch bedarf es dazu einer solchen Daten-Sammelwut?
   Durch eine Störung bei Facebook Anfang Juli 2019 kam ans Tageslicht, dass sogar einfache Fotos akkurat analysiert und zugeordnet werden. Selbst Urlaubsfotos, die beispielsweise per Whatsapp verschickt werden, werden mittels KĂŒnstlicher Intelligenz (KI) unter die Lupe genommen und mit Schlagworten hinterlegt. Beispiel: Italien, See, vier Personen, einer mit Bart, einer mit Glatze etc. Doch wozu befasst sich der Facebook-Konzern so intensiv selbst mit unbedeutenden Fotos? Offizielle BegrĂŒndung: Auch Sehbehinderte sollten erfahren, was auf den Fotos zu sehen ist. An dieser lĂ€ppischen ErklĂ€rung darf man grĂ¶ĂŸte Zweifel haben, wenn man fĂŒnfzehn Jahre zurĂŒck in das Jahr 2004 blickt.
   Am 4. Februar 2004 wurde die Firma „thefacebook“ von dem damals noch jugendlichen US-Amerikaner Mark Zuckerberg gegrĂŒndet. Just zur gleichen Zeit wurde ein MilitĂ€r-Projekt aufgegeben, das sich „LifeLog“ nannte. Das Ziel dieses Projektes: ein digitales Protokoll vom Leben eines Menschen zu erstellen. Ein lĂŒckenloses Protokoll, was das gesamte Handeln eines Menschen umfassen sollte. Auftraggeber fĂŒr dieses LifeLog-Projekt war das US-Verteidigungsministerium (Pentagon). Umsetzen sollte das Projekt die dem Pentagon angegliederte Forschungsbehörde DARPA. Doch plötzlich wurde dieses Projekt aufgegeben. BegrĂŒndung: geĂ€nderte PrioritĂ€ten. Forscher, die dem Projekt nahestanden, waren völlig ĂŒberrascht.
   Aus heutiger Sicht darf man feststellen, dass LifeLog keineswegs aufgegeben wurde. Es wurde nur im Februar 2004 verlagert. Exakt das, was das Pentagon fĂŒr das LifeLog-Projekt forderte, ĂŒbernahmen Facebook, Google, Paypal und andere US-Firmen im digitalen Sektor mit krĂ€ftiger UnterstĂŒtzung von Smartphones. Die DARPA prĂ€sentierte die Blaupause. Facebook, Google und Co. liefern nun die Totalaufzeichnung und Speicherung all unseres Tuns, sobald wir die digitale Plattform des Internets betreten.
   In der Anfangszeit von Facebook wurde das Unternehmen u. a. von Mark Zuckerberg und Sean Parker geleitet. Heute warnt Ex-Facebook-Boss Parker vor Facebook und fĂŒgt hinzu, dass man damals genau gewusst habe, welche negativen Konsequenzen der Aufbau von Facebook hervorrufen wĂŒrde. Parker: „Und wir haben es trotzdem getan!“ Misstrauischen Freunden habe man stets entgegnet: „Am Ende bekommen wir dich auch!“
   Mit Material der Bild-Zeitung und von Cash-Kurs

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Immer mehr Deutsche werden Opfer von kriminellen Zuwanderern

   Laut dem Bundeslagebericht 2018 des Bundeskriminalamtes, der im April 2019 veröffentlicht wurde, werden immer mehr Deutsche Opfer von Straftaten durch Zuwanderer. Im Bericht heißt es: „Unter den insgesamt 101.956 Opfern von Straftaten mit tatverdĂ€chtigen Zuwanderern befanden sich 46.336 Deutsche und damit 19 % mehr als noch im Vorjahr (2017: 39.096). Der Anteil der Deutschen liegt somit bei 45 %. Im Bereich Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen fielen 230 Deutsche einer Straftat zum Opfer, an der mindestens ein tatverdĂ€chtiger Zuwanderer beteiligt war (+105 %; 2017: 112) Davon wurden 102 Personen Opfer einer vollendeten Tat (2017: 13) 

   Im Bereich der Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung [z. B. Vergewaltigungen, die Red.] wurden 3.261 Deutsche Opfer einer Straftat mit mindestens einem tatverdĂ€chtigen Zuwanderer und somit 21 % mehr als noch im Vorjahr (2017: 2.706). Insgesamt waren 74 % der Opfer von Sexualdelikten mit tatverdĂ€chtigen Zuwanderern deutsche Staatsangehörige.“
   Aber auch Deutsche sind TĂ€ter im direkten Zusammenhang mit Zuwanderern – allerdings mit einer deutlich niedrigeren Rate. Bei Mord und Totschlag etwa wurden im letzten Jahr 33 Asylbewerber Opfer von Taten, an denen mindestens ein Deutscher beteiligt war. 2017 waren es 38. Bei Vergewaltigungen und anderen sexuellen Delikten in Zusammenhang mit Asylbewerbern bzw. FlĂŒchtlingen lag die Zahl der tatverdĂ€chtigen Deutschen bei 89. Die direkte Vergleichszahl bei Zuwanderern als TatverdĂ€chtige in Bezug auf deutsche Opfer liegt dagegen bei 3.261.
   Rechnet man die schwereren Straftaten von Zuwanderern, bei denen Deutsche Opfer wurden, auf Tage um, so begehen „Asylbewerber“, „Schutzberechtigte“, „Asylberechtigte“ sowie „KontingentflĂŒchtlinge“, „Geduldete“ und Zuwanderer „ohne Aufenthaltsberechtigung“ 127 Straftaten pro Tag. Dabei dĂŒrfte die Dunkelziffer noch um einiges höher liegen.
   Quelle: Bundeskriminalamt, „KriminalitĂ€t im Kontext von Zuwanderung,
Bundeslagebild 2018“ Seiten 52 und 53.

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z.B. 39. Jahrgang - Nr. 9 September 2019

Die Themen: Die „Joyce-Meyer-Bibel“. - 2020: „Jahr der Bibel“. - Migration aus biblischer Sicht. - USA: Schuller-Kirche ist jetzt rein katholisch. - Hongkong-Proteste mit christlichem Lied. - USA: Kein Zoll mehr auf Bibeln aus China. - Benachteiligt Google christliche Medien? - Griechenland: „Tag des ungeborenen Kindes“. - Sonntagmorgen-Gottesdienst in der Kritik. - Israel: FĂŒchse als prophetisches Zeichen? - 5G und die deutschen „LabormĂ€use“. - China bereitet 6G vor. - WerteUnion und Massenimmigration. - Werden unsere Kinder immer dĂŒmmer? - Jugendlichen fehlt Gemeinschaftssinn. - Hohe Geburtenrate bei Muslimen. - GeschĂ€fte mit GefĂŒhlen. - Erpressung per Foto-Kamera. - DĂŒrre: Sind WindkraftrĂ€der mit Schuld? - Erster christlicher Erotik-Shop



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Joyce-Meyer-„Bibel“: Die erste „Bibel“, in der Gott sich widerspricht

  â€žVolxbibel“, „Bibel in gerechter Sprache“, „Gerechtigkeitsbibel“: Und schon wieder gibt es eine neue Bibelausgabe. Man könnte sie kurz die „Joyce Meyer-Bibel“ nennen, doch auf dem Einband steht „Die Bibel – Lesen. Glauben. Leben. Mit Impulsen von Joyce Meyer“. Herausgegeben haben diese Bibelausgabe der Verlag SCM R. Brockhaus und das Missionswerk Joyce Meyer Ministries Deutschland (Hamburg). Als Grundlage des Bibeltextes wurde die Version der „Neues Leben. Die Bibel“ gewĂ€hlt, eine sogenannte kommunikative BibelĂŒbersetzung, die das VerstĂ€ndnis des Textes in den Mittelpunkt stellt.
  In dieser neuen Bibelausgabe sind zu vielen Textpassagen sogenannte „Impulse“ der amerikanischen TV-Predigerin Joyce Meyer eingearbeitet. Es sind kleine AufsĂ€tze, in denen die ehemalige Pastorin theologische wie psychologische ErklĂ€rungen sowie eigene Lebenserfahrungen weitergibt. Wer diese studiert, muss stutzig werden. Denn manches von dem ist gar nicht biblisch – widerspricht sogar der Bibel. So berichtet sie in einem „Impuls“ zum Römer-Brief Kapitel 5, dass Gott sie dazu gedrĂ€ngt habe, biblische Lehren weiterzugeben. Er habe ihr persönlich Folgendes gesagt: „Du wirst mein Wort in der ganzen Gegend lehren und einen großen Kassettendienst betreiben.“ In einem anderen „Impuls“ schreibt die heute 76-JĂ€hrige: „Schließlich sprach Gott zu mir: ‚Geh mit deinem VerkĂŒndigungsdienst nach Norden, SĂŒden, Osten und Westen.‘“
  Meyers „Impulse“ unterbrechen regelmĂ€ĂŸig den fortlaufenden Bibeltext, einen Bibeltext, der in der „eigenen“ Meyer-Bibel im 1. Timotheus-Brief Kapitel 2 Vers 11 anordnet: „Ich erlaube der Frau nicht, zu lehren oder ĂŒber den Mann zu herrschen; sie soll sich still zurĂŒckhalten.“ Wer Meyers TV-Auftritte z. B. in Bibel TV kennt, wird nicht auf den Gedanken kommen, dass sich dort eine Frau in stiller ZurĂŒckhaltung ĂŒbt. Meyer macht oft auf Show. Und vor allem, was ist das fĂŒr ein Gott, der in seinem Wort untersagt, dass Frauen das Evangelium öffentlich verkĂŒndigen und lehren sollen, aber einer Joyce Meyer das genaue Gegenteil auftrĂ€gt?
  Zu solchen WidersprĂŒchen kommt hinzu, dass die Amerikanerin mit ihren „Impulsen“ die Bibeltexte in ein charismatisches Fahrwasser drĂ€ngt. Immer wieder empfiehlt sie, sich vom Heiligen Geist leiten zu lassen und mit ihm Kontakt aufzunehmen. Zum Thema „Bibellesen“ erklĂ€rt sie: „Bitten Sie den Heiligen Geist, Sie mitten im Alltag an Bibelstellen zu erinnern, damit sie ĂŒber sie nachsinnen können.“ Fakt ist: Nirgendwo im Neuen Testament (NT) werden GlĂ€ubige dazu aufgefordert, sich direkt an den Heiligen Geist zu wenden, den Joyce Meyer respektlos als „Gentleman“ bezeichnet. Meyer geht in ihren „Impulsen“ im Zusammenhang mit dem NT mehr auf den Heiligen Geist ein als auf Jesus. Dabei ist der Heilige Geist derjenige, der Jesus Christus groß macht, deshalb steht seine Nennung im NT in Bezug auf Jesus im VerhĂ€ltnis von etwa 1 zu 20. Wer den theologischen Scheinwerfer zu sehr auf den Heiligen Geist ausrichtet, trĂ€gt dazu bei, eine Blickrichtung vorzugeben, die das NT nicht hat.
  Auch das Hauptmotto von Meyers TV-Auftritten kommt immer wieder durch: „Das Leben genießen“. Gleich im ersten „Impuls“ zum 1. Mose-Buch meint Joyce Meyer, dass Gott seine Schöpfung genossen habe, und folgert daraus: „Meine Arbeit zu genießen und mich anzunehmen, war meine beste Entscheidung 
 Fangen Sie an, sich anzunehmen und sich selbst zu genießen, wo sie jetzt stehen 
“ Sich selbst als sĂŒndigen Menschen genießen? Dieses Lebensmotto verkĂŒndet das NT nicht. Bei einer solch völlig unbiblischen „Inspiration“ stellt sich auch die Frage: Kann Gott die „Joyce-Meyer-Bibel“ ĂŒberhaupt nutzen, um sich ĂŒber sein Wort original und ungestört mitzuteilen? Viel zu oft quatscht Meyer nĂ€mlich mit ihren menschlichen „Impulsen“ Gott in sein heiliges Wort hinein.

           TOPIC  Nr. 09/2019



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Migration aus biblischer Sicht: komplizierter als angenommen. 

  Ein vertiefter Blick auf biblische Texte, die sich auf das Thema Migration beziehen, zeigt, dass sich die aktuell von breiten Kreisen der westlichen Eliten propagierte ‚Willkommenskultur‘ biblisch zum grĂ¶ĂŸten Teil nicht begrĂŒnden lĂ€sst. Das biblische Bild von Zuwanderung ist nĂŒchterner und kritischer, als oft dargestellt 
“
  Zu diesem Ergebnis kommt Professor Dr. Markus Zehnder in einem Aufsatz fĂŒr die Zeitschrift Aufbruch, die vom Gemeindehilfsbund (Walsrode) herausgegeben wird. Der Schweizer Zehnder lehrt Altes Testament und Semitische Sprachen an der amerikanischen PrivatuniversitĂ€t Biola in La Mirada (Kalifornien). Die Theologische FakultĂ€t der Biola-UniversitĂ€t gilt als theologisch konservativ und bibeltreu.
  Fremde in Israel wurden laut Zehnder recht unterschiedlich behandelt. Laut den biblischen Texten sei es nicht darum gegangen, wer sich im Land Israel aufhalten durfte, sondern welchen Zugang der Fremdling zur jĂŒdischen Religionsgemeinschaft und somit zu den politischen Gremien bekommen konnte. Es wurde damals deutlich nach Aufenthalts- und Mitbestimmungsrecht unterschieden. Von Fremden, die sich dauerhaft in Israel niederlassen wollten, wurde verlangt, dass sie ein Mindestmaß an religiösen Pflichten erfĂŒllten. Wie Zehnder schreibt, gibt es den Gedanken eines interreligiösen Dialoges im Alten Testament nicht – ĂŒbrigens auch nicht im Neuen Testament. Auch dass irgendwelche eigenen kulturellen Werte zugunsten der Werte der Fremdlinge angepasst worden seien, lasse sich in der Bibel nicht finden.
  Wie Zehnder weiter ausfĂŒhrt, verĂ€ndere das Neue Testament nicht die Aussagen zum Umgang mit Fremden, „sondern beleuchtet die damit verbundenen Fragen aus einer anderen Perspektive“. Es sei die Perspektive der Gemeinde, in der es keinen Unterschied mehr geben sollte zwischen „Juden und Griechen“. Die geforderte Bruderliebe ĂŒberwinde alle Schranken, die durch eine Volkszugehörigkeit in der Regel gegeben sind. Doch da Gemeinde und Staat nicht miteinander identisch seien, so der Theologie-Professor, „können die fĂŒr die Gemeinde gĂŒltigen GrundsĂ€tze nicht einfach auf den Staat ĂŒbertragen werden.“ Die Bibel biete keine „einfachen Lösungen und eins zu eins kopierbaren Modelle“ in Bezug auf die aktuelle Migrationsfrage.

         TOPIC  Nr. 09/2019 



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5G: BrĂŒsseler sollen keine LabormĂ€use werden, Deutsche aber schon 

  Weltweit wird zurzeit ein neuer Mobilfunk-Standard eingefĂŒhrt. Seine AbkĂŒrzung: 5G, was fĂŒr „fĂŒnfte Generation“ steht. 5G soll eine deutlich schnellere DatenĂŒbertragung erlauben, sodass Informationen fast in Echtzeit ĂŒbertragen werden können. Diese superschnelle DatenĂŒbertragung ist sozusagen das Blut fĂŒr das „Internet der Dinge“. Alles soll mit allem vernetzt sein: Maschinen in unterschiedlichen Werkhallen, Autos mit ihren Herstellern und einem Selbstfahr-Leitsystem, KĂŒhlschrĂ€nke mit dem Supermarkt, GerĂ€te zur Gesundheitskontrolle direkt mit dem Arzt etc. 5G wird das möglich machen können – per DatenĂŒbertragung durch intensiven Funk. Dazu mĂŒssen aber neue Antennen installiert werden.
  Wie die Telekom vor Kurzem mitteilte, werde man in sechs deutschen StĂ€dten bis Ende des Jahres 300 5G-Antennen in Betrieb nehmen können. In weiteren anderthalb Jahren sollen 20 deutsche StĂ€dte folgen. Aber nicht nur die Telekom hat eine Lizenz fĂŒr 5G. Auch andere Mobilfunkanbieter sind mit 5G am Start. In diese Euphorie in Bezug auf die blitzschnelle DatenĂŒbertragung platzen Meldungen, die nachdenklich stimmen.
  CĂ©line Fremault war bis vor Kurzem Ministerin der Region BrĂŒssel-Hauptstadt und in ihrem Amt auch fĂŒr die Bereiche LebensqualitĂ€t und Umwelt verantwortlich. Die „Hauptstadt der EU“ sollte bis 2020 als erste belgische Stadt ein 5G-Netz bekommen. Im MĂ€rz 2019 sagte Fremault der belgischen Zeitung L’Echo: „Wenn ich seit Juli (2018) nicht aufgehört habe, mich mit diesem Thema anhand einer ganzen Reihe grundlegender Gesundheitsrichtlinien zu beschĂ€ftigen, muss heute gesagt werden, dass es fĂŒr mich undenkbar ist, die EinfĂŒhrung dieser Technologie zu erlauben, wenn ich die Einhaltung der Normen zum Schutz der BĂŒrger nicht sicherstellen kann: 5G oder nicht. Die BrĂŒsseler sind keine LabormĂ€use, deren Gesundheit ich mit Gewinn verkaufen kann. Daran kann es keinen Zweifel geben.“
  Brisanter Knackpunkt bei der EinfĂŒhrung von 5G ist die sehr starke Strahlung. Im BrĂŒsseler Fall sollte die Strahlung von 6 auf 14,5 Volt pro Meter erhöht werden. In Deutschland sind die Grenzwerte um ein Vielfaches höher und liegen je Frequenz zwischen 40 und ĂŒber 60 Volt pro Meter.
  Warum sind die deutschen Grenzwerte viel höher als in Belgien? Deutschland und etliche europĂ€ische LĂ€nder haben sich den Empfehlungen der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICNIRP) angeschlossen. Belgien, Italien, die Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg sowie Russland und Polen aber nicht. Sie taten es deshalb nicht, um ihre Bevölkerung vor der von der ICNIRP genehmigten hohen Strahlung zu schĂŒtzen.
  Ăœber 200 Studien aus aller Welt zeigen: Die gepulste Mikrowellenstrahlung kann krank machen – sehr krank. Die deutsche Strahlenschutzkommission wies noch 1991 darauf hin, dass es einen gesicherten Kenntnisstand gebe, dass Hochfrequenz-Strahlung die DurchlĂ€ssigkeit von Zellmembranen verĂ€ndere. Die Zellmembran schĂŒtzt beim Menschen das Innere einer Zelle vor schĂ€dlichen EinflĂŒssen von außen. Ist nur eine Grundfunktion der Zellmembran gestört, ist die TĂŒr auf fĂŒr schwerste Erkrankungen von Herzinfarkt bis Krebs.
  Die Erkenntnisse der Strahlenschutzkommission von 1991 spielen heute keine Rolle mehr, weil die Lobby der Mobilfunkanbieter, hauptsĂ€chlich vertreten durch das Informationszentrum Mobilfunk e. V. (IZMF), gebetsmĂŒhlenartig eine Information immer wieder herausposaunt: Es gibt noch keine gesicherten Erkenntnisse ĂŒber GesundheitsgefĂ€hrdungen durch den Mobilfunk – und fĂŒr das neue 5G schon mal gar nicht.
  Staatlicherseits wird es die auch nicht geben. Denn die staatlich unterstĂŒtzte Forschung wurde eingestellt. Als 2007 die Partei der GrĂŒnen einen Antrag stellte, das 2008 auslaufende deutsche Forschungsprogramm zum Mobilfunk wegen noch großer bestehender ForschungslĂŒcken in Eigenregie fortzusetzen, lehnte dies die Bundesregierung unter Leitung der Wissenschaftlerin Angela Merkel ab. Ein Grund: Es gibt ja die ICNIRP mit ihren Experten und festgelegten Grenzwerten. Doch die ICNIRP ist eine private gemeinnĂŒtzige Organisation mit wissenschaftlichem Auftrag. Die Finanzierung ist bunt – ein Mix aus Zuwendungen von Organisationen und Spenden von Regierungen. Es bleibt angesichts des privaten Vereinsstatus die beklemmende Frage: Kann man der ICNIRP wirklich voll vertrauen? Es muss nachdenklich stimmen, wenn die BrĂŒsseler und die dort ansĂ€ssige „EU-Regierung“ bisher nur mit 6 Volt pro Meter bestrahlt werden dĂŒrfen, aber die Deutschen mit dem Zehnfachen.
  Nicht nur in BrĂŒssel wurde vorerst das 5G-Programm wegen einer möglichen GesundheitsgefĂ€hrdung der Bevölkerung gestoppt, auch Genf schaltete diesbezĂŒglich erst einmal die Ampel auf „rot“, ebenso noch einige andere europĂ€ische GroßstĂ€dte. Dort wird es vorlĂ€ufig keine „LabormĂ€use“ geben, aber ab 2019 in Berlin, Bonn, Darmstadt, Hamburg, Leipzig und MĂŒnchen schon. 

         TOPIC  Nr. 09/2019



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Tragen WindkraftrĂ€der zur großen DĂŒrre bei? 

  Bisher ist das Thema in der Öffentlichkeit kaum diskutiert worden: Welchen negativen Einfluss haben WindkraftrĂ€der auf unser Klima?
  Eine internationale Forschergruppe an der Harvard-UniversitĂ€t in Cambrigde (USA) forschte zu diesem Thema und veröffentlichte dazu 2015 einen Abschlussbericht. Darin heißt es: „Obwohl die Wirbelschleppen der Windturbinen gegenwĂ€rtig im Fokus der Forschung sind, verstehen wir noch zu wenig ĂŒber die Wirkung einzelner Windturbinen und Windparks. Insbesondere ĂŒber den Umfang der Windschleppen und die Umwandlung der Energie in WĂ€rme durch die NachlĂ€ufe ĂŒber den gesamten Bereich der Turbinenanordnungen sowie in Bezug auf die atmosphĂ€rischen VerhĂ€ltnisse haben wir noch kaum Erkenntnisse. Es bleibt festzuhalten, dass hinsichtlich der EinschĂ€tzung der lokalen und regionalen Klimaeffekte von Windturbinenfeldern eine große Unsicherheit verbleibt.“
  Dagmar Jestrzemski ging in einem Beitrag fĂŒr die Preußische Allgemeine Zeitung (10.7.2019) einmal der Frage nach, ob der DĂŒrresommer 2018 nicht auch etwas mit WindkraftrĂ€dern zu tun haben könnte.Besonders betroffen waren im letzten Jahr von der achtmonatigen extremen DĂŒrre das norddeutsche Tiefland und große Teile Mitteldeutschlands – eine Gegend, die immer mit reichlich Niederschlag gesegnet war. Doch seit 15 Jahren sind in diesen Landstrichen DĂŒrreperioden aufgetreten. Es regnet viel zu wenig.
  Seit im Jahr 2000 das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ in Kraft ist, wurden im Nordwesten und Nordosten Deutschlands sowie in Brandenburg etwa 30.000 WindrĂ€der zur Stromgewinnung installiert. Alle WindrĂ€der erzeugen sogenannte Wirbelschleppen, turbulente NachlĂ€ufe, die sich ĂŒber 100 Kilometer hinziehen können.
  Nach Untersuchungen der französischen Forscherorganisation CNRS verĂ€ndern die WindrĂ€der die Luftbewegungen in den unteren Schichten der AtmosphĂ€re. Rein theoretisch kann es dadurch zum Verwirbeln von Wolkenfeldern kommen und zur Verhinderung von Niederschlag. Dazu kommt die Annahme, dass durch das Verwirbeln die Kondensierung von Wasserdampf behindert wird und sich dadurch keine Wolken bilden können. Ein weiterer Aspekt, der in Windparks im USStaat Texas entdeckt wurde: Die Nachttemperaturen in diesen Parks lagen um 0,72 Grad höher als in angrenzenden Gebieten – eine ErwĂ€rmung, die den Klima-Aktivisten nicht in den Kram passen dĂŒrfte.
  Bei nĂ€herer Betrachtung des vorliegenden Materials ĂŒber die Auswirkungen von WindkraftrĂ€dern kristallisiert sich eines mehr und mehr heraus: WindkraftrĂ€der sind keinesfalls so unschĂ€dlich, wie bisher angenommen. WindkraftrĂ€der vernichten nicht nur SchwĂ€rme von Insekten und schreddern Vögeln, sondern verĂ€ndern möglicherweise auch das Klima. Deshalb: BezĂŒglich der WindkraftrĂ€der muss mehr geforscht werden. Und zwar nicht klimaideologisch, sondern wissenschaftlich neutral ohne jegliche Scheuklappen.

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z.B. 39. Jahrgang - Nr. 10 Oktober 2019

Die Themen: Thunbergs „666“-Klimareligion. - Depressionen sind keine Strafe Gottes. - Kreatikon-Konferenz mit hochkarĂ€tigen Rednern. - Gnadau-Diener will wieder kandidieren. - Heinzpeter Hempelmann fĂŒr Homo-Segnungen. - Ungarn will ein christliches Land sein. - Karmelmission: Viele Muslime bekehren sich. - Berlin: 10 Jahre Demo fĂŒr verfolgte Christen. - USA: Kein Iran-Krieg, dafĂŒr Krieg gegen China? - Iran: ZĂŒndeln fĂŒr den Mahdi? - MerkwĂŒrdigkeiten und Beunruhigendes. - Mossad hofft auf himmlische Hilfe. - Ehe steht wieder höher im Kurs. - Auswirkungen der MeToo-Bewegung. - Thomas Cook war baptistischer Laienprediger. - Eine Generation von RĂŒckenkranken. - Mobilfunk-Unternehmen warnen vor Krebs. - Mischwesen aus Mensch und Affe geschaffen



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Greta Thunberg und die „666“-Klimareligion 

   Bei vielen Jugendlichen hat die 2003 geborene Greta Thunberg lĂ€ngst den Status einer Heiligen, wenn nicht gar Göttin. Es muss nachdenklich stimmen: Da gewinnt eine 15-jĂ€hrige Schwedin einen  Schreibwettbewerb, und ihr Artikel zur Umweltpolitik wird von einer der bedeutendsten Zeitungen in Schweden gedruckt. Nach dieser Veröffentlichung startet sie ihr öffentliches Engagement fĂŒr den Klimaschutz. Sie stellt sich alleine mit einem Protestschild vor den Schwedischen Reichstag mit der Aufschrift „Schulstreik fĂŒr das Klima“. Ab da entwickelt sich etwas, wofĂŒr es keine rationale ErklĂ€rung gibt. Die weltweite Fridays for Future-Bewegung startet, Thunberg spricht vor den MĂ€chtigen der Welt in Davos und jĂŒngst in New York. Mittlerweile hat es die heute 16-JĂ€hrige auf die Liste der 100 wichtigsten Persönlichkeiten dieser Welt geschafft.
   Doch was hat der Teenager mit den Zöpfen, der wie aus dem Nichts auftauchte, eigentlich in Gang gesetzt? Es ist nichts anderes als eine neue Bewegung, die zutiefst religiös ist. Der Journalist Hendrik M. Broder schrieb dazu: „Ich liebe Greta, weil sie es — wenn auch ungewollt — geschafft hat, die westliche Gesellschaft als das zu entlarven, was sie ist: aberglĂ€ubisch, dekadent, dumm, hysterisch, infantil und sĂŒchtig nach Erlösung.“ Der bekannte ostdeutsche Evangelist Lutz Scheuffler bringt es so auf den Punkt: „Obwohl in unseren Breitengraden viele Menschen sich als ‚religiös unmusikalisch‘ bezeichnen wĂŒrden, laufen sogar bekennende Atheisten bei Bewegungen mit, die sich sehr religiös gebĂ€rden. Ein aktuelles Beispiel ist die Klima-Religion. Zwangsmissionierung wird dort als Allheilmittel fĂŒr den geschundenen Globus angestrebt. Nicht nur 10 sondern tausende Gebote sind einzuhalten. Die Bekehrung der Menschen soll per Gesetz erzwungen werden. Ablasszahlung in Form einer CO2-Steuer muss her. Eine Madonna haben sie auch. Die heilige Greta wird auf Prozessionen herumgereicht. Den Jugendgottesdienst der Klima-Religion nennen sie ‚Fridays for Future‘ und ihre Prediger drohen mit der Klimahölle.“
   Thunbergs Bewegung zeigt wieder einmal, dass jeder Mensch hoffnungslos religiös ist. WĂ€hrend das Christentum im Westen einen beispiellosen Niedergang erlebt, blĂŒht ein „grĂŒner Glaube“ explosionsartig auf. Gott wird durch die Natur ersetzt. Eine Naturvergottung bricht sich Bahn. In einem Beitrag fĂŒr die Zeitschrift eigentĂŒmlich frei schreibt der Soziologieprofessor Franz Kromka unter der Überschrift „Mit der Ökoklage zur Planwirtschaft?“: „Im traditionellen Christentum stand der Mensch mehr oder weniger direkt mit Gott in Verbindung. Einen eigenstĂ€ndigen Raum gab es nicht. Beim Dialog mit Gott ging es um Gnade und Ungnade. Die Natur wurde gleichsam als Nebensache betrachtet. So konnte der Christ dem biblischen Aufruf folgen: ‚Macht Euch die Erde untertan!‘ (1. Mose 1,28) 
 Aber mit der durch die AufklĂ€rung mĂ€chtig vorangetriebenen Entchristlichung bildete sich die Vorstellung einer autonomen Natur heraus. Die Natur war nun nicht mehr nur ein uns von Gott zur VerfĂŒgung gestelltes nutzbares Material, sondern etwas EigenstĂ€ndiges. Dessen Bedingungen habe man sich zu fĂŒgen, wenn man keine Schuld auf sich laden möchte.“
   Bei Licht betrachtet ist Thunbergs Tun und das ihrer JĂŒnger im sogenannten christlichen Abendland höchst antichristlich. Der Schöpfer der Natur wird durch sein eigenes Geschöpf, die Natur, ersetzt. Dieser Natur-Gottheit muss gehuldigt, mĂŒssen auch Opfer gebracht werden, indem die Öko-GlĂ€ubigen ihr Leben so radikal Ă€ndern, wie es die Hohepriester der Klimarettung befehlen. Und da ist noch etwas im Hintergrund, das bisher kaum in den Fokus der Betrachtung rĂŒckte: Die Vordenker der Öko-Sektierer streben nach einer weltweiten Öko-Planwirtschaft nach kommunistischem Muster, das den WeltbĂŒrger dann zu einem guten Menschen machen soll. Einer ihrer Vordenker, Hans Jonas, schrieb dazu, dass durch diese Planwirtschaft „GewalttĂ€tigkeiten, Grausamkeiten, Neid, Habgier, Betrug und dergleichen fortfallen.“
   Fridays for Future: drei Mal das „f“ als sechster Buchstabe im Alphabet = 666. Zufall oder Zeichen? Eine Greta Thunberg, die als Nobody aus dem Nichts auftaucht und im Eiltempo wichtige Teile der Weltbevölkerung und ihrer MĂ€chtigen in ihren Bann zieht. Fridays for Future und Greta Thunberg als Blaupause fĂŒr ein Szenario, das schon bald auftauchen könnte und wovon die Bibel in ihrem letzten Buch ausfĂŒhrlich spricht: dem Auftreten des Antichristen. Seine Zahl: 666. 

       TOPIC  Nr. 10/2019



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Ungarn will ein christliches Land sein 

   Die Botschaft war eindeutig: Ungarns VizeprĂ€sident Zsolt SemjĂ©n stellte ein Messingkreuz auf das Rednerpult und sagte: „Wir sind ein christliches Land!“ Diese eindeutige Festlegung postulierte SemjĂ©n auf der Christlichen Konferenz fĂŒr Kommunikatoren (Budapest Forum for Christian Communicators) Anfang September 2019 in Budapest. Die ungarische Regierung hatte 300 sogenannte Kommunikatoren eingeladen, um mit ihnen ĂŒber christliche Werte und deren Umsetzung in der Politik zu sprechen, aber auch, um mit den Teilnehmern ein internationales Netzwerk christlicher Kommunikatoren aufzubauen. Die GĂ€ste kamen aus allen Winkeln der Erde von Pakistan bis Neuseeland, von Brasilien bis Norwegen.
   WĂ€hrend der Konferenz wurde dann deutlich, dass Ungarn nicht nur ein christliches Land sein will, sondern auch eine Menge dafĂŒr tut. Nachdem MinisterprĂ€sident Viktor OrbĂĄn vom schlimmen Leid verfolgter Christen durch Muslime im Nahen Osten hörte, richtete er 2016 ein Staatssekretariat ein, das sich um die UnterstĂŒtzung verfolgter Christen kĂŒmmert. Die Millionen Euro, die Ungarn bisher dafĂŒr ausgegeben hat, fließen ohne Umwege ĂŒber Hilfswerke direkt an die Christen. So konnten ĂŒber 50.000 Christen in ihrer Heimat in Syrien und dem Irak verbleiben, da mit ungarischer Hilfe ihre HĂ€user und Dörfer wieder aufgebaut wurden.
   Aber auch innerhalb Ungarns versucht die Regierung, christliche Politik zu machen – beispielsweise durch Familienpolitik. Pro Jahr gibt Ungarn fĂŒr seine knapp zehn Millionen BĂŒrger acht Milliarden Euro fĂŒr die Pflege und UnterstĂŒtzung von Familien aus. Ungarns Staat kommt Familien mit gĂŒnstigen Krediten und Steuergeschenken entgegen, wenn sich Menschen fĂŒr die klassische Familie von Mann, Frau und Kindern entscheiden. Anscheinend hat diese christliche Politik Erfolg: Die Scheidungsrate sinkt, ebenso die Anzahl der Morde an Ungeborenen (Abtreibung). Auch verzeichnet Ungarn immer mehr Eheschließungen.
   Die christliche Politik hĂ€ngt auch sehr stark mit dem oft kampfeslustigen Regierungschef Viktor OrbĂĄn zusammen. OrbĂĄn gehört zur Ungarischen reformierten Kirche und holte im Alter von 39 Jahren seine Konfirmation nach. Lange Jahre wurde er vom calvinistischen Pastor ZoltĂĄn Balog geistlich betreut. OrbĂĄn, Vater von fĂŒnf Kindern, ist seit 1986 mit der Katholikin und Juristin AnikĂł LĂ©vai verheiratet. FĂŒr OrbĂĄn ist Religion keine Privatsache, sondern eine gesellschaftliche Gestaltungskraft. Dabei wĂ€hlt Ungarn den christlichen Weg. WĂ€hrend in Westeuropa Kirchen zu Moscheen und UnterhaltungsstĂ€tten umfunktioniert werden, renoviert Ungarn seine GotteshĂ€user. Bisher an die 3.000.
Mit Material von Die Tagespost (12.9.2019)

         TOPIC  Nr. 10/2019



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Warum halten sich die USA bisher militĂ€risch aus dem Iran-Konflikt raus? 

   Das, was Mitte September im Weißen Haus geschah, wirft Fragen auf – weltpolitisch wichtige. Völlig ĂŒberraschend entlĂ€sst US-PrĂ€sident Trump seinen Sicherheitsberater John Bolton – den dritten in Trumps Amtszeit. Nicht nur diese Entlassung wirft Fragen auf, sondern auch der Zeitpunkt, zu dem sie ausgesprochen wurde. Seit Monaten nehmen die politischen Spannungen am Persischen Golf zu. Sie erreichten einen Höhepunkt, als Ölanlagen in Saudi-Arabien von Drohnengeschossen und Marschflugkörpern getroffen wurden. Ein Schuldiger wurde sofort benannt: Iran. Doch die Perser bestritten eine Beteiligung. Dieser kriegerische Akt hĂ€tte normalerweise die Folge, dass Saudi-Arabien mit seinem VerbĂŒndeten USA militĂ€risch zurĂŒckgeschlagen hĂ€tten. So war es jedenfalls in vergangenen Zeiten. Doch außer Verurteilungen und einer VerschĂ€rfung der Sanktionen gegen den Iran geschah bisher nichts. Warum? Möglicherweise wollen die USA sich nicht in einen neuen Nahostkrieg hineinziehen lassen, weil sie sich auf einen ganz anderen Krieg vorbereiten, fĂŒr den sie alle militĂ€rischen KrĂ€fte brauchen.
   Trump hatte bis vor Kurzem zwei der brutalsten Kriegstreiber in den USA als Sicherheitsberater an seiner Seite: John Bolton und seinen Vertreter Charles M. Kupperman. Bolton gilt als BefĂŒrworter eines Krieges gegen den Iran und hatte dafĂŒr schon 2006 alle militĂ€rischen PlĂ€ne ausgearbeitet. FĂŒr ihn muss der vermeintliche Angriff des Iran auf die saudischen Ölanlagen wie „die“ ideale Vorlage gewirkt haben, um endlich seine PlĂ€ne umzusetzen. Doch zwischen Bolton, Trump und US-Außenminister Pompeo kam es zu heftigen Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf den Iran-Krieg. Eine wichtige Frage dabei: Welche Rolle spielte Kupperman bei den Diskussionen?
   Charles M. Kupperman hat in seinem Berufsleben schon etliche Posten ausgefĂŒllt, u. a. in der Reagan- Regierung, in der RĂŒstungsindustrie und in einer Denkfabrik. Er gilt als islamfeindlich. Der Hardliner Ă€ußerte z. B. in den 1980er Jahren die Ansicht, dass die USA auch einen Atomkrieg beispielsweise gegen Russland gewinnen könnten. Dabei wĂŒrden zwar ĂŒber 100 Millionen Menschen sterben – auch in den USA –, aber die USA wĂŒrden dennoch nach einem solchen Krieg als Sieger hervorgehen. Kupperman gilt als Stratege, der sich mit langfristigen Zielen der USA beschĂ€ftigt. Und eines dieser Langzeit-Ziele ist unter MilitĂ€rstrategen in den USA lĂ€ngst ausgemacht: ein Angriff auf China.
   Die RAND Corporation ist eine seit Langem bestehende US-Denkfabrik, die u. a. auch das US-MilitĂ€r berĂ€t. Zu den Mitarbeitern der Denkfabrik gehören beispielsweise die ehemalige US-Außenministerin Condoleezza Rice und der ehemalige US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. 2017 hat die RAND Corporation ein Strategie-Papier vorgestellt mit dem Titel „Krieg gegen China: Das Undenkbare denken“. Auftraggeber fĂŒr die Studie war die US-Armee. Die Vordenker der RAND Corporation fordern in dem Papier das US-Verteidigungsministerium Pentagon und das Weiße Haus zu „vernĂŒnftigen Vorbereitungen zur FĂŒhrung eines lang andauernden und intensiven Krieges gegen China“ auf. Und dieser mĂŒsse möglichst bald beginnen, so die Vordenker. Wegen der AufrĂŒstung Chinas wĂŒrden die Kosten und Verluste fĂŒr diesen Krieg aufseiten der Vereinigten Staaten 2025 weitaus höher ausfallen als 2015.
   Hat das Zögern der USA, sich am Persischen Golf militĂ€risch zu engagieren, damit zu tun, dass man sich auf einen viel grĂ¶ĂŸeren Krieg vorbereitet – möglicherweise in einer zweiten Amtszeit von Trump ab 2020?
   In seiner ersten Titelgeschichte in diesem Jahr schildert Der Spiegel ausfĂŒhrlich, dass ein kriegerischer
Konflikt zwischen den USA und China drohe. Chinas Staatschef Xi wies beispielsweise im letzten Jahr das SĂŒdkommando seiner StreitkrĂ€fte an, sich darauf vorzubereiten, „einen Krieg zu fĂŒhren“. In einer Rede Anfang Oktober 2018 verurteilte US-VizeprĂ€sident Mike Pence China so scharf, dass man die Wortwahl nur als AnkĂŒndigung eines Kalten Krieges deuten kann. Die Chinesen sehen sich tatsĂ€chlich massiv bedroht. In der chinesischen Staatspresse hieß es, die Trump-Regierung wĂŒrde Peking „ein Messer an den Hals halten“.
   Die ZurĂŒckhaltung der USA im Iran-Konflikt könnte darauf schließen lassen, dass die USA militĂ€risch an etwas GrĂ¶ĂŸerem arbeiten. Trump ersetzte Bolton durch Robert O’Brian. Politisch ist O’Brian ein wenig beschriebenes Blatt – erst recht als MilitĂ€r-Stratege. Was man weiß: Der Jurist O’Brian ist Mormone. Doch diese Religionsbezeichnung gilt nicht mehr. Der neue US-Sicherheitsberater ist Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage, die sich jetzt auch kurz nur „Kirche Jesu Christi“ nennt. Obwohl sich die frĂŒheren Mormonen als Christen bezeichnen, haben sie mit dem biblischen Christentum nur wenig zu tun. Der GrĂŒnder der Mormonen, Joseph Smith (1805-1844), war Freimaurer. Viele der Rituale in den Mormonen-Tempeln sollen denen bei den Freimaurern Ă€hneln. Was man vom neuen Sicherheitsberater erwarten kann, ist schwer zu sagen. Viel interessanter ist, was aus Kupperman wird. Sollte er seinen Stellvertreter-Posten behalten, dann ist das in Bezug auf einen großen Atomkrieg – möglicherweise gegen China – mehr als beunruhigend.
   Doch was wird aus dem Iran, der in der letzten Zeit immer wieder mit dem Feuer spielt, das schnell einen kriegerischen FlĂ€chenbrand in der Region auslösen könnte? Die Perser haben angekĂŒndigt, ihre nukleare AufrĂŒstung wieder aufzunehmen. Das kann und wird Israel nicht hinnehmen. Schlussfolgerung: Israel wird einen Krieg gegen den Iran wohl im Alleingang beginnen mĂŒssen, wenn sich die Amerikaner in der Sache grĂ¶ĂŸtenteils heraushalten wollen. Wer dann dem Heiligen Land wie militĂ€risch beispringt, wird sich zeigen.

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MerkwĂŒrdige Informationen aus Israel und beunruhigende aus Österreich 

   Im September 2019 kursierten in Israels Medien merkwĂŒrdige Informationen. Selbst die große Zeitung Jerusalem Post ging darauf ein.
   Die Informationen befassten sich mit zwei jĂŒdischen Kabbalisten, die lĂ€ngst schon verstorben sind. In ihren Überlieferungen sprechen die beiden von einer Zeit, in der Israel lange ohne eine Regierung sein werde. Außerdem wĂŒrden zwei Politiker mit dem Vornamen Benjamin um die Macht streiten. In dieser Zeit – exakt am jĂŒdischen Neujahrsbeginn (29.9.2019) – wĂŒrden sich göttliche MĂ€chte aufmachen, um in den himmlischen Regionen gegen die bösen Gewalten zu kĂ€mpfen. Dabei gehe es um Israel und seine Bedroher und die Ankunft des Messias. Die Kabbala ist eine mystische Richtung im Judentum. Kabbalisten versuchen ĂŒber Engelanrufungen, Buchstaben- und Zahlendeutungen, auch von biblischen Texten, sowie Prophetien in okkulte SphĂ€ren vorzustoßen, um dort Weisheitsoffenbarungen zu erlangen. Erkenntnisse von Kabbalisten erreichen nur selten die Öffentlichkeit. Diese hier ist allerdings in einem ganz bestimmten Zusammenhang von Interesse.
   Ab dem 2. Oktober 2019 startete in Österreich ein hoch okkultes Ereignis, das ĂŒber Tage dauern soll. Buddhisten wollen eine Einweihung in ein lang gehĂŒtetes Geheimnis prĂ€sentieren. In Wien will ein berĂŒhmter buddhistischer Mönch erstmals in einer Kalachakra-Einweihung ein dreidimensionales Mandala erstellen. Dieses Mandala soll dazu dienen – eingerahmt von Kalachakra-RitualtĂ€nzen –, spirituelle KrĂ€fte fĂŒr einen Weltfrieden zu beschwören. Kalachakra ist sowohl der Name eines Lehrsystems im Tantra-Buddhismus als auch der Name einer buddhistischen Gottheit.
   Im Juni 2000 interviewte TOPIC Mariana und Herbert Röttgen, die jahrelang als Assistenten fĂŒr den Dalai Lama, das höchste geistliche Oberhaupt des Buddhismus, gearbeitet haben. Sie warnten damals vor Mandalas. Mandalas seien WohnstĂ€tten von Göttern und DĂ€monen. Die intensive BeschĂ€ftigung mit einem Mandala bedeute die Übernahme von denjenigen Bewusstseinsstrukturen, welche in dem entsprechenden Mandala eingearbeitet sind. Die im Mandala verborgenen Gottheiten können nach tibetischer Sicht das Denken, FĂŒhlen und Handeln von Menschen beeinflussen.
   In Österreich wird das Kalachakra-Ritual als Beitrag fĂŒr den Weltfrieden verkauft. Doch wie die ehemaligen Buddhisten und heutigen Christen Elke und Martin Kamphuis in ihrem Buch „Buddhismus - Auf dem Weg zur Macht?“ ausfĂŒhren, gehe es im Kalachakra um etwas ganz anderes. Alle Vertreter von Ein-Gott-Religionen – Judentum, Islam und Christentum – sollen vernichtet werden. Nur so könne ein Weltfriede nach buddhistischem, heidnischem Muster entstehen.
   In Bezug auf viele Bereiche von Politik und Gesellschaft gewinnen Beobachter den Eindruck: Der Böse, der Durcheinanderbringer, der Mörder, Satan ist im Moment am Zug – weltweit. Wie lange noch? 

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Britische Mobilfunk-Unternehmen warnten AktionĂ€re vor Krebsrisiken 

   Schon im letzten Jahr berichtete das konservative britische Boulevard-Blatt Daily Mail ĂŒber eine Mitteilung großer Mobilfunk-Unternehmen in Großbritannien. Unternehmen wie die Vodafone Group oder EE Limited informierten ihre AktionĂ€re – aber nicht ihre Kunden – ĂŒber mögliche Krebsrisiken beim mobilen Telefonieren. Der finnische Telekommunikations-Konzern Nokia wies darauf hin, dass es Untersuchungen gebe, die darauf hinwiesen, dass die elektromagnetischen Wellen des Mobiltelefons Krebs auslösen könnten. Wie die Mobilfunkunternehmen mitteilten, sei das Risiko, an Krebs zu erkranken, so gut wie ausgeschlossen, dennoch seien sie verpflichtet, ihre AktionĂ€re auf dieses mögliche Risiko plus Rechtsrisiko hinzuweisen.
   Das hatten beispielsweise einige Bosse von Volkswagen (VW) in Bezug auf den Diesel-Skandal unterlassen und wurden deshalb von der Staatsanwaltschaft Braunschweig angeklagt. Grund der Anklage: Die VW-VorstĂ€nde hĂ€tten viel zu spĂ€t ihre AktionĂ€re ĂŒber einen drohenden Schaden und einen damit verbundenen Aktien-Kurssturz informiert.

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Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
bedĂŒrfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages:
TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,



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z.B. 39. Jahrgang - Nr. 11 November 2019

Die Themen: Sturm auf die bibeltreue Bastion. - John Piper: bibeltreu predigen, keine Theologie. - Mission Kwasizabantu am Ende? - Internet beeinflusst ReligionsausĂŒbung. - Christliche Liederbank im Internet. - Neuer reformatorischer Verlag gegrĂŒndet. - Merkel will antichristliche Technik fĂŒr Deutschland. - UNO attackiert die Meinungsfreiheit. - Mit der Klimahysterie Billionen verdienen. - AKKs Syrien-Idee: Bundeswehr und ein Iran-Krieg. - Gender-Puppe fĂŒr Kinder. - Deutsche wollen nicht mit Handy bezahlen. - Supercomputer mit sensationeller Leistung. - Dieb wird glĂ€ubig und bringt Diebesgut zurĂŒck. - Immer mehr Kinder in ev. Bekenntnisschulen.



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Erneuter Sturm auf die bibeltreue Bastion 

  Ein aktuelles Buch ist der x-te Beweis dafĂŒr, dass manche (!) Theologen besser einen ordentlichen Beruf erlernt hĂ€tten, als ihr Gehirnschmalz dafĂŒr zu verwenden, tiefglĂ€ubige Christen in ihrem Glauben zu erschĂŒttern. Man wird auch den Eindruck nicht los, dass besonders die Generation der jĂŒngeren Theologen immer wieder nach neuen Themen sucht, um ihre berufliche Existenz an den theologischen AusbildungsstĂ€tten sicherzustellen – inklusive Einkommen. Dabei kommen sie auf immer mehr hirnrissige Ideen, und evangelikale Verlage publizieren dies anscheinend bedenkenlos.
  FĂŒr die Theologie gilt schon seit Langem, was der englische Prediger Spurgeon (1834-1892) einmal so ausdrĂŒckte: „Es gibt nichts Neues in der Theologie, außer dem, was falsch ist. Wenn du etwas Neues predigst, ist es nicht wahr. Wenn du etwas Wahres predigst, ist es nicht neu.“
  Und genau das macht ein aktuelles Buch erneut deutlich. Es heißt „Knapp daneben ist auch vorbei – Holzwege post-evangelikalen Glaubens“. Herausgeber ist Thomas Jeising, Schriftleiter der Vierteljahreszeitschrift Bibel und Gemeinde, die der Bibelbund herausgibt. In dem Buch, das in der Christlichen Verlagsgesellschaft Dillenburg (Bestell-Telefon 02771-83020) erschienen ist, befassen sich mehrere bibeltreue Autoren mit modernen theologischen Strömungen, die derzeit angeblich fromme Intellektuelle ausgeheckt haben und in die evangelikalen Gemeinden eindringen. Diese vermeintlichen Intellektuellen heißen z. B. Siegfried Zimmer, bis 2013 Professor fĂŒr ev. Theologie und ReligionspĂ€dagogik an der PĂ€dagogischen Hochschule in Ludwigsburg und gefragter Vortragsredner; Thorsten Dietz, Professor fĂŒr Systematische Theologie an der Ev. Hochschule Tabor und Mitglied im Theologischen Arbeitskreis des Gnadauer Gemeinschaftsverbandes; Thorsten Hebel, Theologe, Schauspieler und Kabarettist; Rob Bell, US-Pastor, der zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt zĂ€hlen soll; N. T. Wright, EnglĂ€nder, anglikanischer Bischof und Professor fĂŒr Neues Testament, und JĂŒrgen Mette, ev. Theologe und ehemaliger geschĂ€ftsfĂŒhrender Vorsitzender des Verlages Stiftung Marburger Medien.
  Was alle Genannten eint: Sie wollen einen biblischen evangelikalen Glauben weiterentwickeln, damit er besser in die heutige Zeit passt. Das gelingt ihnen aber nur, indem sie zentrale Positionen des Wortes Gottes wie etwa „SĂŒnde“ oder „Erlösung durch Jesus Christus“ auseinandernehmen, wichtige Aussagen Gottes entkernen und diese Positionen nach eigenem GutdĂŒnken wieder neu zusammensetzen. Die Demontage-Phase setzt an einem ganz raffinierten Punkt an: Zimmer, Dietz und Co. behaupten, bisher habe man die Bibel oft falsch gelesen und ausgelegt. Nur mit einer hochqualifizierten Theologie seien Spezialisten mit Professorentitel in der Lage auszuforschen, was Gott in seinem Wort wirklich sagen wolle – oft genug nicht das, was da steht, wie sie meinen. Das Buch „Knapp daneben ist auch vorbei“ enttarnt diese raffinierte Vorgehensweise, und zwar im Licht eines Glaubens, der an der Bibel als irrtumslosem Wort Gottes festhĂ€lt.
  Da gibt es beispielsweise Worthaus. Worthaus ist eine Mediathek im Internet mit theologischen VortrĂ€gen. Etwa zwei Drittel der VortrĂ€ge stammen von Professor Siegfried Zimmer. An Nr. 2 steht Professor Thorsten Dietz. Fast alle Referenten bei Worthaus kommen aus der universitĂ€ren evangelischen oder katholischen Theologie. Was lehrt nun Professor Zimmer, dessen VortrĂ€ge schon Zehntausende angehört haben?
  FĂŒr den Theologen enthĂ€lt die Bibel „hunderte von Fehlern“. Ferner meint Zimmer, der Glaube an eine ewige Verdammnis zeuge von einem „eiskalten Glauben“ und primitiver Moral. Der Tod sei nicht nur eine Folge der SĂŒnde, sondern Teil von Gottes guter Schöpfung. Wer in der Schlange im Schöpfungsbericht den Teufel erkenne, sei „balla, balla“. Andere Theologen wie etwa Dr. Thomas Breuer Ă€ußern sich auf Worthaus so: Jesu Tod am Kreuz sei eindeutig kein stellvertretendes SĂŒhneopfer fĂŒr die Schuld von Menschen gewesen!
  Wer BeitrĂ€ge auf Worthaus anhört, gewinnt schnell den Eindruck, Laien seien eigentlich zu blöd, um die Bibel zu verstehen. Wer nicht eingeweiht sei in moderner Theologie, ArchĂ€ologie, historischen Wissenschaften und antiken Sprachen, könne in keinster Weise verstehen, was Gott im Menschenwort der Bibelschreiber wirklich gemeint habe. Zimmer geht in seiner Überheblichkeit sogar so weit zu behaupten, dass sich die ganze Kirche in vielen Punkten 1.800 Jahre lang geirrt habe.
  Thorsten Dietz, der in Tabor zukĂŒnftige Gemeinschaftspastoren ausbildet, kommt in seinem Buch „Weiterglauben“ nicht so arrogant daher wie Zimmer. StĂ¶ĂŸt aber wie sein Kollege letztlich in die gleiche Richtung. Dietz macht die Bibel in ihrer HistorizitĂ€t unglaubwĂŒrdig. So habe es Noah und die Arche nie wirklich gegeben. Vieles, was in der Bibel stehe, sei symbolisch erzĂ€hlte Botschaft. Deshalb mĂŒsse ein kindlicher Glaube ĂŒberwunden werden – man mĂŒsse weiterglauben im Sinne von „den Glauben selbst weiter entwickeln“. Dietz glaubt nicht an die Bibel, sondern an Jesus Christus, wie er schreibt, deshalb sei die Wahrheit nicht vordringlich in der Bibel zu suchen. Aber wo dann? Dietz deutet an, dass ein mystischer Herzensglaube der sicherere Weg sei. Das bedeutet aber, dass es auf den Menschen ankommt, der sich einen Zugang zum Göttlichen sucht. Somit ist eine klare Offenbarung Gottes ausgeschlossen. Aber genau die findet sich garantiert, hoch und heilig, nur in der Bibel. Gerade das Johannes-Evangelium trennt nicht zwischen persönlicher Beziehung und Wahrheit: Jesus selbst ist Wahrheit, und Gottes Wort ist die Wahrheit, heißt es im 17. Kapitel des Johannes-Evangeliums. Dietz hinterlĂ€sst mit seiner UniversitĂ€ts-Theologie in gewisser Weise eine Sprachlosigkeit in Bezug auf Gott und fördert damit das Hirngespinst, dass sich jeder selbst sein Gottesbild suchen mĂŒsse. Weitergedacht: Im Mittelpunkt steht allein der Mensch und nicht mehr Gott.
  Auch JĂŒrgen Mette arbeitet in seinem Buch „Die Evangelikalen: Weder einzig noch artig. Eine biografisch-theologische Innenansicht“ an der Demontage eines gefestigten Bibelglaubens. FĂŒr den Marburger ist die Bibel ausdrĂŒcklich nicht Offenbarung, sondern „Zeugnis von der Offenbarung Gottes“. Das bedeutet im Klartext: Der Heilige Geist hat nur teilweise SĂ€tze, Passagen, Kapitel im „Wort Gottes“ direkt inspiriert. NatĂŒrlich kann Mette dann auch mit dem Begriff Irrtumslosigkeit der ganzen Bibel nichts anfangen, wobei er bei diesem Thema Thorsten Dietz bemĂŒht, der erklĂ€rt, man könne die Irrtumslosigkeit aus der Bibel gar nicht ableiten. Deshalb hat Mette auch mit der Chicago-ErklĂ€rung, in der Gottes Wort Irrtumslosigkeit bescheinigt wird, Probleme. Mette fragt: „Wer sind wir, dass wir Gott Fehlerlosigkeit attestieren?“ So eine Frage ist nicht nur dummdreist, sondern fast schon gotteslĂ€sterlich.
   Thomas Jeising schreibt zum Ende des Buches „Knapp daneben ist auch vorbei“ etwas, was in vielen Gemeinden vernachlĂ€ssigt wird und deshalb einen Einbruch falscher Lehren leicht macht: „Sicher ist nicht jeder Christ gleichermaßen zum theologischen Arbeiten berufen. Grundkenntnisse aber – etwa in Form von bibelkundigem Wissen – kann jeder erwerben. DarĂŒber hinaus sollte sich die christliche Gemeinde nicht nur Gemeindemanager und Evangelisten leisten, sondern eben auch Leute, die ihre Lebenskraft dafĂŒr einsetzen, die Tiefe und Schönheit des christlichen Glaubens mit ihren theologischen Arbeiten herauszustellen.“ 

         TOPIC  Nr. 11/2019



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Wie das Internet die ReligionsausĂŒbung beeinflusst 

  Erstaunlich geringes Interesse hatten Wissenschaftler bisher an der Frage, wie die Nutzung des Internets religiöse Vorstellungen und AktivitĂ€ten beeinflusst. In diese LĂŒcke ist Paul McClure von der Baylor University in Texas gesprungen. FĂŒr ihn war klar, dass es irgendeinen Einfluss des Internets auch auf diesem Gebiet geben muss, und zwar wegen der vielen Zeit, die wir dort verbringen, und weil sich auch sonst erwiesen hat, dass es sich nach und nach darauf auswirkt, wie wir denken und uns anderen gegenĂŒber verhalten.
  Bei seinen Forschungen, denen Daten aus verschiedenen christlichen Glaubensrichtungen sowie von Menschen jĂŒdischen und anderen Glaubens in den USA zugrunde liegen, konzentrierte er sich auf vier Fragen. Erstens: Beeinflusst das Internet die Zugehörigkeit zu einer bestimmten religiösen Gruppe oder Tradition? Zweitens: Nehmen religiöse AktivitĂ€ten ab, wenn man mehr Zeit im Internet verbringt? Drittens: Ist eine stĂ€rkere Nutzung des Internets mit VerĂ€nderungen im Glauben verbunden, etwa weil es den Menschen eine grĂ¶ĂŸere Auswahl an religiösen Traditionen und Glaubenssystemen prĂ€sentiert? Viertens: Oder fĂŒhrt das Internet im Gegenteil zu einer VerstĂ€rkung und Verfestigung des bestehenden Glaubens?
  TatsĂ€chlich fand McClure deutliche Anzeichen dafĂŒr, dass die Zugehörigkeit zu einer bestimmten religiösen Gruppe oder einer bestimmten religiösen Tradition durch das Internet gelockert wird und dass VerĂ€nderungen im Glauben eintreten. Den Grund fasst er so zusammen: „Das Internet betont die PluralitĂ€t und schafft einen neuen Raum aus miteinander im Wettbewerb stehenden WahrheitsansprĂŒchen und Ideen darĂŒber, was letztlich wichtig ist, in dem Individuen sich zurechtfinden mĂŒssen. Wegen dieser ĂŒberwĂ€ltigenden Vielfalt an Weltsichten, Glaubenssystemen und religiösen Ideen, die Teil der Online-Erfahrung eines Jeden sind, ermutigt das Internet dazu, mit einem Sortiment geistlicher Optionen herumzubasteln, so dass es wahrscheinlicher wird, dass man den Anspruch jedweder religiöser Tradition auf die alleinige Wahrheit zurĂŒckweist.“
  Die Lockerung der Bindung an eine bestimmte religiöse Gruppe ist, wie der Wissenschaftler herausfand, umso stĂ€rker, je jĂŒnger die Internetnutzer sind und je mehr Zeit man im Internet verbringt, und sie wird auch von der politischen Grundausrichtung beeinflusst, nicht aber vom Bildungsstand, vom Wohnort oder der Anzahl der Kinder.
  Trotz dieses Befunds werde jedoch der Zeitaufwand fĂŒr religiöse AktivitĂ€ten an sich – welche auch immer – durch die Nutzung des Internets kaum beeinflusst. Das ist zunĂ€chst merkwĂŒrdig, weil es religiöse AktivitĂ€ten gibt, die eine physische PrĂ€senz voraussetzen (z. B. Gebet oder Anbetung in der Gruppe oder mit der ganzen Gemeinde). Hier liegt die Annahme nahe, dass die fehlende PrĂ€senz z. B. in der Gemeinde rein zeitlich durch die Nutzung irgendwelcher Internet-Angebote ausgeglichen wird. (Das passt ĂŒbrigens zu anderenErhebungen, denen zufolge immer mehr Menschen angeben, zwar keiner organisierten Religion anzugehören, aber sehr wohl „religiös“ zu sein.)
  Aus seiner Studie zieht der Forscher diese Schlussfolgerung: „Die Ergebnisse lassen in Bezug auf Gruppen und Individuen darauf schließen, dass das Internet zwar nĂŒtzlich darin sein kann, eine bestimmte religiöse Botschaft zu empfangen oder auszusenden, die Internet-Technologie aber die ausschließliche Wahrheit genau dieser Botschaft untergraben kann.“
Quelle: Journal for the Scientific Study of Religion 

         TOPIC  Nr. 11/2019



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Will Merkel Deutschland fĂŒr ein antichristliches System vorbereiten?

  Mitte Oktober titelte die BILD-Zeitung: „So verkauft Merkel uns an China“. Der Artikel begann dann so: „Kuscht die Bundesregierung vor den Kommunisten in Peking? Nach BILD-Informationen: Ja!  Denn der chinesische Telekommunikations-Konzern Huawei soll sich DOCH am Ausbau des deutschen 5G-Netzes beteiligen können! Entsprechende Informationen des ‚Handelsblattes‘ bestĂ€tigen Regierungsmitarbeiter gegenĂŒber BILD.“ Weitere Artikel folgten mit Überschriften wie „Wie naiv ist Merkel?“ oder „Trump-Berater warnt Merkel vor Huawei“. Bis Anfang Oktober waren sich alle politisch Verantwortlichen darĂŒber einig, dass die Chinesen keine Internet-Technik auf deutschem Boden aufbauen sollen. Der Grund: Die Chinesen könnten damit z. B. die deutsche Wirtschaft ausspionieren. Doch Ă€hnlich wie bei der FlĂŒchtlings-Welle 2015 machte Angela Merkel wieder einen Alleingang – in Bezug auf Huawei gegen alle RatschlĂ€ge von Experten, inklusive aller deutschen Geheimdienste. Mit welcher Absicht? Plant sie, das Land der Reformation fĂŒr ein antichristliches Zeitalter vorzubereiten?
  Die Schweizer evangelikale Zeitschrift factum veröffentlichte in ihrer aktuellen Ausgabe einen Beitrag mit der Überschrift „Blaupause fĂŒr den Antichristen“. In dem Artikel beschreibt Bettina Hahne-Waldscheck das Sozialkreditsystem Chinas, dessen Grundlage eine totale Überwachung der Gesellschaft ist und fĂŒr das u. a. Huawei zu großen Teilen die Technik stellt.
  Wer ist nun aber Huawei? Kein Unternehmen der Welt baut das mobile Internet von morgen schneller als der chinesische Telekommunikations-Gigant Huawei. Die Firma mit ihren 180.000 Mitarbeitern produziert u.a. NetzwerkgerĂ€te, Sendemasten und Smartphones. Hinzu kommt, dass Huawei rund 80 Prozent aller Patente fĂŒr die 5G-Technik hĂ€lt und schon ein leistungsfĂ€higeres 6G anvisiert. 5G soll – vor allem die westliche Gesellschaft – fit machen fĂŒr die nĂ€chste technische Revolution: das Internet der Dinge. Alles soll mit allem ĂŒber das Internet vernetzt sein. Das geplante 5G-Handynetz ist eine Art neuer „Blutkreislauf“ des Landes.
  Wer als Demokrat einen aktuellen Blick in die chinesische Gesellschaft wirft, dem kann angst und bange werden, wenn das hierzulande auch Wirklichkeit werden sollte, was es in China schon gibt. Dabei ist die Idee dessen, was das Reich der Mitte mehr und mehr praktiziert, faszinierend: mittels Technik einen besseren Menschen zu schaffen. Bettina Hahne-Waldscheck beginnt ihren Artikel so: „China hat sich in kurzer Zeit in den umfassendsten Überwachungsstaat der Welt verwandelt. Die kommunistische Partei hat die Macht der Digitalisierung erkannt und nutzt diese systematisch und rigide. Mit Hilfe von Smartphones, Datenspuren auf Computern, Überwachungskameras, Gesichtserkennung auf Straßen und in Verkehrsmitteln, bargeldlosem Zahlungsverkehr und Social Media wertet die Regierung pausenlos alle Daten ihrer BĂŒrger aus, um das individuelle und kollektive Verhalten mit Sanktionen und Anreizen in die richtige Richtung zu lenken und jede Opposition im Keim zu ersticken. In dieser neuen Form des Datentotalitarismus ist es niemand mehr möglich, seine private Gesinnung zu verbergen.“
  Fakt ist: Dieses Überwachungssystem in China hat es so noch nie in der Geschichte der Menschheit gegeben. Und so greift es in den Alltag eines Chinesen ein, wobei noch lĂ€ngst nicht alle der knapp 1,4 Milliarden BĂŒrger des Landes komplett erfasst sind: Jedes Unternehmen und jeder Einwohner im bevölkerungsreichsten Land der Erde bekommt 1.000 Punkte. Je nachdem, wie sich nun der BĂŒrger verhĂ€lt, kann er Pluspunkte sammeln oder als Strafe mit Minuspunkten bedacht werden. Beispiele: bei Rot ĂŒber die Ampel gehen = Minuspunkte. Eine Rechnung nicht rechtzeitig bezahlen = Minuspunkte. Zu lange Videospiele spielen = Minuspunkte. Wer sich selbst bis auf 599 Punkte herunterwirtschaftet – und das kann auch dadurch geschehen, dass man Umgang mit „schlechten“ Menschen hat – gilt als „unehrlich“. Dessen Name wird an einen öffentlichen Pranger gestellt. Er darf dann nicht mehr bestimmte Zugklassen sowie Flieger benutzen, in bestimmen Restaurants nicht mehr essen oder sein Internet-Zugang wird begrenzt. Pluspunkte bekommt man beispielsweise, wenn man Senioren zum Arzt begleitet, Überstunden macht, sich fĂŒr die Allgemeinheit positiv einsetzt, seine Kreditraten pĂŒnktlich bezahlt, ordentlich parkt etc. Durch die Punktzahl höher als 1.000 erzielt man an vielen Stellen VergĂŒnstigungen z. B. beim Schulbesuch der Kinder an besseren AusbildungsstĂ€tten. Durch dieses Punkte-System will die chinesische Regierung ihre Untertanen zu besseren, wie es heißt „vertrauenswĂŒrdigeren“ Menschen machen. Dieses Punktesystem spielt mittlerweile auch auf dem Heiratsmarkt schon eine Rolle: Partner werden mehr und mehr nach ihrem persönlichen Punktestand ausgesucht.
  Um ihre Bevölkerung noch besser in den Griff zu bekommen, will die chinesische FĂŒhrung bis 2020 ĂŒber 620 Millionen Überwachungskameras im ganzen Land installiert haben, um jeden Chinesen an seinem Gesicht und seiner Gangart in Sekundenschnelle identifizieren zu können. Das Projekt nennt sich „Himmelsnetz“. Man könnte es aber auch „Teufelsgriff“ nennen, denn diese Überwachung zwingt jeden Chinesen, seine persönliche Freiheit komplett aufzugeben und nach den Vorgaben fĂŒr dieses System zu leben. Genau aus diesem Grund stellt die Factum-Autorin eine Verbindung zu dem in der Bibel beschriebenen Antichristen her, dessen System nach Offenbarung 13 ein Unterwerfungssystem sein wird. Bettina Hahne-Waldscheck schreibt: „Nur in einem digitalen Überwachungsstaat ist es technisch möglich, sofort zu erfassen, wer sich dem antichristlichen System nicht unterwirft.“
   Europa und gezielt Deutschland werden mehr und mehr zu einer multikulturellen Gesellschaft umgebaut. Die Agenten des neuen Europas sind dabei, jegliche nationale Note abzuschaffen. Um den neuen, „vertrauenswĂŒrdigen“ EuropĂ€er gezielt in eine vorgegebene Richtung zu erziehen, ihn gleichzuschalten, dafĂŒr wĂŒrde sich das chinesische System hervorragend eignen. China exportiert sein Überwachungssystem mittlerweile in 18 LĂ€nder. Die Entscheidung Merkels, den technischen Sachverstand hinter diesem System in Form von Huawei nach Deutschland zu holen, muss jeden Demokraten in Alarmstimmung versetzen. Denn Menschen streng zu ĂŒberwachen ist das GeschĂ€ft von Diktatoren. Und der Antichrist wird der Schlimmste sein. 

         TOPIC  Nr. 11/2019



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UN-GeneralsekretĂ€r und Freimaurer Guterres gefĂ€hrdet Meinungsfreiheit 

  Seit Mitte des Jahres ist er in Kraft: der UN-Aktionsplan gegen Hassrede bzw. Hassbotschaften. Auf seiner Vorstellung sagte UN-GeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres: „Hassreden sind ein direkter Angriff auf unsere Grundwerte von Toleranz, Inklusion und Respekt fĂŒr Menschenrechte und MenschenwĂŒrde 
 Hassreden hetzen Gruppen gegeneinander auf, tragen zu Gewalt und Konflikten bei und untergraben alle BemĂŒhungen fĂŒr Frieden, StabilitĂ€t und nachhaltige Entwicklung.“
  In einem Artikel zu diesem Thema schrieb Guterres: „Denen, die darauf bestehen, Angst zu nutzen, um Gemeinschaften zu spalten, mĂŒssen wir sagen: Vielfalt ist ein Reichtum, nie eine Bedrohung ... Wir dĂŒrfen nie vergessen, dass jeder von uns ein ‚anderer‘ ist fĂŒr jemanden, irgendwo.“ Gemeint ist „jede Art von Kommunikation in Wort, Schrift oder Verhalten, die eine Person oder eine Gruppe in Bezug auf eine Person oder eine Gruppe angreift oder abwertende oder diskriminierende Sprache verwendet, basierend auf ihrer Religion, Ethnie, NationalitĂ€t, Rasse, Hautfarbe, Abstammung, Geschlecht oder einem anderen IdentitĂ€tsfaktor“. Mit einer so weit gefassten Begriffsbestimmung wie dieser könnte jede beliebige kritische Rede zukĂŒnftig als „Hass“ bezeichnet werden.
  In einer Rede zum Thema „Die europĂ€ische Idee“ aus dem Jahr 2016 sagte der ehemalige sozialistische portugiesische Premierminister (1995-2002) und frĂŒhere Hohe FlĂŒchtlingskommissar der Vereinten Nationen (2005-2015) Guterres: „Man muss die Menschen davon ĂŒberzeugen, dass Migration unvermeidlich ist und nicht aufhören wird und dass die multiethnischen, multikulturellen, multireligiösen Gesellschaften, die dadurch entstehen, eine Bereicherung bedeuten.“
  Doch wer ist dieser Guterres? Der österreichische Informationsdienst Inter-Info(Ausgabe September 2019) berichtet ĂŒber ihn Folgendes: „Das portugiesische staatliche Fernsehen RTP hat am 27. November 2015 im Programm Sexta as 9 (Freitag um 9 Uhr) eine Reportage ĂŒber die Freimaurerei ausgestrahlt, welche alle portugiesischen Regierungen seit dem Ende des Salazar Regimes (1932-1968) beherrschte. Insbesondere waren alle portugiesischen MinisterprĂ€sidenten der Post-Salazar-Ära Mitglieder einer Loge. Durch die portugiesische Website portugalconfidencial.com erfĂ€hrt man noch ein wenig mehr ĂŒber den neuen UNGeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres. Als er 1995 bis 2002 portugiesischer MinisterprĂ€sident war, gehörten zu seinen Regierungsmannschaften derart viele Minister und StaatssekretĂ€re der Loge ConvergĂȘncia an, dass diese den Spitznamen „das Kabinett“ erhielt. Die Loge gehört zur Obödienz (Gehorsamspflicht gegenĂŒber einem Höherstehenden) der Loge Grande Oriente Lusitano 
 UN-GeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres ist ein fanatischer AnhĂ€nger von noch mehr Immigration.“
  Es war schon immer die Idee der Freimaurer, Gesellschaften, Völker so zu vermischen, dass sie ihre eigene IdentitĂ€t verlieren. Dahinter steckt das Vorhaben „die“ Wahrheit – egal wo und wie sie verankert ist – abzuschaffen. Ein Freimaurer strebt nach der Wahrheit, doch – so die Ideologie – wird sie nie erreichen. Dieses Denken wiederum provoziert geradezu, dass kategorische MeinungsĂ€ußerungen, die dazu Konsequenzen einfordern, somit den Charakter eines Wahrheitsanspruches bekommen und deshalb als Hass gewertet werden.

         TOPIC  Nr. 11/2019 



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Studie: Große ZurĂŒckhaltung beim mobilen Bezahlen per Smartphone 

  Lediglich sechs Prozent der Deutschen bevorzugen es derzeit, Zahlungen ĂŒber ihr Smartphone abzuwickeln (Europa: 10 %). Mit 61 % verwendet ein Großteil der hiesigen Konsumenten am liebsten Bargeld zum Bezahlen (Europa: 47 %). DarĂŒber hinaus favorisieren 24 % der deutschen Befragten ihre Girokarte und 9 % schĂ€tzen Kreditkarten. Das sind die zentralen Ergebnisse der „European Payments“-Studie von einer der Ă€ltesten Strategieberatungsfirmen der Welt Strategy & Deutschland. Das Unternehmen gehört zum WirtschaftsprĂŒfungskonzern PricewaterhouseCoopersmit ĂŒber 11.000 Mitarbeitern. Im Rahmen der Untersuchung wurden insgesamt 2.500 Konsumenten aus zehn europĂ€ischen LĂ€ndern zu ihrem Bezahlverhalten befragt. Die Umfrage wurde durch Interviews mit 58 Experten aus der Finanzbranche in 12 LĂ€ndern ergĂ€nzt.
  Bemerkenswert ist die ZurĂŒckhaltung deutscher Konsumenten bei der Nutzung des Smartphones als Zahlungsmittel: Ganze 77 Prozent haben daran keinerlei Interesse. Die GrĂŒnde fĂŒr die vergleichsweise große Bargeldleidenschaft der Deutschen sind vielfĂ€ltig. 44 Prozent der Befragten geben an, beim Bezahlen werde oft nur Bares akzeptiert. 27 Prozent fĂ€llt es leichter, die Übersicht ĂŒber ihre Ausgaben zu behalten, wenn sie Bargeld nutzen. FĂŒr 22 Prozent steht die Bequemlichkeit beim schnellen Bezahlen mit Scheinen und MĂŒnzen im Vordergrund.
  Besonders das Thema Datenschutz spielt fĂŒr deutsche Verbraucher eine zentrale Rolle. FĂŒr 59 Prozent der Befragten kommt es nicht in Frage, persönliche Daten im Austausch gegen besondere Vorteile herauszugeben.

         TOPIC  Nr. 11/2019



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Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
bedĂŒrfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages:
TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,



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z.B. 39. Jahrgang - Nr. 12 Dezember 2019

Die Themen:Bethlehem im Fokus der Weltgeschichte. - Arne Kopfermann kein Charismatiker mehr. - Martin Luther King-Musical und Heilige Geistin. - Heiliger Geist oder Heilige Geistin? - 1.400 GĂ€ste bei der Kreatikon. - Australien: BrĂ€nde als Strafe Gottes? - Bibelausstellung kann gebucht werden. - TV-Predigerin betreut Trump. - Was steckt hinter FFF und XR? - Merkel will in Deutschland Yoga fördern. - Christenverfolgung in Deutschland. - Islamexperte mit Preis geehrt. - Das „Spielen“ mit Atomwaffen. - Wie lange gibt es noch Bananen? - AfD und AuslĂ€nder: eine Überraschung



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„Und du, Bethlehem, Ephrata“: eine Stadt im Fokus der Weltgeschichte 

  Bethlehem wird in der Bibel erstmals erwĂ€hnt, als Jakobs geliebte Frau Rahel starb. Sie „wurde begraben am Weg nach Ephrata, das ist Bethlehem“ (1. Mose 35,19). Als dann Jahrhunderte spĂ€ter Nachkommen Jakobs, die StĂ€mme Israels, Kanaan eroberten, fiel das StĂ€dtchen dem Stamme Juda zu (2. Chronik 11,6). Bethlehem war auch der Herkunftsort von König David (1. Samuel 16,1). Hier sollte der erwartete Retter, der Nachkomme Davids, zur Welt kommen. Bethlehem findet noch hĂ€ufiger im Alten Testament ErwĂ€hnung – nicht immer nur positiv.
  Die heutige Stadt Bethlehem mit ihren rund 30.000 Einwohnern ist in der Geschichte immer wieder im Fokus großen Interesses gewesen. Ab dem 2. Jahrhundert wurde die Höhle, die Christen als GeburtsstĂ€tte Jesu ansehen, verehrt. Kaiser Konstantin der Große und seine Mutter Helena ließen an der GeburtsstĂ€tte eine Kirche mit bunten Mosaikböden errichten, die teilweise heute noch zu sehen sind. In die Grotte gelangen die Pilger durch eine riesige und wunderschöne Basilika, gesĂ€umt von mĂ€chtigen SĂ€ulen, auf die Kreuzfahrer Figuren von Heiligen gemalt hatten. In einer dieser SĂ€ulen auf der rechten Seite befinden sich fĂŒnf kleine Löcher in Kreuzform. Diese werden insbesondere von muslimischen Frauen verehrt. Sie kommen und stecken ihre Finger in die Löcher, um schwanger zu werden.
  WĂ€hrend andere Kirchenbauten 614 von vorrĂŒckenden Persern beschĂ€digt wurden, blieb diese Kirche verschont. Möglicherweise haben die Perser eine Darstellung der drei Könige aus dem Morgenland gesehen und geglaubt, dass es sich um ein persisches Heiligtum handelte. Die Kreuzfahrer restaurierten (1161-1169) diese Kirche. Unter den Osmanen verfiel die Kirche zunehmend. 1670 begann die griechisch-orthodoxe Kirche, die Basilika zu renovieren.
  Immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Konfessionen ĂŒber die Verwendung des GebĂ€udes, sodass am osmanischen Regierungssitz „Die Hohe Pforte in Istanbul“ 1757 eine Regelung festgelegt wurde, nach der heute noch der Hauptaltar und die rechten SeitenaltĂ€re den Griechen und zwei SeitenaltĂ€re links den Armeniern gehören. Den römischen Katholiken (Lateiner) blieben neben dem Dreikönigsaltar und dem Stern unter dem Geburtsaltar nur die Hieronymus-Grotten und ein Platz links von der Kirche, wo sie einen Kreuzgang und ab 1881 eine eigene Kirche errichteten, die Katharinen-Kirche.
  Immer wieder gibt es Streitigkeiten zwischen den Konfessionen ĂŒber die Nutzung der Kirche. Ende Dezember 2007 und 2011, beim traditionellen Kirchenputz fĂŒr das orthodoxe Weihnachtsfest, kam es zu Raufereien zwischen armenischund griechisch-orthodoxen Priestern. Die Polizei musste dabei eingreifen und schlichten. Als „Kompromiss“ darf der Armenier auf einem Fenstersims stehen und nur so weit die Wand abwischen, wie sein „kurzer Besen reicht“.
  Die Weihnachtsfeiern in Bethlehem beginnen am 24. Dezember morgens, wenn der katholische Patriarch mit seiner Autokolonne von Jerusalem nach Bethlehem einzieht. Genau auf halber Strecke gibt es beim griechischen Mar Elias Kloster eine „Wachablösung“. WĂ€hrend bis dorthin israelische Polizisten hoch zu Ross den Patriarchenkonvoi begleiten, ĂŒbernehmen ab dort palĂ€stinensische Pfadfinder die Ehrenbegleitung.
  Seit 1994 werden die Weihnachtsfeierlichkeiten in Bethlehem fĂŒr politische Zwecke missbraucht. Am Tag vor Weihnachten 1994 hatten sich die israelischen Besatzer aus Bethlehem zurĂŒckgezogen und die Stadt der palĂ€stinensischen Autonomiebehörde ĂŒbergeben. Arafat war mit seinem Hubschrauber bei den Hirtenfeldern vor Bethlehem gelandet und zog nach Bethlehem ein. Die Weltpresse durfte ein hohes GeschĂ€ftshaus zwischen dem Krippenplatz und dem „Friedenszentrum“ besteigen. Von dort konnte man gut sehen, was sich auf dem Dach der Geburtskirche abspielte. Eine riesige palĂ€stinensische Flagge hing an der Außenmauer unter der Stelle, wo Arafat vor Tausenden johlenden PalĂ€stinensern eine Rede hielt. Unsichtbar fĂŒr die Feiernden auf dem Krippenplatz unten, aber gut erkennbar fĂŒr die Presseleute auf dem Dach des GeschĂ€ftshauses, war von Arafat ein großes Modell des muslimischen Felsendoms mitsamt der vergoldeten Kuppel auf das Dach der christlichen heiligen StĂ€tte gehievt worden. Das war ein höchst symbolischer Akt, um der Menschheit zu zeigen, dass jetzt der Islam den angeblichen Geburtsort Jesu ĂŒbernommen hĂ€tte. EigentĂŒmlicherweise hat außer dem deutschen Israel-Korrespontenten Ulrich Sahm keiner der anwesenden Journalisten diesen Vorgang fotografiert und in seinen Berichten dokumentiert.
  In den Jahren danach nutzten immer wieder PalĂ€stinenser die Anwesenheit von viel auslĂ€ndischer Presse wĂ€hrend des Patriarcheneinzugs, um mit englischsprachigen Schildern gegen Israel und die Besatzung zu demonstrieren. Gleichzeitig hing wie eine Ikone das Abbild Arafats ĂŒber dem Eingang der Geburtskirche. Egal, wie heute die GeburtsstĂ€tte Jesu missbraucht wird, von dort jedenfalls startete Gott seinen irdischen Errettungsweg, der bis heute fĂŒr alle Menschen offen ist.
  Mit Material aus dem evangelistischen Taschenbuch „Bethlehem – kleinste Stadt mit grösster Bedeutung“ und exklusiven Informationen von Ulrich Sahm.

         TOPIC  Nr. 12/2019



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Martin Luther King-Chormusical: Werbung fĂŒr die „Heilige Geistin“ 

  Sie betritt als erste die BĂŒhne und ist in fast jeder Szene deutlich zu sehen: eine Frau mit langen kupferfarbenen Haaren in einem weißen Hosenanzug. Sie spielt die „Heilige Geistin“, die allerdings im Musical selber wenig sagt und irgendwie auch deplatziert wirkt. Denn das Musical will die Geschichte des schwarzen US-BĂŒrgerrechtlers Martin Luther King erzĂ€hlen.
  Erstmals aufgefĂŒhrt wurde das Chormusical wĂ€hrend des ev. Kirchentages im Juni 2019. 2.000 ChorsĂ€nger, eine Bigband und knapp ein Dutzend Einzelakteure begeisterten rund 8.000 Besucher in der Dortmunder Westfalenhalle. Nun geht das Musical auf Tournee. Ab Januar 2020 werden die Hauptakteure in etlichen GroßstĂ€dten in Deutschland und der Schweiz auf der BĂŒhne stehen, um die Geschichte von Martin Luther King zu erzĂ€hlen. Begleitet werden die Akteure von bunt zusammengewĂŒrfelten Großchören, die sich regional um die AuffĂŒhrungsstĂ€tten schon gebildet haben oder sich noch bilden mĂŒssen. Schon seit Mitte Juli 2019 werden beispielsweise in Siegen die ChorstĂŒcke eingeĂŒbt, die dann im Februar 2020 mit Bigband in der Siegerlandhalle prĂ€sentiert werden sollen.
  Das Musical ist fĂŒr Liebhaber von Gospel-Musik mit großem Chor musikalisch sicherlich ein Leckerbissen – geradezu mitreißend, vor allem dann, wenn man als SĂ€nger mitmachen darf. Die gespielten Szenen und die von dem Baptistenpastor und Hörfunk-Journalisten Andreas Malessa geschriebenen Texte wirken hier und da allerdings laienspielhaft. Abgesehen davon stellt sich jedoch schnell die Frage: Welche zentrale Aussage hat das StĂŒck eigentlich?
  Es will die Geschichte Martin Luther Kings erzĂ€hlen, der Anfang der 1960er Jahre einen gewaltlosen Kampf gegen den Rassismus in den USA organisierte. Er erreichte dadurch, dass schwarze Amerikaner dieselben BĂŒrgerrechte erhielten wie ihre weißen MitbĂŒrger. Die Rassentrennung wurde offiziell abgeschafft. King war Baptistenpastor und ĂŒberschrienen Kampf mit Worten wie: „Unser Handeln muss von den höchsten GrundsĂ€tzen des christlichen Glaubens diktiert sein!“ Persönlich nahm er es mit diesen GrundsĂ€tzen allerdings nicht so genau. Seine Frau Coretta betrog er mit zahlreichen anderen Frauen. In seinen Veröffentlichungen schrieb er von anderen ab. Kings bester Freund und langjĂ€hriger Mitstreiter, Ralph Abernathy, schockierte 1989 die Öffentlichkeit mit der EnthĂŒllung ĂŒber die letzte Nacht von King, bevor er am 4. April 1968 von einem AttentĂ€ter erschossen wurde. In Abernathys Buch „Wenn die Mauern fallen“ schreibt er, dass King in jener Nacht in einem Hotelzimmer Sex mit zwei Frauen hatte. FĂŒr King waren alle Menschen „Gottes Kinder“, ob sie nun Christen, Heiden oder Juden waren. Von der Einzigartigkeit des Christentums war King am Ende seines Lebens nicht mehr ĂŒberzeugt.
  Von daher stellt sich die Frage, warum gerade Christen durch ihr großes Engagement in und per Musical einem Mann huldigen sollen, der gesellschaftlich durchaus Großes geleistet hat, aber dessen Charakter und Einstellung zur ExklusivitĂ€t des Evangeliums höchst fragwĂŒrdig waren. Die Frage ist auch, welche Botschaft soll der Rolleneinbau der „Heiligen Geistin“ vermitteln? Abgesehen davon, dass sich nach dem ersten Gebot niemand ein Bild von Gott – also auch nicht vom Heiligen Geist – machen soll, wĂ€hlte Jesus selbst einen mĂ€nnlichen Ausdruck, um den Heiligen Geist zu klassifizieren. Der Auftritt der „Heiligen Geistin“ im Chormusical huldigt klar den Gendervorgaben und bietet einer gewissen GotteslĂ€sterlichkeit eine BĂŒhne. Jeder Mitwirkende an dem Musical sollte sich darĂŒber im Klaren sein. Quellen: Textheft und Live-Aufzeichnung von „Das Chormusical Martin Luther King“
 

         TOPIC  Nr. 12/2019



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Heiliger Geist oder Heilige Geistin? 

  In einem Beitrag fĂŒr die Zeitschrift Aufbruch des Gemeindehilfsbundeshat der Sprachwissenschaftler und Professor fĂŒr biblische Sprachen, Prof. em. Dr. Heinrich von Siebenthal, dargelegt, dass die Bezeichnung „Heilige Geistin“ innerbiblisch nicht haltbar ist.
  ZunĂ€chst weist Siebenthal darauf hin, dass geschlechtslose GrĂ¶ĂŸen im Deutschen mĂ€nnlich wie weiblich benannt werden: z. B. der Stuhl oder die TĂŒr. Im Alten Testament steht der Begriff „ruach“ fĂŒr den Heiligen Geist – und er ist neutral, geschlechtslos. Eine rein weibliche Zuordnung ist völlig willkĂŒrlich. Auch die Übersetzer des Alten Testamentes ins Griechische (Septuaginta) benutzen das griechische Wort „Pneuma“, das weder MĂ€nnlichem noch Weiblichem zugeordnet werden kann. HĂ€tten die Übersetzer das gewollt, dann hĂ€tte fĂŒr einen weiblichen Bezug das Wort „PnoĂ€â€œ zur VerfĂŒgung gestanden. Siebenthal schreibt:
  â€žWer also fĂŒr Geistin plĂ€diert, verstĂ¶ĂŸt nicht nur gegen den deutschen Sprachgebrauch (ein solches Wort gibt es nicht), sondern steht auch im Konflikt mit neutestamentlicher Gebrauchsweise. Zu bedenken ist auch, dass Jesus bei seinen recht detaillierten ErlĂ€uterungen zu Wesen und Aufgaben des Heiligen Geistes in den Abschiedsreden im Johannesevangelium (Kapitel 14 bis 16) eine maskuline Analogie (mĂ€nnliche Entsprechung) verwendet. Er bezeichnet den Heiligen Geist als anderen Tröster/Beistand (ParaklĂ€tos), als einen, der seine (Jesu) ‚Funktionen‘ ĂŒbernehmen werde. Sobald er nicht den Ausdruck Pneuma selbst mit Bezug auf Gottes Geist verwendet, greift er zu einem maskulinen Ausdruck, was eher fĂŒr eine Klassifizierung als mĂ€nnlich zu denkendes Wesen spricht“. 

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Extinction Rebellion: die Klima-Guerillas und ihre Menetekel 

  Fridays for Future: dreimal das „F“ als sechster Buchstabe im Alphabet. Also als Zahlenwert: 666. Das ist reiner Zufall, eine willkĂŒrliche Deutung, meinten etliche TOPIC-Leser nach unserem diesbezĂŒglichen Artikel aus Oktober 2019. Was soll das mit der Zahl 666 in der Bibel zu tun haben, die den Antichrist markiert?
  Die weltweite Fridays for Future-SchĂŒlerdemo hat mittlerweile einen Ableger bekommen: die Extinction Rebellion-Bewegung. Es sind ziemlich radikale Klima-SchĂŒtzer, die in den vergangenen Monaten – beispielsweise in Berlin – den Straßenverkehr blockierten. Die Demonstranten wollten BĂŒrger darauf aufmerksam machen, dass bald die Welt untergehen werde, wenn man nicht das Klima rette. Das Erkennungszeichen dieser aus England kommenden Bewegung ist ein Kreis, in dem sich eine symbolisch dargestellte Sanduhr befindet. Der Kreis, so heißt es, sei der Lebensraum Erde; die Sanduhr ein Symbol dafĂŒr, dass die Zeit zur Rettung ablaufe.
  Wer das letzte Buch der Bibel kennt, wird wissen, dass der 666-Antichrist genau dann auftauchen wird, wenn es mit diesem Globus und der Menschheit zu Ende gehen wird – die Zeit fĂŒr eine Rettung ablĂ€uft.
  Extinction Rebellion – zu Deutsch: Rebellion gegen das Aussterben – wurde mit gegrĂŒndet u. a. von Dr. Gail Bradbrook. Die Molekular-Biologin unternahm eine Exerzitienreise, wĂ€hrend derer sie psychedelische Substanzen einnahm und fĂŒr einen grundlegenden Wandel auf diesem Globus „betete“. Es waren zwölf Klima-JĂŒnger (eine andere Quelle spricht von 15), die in Bradbrooks Haus Extinction Rebellion (XR) aus der Taufe hoben. GrĂŒndungsdatum von XR war der 31.10.2018 – fĂŒr Okkultisten und Satanisten einer der höchsten Feiertage im Jahr. Nur ein Jahr spĂ€ter war die ziemlich rabiat auftretende Bewegung bereits in 49 LĂ€ndern auf sechs Kontinenten mit 331 Ortsgruppen vertreten. Und sie explodiert seitdem weiter.
  Auf den Veranstaltungen von Extinction Rebellion trat auch Greta Thunberg auf, die AnfĂŒhrerin der FFFBewegung. Laut einer Sprecherin von XR Deutschland gebe es viele Verbindungen zwischen XR und FFF. FFF, Kreis mit Sanduhr, 12 Klima-JĂŒnger, die an einem fĂŒr Okkultisten wichtigen Jahresdatum eine weltweite Bewegung wie aus dem Nichts explodieren lassen.
  SpĂ€testens Informationen ĂŒber den Hintergrund von FFF und XR könnten von einem anfĂ€nglichen Stirnrunzeln ĂŒber merkwĂŒrdige Zeichen und Parallelen zu einer ernsten Nachdenklichkeit fĂŒhren.
  Hinter XR und FFF stehen mĂ€chtige Gruppierungen mit viel Geld, die ganz andere Ziele anvisieren, als das Weltklima zu retten. Sie benutzen XR und FFF sowie die Klimahysterie als Vehikel, um eine neue Weltordnung zu etablieren mit einer offenen Einheitsgesellschaft offensichtlich marxistischer PrĂ€gung. Dieses Netzwerk hinter XR und FFF scheint als erstes Ziel zu haben, die WirtschaftsstĂ€rke des Westens brechen zu wollen.
  In ihrer Kampfschrift im Taschenbuch-Format mit dem Titel „Wann, wenn nicht wir*“ schreiben die XR-Vordenker ĂŒber ihre Aktionen in London: „Dabei bemĂŒhten wir uns, WirtschaftsablĂ€ufe zu stören, soweit wir nur konnten. Am Ende der zweiwöchigen Aktionen waren ĂŒber tausend Leute festgenommen worden.“ Die XR-Strategen nennen als alleinigen Grund fĂŒr die Klimakrise den „Kapitalismus und Kolonialismus“. Es mĂŒsse ein „radikaler Systemwechsel in noch nie dagewesenem Ausmaß“ her, um den Globus und die Weltgesellschaft zu retten. Von daher ist es nur logisch, Wohlstand schaffenden Industrien (z. B. Automobil-Industrie) den Saft abzudrehen. Wohlstand schafft eben auch Sicherheit, und genau das alles gilt es zu zerstören, um Menschen besser in einen Systemwechsel hineintreiben zu können. Es ist schon bezeichnend, dass die öffentlich-rechtliche ARD am Abend der deutschen KabinettsbeschlĂŒsse zum Klimawandel zur besten Sendezeit einen Professor zu Wort kommt ließ, der postulierte, der dekadente Luxus in Deutschland mĂŒsse endlich aufhören.
  Wie sieht das Netzwerk nun aus, das vor allem XR unterstĂŒtzt? Das von Wissenschaftlern betriebene Internet-Portal ScienceFiles hat versucht, in dieses Netzwerk-Dickicht von zahlreichen Organisationen einzudringen. Dabei sind die Rechercheure auf Organisationen gestoßen, die nur eines zum Ziel haben: Sie wollen einen weltweiten kommunistischen Umsturz, der eine verĂ€nderte Gesellschaft hervorbringen soll, in der alle Menschen gleich sein sollen und vor allem nicht mehr arm.
  Folgende Organisationen listen die ScienceFiles-Wissenschaftler auf: „Rising UP, Guerilla Foundation, Greenpeace, attac, occupy, Bewegungsstiftung, Edge Funders Alliance und die Open Society Foundation des MilliardĂ€rs George Soros. Dieses Revoluzzer-Netzwerk hat sogar so viel Geld, dass es den Berufsdemonstranten bis zu 1.800 Euro Monatsgehalt zahlen kann, wie ScienceFiles herausfand. Denn wer hat als „normaler Mensch“ mit Berufsalltag Zeit, sich mitten in der Woche stundenlang auf BrĂŒcken und Straßenkreuzungen zu setzen, um den Autoverkehr und WirtschaftsablĂ€ufe zum Erliegen zu bringen?
  Beim Kampf fĂŒr einen Klimawandel geht es also um weit mehr als nur um das Klima. Der Jesuit und Ökonom Ottmar Edelhofer – eine der fĂŒhrenden Personen im internationalen Klimaschutz – sagte schon 2010: „Man muss sich von der Illusion freimachen, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist. Das hat mit Umweltpolitik wie Waldsterben oder Ozonloch fast nichts zu tun.“
  Das wird auch in der Kampfschrift der XR-JĂŒnger deutlich. Den großen Systemwechsel will man durch eine radikale GesellschaftsverĂ€nderung erreichen. Dazu heißt es: „Wir arbeiten auf eine Gesellschaft hin, die von MitgefĂŒhl, Inklusion, Nachhaltigkeit, Gleichheit und Zusammenhalt geprĂ€gt ist, in der KreativitĂ€t Vorrang hat und die die Vielfalt unserer Gaben und Talente anerkennt, feiert und in ihrer Entfaltung fördert.“
  Wenn die Menschheit in diese Richtung von XR abdriften sollte, dann haben FFF als 666 und der Kreis mit der Sanduhr von XR und das GrĂŒndungsdatum 31.10.2018 vielleicht doch mehr menetekelhaft angezeigt, als jetzt vorstellbar. Die Menetekel stehen dann fĂŒr eine regide Planwirtschaft, die im Weltmaßstab nur diktatorisch gefĂŒhrt werden kann. Letzlich ist eine solche Planwirtschaft nur zu realisieren, wenn man alle Menschen unter Kontrolle hat. Und dazu wĂŒrde sich das Malzeichen aus Offenbarung Kapitel 13 hervorragend eignen, das vom satanischen Antichrist benutzt werden wird. 

           TOPIC  Nr. 12/2019



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Gesundheitsministerium schon aktiv: Merkel will Yoga in Deutschland fördern 

  Anfang des Jahres konnten etwa 800 Millionen Inder ein neues Parlament wĂ€hlen. Dabei hat die christenfeindliche hindu-nationalistische Partei BJP unter Narenda Modi ihren Wahlsieg von 2014 wiederholen können. Seit Modi an der Macht ist, hat die Verfolgung von Christen krĂ€ftig zugenommen. Nach dem Weltverfolgungsindex der Hilfsorganisation Open Doors verschlechterte sich Indien vom 28. auf den 10. Platz. Hinduistische Extremisten sĂ€ten ein Klima des Hasses, das besonders Christen zu spĂŒren bekĂ€men. Gleich in den ersten Tagen von 2019 registrierten christliche Organisationen vor Ort schon 216 christenfeindliche Attacken, darunter Morde und Mordversuche. In acht Bundesstaaten Indiens existiert bereits ein Anti-Bekehrungsgesetz, was dazu fĂŒhrt, dass glĂ€ubig gewordene Christen wieder zum hinduistischen Glauben zwangsbekehrt werden. Open Doors zitiert einen indischen Pastor mit folgendem Wunsch: „Wir hoffen und beten, dass die internationale Gemeinschaft den Schutz religiöser Minderheiten gegenĂŒber der indischen Regierung anspricht.“
  Ende Oktober 2019 besuchte Bundeskanzlerin Angela Merkel Indien. Ob sie das Thema Christenverfolgung beim eingefleischten Yoga-JĂŒnger Modi angesprochen hat, ist nicht offiziell bekannt geworden. Was bekannt wurde, ist etwas anderes, was fĂŒr Christen hierzulande höchst besorgniserregend sein sollte. Merkel unterzeichnete mit Indiens Premierminister Narendra Modi (69) einen Kooperationsvertrag, nach dem die „Zusammenarbeit bei Ayurveda, Yoga und Meditation“ vertieft werden soll. Nach Informationen der Bild-Zeitung gibt es bereits eine deutsch-indische Arbeitsgruppe im deutschen Gesundheitsministerium, die daran arbeitet, Ayurveda und Yoga in das deutsche Gesundheitswesen zu integrieren.
  Yoga wird hierzulande als Wellness-Technik fĂŒr Leib und Seele verkauft. Aber das ist Yoga nicht. Im Hinduismus wird die Versenkungstechnik Yoga dafĂŒr gebraucht, um mit einer Götter- und Geisterwelt in Kontakt zu kommen kommen. Es ist eine ReligionsĂŒbung, die den dĂ€monischen Bereich anvisiert – mit zum Teil verheerenden Folgen.
  Der Berliner Fachjournalist und Yogalehrer Mathias Tietke hat 2012 ein Buch vorgelegt mit dem Titel „Yoga im Dritten Reich“ (s. TOPIC 7/2012). Darin schildert er, wie die hochokkulte Theosophische Gesellschaft Anfang des letzten Jahrhunderts Yoga im Westen populĂ€r machte.
  Der Yoga-Lehrer beschĂ€ftigt sich auch ausfĂŒhrlich mit Heinrich Himmler, einem der mĂ€chtigsten MĂ€nner des Nazi-Apparates. Ihm unterstanden die SS, die Waffen-SS, die Gestapo und die Konzentrationslager. Himmler las viel und protokollierte, was er gelesen hatte. Über BĂŒcher, die Indien und dessen Geisteswelt zum Thema hatten, Ă€ußerte er sich schon frĂŒh positiv. Richtig beeindruckt war er dann von der Bhagavad Gita (heilige Schrift der Hindus), die verschiedene Yoga-Arten lehrt, u. a. den „Yoga des Handelns“, der eine Errettung des Menschen auch dann ermögliche, wenn er unmoralisch handelt. Ziel ist es, „ruhig und automatisch“ zu handeln, ohne an die FrĂŒchte und Folgen des Handelns gebunden zu sein.
  Nach Aussage von Himmlers Therapeuten Felix Kersten fĂŒhrte Himmler immer ein Exemplar der heiligen Schrift der Hindus mit sich. Propagiert wird dort auch eine Ethik, die der der indischen Kriegerkaste entsprach: eine „Haltung skrupellosen Tötens fĂŒr einen ‚höheren' Zweck und ohne fĂŒr sein Tun verantwortlich und an die Tat gebunden zu sein“. Das systematische und eiskalte Vernichtungsprogramm der Nazis hatte nicht wenige direkte geistige Parallelen zum „Yoga des Handelns“.
  Die indische Kultur sei in Deutschland „nicht so gut bekannt, wie das sein sollte“, sagte Merkel beim Indien-Besuch. Und das ist in gewisser Weise gut so. Denn Staatschef Modi diente lange im nationalistischen Hindu-Freiwilligen-Korps RSS. Diese Bande zieht bis heute durchs Land und tötet Muslime und Christen. Vorbild fĂŒr viele RSS-KĂ€mpfer ist Adolf Hitler. Ob Merkel es weiß oder nicht, aber ĂŒber die Yogaschiene wird erneut ein brutaler, finsterer Geist in Deutschland befeuert

         TOPIC  Nr. 12/2019



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