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Sonnenuntergang1

 

Hier ein paar AuszĂŒge der Themen einiger Monatszeitschriften von 2019.  

Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
bedĂŒrfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages:
TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,



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z.B. 39. Jahrgang - Nr. 1 Januar 2019

Die Themen: Neues Buch demaskiert Johannes Hartl. - Entsetzen ĂŒber Forum Wiedenest. - Idea am Pranger. - Johannes Vogel auf US-Prophetie-Konferenz. - Sodom und Gomorra gefunden? - Islam und Christentum nĂ€hern sich an. - Maleachi-Kreis neu aufgestellt. - Ümit und die „Koran-Bibel“. - Russland und China testen HAARP-Technologie. - HintergrĂŒnde zur ErderwĂ€rmung. - Trump und der islamische Mahdi. - Hisbollah grĂ€bt Tunnel nach Israel. - Handys verĂ€ndern kindliche Gehirne. - Österreich: EntmĂŒndigung von Eltern. - AKK als ĂŒberzeugte Katholikin. - Die „Generation Z“.

Brandneues Buch demaskiert Hartl

   Er ist momentan der beliebteste Redner der deutschen Evangelikalen: der konservative Katholik Dr. Johannes Hartl. Ohne Zweifel, der Mann weiß sich zu vermarkten: topmodisch gestylt, perfekte BĂŒhnenshow, evangelikaler Wortschatz und konsequentes Vermeiden negativer Aussagen. Auf den großen BĂŒhnen der Evangelikalen war und ist er zu Hause. So trat er beim Willow-Creek-Leitungskongress in Hannover (2016) auf, sprach auf dem MĂ€nnertag des Forums Wiedenest (2016) und dem SPRING-Festival in Willingen (2018), das die Deutsche Ev. Allianz verantwortet. Selbst auf die Vorschlagsliste der Redner fĂŒr eine Tagung der Konferenz Bibeltreuer AusbildungsstĂ€tten (KBA) schaffte es Hartl.
   In seinem ganz aktuell erschienenen Buch „War die Reformation ein Irrtum? – Evangelikale und die katholische Kirche heute“ analysiert der Dozent der Bibelschule Brake und Vorsitzende des Bibelbundes, Michael Kotsch, die Faszination, die von Hartl ausgeht, und belegt, wie katholisch der Mann ist.
   Hartl arbeitet geschickt und fleißig an der katholischen Neuevangelisierung Europas. Dieses Fach unterrichtet der Augsburger ĂŒbrigens an der katholischen Phil.-Theol. Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz im Bezirk Baden bei Wien. Bekannt geworden ist Hartl jedoch durch das Gebetshaus in Augsburg und seine MEHR-Konferenzen. Zu der letzten reisten rund 11.000 Besucher an – davon etwa die HĂ€lfte Protestanten. Wie Hartl 2018 erklĂ€rte, will er jetzt einen Schritt weitergehen und Großveranstaltungen in Stadien realisieren sowie eine eigene Fernsehsendung auf die Beine stellen.
   Doch weshalb kann der studierte Germanist gerade so viele Evangelikale in seinen Bann ziehen? Laut Kotsch ĂŒbernimmt Hartl geschickt evangelikale Formen und Formulierungen; dazu prĂ€sentiert er ein Glaubenszeugnis, das viele Evangelikale ĂŒberzeugt.
   Er bekennt sich zur Treue in der Ehe, zur Ablehnung von HomosexualitĂ€t, Abtreibung, Rassismus und Bibelkritik. Wenn Hartl von der „Jesus-Ökumene“ spricht, so glauben viele Evangelikale, dass er damit meint, nur Jesus Christus sei „der (einzige) Weg, die Wahrheit und das Leben“. Eine Bekehrung zu Jesus Christus reiche, um in den Himmel zu kommen. Doch genau das glaubt Hartl nicht.
   Kotsch schreibt (und liefert in einem „Verzeichnis der Anmerkungen“ die Quellen dazu): „Nach Johannes Hartl ist die Auffassung evangelikaler Christen falsch und unbiblisch, dass das Christsein auf einer Bekehrung und der persönlichen Beziehung zu Jesus Christus beruht. Christsein ist fĂŒr Hartl ganz wesentlich die Eingliederung des Menschen in die (römisch-katholische) Kirche. Zur Kirche, wie Gott sie wolle, gehöre die AusĂŒbung der sieben Sakramente.“
   Auch die Grundlagen des evangelischen Glaubens – die vier Soli: allein die Schrift, allein durch Gnade, allein durch Glaube, allein Christus – lehnt der ĂŒberzeugte Katholik strikt ab. Er schreibt: „Die reformatorischen Soli sind in ihrem absoluten Anspruch abzulehnen 
 Wertet man die vier Soli der Reformation als dogmatische LehrsĂ€tze und unterstreicht ihren Absolutheitsanspruch, werden sie fĂŒr Katholiken schnell untragbar 
 Katholische Theologen erkennen in den Soli eine ĂŒberzogene EngfĂŒhrung. Es sind eben doch auch noch Werke, durch die der Mensch mit der Gnade Gottes kooperiert. Es ist eben auch die Tradition, die mir die Schrift erst vermittelt.“
   Solche Formulierungen beweisen, dass Hartl theologisch „schwarz“ ist bis auf die Knochen. FĂŒr Hartl ist die Bibel zwar die Grundlage des christlichen Glaubens, aber nur, wenn sie von Vertretern der katholischen Kirche richtig interpretiert wird. Deshalb schreibt er: „Die Offenbarung ist zwar mit ihm [Jesus] abgeschlossen, aber sie ist noch nicht voll entfaltet.“ RegelmĂ€ĂŸig zitiert Hartl deshalb Aussagen von Konzilien und PĂ€psten, die das Wort Gottes „entfalten“ sollen. Wie sehr katholisch Hartl ist, zeigt auch sein flammendes PlĂ€doyer fĂŒr die SĂŒndlosigkeit der irdischen Mutter Jesu. Auf Hartls Facebook-Seite war zu lesen, dass darĂŒber zwar nichts in der Bibel stĂŒnde, aber der Heilige Geist habe der katholischen Kirche gezeigt, dass es so sei.
   Nach EinschĂ€tzung von Kotsch fallen deshalb so viele Evangelikale auf die sĂŒĂŸen Worte Hartls herein, weil sie sich von theologischen Themen verabschiedet und einem gefĂŒhlsbetonten Glauben zugewandt haben. Hier hake Hartl geschickt ein und prĂ€sentiere u. a. eine Mixtur aus Charismatik und katholischer Mystik, die viele „ausgetrocknete Seelen“ begierig aufsaugten. Außerdem hĂ€tten laut Kotsch „große evangelikale Verlage wie SCM HĂ€nssler beschlossen, keine kritische Literatur ĂŒber die katholische Kirche mehr zu veröffentlichen.“ Ein solcher Umstand nĂŒtzt natĂŒrlich den Agenten der kath. Neuevangelisierung – zuvörderst Hartl.
   Kotsch schreibt dazu: „Wer auf kluge Art und Weise Evangelikale fĂŒr die katholische Kirche gewinnen will, wird das heute nicht konfrontativ machen, weil dieses Vorgehen in den vergangenen Jahren nur bescheidene Erfolge gehabt hatte. Folglich wird man, so wie Johannes Hartl es macht, die Gemeinsamkeiten betonen und dann immer wieder katholische Ideen einstreuen, ohne diese besonders zu kennzeichnen.“ Genau diese Vorgehensweise lobt z. B. der Salzburger kath. Bischof Andreas Laun an Hartl. Er vermittele auf „subtile“, also ausgeklĂŒgelte Art, „katholische Inhalte“. Laun bewertet die Reformation als eine schlimme Episode der Kirchengeschichte, so wie Hartl es auch tut.
   „War die Reformation ein Irrtum? - Evangelikale und die katholische Kirche heute“, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, Taschenbuch, 176 Seiten, 7,90 Euro; Bestell-Telefon 02771-83020., E-Mail: bestellung@ cb-buchshop.de

       TOPIC  Nr. 01/2019



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Hartl reingewaschen: Verwunderung und Entsetzen ĂŒber Forum Wiedenest

   Aufgrund der Berichterstattung in unserer Oktober-Ausgabe scheint das Forum Wiedenest, ein Werk, das mit Baptisten und BrĂŒdergemeinden zusammenarbeitet, unter Druck geraten zu sein. Wir hatten darĂŒber berichtet, dass zu den MĂ€nnertagen 2016 und 2018 umstrittene Redner eingeladen wurden – darunter der Katholik Dr. Johannes Hartl.
   Nun veröffentlichte das Forum Wiedenest ein Statement, warum man den eingefleischten Katholiken sprechen ließ. Überzeugt hat die Wiedenester z. B. ein Video im Internet, in dem Hartl erklĂ€rt, er sei allein durch den Glauben an Jesus gerettet. Weitere Kriterien, die dazu beitrugen, Hartl einzuladen, beschreiben die Wiedenester so: „1. Gottes Wort, die Bibel, muss fĂŒr ihn (den Redner) letzte AutoritĂ€t sein. 2. Jesus Christus, wie ihn die Bibel bezeugt, muss fĂŒr ihn die Mitte von allem sein, auch von seinem persönlichen Leben. 3. Der Heilige Geist muss sein Herz fĂŒr Gott und Menschen, fĂŒr Mission und Liebe schlagen lassen.“
   Abschließend heißt es dann im Statement: „Wenn wir diese drei Merkmale entdecken, dann können wir mit Meinungsverschiedenheiten in anderen Bereichen leben, solange nicht aktiv fĂŒr irgendwelche Sonderlehren geworben wird.“ Laut „Wiedenest“ habe Hartl beim MĂ€nnertag 2016 nicht fĂŒr die kath. Kirche geworben.
   Ev. Theologen, denen TOPIC im Rahmen einer Umfrage das Statement zur Beurteilung vorlegte, waren verwundert bis entsetzt ĂŒber die theologische BlauĂ€ugigkeit Wiedenester Verantwortlicher. So schrieb jemand: „WĂ€re Hartl wirklich bibeltreu, so wĂŒrde man das an seinen FrĂŒchten erkennen.“ Wie diese FrĂŒchte aussehen können – eigentlich mĂŒssen –, schilderte eine kath. Leserin von TOPIC dem Herausgeber Ulrich Skambraks. Sie sei in einem kath. Dorf in Bayern zu einem klaren Glauben an Jesus Christus durchgedrungen. Danach habe ihr Gott ganz deutlich gemacht: „Du musst diese Babylon-Kirche verlassen!“ Das erkannten auch viele kath. Priester. Johannes Ramel beispielsweise war ĂŒber 20 Jahre kath. Pfarrer in Österreich, bis ihn das wahre Licht des Evangeliums durchdrang. Folge: Er verließ seine Kirche und warnt heute vor ihr.
   Die katholische Kirche prĂ€sentiert keine Sonderlehren, sondern ein System von Irrlehren. Darauf baut der gesamte katholische Glaube auf – und Hartl bekennt sich klar dazu und wirbt sogar dafĂŒr. Hartl glaubt auch nicht an einen „Jesus Christus, der in der Bibel bezeugt ist“. Sehr ausfĂŒhrlich schildert er in einer seiner Publikationen, dass er an einen eucharistischen Christus glaubt. Gleichzeitig warnt er davor, diesen katholischen Christus nicht zu ehren. Ein ev. Theologe aus der Umfrage dazu: „Der katholische Jesus muss bei der Wandlung der Eucharistiefeier vom Thron Gottes in die Hostie. Der biblische Jesus hat ein einziges Opfer gebracht, sitzt nun fĂŒr immer zur Rechten Gottes. Hartl hat schlicht und einfach einen anderen Jesus.“
   Es war letztlich dieser andere Jesus mit seinem Instrumentarium von Dogmen und Irrlehren, der die
Schergen der kath. Kirche anstachelte, protestantische Christus-GlĂ€ubige der Vergangenheit abzuschlachten. Was wĂŒrden diese MĂ€rtyrer heute zum Papier aus Wiedenest sagen? Hartl ist ein glĂŒhender Verfechter derselben antibiblischen Lehren, die damals die MĂ€rtyrer auf die Scheiterhaufen brachten.

         TOPIC  Nr. 01/2019



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Taut das Eis zwischen islamischer und christlicher Welt? 

   Es war die erste Seligsprechung der kath. Kirche in einem fast komplett islamischen Land. Anfang Dezember 2018 sprach Kardinal Angelo Becciu 19 katholische MĂ€rtyrer in Algerien selig. Dies bedeutet nach katholischer Lehre, dass sie nun verehrt werden dĂŒrfen. Das Besondere an dieser Seligsprechung war die Tatsache, dass ein Teil der Feierlichkeiten in der neuen Moschee in Algeriens KĂŒstenstadt Oran stattfand. Die eigentliche Zeremonie der Seligsprechung wurde dann im „Heiligtum Unserer lieben Frau“ durchgefĂŒhrt, woran auch etliche prominente Muslime teilnahmen.
   Dieser Vorgang in Algerien kommt schon einer kleinen interreligiösen Sensation gleich. Doch weitere könnten in KĂŒrze folgen. Anfang Februar wird Papst Franziskus auf Einladung von Kronprinz Muhammad bin Zayid Al Nahyan und der katholischen Ostkirche Abu Dhabi besuchen. Staatsreligion in Abu Dhabi ist der Islam mit grĂ¶ĂŸtenteils sunnitischer PrĂ€gung. Franziskus wird in dem Land der Vereinigten Arabischen Emirate an einem interreligiösen Friedenstreffen teilnehmen. Eine weitere Sensation deutet sich im sunnitischen Saudi-Arabien an. In diesem streng muslimischen Land, das fĂŒr christliche OberhĂ€upter bisher völlig verschlossen war, wird in KĂŒrze Tawadros II., der Papst der von Muslimen bedrĂ€ngten Kopten in Ägypten, erwartet. Eingeladen hat ihn das Königshaus von Saudi-Arabien.
   Auch das geistliche Zentrum des sunnitischen Islams, die Al Azhar-UniversitĂ€t in Kairo, hat wieder den Dialog mit dem Vatikan aufgenommen. Er wurde in Kairo „auf Eis gelegt“, nachdem Papst Benedikt XVI. nach AnschlĂ€gen auf koptische Christen einen besseren Schutz der Christen in Ägypten gefordert hatte.

           TOPIC  Nr. 01/2019



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Russland und China testeten HAARPTechnik: Was steht der Welt bevor? 

   Was Mitte letzten Jahres geschah, ist mehr als ungewöhnlich. Das behauptet jedenfalls Prof. Guo Lixin, Dekan der „FakultĂ€t fĂŒr Physik und Optoelektronik“ der UniversitĂ€t fĂŒr Elektrotechnik und Elektronikim zentral-chinesischen Xi‘. Ungewöhnlich sei, wer sich da zusammengetan habe. Russland und China fĂŒhrten nĂ€mlich gemeinsam Experimente in der IonosphĂ€re durch. Mindestens fĂŒnf Experimente erfolgten im Juni 2018. DarĂŒber berichteten im Dezember 2018 ĂŒbereinstimmend das US-Nachrichtenmagazin Newsweekund die Zeitung South China Morning Post, Hongkongs grĂ¶ĂŸte englischsprachige Tageszeitung. Wissenschaftlich wurden dann die Ergebnisse der Experimente im chinesischen Fachmagazin Earth und Planetary Physics dargestellt. Laut Newsweek wurden die Experimente ĂŒber Europa durchgefĂŒhrt und sollen einen militĂ€rischen Hintergrund gehabt haben.
   TOPIC berichtete erstmals im Mai 1999 ĂŒber ein Projekt namens HAARP in Alaska. HAARP ist die AbkĂŒrzung fĂŒr „Aktives Hochfrequenz-Projekt zur Erforschung der Aurora-Nordlichter in Alaska“. Worum geht es bei HAARP? Könnte man das Sperrgebiet in Alaska besichtigen, so gĂ€be es dort nicht viel zu sehen: einen Antennenwald von 360 Antennen und ein paar GebĂ€ude. Mit dieser Antennenanlage versuchen Wissenschaftler, Radiowellen zu erzeugen, die stark gebĂŒndelt zur  IonosphĂ€re geschickt werden. Die IonosphĂ€re ist die AtmosphĂ€renschicht, die in 60 bis 1000 Kilometern Höhe die Erdkugel einhĂŒllt. Es ist eine dĂŒnne Luftschicht, deren Luftteilchen elektrisch aufgeladen sind.
   Diese IonosphĂ€re schĂŒtzt die Erde vor dem tödlichen Strahlungsspektrum der Sonne. Der unsichtbare Schutzschild hat aber noch andere wichtige Aspekte. Er reflektiert beispielsweise Funksignale und lenkt diese von Sendern zu EmpfĂ€ngern. Wird die IonosphĂ€re nun kĂŒnstlich verĂ€ndert, zum Beispiel durch eine enorm hohe abgestrahlte Hochfrequenz-Energiemenge aus den HAARP-Antennen, dann passiert Folgendes: Was als Hochfrequenz „aufgestiegen“ ist, „landet“ ĂŒber einen VerĂ€nderungsprozess in der IonosphĂ€re auf dem Globus als extreme Niedrigfrequenz in einem Bereich von 0,001 Hz bis 40 kHz. Diese Niedrigfrequenz-Wellen, auch als ELF-Wellen bezeichnet, dringen unerbittlich in alles ein: in lebende Zellen, in Wasser, in die Erde usw. Und genau an dieser Stelle schlĂ€gt das Herz mancher Wissenschaftler, Politiker und MilitĂ€rs höher. Mit den Niedrigfrequenz-Wellen ist man nun in der Lage, u. a. die Erde zu „durchleuchten“. Ob Bunker, Tunnel, unterirdische Nuklearanlagen oder jegliche Form von BodenschĂ€tzen – HAARP könnte sie aufspĂŒren. Aber HAARP soll noch viel mehr können. FĂŒr MilitĂ€rs interessant ist die Möglichkeit, eine hocheffektive Abschirmung von herannahenden Raketen oder anderen ballistischen Flugkörpern aufzubauen. Auch Verbindungen zu Satelliten ließen sich damit stören.
   Das HAARP-Projekt war bis 2014 ein militĂ€risches Geheimprojekt der Amerikaner und wurde dann 2015 zu weiteren Forschungszwecken der University of Alaska ĂŒbergeben. Doch eine solche HAARP-Anlage gibt es nicht nur in Alaska. Die Russen haben die HAARPTechnologie, die EuropĂ€er auch, die Australier ebenfalls und China ist gerade dabei, eine stĂ€rkere Anlage als die in Alaska aufzubauen. Tatsache ist: verschiedene Nationen experimentieren mit der IonosphĂ€re. Und dort gibt es noch einen Aspekt, der auch berĂŒcksichtigt werden muss.
   Am 11. August 1987 erhielt der Physiker Dr. Bernhard J. Eastlund in den USA das Patent Nr. 4.686.605. Am 6. September 1987 berichtete das National Public Radio, ein Netzwerk von freien Radiosendern in den USA: „Dr. Eastlund erklĂ€rte, dass seine neue Erfindung dazu benutzt werden kann, das Wetter durch die Umleitung von in sehr großen Höhen wehenden Winden zu verĂ€ndern 
 Die Erfindung benutzt eine erdbasierende Energiequelle, um elektromagnetische Radiowellen zu erzeugen und diese hoch oben in der AtmosphĂ€re zu konzentrieren. Dr. Eastlund sagte, dass die Erfindung den Jetstream steuern könne 
“
   Der Jetstream setzt sich aus Starkwind-BĂ€ndern in einer Höhe von 15 bis 30 Kilometern ĂŒber der Erde zusammen. Diese Starkwind-BĂ€nder transportieren eine Unmenge an Wasser rund um den Erdball. Laut dem Patent-Text 4.686.605 kann die Erfindung von Dr. Eastlund große Regionen der oberen AtmosphĂ€re in eine unerwartet große Höhe anheben. Dadurch sei eine Wetter-Beeinflussung möglich. Fakt ist: Die Forschungsergebnisse Eastlunds machten HAARP erst möglich – und sie können das Wetter verĂ€ndern.
   Laut der US-Wetter- und Ozeanbehörde NOAAwurden im Juli 2018 rund um den Globus 118 Hitzerekorde erreicht und gebrochen. Laut Klimaforschern sei dafĂŒr fast ganz alleine der Jetstream verantwortlich. Er habe sich auf ungewöhnliche Weise verĂ€ndert, sodass Hoch- und Tiefdruckgebiete fĂŒr abnormal lange Zeit an einer Stelle verharren, weil der Jetstream sie nicht weiterbefördere. Klimaforscher machen fĂŒr diesen Umstand die aufgeheizte ErdatmosphĂ€re verantwortlich. Doch so ganz genau wissen sie es auch nicht, und ihre Prognosen werden durch Entwicklungen ĂŒber den Haufen geworfen (s. nĂ€chster Artikel).
   Das Zusammentreffen der IonosphĂ€ren-Experimente der Russen und Chinesen mit dem spektakulĂ€r langen und heißen Sommer gibt Anlass, ĂŒber andere ZusammenhĂ€nge nachzudenken als denen aus den Verlautbarungen der Klimaforscher.
   Gleichwohl werden die IonosphĂ€ren-Experimente nicht den Hauptgrund gehabt haben, das Wetter extrem zu verĂ€ndern. Es ist eher daran zu denken, dass die beiden SupermĂ€chte mit einem großen Krieg rechnen, bei dem es entscheidend sein könnte, den Gegner auch mittels der IonosphĂ€re anzugreifen bzw. abzuwehren.
   Zwei Szenarien sind denkbar: Zum einen ein großer Nahost-Krieg, in dem es um den Iran geht (s. Artikel auf dieser Seite). Russland und China sind Freunde des Iran und werden einen US-Angriff aus dem Westen, vor allem von US-StĂŒtzpunkten in Europa, abblocken wollen. Allerdings geht es auch noch eine Nummer grĂ¶ĂŸer.
   In seiner 1. Titelgeschichte in diesem Jahr schildert Der Spiegel ausfĂŒhrlich, dass ein kriegerischer Konflikt zwischen den USA und China drohe. Chinas Staatschef Xi wies beispielsweise im letzten Jahr das SĂŒdkommando seiner StreitkrĂ€fte an, sich darauf vorzubereiten, „einen Krieg zu fĂŒhren.“ In einer Rede Anfang Oktober 2018 verurteilte US-VizeprĂ€sident Mike Pence China so scharf, dass man die Wortwahl nur als AnkĂŒndigung eines Kalten Krieges deuten kann. Die Chinesen sehen sich tatsĂ€chlich massiv bedroht. In der chinesischen Staatspresse hieß es, die Trump-Regierung wĂŒrde Peking „ein Messer an den Hals halten“.

           TOPIC  Nr. 01/2019



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Bereitet Donald Trump dem islamischen Mahdi den Weg? 

   Schock fĂŒr Israel vor Weihnachten 2018: Völlig ĂŒberraschend kĂŒndigt US-PrĂ€sident Donald Trump an, alle US-Truppen aus Syrien abzuziehen. Es sind zwar nur 2.000 US-Soldaten in Syrien stationiert, doch sie sind von strategischer Bedeutung fĂŒr Israel. Sie sicherten nĂ€mlich die GrenzĂŒbergĂ€nge von Syrien zum Irak und verhinderten dadurch, dass der Iran die Kontrolle ĂŒber dieses Gebiet gewinnen konnte. Sind die Amerikaner abgezogen, könnte der Iran einen durchgehenden Landkorridor von Teheran bis zum Mittelmeer einrichten und kontrollieren. Genau das wollte Israels Premier Netanjahu um jeden Preis verhindern. Deshalb, so hieß es in israelischen Medien, sei Netanjahu „enorm enttĂ€uscht“ ob der Entscheidung Trumps.
   Sind die Amerikaner weg, so wird die Gefahr eines Krieges an der Nordgrenze zu Israel enorm zunehmen. War aufgrund des Syrienkrieges und durch Operationen Israels die Front iranischer Boden-Boden-Raketen fast völlig dahingeschmolzen, so wird der Iran jetzt seine militĂ€rische PrĂ€senz in Syrien, auch mit neuen Raketen, problemlos ausbauen können.
   Die Entscheidung Trumps, seine Soldaten aus Syrien abzuziehen, wurde mit großer Freude im Iran aufgenommen. Dabei hat möglicherweise auch eine religiöse Vorstellung im Schiitentum eine Rolle gespielt. Schiitische Muslime glauben an eine Mahdi-Prophezeiung. Sie besagt, dass der letzte direkte Nachkomme Mohammeds der Mahdi sei, der als Weltenretter alle Ungerechtigkeit auf diesem Globus beseitigen werde.
   Nun gibt es eine von mehreren Überlieferungs-Versionen ĂŒber den Auftritt dieses Mahdis, die direkt mit Syrien zu tun hat. Sie besagt: Kurz vor Erscheinen des letzten Mahdis wird es in Syrien einen schrecklichen BĂŒrgerkrieg geben. Eine andere Überlieferungs-Version spricht davon, dass sich KĂ€mpfer mit gelben Fahnen aus dem Westen kommend an diesem Syrien-Krieg beteiligen werden. Und exakt das ist geschehen. Hisbollah-KĂ€mpfer operieren schon seit Jahren auf syrischem Boden. Sie kommen aus dem Libanon, westlich von Syrien, und ihre Fahne ist gelb. Auch das passt aktuell in die Mahdi-Prophezeiungen.
   Mahdi hin, Mahdi her: Trumps Entscheidung, die US-Soldaten aus Syrien abzuziehen, erhöht enorm das Risiko eines großen Nahost-Krieges, der auch das Potential hat, zu einen Weltenbrand zu werden. Warum? FĂŒr WeltmĂ€chte wie Russland und China sind besonders Syrien und der Iran von geostrategischer Bedeutung. Sollte der Iran Israel von Norden aus angreifen, wĂŒrde Israel natĂŒrlich zurĂŒckschlagen – möglicherweise nuklear. Welche Entwicklung ein solches Szenario auslösen könnte, kann niemand vorhersehen. Aber: Der Iran hat jetzt alle Optionen, um einen Weltenbrand auszulösen, um damit dem Auftritt seines Mahdis nachzuhelfen.
  Mit Material aus „Nachrichten fĂŒr Israel“ Nr. 3/18

         TOPIC  Nr. 01/2019



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z.B. 39. Jahrgang - Nr. 2 Februar 2019

Die Themen: Schlimme Christenverfolgung. - „Nashville-ErklĂ€rung“ aktiviert Staatsanwalt. - CSU-Söder fĂŒr neues Familienleitbild. - Schauspieler dankt Satan fĂŒr Filmpreis. - Bulgarien bessert Religionsgesetz nach. - „Nones“ treiben Entkirchlichung voran. - Joyce Meyer ĂŒbt Selbstkritik. - Kardinal Marx und das Christliche Abendland. - Aufstand der Technologie-Verlierer. - Nutella und die Madonna von Lourdes. - Terrorakt 9/11 jetzt vor Gericht. - GesinnungsschnĂŒffelei in den Kitas. - USA: auch Gen-Forschungen zu Babys. - PalĂ€stinenser im politischen Abseits. - Gigantisches „China-HAARP“ am Start. - Eine andere Sicht auf den BREXIT



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Christenverfolgung alarmierend: Doch ist das nicht normal? 

   In vielen LĂ€ndern ist die Lage verfolgter Christen und anderer Minderheiten alarmierend.  Zunehmend bedrohen totalitĂ€re Herrschaftssysteme, religiöser Nationalismus und ein sich ausbreitender Islamismus die Religionsfreiheit. Die wachsende Verbreitung digitaler GerĂ€te macht es Regierungen leicht, Menschen durch elektronische Chips oder Gesichtserkennung und Ă€hnliche Software aufzuspĂŒren, zu kategorisieren und zu ĂŒberwachen. So installiere beispielsweise China in Kirchen Kameras, die nicht nur den Pastor filmten, sondern auch Gottesdienstbesucher.
   Zu diesem Ergebnis kommt das christliche Hilfswerk Open Doors in seinem aktuellen Weltverfolgungsindex (WVI). Im Berichtszeitraum (1. November 2017 bis 31. Oktober 2018) seien 4.136 Christen aufgrund ihres Glaubens getötet worden, im Jahr zuvor waren es noch 2.782. Weltweit sind laut Open Doors mehr als 200 Millionen Christen in den 50 im Index aufgefĂŒhrten LĂ€ndern einem hohen Maß an Verfolgung ausgesetzt. In diesen Staaten wohnen etwa fĂŒnf Milliarden Menschen, darunter 700 Millionen Christen.
   An erster Stelle steht zum 16. Mal in Folge das kommunistisch regierte Nordkorea. Auf den folgenden PlĂ€tzen des Index hat sich gegenĂŒber dem Vorjahr nur wenig verĂ€ndert: 2. Afghanistan (2018: Platz 2), 3. Somalia (3), 4. Libyen (7), 5. Pakistan (5), 6. Sudan (4), 7. Eritrea (6), 8. Jemen (9), 9. Iran (10) und 10. Indien (11). Indien steht erstmals unter den ersten zehn LĂ€ndern des Weltverfolgungsindex – 2014 stand es noch auf Platz 28. Die AggressivitĂ€t hinduistischer Organisationen habe in dem Land weiter zugenommen. Sie trĂ€ten mit dem Anspruch auf, Indien gehöre dem Hinduismus, und forderten, andere Religionen sollten in dem Land ausgelöscht werden.
   In China seien im Berichtszeitraum 1.131 Christen, und damit mehr als in jedem anderen Land, inhaftiert worden. Im Jahr zuvor seien es noch 134 gewesen. Staatschef Xi Jinping versuche, die stetig wachsenden christlichen Gemeinschaften zur absoluten LoyalitĂ€t zum Staat und zu der kommunistischen Partei zu zwingen. So mĂŒssten Pastoren die Nationalhymne vor dem Gottesdienst singen und die chinesische Flagge in der Kirche oberhalb des Kreuzes aufhĂ€ngen, so Open Doors.
   Nach TOPICvorliegenden Informationen scheint es jedoch so zu sein, dass Christen nicht in jeder Provinz Chinas extrem bedrĂ€ngt werden. Nach Auskunft von Wolfgang BĂŒhne, der regelmĂ€ĂŸig christliche Gemeinden in China besucht (s. TOPIC 12/2018), gehe der chinesische Staat vor allem gegen die Christen vor, die sich in irgendeiner Weise politisch betĂ€tigten. Wenn dies Engagement unterbleibe, wĂŒrden Christen oft in Ruhe gelassen.
   In keinem anderen Land der Erde starben im letzten Jahr so viele Christen wegen ihres Glaubens wie in Nigeria. Laut Open Doors wurden 3.731 GlĂ€ubige und damit mehr Christen um ihres Glaubens willen ermordet als in allen anderen LĂ€ndern zusammen. Auch bei Angriffen auf Kirchen (569) stehe das westafrikanische Land an erster Stelle. Experten, etwa die Nichtregierungsorganisation International Crisis Group, gingen davon aus, dass durch die Angriffe der (muslimischen) Fulani-Viehhirten auf zumeist christliche Siedler mehr Menschen getötet wurden als durch die islamische
Terrormiliz Boko Haram.
   Zum ersten Mal seit 2014 sind Marokko (Platz 35) und seit 2011 Russland (Platz 41) wieder auf dem Weltverfolgungsindex. In Russland gehe die Verfolgung hauptsĂ€chlich auf Muslime zurĂŒck. Im Kaukasus etwa kĂ€mpften islamische Milizen gegen das russische MilitĂ€r, um ein „muslimisches Emirat“ zu errichten. Im Nordkaukasus können Christen kein öffentliches Amt ĂŒbernehmen. Sechs russisch-orthodoxe Christen seien bei AnschlĂ€gen militanter Islamisten auf Kirchen in Dagestan und Tschetschenien getötet worden. Ferner begĂŒnstige die Regierung weiterhin die Russisch-Orthodoxe Kirche zulasten anderer christlicher Gruppen. In russischen Fernsehsendern und in den Printmedien gebe es eine andauernde Kampagne gegen Sekten und Evangelikale, die zusammen mit Satanisten und Scientologen kritisiert wĂŒrden.
   In Ägypten (Platz 16) hingegen sei die Entwicklung teilweise positiv: Ein Gesetz aus dem Jahr 2016 habe erstmals die Registrierung bis dahin illegaler KirchengebĂ€ude ermöglicht. Seitdem wurden 3.700 entsprechende AntrĂ€ge eingereicht und bis Oktober 2018 davon 340 (9 Prozent) genehmigt. Allerdings drohe der Islamische Staat im Sinai den Christen weiterhin mit ihrer Auslöschung. Andere islamistische Gruppen bombardierten Kirchen und ermordeten christliche Pilger.
   Mit ungewöhnlicher Aufmerksamkeit reagierten weltliche Medien auf die Veröffentlichung des neuen Weltverfolgungsindex von Open Doors. So titelte beispielsweise die Bild-Zeitung: „Weltweit werden immer mehr Christen ermordet“. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) ĂŒberschrieb einen Artikel: „Christenverfolgung nimmt weltweit zu“.
   Die Situation von verfolgten Christen mag erschĂŒttern, mag empören, sogar wĂŒtend machen. Doch sind die Verfolgungsleiden anno 2019 nicht völlig normal? Hat Jesus nicht selber genau die im 21. Kapitel des Lukas-Evangeliums fĂŒr seine Nachfolger vorausgesagt?
   Manfred MĂŒller ist Missionsleiter der ĂŒberkonfessionellen Hilfsorganisation Hilfsaktion MĂ€rtyrerkirche
(HMK) in Uhldingen-MĂŒhlhofen. In einem Beitrag fĂŒr „Stimme der MĂ€rtyrer SPEZIAL“ ist MĂŒller im Namen seines Vorstandes einmal der Frage nachgegangen: „Haben wir dieses Wissen um das von Jesus selbst angekĂŒndigte Verfolgungsleiden der Gemeinde noch?“
   Verfolgung sei doch schon immer der Begleiter der Weltmission gewesen: „WĂŒrden die Christen in den LĂ€ndern der MĂ€rtyrer den jeweiligen Mehrheitsbevölkerungen nicht von Jesus erzĂ€hlen, gebe es fĂŒr sie viel weniger Probleme. Aber sie können es ja nicht lassen, von dem zu reden, den sie als Herrn und Heiland kennengelernt haben.“ MĂŒller weiter: „Nicht die Christenverfolgung ist die grĂ¶ĂŸte Not, sondern die Verlorenheit der Menschen, die sich nicht an Jesus Christus orientieren.“ FĂŒr Jesus sei nicht die Verfolgung seiner Nachfolger die grĂ¶ĂŸte Gefahr gewesen, sondern deren Lauheit und die VerfĂŒhrung. Deshalb verweist der Missionsleiter der HMK auf einen „Weckruf der verfolgten  Gemeinde“, der hierzulande wenig bekannt sein dĂŒrfte, gleichwohl ĂŒberrascht, vielleicht schockiert:    â€žAber wussten Sie, dass verfolgte Christen fĂŒr uns beten? Weil aus ihrer Sicht die Not der VerfĂŒhrung und der faulen Kompromisse in der Gemeinde und die Gottlosigkeit in unserem Land viel schlimmer sind? Wussten Sie, dass verfolgte Christen dafĂŒr beten, dass es auch in Deutschland zu Verfolgung kommen möge, damit wir endlich wach werden und erkennen, was wirklich wichtig ist: Jesus allein. Weil nur er im Leben und Sterben tragen kann. Seine Zeugen sollen wir sein
– egal, was es kostet.“

         TOPIC  Nr. 02/2019



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Joyce Meyer ĂŒbt Selbstkritik, aber 
 

   Selbstkritik hat die weltweit bekannteste TV-Evangelistin, die US-Amerikanerin Joyce Meyer, in einem Video geĂŒbt. Ihre Vorstellung von Glaube und Wohlstand sei „aus der Balance“ geraten. Jedes Mal, wenn jemand ein Problem in seinem Leben hatte, habe sie gedacht, er hĂ€tte nicht genug geglaubt: „Wenn du krank warst, geschah das, weil du nicht genug Glauben hattest. Wenn dein Kind gestorben ist, geschah das, weil du nicht genug Glauben hattest. Nun, das ist nicht richtig“, so Meyer. Nirgendwo stehe in der Bibel, dass man als Christ nie Probleme habe. Egal, wie viel Glauben jemand habe, werde es zu Problemen im Leben kommen. Jesus Christus habe gelehrt, dass es in der Welt Drangsal gebe. Der Glaube sei eine Macht, aber kein Automatismus. Kritiker hatten Meyer in der Vergangenheit vorgeworfen, sie predige ein „Wohlstandsevangelium“.
   Nun bleibt abzuwarten, ob der Sinneswandel von Meyer sich auch in ihren neuen Publikationen und Predigten wiederfindet. Nicht nur das. Meyer ist (war?) eine Verfechterin der Wort-des-Glaubens-Bewegung. Wie sie sagte, hĂ€tten Bibel-Worte Macht. In ihrem Buch „Die geheimnisvolle Kraft - Gottes Wort auszusprechen“ stellt Meier eine „Methode“ vor, die sie so beschreibt: „In Römer 4,17 heißt es, dass Gott, der die Toten lebendig macht, das Nicht-Seiende ins Dasein ruft. Ich begann dasselbe zu tun. Ich rief die Dinge, die in meinem Leben noch nicht existierten, ins Dasein, indem ich Gottes Wort bekannte.“ Auf vielen Seiten ihres Buches stellt die geschiedene und wiederverheiratete Evangelistin Bibelverse vor, die man laut aussprechen solle, um beispielsweise die „Gunst Gottes“ zu erlangen. Bei dieser Methode bleibt die beklemmende Frage zurĂŒck: Wird hier Gottes Wort nicht wie ein Zauberbuch angewendet: Sprich ein Gotteswort aus und glaube, dann aktivierst Du – Du alleine – eine Schöpferkraft.
   Auch Meyers Jesus-Bild gibt Anlass zu fragen, ob die TV-Predigerin den biblischen Jesus je kennengelernt hat. Meyer machte Aussagen wie diese: „Ich will unbedingt Menschen helfen, das Leben zu genießen, denn dafĂŒr ist Jesus gestorben 
 Er starb auch, damit wir hier ein gutes Leben haben können 
 Ihr habt ein durch Blut bezahltes Recht, euch gut zu fĂŒhlen 
 Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass wir sĂŒndigen, wenn wir unser Leben nicht genießen.“ Damit man sein Leben ausgiebig genießen könne, habe man den Heiligen Geist als Helfer in allen Lebenslagen bekommen.
   Sollte die 75-jĂ€hrige Predigerin wirklich zu tieferen geistlichen Erkenntnissen, gar zu einer radikalen Umkehr in ihrem Glauben gekommen sein, dann mĂŒsste sie das zentrale und völlig unbiblische Motto ihrer TV-Sendungen „Das Leben genießen“ sofort absetzen. 

         TOPIC  Nr. 02/2019



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Nutella und die Madonna von Lourdes 

   Eltern, die kleinere Kinder haben, kennen die Produkte des SĂŒĂŸwarenkönigs nur zu gut: „Nutella“, „Milch-Schnitte“ oder „Kinder Überraschung“. Auch wer zu Einladungen oder Feierlichkeiten geht, hat die Erzeugnisse des Michele Ferrero oft dabei: „Raffaelo“, „Rocher“ oder „Mon ChĂ©ri“.
   AnlĂ€sslich des 50. Geburtstages von Nutella brachte das Handelsblatt (14.1.2019) einen Hintergrundbericht ĂŒber das italienische Unternehmen Ferrero, einen international tĂ€tigen SĂŒĂŸwarenhersteller. Das Unternehmen wurde 1946 von dem Konditor Pietro Ferrero in Alba (Italien) gegrĂŒndet. Sein Sohn Michele fĂŒhrte das Unternehmen dann an die Weltspitze der SĂŒĂŸwarenhersteller mit derzeit weltweit 25.000 Mitarbeitern.
   Michele Ferrero war ein strengglĂ€ubiger Katholik, der zu seinen Mitarbeitern einmal sagte: „Den Erfolg von Ferrero haben wir der Madonna von Lourdes zu verdanken. Ohne sie können wir kaum etwas ausrichten.“ RegelmĂ€ĂŸig pilgerte Ferrero mit seinen Top-Managern zum französische Ort Lourdes, in dem 1858 die „Gottesmutter“ in einem weißen Gewand erschienen sein soll. Zur Erinnerung an sie befindet sich in jedem der 20 Werke von Ferrero eine Madonnen-Statue. Als der italienische Hersteller 1982 die kugelförmige Nuss-Nougat-Waffel „Ferrero Rocher“ erfand, wurde sie nach dem Erscheinungsort der „Mutter Gottes“ an der Stelle „Rocher de Massabielle“ in Lourdes benannt. Doch wer ist eigentlich die Maria, die „Mutter Gottes“ der Katholiken?
   In ihrem Buch „Maria – Die unbekannten Seiten der ‚Mutter Gottes‘“ (nicht mehr lieferbar) untersuchte die gelernte Diplom-Bibliothekarin und Bibliotheksleiterin in öffentlichen Bibliotheken, Elvira Maria Slade, akribisch alle 900 bezeugten Marienerscheinungen. Die Aussagen der „Mutter Gottes“ verglich sie mit der Bibel, die auch von der Katholischen Kirche als authentisches Wort Gottes anerkannt wird. Bei ihren Untersuchungen entdeckte sie etwas, das bis dahin der Öffentlichkeit so nicht bekannt war: Seit den ersten Marienerscheinungen – wenige Jahre nach dem Leben Jesu – bis heute durchzieht alle Auftritte „Marias“ ein „logischer Aufbau vorausgeplanter Handlungen, bei denen Rollenspiel, KostĂŒm und Botschaft sorgfĂ€ltig aufeinander und auf das Publikum abgestimmt sind und das gleiche Ziel verfolgen ...“ Die Marien-Forscherin fand heraus, dass „Maria“ Schritt fĂŒr Schritt planvoll ihre Position als „FĂŒrsprecherin“, „Mittlerin“ „Miterlöserin“ bis hin zur „Retterin der Welt“ ausbaute.
   Auch die Inhalte der Mariendogmen stammen von ihr. Es sind praktisch Diktate des Marien-Phantoms aus dem Jenseits, die die PĂ€pste einfach zu kirchlichen GlaubenssĂ€tzen erhoben. Frau Slade schreibt: „Nach ÜberprĂŒfung der vorliegenden Marienerscheinungen muss demnach festgestellt werden: Da das Vorgehen der Erscheinungen planvoll verlĂ€uft, die ganze Welt umspannt und eindeutig eine Zielrichtung besitzt, handelt es sich bei den bibelfremden Botschaften um beabsichtigte IrrefĂŒhrungen durch antigöttliche Intelligenzen. Diese sind in der Heiligen Schrift als die ‚Gewalten, MĂ€chte und FĂŒrstentĂŒmer‘ der Hölle benannt, deren Ziel es ist – wenn möglich – auch die GlĂ€ubigen zu verfĂŒhren.“

           TOPIC  Nr. 02/2019



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Wie in der DDR: GesinnungsschnĂŒffelei und Umerziehung in Kitas 

   Sie schicken Ihre FĂŒnfjĂ€hrige in eine KindertagesstĂ€tte (Kita). Ihre Kleine sagt eines Morgens: „Mama, heute möchte ich mal das Kleidchen von Oma anziehen und ich will Zöpfe haben.“ Diesen Wunsch Ă€ußert Ihr Töchterchen nicht nur einmal, sondern öfters.
   Wenn Sie dem Wunsch Ihres Lieblings nachgeben, dann haben Sie unter UmstĂ€nden ein Problem – Sie werden verdĂ€chtigt. Wenn Sie dazu Ihr Kind vielleicht noch christlich erziehen – z. B. nach dem Leitsatz: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen!“ –, dann wird es fĂŒr Sie immer brenzliger, wenn das in der Kita rauskommt. Auch wenn Sie Ihre FĂŒnfjĂ€hrige mal dazu anhalten, einfache Hausarbeiten zu ĂŒbernehmen, dann könnten Sie in den Beobachtungsfokus der Kita geraten. Es droht Ihnen möglicherweise eine Vorladung vor die Kita-Leitung. Der Grund: Die Kita-Leitung nimmt – auch durch Befragen Ihres Kindes – an, dass Sie „rechtsradikal“, „völkisch“ oder „christlich-fundamentalistisch“ sein könnten und einen autoritĂ€ren „menschenfeindlichen“ Erziehungsstil zu Hause pflegen. Dasselbe gilt auch fĂŒr einen Jungen, der – weil vielleicht sein Vater Fußballer ist – gerne Fußball spielt und in einer Kindermannschaft trainiert und dadurch körperlich Ă€ußerst fit wirkt.
   Eltern, die heute ihre Kinder in Kitas schicken, mĂŒssen wissen: Dort hören die persönliche Freiheit Ihres Kindes und auch Ihre als Erziehungsberechtigte auf, wenn das umgesetzt wird, was die BroschĂŒre „Ene, mene, muh – und raus bist du!“ empfiehlt.
   Die 60-seitige BroschĂŒre wird vom Bundesfamilienministerium gefördert und ist mit einem Grußwort von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey (SPD) versehen. Ziel dieser BroschĂŒre ist die Umerziehung der SchwĂ€chsten der Gesellschaft nach den Denkmodellen der „PĂ€dagogik der Vielfalt“ und der „DemokratiepĂ€dagogik“. Gemeint damit ist, dass sĂ€mtliche Formen des Zusammenlebens, dazu die der sexuellen PrĂ€gung, voll akzeptiert werden mĂŒssen. Laut BroschĂŒre gebe es heute nicht mehr „die eine ‚Bilderbuchfamilie‘“, deshalb mĂŒssten Kinder schon sehr frĂŒh lernen, quasi mit der „Vielfalt“ – gemeint ist auch das Gender-Modell – gesellschaftlichen Zusammenlebens zurechtzukommen.
   Interessant ist nun, wen die BroschĂŒre als Feinde dieser Umerziehung im Kindergarten ausmacht: Rechtsradikale, AfD-AnhĂ€nger, sogenannte Völkische (gemeint sind ĂŒberzeugte „Bio-Deutsche“) und auch Religiös-Fundamentalistische. Nicht genannt werden Linksradikale, strenge Muslime oder andere Gruppen in der deutschen Gesellschaft.
   Welches Kind könnte nun aus einem „völkischen Elternhaus“ stammen? Dazu heißt es in der BroschĂŒre: Es können Kinder sein, die „gut spuren“. „Außerdem sind traditionelle Geschlechterrollen in den Erziehungsstilen erkennbar: Das MĂ€dchen trĂ€gt Kleider und Zöpfe, es wird zu Hause zu Haus- und Handarbeiten angeleitet, der Junge wird stark körperlich gefordert und gedrillt.“
   Richtig und wichtig ist, dass die BroschĂŒre darauf hinweist, dass Kita-Mitarbeiter aktiv werden mĂŒssen, wenn Verdachtsmomente in Bezug auf einen rechtsradikalen Hintergrund im Elternhaus entdeckt werden. Ein Junge aus einem solchen Elternhaus malt in der Kita z.B. Runen oder Hakenkreuze. Dann liegt Handlungsbedarf vor. Was ist in der Familie los? Sind die Eltern etwa ĂŒberzeugte Hitler-Verehrer? Kita-Verantwortliche mĂŒssten dann aber auch aktiv werden, wenn ein muslimischer Junge Gewaltsymbole, wie etwa eine explodierende Bombe, malt. Doch davon ist in der BroschĂŒre nirgendwo die Rede. Im Gegenteil: Die Autoren des Heftes möchten, dass auch im Rahmen der Kita der BefĂŒrchtung einer „Islamisierung des Abendlandes“ entgegengewirkt wird.
   Herausgeber der BroschĂŒre „Ene, mene, muh – und raus bist du!“ (kann im Internet angesehen und von dort ausgedruckt werden) ist die Amadeu-Antonio-Stiftung. Leiterin der Stiftung ist Anetta Kahane. Die 64-jĂ€hrige Journalistin ist die Tochter von Max Kahane, einem ĂŒberzeugten Kommunisten, der in der DDR krĂ€ftig Propaganda gegen den Westen machte. Tochter Anetta hat jahrelang als Spitzel fĂŒr die Staatssicherheit (Stasi) gearbeitet, behauptet aber heute, von dieser ihrer DDRVergangenheit gelĂ€utert zu sein.
   Offiziell engagiert sich die Amadeu-Antonio-Stiftung gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus und unterhĂ€lt eine Fachstelle fĂŒr Gender. Wer sich die AktivitĂ€ten der Stiftung und die Aussagen der Stiftungs-Vorsitzenden Kahane jedoch nĂ€her anschaue, so der Friedensforscher Rudolph Bauer, werde feststellen, dass die Kahane-AktivitĂ€ten auch versuchten, „demokratischen Widerstand zu vereiteln, Kritik zu entkrĂ€ften und lĂ€cherlich zu machen, die Diskussion und Förderung sozioökonomischer Alternativen zu verhindern“. FĂŒr Bauer gehört Kahane zu „Leuten, die an der Abschaffung der Demokratie mitwirken“.
   Schaut man sich die Publikationen der Amadeu-Antonio-Stiftung an, so kann man feststellen, dass sich die Stiftung auf allen Feldern (z. B. Gender-Ideologie) einmischt, die zu der viel beschworenen „freien und bunten Gesellschaft“ fĂŒhren sollen. Wer als Deutscher gerne wissen möchte, wie diese freie und bunte Gesellschaft am Ende aussehen soll, wer gar jetzt schon – aus welchen GrĂŒnden auch immer – mit „vielfaltsfeindlichen Einstellungen“ auffĂ€llt, gerĂ€t sofort ins Visier der neuen HexenjĂ€ger einer sogenannten vielfĂ€ltigen Gesellschaft. Er muss in Zukunft damit rechnen, dass es schnell ĂŒber ihn heißen könnte: „Ene, mene, muh – und raus bist du!“

           TOPIC  Nr. 02/2019



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z.B. 39. Jahrgang - Nr. 3 MĂ€rz 2019

Die Themen: Der „ewige“ Antisemitismus. - FDP und AfD gegen Kirchensteuern. - USA: Missbrauchsskandal unter ganz Frommen. - Vorbereitungen fĂŒr eine Welteinheitsreligion? - Sterben klassische ev. Gemeinschaften aus? - „1000plus“ darf tausende Babys retten. - „Heukelbach“ veranstaltet Panorama-Tage. - Das Handeln der USA verstehen. - USA stufen EU diplomatisch einfach ab. - Pro Ehe: Gemeinde finanziert Hochzeiten. - „Homo“-Heilungen kontra Gender. - Schweiz: Christen kann GefĂ€ngnis drohen. - FlĂŒchtlingskrise ist nicht vorbei. - Israel: KĂ€ufer von Sex werden jetzt bestraft. - Modemarken und der Mord an Ungeborenen



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Antisemitismus: der Hass auf den Gott der Bibel

   „Der Antisemitismus breitet sich aus wie ein Gift“, sagte kĂŒrzlich Frankreichs Innenminister Christophe Castaner. Laut dem französischen Innenministerium hat sich die Zahl der antisemitischen Straftaten von 2017 auf 2018 um 74 Prozent erhöht – von 311 FĂ€llen auf 541. Auch in Deutschland wĂ€chst der Antisemitismus – besonders der gewalttĂ€tige. 2017 gab es 37 brutale Gewaltakte gegen Juden, 2018 waren es schon 62. Nach einer neuen Umfrage der EU-Agentur fĂŒr Grundrechte in zwölf EU-Staaten nehmen 36 Prozent der EU-BĂŒrger einen zunehmenden Antisemitismus wahr. Besonders im Internet werde Antisemitismus „lauter, unverhohlener und aggressiver“, sagte jĂŒngst die Antisemitismus-Beauftragte der Generalstaatsanwaltschaft in Berlin, Claudia Vanoni.
   Gerade unter Jugendlichen wird antisemitisches Denken zunehmen, da der Antisemitismus in der Rap-Szene eine neue Heimat gefunden hat. Der Rap ist ein schneller, rhythmischer Sprechgesang und entstammt der afro-amerikanischen Kultur. Wie der jĂŒdische Rapper Ben Salomo (41), geboren in Israel, aufgewachsen in Berlin, in einem Interview in der Bild-Zeitung sagte, habe er Anfang der 1990er Jahre in der Rap-Szene keinen Antisemitismus vorgefunden. Doch in den letzten 15 Jahren sei diese Musik-Szene von arabischen Clans unterwandert worden, und der Antisemitismus habe Einzug gehalten.
   Laut Salomo sei der Rapper Kollegah ein Vorbild fĂŒr viele junge Leute. Der deutsche Felix Blume, KĂŒnstlername „Kollegah“, ist mit 15 Jahren zum Islam ĂŒbergetreten. Immer wieder fĂ€llt er in seinen Texten durch gezielte TabubrĂŒche auf, wie Gewaltverherrlichung, Frauenverachtung, Sexismus, Homophobie, Antisemitismus und Diskriminierung von Minderheiten. Musiktitel von Kollegah wurden im Internet bisher an die 400 Millionen (!) Mal angehört (gestreamt). Derzeit gilt der Rapper als einer der meist gestreamten KĂŒnstler aller Zeiten in Deutschland. In einem Video zum Thema „Apokalypse“ setzte er das Judentum mit einem DĂ€mon gleich. Indirekt verhöhnt er in einem anderen Rap-Song ermordete Juden in Auschwitz.
   Juden, die als Kinder in Deutschland groß geworden sind, veröffentlichen derzeit BĂŒcher und Erfahrungsberichte im Internet, die zusammengefasst eine Aussage ergeben: Die Schonzeit fĂŒr Juden in Deutschland ist vorbei. So beschreibt der ehemalige Mediensprecher der israelischen Armee, Arye Sharuz Shalicar, in seinem Buch „Der neu-deutsche Antisemit“, wie schlimm seine Kindheit unter muslimischen Migranten in Berlin gewesen sei. Der jĂŒdischen Internet-Publizistin (Bloggerin) Juna Grossmann wurde so gedroht: „Wir werden dich finden. Dann wirst du’s merken und wirst dir Hitler zurĂŒckwĂŒnschen.“ Nach einem Bericht der Basler Zeitung (03.01.2019) kĂ€me der Judenhass aus allen Ecken der Welt.
   Antisemitismus. Was ist eigentlich Antisemitismus genau? Woher kommt er? Wann tauchte er zum ersten Mal auf? Der Begriff Antisemitismus wurde 1879 von dem deutschen Journalisten und Judenhasser Wilhelm Marr eingefĂŒhrt. Seitdem wird der Begriff weltweit rassistisch gegen das Volk der Juden verwendet. Doch die Judenfeindschaft ist Ă€lter als der Begriff „Antisemitismus“.
   Carsten Peter Thiede (verst.) und Urs Stingelin verorten den ersten Antisemitismus bzw. Judenhass in ihrem Buch „Die Wurzeln des Antisemitismus“ im zweiten vorchristlichen Jahrtausend. In die Zeit also, als ein Pharao in Ägypten versuchte, die mĂ€nnlichen Nachkommen des jĂŒdischen Volkes in seinem Land auszurotten – nachzulesen im 2. Buch Mose. Der erste wirkliche Antisemitismus werde laut den Autoren jedoch im alttestamentlichen Buch Esther beschrieben. Weil die Juden im persischen Reich des Königs Xerxes (486-465 v. Chr.) sich nicht allein an die Gesetze des Königs hielten, sondern auch den Gesetzen ihres Gottes folgten, sollten sie ausgerottet werden. Diese „religionsgesetzliche Andersartigkeit“ machte die Juden zu Feinden. Der pietistische Theologe Gerhard Maier schreibt in einem Kommentar zum Buch Esther: „So enthĂŒllt sich der sog. Antisemitismus letztlich als ein Hass gegen den Gott, der den Juden solche Gesetze gab.“ Das sei der eigentliche Knackpunkt beim Antisemitismus und Judenhass, erklĂ€rte auch der letzte im Siegerland noch lebende Jude aus der NS-Zeit, Hugo Herrmann (verst. 1993). In einem Film formulierte Herrmann das so: „Uns hat Gott die Zehn Gebote anvertraut: Das ist das Problem.“ Wie Ulrich Skambraks sagt, habe er durch die Begegnung mit Hugo Herrmann erstmals verstanden, worin sich der eigentliche Judenhass festmachen lĂ€sst: Es ist der Hass auf den Gott der Bibel! Skambraks war Ende der 1980er Jahre Teil einer Film-Crew, die ĂŒber den letzten im Siegerland noch lebenden Juden aus der NS-Zeit eine Video-Reportage drehte.
   Thiede und Stingelin gehen in ihrem Buch auch auf den Antisemitismus des frĂŒhen Christentums ein. FĂŒhrende Christen in den ersten Jahrhunderten leiteten ihren Judenhass aus Stellen des Neuen Testamentes ab, die auf den ersten Blick völlig eindeutig zu sein scheinen (z. B. Lukas 13, 34-35 oder Römer 11, 7-12). Die beiden Buchautoren arbeiten heraus, dass diese Texte von Juden fĂŒr Juden geschrieben wurden, harte Auseinandersetzungen beinhalten, aber niemals eine Judenfeindlichkeit, gar eine Verfolgung widerspiegeln: „Die Judenfeindschaft des Christentums war und blieb ein ‚Privileg‘ der Heidenchristen.“
   Den Startschuss dazu gab der Kirchenvater Justin, der um 165 nach Christus als MĂ€rtyrer hingerichtet wurde. Sein „Dialog mit dem Juden Tryphon“ brachte ihm den zweifelhaften Ruhm ein, der „grĂ¶ĂŸte Antisemit des christlichen Abendlandes“ zu sein. SpĂ€tere KirchenvĂ€ter bauten darauf auf, sodass z. B. Ephraem der Syrer ausfĂŒhrte, dass das jĂŒdische Volk zwar kein Schwein isst, jedoch selbst ein Schwein ist, was Blut verspritzt. Solche Aussagen hinderten die katholische Kirche jedoch nicht daran, Ephraem 1920 mit einer Enzyklika zum Kirchenlehrer zu erklĂ€ren.
   Im Gegensatz zur Bibel enthalten die 114 Suren des Korans eindeutige Anweisungen, mit aller BrutalitĂ€t gegen Juden und andere „UnglĂ€ubige“ vorzugehen. So beinhaltet Sure 5 den Befehl, Juden, die sich den VerkĂŒndigern der muslimischen Botschaft widersetzen, zu verstĂŒmmeln und durch Kreuzigung hinzurichten. In Sure 47 ordnet Allah an, UnglĂ€ubigen, also auch Juden, den Kopf abzuschlagen (in manchen Übertragungen steht an dieser Stelle „auf den Nacken zu schlagen“).
   In Deutschland sitzen derzeit wieder viele Juden auf gepackten Koffern. Das sah vor Jahren völlig anders aus. Mitte der 1990er Jahre kam eine Vision auf, nach der Europa, besonders Deutschland, im 21. Jahrhundert neben Israel und den USA zur dritten HauptsĂ€ule des weltweiten Judentums werden sollte. Auslöser dieser Euphorie war u. a. die Einwanderung von rund 200.000 Juden aus dem ehemaligen Ostblock ab 1989. Die Mitgliederzahl der im Dachverband Zentralrat der Juden in Deutschland organisierten Gemeinden kletterte schnell auf 120.000. Nun ist die Mitgliederzahl wieder auf unter 100.000 gefallen. Ein wesentlicher Grund: Juden verlassen Deutschland, weil sie mehr und mehr drangsaliert werden. Ein besonderer Schub dieses Hasses auf die Juden entstand, nachdem Angela Merkel ab 2015 Millionen von Muslimen ins Land ließ. Durch die vielen muslimischen Zuwanderer erhöhten sich die Attacken auf Juden 2017 auf durchschnittlich vier Angriffe pro Tag. In GroßstĂ€dten wie Berlin ist es nicht mehr möglich, sich öffentlich als Jude zu erkennen zu geben, z. B. durch das Tragen der Kippa.
   Antisemitismus ist fast so alt wie die Menschheit selbst und hat sich wie ein KrebsgeschwĂŒr bis in unsere Tage hindurchgefressen. Derzeit scheint das Wachstum dieser bösen Zellen weltweit zu explodieren. DafĂŒr kann es nur einen Grund geben: Man projiziert den Hass auf den Gott der Bibel auf sein Volk, die Juden. Hinter dem weltweit steigenden Antisemitismus steckt die spirituelle antigöttliche Kraft, die den einzigen wahren Gott hasst und auch den einzigen Erlöser des Menschen: Gottes Sohn, den Juden Jesus.
   Mit Material aus dem Buch „Die Wurzeln des Antisemitismus - Judenfeindschaft in der Antike, im frĂŒhen Christentum und im Koran“, fontis Verlag, 140 Seiten, 4,95 Euro, ISBN/EAN: 9783765512643  

         TOPIC  Nr. 03/2019 



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Papst unterschreibt Papier: Alle Religionen sind von Gott gewollt

   Das gab es noch nie: Ein Papst „pilgert“ in die Region, in der die Wiege des Islams steht: zur arabischen Halbinsel. Papst Franziskus besuchte Anfang Februar Abu Dhabi und durfte dort sogar eine Messe abhalten. In den Kommentaren war von „historisch“ die Rede, von einem neuen Dialog zwischen Christentum und Islam, von Toleranz, von friedlicher AnnĂ€herung.
   Wenig beachtet wurde ein Papier, das von Papst Franziskus und der höchsten AutoritĂ€t des sunnitischen Islams, Scheich Ahmad al-Tayyeb, unterzeichnet wurde. Laut Franziskus wurde das Papier „mit viel Nachdenken und Gebet“ vorbereitet, und wie man im Text dann nachlesen kann, auch auf etlichen Vorbereitungstreffen. Fazit des Papieres: Alle Menschen, die an Gott glauben, sollten friedlich und „menschlich brĂŒderlich“ miteinander zusammenleben und fĂŒr eine bessere Welt eintreten. Abgesehen davon, dass der Begriff „Gott“ nur als „Schöpfer“ definiert ist, enthĂ€lt der Text eine Passage, die so lautet: „Der Pluralismus und die Vielfalt der Religionen, der Hautfarbe, des Geschlechts, der Rasse und der Sprache werden von Gott in Seiner Weisheit gewollt, durch die Er die Menschen geschaffen hat. Diese göttliche Weisheit ist die Quelle, aus der sich das Recht auf Glaubensfreiheit und die Freiheit, anders zu sein, ableiten.“ Was wird hier zum Ausdruck gebracht? Aus christlicher Sicht: Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Vater Jesu, akzeptiere alle Religionen, habe sie gar so, wie sie sind, gewollt. Und gerade durch diese Vielfalt habe der Mensch das Recht, glauben zu dĂŒrfen, was er will. Was ja bedeutet: Gott selbst habe gezielt diese Freiheit konstruiert, damit der Mensch selbstbestimmt glauben dĂŒrfe.
   Diesen katholisch-islamischen Text haben am 4. Februar 2019 „Seine Heiligkeit Papst Franziskus“ und der „Grand Imam von Al-Azhar (einer UniversitĂ€t) Ahmad al -Tayyeb“ unterzeichnet. Nun soll dieses gemeinsame Papier, das auf einer Internetseite des Vatikans veröffentlicht wurde, auf allen politischen wie religiösen Weltebenen verbreitet werden und in „Richtlinien von Entscheidungen“ sowie „Gesetzestexte“ einfließen.
   Alles, und zwar alles, was in dem katholisch-islamischen Papier zu lesen ist, stellt eine Grundlage fĂŒr den Weg in eine Welteinheitsreligion dar. Der Glaube an etwas Göttliches wĂŒrde eine Art Klammer bilden, innerhalb derer jeder glauben darf, was er will. Der Glaube an einen einzigen Gott und das missionarische Werben fĂŒr ihn laufen dabei praktisch ins Leere.
   Wie TOPIC erfuhr, waren in Abu Dhabi nicht nur Vertreter von Katholiken und Muslimen zugegen, sondern auch andere ReligionsfĂŒhrer. FĂŒr die Weltweite Ev. Allianz (WEA) war deren stellvertretender GeneralsekretĂ€r Thomas Schirrmacher da, der in der WEA fĂŒr den interreligiösen Dialog zustĂ€ndig ist. Wie er TOPIC gegenĂŒber erklĂ€rte, sei auch etwas fĂŒr die Evangelikalen ausgehandelt worden. Was genau, ist noch nicht bekannt.

        
TOPIC  Nr. 03/2019



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Homo-„Heilung“: Gender-Ideologie widerspricht Spahns Gesetzes-Initiative

   Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will noch in diesem Jahr ein Gesetz durchbringen, das Homo-„Heilungen“, sogenannte Konversionstherapien, unter Strafe stellen soll. Worum geht es bei der angesprochenen Konversionstherapie? In der Therapie wird Schwulen und Lesben angeboten, sich sexuell umzuorientieren – wenn sie es wollen. Dazu dienen sowohl therapeutische als auch seelsorgerliche GesprĂ€che sowie Gebet. In einem Interview mit der linken Tageszeitung (taz) sagte Spahn: „Ich halte nichts von diesen Therapien, schon wegen meines eigenen Schwulseins. Ich sage immer, der liebe Gott wird sich was dabei gedacht haben.“ Sollte Spahn ein solches Gesetz gegen die vor allem in evangelikalen Kreisen angebotene Therapie durchbringen, dĂŒrfte er ein Problem bekommen. Laut der auch politisch geförderten Gender-Theorie ist die geschlechtliche Ausrichtung nicht angeboren, sondern das Resultat von Erziehung und sozialer Umwelt. Somit könne man nach Gender-Vorstellung seine geschlechtliche Ausrichtung jederzeit wieder verĂ€ndern.
   Spahn will nun eine Schnellstudie in Auftrag geben, die den Weg zu einem Gesetz absichern soll. Diese Studie wird ausgerechnet von der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld durchgefĂŒhrt, deren Hauptaufgabe es ist, einer gesellschaftlichen Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Transgender-Personen etc. entgegenzuwirken. Das Ergebnis wird wohl so ausfallen, wie der schwule Gesundheitsminister es fĂŒr sein Gesetz braucht.
   Allerdings wartet auf die Forscher und den Minister eine „Tretmine“. Wer die Gender-Theorie ernst nimmt, der dĂŒrfte keiner Lesbe und auch keinem Schwulen verwehren, sich sexuell umorientieren zu wollen. Dazu kommt, dass diese Studie eine Diskussion in Gang setzen könnte, ob HomosexualitĂ€t nun biologisch veranlagt ist oder durch andere Prozesse hervorgerufen wird – was fĂŒr die Gender-Theorie sprechen wĂŒrde. Diese Diskussion wĂ€re fĂŒr die Homo-Lobby fatal, sollte dabei herauskommen, dass die Öffentlichkeit anfĂ€ngt, darĂŒber zu diskutieren, ob HomosexualitĂ€t nun angeboren ist oder nicht.

        
TOPIC  Nr. 03/2019



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Ausgerechnet in der Schweiz: Christen könnte GefÀngnis drohen

   In der Schweiz tickt eine brisante Uhr herunter: Wenn bis Ende MĂ€rz 2019 nicht mindestens 50.000 Unterschriften fĂŒr ein Referendum zu einer Volksabstimmung ĂŒber einen Gesetzestext gesammelt werden können, dann ist wohl nicht mehr aufzuhalten, was politisch in Vorbereitung ist. Worum geht es?
   2013 hatte der junge sozialdemokratische Politiker und Nationalrat Matthias Reynard mit einer parlamentarischen Initiative eine GesetzesĂ€nderung angestoßen. Die Antirassismus-Strafnorm sollte erweitert werden um die Punkte „sexuelle Diskriminierung“ und „Diskriminierung wegen GeschlechtsidentitĂ€t“. Gut fĂŒnf Jahre spĂ€ter, am 14. Dezember 2018, stimmte der Schweizer Nationalrat dieser Ausweitung zu. Es wurde ein Strafrahmen von bis zu drei Jahren GefĂ€ngnis ins Auge gefasst, falls jemand eine Person wegen der „sexuellen Orientierung“ oder der GeschlechtsidentitĂ€t diskriminiert oder gar zum Hass aufstachelt. Diese GesetzesĂ€nderung wĂ€re schon letztes Jahr in Kraft getreten, wenn nicht das genannte Referendum gestartet worden wĂ€re.
   Die Initiatoren des Referendums befĂŒrchten, dass diejenigen, die Kritik an der HomosexualitĂ€t ĂŒben, in Zukunft hart bestraft werden könnten. Allein die Androhung der Strafen könne zur EinschrĂ€nkung der Meinungs- und Gewissensfreiheit fĂŒhren. Davon wĂ€ren im Wesentlichen Christen betroffen, die nicht nur die biblische Meinungsposition zu diesem Thema theoretisch vertreten, sondern sich im Alltag auch entsprechend verhalten – z. B. als BĂ€cker, der einem schwulen Paar keine Torte in Regenbogen-Farben zubereiten und verkaufen will. In den Fokus des Gesetzes treten auch Muslime, da sie sehr oft offen homophob sind.
   Sollte das Gesetz durchkommen, dann wird es sehr darauf ankommen, wie Richter „Diskriminierung“ aus religiösen GrĂŒnden auslegen. Homosexuellen-Vertreter bezeichnen allein die Wertung der ausgelebten HomosexualitĂ€t als „SĂŒnde“ schon als „polemisch“ und Hass erzeugend.
   Das Absurde ist nun, dass DiskriminierungsfĂ€lle von Christen bezĂŒglich einer sexuellen Orientierung nicht bekannt sind, wie Pfarrer Reinhard Möller in einem „Zwischenruf“ zum Referendum schreibt. „Weder in christlichen Kirchen/Gemeinden, noch in der Öffentlichkeit sind mir derartige Aufrufe in den letzten fĂŒnf Jahrzehnten begegnet.“ Möller, der in der Schweiz lebt, befĂŒrchtet, dass „ein weiterer Teil der jĂŒdisch-christlichen Ethik des Alten und des Neuen Testamentes (fĂŒr die Christenheit eine Einheit und eine ewige Wahrheit) offenbar in der Rumpelkammer der Weltgeschichte verschwinden soll“ – wenn das geplante Gesetz in Kraft tritt.
   Voraussichtlich werden die 50.000 Unterschriften fĂŒr eine Volksbefragung nicht zusammenkommen. Derzeit (Mitte Februar) wird nĂ€mlich in den Schweizer Medien – vermutlich auf Druck der Homo-Lobby – darĂŒber so gut wie gar nicht berichtet. Somit erfahren viele Schweizer nichts davon.

         TOPIC  Nr. 03/2019