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Sonnenuntergang1

 

Hier ein paar AuszĂŒge der Themen einiger Monatszeitschriften von 2019.  

Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
bedĂŒrfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages:
TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,



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z.B. 39. Jahrgang - Nr. 1 Januar 2019

Die Themen: Neues Buch demaskiert Johannes Hartl. - Entsetzen ĂŒber Forum Wiedenest. - Idea am Pranger. - Johannes Vogel auf US-Prophetie-Konferenz. - Sodom und Gomorra gefunden? - Islam und Christentum nĂ€hern sich an. - Maleachi-Kreis neu aufgestellt. - Ümit und die „Koran-Bibel“. - Russland und China testen HAARP-Technologie. - HintergrĂŒnde zur ErderwĂ€rmung. - Trump und der islamische Mahdi. - Hisbollah grĂ€bt Tunnel nach Israel. - Handys verĂ€ndern kindliche Gehirne. - Österreich: EntmĂŒndigung von Eltern. - AKK als ĂŒberzeugte Katholikin. - Die „Generation Z“.

Brandneues Buch demaskiert Hartl

   Er ist momentan der beliebteste Redner der deutschen Evangelikalen: der konservative Katholik Dr. Johannes Hartl. Ohne Zweifel, der Mann weiß sich zu vermarkten: topmodisch gestylt, perfekte BĂŒhnenshow, evangelikaler Wortschatz und konsequentes Vermeiden negativer Aussagen. Auf den großen BĂŒhnen der Evangelikalen war und ist er zu Hause. So trat er beim Willow-Creek-Leitungskongress in Hannover (2016) auf, sprach auf dem MĂ€nnertag des Forums Wiedenest (2016) und dem SPRING-Festival in Willingen (2018), das die Deutsche Ev. Allianz verantwortet. Selbst auf die Vorschlagsliste der Redner fĂŒr eine Tagung der Konferenz Bibeltreuer AusbildungsstĂ€tten (KBA) schaffte es Hartl.
   In seinem ganz aktuell erschienenen Buch „War die Reformation ein Irrtum? – Evangelikale und die katholische Kirche heute“ analysiert der Dozent der Bibelschule Brake und Vorsitzende des Bibelbundes, Michael Kotsch, die Faszination, die von Hartl ausgeht, und belegt, wie katholisch der Mann ist.
   Hartl arbeitet geschickt und fleißig an der katholischen Neuevangelisierung Europas. Dieses Fach unterrichtet der Augsburger ĂŒbrigens an der katholischen Phil.-Theol. Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz im Bezirk Baden bei Wien. Bekannt geworden ist Hartl jedoch durch das Gebetshaus in Augsburg und seine MEHR-Konferenzen. Zu der letzten reisten rund 11.000 Besucher an – davon etwa die HĂ€lfte Protestanten. Wie Hartl 2018 erklĂ€rte, will er jetzt einen Schritt weitergehen und Großveranstaltungen in Stadien realisieren sowie eine eigene Fernsehsendung auf die Beine stellen.
   Doch weshalb kann der studierte Germanist gerade so viele Evangelikale in seinen Bann ziehen? Laut Kotsch ĂŒbernimmt Hartl geschickt evangelikale Formen und Formulierungen; dazu prĂ€sentiert er ein Glaubenszeugnis, das viele Evangelikale ĂŒberzeugt.
   Er bekennt sich zur Treue in der Ehe, zur Ablehnung von HomosexualitĂ€t, Abtreibung, Rassismus und Bibelkritik. Wenn Hartl von der „Jesus-Ökumene“ spricht, so glauben viele Evangelikale, dass er damit meint, nur Jesus Christus sei „der (einzige) Weg, die Wahrheit und das Leben“. Eine Bekehrung zu Jesus Christus reiche, um in den Himmel zu kommen. Doch genau das glaubt Hartl nicht.
   Kotsch schreibt (und liefert in einem „Verzeichnis der Anmerkungen“ die Quellen dazu): „Nach Johannes Hartl ist die Auffassung evangelikaler Christen falsch und unbiblisch, dass das Christsein auf einer Bekehrung und der persönlichen Beziehung zu Jesus Christus beruht. Christsein ist fĂŒr Hartl ganz wesentlich die Eingliederung des Menschen in die (römisch-katholische) Kirche. Zur Kirche, wie Gott sie wolle, gehöre die AusĂŒbung der sieben Sakramente.“
   Auch die Grundlagen des evangelischen Glaubens – die vier Soli: allein die Schrift, allein durch Gnade, allein durch Glaube, allein Christus – lehnt der ĂŒberzeugte Katholik strikt ab. Er schreibt: „Die reformatorischen Soli sind in ihrem absoluten Anspruch abzulehnen 
 Wertet man die vier Soli der Reformation als dogmatische LehrsĂ€tze und unterstreicht ihren Absolutheitsanspruch, werden sie fĂŒr Katholiken schnell untragbar 
 Katholische Theologen erkennen in den Soli eine ĂŒberzogene EngfĂŒhrung. Es sind eben doch auch noch Werke, durch die der Mensch mit der Gnade Gottes kooperiert. Es ist eben auch die Tradition, die mir die Schrift erst vermittelt.“
   Solche Formulierungen beweisen, dass Hartl theologisch „schwarz“ ist bis auf die Knochen. FĂŒr Hartl ist die Bibel zwar die Grundlage des christlichen Glaubens, aber nur, wenn sie von Vertretern der katholischen Kirche richtig interpretiert wird. Deshalb schreibt er: „Die Offenbarung ist zwar mit ihm [Jesus] abgeschlossen, aber sie ist noch nicht voll entfaltet.“ RegelmĂ€ĂŸig zitiert Hartl deshalb Aussagen von Konzilien und PĂ€psten, die das Wort Gottes „entfalten“ sollen. Wie sehr katholisch Hartl ist, zeigt auch sein flammendes PlĂ€doyer fĂŒr die SĂŒndlosigkeit der irdischen Mutter Jesu. Auf Hartls Facebook-Seite war zu lesen, dass darĂŒber zwar nichts in der Bibel stĂŒnde, aber der Heilige Geist habe der katholischen Kirche gezeigt, dass es so sei.
   Nach EinschĂ€tzung von Kotsch fallen deshalb so viele Evangelikale auf die sĂŒĂŸen Worte Hartls herein, weil sie sich von theologischen Themen verabschiedet und einem gefĂŒhlsbetonten Glauben zugewandt haben. Hier hake Hartl geschickt ein und prĂ€sentiere u. a. eine Mixtur aus Charismatik und katholischer Mystik, die viele „ausgetrocknete Seelen“ begierig aufsaugten. Außerdem hĂ€tten laut Kotsch „große evangelikale Verlage wie SCM HĂ€nssler beschlossen, keine kritische Literatur ĂŒber die katholische Kirche mehr zu veröffentlichen.“ Ein solcher Umstand nĂŒtzt natĂŒrlich den Agenten der kath. Neuevangelisierung – zuvörderst Hartl.
   Kotsch schreibt dazu: „Wer auf kluge Art und Weise Evangelikale fĂŒr die katholische Kirche gewinnen will, wird das heute nicht konfrontativ machen, weil dieses Vorgehen in den vergangenen Jahren nur bescheidene Erfolge gehabt hatte. Folglich wird man, so wie Johannes Hartl es macht, die Gemeinsamkeiten betonen und dann immer wieder katholische Ideen einstreuen, ohne diese besonders zu kennzeichnen.“ Genau diese Vorgehensweise lobt z. B. der Salzburger kath. Bischof Andreas Laun an Hartl. Er vermittele auf „subtile“, also ausgeklĂŒgelte Art, „katholische Inhalte“. Laun bewertet die Reformation als eine schlimme Episode der Kirchengeschichte, so wie Hartl es auch tut.
   „War die Reformation ein Irrtum? - Evangelikale und die katholische Kirche heute“, Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg, Taschenbuch, 176 Seiten, 7,90 Euro; Bestell-Telefon 02771-83020., E-Mail: bestellung@ cb-buchshop.de

       TOPIC  Nr. 01/2019



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Hartl reingewaschen: Verwunderung und Entsetzen ĂŒber Forum Wiedenest

   Aufgrund der Berichterstattung in unserer Oktober-Ausgabe scheint das Forum Wiedenest, ein Werk, das mit Baptisten und BrĂŒdergemeinden zusammenarbeitet, unter Druck geraten zu sein. Wir hatten darĂŒber berichtet, dass zu den MĂ€nnertagen 2016 und 2018 umstrittene Redner eingeladen wurden – darunter der Katholik Dr. Johannes Hartl.
   Nun veröffentlichte das Forum Wiedenest ein Statement, warum man den eingefleischten Katholiken sprechen ließ. Überzeugt hat die Wiedenester z. B. ein Video im Internet, in dem Hartl erklĂ€rt, er sei allein durch den Glauben an Jesus gerettet. Weitere Kriterien, die dazu beitrugen, Hartl einzuladen, beschreiben die Wiedenester so: „1. Gottes Wort, die Bibel, muss fĂŒr ihn (den Redner) letzte AutoritĂ€t sein. 2. Jesus Christus, wie ihn die Bibel bezeugt, muss fĂŒr ihn die Mitte von allem sein, auch von seinem persönlichen Leben. 3. Der Heilige Geist muss sein Herz fĂŒr Gott und Menschen, fĂŒr Mission und Liebe schlagen lassen.“
   Abschließend heißt es dann im Statement: „Wenn wir diese drei Merkmale entdecken, dann können wir mit Meinungsverschiedenheiten in anderen Bereichen leben, solange nicht aktiv fĂŒr irgendwelche Sonderlehren geworben wird.“ Laut „Wiedenest“ habe Hartl beim MĂ€nnertag 2016 nicht fĂŒr die kath. Kirche geworben.
   Ev. Theologen, denen TOPIC im Rahmen einer Umfrage das Statement zur Beurteilung vorlegte, waren verwundert bis entsetzt ĂŒber die theologische BlauĂ€ugigkeit Wiedenester Verantwortlicher. So schrieb jemand: „WĂ€re Hartl wirklich bibeltreu, so wĂŒrde man das an seinen FrĂŒchten erkennen.“ Wie diese FrĂŒchte aussehen können – eigentlich mĂŒssen –, schilderte eine kath. Leserin von TOPIC dem Herausgeber Ulrich Skambraks. Sie sei in einem kath. Dorf in Bayern zu einem klaren Glauben an Jesus Christus durchgedrungen. Danach habe ihr Gott ganz deutlich gemacht: „Du musst diese Babylon-Kirche verlassen!“ Das erkannten auch viele kath. Priester. Johannes Ramel beispielsweise war ĂŒber 20 Jahre kath. Pfarrer in Österreich, bis ihn das wahre Licht des Evangeliums durchdrang. Folge: Er verließ seine Kirche und warnt heute vor ihr.
   Die katholische Kirche prĂ€sentiert keine Sonderlehren, sondern ein System von Irrlehren. Darauf baut der gesamte katholische Glaube auf – und Hartl bekennt sich klar dazu und wirbt sogar dafĂŒr. Hartl glaubt auch nicht an einen „Jesus Christus, der in der Bibel bezeugt ist“. Sehr ausfĂŒhrlich schildert er in einer seiner Publikationen, dass er an einen eucharistischen Christus glaubt. Gleichzeitig warnt er davor, diesen katholischen Christus nicht zu ehren. Ein ev. Theologe aus der Umfrage dazu: „Der katholische Jesus muss bei der Wandlung der Eucharistiefeier vom Thron Gottes in die Hostie. Der biblische Jesus hat ein einziges Opfer gebracht, sitzt nun fĂŒr immer zur Rechten Gottes. Hartl hat schlicht und einfach einen anderen Jesus.“
   Es war letztlich dieser andere Jesus mit seinem Instrumentarium von Dogmen und Irrlehren, der die
Schergen der kath. Kirche anstachelte, protestantische Christus-GlĂ€ubige der Vergangenheit abzuschlachten. Was wĂŒrden diese MĂ€rtyrer heute zum Papier aus Wiedenest sagen? Hartl ist ein glĂŒhender Verfechter derselben antibiblischen Lehren, die damals die MĂ€rtyrer auf die Scheiterhaufen brachten.

         TOPIC  Nr. 01/2019



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Taut das Eis zwischen islamischer und christlicher Welt? 

   Es war die erste Seligsprechung der kath. Kirche in einem fast komplett islamischen Land. Anfang Dezember 2018 sprach Kardinal Angelo Becciu 19 katholische MĂ€rtyrer in Algerien selig. Dies bedeutet nach katholischer Lehre, dass sie nun verehrt werden dĂŒrfen. Das Besondere an dieser Seligsprechung war die Tatsache, dass ein Teil der Feierlichkeiten in der neuen Moschee in Algeriens KĂŒstenstadt Oran stattfand. Die eigentliche Zeremonie der Seligsprechung wurde dann im „Heiligtum Unserer lieben Frau“ durchgefĂŒhrt, woran auch etliche prominente Muslime teilnahmen.
   Dieser Vorgang in Algerien kommt schon einer kleinen interreligiösen Sensation gleich. Doch weitere könnten in KĂŒrze folgen. Anfang Februar wird Papst Franziskus auf Einladung von Kronprinz Muhammad bin Zayid Al Nahyan und der katholischen Ostkirche Abu Dhabi besuchen. Staatsreligion in Abu Dhabi ist der Islam mit grĂ¶ĂŸtenteils sunnitischer PrĂ€gung. Franziskus wird in dem Land der Vereinigten Arabischen Emirate an einem interreligiösen Friedenstreffen teilnehmen. Eine weitere Sensation deutet sich im sunnitischen Saudi-Arabien an. In diesem streng muslimischen Land, das fĂŒr christliche OberhĂ€upter bisher völlig verschlossen war, wird in KĂŒrze Tawadros II., der Papst der von Muslimen bedrĂ€ngten Kopten in Ägypten, erwartet. Eingeladen hat ihn das Königshaus von Saudi-Arabien.
   Auch das geistliche Zentrum des sunnitischen Islams, die Al Azhar-UniversitĂ€t in Kairo, hat wieder den Dialog mit dem Vatikan aufgenommen. Er wurde in Kairo „auf Eis gelegt“, nachdem Papst Benedikt XVI. nach AnschlĂ€gen auf koptische Christen einen besseren Schutz der Christen in Ägypten gefordert hatte.

           TOPIC  Nr. 01/2019



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Russland und China testeten HAARPTechnik: Was steht der Welt bevor? 

   Was Mitte letzten Jahres geschah, ist mehr als ungewöhnlich. Das behauptet jedenfalls Prof. Guo Lixin, Dekan der „FakultĂ€t fĂŒr Physik und Optoelektronik“ der UniversitĂ€t fĂŒr Elektrotechnik und Elektronikim zentral-chinesischen Xi‘. Ungewöhnlich sei, wer sich da zusammengetan habe. Russland und China fĂŒhrten nĂ€mlich gemeinsam Experimente in der IonosphĂ€re durch. Mindestens fĂŒnf Experimente erfolgten im Juni 2018. DarĂŒber berichteten im Dezember 2018 ĂŒbereinstimmend das US-Nachrichtenmagazin Newsweekund die Zeitung South China Morning Post, Hongkongs grĂ¶ĂŸte englischsprachige Tageszeitung. Wissenschaftlich wurden dann die Ergebnisse der Experimente im chinesischen Fachmagazin Earth und Planetary Physics dargestellt. Laut Newsweek wurden die Experimente ĂŒber Europa durchgefĂŒhrt und sollen einen militĂ€rischen Hintergrund gehabt haben.
   TOPIC berichtete erstmals im Mai 1999 ĂŒber ein Projekt namens HAARP in Alaska. HAARP ist die AbkĂŒrzung fĂŒr „Aktives Hochfrequenz-Projekt zur Erforschung der Aurora-Nordlichter in Alaska“. Worum geht es bei HAARP? Könnte man das Sperrgebiet in Alaska besichtigen, so gĂ€be es dort nicht viel zu sehen: einen Antennenwald von 360 Antennen und ein paar GebĂ€ude. Mit dieser Antennenanlage versuchen Wissenschaftler, Radiowellen zu erzeugen, die stark gebĂŒndelt zur  IonosphĂ€re geschickt werden. Die IonosphĂ€re ist die AtmosphĂ€renschicht, die in 60 bis 1000 Kilometern Höhe die Erdkugel einhĂŒllt. Es ist eine dĂŒnne Luftschicht, deren Luftteilchen elektrisch aufgeladen sind.
   Diese IonosphĂ€re schĂŒtzt die Erde vor dem tödlichen Strahlungsspektrum der Sonne. Der unsichtbare Schutzschild hat aber noch andere wichtige Aspekte. Er reflektiert beispielsweise Funksignale und lenkt diese von Sendern zu EmpfĂ€ngern. Wird die IonosphĂ€re nun kĂŒnstlich verĂ€ndert, zum Beispiel durch eine enorm hohe abgestrahlte Hochfrequenz-Energiemenge aus den HAARP-Antennen, dann passiert Folgendes: Was als Hochfrequenz „aufgestiegen“ ist, „landet“ ĂŒber einen VerĂ€nderungsprozess in der IonosphĂ€re auf dem Globus als extreme Niedrigfrequenz in einem Bereich von 0,001 Hz bis 40 kHz. Diese Niedrigfrequenz-Wellen, auch als ELF-Wellen bezeichnet, dringen unerbittlich in alles ein: in lebende Zellen, in Wasser, in die Erde usw. Und genau an dieser Stelle schlĂ€gt das Herz mancher Wissenschaftler, Politiker und MilitĂ€rs höher. Mit den Niedrigfrequenz-Wellen ist man nun in der Lage, u. a. die Erde zu „durchleuchten“. Ob Bunker, Tunnel, unterirdische Nuklearanlagen oder jegliche Form von BodenschĂ€tzen – HAARP könnte sie aufspĂŒren. Aber HAARP soll noch viel mehr können. FĂŒr MilitĂ€rs interessant ist die Möglichkeit, eine hocheffektive Abschirmung von herannahenden Raketen oder anderen ballistischen Flugkörpern aufzubauen. Auch Verbindungen zu Satelliten ließen sich damit stören.
   Das HAARP-Projekt war bis 2014 ein militĂ€risches Geheimprojekt der Amerikaner und wurde dann 2015 zu weiteren Forschungszwecken der University of Alaska ĂŒbergeben. Doch eine solche HAARP-Anlage gibt es nicht nur in Alaska. Die Russen haben die HAARPTechnologie, die EuropĂ€er auch, die Australier ebenfalls und China ist gerade dabei, eine stĂ€rkere Anlage als die in Alaska aufzubauen. Tatsache ist: verschiedene Nationen experimentieren mit der IonosphĂ€re. Und dort gibt es noch einen Aspekt, der auch berĂŒcksichtigt werden muss.
   Am 11. August 1987 erhielt der Physiker Dr. Bernhard J. Eastlund in den USA das Patent Nr. 4.686.605. Am 6. September 1987 berichtete das National Public Radio, ein Netzwerk von freien Radiosendern in den USA: „Dr. Eastlund erklĂ€rte, dass seine neue Erfindung dazu benutzt werden kann, das Wetter durch die Umleitung von in sehr großen Höhen wehenden Winden zu verĂ€ndern 
 Die Erfindung benutzt eine erdbasierende Energiequelle, um elektromagnetische Radiowellen zu erzeugen und diese hoch oben in der AtmosphĂ€re zu konzentrieren. Dr. Eastlund sagte, dass die Erfindung den Jetstream steuern könne 
“
   Der Jetstream setzt sich aus Starkwind-BĂ€ndern in einer Höhe von 15 bis 30 Kilometern ĂŒber der Erde zusammen. Diese Starkwind-BĂ€nder transportieren eine Unmenge an Wasser rund um den Erdball. Laut dem Patent-Text 4.686.605 kann die Erfindung von Dr. Eastlund große Regionen der oberen AtmosphĂ€re in eine unerwartet große Höhe anheben. Dadurch sei eine Wetter-Beeinflussung möglich. Fakt ist: Die Forschungsergebnisse Eastlunds machten HAARP erst möglich – und sie können das Wetter verĂ€ndern.
   Laut der US-Wetter- und Ozeanbehörde NOAAwurden im Juli 2018 rund um den Globus 118 Hitzerekorde erreicht und gebrochen. Laut Klimaforschern sei dafĂŒr fast ganz alleine der Jetstream verantwortlich. Er habe sich auf ungewöhnliche Weise verĂ€ndert, sodass Hoch- und Tiefdruckgebiete fĂŒr abnormal lange Zeit an einer Stelle verharren, weil der Jetstream sie nicht weiterbefördere. Klimaforscher machen fĂŒr diesen Umstand die aufgeheizte ErdatmosphĂ€re verantwortlich. Doch so ganz genau wissen sie es auch nicht, und ihre Prognosen werden durch Entwicklungen ĂŒber den Haufen geworfen (s. nĂ€chster Artikel).
   Das Zusammentreffen der IonosphĂ€ren-Experimente der Russen und Chinesen mit dem spektakulĂ€r langen und heißen Sommer gibt Anlass, ĂŒber andere ZusammenhĂ€nge nachzudenken als denen aus den Verlautbarungen der Klimaforscher.
   Gleichwohl werden die IonosphĂ€ren-Experimente nicht den Hauptgrund gehabt haben, das Wetter extrem zu verĂ€ndern. Es ist eher daran zu denken, dass die beiden SupermĂ€chte mit einem großen Krieg rechnen, bei dem es entscheidend sein könnte, den Gegner auch mittels der IonosphĂ€re anzugreifen bzw. abzuwehren.
   Zwei Szenarien sind denkbar: Zum einen ein großer Nahost-Krieg, in dem es um den Iran geht (s. Artikel auf dieser Seite). Russland und China sind Freunde des Iran und werden einen US-Angriff aus dem Westen, vor allem von US-StĂŒtzpunkten in Europa, abblocken wollen. Allerdings geht es auch noch eine Nummer grĂ¶ĂŸer.
   In seiner 1. Titelgeschichte in diesem Jahr schildert Der Spiegel ausfĂŒhrlich, dass ein kriegerischer Konflikt zwischen den USA und China drohe. Chinas Staatschef Xi wies beispielsweise im letzten Jahr das SĂŒdkommando seiner StreitkrĂ€fte an, sich darauf vorzubereiten, „einen Krieg zu fĂŒhren.“ In einer Rede Anfang Oktober 2018 verurteilte US-VizeprĂ€sident Mike Pence China so scharf, dass man die Wortwahl nur als AnkĂŒndigung eines Kalten Krieges deuten kann. Die Chinesen sehen sich tatsĂ€chlich massiv bedroht. In der chinesischen Staatspresse hieß es, die Trump-Regierung wĂŒrde Peking „ein Messer an den Hals halten“.

           TOPIC  Nr. 01/2019



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Bereitet Donald Trump dem islamischen Mahdi den Weg? 

   Schock fĂŒr Israel vor Weihnachten 2018: Völlig ĂŒberraschend kĂŒndigt US-PrĂ€sident Donald Trump an, alle US-Truppen aus Syrien abzuziehen. Es sind zwar nur 2.000 US-Soldaten in Syrien stationiert, doch sie sind von strategischer Bedeutung fĂŒr Israel. Sie sicherten nĂ€mlich die GrenzĂŒbergĂ€nge von Syrien zum Irak und verhinderten dadurch, dass der Iran die Kontrolle ĂŒber dieses Gebiet gewinnen konnte. Sind die Amerikaner abgezogen, könnte der Iran einen durchgehenden Landkorridor von Teheran bis zum Mittelmeer einrichten und kontrollieren. Genau das wollte Israels Premier Netanjahu um jeden Preis verhindern. Deshalb, so hieß es in israelischen Medien, sei Netanjahu „enorm enttĂ€uscht“ ob der Entscheidung Trumps.
   Sind die Amerikaner weg, so wird die Gefahr eines Krieges an der Nordgrenze zu Israel enorm zunehmen. War aufgrund des Syrienkrieges und durch Operationen Israels die Front iranischer Boden-Boden-Raketen fast völlig dahingeschmolzen, so wird der Iran jetzt seine militĂ€rische PrĂ€senz in Syrien, auch mit neuen Raketen, problemlos ausbauen können.
   Die Entscheidung Trumps, seine Soldaten aus Syrien abzuziehen, wurde mit großer Freude im Iran aufgenommen. Dabei hat möglicherweise auch eine religiöse Vorstellung im Schiitentum eine Rolle gespielt. Schiitische Muslime glauben an eine Mahdi-Prophezeiung. Sie besagt, dass der letzte direkte Nachkomme Mohammeds der Mahdi sei, der als Weltenretter alle Ungerechtigkeit auf diesem Globus beseitigen werde.
   Nun gibt es eine von mehreren Überlieferungs-Versionen ĂŒber den Auftritt dieses Mahdis, die direkt mit Syrien zu tun hat. Sie besagt: Kurz vor Erscheinen des letzten Mahdis wird es in Syrien einen schrecklichen BĂŒrgerkrieg geben. Eine andere Überlieferungs-Version spricht davon, dass sich KĂ€mpfer mit gelben Fahnen aus dem Westen kommend an diesem Syrien-Krieg beteiligen werden. Und exakt das ist geschehen. Hisbollah-KĂ€mpfer operieren schon seit Jahren auf syrischem Boden. Sie kommen aus dem Libanon, westlich von Syrien, und ihre Fahne ist gelb. Auch das passt aktuell in die Mahdi-Prophezeiungen.
   Mahdi hin, Mahdi her: Trumps Entscheidung, die US-Soldaten aus Syrien abzuziehen, erhöht enorm das Risiko eines großen Nahost-Krieges, der auch das Potential hat, zu einen Weltenbrand zu werden. Warum? FĂŒr WeltmĂ€chte wie Russland und China sind besonders Syrien und der Iran von geostrategischer Bedeutung. Sollte der Iran Israel von Norden aus angreifen, wĂŒrde Israel natĂŒrlich zurĂŒckschlagen – möglicherweise nuklear. Welche Entwicklung ein solches Szenario auslösen könnte, kann niemand vorhersehen. Aber: Der Iran hat jetzt alle Optionen, um einen Weltenbrand auszulösen, um damit dem Auftritt seines Mahdis nachzuhelfen.
  Mit Material aus „Nachrichten fĂŒr Israel“ Nr. 3/18

         TOPIC  Nr. 01/2019



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z.B. 39. Jahrgang - Nr. 2 Februar 2019

Die Themen: Schlimme Christenverfolgung. - „Nashville-ErklĂ€rung“ aktiviert Staatsanwalt. - CSU-Söder fĂŒr neues Familienleitbild. - Schauspieler dankt Satan fĂŒr Filmpreis. - Bulgarien bessert Religionsgesetz nach. - „Nones“ treiben Entkirchlichung voran. - Joyce Meyer ĂŒbt Selbstkritik. - Kardinal Marx und das Christliche Abendland. - Aufstand der Technologie-Verlierer. - Nutella und die Madonna von Lourdes. - Terrorakt 9/11 jetzt vor Gericht. - GesinnungsschnĂŒffelei in den Kitas. - USA: auch Gen-Forschungen zu Babys. - PalĂ€stinenser im politischen Abseits. - Gigantisches „China-HAARP“ am Start. - Eine andere Sicht auf den BREXIT



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Christenverfolgung alarmierend: Doch ist das nicht normal? 

   In vielen LĂ€ndern ist die Lage verfolgter Christen und anderer Minderheiten alarmierend.  Zunehmend bedrohen totalitĂ€re Herrschaftssysteme, religiöser Nationalismus und ein sich ausbreitender Islamismus die Religionsfreiheit. Die wachsende Verbreitung digitaler GerĂ€te macht es Regierungen leicht, Menschen durch elektronische Chips oder Gesichtserkennung und Ă€hnliche Software aufzuspĂŒren, zu kategorisieren und zu ĂŒberwachen. So installiere beispielsweise China in Kirchen Kameras, die nicht nur den Pastor filmten, sondern auch Gottesdienstbesucher.
   Zu diesem Ergebnis kommt das christliche Hilfswerk Open Doors in seinem aktuellen Weltverfolgungsindex (WVI). Im Berichtszeitraum (1. November 2017 bis 31. Oktober 2018) seien 4.136 Christen aufgrund ihres Glaubens getötet worden, im Jahr zuvor waren es noch 2.782. Weltweit sind laut Open Doors mehr als 200 Millionen Christen in den 50 im Index aufgefĂŒhrten LĂ€ndern einem hohen Maß an Verfolgung ausgesetzt. In diesen Staaten wohnen etwa fĂŒnf Milliarden Menschen, darunter 700 Millionen Christen.
   An erster Stelle steht zum 16. Mal in Folge das kommunistisch regierte Nordkorea. Auf den folgenden PlĂ€tzen des Index hat sich gegenĂŒber dem Vorjahr nur wenig verĂ€ndert: 2. Afghanistan (2018: Platz 2), 3. Somalia (3), 4. Libyen (7), 5. Pakistan (5), 6. Sudan (4), 7. Eritrea (6), 8. Jemen (9), 9. Iran (10) und 10. Indien (11). Indien steht erstmals unter den ersten zehn LĂ€ndern des Weltverfolgungsindex – 2014 stand es noch auf Platz 28. Die AggressivitĂ€t hinduistischer Organisationen habe in dem Land weiter zugenommen. Sie trĂ€ten mit dem Anspruch auf, Indien gehöre dem Hinduismus, und forderten, andere Religionen sollten in dem Land ausgelöscht werden.
   In China seien im Berichtszeitraum 1.131 Christen, und damit mehr als in jedem anderen Land, inhaftiert worden. Im Jahr zuvor seien es noch 134 gewesen. Staatschef Xi Jinping versuche, die stetig wachsenden christlichen Gemeinschaften zur absoluten LoyalitĂ€t zum Staat und zu der kommunistischen Partei zu zwingen. So mĂŒssten Pastoren die Nationalhymne vor dem Gottesdienst singen und die chinesische Flagge in der Kirche oberhalb des Kreuzes aufhĂ€ngen, so Open Doors.
   Nach TOPICvorliegenden Informationen scheint es jedoch so zu sein, dass Christen nicht in jeder Provinz Chinas extrem bedrĂ€ngt werden. Nach Auskunft von Wolfgang BĂŒhne, der regelmĂ€ĂŸig christliche Gemeinden in China besucht (s. TOPIC 12/2018), gehe der chinesische Staat vor allem gegen die Christen vor, die sich in irgendeiner Weise politisch betĂ€tigten. Wenn dies Engagement unterbleibe, wĂŒrden Christen oft in Ruhe gelassen.
   In keinem anderen Land der Erde starben im letzten Jahr so viele Christen wegen ihres Glaubens wie in Nigeria. Laut Open Doors wurden 3.731 GlĂ€ubige und damit mehr Christen um ihres Glaubens willen ermordet als in allen anderen LĂ€ndern zusammen. Auch bei Angriffen auf Kirchen (569) stehe das westafrikanische Land an erster Stelle. Experten, etwa die Nichtregierungsorganisation International Crisis Group, gingen davon aus, dass durch die Angriffe der (muslimischen) Fulani-Viehhirten auf zumeist christliche Siedler mehr Menschen getötet wurden als durch die islamische
Terrormiliz Boko Haram.
   Zum ersten Mal seit 2014 sind Marokko (Platz 35) und seit 2011 Russland (Platz 41) wieder auf dem Weltverfolgungsindex. In Russland gehe die Verfolgung hauptsĂ€chlich auf Muslime zurĂŒck. Im Kaukasus etwa kĂ€mpften islamische Milizen gegen das russische MilitĂ€r, um ein „muslimisches Emirat“ zu errichten. Im Nordkaukasus können Christen kein öffentliches Amt ĂŒbernehmen. Sechs russisch-orthodoxe Christen seien bei AnschlĂ€gen militanter Islamisten auf Kirchen in Dagestan und Tschetschenien getötet worden. Ferner begĂŒnstige die Regierung weiterhin die Russisch-Orthodoxe Kirche zulasten anderer christlicher Gruppen. In russischen Fernsehsendern und in den Printmedien gebe es eine andauernde Kampagne gegen Sekten und Evangelikale, die zusammen mit Satanisten und Scientologen kritisiert wĂŒrden.
   In Ägypten (Platz 16) hingegen sei die Entwicklung teilweise positiv: Ein Gesetz aus dem Jahr 2016 habe erstmals die Registrierung bis dahin illegaler KirchengebĂ€ude ermöglicht. Seitdem wurden 3.700 entsprechende AntrĂ€ge eingereicht und bis Oktober 2018 davon 340 (9 Prozent) genehmigt. Allerdings drohe der Islamische Staat im Sinai den Christen weiterhin mit ihrer Auslöschung. Andere islamistische Gruppen bombardierten Kirchen und ermordeten christliche Pilger.
   Mit ungewöhnlicher Aufmerksamkeit reagierten weltliche Medien auf die Veröffentlichung des neuen Weltverfolgungsindex von Open Doors. So titelte beispielsweise die Bild-Zeitung: „Weltweit werden immer mehr Christen ermordet“. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) ĂŒberschrieb einen Artikel: „Christenverfolgung nimmt weltweit zu“.
   Die Situation von verfolgten Christen mag erschĂŒttern, mag empören, sogar wĂŒtend machen. Doch sind die Verfolgungsleiden anno 2019 nicht völlig normal? Hat Jesus nicht selber genau die im 21. Kapitel des Lukas-Evangeliums fĂŒr seine Nachfolger vorausgesagt?
   Manfred MĂŒller ist Missionsleiter der ĂŒberkonfessionellen Hilfsorganisation Hilfsaktion MĂ€rtyrerkirche
(HMK) in Uhldingen-MĂŒhlhofen. In einem Beitrag fĂŒr „Stimme der MĂ€rtyrer SPEZIAL“ ist MĂŒller im Namen seines Vorstandes einmal der Frage nachgegangen: „Haben wir dieses Wissen um das von Jesus selbst angekĂŒndigte Verfolgungsleiden der Gemeinde noch?“
   Verfolgung sei doch schon immer der Begleiter der Weltmission gewesen: „WĂŒrden die Christen in den LĂ€ndern der MĂ€rtyrer den jeweiligen Mehrheitsbevölkerungen nicht von Jesus erzĂ€hlen, gebe es fĂŒr sie viel weniger Probleme. Aber sie können es ja nicht lassen, von dem zu reden, den sie als Herrn und Heiland kennengelernt haben.“ MĂŒller weiter: „Nicht die Christenverfolgung ist die grĂ¶ĂŸte Not, sondern die Verlorenheit der Menschen, die sich nicht an Jesus Christus orientieren.“ FĂŒr Jesus sei nicht die Verfolgung seiner Nachfolger die grĂ¶ĂŸte Gefahr gewesen, sondern deren Lauheit und die VerfĂŒhrung. Deshalb verweist der Missionsleiter der HMK auf einen „Weckruf der verfolgten  Gemeinde“, der hierzulande wenig bekannt sein dĂŒrfte, gleichwohl ĂŒberrascht, vielleicht schockiert:    â€žAber wussten Sie, dass verfolgte Christen fĂŒr uns beten? Weil aus ihrer Sicht die Not der VerfĂŒhrung und der faulen Kompromisse in der Gemeinde und die Gottlosigkeit in unserem Land viel schlimmer sind? Wussten Sie, dass verfolgte Christen dafĂŒr beten, dass es auch in Deutschland zu Verfolgung kommen möge, damit wir endlich wach werden und erkennen, was wirklich wichtig ist: Jesus allein. Weil nur er im Leben und Sterben tragen kann. Seine Zeugen sollen wir sein
– egal, was es kostet.“

         TOPIC  Nr. 02/2019



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Joyce Meyer ĂŒbt Selbstkritik, aber 
 

   Selbstkritik hat die weltweit bekannteste TV-Evangelistin, die US-Amerikanerin Joyce Meyer, in einem Video geĂŒbt. Ihre Vorstellung von Glaube und Wohlstand sei „aus der Balance“ geraten. Jedes Mal, wenn jemand ein Problem in seinem Leben hatte, habe sie gedacht, er hĂ€tte nicht genug geglaubt: „Wenn du krank warst, geschah das, weil du nicht genug Glauben hattest. Wenn dein Kind gestorben ist, geschah das, weil du nicht genug Glauben hattest. Nun, das ist nicht richtig“, so Meyer. Nirgendwo stehe in der Bibel, dass man als Christ nie Probleme habe. Egal, wie viel Glauben jemand habe, werde es zu Problemen im Leben kommen. Jesus Christus habe gelehrt, dass es in der Welt Drangsal gebe. Der Glaube sei eine Macht, aber kein Automatismus. Kritiker hatten Meyer in der Vergangenheit vorgeworfen, sie predige ein „Wohlstandsevangelium“.
   Nun bleibt abzuwarten, ob der Sinneswandel von Meyer sich auch in ihren neuen Publikationen und Predigten wiederfindet. Nicht nur das. Meyer ist (war?) eine Verfechterin der Wort-des-Glaubens-Bewegung. Wie sie sagte, hĂ€tten Bibel-Worte Macht. In ihrem Buch „Die geheimnisvolle Kraft - Gottes Wort auszusprechen“ stellt Meier eine „Methode“ vor, die sie so beschreibt: „In Römer 4,17 heißt es, dass Gott, der die Toten lebendig macht, das Nicht-Seiende ins Dasein ruft. Ich begann dasselbe zu tun. Ich rief die Dinge, die in meinem Leben noch nicht existierten, ins Dasein, indem ich Gottes Wort bekannte.“ Auf vielen Seiten ihres Buches stellt die geschiedene und wiederverheiratete Evangelistin Bibelverse vor, die man laut aussprechen solle, um beispielsweise die „Gunst Gottes“ zu erlangen. Bei dieser Methode bleibt die beklemmende Frage zurĂŒck: Wird hier Gottes Wort nicht wie ein Zauberbuch angewendet: Sprich ein Gotteswort aus und glaube, dann aktivierst Du – Du alleine – eine Schöpferkraft.
   Auch Meyers Jesus-Bild gibt Anlass zu fragen, ob die TV-Predigerin den biblischen Jesus je kennengelernt hat. Meyer machte Aussagen wie diese: „Ich will unbedingt Menschen helfen, das Leben zu genießen, denn dafĂŒr ist Jesus gestorben 
 Er starb auch, damit wir hier ein gutes Leben haben können 
 Ihr habt ein durch Blut bezahltes Recht, euch gut zu fĂŒhlen 
 Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass wir sĂŒndigen, wenn wir unser Leben nicht genießen.“ Damit man sein Leben ausgiebig genießen könne, habe man den Heiligen Geist als Helfer in allen Lebenslagen bekommen.
   Sollte die 75-jĂ€hrige Predigerin wirklich zu tieferen geistlichen Erkenntnissen, gar zu einer radikalen Umkehr in ihrem Glauben gekommen sein, dann mĂŒsste sie das zentrale und völlig unbiblische Motto ihrer TV-Sendungen „Das Leben genießen“ sofort absetzen. 

         TOPIC  Nr. 02/2019



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Nutella und die Madonna von Lourdes 

   Eltern, die kleinere Kinder haben, kennen die Produkte des SĂŒĂŸwarenkönigs nur zu gut: „Nutella“, „Milch-Schnitte“ oder „Kinder Überraschung“. Auch wer zu Einladungen oder Feierlichkeiten geht, hat die Erzeugnisse des Michele Ferrero oft dabei: „Raffaelo“, „Rocher“ oder „Mon ChĂ©ri“.
   AnlĂ€sslich des 50. Geburtstages von Nutella brachte das Handelsblatt (14.1.2019) einen Hintergrundbericht ĂŒber das italienische Unternehmen Ferrero, einen international tĂ€tigen SĂŒĂŸwarenhersteller. Das Unternehmen wurde 1946 von dem Konditor Pietro Ferrero in Alba (Italien) gegrĂŒndet. Sein Sohn Michele fĂŒhrte das Unternehmen dann an die Weltspitze der SĂŒĂŸwarenhersteller mit derzeit weltweit 25.000 Mitarbeitern.
   Michele Ferrero war ein strengglĂ€ubiger Katholik, der zu seinen Mitarbeitern einmal sagte: „Den Erfolg von Ferrero haben wir der Madonna von Lourdes zu verdanken. Ohne sie können wir kaum etwas ausrichten.“ RegelmĂ€ĂŸig pilgerte Ferrero mit seinen Top-Managern zum französische Ort Lourdes, in dem 1858 die „Gottesmutter“ in einem weißen Gewand erschienen sein soll. Zur Erinnerung an sie befindet sich in jedem der 20 Werke von Ferrero eine Madonnen-Statue. Als der italienische Hersteller 1982 die kugelförmige Nuss-Nougat-Waffel „Ferrero Rocher“ erfand, wurde sie nach dem Erscheinungsort der „Mutter Gottes“ an der Stelle „Rocher de Massabielle“ in Lourdes benannt. Doch wer ist eigentlich die Maria, die „Mutter Gottes“ der Katholiken?
   In ihrem Buch „Maria – Die unbekannten Seiten der ‚Mutter Gottes‘“ (nicht mehr lieferbar) untersuchte die gelernte Diplom-Bibliothekarin und Bibliotheksleiterin in öffentlichen Bibliotheken, Elvira Maria Slade, akribisch alle 900 bezeugten Marienerscheinungen. Die Aussagen der „Mutter Gottes“ verglich sie mit der Bibel, die auch von der Katholischen Kirche als authentisches Wort Gottes anerkannt wird. Bei ihren Untersuchungen entdeckte sie etwas, das bis dahin der Öffentlichkeit so nicht bekannt war: Seit den ersten Marienerscheinungen – wenige Jahre nach dem Leben Jesu – bis heute durchzieht alle Auftritte „Marias“ ein „logischer Aufbau vorausgeplanter Handlungen, bei denen Rollenspiel, KostĂŒm und Botschaft sorgfĂ€ltig aufeinander und auf das Publikum abgestimmt sind und das gleiche Ziel verfolgen ...“ Die Marien-Forscherin fand heraus, dass „Maria“ Schritt fĂŒr Schritt planvoll ihre Position als „FĂŒrsprecherin“, „Mittlerin“ „Miterlöserin“ bis hin zur „Retterin der Welt“ ausbaute.
   Auch die Inhalte der Mariendogmen stammen von ihr. Es sind praktisch Diktate des Marien-Phantoms aus dem Jenseits, die die PĂ€pste einfach zu kirchlichen GlaubenssĂ€tzen erhoben. Frau Slade schreibt: „Nach ÜberprĂŒfung der vorliegenden Marienerscheinungen muss demnach festgestellt werden: Da das Vorgehen der Erscheinungen planvoll verlĂ€uft, die ganze Welt umspannt und eindeutig eine Zielrichtung besitzt, handelt es sich bei den bibelfremden Botschaften um beabsichtigte IrrefĂŒhrungen durch antigöttliche Intelligenzen. Diese sind in der Heiligen Schrift als die ‚Gewalten, MĂ€chte und FĂŒrstentĂŒmer‘ der Hölle benannt, deren Ziel es ist – wenn möglich – auch die GlĂ€ubigen zu verfĂŒhren.“

           TOPIC  Nr. 02/2019



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Wie in der DDR: GesinnungsschnĂŒffelei und Umerziehung in Kitas 

   Sie schicken Ihre FĂŒnfjĂ€hrige in eine KindertagesstĂ€tte (Kita). Ihre Kleine sagt eines Morgens: „Mama, heute möchte ich mal das Kleidchen von Oma anziehen und ich will Zöpfe haben.“ Diesen Wunsch Ă€ußert Ihr Töchterchen nicht nur einmal, sondern öfters.
   Wenn Sie dem Wunsch Ihres Lieblings nachgeben, dann haben Sie unter UmstĂ€nden ein Problem – Sie werden verdĂ€chtigt. Wenn Sie dazu Ihr Kind vielleicht noch christlich erziehen – z. B. nach dem Leitsatz: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen!“ –, dann wird es fĂŒr Sie immer brenzliger, wenn das in der Kita rauskommt. Auch wenn Sie Ihre FĂŒnfjĂ€hrige mal dazu anhalten, einfache Hausarbeiten zu ĂŒbernehmen, dann könnten Sie in den Beobachtungsfokus der Kita geraten. Es droht Ihnen möglicherweise eine Vorladung vor die Kita-Leitung. Der Grund: Die Kita-Leitung nimmt – auch durch Befragen Ihres Kindes – an, dass Sie „rechtsradikal“, „völkisch“ oder „christlich-fundamentalistisch“ sein könnten und einen autoritĂ€ren „menschenfeindlichen“ Erziehungsstil zu Hause pflegen. Dasselbe gilt auch fĂŒr einen Jungen, der – weil vielleicht sein Vater Fußballer ist – gerne Fußball spielt und in einer Kindermannschaft trainiert und dadurch körperlich Ă€ußerst fit wirkt.
   Eltern, die heute ihre Kinder in Kitas schicken, mĂŒssen wissen: Dort hören die persönliche Freiheit Ihres Kindes und auch Ihre als Erziehungsberechtigte auf, wenn das umgesetzt wird, was die BroschĂŒre „Ene, mene, muh – und raus bist du!“ empfiehlt.
   Die 60-seitige BroschĂŒre wird vom Bundesfamilienministerium gefördert und ist mit einem Grußwort von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey (SPD) versehen. Ziel dieser BroschĂŒre ist die Umerziehung der SchwĂ€chsten der Gesellschaft nach den Denkmodellen der „PĂ€dagogik der Vielfalt“ und der „DemokratiepĂ€dagogik“. Gemeint damit ist, dass sĂ€mtliche Formen des Zusammenlebens, dazu die der sexuellen PrĂ€gung, voll akzeptiert werden mĂŒssen. Laut BroschĂŒre gebe es heute nicht mehr „die eine ‚Bilderbuchfamilie‘“, deshalb mĂŒssten Kinder schon sehr frĂŒh lernen, quasi mit der „Vielfalt“ – gemeint ist auch das Gender-Modell – gesellschaftlichen Zusammenlebens zurechtzukommen.
   Interessant ist nun, wen die BroschĂŒre als Feinde dieser Umerziehung im Kindergarten ausmacht: Rechtsradikale, AfD-AnhĂ€nger, sogenannte Völkische (gemeint sind ĂŒberzeugte „Bio-Deutsche“) und auch Religiös-Fundamentalistische. Nicht genannt werden Linksradikale, strenge Muslime oder andere Gruppen in der deutschen Gesellschaft.
   Welches Kind könnte nun aus einem „völkischen Elternhaus“ stammen? Dazu heißt es in der BroschĂŒre: Es können Kinder sein, die „gut spuren“. „Außerdem sind traditionelle Geschlechterrollen in den Erziehungsstilen erkennbar: Das MĂ€dchen trĂ€gt Kleider und Zöpfe, es wird zu Hause zu Haus- und Handarbeiten angeleitet, der Junge wird stark körperlich gefordert und gedrillt.“
   Richtig und wichtig ist, dass die BroschĂŒre darauf hinweist, dass Kita-Mitarbeiter aktiv werden mĂŒssen, wenn Verdachtsmomente in Bezug auf einen rechtsradikalen Hintergrund im Elternhaus entdeckt werden. Ein Junge aus einem solchen Elternhaus malt in der Kita z.B. Runen oder Hakenkreuze. Dann liegt Handlungsbedarf vor. Was ist in der Familie los? Sind die Eltern etwa ĂŒberzeugte Hitler-Verehrer? Kita-Verantwortliche mĂŒssten dann aber auch aktiv werden, wenn ein muslimischer Junge Gewaltsymbole, wie etwa eine explodierende Bombe, malt. Doch davon ist in der BroschĂŒre nirgendwo die Rede. Im Gegenteil: Die Autoren des Heftes möchten, dass auch im Rahmen der Kita der BefĂŒrchtung einer „Islamisierung des Abendlandes“ entgegengewirkt wird.
   Herausgeber der BroschĂŒre „Ene, mene, muh – und raus bist du!“ (kann im Internet angesehen und von dort ausgedruckt werden) ist die Amadeu-Antonio-Stiftung. Leiterin der Stiftung ist Anetta Kahane. Die 64-jĂ€hrige Journalistin ist die Tochter von Max Kahane, einem ĂŒberzeugten Kommunisten, der in der DDR krĂ€ftig Propaganda gegen den Westen machte. Tochter Anetta hat jahrelang als Spitzel fĂŒr die Staatssicherheit (Stasi) gearbeitet, behauptet aber heute, von dieser ihrer DDRVergangenheit gelĂ€utert zu sein.
   Offiziell engagiert sich die Amadeu-Antonio-Stiftung gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus und unterhĂ€lt eine Fachstelle fĂŒr Gender. Wer sich die AktivitĂ€ten der Stiftung und die Aussagen der Stiftungs-Vorsitzenden Kahane jedoch nĂ€her anschaue, so der Friedensforscher Rudolph Bauer, werde feststellen, dass die Kahane-AktivitĂ€ten auch versuchten, „demokratischen Widerstand zu vereiteln, Kritik zu entkrĂ€ften und lĂ€cherlich zu machen, die Diskussion und Förderung sozioökonomischer Alternativen zu verhindern“. FĂŒr Bauer gehört Kahane zu „Leuten, die an der Abschaffung der Demokratie mitwirken“.
   Schaut man sich die Publikationen der Amadeu-Antonio-Stiftung an, so kann man feststellen, dass sich die Stiftung auf allen Feldern (z. B. Gender-Ideologie) einmischt, die zu der viel beschworenen „freien und bunten Gesellschaft“ fĂŒhren sollen. Wer als Deutscher gerne wissen möchte, wie diese freie und bunte Gesellschaft am Ende aussehen soll, wer gar jetzt schon – aus welchen GrĂŒnden auch immer – mit „vielfaltsfeindlichen Einstellungen“ auffĂ€llt, gerĂ€t sofort ins Visier der neuen HexenjĂ€ger einer sogenannten vielfĂ€ltigen Gesellschaft. Er muss in Zukunft damit rechnen, dass es schnell ĂŒber ihn heißen könnte: „Ene, mene, muh – und raus bist du!“

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z.B. 39. Jahrgang - Nr. 3 MĂ€rz 2019

Die Themen: Der „ewige“ Antisemitismus. - FDP und AfD gegen Kirchensteuern. - USA: Missbrauchsskandal unter ganz Frommen. - Vorbereitungen fĂŒr eine Welteinheitsreligion? - Sterben klassische ev. Gemeinschaften aus? - „1000plus“ darf tausende Babys retten. - „Heukelbach“ veranstaltet Panorama-Tage. - Das Handeln der USA verstehen. - USA stufen EU diplomatisch einfach ab. - Pro Ehe: Gemeinde finanziert Hochzeiten. - „Homo“-Heilungen kontra Gender. - Schweiz: Christen kann GefĂ€ngnis drohen. - FlĂŒchtlingskrise ist nicht vorbei. - Israel: KĂ€ufer von Sex werden jetzt bestraft. - Modemarken und der Mord an Ungeborenen



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Antisemitismus: der Hass auf den Gott der Bibel

   „Der Antisemitismus breitet sich aus wie ein Gift“, sagte kĂŒrzlich Frankreichs Innenminister Christophe Castaner. Laut dem französischen Innenministerium hat sich die Zahl der antisemitischen Straftaten von 2017 auf 2018 um 74 Prozent erhöht – von 311 FĂ€llen auf 541. Auch in Deutschland wĂ€chst der Antisemitismus – besonders der gewalttĂ€tige. 2017 gab es 37 brutale Gewaltakte gegen Juden, 2018 waren es schon 62. Nach einer neuen Umfrage der EU-Agentur fĂŒr Grundrechte in zwölf EU-Staaten nehmen 36 Prozent der EU-BĂŒrger einen zunehmenden Antisemitismus wahr. Besonders im Internet werde Antisemitismus „lauter, unverhohlener und aggressiver“, sagte jĂŒngst die Antisemitismus-Beauftragte der Generalstaatsanwaltschaft in Berlin, Claudia Vanoni.
   Gerade unter Jugendlichen wird antisemitisches Denken zunehmen, da der Antisemitismus in der Rap-Szene eine neue Heimat gefunden hat. Der Rap ist ein schneller, rhythmischer Sprechgesang und entstammt der afro-amerikanischen Kultur. Wie der jĂŒdische Rapper Ben Salomo (41), geboren in Israel, aufgewachsen in Berlin, in einem Interview in der Bild-Zeitung sagte, habe er Anfang der 1990er Jahre in der Rap-Szene keinen Antisemitismus vorgefunden. Doch in den letzten 15 Jahren sei diese Musik-Szene von arabischen Clans unterwandert worden, und der Antisemitismus habe Einzug gehalten.
   Laut Salomo sei der Rapper Kollegah ein Vorbild fĂŒr viele junge Leute. Der deutsche Felix Blume, KĂŒnstlername „Kollegah“, ist mit 15 Jahren zum Islam ĂŒbergetreten. Immer wieder fĂ€llt er in seinen Texten durch gezielte TabubrĂŒche auf, wie Gewaltverherrlichung, Frauenverachtung, Sexismus, Homophobie, Antisemitismus und Diskriminierung von Minderheiten. Musiktitel von Kollegah wurden im Internet bisher an die 400 Millionen (!) Mal angehört (gestreamt). Derzeit gilt der Rapper als einer der meist gestreamten KĂŒnstler aller Zeiten in Deutschland. In einem Video zum Thema „Apokalypse“ setzte er das Judentum mit einem DĂ€mon gleich. Indirekt verhöhnt er in einem anderen Rap-Song ermordete Juden in Auschwitz.
   Juden, die als Kinder in Deutschland groß geworden sind, veröffentlichen derzeit BĂŒcher und Erfahrungsberichte im Internet, die zusammengefasst eine Aussage ergeben: Die Schonzeit fĂŒr Juden in Deutschland ist vorbei. So beschreibt der ehemalige Mediensprecher der israelischen Armee, Arye Sharuz Shalicar, in seinem Buch „Der neu-deutsche Antisemit“, wie schlimm seine Kindheit unter muslimischen Migranten in Berlin gewesen sei. Der jĂŒdischen Internet-Publizistin (Bloggerin) Juna Grossmann wurde so gedroht: „Wir werden dich finden. Dann wirst du’s merken und wirst dir Hitler zurĂŒckwĂŒnschen.“ Nach einem Bericht der Basler Zeitung (03.01.2019) kĂ€me der Judenhass aus allen Ecken der Welt.
   Antisemitismus. Was ist eigentlich Antisemitismus genau? Woher kommt er? Wann tauchte er zum ersten Mal auf? Der Begriff Antisemitismus wurde 1879 von dem deutschen Journalisten und Judenhasser Wilhelm Marr eingefĂŒhrt. Seitdem wird der Begriff weltweit rassistisch gegen das Volk der Juden verwendet. Doch die Judenfeindschaft ist Ă€lter als der Begriff „Antisemitismus“.
   Carsten Peter Thiede (verst.) und Urs Stingelin verorten den ersten Antisemitismus bzw. Judenhass in ihrem Buch „Die Wurzeln des Antisemitismus“ im zweiten vorchristlichen Jahrtausend. In die Zeit also, als ein Pharao in Ägypten versuchte, die mĂ€nnlichen Nachkommen des jĂŒdischen Volkes in seinem Land auszurotten – nachzulesen im 2. Buch Mose. Der erste wirkliche Antisemitismus werde laut den Autoren jedoch im alttestamentlichen Buch Esther beschrieben. Weil die Juden im persischen Reich des Königs Xerxes (486-465 v. Chr.) sich nicht allein an die Gesetze des Königs hielten, sondern auch den Gesetzen ihres Gottes folgten, sollten sie ausgerottet werden. Diese „religionsgesetzliche Andersartigkeit“ machte die Juden zu Feinden. Der pietistische Theologe Gerhard Maier schreibt in einem Kommentar zum Buch Esther: „So enthĂŒllt sich der sog. Antisemitismus letztlich als ein Hass gegen den Gott, der den Juden solche Gesetze gab.“ Das sei der eigentliche Knackpunkt beim Antisemitismus und Judenhass, erklĂ€rte auch der letzte im Siegerland noch lebende Jude aus der NS-Zeit, Hugo Herrmann (verst. 1993). In einem Film formulierte Herrmann das so: „Uns hat Gott die Zehn Gebote anvertraut: Das ist das Problem.“ Wie Ulrich Skambraks sagt, habe er durch die Begegnung mit Hugo Herrmann erstmals verstanden, worin sich der eigentliche Judenhass festmachen lĂ€sst: Es ist der Hass auf den Gott der Bibel! Skambraks war Ende der 1980er Jahre Teil einer Film-Crew, die ĂŒber den letzten im Siegerland noch lebenden Juden aus der NS-Zeit eine Video-Reportage drehte.
   Thiede und Stingelin gehen in ihrem Buch auch auf den Antisemitismus des frĂŒhen Christentums ein. FĂŒhrende Christen in den ersten Jahrhunderten leiteten ihren Judenhass aus Stellen des Neuen Testamentes ab, die auf den ersten Blick völlig eindeutig zu sein scheinen (z. B. Lukas 13, 34-35 oder Römer 11, 7-12). Die beiden Buchautoren arbeiten heraus, dass diese Texte von Juden fĂŒr Juden geschrieben wurden, harte Auseinandersetzungen beinhalten, aber niemals eine Judenfeindlichkeit, gar eine Verfolgung widerspiegeln: „Die Judenfeindschaft des Christentums war und blieb ein ‚Privileg‘ der Heidenchristen.“
   Den Startschuss dazu gab der Kirchenvater Justin, der um 165 nach Christus als MĂ€rtyrer hingerichtet wurde. Sein „Dialog mit dem Juden Tryphon“ brachte ihm den zweifelhaften Ruhm ein, der „grĂ¶ĂŸte Antisemit des christlichen Abendlandes“ zu sein. SpĂ€tere KirchenvĂ€ter bauten darauf auf, sodass z. B. Ephraem der Syrer ausfĂŒhrte, dass das jĂŒdische Volk zwar kein Schwein isst, jedoch selbst ein Schwein ist, was Blut verspritzt. Solche Aussagen hinderten die katholische Kirche jedoch nicht daran, Ephraem 1920 mit einer Enzyklika zum Kirchenlehrer zu erklĂ€ren.
   Im Gegensatz zur Bibel enthalten die 114 Suren des Korans eindeutige Anweisungen, mit aller BrutalitĂ€t gegen Juden und andere „UnglĂ€ubige“ vorzugehen. So beinhaltet Sure 5 den Befehl, Juden, die sich den VerkĂŒndigern der muslimischen Botschaft widersetzen, zu verstĂŒmmeln und durch Kreuzigung hinzurichten. In Sure 47 ordnet Allah an, UnglĂ€ubigen, also auch Juden, den Kopf abzuschlagen (in manchen Übertragungen steht an dieser Stelle „auf den Nacken zu schlagen“).
   In Deutschland sitzen derzeit wieder viele Juden auf gepackten Koffern. Das sah vor Jahren völlig anders aus. Mitte der 1990er Jahre kam eine Vision auf, nach der Europa, besonders Deutschland, im 21. Jahrhundert neben Israel und den USA zur dritten HauptsĂ€ule des weltweiten Judentums werden sollte. Auslöser dieser Euphorie war u. a. die Einwanderung von rund 200.000 Juden aus dem ehemaligen Ostblock ab 1989. Die Mitgliederzahl der im Dachverband Zentralrat der Juden in Deutschland organisierten Gemeinden kletterte schnell auf 120.000. Nun ist die Mitgliederzahl wieder auf unter 100.000 gefallen. Ein wesentlicher Grund: Juden verlassen Deutschland, weil sie mehr und mehr drangsaliert werden. Ein besonderer Schub dieses Hasses auf die Juden entstand, nachdem Angela Merkel ab 2015 Millionen von Muslimen ins Land ließ. Durch die vielen muslimischen Zuwanderer erhöhten sich die Attacken auf Juden 2017 auf durchschnittlich vier Angriffe pro Tag. In GroßstĂ€dten wie Berlin ist es nicht mehr möglich, sich öffentlich als Jude zu erkennen zu geben, z. B. durch das Tragen der Kippa.
   Antisemitismus ist fast so alt wie die Menschheit selbst und hat sich wie ein KrebsgeschwĂŒr bis in unsere Tage hindurchgefressen. Derzeit scheint das Wachstum dieser bösen Zellen weltweit zu explodieren. DafĂŒr kann es nur einen Grund geben: Man projiziert den Hass auf den Gott der Bibel auf sein Volk, die Juden. Hinter dem weltweit steigenden Antisemitismus steckt die spirituelle antigöttliche Kraft, die den einzigen wahren Gott hasst und auch den einzigen Erlöser des Menschen: Gottes Sohn, den Juden Jesus.
   Mit Material aus dem Buch „Die Wurzeln des Antisemitismus - Judenfeindschaft in der Antike, im frĂŒhen Christentum und im Koran“, fontis Verlag, 140 Seiten, 4,95 Euro, ISBN/EAN: 9783765512643  

         TOPIC  Nr. 03/2019 



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Papst unterschreibt Papier: Alle Religionen sind von Gott gewollt

   Das gab es noch nie: Ein Papst „pilgert“ in die Region, in der die Wiege des Islams steht: zur arabischen Halbinsel. Papst Franziskus besuchte Anfang Februar Abu Dhabi und durfte dort sogar eine Messe abhalten. In den Kommentaren war von „historisch“ die Rede, von einem neuen Dialog zwischen Christentum und Islam, von Toleranz, von friedlicher AnnĂ€herung.
   Wenig beachtet wurde ein Papier, das von Papst Franziskus und der höchsten AutoritĂ€t des sunnitischen Islams, Scheich Ahmad al-Tayyeb, unterzeichnet wurde. Laut Franziskus wurde das Papier „mit viel Nachdenken und Gebet“ vorbereitet, und wie man im Text dann nachlesen kann, auch auf etlichen Vorbereitungstreffen. Fazit des Papieres: Alle Menschen, die an Gott glauben, sollten friedlich und „menschlich brĂŒderlich“ miteinander zusammenleben und fĂŒr eine bessere Welt eintreten. Abgesehen davon, dass der Begriff „Gott“ nur als „Schöpfer“ definiert ist, enthĂ€lt der Text eine Passage, die so lautet: „Der Pluralismus und die Vielfalt der Religionen, der Hautfarbe, des Geschlechts, der Rasse und der Sprache werden von Gott in Seiner Weisheit gewollt, durch die Er die Menschen geschaffen hat. Diese göttliche Weisheit ist die Quelle, aus der sich das Recht auf Glaubensfreiheit und die Freiheit, anders zu sein, ableiten.“ Was wird hier zum Ausdruck gebracht? Aus christlicher Sicht: Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Vater Jesu, akzeptiere alle Religionen, habe sie gar so, wie sie sind, gewollt. Und gerade durch diese Vielfalt habe der Mensch das Recht, glauben zu dĂŒrfen, was er will. Was ja bedeutet: Gott selbst habe gezielt diese Freiheit konstruiert, damit der Mensch selbstbestimmt glauben dĂŒrfe.
   Diesen katholisch-islamischen Text haben am 4. Februar 2019 „Seine Heiligkeit Papst Franziskus“ und der „Grand Imam von Al-Azhar (einer UniversitĂ€t) Ahmad al -Tayyeb“ unterzeichnet. Nun soll dieses gemeinsame Papier, das auf einer Internetseite des Vatikans veröffentlicht wurde, auf allen politischen wie religiösen Weltebenen verbreitet werden und in „Richtlinien von Entscheidungen“ sowie „Gesetzestexte“ einfließen.
   Alles, und zwar alles, was in dem katholisch-islamischen Papier zu lesen ist, stellt eine Grundlage fĂŒr den Weg in eine Welteinheitsreligion dar. Der Glaube an etwas Göttliches wĂŒrde eine Art Klammer bilden, innerhalb derer jeder glauben darf, was er will. Der Glaube an einen einzigen Gott und das missionarische Werben fĂŒr ihn laufen dabei praktisch ins Leere.
   Wie TOPIC erfuhr, waren in Abu Dhabi nicht nur Vertreter von Katholiken und Muslimen zugegen, sondern auch andere ReligionsfĂŒhrer. FĂŒr die Weltweite Ev. Allianz (WEA) war deren stellvertretender GeneralsekretĂ€r Thomas Schirrmacher da, der in der WEA fĂŒr den interreligiösen Dialog zustĂ€ndig ist. Wie er TOPIC gegenĂŒber erklĂ€rte, sei auch etwas fĂŒr die Evangelikalen ausgehandelt worden. Was genau, ist noch nicht bekannt.

        
TOPIC  Nr. 03/2019



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Homo-„Heilung“: Gender-Ideologie widerspricht Spahns Gesetzes-Initiative

   Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will noch in diesem Jahr ein Gesetz durchbringen, das Homo-„Heilungen“, sogenannte Konversionstherapien, unter Strafe stellen soll. Worum geht es bei der angesprochenen Konversionstherapie? In der Therapie wird Schwulen und Lesben angeboten, sich sexuell umzuorientieren – wenn sie es wollen. Dazu dienen sowohl therapeutische als auch seelsorgerliche GesprĂ€che sowie Gebet. In einem Interview mit der linken Tageszeitung (taz) sagte Spahn: „Ich halte nichts von diesen Therapien, schon wegen meines eigenen Schwulseins. Ich sage immer, der liebe Gott wird sich was dabei gedacht haben.“ Sollte Spahn ein solches Gesetz gegen die vor allem in evangelikalen Kreisen angebotene Therapie durchbringen, dĂŒrfte er ein Problem bekommen. Laut der auch politisch geförderten Gender-Theorie ist die geschlechtliche Ausrichtung nicht angeboren, sondern das Resultat von Erziehung und sozialer Umwelt. Somit könne man nach Gender-Vorstellung seine geschlechtliche Ausrichtung jederzeit wieder verĂ€ndern.
   Spahn will nun eine Schnellstudie in Auftrag geben, die den Weg zu einem Gesetz absichern soll. Diese Studie wird ausgerechnet von der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld durchgefĂŒhrt, deren Hauptaufgabe es ist, einer gesellschaftlichen Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Transgender-Personen etc. entgegenzuwirken. Das Ergebnis wird wohl so ausfallen, wie der schwule Gesundheitsminister es fĂŒr sein Gesetz braucht.
   Allerdings wartet auf die Forscher und den Minister eine „Tretmine“. Wer die Gender-Theorie ernst nimmt, der dĂŒrfte keiner Lesbe und auch keinem Schwulen verwehren, sich sexuell umorientieren zu wollen. Dazu kommt, dass diese Studie eine Diskussion in Gang setzen könnte, ob HomosexualitĂ€t nun biologisch veranlagt ist oder durch andere Prozesse hervorgerufen wird – was fĂŒr die Gender-Theorie sprechen wĂŒrde. Diese Diskussion wĂ€re fĂŒr die Homo-Lobby fatal, sollte dabei herauskommen, dass die Öffentlichkeit anfĂ€ngt, darĂŒber zu diskutieren, ob HomosexualitĂ€t nun angeboren ist oder nicht.

        
TOPIC  Nr. 03/2019



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Ausgerechnet in der Schweiz: Christen könnte GefÀngnis drohen

   In der Schweiz tickt eine brisante Uhr herunter: Wenn bis Ende MĂ€rz 2019 nicht mindestens 50.000 Unterschriften fĂŒr ein Referendum zu einer Volksabstimmung ĂŒber einen Gesetzestext gesammelt werden können, dann ist wohl nicht mehr aufzuhalten, was politisch in Vorbereitung ist. Worum geht es?
   2013 hatte der junge sozialdemokratische Politiker und Nationalrat Matthias Reynard mit einer parlamentarischen Initiative eine GesetzesĂ€nderung angestoßen. Die Antirassismus-Strafnorm sollte erweitert werden um die Punkte „sexuelle Diskriminierung“ und „Diskriminierung wegen GeschlechtsidentitĂ€t“. Gut fĂŒnf Jahre spĂ€ter, am 14. Dezember 2018, stimmte der Schweizer Nationalrat dieser Ausweitung zu. Es wurde ein Strafrahmen von bis zu drei Jahren GefĂ€ngnis ins Auge gefasst, falls jemand eine Person wegen der „sexuellen Orientierung“ oder der GeschlechtsidentitĂ€t diskriminiert oder gar zum Hass aufstachelt. Diese GesetzesĂ€nderung wĂ€re schon letztes Jahr in Kraft getreten, wenn nicht das genannte Referendum gestartet worden wĂ€re.
   Die Initiatoren des Referendums befĂŒrchten, dass diejenigen, die Kritik an der HomosexualitĂ€t ĂŒben, in Zukunft hart bestraft werden könnten. Allein die Androhung der Strafen könne zur EinschrĂ€nkung der Meinungs- und Gewissensfreiheit fĂŒhren. Davon wĂ€ren im Wesentlichen Christen betroffen, die nicht nur die biblische Meinungsposition zu diesem Thema theoretisch vertreten, sondern sich im Alltag auch entsprechend verhalten – z. B. als BĂ€cker, der einem schwulen Paar keine Torte in Regenbogen-Farben zubereiten und verkaufen will. In den Fokus des Gesetzes treten auch Muslime, da sie sehr oft offen homophob sind.
   Sollte das Gesetz durchkommen, dann wird es sehr darauf ankommen, wie Richter „Diskriminierung“ aus religiösen GrĂŒnden auslegen. Homosexuellen-Vertreter bezeichnen allein die Wertung der ausgelebten HomosexualitĂ€t als „SĂŒnde“ schon als „polemisch“ und Hass erzeugend.
   Das Absurde ist nun, dass DiskriminierungsfĂ€lle von Christen bezĂŒglich einer sexuellen Orientierung nicht bekannt sind, wie Pfarrer Reinhard Möller in einem „Zwischenruf“ zum Referendum schreibt. „Weder in christlichen Kirchen/Gemeinden, noch in der Öffentlichkeit sind mir derartige Aufrufe in den letzten fĂŒnf Jahrzehnten begegnet.“ Möller, der in der Schweiz lebt, befĂŒrchtet, dass „ein weiterer Teil der jĂŒdisch-christlichen Ethik des Alten und des Neuen Testamentes (fĂŒr die Christenheit eine Einheit und eine ewige Wahrheit) offenbar in der Rumpelkammer der Weltgeschichte verschwinden soll“ – wenn das geplante Gesetz in Kraft tritt.
   Voraussichtlich werden die 50.000 Unterschriften fĂŒr eine Volksbefragung nicht zusammenkommen. Derzeit (Mitte Februar) wird nĂ€mlich in den Schweizer Medien – vermutlich auf Druck der Homo-Lobby – darĂŒber so gut wie gar nicht berichtet. Somit erfahren viele Schweizer nichts davon.

         TOPIC  Nr. 03/2019



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z.B. 39. Jahrgang - Nr. 4 April 2019

Die Themen: Die Tatsache der Auferstehung. - Ostern: Treffen christlicher Hexen in den USA. - Karfreitag wird in Österreich abgeschafft. - Israel: Heuschreckenplage zu Passah? - Thema „Homo-Ehe“ spaltet den Leib Christi. - US-Kreationist besuchte Deutschland. - Arabische Welt: Muslime werden Christen. - Berlin: HintergrĂŒnde zum „House of One“. - 2020: Nationen bereit zu einem Weltkrieg? - Islam passt nicht zur westlichen Welt. - Bundestag: Deutschland gegen Israel. - Glyphosat ein Superkiller? - Hunger in der Welt ist gesunken. - Malzeichen: Technische Entwicklung geht weiter. - Ab 2021: Weltweites Super-Internet.



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Die Tatsache der Auferstehung  

   Jedes Jahr zu den Osterfeiertagen gedenken Millionen von Christen besonders intensiv des Todes und der Auferstehung Jesu Christi. Alles, was Jesus lehrte, wofĂŒr er lebte und starb, war abhĂ€ngig von seiner Auferstehung.
   Doch ist Jesus wirklich auferstanden? KĂŒrzlich veröffentlichte der renommierte deutsche VerlagC. H. Beck – spezialisiert auf juristische Fachliteratur – das Buch „Kein Tod auf Golgatha“. Geschrieben hat es der Mittelalter-Historiker Johannes Fried, der viel beachtete Standardwerke, z. B. eines ĂŒber Karl den Großen und das Mittelalter, verfasste. Deshalb griffen auch Medien, wie die deutsche Zeitung Die Welt, das Thema auf und ĂŒberschrieben Artikel z. B. mit „Jesus ist nie auferstanden – weil er nicht starb“.
   In seinem Buch behauptet Fried, man habe Jesus als Scheintoten vom Kreuz abgehĂ€ngt und dann gesund gepflegt. Danach sei er als „Gesandter Gottes“ in die islamische Welt ausgewandert, was Fried aus frĂŒhislamischen Inschriften herausgelesen haben will.
   Als Beweis fĂŒr den Scheintod Jesu fĂŒhrt Fried die CO2-Narkose an. Diese Narkose kann sich einstellen, wenn aufgrund von RippenbrĂŒchen innere Verletzungen entstehen. Ein Gemisch aus Blut und Wasser bildet sich dann um die LungenflĂŒgel herum und fĂŒhrt dazu, dass Kohlendioxid nicht mehr abgeatmet werden kann. Der Patient erstickt nach einer lĂ€ngeren tieferen Ohnmacht, die wie eine Vollnarkose wirkt. Unfall-Chirurgen wissen heute, was in solchen FĂ€llen zu tun ist: Die Pleurahöhle – ein Spaltraum in der Brusthöhle – muss punktiert werden, sodass das Wasser und das Blut ablaufen können. Danach „erwacht“ der Betroffene ganz langsam und mit flacher Atmung aus seiner „Narkose“. Diese Punktion, so Fried, habe auch bei Jesus stattgefunden und ihm das Leben gerettet. Laut Bibel (Joh.19,34) stach ein Kriegsknecht Jesus mit einem Speer in seine Seite. Sogleich flossen Blut und Wasser heraus.
   Die Scheintod-These, die Fried vortrĂ€gt, ist nicht neu. Der deutsche DichterfĂŒrst Goethe glaubte daran und auch der Theologe und schlimme Bibelkritiker Friedrich Schleiermacher.
   Durchleuchtet man die Scheintod-Theorie etwas genauer, so kann man durchaus zu dem Schluss kommen: Die Wiederbelebung Jesu wĂ€re ein noch grĂ¶ĂŸeres Wunder gewesen als die Auferstehung selbst. Denn: Jesus wurde auf römische Weise gegeißelt. Das bedeutet, dass durch die Hiebe der Spezialpeitsche Muskeln, Sehnen und Eingeweide des Opfers freigelegt wurden. Schon dadurch waren die Gepeinigten dem Tode nĂ€her als dem Leben. Deshalb musste wohl auch ein anderer Mann den etwa 50 Kilogramm schweren Kreuzigungsbalken Jesu nach Golgatha tragen, weil Jesus dazu wohl nicht mehr in der Lage war. Dann der Kreuzigungsvorgang selbst, der dem Gekreuzigten grĂ€uliche Schmerzen und Qualen auferlegte. All das, was Jesus widerfuhr, in Summe genommen, spricht nicht dafĂŒr, dass ein Mensch eine solche Tortur ĂŒberleben könnte. Zudem bestĂ€tigten vier Henker Jesu Tod – sie mĂŒssten sich alle geirrt haben.
   In seinem Buch „Die Tatsachen der Auferstehung“ legt der amerikanische Bibellehrer Josh McDowell zahlreiche Belege vor, die eindeutig dokumentieren: Tod und Auferstehung Jesu fĂŒr wahr zu halten, hat nicht nur mit Glauben zu tun, sondern auch mit unumstĂ¶ĂŸlichen Fakten. ZunĂ€chst macht McDowell deutlich, dass bei der Untersuchung der Geschehnisse um Tod und Auferstehung Jesu zwei SchlĂŒsselprinzipien zu beachten seien: 1. Man mĂŒsse nicht nur einige Fakten, sondern alle vorhandenen Informationen im Gesamtpaket berĂŒcksichtigen. Also: von der Kreuzigung, der Grablegung, den Geschehnissen um das leere Grab, den Reaktionen der römischen und jĂŒdischen Verwaltung bis hin zur Entstehung der ersten Gemeinde. FĂŒr das zweite Prinzip lĂ€sst McDowell den Historiker Philip Schaff sprechen: „Das Ziel des Historikers ist nicht, aus vorgefassten Meinungen Geschichte zu konstruieren und sie dem eigenen Geschmack anzupassen, sondern sie nach den besten Zeugnissen zu rekonstruieren und fĂŒr sich selbst sprechen zu lassen.“
   Jesu Tod und Auferstehung sind naturwissenschaftlich nicht zu erklĂ€ren – historisch jedoch sehr wohl. Und gerade bei der historischen BeweisfĂŒhrung gilt es stets, alle Informationen, die zur VerfĂŒgung stehen, zu berĂŒcksichtigen. Schon direkt nach dem Tod Jesu wurde von der jĂŒdischen religiösen Oberschicht alles unternommen, um der Tatsache von Jesu Auferstehung entgegenzutreten. Die römischen WĂ€chter des Grabes wurden bestochen, um behaupten zu können, die JĂŒnger Jesu hĂ€tten den Leichnam gestohlen. Als die JĂŒnger anfingen, in Jerusalem von der Auferstehung Jesu zu predigen, waren ihre Gegner nicht in der Lage, irgendeinen glaubhaften Gegenbeweis zur Auferstehung zu prĂ€sentieren, obwohl das sehr leicht gewesen wĂ€re. Sie waren vor Ort und hĂ€tten das Grab untersuchen können, um entsprechende Aussagen zu treffen oder zu der Diebstahls-Version noch andere hinzuzufĂŒgen. Doch darĂŒber wird nichts berichtet. Es gab wohl ein Problem: Jesu Grab war tatsĂ€chlich leer, und fĂŒr andere Versionen als die Auferstehung gab es keinen einzigen Beweis. Interessant dabei ist, dass sogar außerbiblische – römische und jĂŒdische – Quellen das leere Grab bestĂ€tigen.
   McDowell fĂŒhrt u. a. etliche Indizien an, die eindeutig nachweisen: Jesus muss auferstanden sein. Ein Indizienbeweis speist sich aus einer Tatsache, aus deren Vorhandensein der Beweis fĂŒr eine andere Tatsache entnommen wird. Vor Gericht ist ein Indizienbeweis genauso gĂŒltig wie ein unmittelbarer Beweis. McDowell schreibt: „Es gibt Indizienbeweise, die ohne die Tatsache der Auferstehung nicht zu erklĂ€ren sind.“
   Bis heute ist historisch nicht nachvollziehbar, welche Kraft das Christentum gleich vom Start weg entwickeln konnte. Die ersten Christen waren völlig davon ĂŒberzeugt, dass Jesus auferstanden war – zumal ihn ĂŒber 500 Menschen persönlich gesehen hatten. Weshalb waren fromme Juden, die sich zu Jesus Christus bekehrten, sofort bereit, die Sabbatheiligung am Samstag aufzugeben und den Sonntag als „Tag des Herrn“, als Auferstehungstag, zu heiligen? Völlig unverstĂ€ndlich ist auch die Tatsache, dass jĂŒdische Fanatiker, so wie Saulus, sich bekehrten. Ohne Auferstehung Jesu ist auch die plötzliche Wandlung von Jesu Halbbruder Jakobus nicht zu verstehen. Jakobus und seine BrĂŒder hatten Jesus verspottet. Doch nach Tod und Auferstehung seines Halbruders bekehrte sich Jakobus sofort und wurde zu einem FĂŒhrer der Urgemeinde und zum Autor eines biblischen Buches. Wie ist eine solch radikale Umkehr ohne Auferstehung Jesu zu erklĂ€ren?
   FĂŒr viele „ehrliche“ Historiker ist die plötzliche radikale Verwandlung der JĂŒnger Jesu ein ungelöstes Problem, zumal die JĂŒnger selbst anfangs eine Auferstehung Jesu nicht ins KalkĂŒl zogen. Jesu tatsĂ€chliche Auferstehung und die Begegnung mit ihm könnten allerdings ihre plötzliche Kehrtwendung sofort verstehbar machen. Laut dem Christus-glĂ€ubigen englischen Gelehrten und Fantasy-Autor C.S. Lewis (verst. 1963) gibt es in den Religionen dieser Welt „keinen so historischen Anspruch wie im Christentum“. Unter anderem hat dieser historische Anspruch Josh McDowell zum Christen werden lassen. Über 1.000 Stunden befasste sich McDowell mit den historischen, literarischen und juristischen Fakten zum Tod und zur Auferstehung von Jesus Christus. Auch durch dieses Studium wurde er dann glĂ€ubig.
   Als Christ muss man nicht einem blinden, unwissenden Glauben folgen. Jesus selbst fordert seine Nachfolger dazu auf, ihren Verstand zu gebrauchen. Als ein Schriftgelehrter Jesus fragte: „Lehrer, welches ist das grĂ¶ĂŸte Gebot in dem Gesetz?“, antwortete Gottes Sohn: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und – mit deinem Verstand.“
  Das Taschenbuch (192 Seiten) „Die Tatsache der Auferstehung“ eignet sich hervorragend, um es Skeptikern zu geben, die verstandesmĂ€ĂŸige Vorbehalte gegenĂŒber Tod und Auferstehung Jesu haben. Es kostet 2,50 Euro (3,50 CHF) und kann per Telefon unter folgender Rufnummer bestellt werden: in Deutschland: 02354-7065400 (Buchhandlung BĂŒhne). Bestelltelefon fĂŒr die Schweiz: 033-437 63 43 (Verlag „Nehemia“) 

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Über Ostern in den USA: die erste Zusammenkunft christlicher Hexen 

   Seit Jahrzehnten hat die Hexenbewegung in den USA Zulauf. Wie etliche Religionsbefragungen ergaben, wuchs die Schar der praktizierenden Wicca-Hexen in den USA von 8.000 im Jahr 1990 auf 340.000 im Jahr 2008. Nach einer Studie des Meinungsforschungs-Institutes Pew Research Center aus dem Jahr 2014 gibt es in den USA schon etwa 1,5 Millionen praktizierende Hexen unterschiedlicher Ausrichtungen. Das Wachstum soll laut Studie auch damit zusammenhĂ€ngen, dass Zauberei und Heidentum nicht mehr als dĂ€monisch und satanisch angesehen werden.
   Dass an dieser Beobachtung etwas dran ist, zeigt die erste Versammlung christlicher Hexen, die ĂŒber die Osterfeiertage 2019 in Salem (US-Bundesstaat Massachusetts) geplant ist. Nach Ansicht der christlichen Hexen war Jesus ein großer Zauberer, und die Bibel sei ein riesiges Buch der Zauberei. Unter anderem stĂŒtzen sich die christlichen Hexen (worunter natĂŒrlich auch MĂ€nner sind) auf das Jesus-Wort aus Johannes 14,12: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird Werke auch tun, die ich tue, und wird grĂ¶ĂŸere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe.“
   Zum Treffen der christlichen Hexen ist auch der „Prophet“ Calvin Witcher eingeladen, der von sich behauptet, „Gottes“-Botschaften ĂŒbersetzen zu können. Wie er sagte, komme er aus der Pfingstbewegung, die „ihn auf eine gute Basis gestellt“ habe. Witcher behauptet, er habe in der Pfingstbewegung die „Gaben des Heiligen Geistes“ kennengelernt und diese spirituelle Basis zu einem „vollstĂ€ndigen Eintritt in das Reich der Magie“ ausgedehnt.
   FĂŒr den Ostersonntag planen die christlichen Hexen einen christlichen Hexengottesdienst, in dem „ein kraftvolles Wort, besonders fĂŒr christliche Hexen“, gepredigt werden soll. 

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House of One: In Berlin wird ein neues antichristliches Monument errichtet

   Es ist schon ein wenig merkwĂŒrdig: Ausgerechnet in der deutschen Hauptstadt werden archĂ€ologische Funde prĂ€sentiert, die laut Bibel so direkt mit dem Satanischen in Verbindung gebracht werden wie kaum etwas anderes. So befindet sich im Vorderasiatischen Museum, das zum Pergamon-Museum gehört, das Ischtar-Tor. Dieses HerzstĂŒck des antiken Babylons wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von dem deutschen ArchĂ€ologen Robert Johann Koldewey im Zentral-Irak ausgegraben und in 800 Kisten nach Berlin geschafft. Das Ischtar-Tor bewachte in Babylon den Zugang zum Schrein des Drachen Marduk. Einer der besten Babylon-Kenner im christlichen Raum des deutschsprachigen Europas ist der Schweizer Dr. Roger Liebi. Er ist der Auffassung, dass die Babylonier in Marduk Satan persönlich verehrt haben, der auch in der Bibel in Drachenform beschrieben wird. Ein paar Meter weiter im Pergamon-Museum befindet sich der Pergamon-Altar. Der deutsche ArchĂ€ologe Carl Humann fand 1878 den in der Antike als Weltwunder bestaunten Altar in Pergamon (heute Bergama/TĂŒrkei) und schaffte ihn nach Berlin. Ab 1902 konnte er im Pergamon-Museum besichtigt werden. Der Pergamon-Altar war ein dem griechischen Hauptgott Zeus geweihter Monumental-Altar, der fĂŒr Menschenopfer ausgelegt war. Dass dieBibel Pergamon mit dem „Thron Satans“ kennzeichnet, könnte allerdings auch mit einem Schlangen-Heilkult zusammenhĂ€ngen, dessen Hauptsitz in Pergamon war.
   Was derzeit in Berlin in konkreter Planung entsteht, ist nirgendwo ausgegraben worden, sondern wird als „weltweit Einmaliges“ ab 2020 aufgebaut werden: das „House of One“ (Haus des Einen). Es soll ein mĂ€chtiger Sakralbau werden und ĂŒber 43 Millionen Euro kosten. Zehn Millionen Euro hat der Deutsche Bundestag bereits im letzten Jahr dafĂŒr bewilligt, weitere zehn Millionen sollen von der Stadt Berlin kommen, der Rest muss aus freiwilligen Spenden gedeckt werden. Das „Haus des Einen“ wird aus drei BethĂ€usern bestehen – Kirche, Synagoge und Moschee –, in denen jeweils Christen, Juden und Muslime ihre geistlichen Feierlichkeiten abhalten können. Die drei AnbetungsstĂ€tten der sogenannten „abrahamitischen Religionen“ sind verbunden mit einem großen „Lehrhaus“, in dem sich die AnhĂ€nger der jeweiligen Religionen begegnen und austauschen können. Interessant ist nun, wann der Grundstein fĂŒr das „Haus des Einen“ gelegt werden soll. Geplant ist der 14. April 2020. Dieser Dienstag nach Ostern ist wohl nicht zufĂ€llig gewĂ€hlt. Am 14. April 1783 wurde Lessings Schauspiel „Nathan der Weise“ in Berlin uraufgefĂŒhrt. Gotthold Ephraim Lessing war Freimaurer und versinnbildlichte in seiner Ringparabel den Freimaurer-Gedanken, dass Christentum, Judentum und Islam gleichgestellt zur selben Glaubensfamilie gehören.
   Mit eindeutig freimaurerischer Handschrift ist auch die Charta des „House of One“ geschrieben. In der Freimaurerei (FM) wird keine Religion direkt verworfen, sondern die Statuten verlangen, dass die Religionen sich dem FM-Modell des „AllmĂ€chtigen Baumeisters aller Welten“ (A.B.A.W.) unterzuordnen haben. Dieser A.B.A.W. ist ein diffuses regulatives Prinzip, das per Definition jeglichen persönlichen Gott in eine zweite Reihe manövriert: in eine BrĂŒderkette, in der absolute Toleranz vorgeschrieben ist.
   In der Charta wird dieses A.B.A.W.-Prinzip „welttranszendenter Schöpfer“ genannt. Ähnlich wie in der Freimaurerei, so auch in der Charta formuliert, sollen Unterschiede in den Religionen keineswegs verwischt werden. Ganz im Gegenteil! Sie seien mit einem „Lob der Differenz (Unterschiedlichkeit) zu wĂŒrdigen“. Die GlĂ€ubigen sollen aber erkennen, dass sie aufgrund ihrer Geschichte eng zusammenhĂ€ngen, deshalb sei auch auf eine gegenseitige Missionierung zu verzichten..
   Welche Botschaft hat das House of One? Aus christlich-biblischer Sicht wird der biblische Gott – der einzig wahre, den es gibt – herabgestuft durch das Prinzip, dass die drei abrahamitischen Religionen mit ihrer Geschichte zusammengenommen mehr darstellen als jede einzelne Religion alleine. Das House of One ist genau genommen ein Beispiel fĂŒr die architektonische Umsetzung des Prinzips des „AllmĂ€chtigen Baumeisters aller Welten“. Seine Ausrichtung ist eindeutig antichristlich, da es die wesentlichen Glaubenselemente des biblischen Glaubens (Jesus als den einzigen Weg zu Gott) geschickt ausmanövriert. Es muss nachdenklich stimmen, dass in Deutschlands Hauptstadt antichristliche, satanische Symbol-Bauten platziert wurden und werden wie nirgendwo anders auf der Welt. 

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Das Malzeichen — eine ganz normale unheimliche Entwicklung

   Man muss sich das einmal vorstellen: Da steht im letzten Buch der Bibel eine Prophezeiung, bei der ein technisches Detail eine Rolle spielt, mit dem beinahe 2000 Jahre niemand etwas anfangen konnte – bis vor wenigen Jahrzehnten. Aber seither, das ist geradezu gruselig, lĂ€uft die Entwicklung vor aller Augen wie auf Eisenbahnschienen exakt in Richtung dieser Prophezeiung. Die Rede ist natĂŒrlich von dem Malzeichen auf Hand oder Stirn, mit dessen Hilfe Menschen kaufen und verkaufen können (0ffb 13,16-18). Eine ganze Reihe von revolutionĂ€ren technischen Erfindungen waren nötig, die in dieser Hinsicht zunĂ€chst einmal gar nicht direkt in Zusammenhang zu stehen schienen, etwa die Miniaturisierung von Computern, die fĂŒr Handys entwickelte Funktechnik und die verschiedenen Waren-Codes.
   Aber jetzt – wir berichten gelegentlich darĂŒber – werden winzig kleine GerĂ€te mit Computerfunktionen bereits zu verschiedenen Zwecken in den menschlichen Körper eingepflanzt, und glaubt man den beteiligten Forschern, ist das eine ganz normale Entwicklung, die schnell fortschreiten wird. Auch andere Berufsgruppen sehen das inzwischen so, etwa manche Produkt-Designer. Einer von ihnen, der französische Star-Designer Philippe Starck, der Handys fĂŒr die chinesische Firma Xiaomi entworfen hat, sieht gar kommen, dass sich Produkte sozusagen auflösen, „entmaterialisieren“, weil sie immer winziger werden, aber dennoch ihre Funktionen behalten oder sogar ausweiten. In einem Interview mit der SĂŒddeutschen Zeitung erklĂ€rt er das so:
   „Entmaterialisierung – also die Abkehr von der PhysikalitĂ€t – ist schon lĂ€nger eine intelligente Design-Strategie. Mehr Funktionen, mehr Wissen auf weniger Platz. Der erste Computer war so groß wie ein Haus, heute sind sie so groß wie Kreditkarten. Der nĂ€chste Schritt ist etwas, das ich als Bionismus bezeichne. Das Produkt wird im Inneren des Menschen sein. Ich kenne ein paar Wissenschaftler, die haben seit 15 Jahren Computer unter ihrer Haut und das funktioniert hervorragend. Die Entmaterialisierung wird die Produkte in den Körper der Menschen verschieben.“
   Denkt man nun noch daran, dass mit den Online-Speichern, den „Clouds“, sogar das Problem der zentralen Verwaltung von Daten, die beim Kaufen und Verkaufen anfallen, lĂ€ngst gelöst ist, so muss man zur Kenntnis nehmen: Nach beinahe 2000 Jahren ist die ErfĂŒllung der Prophezeiung vom Malzeichen kein technisches Problem mehr. Wohl aber ist sie zurzeit noch ein politisches Problem. Schließlich muss jemand mĂ€chtig genug und willens sein, die Anwendung des Malzeichens durchzusetzen, und zwar fĂŒr alle Menschen und notfalls bei Todesstrafe, denn das steht auch in den Bibelversen. Wenden wir also ein bisschen (gar nicht mehr so) spekulative Logik an: Wenn die notwendige Technik schon bereit steht und eigentlich nur noch die Möglichkeit fehlt, sie allen Menschen aufzuzwingen – was erwartet uns da bereits in nĂ€chster Zeit? Wie spĂ€t ist es auf Gottes Weltenuhr? 

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OneWeb: An jedem Punkt der Erde soll Internet zu empfangen sein 

   Ende Februar 2019 begann ein Projekt, das die Welt verĂ€ndern wird: eine russische Sojus-Rakete beförderte die ersten sechs OneWeb-Satelliten ins All. Hinter diesem Projekt steckt das US-amerikanische Unternehmen OneWeb, das bis 2021 die gesamte Erde – auch die entlegensten Flecken – mit schnellem, kostengĂŒnstigem Internet versorgen will. 600 Satelliten, die in einer Höhe von 1.200 Kilometer ĂŒber der Erde kreisen werden, sollen dies möglich machen. Auffallend an diesem Projekt ist, mit welchem Hochdruck daran schon gearbeitet wurde und immer noch gearbeitet wird. Man spricht von Rekordzeiten in der Entwicklung der Technik und der Produktion. Ein starker Technik-Partner ermöglicht, das rasante Tempo fĂŒr das OneWeb zu halten: der deutsch-französische Flugzeugbauer Airbus. Wie das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel schrieb, habe Airbus ganz neue Technik-AblĂ€ufe entwickelt, sodass pro Tag einer der kĂŒhlschrankgroßen Internet-Satelliten fertiggebaut und komplett getestet werden kann. Auch fĂŒr die Beförderung ins All hat man sich etwas Effektives ausgedacht: Pro Rakete sollen jeweils 32 Satelliten ins All geschossen werden. DafĂŒr liefert der Schweizerische Ruag-Konzern die Technik.
   MerkwĂŒrdig am OneWeb-Projekt ist, dass es ĂŒberhaupt keine sichere Kalkulation gibt, ob der weltweite Betrieb sich ĂŒberhaupt rechnen wird. Dennoch haben vor allem japanische Banken zwei Milliarden Euro vorgestreckt, damit das Projekt realisiert werden kann.
   Kommt zu diesem Weltraum-Internet noch die irdische, gesundheitlich sehr umstrittene 5. Mobilfunkgenration (5G-Mobilfunk) hinzu, so ist ĂŒber dem gesamten Globus ein dichtes digitales Netz gespannt, das das Alltagsleben komplett ĂŒberwachen und steuern kann.

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Heimlicher Superkiller Glyphosat? 

   Die öffentliche Diskussion um das Pflanzenschutzmittel Glyphosat dreht sich fast ausschließlich um die Frage, ob es krebserregend ist. Auf eine andere, mindestens ebenso große Gefahr weist Maria Finckh, Professorin fĂŒr Pflanzenschutz in der ökologischen Landwirtschaft an der UniversitĂ€t Kassel-Witzenhausen, in dem Magazin Movum hin, das vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) gemeinsam mit einigen UmweltverbĂ€nden herausgegeben wird. Bei einem Besuch in Florida hatte sie eine Kollegin getroffen, die bei ihren Forschungen in Zitrusplantagen eine alarmierende Entdeckung gemacht hatte:   â€žIn allen Böden, in denen Glyphosat angewendet wurde, gab es eine erhebliche Resistenz [WiderstandsfĂ€higkeit] gegen Antibiotika ...“ Diese Resistenz betreffe ausgerechnet Organismen, die beim Menschen zum Beispiel Tetanus oder gefĂ€hrliche Darminfektionen auslösen könnten. DarĂŒber hinaus fĂŒhre Glyphosat zu einem unheilvollen Kreislauf: „Der Einsatz von Glyphosat hat auch Auswirkungen auf die MikronĂ€hrstoffe im Boden, denn dorthin geben es die Pflanzen ĂŒber ihre Wurzeln ab. Kalium, Magnesium, Zink, Kobalt, Mangan und Eisen werden festgelegt. Die Situation im Boden wiederum bleibt nicht ohne Folgen fĂŒr die Pflanzen, ĂŒber die der NĂ€hrstoffmangel und auch das Glyphosat wieder in den ErnĂ€hrungskreislauf geraten.“ So habe, fĂŒrchtet sie, die gesamte Problematik der Resistenzen gegenĂŒber Antibiotika viel mit dem Einsatz von Glyphosat zu tun. Es sei aber nicht nur das Glyphosat selbst, das Probleme mache. Die Pflanzen wĂŒrden es nĂ€mlich zu einem Stoffwechselprodukt abbauen, das giftiger als das Glyphosat selbst und unter anderem stĂ€rker krebsauslösend sei.
   Außerdem zeige Glyphosat „Pseudohormon-AktivitĂ€t“, Ă€hnlich wie bei dem Insektizid DDT. Daher komme es zu einem erhöhten Risiko fĂŒr neurodegenerative Erkrankungen, also Alzheimer und Parkinson, oder auch fĂŒr Autismus. Finckh: „Es ist schon sehr beĂ€ngstigend, wenn man Berichte von Menschen hört, deren Kinder anfangen, Autismus zu entwickeln – und die dann sagen diese Symptome seien verschwunden, nachdem sie auf rĂŒckstandsfreie Nahrung umgestellt hĂ€tten.“
   Glyphosat und auch das genannte Stoffwechselprodukt wĂŒrden im Gehirn am sogenannten Rezeptor des GeschmacksverstĂ€rkers Glutamat andocken: „Den nehmen wir alle in verarbeiteten Lebensmitteln oder in Restaurants ĂŒberall zu uns, selbst dann, wenn wir zuhause nicht damit kochen. Und diese Tatsache treibt mich wirklich um: dass wir hier mit einer Kombination von Stoffen konfrontiert sind, die möglicherweise synergistische [zusammenwirkende] Effekte haben. Die vermutlich noch gar nicht genau erforscht sind. Wenn wir es mit zwei Stoffen zu tun haben, die möglicherweise an derselben Stelle im Gehirn zu Reaktionen fĂŒhren, muss man mit der Risikoanalyse noch einmal anders vorgehen als bei nur einer Substanz. Das ist immer das Problem mit Gefahren in der Umwelt: Es ist unmöglich, alle Interaktionen zu testen. Ich fĂ€nde es angezeigt, die Wechselwirkungen von Glyphosat und Glutamat in der ErnĂ€hrung insbesondere mit Blick auf das Gehirn zu untersuchen.“
   Unterdessen beginnt in den USA mit Genehmigung der Umweltbehörde ein Experiment, dessen Ausgang selbst fĂŒr kundige Wissenschaftler ungewiss ist: Weil ein SchĂ€dling etwa 90 Prozent der BĂ€ume in den Zitrusplantagen Floridas befallen hat, dĂŒrfen dort jetzt Antibiotika versprĂŒht werden — hunderttausende Kilogramm, obwohl wissenschaftlich gar nicht gesichert ist, dass dies helfen wird, und obwohl in den Böden dort bereits starke Antibiotika-Resistenzen festgestellt wurden.

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Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
bedĂŒrfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages:
TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,



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z.B. 39. Jahrgang - Nr. 5 Mai 2019

Die Themen: Pflanzen: Gottes phantastische Schöpfung. - Parzany kritisiert moderne Bibelauslegung. - Gedenken an Prof. Dr. Eta Linnemann. - Lobpreis: Wort- oder Musik-Gottesdienst? - William P. Young: Hölle kann was Gutes sein. - Sri Lanka-Attentate und Christus-Zeugnisse. - AKK glaubt an Auferstehung Jesu. - Nahost-Friedensplan vor Veröffentlichung? - Mal wieder: Finanz- und Wirtschaftscrash droht. - Schweizer stimmen ĂŒber „Zensur-Gesetz“ ab. - Migranten leisten enorme Entwicklungshilfe. - An Hochschulen: Debattenkultur in Gefahr. - Wegen Israel: Deutschland sollte den Mund halten. - Warum China die USA ĂŒberholt. - Insekten als Waffen. - Zu wenige Christen: ARD Ă€ndert Oster-Programm.



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Thema „Lobpreis“: Wort-Gottesdienst oder Musik-Gottesdienst? 

   Gott scheint keineswegs jede Art von Musik zu gefallen. Im alttestamentlichen Buch Amos im 5. Kapitel findet sich ein Ausspruch Gottes in Bezug auf das Volk Israel, der so lautet: „Tue nur weg von mir den LĂ€rm deiner Lieder, und dein Harfenspiel mag ich nicht hören.“
   Im Neuen Testament finden sich nur vier Bibelstellen, die konkrete Lehranweisungen zum Gesang geben: 1.Kor.14,15; Eph.5,18-19; Kol.3,16 und Jak.5,13. Das ist erstaunlich wenig, wenn man bedenkt, welche Bedeutung Musik, besonders der musikalische Lobpreis, heute spielt. Von den ersten Christen wird in Apg.2,42 nicht geschrieben: „Sie blieben bestĂ€ndig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen, in den Gebeten sowie in vielen LobgesĂ€ngen.“ Werden Gesang und Musik in unseren Gemeinden mittlerweile völlig ĂŒberwertet? Genau diese Frage will die neue Ausgabe der Zeitschrift „GemeindegrĂŒndung“ der Konferenz fĂŒr GemeindegrĂŒndung (KfG) beantworten. Die Autoren – darunter ein ausgewiesener Musikfachmann – versuchen, aus rein biblischer Sicht Gesang und Musik unserer Tage in christlichen Gemeinden zu analysieren und zu bewerten. Dabei kommen sie zu einwandfrei belegten Aussagen, die manchen Lobpreis-Fan nachdenklich stimmen mĂŒssen – wenn Gottes Wort fĂŒr ihn noch eine Bedeutung hat. Will Gott wirklich mit „weltlicher“ Musik angebetet werden, mit Lobpreisliedern, die oft in einen Musik-„LĂ€rm“ eingebettet sind?
   Laut Joh. 4,24 will Gott in Geist und Wahrheit angebetet werden. Ob zu diesem Weg der Anbetung Gottes die Lobpreismusik dienlich sein kann, darauf gibt das KfG-Heft aus Sicht der Bibel eine Antwort.
   Die Autoren des KfG-Heftes verteufeln keineswegs Gesang und Musik in der christlichen Gemeinde. Aber sie arbeiten den Schwerpunkt heraus, dass jede Art vonMusik zur Ehre Gottes dem Wesen Gottes entsprechen und nicht WesenszĂŒge der „Welt“ tragen sollte. Denn: Musik ist keinesfalls neutral. Auch fĂŒr diesen Aspekt prĂ€sentieren die Autoren hieb- und stichfeste Argumente.
   Im KfG-Heft, das auch einen Artikel zur Hillsong-Bewegung beinhaltet, finden sich ferner etliche „Leitlinien fĂŒr eine biblische Musik- und Lobpreispraxis in der Gemeinde“. Das Heft sowie auch ein spezieller Sonderdruck zum Thema „Generation Lobpreis – kapitulieren wir?“ können unter folgender Adresse gratis (jeweils 1 Exemplar) bezogen werden:
   Christlicher Mediendienst (CMD), Mackenzeller Str. 12, 36088 HĂŒnfeld, Telefon 06652 - 918187 (Fax: 98189), Internet: www.mediendienst.org 

           TOPIC  Nr. 05/2019



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William Paul Young: Evangelikale geben gefĂ€hrlichem Irrlehrer eine BĂŒhne 

   Wussten Sie, dass die brennende Hölle in der Bibel eine Eigenschaft Gottes sein kann – ein Ausdruck seiner Liebe? Die Hölle dĂŒrfte dann keineswegs als ein Ort der ewigen Trennung von Gott verstanden werden. Haben Sie schon einmal darĂŒber nachgedacht, dass die Hölle nicht gegen Sie ist, sondern in Wirklichkeit fĂŒr Sie, weil sie ein Ort der Reinigung durch Gott sein könnte, in dem alles Böse aus Ihnen herausgebrannt wird?
   Wenn Sie das noch nicht gewusst haben, dann sollten Sie vielleicht öfters mal bei Bibel-TV hereinschauen, denn genau dort erklĂ€rte am 16. April 2019 ein netter Amerikaner diese Vorstellung von der Hölle. Dieser nette Amerikaner ist seit Mitte 2018 regelmĂ€ĂŸig im Programm von Bibel TV zu sehen – insgesamt in 25 Folgen noch weit bis in das Jahr 2019 hinein. Er erlĂ€utert darin sein Buch, das zum weltweiten Millionen-Bestseller wurde: „Die HĂŒtte – GesprĂ€che mit Gott“ (s. TOPIC 7/2009). In dem Roman schildert der Autor, der kanadische Missionarssohn William Paul Young, GesprĂ€che mit „Gott“.
   Jesus ist in dem Roman ein „guter alter Junge“, der gerne Dinge in Ordnung bringt. Er lacht ĂŒber plumpe Witze, hat etwas von einem Trottel, befasst sich mit dem Fischen von Forellen, indem er – auf dem Wasser laufend – ihnen nachjagt. Der „HĂŒtte-Jesus“ umarmt und lacht gerne mit den beiden anderen Mitgliedern der „Dreieinigkeit“ und fĂŒhrt lange Dialoge mit ihnen. Dabei tritt Gott in der Figur einer dicken afro-amerikanischen Frau auf, der Heilige Geist als zartgliedrige asiatische Dame. Der gute, alte Junge, die Dicke und die Asiatin vermitteln als „Orakel Gottes“ „göttliche“ Einsichten und ErklĂ€rungen zum menschlichen Leben.
   William Paul Young ist kein glĂ€ubiger Christ, da er Theorien prĂ€sentiert, die völlig der Bibel widersprechen – nicht nur zum Thema „Hölle“. Auf einem Esoterik-Festival 2010 in Hamburg sagte Young: „Wir sind alle in Christus gestorben, ob wir es wollen oder nicht, ob wir es wissen oder nicht. Papi liebt euch alle!“ Von daher ĂŒberrascht es auch nicht, dass fĂŒr Young alle Wege irgendwie zu Gott fĂŒhren. Logischerweise postuliert er in seinem Buch „LĂŒgen, die wir uns ĂŒber Gott erzĂ€hlen“, es sei eine „LĂŒge“, jemandem zu sagen, „Du musst gerettet werden!“ Young will Gott sogar so gut kennen, dass er behauptet, Gott sei sogar bereit, sich unseren Entscheidungen zu unterwerfen.
   Es ist schlimm genug, dass sich jemand Christ nennt und Blasphemisches am laufenden Band serviert. Fast noch schlimmer ist es aber, dass diesem gefĂ€hrlichen Irrlehrer eine große evangelikale BĂŒhne nicht nur in Bibel TV geboten wird. Vor Ostern 2019 tourte Young durch die Schweiz und wurde auch zu einem „Abend mit William Paul Young eingeladen“. Als Veranstalter firmierten:
Anglican Church Basel, Chrischona-Gemeinde Muttenz, Ev. Mennonitengemeinde SchĂ€nzli (Muttenz), Gebetshaus Basel (House of Prayer) und die ĂŒberkonfessionelle Freikirche ICF Basel

         TOPIC  Nr. 05/2019



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Wird Trump in KĂŒrze Weichen von historischer Bedeutung stellen? 

   In den letzten zwei Jahren ereignet sich etwas im Nahen Osten, was vor fĂŒnf Jahren noch niemand fĂŒr möglich gehalten hat: Ein Großteil der arabischen Welt geht friedlich auf Israel zu.
   November 2017: Eine Delegation aus Bahrain besucht Israel. April 2018: Der neue starke Mann in Saudi-Arabien, Kronprinz Mohammed Bin Salman, erkennt das Existenzrecht Israels an. November 2018: Bei einem Besuch einer Delegation von israelischen Geheimdienstmitarbeitern im Oman plĂ€diert der omanische Außenminister fĂŒr normale Beziehungen zu Israel. Februar 2019: In Warschau treffen sich Vertreter aus arabischen Staaten und Israel zu einer Nahost-Konferenz. Bahrain spricht sich auf der Konferenz fĂŒr normale Beziehungen zu Israel aus. MĂ€rz 2019: Auch der Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate plĂ€diert fĂŒr Beziehungen zu Israel.
   Was ist plötzlich los im Nahen Osten? In einem Beitrag fĂŒr das evangelikale Magazin Israelnetz bringt der Abteilungsleiter fĂŒr AuswĂ€rtige Angelegenheiten im Nachrichtendienst-Ministerium des israelischen Premiers Netanjahu es so auf den Punkt: Arye Sharuz Shalicar schreibt: „Der Hauptgrund fĂŒr die AnnĂ€herung zwischen den Golfstaaten und Israel ist somit ganz klar der Iran, der sowohl eine nukleare und eine ballistische als auch eine Terrorbedrohung von außen und von innen darstellt.“ Abgesehen vom Schicksal Israels befĂŒrchten die sunnitischen Staaten des Nahen Ostens, dass der schiitische Iran die Vormachtstellung in der Region anstrebt. Da nur Israel dem Iran militĂ€risch ebenbĂŒrtig, wenn nicht gar ĂŒberlegen, ist, scharen sich die sunnitischen Staaten hinter Israel nach dem Motto: Der Feind meines Feindes ist mein Freund.
   Es ist völlig klar: Wenn der Iran in KĂŒrze in diesem Machtpoker nicht klein beigibt – was schier unvorstellbar erscheint –, dann wird es zu einem großen Endkampf um die islamische Vorherrschaft im Nahen Osten kommen. Dieser Endkampf könnte dadurch ausgelöst werden, dass Donald Trump seinen Nahost-Friedensplan aus der Tasche zieht, der eine neue Ordnung in der Region vorsieht.
   Arabische Medien haben im April angebliche Details aus diesem Friedensplan bekannt gemacht. Die Einzelheiten sind jedoch in verschiedenen Medien widersprĂŒchlich. Die arabischsprachige libanesische ZeitungAl-Akhbar berichtete, dass nach dem US-Plan bis zu eine Million PalĂ€stinenser nach Jordanien umgesiedelt werden sollen. DafĂŒr sollen umgerechnet knapp 40 Milliarden Euro an Entwicklungsgeldern aus Saudi-Arabien und den Golfstaaten zur VerfĂŒgung gestellt werden. Jordanien soll auch Land von Saudi-Arabien nach diesem Plan erhalten. Da es nach dem Plan keine Zweistaaten-Lösung gibt, will man PalĂ€stinensern freien Zugang nach Ägypten gewĂ€hren, damit sie dort nicht nur arbeiten, sondern auch die Ă€gyptische StaatsbĂŒrgerschaft erwerben können. DafĂŒr soll Ägypten EntschĂ€digungen von umgerechnet 57 Milliarden Euro erhalten, um Projekte im Norden des Sinai zu entwickeln. Die 450.000 palĂ€stinensischen FlĂŒchtlinge im Libanon sollen die Option bekommen, nach Israel zurĂŒckzukehren oder die libanesische StaatsbĂŒrgerschaft anzunehmen. In Bezug auf die islamischen StĂ€tten in Jerusalem ist nach dem Plan angeblich vorgesehen, Jordanien den bisher schon ausgefĂŒhrten Aufsichtsstatus auf dem Tempelberg zu belassen.
   Es muss natĂŒrlich abgewartet werden, was tatsĂ€chlich im Friedensplan steht. Ab dem 15. Mai – also nach den Feiern zur StaatsgrĂŒndung Israels am 14. Mai – will Trump nach unbestĂ€tigten Informationen aus den USA den neuen Nahost-Friedensplan der Öffentlichkeit vorstellen. Doch gibt es dann wirklich bald Frieden im Nahen Osten? Nach TOPIC vorliegenden Informationen haben die Amerikaner in den letzten Wochen in Israel ein Flugabwehrsystem fĂŒr Mittel- und Langstreckenraketen installiert, das sie aus den eigenen US-BestĂ€nden genommen und im Heiligen Land installiert haben. Warum wohl? Mittel- und Langstreckenraketen haben in Bezug auf die Region nur der Iran und seine mĂ€chtigen VerbĂŒndeten Russland und China. Angesichts der schon beschriebenen Entwicklungen im Nahen Osten deutet einiges darauf hin, dass es zunĂ€chst einen Krieg geben wird. Und der gemeinsame Feind fast aller bedeutenden politischen KrĂ€fte vor Ort heißt: Iran. 

           TOPIC  Nr. 05/2019



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Finanz- und Wirtschaftscrash: Die Anzeichen mehren sich mal wieder 

   Die aktuellen Entscheidungen von zwei mĂ€chtigen Zentralbanken haben bisher nur Experten alarmiert. Die Deutschen-Wirtschafts-Nachrichtenschrieben dazu: „Zentralbanken bereiten die Öffentlichkeit auf schwere Zeiten vor.“ Die meisten der sogenannten NormalbĂŒrger können kaum nachvollziehen, welche Tragweite mit diesen Entscheidungen der Notenbanken verbunden ist.
   Da meldet die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB), dass die Null-Zins-Politik in Bezug auf Kredite fĂŒr GeschĂ€ftsbanken weiter fortgesetzt wird. Das bedeutet: Die Banken brauchen auch weiterhin nicht mehr das Geld ihrer Sparer, um Kredite vergeben zu können, sondern sie bekommen ihr Geld fĂŒr Kredite von der EZB zum Null-Tarif. Die Folge fĂŒr die Sparer: Banken geben ihren Sparern so gut wie keine Zinsen mehr, denn sie haben ja das spottbillige Geld von der EZB zur VerfĂŒgung. Warum macht die EZB das und woher nimmt sie das Geld?
   Mit dem billigen Geld will die EZB ĂŒber die Banken die europĂ€ische Wirtschaft ankurbeln Unternehmen sollen von ihren Banken supergĂŒnstige Kredite bekommen, um investieren zu können. LĂ€ngst hat diese Form der EZB-Kreditvergabe die zwei Billionen-Euro-Grenze ĂŒberschritten. Das Geld dafĂŒr druckt die EZB ab 2015 einfach selbst. Die Tatsache nun, dass die EZB diese Null-Zins-Kreditvergabe weiterfĂŒhrt, kommentieren die Deutschen-Wirtschafts-Nachrichten so: „Faktisch handelt es sich dabei um das EingestĂ€ndnis der EZB, dass permanente Investitionen mit dem aus dem Nichts geschaffenen Geld notwendig sind, um die europĂ€ische Wirtschaft und die Banken ĂŒber Wasser zu halten.“
   Auch jenseits des Atlantiks ist die US-Notenbank Fed zur Einsicht gelangt, dass ohne das Geld, das sie aus dem Nichts schafft und billig zur VerfĂŒgung stellt, die US-Wirtschaft langfristig nicht gut laufen wird. Umgerechnet vier Billionen Euro pumpte die Fed in letzter Zeit in den amerikanischen Wirtschaftskreislauf und sorgte dafĂŒr, dass die US-Wirtschaft eine ScheinblĂŒte erlebte – allein durch Schulden hochgepuscht.
   Seit kurzer Zeit ist etwas eingetreten, was etliche Wirtschaftsfachleute schon frĂŒher erwartet hatten: ein krĂ€ftiger Abschwung im Welthandel, eine Rezession, die Weltkonjunktur geht zurĂŒck. Das Problem ist nun, dass die Zentralbanken nicht so einfach immer weiter Geld aus dem Nichts schaffen können. Das Pulver im Kampf gegen eine sich abschwĂ€chende Weltwirtschaft sei grĂ¶ĂŸtenteils verschossen, urteilt der Internationale WĂ€hrungsfonds(IWF). Die Welt sei viel weniger vorbereitet auf die bevorstehende Rezession als auf die letzte große Krise 2008. Laut IWF wird der wirtschaftliche Abschwung spĂ€testens 2020 einsetzen. Laut Fed kommt der Crash, wenn die permanenten Eingriffe mit dem billigen Geld nicht fortgesetzt werden. Laut IWF sei aber genau dieses Pulver verschossen. Wer hier 1 und 1 zusammenrechnet, der muss davon ausgehen: Ein weltweiter Finanz- und Wirtschaftscrash scheint unmittelbar vor der TĂŒr zu stehen. 

           TOPIC  Nr. 05/2019



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Schweizer werden ĂŒber „Zensur-Gesetz“ abstimmen

   In unserer MĂ€rz-Ausgabe 2019 hatten wir unter der Überschrift „Ausgerechnet in der Schweiz: Christen könnte GefĂ€ngnis drohen“ ĂŒber einen Gesetzesentwurf berichtet, der die MeinungsĂ€ußerungs- und Gewissensfreiheit in der Schweiz einschrĂ€nken könnte. Hintergrund: Das Schweizer Parlament hatte im Dezember 2018 entschieden, im Rahmen der Anti-Rassismus-Strafreform auch Aufrufe zu Hass und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung unter Strafe zu stellen – Verurteilungen bis zu drei Jahren GefĂ€ngnis waren vorgesehen. Gegnern dieser „Reform“ geht diese Ausweitung zu weit. Sie sehen die Gewissensfreiheit bedroht, wenn beispielsweise christliche Hotelbesitzer sich aus GlaubensgrĂŒnden weigern, einem schwulen Paar ein Zimmer zu vermieten. Auch die biblische Bewertung von praktizierter HomosexualitĂ€t wĂ€re unter UmstĂ€nden vom geplanten Gesetz betroffen gewesen.
   Um dieses „Zensur-Gesetz“ zu stoppen, hatte sich ein ĂŒberparteiliches Komitee gebildet, das per Referendum einen Volksentscheid im Alpenstaat bewirken wollte. Um das zu erreichen, mussten bis Ende MĂ€rz mindesten 50.000 beglaubigte Unterschriften gesammelt werden, um sie dann bei der Schweizer Bundeskanzlei einzureichen. Wie das Referendums-Komitee in einer Pressemitteilung schrieb, habe sich nach einem „harzigen Start [
] im Laufe des Monats MĂ€rz eine erstaunliche SammelaktivitĂ€t entwickelt.“
   Die MĂ€rz-Ausgabe von TOPIC erschien in der Schweiz zum 10. MĂ€rz. Wir danken allen TOPIC-Lesern, die sich aufgrund unseres Artikels am Referendum beteiligt haben. Denn: Am 8. April 2019 ĂŒberreichte das Komitee der Bundeskanzlei 70.349 beglaubigte Unterschriften. Somit können alle stimmberechtigten Schweizer in einem Volksentscheid ĂŒber das geplante „Zensur-Gesetz“ abstimmen. Die Referendums-Akteure hoffen nun darauf, dass jetzt die Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten mit einem eindeutigen „Nein“ zum „Zensur-Gesetz“ votieren wird.

           TOPIC  Nr. 05/2019



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Islam: die geplante Unterwerfung Europas
AuszĂŒge:

   Paris, 15. April 2019. Die Kathedrale von Notre Dame steht in Flammen. Einen Monat spĂ€ter ist die Brandursache noch nicht geklĂ€rt. Erste VorschlĂ€ge fĂŒr einen Wiederaufbau werden jedoch schon diskutiert. Das Dach mit der Turmspitze und dem Kreuz soll nicht mehr original wiederhergestellt werden. Der französische Innenminister Christophe Castaner, ein Sozialist und Freimaurer, spricht davon, dass Notre Dame keine christliche Kathedrale mehr sei, sondern ein Ort, an dem nun das moderne und vielfĂ€ltige Frankreich demonstriert werden solle. Die bisher vorgelegten VorschlĂ€ge sehen ein Dach aus Stahl und Glas vor oder eine reflektierende Kristall-Konstruktion aus Glas und Edelstahl. Ein weiterer Vorschlag: Notre Dame solle ein „anmutiges“ islamisches Minarett bekommen; jedenfalls keinen Turm mehr mit Kreuz. 
.

   WĂ€hrend die halbe Welt entsetzt war ob der Teilzerstörung des rund 800 Jahre alten Gotteshauses, kamen aus der islamischen Welt via sozialer Medien Jubel-Bekundungen. Man deutete den brennenden, darnieder stĂŒrzenden Turm mit dem Kreuz als Fall des Christentums in Europa
.. 


 warum soll da die Politik dieser Unbedenklichkeit nicht folgen? Da streicht im April 2019 die Justizministerin Katarina Barley (SPD) einen Passus aus einem Gesetzentwurf von CSU-Bundesinnenminister Horst Seehofer. Dieser Passus besagte, dass niemand in Deutschland eingebĂŒrgert werden darf, der in einer Vielehe nach Deutschland kommt. Schließlich steht die Vielehe in Deutschland unter Strafe. Doch was macht Angela Merkel? Unter ihrer Leitung beschloss das Kabinett genau diesen von Barley geĂ€nderten Gesetzentwurf, der jetzt einen Zuzug von MĂ€nnern mit mehreren Frauen offen lĂ€sst

 

  Jean-FrĂ©dĂ©ric Poisson ist seit 2013 Vorsitzender der französischen Christdemokraten und gehört zum Untersuchungsausschuss ĂŒber die Methoden des Islamischen Staates (IS). 2018 veröffentlichte er das Buch „L’islam Ă  la conquĂȘte de l’Occident“ (in etwa: „Die Eroberung des Westens durch den Islam“). In dem Werk, das es bisher nur auf Französisch gibt, berichtet er von der 9. Islamischen Konferenz von muslimischen Staaten aus dem Jahr 2000. Auf dieser Zusammenkunft wurde ein Dokument verabschiedet, das die Strategien beschreibt, wie Europa islamisch unterworfen werden kann. Wörtlich heißt es, dass Schritt fĂŒr Schritt eine „Ersatzgesellschaft“, gemeint ist eine Austauschgesellschaft, etabliert werden solle. In diesem Strategiepapier wird laut Poisson auch davon gesprochen, dass die LĂŒge (die Taqiya und ihre vielfĂ€ltigen Formen) fĂŒr diesen Prozess erlaubt sei. Ein Dialog mit NichtglĂ€ubigen mĂŒsse nach den Regeln des Dhimmitums immer zum Ziel haben, Nicht-Muslime zu unterwerfen. Nach Poisson hĂ€tten die Muslime einen konkreten Plan, um Europa umzugestalten. Dazu gehöre auch die EinfĂŒhrung von muslimischen Sitten und GebrĂ€uchen in die abendlĂ€ndische Gesellschafts-Ordnung



         TOPIC  Nr. 06/2019



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Weg zur Welteinheitsreligion: Welche Rolle spielt Abu Dhabi dabei?

   Abu Dhabi ist ein Emirat, also eine Art FĂŒrstentum, und gehört mit weiteren sechs Emiraten zu den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Die Stadt Abu Dhabi hat etwa 1,5 Millionen Einwohner und ist zudem die Hauptstadt der VAE. Dank riesiger Gas- und Ölreserven sind die sieben Emirate der VAE reich – sehr reich.
   Was in den letzten zwei Jahren in Abu Dhabi geschah, darĂŒber haben westliche Medien nur wenig berichtet. Die sunnitische Herrscherfamilie von Abu Dhabi startet ein gigantisches Projekt, das eine Art weltweites Leuchtturm-Projekt fĂŒr Toleranz und die WertschĂ€tzung kultureller Vielfalt sein soll. In diesem Zusammenhang bezeichnet sich Abu Dhabi sogar als globale Hauptstadt.
   In einem Beitrag fĂŒr das „Jahrbuch Religionsfreiheit 2019“ hat der deutsche ev. Theologe Gerhard Arnold einmal die HintergrĂŒnde beleuchtet zu einem Treffen von 700 internationalen ReligionsfĂŒhrern – darunter der Papst – Anfang Februar 2019 in Abu Dhabi. Eingeladen zu dieser Konferenz hatten die VAE und eine Gruppe von einflussreichen muslimischen Gelehrten: der muslimische Ältestenrat (Muslim Council of Elders). An der Spitze dieses Ältestenrates steht Ahmad al-Tayyeb (Kairo), der einflussreichste Geistliche des sunnitischen Islams. Abu Dhabi hatte die ReligionsfĂŒhrer als StaatsgĂ€ste eingeladen und ĂŒbernahm sĂ€mtliche Kosten. Aus Deutschland waren u. a. dabei der ev. Ökumene“-Bischof Dr. Markus Dröge und Prof. Thomas Schirrmacher von der Weltweiten Ev. Allianz (WEA). Schirrmacher war von der WEA allerdings nicht alleine im WĂŒstenstaat, sondern gemeinsam mit dem GeneralsekretĂ€r der WEA, Efraim Tendero.
   Die Konferenz mit dem Titel „Globale Konferenz fĂŒr menschliche BrĂŒderlichkeit“ hatte einen bemerkenswerten VorlĂ€ufer im Jahr 2018. Mitte November 2018 fand der „Weltgipfel der Toleranz“ statt, zu dem Abu Dhabi 1.000 hochrangige Persönlichkeiten aus aller Welt eingeladen hatte. Die Teilnehmer setzten sich aus Politikern, Experten verschiedener Gebiete und religiösen FĂŒhrern aus aller Welt zusammen. Ziel dieser Konferenz war es, einen wesentlichen Impuls zu geben, um einerseits ein friedliches Zusammenleben auf diesem Globus zu fördern und andererseits jeglichen Extremismus zu bekĂ€mpfen.
   Beobachter dieser AktivitĂ€ten in Abu Dhabi waren ĂŒberrascht, dass nur drei Monate spĂ€ter in Abu Dhabi schon wieder eine Weltkonferenz – dieses Mal allein mit religiösen FĂŒhrern – einberufen wurde. Was hat der sunnitische Islam vor? Dieser Toleranz- und Charme-Offensive trauen manche Kritiker nicht. Denn sowohl die VAE als auch das befreundete Saudi-Arabien unterdrĂŒcken einen Teil ihrer Einwohner und fĂŒhren einen grausamen Krieg im Jemen.
   Zum Abschluss der Konferenz unterzeichneten der Papst und der „Obersunnit“ Ahmad al-Tayyeb ein Papier, in dem es heißt, dass die Vielfalt und Verschiedenheit der Religionen von Gott in seiner Weisheit gewollt seien (s. TOPIC 03/2019). So etwas wird ein Christ, der seinen Glauben allein auf die Bibel grĂŒndet, nicht unterschreiben können – und wollen.
   Wie Thomas Schirrmacher gegenĂŒber TOPIC erklĂ€rte, sei nur dieses eine Papier und nur vom Papst und von al-Tayyeb unterzeichnet worden. Die WEA habe mit diesem Papier nichts zu tun. Man habe in dieser Sache auch nicht mit muslimischen Vertretern oder mit der katholischen Seite Kontakt gehabt. Die WEA-Vertreter hĂ€tten jedoch die Chance der Einladung genutzt, um mit der Regierung Abu Dhabis ĂŒber die staatliche Anerkennung evangelikaler Gemeinden zu verhandeln. 

         TOPIC  Nr. 06/2019



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Siegener HammerhĂŒtte: Immer wieder Arena im Kampf um die Bibeltreue

   Am Samstag, den 16. November 2019, wird die Siegener HammerhĂŒtte erneut zur Arena werden, in der um die Bibeltreue gerungen werden soll. Prominente Bibeltreue wie Olaf Latzel oder Ulrich Parzany wollen dann auf die Kanzel der HammerhĂŒtte steigen, um zum Thema „Heilsame Lehre“ zu sprechen.
   Das Vereinshaus „HammerhĂŒtte“ war schon kurz nach seiner Errichtung 1880 Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen pietistischen Gemeinschaftlernund der ev. Kirche in Gestalt der Pfarrer des Siegerlandes. Immer wieder ging es um das Thema „Was bedeutet evangelisch im Licht der Bibel“.
   Was damals nur auf die Region beschrĂ€nkt war, wuchs ĂŒber 100 Jahre spĂ€ter weit ĂŒber das Siegerland hinaus. 1998 wurde der erste „Evangelische Orientierungstag“ in der HammerhĂŒtte veranstaltet. FĂŒr viele Christen innerhalb der evangelischen Kirche in Deutschland war schon vor ĂŒber 20 Jahren eine theologische Schmerzgrenze mehr als erreicht. Seit Jahrzehnten registrierten sie fassungslos, wie ihre Kirche theologisch und ethisch einen beispiellosen Niedergang erlebte. Auf breiter Front wurden seinerzeit im deutschen Protestantismus schon Positionen vertreten, die der Heiligen Schrift und den reformatorischen Bekenntnissen eklatant widersprachen: z. B. neue Gottesbilder, die Leugnung der Schöpfung, Missachtung der Gebote Gottes, Religionsvermischung etc.
   Namhafte Vertreter fĂŒr bibeltreue Positionen waren 1998 in die HammerhĂŒtte gekommen: Jens Motschmann, Konrad Eißler, Bernhard Kaiser, Joachim Cochlovius oder Thomas Schirrmacher. Getragen wurde der Evangelische Orientierungstag von Organisationen wie Christen fĂŒr die Wahrheit, Evangelische Notgemeinschaft, Evangelischer Aufbruch Mittelrhein, Evangelischer Gemeinschaftsverband Siegerland und Nachbargebiete, Gemeindehilfsbund, Gruppen der Bonner ErklĂ€rung in der Evangelischen Kirche im Rheinland und die Kamen-Initiative zur Bildung von Notgemeinden und Notsynoden.
   2011 wurde die „HammerhĂŒtte“ erneut zu einem Sammelpunkt fĂŒr Evangelische, die um eine biblische Orientierung kĂ€mpfen wollten. Siegen war einer von acht Orten, an denen die „Glaubens- und Besinnungstage“ angeboten wurden. Einer der HintergrĂŒnde, die zu den deutschlandweit veranstalteten „Glaubens- und Besinnungstagen“ fĂŒhrten: Die EKD hatte durch die Änderung im Pfarrdienstgesetz geregelt, dass nun auch homosexuelle Partnerschaften im Pfarrhaus erlaubt sind.
Damals wurde auch von einem Netzwerk von evangelikalen bibeltreuen Organisationen ein Positionspapier verabschiedet, in dem die „Irrlehren“ der ev. Volkskirche verurteilt wurden.
   Nun wird es im November 2019 im Grunde genommen wieder einmal um die Irrlehren der ev. Volkskirche gehen. Das Netzwerk Bibel und Bekenntnis unter Leitung von Ulrich Parzany will in der HammerhĂŒtte in Siegen einen Studientag „Heilsame Lehre“ anbieten. Der Tag soll um 10.30 Uhr beginnen und gegen 16.00 Uhr enden. Neben Latzel und Parzany werden auch der Biologe Dr. Markus Till (Weil im Schönbuch), der Pfarrer und Privatdozent Prof. Dr. Christian Stettler (Flaachtal, Schweiz) und Markus Hoffmann sprechen, der u. a. Homosexuelle seelsorgerlich berĂ€t und betreut.
   Betrachtet man die Geschichte des Kampfes um Bibeltreue innerhalb der ev. Kirche, so ist die HammerhĂŒtte eine Arena, wo sehr viel kĂ€mpferisch ausgesprochen wurde. Gleichwohl wurde dadurch der Niedergang der ev. Kirche nicht aufgehalten – vielleicht aber ein wenig verzögert. Zumindest waren die bisherigen Veranstaltungen eine Ermutigung fĂŒr ev. Christen, einen bibeltreuen Glauben tapfer zu bezeugen.  

           TOPIC  Nr. 06/2019



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Urlaubszeit ist auch Unfallzeit: Organspende-Regelungen in der EU

   Jedes Jahr gehören sie zu den beliebtesten UrlaubslĂ€ndern der Deutschen: Österreich, Italien, Frankreich oder Spanien. Was viele deutsche Urlauber nicht wissen: In diesen – und nicht nur in diesen – EU-LĂ€ndern wird man automatisch zum Organspender, wenn man sich nicht ausdrĂŒcklich dagegen ausgesprochen hat. Das ist in Deutschland noch nicht so.
   Erleiden Sie beispielsweise in Österreich einen schweren Unfall mit Hirnverletzungen, dann könnte Folgendes sehr schnell auf Sie zukommen: Sie landen zunĂ€chst auf einer Intensivstation. Dort werden alle Ihre lebenswichtigen Funktionen per Maschinen aufrechterhalten. Irgendwann entscheiden Ärzte, Sie seien hirntot. Ihr Herz schlĂ€gt zwar noch, die Atmung funktioniert auch noch, Sie bekommen Mund- und Hautpflege, erhalten Medikamente und Ihr Körper ist ganz warm. Sie sehen aus, als ob Sie schliefen. Dann entscheiden die Ärzte: ab auf den Seziertisch. Man spritzt Ihnen Fentanyl, ein Schmerzmittel, das etwa 100-mal so stark ist wie Morphin. Sie leben ja noch – irgendwie – und könnten Schmerz empfinden. Und Sie könnten sich gegen Schmerz wehren, deshalb schnallt man Sie auch zusĂ€tzlich an. Dann trennt man Sie mit Skalpell und TrennjĂ€ger vom Kinn bis zum Schambein auf und spreizt Ihre KörperhĂ€lften wie eine Wanne auseinander. Als NĂ€chstes kippen die Operateure eiskalte Perfusionslösung in Sie hinein, um dann die verwertbaren Organe zu entnehmen, die eventuell einem wartenden Patienten eingepflanzt werden können. Um die ausgeweidete Leiche einigermaßen ansehnlich aussehen zu lassen, werden vor dem ZunĂ€hen die HohlrĂ€ume ausgestopft und der Körper manchmal mit einem schlichten Besenstiel stabilisiert.
   Eine Mutter, die auf DrĂ€ngen der Ärzte die Organe ihres schwer verunglĂŒckten Sohnes zur Transplantation frei gegeben hatte, schilderte den letzten Blick auf den noch nicht prĂ€parierten Leichnam ihres geliebten Kindes so: „Ich habe meinen Sohn vor seiner Beerdigung noch einmal gesehen. Er erinnerte mich an ein ausgeschlachtetes Auto, dessen unbrauchbare Teile lieblos auf den MĂŒll geworfen wurden. KanĂŒlen steckten noch in seinen Armen und HĂ€nden. Ein Schnitt zog sich von seiner Kinnspitze bis tief in den Ausschnitt seines Hemdes. Die Augen fehlten.“ Der SPD-Politiker und Arzt Dr. Wolfgang Wodarg war von 1994 bis 2009 Bundestagsabgeordneter. Als er einmal darum bat, als Zuschauer einer Organentnahme beizuwohnen, wurde ihm dieser Wunsch abgeschlagen. Das hat seinen Grund. Organentnahmen sind mehr als blutig. Die Operateure mĂŒssen meist auf Matten und TĂŒchern stehen, da um sie herum eine Blut- und WasserĂŒberschwemmung stattfindet. In der Regel werden Organentnahmen auch nachts durchgefĂŒhrt, um nicht zu viel Aufsehen zu erregen.
   Joseph Ratzinger hatte als Kardinal noch fĂŒr die Organspende geworben und sie als Akt christlicher NĂ€chstenliebe bezeichnet. Auch er selbst war bereit, Organe zu spenden. Als Papst Benedikt XVI. nahm er diese Entscheidung zurĂŒck, nachdem er die ganze Wahrheit ĂŒber den Vorgang einer Organspende kannte. Warum wohl? FĂŒr hirntot ErklĂ€rte sind nicht wirklich tot. Sie sind Sterbende. Damit Transplantations-Mediziner aber nicht zu Mördern werden, definierte das Harvard Ad Hoc Committee 1968 in den USA den Tod des Menschen neu. Es erschuf einen „neuen“ Tod. Er ist eigentlich eine Erfindung der Transplantations-Medizin.
   Was muss ich als Urlauber nun unternehmen, um bei einem schweren Unfall im Urlaubsland nicht sofort „ausgeschlachtet“ zu werden? Der sicherste Weg ist der, einen schriftlichen Widerspruch zur Organentnahme –möglichst in Landessprache – bei den Ausweispapieren zu tragen. Wer auf „Nummer sicher“ gehen will, muss sich die MĂŒhe machen, einen Eintrag im „Widerspruchsregister gegen Organspende“ des jeweiligen Landes zu erwirken. Hilfreiche Informationen dazu finden sich im Internet unter www.transplantation-information.de. 

           TOPIC  Nr. 06/2019



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Aspekte zum Hirntod

   Seit Jahrtausenden kann jeder Mensch, egal wo auf der Welt, feststellen, ob ein anderer Mensch wirklich tot ist. Sichere Todeszeichen sind bis heute: Leichenstarre, Totenflecken und beginnender Verwesungsgeruch. Heute bedarf es mindestens zweier Ärzte, die nach umfĂ€nglichen Untersuchungen den „neuen Tod“, den Hirntod, bescheinigen mĂŒssen. Damit kann aber der Hirntote noch nicht beerdigt werden, denn der gesamte Körper lebt ja noch. Dass der Hirntod niemals als Tod anerkannt werden dĂŒrfte, beweist eine ganz einfache Tatsache: Nicht wenige als hirntot erklĂ€rte Patienten wurden wieder vollstĂ€ndig gesund. DarĂŒber berichtet der Katholik und Jurist Prof. Dr. Wolfgang Waldstein in dem Buch „Hirntod – Organspende“. Er schildert mehrere FĂ€lle von sogenannten Hirntoten, bei denen die Angehörigen sich weigerten, den Körper fĂŒr eine Organentnahme freizugeben. Nach Wochen, manchmal Monaten, waren diese „Toten“ dann wieder quicklebendig. Der Hirntote im Bett einer Intensivstation ist nicht – besser: noch nicht – tot. Erst bei einer Organentnahme auf dem Operationstisch wĂŒrde er wirklich sterben.
   Es ist eine unfassbare HochmĂŒtigkeit und Selbstherrlichkeit, wenn sich der Mensch anmaßt, ĂŒber Leben und Tod zu entscheiden. Aber genau das tun die Transplantations-Mediziner. Sie erklĂ€ren einen Menschen, der noch lebt, fĂŒr tot und töten einen Menschen, der noch lebt. Wie abartig dieses ist, zeigt auch der Aspekt, dass Transplantationen ein RiesengeschĂ€ft sind. FĂŒr Organtransplantationen gehen fĂŒr alle Beteiligten fĂŒnfstellige Summen â€žĂŒber den Tisch“. Damit ein OrganempfĂ€nger das transplantierte Organ nicht abstĂ¶ĂŸt, muss er pro Jahr (!) Medikamente im Wert von zum Teil ĂŒber 100.000 Euro einnehmen (s. TOPIC 7/12 und 6/11).
   Von daher erklĂ€rt sich auch, dass sich Transplantations-Mediziner juristisch massiv gegen Kritiker wehren, weil es um viel Geld geht. Dieser Hintergrund wird vermutlich auch bei einem Vorgang eine Rolle gespielt haben, der im Vatikan stattfand. 2005 fand in der PĂ€pstlichen Akademie der Wissenschaft der Kongress „Signs of Life“ (dt.: Lebenszeichen) statt. In dem Abschlusspapier dieses Kongresses heißt es: „Es gibt einen ĂŒberwĂ€ltigenden medizinischen Befund, dass das vollstĂ€ndige und unwiderrufliche Ende aller GehirntĂ€tigkeit (im Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm) kein Beweis fĂŒr den Tod ist 
 Eine Diagnose des Todes durch neurologische Kriterien (also die Hirntod-Feststellung, die Red.) allein ist Theorie, keine wissenschaftliche Tatsache.“ Der Skandal im Vatikan: Der damalige Kanzler der Akademie, Bischof MarcĂ©lo SĂĄnchez Sorondo, war ĂŒber das Ergebnis dieses Kongresses so außer sich, dass er die Publikation der Akten verbot. Erst ĂŒber Umwege wurden die Ergebnisse des Kongresses bekannt.

           TOPIC  Nr. 06/2019



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Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
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TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
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