hauskreis4
Sonnenuntergang1

 

Hier ein paar Auszüge der Themen einiger Monatszeitschriften von 2021.  

Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
bedürfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages:
TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,



ZURÜCK

z.B. 41. Jahrgang - Nr. 1 Januar 2021

Die Themen: Coronakrise: der antichristliche Reset? - Grundsteinlegung für „House of One“. - Gott und Jesus gegendert. - Gottes Wort für Strafgefangene. - China: Christen im Visier der KP. - Bremen: Kirchenbeamte als „Stasi“. - Soll man sich impfen lassen? - SARS-CoV-2: das Schweigen der Geheimdienste. - Pandemie: Was TOPIC schon 2009 schrieb. - Die Galaxie-Gehirn-Theorie. - Ablöse für Staatsleistungen an die Kirchen. - Schwierig: Informieren in heutiger Zeit. - Araber wollen in Israel bleiben. - Martin Luther und die Coronakrise



ZURÜCK

Coronakrise: der antichristliche Reset?

   Derzeit geistern Begriffe rund um den Globus, die eine fundamentale Veränderung fast aller Ordnungen dieser Welt ankündigen. Man spricht von einer „neuen Weltordnung“, von einer „Transformation“, vom „Great Reset“, also vom großen Umbruch, der nach einem „großen Neustart“ alles verändern soll. Auslöser dafür sei die Coronakrise, die die gesamte Menschheit apokalyptisch erschüttern werde. Ein Neuanfang unter bisher noch unbekannten Bedingungen müsse unbedingt folgen. Dieser Neuanfang, so heißt es weiter, werde die Menschheit auf eine neue Entwicklungsstufe hieven. Eine ganz neue Zeit werde beginnen. Doch welche?
   Einer, der diesen Great Reset, diesen Neustart der Weltordnung, am lautesten postuliert, ist der deutsche Wirtschaftswissenschaftler Professor Klaus Schwab (82). Er ist Gründer und Vorstandsvorsitzender des
Weltwirtschaftsforums in Davos, auf dem sich jährlich die Mächtigsten der Welt treffen, um zu beraten, wie es mit der Menschheit weitergehen soll.
   Schwab hat mit einem Co-Autor jetzt ein Buch vorgelegt mit dem Titel „COVID-19: Der große Umbruch“. In diesem 331-Seiten-Werk stellt er seine Analyse der derzeitigen Weltsituation vor und beschreibt Szenarien, die jetzt rund um den Globus eintreten könnten.
   In großen Teilen sind Schwabs Analysen brillant, und man kann ihnen – auch als Christ – zustimmen, inklusive einiger Lösungsansätze. Schwab prangert zunächst die große Ungerechtigkeit auf dieser Welt an. Die Reichsten würden immer reicher und die Armen – jetzt ganz besonders getroffen durch die Coronakrise – weiter deutlich ärmer. Dass der 82-Jährige damit recht hat, zeigt der aktuelle „Billionaires Report“. Er weist aus, dass es auf der Welt 2.189 Milliardäre gibt, deren Vermögen sich seit April 2020 um 28 Prozent auf über zehn Billionen Dollar gesteigert hat. Die zehn Reichsten dieser Welt besitzen umgerechnet etwa 960 Milliarden Schweizer Franken. Zum Vergleich: Alle (!) 8,5 Millionen Schweizer zusammen verfügen „nur“ über ein Reinvermögen von 1.994 Milliarden Franken.
   Schwab fragt: Was geschieht aber mit diesem gigantischen Reichtum der Reichen? Es könne nicht sein, dass ein Arzt mit jahrelanger Ausbildung, der sich um das Wohl und Wehe eines kranken Menschen bemüht, nur einen Bruchteil von dem Geld verdiene, das ein Geldmanager bekomme. Der Arzt setze sich für das Leben ein; der Manager für tote Zahlen. Der Wirtschaftswissenschaftler mit Wohnort in der Schweiz fordert deshalb z. B., dass Reichtum viel mehr den Menschen zugutekommen müsse. Man müsse wegkommen von der Tyrannei des Bruttoinlandsproduktes, des BIP, das nur die Rate der produzierten Güter und Dienstleistungen eines Landes anzeige. Es müsse ein Pro-Kopf-BIP geben, das die Zufriedenheit und das Wohlergehen aller Bürger eines Landes dokumentiere. Diese Wohlfahrts-Standards könne man beispielsweise durch eine für alle gut zugängliche Gesundheitsversorgung und ein robustes soziales Gefüge erreichen. Für diese Bereiche müsse der Reichtum umgeleitet und gezielt investiert werden. Die Coronakrise biete die Chance, hier grundsätzlich umzudenken in Richtung einer menschenfreundlicheren Welt für alle. Kritiker dieser Sicht sehen hier den Anfang eines Weltsozialismus, dennoch kann es mit der hemmungslosen Geldmacherei auf diesem Globus wiederum auch nicht so weitergehen, denn sie hat ein völlig sinnentleertes Ziel: „totes“ Geld.
   Schwab sieht – bedingt durch die Coronakrise – die Menschheit zunächst auf eine Serie von fundamentalen Umbrüchen zusteuern. Es werde einen wirtschaftlichen Umbruch geben, einen gesellschaftlichen, einen geopolitischen, einen technologischen und auch einen ökologischen. Vor dem generellen Systemwechsel auf diesem Globus sei zunächst ein Zeitabschnitt von sozialen Unruhen, von Unsicherheit, gar Chaos, und Krieg zu erwarten. In diesem Unsicherheits-Zeitabschnitt würde dann wieder mehr nach starken Regierungen gerufen, was ja jetzt schon in der Coronakrise zu bemerken sei.
   Aber, so Schwab, es zeige sich derzeit leider eine Situation, in der Nationalstaaten keine Verpflichtungen mehr für eine Weltordnung eingehen wollten. Schwab: „Plakativ ausgedrückt leben wir in einer Welt, in der niemand wirklich die Verantwortung übernimmt.“ Somit entsteht ein Vakuum, das auf Weltniveau noch dramatischer würde, wenn auch eine Leitfigur der Christenheit, wie etwa der Papst, wegfallen würde.
TOPIC liegen Informationen vor, nachdem Franziskus aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten wolle.
   Für Christen mit biblischen Informationen im Hinterkopf stellt sich eigentlich nicht die Frage: Wie wird eine neue Weltordnung aussehen? Sie wissen nämlich längst, auf welcher Reise sich die Menschheit letztendlich befindet. Und gerade die Einschätzungen von Schwab sind weitere Bestätigungen dafür. Wenn die Menschheit, bedingt durch die Coronakrise, jetzt fundamental und global durchgeschüttelt wird, Unruhen und Chaos ausbrechen und nationale Regierungen oder Staatenbünde nicht mehr in der Lage sind, ein globales Tohuwabohu unter Kontrolle zu bringen, dann könnte die Stunde desjenigen sehr nahe sein, den die Bibel in ihrem letzten Buch im 13. Kapitel als „Tier“ tituliert und dem „Vollmacht gegeben wird über jeden Volksstamm und jede Sprache und jede Nation“.
   Dieses Tier – es ist der Antichrist – wird seine Herrschaft über die gesamte Menschheit ausüben dürfen. Das hat vor ihm bisher noch niemand geschafft. Ausgerechnet diese Vision einer globalen Herrschaft erhält jetzt durch die Coronakrise eine bisher nicht gekannte Dimension und einen entsprechenden Schub. Sie wurde aber schon viel, viel früher gesehen und gefordert. Der erste Direktor der
UNESCO, Julian Huxley, Bruder des Buchautors Aldous Huxley („Schöne neue Welt“), schrieb 1946 über den Zweck der UNO-Organisation: „Die Moral der UNESCO ist klar. Die ihr übertragene Aufgabe, Frieden und Sicherheit zu fördern, kann mit den ihr zugewiesenen Mitteln – Bildung, Wirtschaft und Kultur – niemals vollständig erfüllt werden. Sie muss eine Art globale politische Einheit ins Auge fassen, sei es durch eine einzige Weltregierung oder auf andere Weise als das einzige sichere Mittel zur Kriegsvermeidung.“
   Was zu dieser anderen Weise auch noch gehören wird, findet sich im Buch von Schwab nicht, aber auf der Website des Weltwirtschaftsforums: ein sehr positiver Bericht über die Bürger in Schweden, von denen sich mehr und mehr einen winzigen Chip in die Hand spritzen lassen. Dazu heißt es in dem Artikel: „Es gibt keinen technologischen Grund, warum die Chips nicht auch zum Kauf von Dingen … verwendet werden könnten.“ Hannes Sjöblad, der Gründer einer Firma für die Verchippung von Menschen, wird so zitiert: „Der menschliche Körper ist die nächste Plattform. Der verbundene Körper ist bereits ein Phänomen. Und dieses Implantat (gemeint ist der Chip) ist nur ein Teil davon.“
   Auch solche Informationen können Bibelleser einordnen, finden sie doch Hinweise für eine mögliche Verchippung ebenfalls im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung des Johannes, am Ende des 13. Kapitels.

         TOPIC  Nr. 01/2021



ZURÜCK

Kirchlicher Vorstoß: Gott und Jesus werden gegendert

   Der englische Begriff „gender“ bedeutet direkt übersetzt „soziales Geschlecht“. Was ist damit genau gemeint? Die Anhänger der Gender-Ideologie behaupten, kein Mensch habe ein festgelegtes biologisches Geschlecht. Geschlechterrollen seien erlernt und deshalb auch veränderbar. Aus jedem Mann könne beispielsweise eine Frau werden und umgekehrt. Doch damit nicht genug. Mittlerweile wird behauptet, es gebe über 50 unterschiedliche Geschlechterrollen mit bestimmten Akzentuierungen wie z. B. androgyn, bisexuell, transsexuell, intergender, Zwitter etc. Dass ein Mensch ganz unterschiedliche Geschlechterausprägungen nach Gender-Katalog haben kann, soll auch in der Schreibweise deutlich werden. Dazu hat man das Gender-Sternchen „*“ eingeführt. Geht es z. B. um Mitarbeiter, so muss es nach Gendervorgaben so geschrieben werden: Mitarbeiter*innen. Das Sternchen soll ein Hinweis dafür sein, dass die Person auch eine ganz spezielle Geschlechterausrichtung, wie z. B. „trans“, haben kann.
   Wie die
Bild-Zeitung berichtete, beginnt man nun auch im kirchlichen Raum, Gott und Jesus mit dem Gendersternchen zu versehen. So hatte die Katholische Studierendenjugend (KSJ) vor kurzem Gott das Gendersternchen (Gott*) verpasst. Wie es hieß, wolle man sich mit dem Sternchen für ein anderes Gottesbild stark machen. Wie Bild schrieb, ziehen jetzt erste Gemeinden nach und gehen sogar einen Schritt weiter. Im Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Pankow (Berlin) wurde sogar das Geschlecht von Jesus in Frage gestellt. Es war von einem „Jesus* für alle“ die Rede. Wie die Pfarrerin zu Bild sagte, sei Jesus ein Jesus für alle und könne sich „deshalb nicht zu sehr auf eine sexuelle Identität festgelegt haben“. Der CSU-Geschäftsführer Stefan Müller (45) kommentierte den *-Vorstoß so: „Hier wird linke Gender-Ideologie zum Gender-Gaga. Von der evangelischen Kirche erwarte ich eigentlich, dass sie sich das Geschlecht des Christuskindes nicht ausdenkt, sondern sich an die Bibel hält, dort steht Maria ‚gebar ihren ersten Sohn‘.“ Hermann Gröhe (59), CDU-Kirchenbeauftragter der Union, fügte hinzu: „In einer Zeit, in der uns allen Halt gut tut, rate ich uns, lieber dem ‚Stern von Bethlehem‘ zu folgen. Gottes Mensch-Werdung ist seine radikale Zuwendung zu Menschen jeden Geschlechts.“

         TOPIC  Nr. 01/2021



ZURÜCK

Fall Latzel: Ev. Kirchenbeamte in Bremen agieren wie eine Art Stasi

   1994 führte TOPIC ein Interview mit Claudia Roth, die 2001 Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen wurde und heute Bundestagsabgeordnete der Grünen ist. Anfang der 1990er Jahre war Roth Mitglied des Europäischen Parlamentes (EP) und setzte sich dort sehr stark für die Gleichberechtigung von Homosexuellen ein. Damals überließ sie TOPIC Unterlagen mit der Forderung an die EU-Kommission, „Verfolgungen gleichgeschlechtlicher Lebensweisen als öffentliches Ärgernis und als Verstoß gegen die Sitten“ europaweit zu brandmarken. In diesem Papier (das TOPIC damals vorlag) wird sogar eine besondere EU-Arbeitsgruppe gefordert, die sich auf die Bekämpfung von Gegnern von Homosexuellen konzentrieren soll
   Vieles von dem, was Claudia Roth damals politisch auf die Reise geschickt hat, ist heute in der Wirklichkeit angekommen und zum Teil gesetzlich festgeschrieben. Doch erstmals zeigt sich in Deutschland offen, dass es auch Agenten im Bereich der ev. Kirche zu geben scheint, die die Bekämpfung von Andersgesinnten in Bezug auf Homosexualität im Sinne des zitierten EPPapiers äußerst aktiv und brutal vorantreiben. Der „Fall Latzel“ entpuppt sich mehr und mehr als Beispiel dafür.
   Da wird der Pfarrer der Bremer
St. Martini-Gemeinde, Olaf Latzel, am 25. November 2020 wegen Volksverhetzung von einem Amtsgericht zu 8.100 Euro Strafe verurteilt (s. TOPIC 12/2020). Latzel soll Homosexuelle verunglimpft haben. Obwohl das Urteil Ende 2020 noch nicht rechtskräftig ist, schlagen die Agenten im Sinne der oben angedachten EU-Arbeitsgruppe gnadenlos zu. Sie sind ev. Kirchenbeamte inkl. Pfarrer und sitzen im Kirchenausschuss (Kirchenleitung) der Bremischen Ev. Kirche (BEK). Am 10. Dezember 2020 „kerkern“ sie den ev. Geistlichen praktisch ein, nehmen ihn in Bezug auf seine geistliche Tätigkeit in Zwangshaft. Latzel wird vorläufig seines Amtes enthoben. Seine Bezüge sollen wohl weitergezahlt werden, bis ein endgültiges Gerichtsurteil vorliegt. Das kann in einem Revisionsprozess jedoch Jahre dauern.
   Zur Amtsenthebung Latzels heißt es in einer Stellungnahme des Kirchenvorstandes von St. Martini, Latzel seien alle Dienste an seiner und für seine Gemeinde verboten worden: „Er darf weder in oder außerhalb von St. Martini predigen, keine Verkündigung im Internet halten, keine auswärtigen Evangelisationen durchführen. Es ist ihm zudem untersagt, alte und kranke Glieder seiner Gemeinde zu besuchen und ihnen beizustehen; er darf den Konfirmandenunterricht nicht mehr fortführen, keine Sterbenden begleiten, keine Beerdigungen vornehmen, keine Hintergrunddienste in der Verwaltung erledigen und vieles andere, was er normalerweise als Hirte unserer Gemeinde tut. Dieses gilt auch, wenn es von den Betroffenen ausdrücklich gewünscht wird.
   Die Vertreter des Kirchenausschusses, die Latzel verurteilten, seien nicht bereit gewesen, dem Pastor auch nur eines dieser Arbeitsfelder noch zu belassen, obwohl das Dienstrecht diese Möglichkeit ausdrücklich vorsehe. Dazu heißt es weiter: „Daher fehlt uns jedes Verständnis für diese gegenüber unseren Gemeindegliedern unbarmherzige und rücksichtslose Haltung des Kirchenausschusses. Wir sehen darin einen gezielten Angriff auf unsere Gemeinde und unseren Pastor, der nichts anderes bezweckt, als St. Martini zu zerstören.“
   Was ist nun zu tun? Im Dezember 2020 kündigte der Kirchenvorstand von St. Martini an, im Januar einen Sonderkonvent einzuberufen, um zu prüfen, ob die Gemeinde den Gemeindeverbund der BEK verlassen kann. Doch das wird kirchenrechtlich voraussichtlich schwierig. Wie auch immer: Die „Agenten“ zur Bekämpfung Andersdenkender haben zunächst gesiegt. Olaf Latzel, einer der markantesten Prediger biblischen Evangeliums in Deutschland, ist kaltgestellt. Wieder einmal zeigt sich: Die Zerstörer der ev. Kirche stehen nicht draußen vor der Kirchentür, sondern am Altar.

         TOPIC  Nr. 01/2021



ZURÜCK

SARS-CoV-2: Das merkwürdige Schweigen aller Geheimdienste

   Als im November 2002 in China das Virus SARSCoV-1 ausbrach, wusste der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) sofort, was im Reich der Mitte los war – noch vor Mitteilung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Februar 2003. Der BND hatte Telefonate von Behördenmitarbeitern und Parteifunktionären in China abgehört. Wie die Preußische Allgemeine im April 2020 berichtete, sei auch beim Auftauchen von SARSCoV-2 die Bundesregierung sehr früh durch den BND über die Auswirkungen des Virus informiert worden.
   Auch der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad wusste sehr früh Bescheid und besorgte in einer Nachtund-Nebel-Aktion Masken und 100.000 Corona-Testsets aus dem Ausland. Die USA verfügen über 17 Geheimdienste und wohl die beste technische Ausrüstung, um fast jede Information auf diesem Erdball aufspüren zu können. Was wissen die Amerikaner in Bezug auf das Coronavirus, was der Rest der Welt nicht weiß?
   Für den Israeli Dr. Dany Shoham ist mehr als merkwürdig, dass alle Geheimdienste in Bezug auf den SARS-CoV-2-Ausbruch in China schweigen oder schweigen müssen. Shoham ist leitender Forscher am
Begin-Sadat-Zentrum für strategische Studien der BarIlan-Universität in Israel. Der Virologe und Mikrobiologe ist Experte für biologische und chemische Kriegsführung nicht nur für den Nahen Osten, sondern auch weltweit. Für Shoham ist klar: Das Virus, das jetzt weltweit immer mehr Menschen infiziert und schädigt, ist künstlich verändert worden. Die offenen Fragen sind allerdings: Wie, wo, wann und durch wen ist an dem Virus gearbeitet worden? Für den pensionierten Oberstleutnant Shoham ist die Verschleierungstaktik Chinas, wie und wo das Virus entstand, das schlagkräftigste Argument für das höchst aggressive Coronavirus. Auch das anhaltende Schweigen der Geheimdienste wertet der Mikrobiologe als weiteren Hinweis, dass SARS-CoV-2 in Wirklichkeit eine biologische Waffe sein könnte, mit der China den Rest der Welt angreifen und für ein kommunistisches Konzept unterwerfen will.
   Wenn es tatsächlich eine biologische Attacke mittels des Coronavirus ist, dann müsste China sofort mit einer Weltkoalition von Armeen angegriffen werden, um Vergeltung zu üben. Sollte der Ausbruch von SARS-CoV-2 jedoch ein „Unfall“ in einem staatlichen Labor gewesen sein, dann wäre China in jedem Fall dafür haftbar zu machen, inklusive Schadensersatzzahlungen. Beide möglichen Sachverhalte werden aber merkwürdigerweise nicht thematisiert, gar diskutiert. Warum nicht? Die Geheimdienste der Welt werden es wohl wissen ...

         TOPIC  Nr. 01/2021



ZURÜCK

Aspekte, an die man sich bei der derzeitigen Coronakrise erinnern sollte

   Im November 2009 veröffentlichte TOPIC im Zusammenhang mit der Schweinegrippe Informationen, die an Aktualität wohl kaum verloren haben. Hier ein Auszug aus dem Artikel:
   „Aber dann gibt es bei der Schweinegrippe noch einen ganz anderen Aspekt. Er wird gespeist durch Aussagen wie diese: ‚Die Weltbevölkerung muss um 50 Prozent verringert werden‘ (Henry Kissinger). ‚Kürze die Bevölkerung um 90 Prozent, und es werden nicht genug Menschen übrig bleiben, die der Ökologie einen großen Schaden antun‘ (Michael Gorbatschow). ‚Wenn ich reinkarniert würde, möchte ich gerne zur Erde zurückkehren als ein Killer-Virus zur Senkung des menschlichen Populationsniveaus‘ (Prinz Phillip, Ehemann der englischen Königin).
   Aus US-Quellen kommt die Behauptung, dass eine globale Elite beschlossen habe, mithilfe von Seuchen die Weltbevölkerung drastisch zu reduzieren. Glasklare Beweise für diese Behauptung der gezielten Bevölkerungs-Vernichtung gibt es natürlich nicht. Allerdings berichteten renommierte US-Zeitungen wie die
New York Times im Mai dieses Jahres (2009) über ein Geheimtreffen von Milliardären in New York. Laut der britischen Zeitung Sunday Times (24.05.09) sei es bei dem Treffen u. a. darum gegangen, wie das Wachstum der Weltbevölkerung abgebremst werden könne. Bei dem Treffen der Milliardäre war z. B. auch der Medienmogul Ted Turner anwesend, der dafür plädiert, 95 Prozent der Weltbevölkerung seien überflüssig. Turner steckt seit Jahren viel Geld in UNO-Programme, um die Geburtenrate in Dritte-Welt-Ländern zu reduzieren. Ein weiterer Milliardär des Treffens war Bill Gates, der Zig-Milliarden mit dem Computergiganten Microsoft verdiente und dessen Vater ein glühender Verfechter der Geburtenkontrolle und ein Erbgesundheits-Forscher war. Auch Gates Junior tritt vehement dafür ein, mit Programmen das Wachstum der Weltbevölkerung zu reduzieren. Was haben die Milliardäre und Hobby-Spezialisten für Bevölkerungs-Reduzierung tatsächlich hinter verschlossenen Türen beraten? Auf die Frage von Journalisten, warum die Milliardäre im Geheimen tagten, antwortete ein Gast aus der Runde: ‚Wir wollten nicht als alternative Weltregierung in die Presse!‘“

         TOPIC  Nr. 01/2021



ZURÜCK

z.B. 41. Jahrgang - Nr. 2 Februar 2021

Die Themen: Folgt auf Biden-Wahl ein Krieg gegen den Iran? - Schwibbögen für Israel - Neuer WEA-Chef beklagt fehlendes Bibelwissen - Jeder Dritte für Vereinigung deutscher Kirchen - 1.000 Amputierte können wieder laufen - Freimaurerei und Dritter Tempel - CDU-Chef Armin Laschet als Muster-Katholik - Ev. Kirche im Rheinland soll sich aufgeben - Weltregierung: Welche Rolle spielte Trump? - Hintergründe von „FFF“ und „XR“ - Ungarn stärkt traditionelle Familien - Dankbarkeits-Prinzip in der Psychotherapie - Christenverfolgung in Deutschland - Deutsche Kulturelite antisemitisch? - Gebet für das Jahr - mRNA-Impfstoffe: Ältere als „Labormäuse“?



ZURÜCK

Biden-Wahl: Wird Israel den Iran alleine angreifen müssen?

   Mitte Januar 2021 veröffentlichte das Heimatfront-Kommando in Israel Informationen und ein Video, in denen die gesamte Bevölkerung in Israel aufgefordert wird, sich mit einer Notfall-Ausrüstung zu versorgen. Es sei eine Tasche oder ein Rucksack zu packen, in den u.a. Kleidung und Dokumente in luftdichten Plastiktüten hineingehörten. Dazu Trocken-Lebensmittel für eine Woche sowie Wasser. Als Grund für diese Notfallausrüstung wurde beispielsweise genannt, dass eine Evakuierung eintreten könne, weil die Umgebung plötzlich „lebensbedrohlich“ werde. Konkret heißt es: „Einige Notfälle können die Bevölkerung manchmal für einen längeren Zeitraum zur Abgeschiedenheit zwingen.“
   Eine weitere Meldung aus Israel regt im Zusammenhang mit der Notfallausrüstung zum Weiterdenken an. Mitte Januar wurde Israel als Impfrekordmeister gefeiert. Allein an einem Tag wurden über 200.000 Israelis geimpft. Woher hat Israel so viel Impfstoff und warum wird im Heiligen Land geimpft, was das Zeug hält? Erwartet man eine Notlage, bei deren Eintritt möglichst viele Israelis schon geimpft sein sollten?
   Nach der Wahl von Joe Biden zum US-Präsidenten hat sich für Israel eine neue Sicherheitslage eingestellt. Biden ist in gewisser Weise ein Freund des Iran. Wie die
Jüdische Rundschau meldet, sind aus iranischen Quellen in den USA erhebliche Summen in Bidens Wahlkampf geflossen. So stehe auf der Spenderliste z. B. Jamal Abdi. Er war einmal Politdirektor des National Iranian American Council — oft als Iran-Lobby bezeichnet. In Bezug auf das iranische Atomprogramm soll Biden schon 2008 den Israelis gesagt haben, sie müssten das Atomprogramm akzeptieren. Außerdem sei der 78- Jährige, laut Jüdischer Rundschau, eine „eiserne Verpflichtung“ zur Rückkehr zum Iran-Deal in Bezug auf eine moderate atomare Entwicklung im Ayatollah-Staat eingegangen. Trump hatte diesen Deal gestoppt.
   Sehr wahrscheinlich werden die Israelis jetzt mit der Option spielen – spielen müssen –, den Iran alsbald im Alleingang anzugreifen ohne Hilfe der USA. Dazu passt eine Meldung von Ende Januar aus Israel, in der angekündigt wird, dass Israel in der ersten Hälfte 2021 eine monatelange ungewöhnlich große Kriegsübung durchführen wolle. Dabei soll sich die Armee auch auf Länder wie den Libanon, Syrien und den Iran konzentrieren. Wird diese Übung in einen tatsächlichen Angriff auf die drei Länder münden? Einen Angriff auch mit Atomwaffen, wovon Israel geschätzte 200 bis 500 Stück besitzen soll?
   2006 haben US-Forscher für das Wissenschafts-Magazin
Science Berechnungen durchgespielt und am Computer nachgestellt, was ein „kleiner" Atomkrieg auf diesem Erdball an Begleitumständen hervorrufen würde: Je nachdem, wie viele Atombomben zum Einsatz kämen, müsse man davon ausgehen, dass Millionen Tonnen von Ruß und Asche in die Atmosphäre geschleudert würden. Dies würde das Erdklima beeinflussen. Man müsse mit Ernteausfällen und Hungersnöten rechnen.
   Eine weitere mögliche Folge: Eine gigantische Wolke von Ruß und Asche könnte auch nach Europa ziehen. Dann wäre zu erwarten, dass atomare Fallout-Partikel vom Himmel regnen und Gebiete atomar verseuchen – im Übrigen auch in Israel. Die Notfallausrüstung für eine Evakuierung würde dann einen Sinn bekommen. Hierzulande könnte man mit einem sofortigen kompletten Lockdown reagieren, der ja schon eingeübt ist.
   Dann gibt es aber noch einen besonderen Aspekt, über den Christen nachdenken müssen und über den
TOPIC schon 2006 berichtete: Im Alten Testament der Bibel finden sich besonders in den Büchern Jesaja und Jeremia etliche prophetische Aussagen zu den arabischen Staaten, die sich zum Teil schon erfüllt haben, wie der Schweizer Bibellehrer und Prophetie-Experte Roger Liebi in etlichen Publikationen nachgewiesen hat. Zu denen, die noch ausstehen, gehört die Prophezeiung aus Jeremia Kapitel 49 in den Versen 34 bis 38, wie Liebi TOPIC versicherte. In dieser Textstelle wird berichtet, dass Elam eines Tages angegriffen und zerstört werden wird. Auch die Militärmaschinerie ist davon betroffen: „So spricht der HERR der Heerscharen: Siehe, ich will den Bogen Elams zerbrechen, seine vornehmste Stärke, und ich will über Elam die vier Winde kommen lassen von den vier Himmelsgegenden und sie nach allen diesen Windrichtungen zerstreuen, so dass es kein Volk geben wird, wohin nicht elamitische Flüchtlinge kommen. Und ich will den Elamitern Schrecken einjagen vor ihren Feinden und vor denen, die ihnen nach dem Leben trachten, und werde Unheil über sie bringen, die Glut meines Zornes, spricht der HERR, und ich werde das Schwert hinter ihnen herschicken, bis ich sie aufgerieben habe“ (35-37).
   Das alttestamentliche Elam ist der Südwesten des heutigen Irans. Dort und in unmittelbarer Nähe des alten Elams befinden sich wesentliche Stützpunkte des iranischen Atomprogramms (Arak, Natans und Isfahan).
   Nach der Auskunft Gottes in Jeremia 49 soll also dieser Landstrich so geschädigt werden, dass seine Bevölkerung massenhaft das Land verlassen wird, um auf der ganzen Welt Unterschlupf zu finden. Wenn es tatsächlich zum Einsatz von Atomwaffen im Iran-Krieg kommen sollte und das Land für viele Jahre großflächig verstrahlt würde, ist sehr leicht vorstellbar, dass tatsächlich zumindest ein Teil der rund 81 Millionen Iraner auf die Staaten der Welt verteilt werden müsste.
   Biblische Prophetie erfüllt sich erst dann, wenn sie auf den i-Punkt genau stattgefunden hat. Alles andere ist Spekulation. Doch sie ist in gewisser Weise gerechtfertigt, wenn man der Wahrheit auf die Spur kommen will. Laut der angesehenen britischen Zeitung The Times (15.1.2006) hatten israelische Einheiten, darunter auch das mit Kampfflugzeugen des Typs F-151 ausgerüstete Luftwaffengeschwader 69, 2005 ihre Vorbereitungen für einen Angriff auf den Iran abgeschlossen. Auch die Amerikaner hatten ihre Angriffsplanung für den Iran fertig. Doch damals geschah nichts. Es passierte etwas ganz anderes: Viele Iraner wurden in den Jahren danach Christen.
   Wie der amerikanische Bestsellerautor und zum Christentum bekehrte Jude Joel Rosenberg 2011 in einem Gespräch mit TOPIC sagte, gebe es im Iran jetzt schon etwa eine Million Christen – also 2011. Er selbst kenne 40 iranische Pastoren. Mit einigen habe er regelmäßig Kontakt. Laut Rosenberg würden sich die gläubig gewordenen Iraner darauf vorbereiten, ihre Landsleute in der gesamten islamischen Welt zu evangelisieren. Auf die Frage in 2011, wie das unter den jetzigen Umständen geschehen solle, meinte Rosenberg: Ein vernichtender Schlag Israels gegen seine islamischen Feinde könnte dies bewirken. Nach Einschätzung von Rosenberg wird die Reaktion auf einen solchen K.o.-Schlag so ausfallen: Die islamische Welt wird resignierend feststellen, dass der Gott der Juden doch mächtiger ist als ihr Allah. Dann seien die Türen weit offen für die Muslime, die den wahren Gott finden wollen.

         TOPIC  Nr. 02/2021



ZURÜCK

Dritter Tempel: Chef-Aktivist macht wegweisende Aussagen

   Den Begriff „Aktivist“ mag Jehuda Glick nicht so gerne. Dennoch ist er einer. Der orthodoxe Rabbiner ist Vorsitzender einer israelischen Dachorganisation, die den freien Zugang von Menschen zum Jerusalemer Tempelberg fordert, damit dort jeder beten kann. Der Vater von acht Kindern ist zudem Direktor des Tempel-Institutes, das den Bau eines 3. Tempels auf dem Tempelberg vorantreibt. In einem Interview mit Israelnetz legte der Rabbiner jetzt dar, welche Vision ihn antreibt.
   Glick möchte Jerusalem zum Zentrum der Welt machen und kämpft dafür, „dass alle Menschen im Weltzentrum des Gebets beten dürfen“. Immer wieder betont der Rabbiner Begriffe wie „Toleranz“ oder „Inklusivität“ (gemeint ist das Zusammenführen von Unterschieden), die eher in einer anderen Weltanschauung zu Hause sind als im Christentum oder Judentum. Auch seine Bemerkung, dass es mehrere Schlüssel zur Wahrheit gebe, liefert einen Hinweis auf weltanschauliche Vorstellungen der Freimaurerei. Freimaurer glauben nicht an „die“ Wahrheit und fordern deshalb Toleranz für alle, die auf einem Weg sind, eine Wahrheit zu finden. Auch die Humanität haben sich Freimaurer groß auf die Fahnen geschrieben, was sich bei Glick so anhört: „Der Wiederaufbau des Tempels für alle Nationen muss Teil einer humanitären Bewegung sein … Das ist die Idee eines Tempels. Ein Tempel verändert die Welt. Jeder Mensch ist einzigartig und besonders.“
   Der 55-Jährige ist sich sicher, dass auch das Problem mit dem muslimischen Felsendom auf dem Tempelberg mit der Zeit gelöst werden wird. Auch wenn er nicht exakt an derselben Stelle wie die beiden ersten jüdischen Tempel steht, verhindere jedoch die muslimische Präsenz den Aufbau eines weiteren Tempels nicht. Auf die Frage, wie denn der Tempel, das „Gebetshaus für alle Menschen“, aussehen solle, will Glick nicht antworten: „Ich möchte hier nicht ins Detail gehen.“
   Bibelleser wissen, dass es einen 3. Tempel in Jerusalem geben wird. Der „Widersacher Gottes“ wird sich dort niederlassen und sich selbst zum Gott erklären (2. Thess. 2, 3-4). Der messianische Jude Arnold Fruchtenbaum, bekannter Autor etlicher Bücher über endzeitliche Entwicklungen, meint, dass der nächste Tempel in Jerusalem nicht der 3. Tempel in ferner Zeit sein wird, der im alttestamentlichen Buch Hesekiel in den Kapiteln 40 bis 48 beschrieben wird.
   Der geplante Tempel in Jerusalem werde nicht die Zustimmung Gottes finden. Eine Bestätigung für diese Annahme sieht Fruchtenbaum im 66. Kapitel des Jesaja-Buches in den Versen 1 bis 6 vermerkt. Den Tempel Salomos und den Tempel Serubbabels habe Gott gesegnet, doch diesen Tempel werde Gott verwerfen. Das ist durchaus nachzuvollziehen, wenn dieser 3. Tempel die Bestimmung erhält, die Rabbi Glick anstrebt. Denn es dürfte ein Tempel für die vereinte Menschheit werden. Ein Vorhaben, das die Freimaurer seit Jahrhunderten in ihrer „Tempel-Arbeit“ mit dem Konzept ihrer Brüderkette aller Menschen akribisch verfolgen.
   Im Zusammenhang mit diesem Thema tauchten Mitte letzten Jahres Informationen in den Sozialen Medien auf, dass Anhänger von Luzifer, also Satan, im Juni für die Errichtung eines 3. Tempels und die Einrichtung einer Weltregierung „beten“ wollten – sogar an der Klagemauer in Jerusalem. Messianische Juden bekamen von diesem Vorhaben Wind und versammelten sich zum genannten Zeitpunkt an der Klagemauer, um zu beten. Tatsächlich soll eine kleine Gruppe von Luzifers Anhängern erschienen sein, die aber angesichts der Christus-gläubigen Juden schnell wieder abzog.

         TOPIC  Nr. 02/2021



ZURÜCK

Welche Rolle spielte Trump zur Vorbereitung einer Weltregierung?

   Der Bayer Franz-Josef Strauß (1915-1988), ehemaliger CSU-Vorsitzender, sagte einmal sinngemäß: In der Politik geschieht genau das Gegenteil von dem, was gerade postuliert wird. Überträgt man diese „Erkenntnis“ auf den Slogan von Donald Trump „Make Amerika great again!“, würde das bedeuten: Die USA sind unter Trump auf einen Weg gebracht worden, „small“ statt „great“ zu werden — also: klein statt groß.
   Um die Rolle von Trump in den letzten vier Jahren zu verstehen, muss man wissen, dass es eigentlich völlig „wurscht“ ist, wer im Weißen Haus gerade residiert. Die Politik der USA wird von ganz anderen Leuten langfristig bestimmt und gesteuert – auch mit den und durch die Präsidenten. Gibt es für diese Behauptung Beweise, auch dafür, dass Amerika im Weltmaßstab klein gemacht werden muss? Zu welchem Zweck hat sich wer dies auf die Fahnen geschrieben? Fast die gesamte amerikanische Führerschaft der letzten Jahrzehnte stammte aus einer kleinen Gruppierung namens Council On Foreign Relations („Rat für Auswärtige Beziehungen“), die als heimliche Regierung der USA gewichtet wird.
   Vertreter des CFR haben immer wieder verlautbart, dass für die Installierung einer Weltregierung die USA klein gemacht werden müssen. In einem Buch mit dem Titel „Kreatur von Jekyll Island“, das in den USA schon 1994 erschien, heißt es unter der Überschrift „Schaffung der neuen Weltordnung“ (unter Berücksichtigung der Rolle des CFR): „Eine starke Nation wird kaum ihre Souveränität aufgeben. Amerikaner würden nicht freiwillig ihre Währung, ihr Militär oder ihre Gerichte einem Weltsystem aus Regierungen überlassen, die sich despotisch gegenüber ihren eigenen Landsleuten verhalten haben, und schon gar nicht, weil diese Regime häufig anti-amerikanische Feindseligkeit offenbart haben [z. B. Russland]. Doch wenn Amerikaner soweit gebracht werden, dass sie unter dem Zusammenbruch ihrer Wirtschaft und des Rechtssystems leiden, wird sich das ändern. Wenn sie vor Lebensmittelgeschäften anstehen und Anarchie in ihren Straßen sehen, werden sie bereitwilliger sein, ihre Souveränität aufzugeben …“
   Trump war nach dem Zweiten Weltkrieg wohl der erste US-Präsident, der nachweislich nicht aus dem Dunstkreis des CFR kam, aber genau das tat, was diese Weltlenker brauchen. Er schaffte Voraussetzungen, um die USA so klein machen zu können, sodass sie besser in eine neu zu installierende Weltordnung hineinpassten, in der sie kein bestimmendes „Übergewicht“ mehr darstellen können. Welche Rolle spielte Trump wirklich? Der „Kriegspräsident“ der USA im Zweiten Weltkrieg, der Demokrat Franklin D. Roosevelt, hatte einst gesagt: „In der Politik passiert nichts zufällig. Wenn es doch passiert, war es so geplant.“
   Viele Beobachter – auch unter den frommen – sind sich einig: Trump wäre ohne Probleme mit großer Mehrheit gewählt worden, wenn er sich öffentlich ordentlicher benommen und mehr Mitgefühl im Rahmen der Coronakrise gezeigt hätte, sowie sich weniger selbstherrlich dargestellt hätte. Laut Trumps ehemaligem Wahlkampfmanager Brad Parscale habe Trump einen Erdrutschsieg gegen Biden deshalb verbockt, weil er selbst sein öffentliches Ansehen vermurkst habe. Aber warum hat sich Trump so verhalten?
   Donald Trump – seine Namen bedeuten „Posaune des Weltherrschers“ – hat viele seiner Wahlversprechen korrekt eingehalten, hatte auch ein Herz für „kleine Leute“ und setzte einige Wünsche der Evangelikalen im Lande um, wie etwa die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels. Warum zeigte sich aber bei ihm immer wieder auch eine andere Seite, die ihm letztlich zum Verhängnis bei der knappen Wahl wurde und in Folge ganz Amerika zum Verhängnis werden kann?
   Trumps religiöse Beraterin – schon Jahre vor dem Gewinn der Präsidentschaft – ist die zum vierten Mal verheiratete, charismatische Tele-Pastorin Paula White. 2015 legte White Donald Trump die Hände auf in Vorbereitung der Präsidentschaft und betete für ihn. Wenn man weiß, dass Paula White behauptet „Wo auch immer ich hingehe, dort regiert Gott! Wo ich stehe, ist heiliger Boden!“, stellt sich die Frage: Welcher Geist bzw. Irrgeist wurde Trump womöglich durch White verpasst? Als die Wahlniederlage Trumps bekannt wurde, war die Extremcharismatikerin voll davon überzeugt, Trump werde noch gewinnen. Beschwörend betete sie öffentlich: „Ich höre den Sound des Sieges, ich höre den Sound des Sieges ...“ Danach folgte ein staccatomäßiges Zungengebet, was weltliche Medien als Anrufung von afrikanischen Dämonen deuteten. 2018 hatten im Übrigen auch 40 charismatische Leiter in den USA die Wiederwahl Trumps lauthals vorhergesagt. Diese Falschprophetie führt derzeit zu heftigsten Diskussionen in charismatischen Kreisen. Welche Rolle White zur Steuerung des ehemaligen US-Präsidenten wirklich inne hatte, wird wohl im Dunkeln bleiben. Ihr Sohn aus erster Ehe, Bradley Knight, sagte jedenfalls laut
Washington Post, dass seine Mutter der Überzeugung sei, dass Trump einen Auftrag von Gott zu erfüllen habe und deshalb die Mutter Trump in die richtige Richtung lenken sollte. Wohin hat Trump die USA aber gelenkt?
   Der Terror-Experte Peter Neumann vom Londoner
King’s College prognostiziert keine gute Zukunft für die USA. Noch 2021 könnte ein Bürgerkrieg beginnen: „Der Sturm auf das Kapitol war nicht der Endpunkt, sondern der Anfang einer extremistischen Bewegung, die auch gewalttätig sein wird. Was wir gesehen haben, war noch kein Terrorismus – aber selten hat sich eine terroristische Bewegung so spektakulär angekündigt.“
   Wenn das eintreten sollte, was der in London lebende deutsche Politologe befürchtet, dann wäre das genau die Anarchie, die die Installations-Funktionäre der Weltregierung brauchen könnten, um ihren Plan vor anzutreiben. Und die Biden-Regierung wäre der richtige Kandidat, um diesen Prozess weiter zu befeuern. Denn die Radikalen in Bidens Demokraten-Partei, wie etwa die Abgeordnete Alexandra Ocasio-Cortez, fordern jetzt schon eine „Säuberung“ von Trump-Anhängern z. B. aus dem Öffentlichen Dienst. Ocasio-Cortez plädiert dafür, Listen zu führen, auf denen alle Regierungsbeamten aufgeführt werden, die für Trump gearbeitet haben. Sie sollen nirgendwo mehr eine Anstellung bekommen. Solche Töne passen so gar nicht zu einer „Zeit der Heilung“, die der Katholik Biden fordert. Und schon wieder könnte Franz-Josef Strauß mit seiner Aussage ins Schwarze getroffen haben.
   Sollten die USA jetzt in einem Strudel von Anarchie und Terrorismus im eigenen Land versinken, dann dürfte der Zeiger für eine neue Zeit mit einer Weltregierung auf kurz vor zwölf springen – zumindest in Bezug auf die USA. Wer wird die USA aber durch eine mögliche fundamentale Krise führen und in Richtung Weltregierung manövrieren? Der 78-jährige Biden? Es könnte genauso kommen, wie viele vermuten: Kamala Harris, die dunkelhäutige Vize-Präsidentin, dürfte schnell zur neuen Herrin im Weißen Haus werden. War es wirklich nur reiner Zufall, dass Harris bei ihrer Vereidigung mit der Hand auf zwei Bibeln schwor? Eine gehörte dem ersten afroamerikanischen Richter am Obersten Gerichtshof in den USA, Thurgood Marshall (1908-1993), einem Freimaurer. Er war „Bruder“ in der ersten Freimaurerloge für Schwarze in den USA.
   Nach Aussage der Hohen
UNO-Kommissarin für Menschrechte, der Chilenin und Sozialistin Michelle Bachelet, werde die UNO nach der Coronakrise eine neue Ära einleiten, die allein auf „freimaurerischen Prinzipien“ basiert. Belegt ist: Bachelet pflegte in der Vergangenheit enge Kontakte zu den Freimaurern. Man darf gespannt sein, welchen Beitrag die USA zu den UNO-Plänen beisteuern werden.

         TOPIC  Nr. 02/2021



ZURÜCK

Dankbarkeits-Prinzip erobert sich in der Psychotherapie einen festen Platz        

   Dankbarkeit wurde als Gesichtspunkt in der Psychologie und Psychotherapie lange nicht erforscht. Doch seit etwa dem Jahr 2000 sieht das anders aus. Mittlerweile ist die Zahl der Studien, die sich mit dem Faktor Dankbarkeit in der Psychotherapie beschäftigen, kaum noch zu überschauen.
   Professor Dr. Henning Freund ist Psychologe und Psychotherapeut und auch Professor für Religionspsychologie an der
Evangelischen Hochschule Tabor in Marburg. Trägerin der Hochschule ist die Stiftung Studien- und Lebensgemeinschaft Tabor, die zum Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband gehört.
   Freund gab jetzt dem Magazin PSYCHOLOGIE HEUTE (01/2021) ein Interview zum Thema „Dankbarkeit“ und zeigte einige Effekte auf, die mit einem Dankbarkeits-Denken verbunden sind. So hätten dankbare Menschen einen besseren Schlaf, sie sorgten und grübelten weniger und litten nicht so sehr an Depressivität.
   Auf die Frage, warum sich Gefühle der Dankbarkeit positiv auf die psychische Gesundheit „auswirken“, stellte der Therapeut, der auch einige Jahre in der
Klinik Hohe Mark tätig war, einige Forschungsansätze vor. Sie lassen sich so zusammenfassen: Dankbarkeit setze positive Emotionen frei und verbessere ungemein die sozialen Kontakte — oft eine Quelle der Dankbarkeit. Für den Psychotherapeuten führten eine sichere Bindung, eine angemessene demütige Haltung und ein gesundes Selbstwertgefühl dazu, leichter persönlich dankbarer zu werden.
   Für alle, die mit der Dankbarkeit Probleme haben, hat Freund einen praktischen Hinweis: Man solle sich sein Leben bewusst in gesonderte Bereiche einteilen wie etwa beruflich, privat, Freizeit, Vergangenheit oder den Tagesablauf. Dieses kleinteiligere Denken führe dazu, nicht alles global bewerten zu müssen nach dem Muster „Wofür sind Sie in Ihrem Leben dankbar?“ Bei der kleinteiligeren Betrachtungsweise könne man dann doch plötzlich entdecken, dass es nicht wenige Bereiche gibt, für die man dankbar sein könnte, auch wenn einiges andere schiefgegangen sei.
   Laut Freund sei Dankbarkeit aber kein positives Denken. Dankbarkeit dürfe nicht zur Methode werden, Probleme im Leben nicht mehr anzupacken und zu lösen. Auch das Verdrängen von berechtigten negativen Emotionen wie etwa Enttäuschungen, Wut und Traurigkeit durch das Prinzip der Dankbarkeit sei völlig fehl am Platze. Freund beobachtet bei religiös interessierten Menschen, dass sie es leichter haben, für gewisse Dinge dankbar zu sein. Im zwischenmenschlichen Bereich baue die Dankbarkeit oft auf der Tauschlogik von Gabe und Gegengabe auf. Religiöse Menschen verstünden sich jedoch als Empfänger von „Gottes guten Gaben“, ohne unter dem Druck zu stehen, für den Erhalt der Gaben etwas aus Dankbarkeit wiedergeben zu müssen.

         TOPIC  Nr. 02/2021



ZURÜCK

z.B. 41. Jahrgang - Nr. 3 März 2021

Die Themen: Historischer Rückblick: Christen und Pandemien. - Frommer Buchhandel leidet in der Coronakrise. - Gnadau: Auf Diener folgt Kern. - Aktionen gegen die Einsamkeit. - Missionswerk Ravi Zacharias am Boden. - Amazon und der „Turmbau zu Babel“. - Papst empfiehlt, die Bibel zu lesen. - Wie reich ist John MacArthur? - USA wollen Palästinensern wieder Geld geben. - Frankreich: Islamisierung schreitet voran. - Was Europäer über große Kriege meinen. - Pornografie dringt tief in die Kultur ein. - Fragwürdige Konfuzius-Institute. - Wie giftig sind unsere Masken? - Globaler Neustart: Auch für unser Essen?



ZURÜCK

Historischer Rückblick: Christen und Pandemien

   Ab 165 nach Christus wütete im Römischen Reich die „Antonische Pest“ –15 Jahre lang. Es war die erste Pandemie nach der Zeitenwende, also nach der Geburt Jesu Christi. Davor gab es auch schon Pandemien, wie historische Zeugnisse belegen.
   Die Antonische Pest zeigte sich durch Fieber, Durst, Erbrechen, Durchfall sowie einen Ausschlag von trockenen, schwarzen und geschwürigen Fieberblasen. Zur Zeit des römischen Kaisers Marcus Aurelius starb ein Viertel der damaligen Bevölkerung. Wie reagierten die Menschen damals auf die Seuche? Wie verhielten sich die Christen?
   Im Winter 543 nach Christus verbreitete sich von Ägypten kommend über Aserbaidschan, Italien, Spanien bis hin zur deutschen Stadt Trier die „Justinianische Pest“, auch kurz „Beulenpest“ genannt. Es starben so viele Menschen, dass Massengräber nicht ausreichten und die Leichen von Schiffen aus ins offene Meer geworfen werden mussten.
   Nach der Justinianischen Beulenpest gab es weitere Pestwellen, die jedoch nicht so viele Menschenleben forderten. Doch dann kam der „Schwarzen Tod“, die Pest-Pandemie, die 1347 begann. Der Schwarze Tod raffte ein Drittel der europäischen Bevölkerung dahin – die Schätzungen gehen von 25 bis 100 Millionen Menschen aus. Schon damals setzte man, ähnlich wie heute, auf strikte Quarantäne, um die Seuche einzudämmen. Im französischen Marseille isolierte man Infizierte 40 Tage lang. Just aus dieser Maßnahme stammt das Wort „Quarantäne“, das eigentlich bedeutet: „Anzahl von 40 Tagen“. Lässt man die AIDS-Pandemie, die 1980 begann und bisher geschätzte 36 Millionen Tote weltweit forderte, beiseite, so war die letzte große Seuche vor der Corona-Pandemie die „Spanische Grippe“, die 1918 auftauchte. Die Grippe wütete unter allen Schichten der Zivilbevölkerung und legte das öffentliche Leben in etlichen Großstädten völlig lahm. Schon damals zeigte sich etwas, was auch heute bei der Corona-Pandemie zu beobachten ist. Die Verordnungen reichten von Masketragen, Kontaktbeschränkungen bis hin zum Verbot von Gottesdiensten. Wie heute auch, kam es zu Protesten von Bürgern, die in den staatlichen Maßnahmen eine Verletzung ihrer bürgerlichen Freiheiten sahen.
   Daniel Mierau ist Student am Bibelseminar BCD, das von der russlanddeutschen Bruderschaft der Christengemeinden in Deutschland getragen wird.
   In einer Seminararbeit unter der Leitung des Dozenten Dr. med. Eduard Freitag untersuchte Mierau, wie sich Christen und andere Menschen in früheren Pandemien verhalten haben – in Pandemien, die viel schrecklicher waren als die bisherige Corona-Pandemie.
   Während bei der Antonischen Pest ab 165 nach Christus heidnische Priester in pestfreie Gebiete abhauten, flohen viele gläubige Christen nicht. Sie blieben vor Ort und erwiesen den Schwerstkranken barmherzige Hilfe. Dieses Verhalten sorgte nicht nur dafür, dass sich durch die christliche Pflege die Todesrate bis zu zwei Drittel bei den Infizierten reduzierte, sondern zeigte noch einen anderen Effekt. Laut dem amerikanischen Religionssoziologen Rodney Stark sei die aufopferungsvolle, freiwillige Betreuung der Kranken durch die Christen ein erheblicher Zeugnis-Faktor gewesen, der entscheidend zum schnellen Wachstum des frühen Christentums beigetragen habe. Ein weiterer interessanter Aspekt: Die Todesrate unter den Christen war geringer als unter der Allgemeinbevölkerung. Diese Tatsache zeigte sich jedoch bei der Justinianischen Pest so leider nicht mehr.
   Die unmittelbare Wirkung der Justinianischen Pest um 541 war katastrophal. Die Wirtschaft erlahmte, jegliche Arbeit kam zum Stillstand. Die Pest sorgte für soziales Elend und rief eine Hungersnot hervor. Kranke brachen auf offener Straße zusammen, ohne dass ihnen jemand zu Hilfe eilte. Die Menschen der damaligen Zeit sahen in der Pest das Strafwirken eines zornigen Gottes. In den Christengemeinden breitete sich eine Endzeitstimmung aus, indem die Pest mit den apokalyptischen Szenarien der Bibel in Verbindung gebracht wurde.
   Auch in der Zeit des Schwarzen Todes ab 1347 sahen viele Menschen in der Pest eine Strafe Gottes. Es entstanden religiöse Entwicklungen, Bittgottesdienste und Prozessionen, um das Unheil abzuwenden. Nichtreligiöse fingen dagegen an, ihr Leben in zügelloser Sünde auszukosten bis zum Gehtnichtmehr. Insgesamt betrachtet, konnten Historiker feststellen, dass sich viele Menschen damals von der Amtskirche abwandten. Die Gründe: Die religiösen Führer waren nicht in der Lage, den Gepeinigten den geistlichen Beistand zu geben, den sie sich wünschten, einerseits, andrerseits waren die Auswirkungen der Pest so heftig, dass der Glaube an einen gütigen, liebenden Gott stark erschüttert wurde. Dieses Versagen der Amtskirche zeigte sich teilweise auch bei der Spanischen Grippe, die 1918 auftauchte. Dennoch gab es damals vereinzelte Christen, die mit Strafpredigten versuchten, Menschen auf Gott hinzuweisen und zur Buße zu führen.
   Sehr interessant ist eine Parallele im christlichen Bereich, die sich auch in der aktuellen Corona-Pandemie gezeigt hat und immer noch zeigt. Religiöse Führer predigten, dass die wahre Epidemie nicht die Spanische Grippe sei, sondern eine unvernünftige Angst davor, kombiniert mit unvollständigen Informationen.
   Wie auch heute bei den Maßnahmen zur Covid-19-Bekämpfung, verweigerten manche tiefgläubigen Christen rigoros die angeordneten Maßnahmen der Regierung. So trafen sich z. B. die Mennoniten in Manitoba (Kanada) in ihren Versammlungshäusern und auch privat, ohne die verordnete soziale Distanz einzuhalten. Die Folge war verheerend: Die Sterberate bei den Mennoniten war aufgrund der Spanischen Grippe im Vergleich zur Gesamtbevölkerung doppelt so hoch.
   Betrachtet man zusammenfassend, was Daniel Mierau über die vier großen Pandemien nach der Geburt Jesu zusammengetragen hat, so kann man eines ziemlich deutlich feststellen: Die Menschen früherer Zeiten fragten bei den schrecklichen Seuchen immer wieder nach Gott und wandten sich – wenn auch nur für einen gewissen Zeitabschnitt – ihm zu. War die Bedrohung vorbei, brach der Glaube schnell wieder ein. Dieses Rufen nach Gottes Hilfe ist heute kaum zu hören.
   Daniel Mierau schreibt zum Schluss seiner Ausarbeitung: „Heute im 21. Jahrhundert während der Covid-19-Pandemie besitzt die Religion im Allgemeinen nicht den Stellenwert wie in der Vergangenheit. Die Gesellschaft vertraut nicht in erster Linie auf Gottes Hilfe, sondern auf medizinische und politische Ratschläge.“
   Auch wenn die derzeitige Corona-Pandemie nicht in allen Einzelheiten mit den vier betrachteten Pandemien zu vergleichen ist, offenbaren sich doch etliche Übereinstimmungen in puncto Angst, Panikmache, Verschwörungstheorien und Bürgerproteste. Und es wird sich wohl erst nach der Corona-Pandemie zeigen, was Mierau den Christen in vergangenen Seuchenzeiten bescheinigt: „Allgemein handelte jedoch die Gemeinde im Dienste Jesu und suchte Wege, wie sie auch in Zeiten der Pandemie ihre Identität bewahren könnte, indem sie anderen Menschen in Barmherzigkeit und Nächstenliebe begegnete.“

         TOPIC  Nr. 03/2021



ZURÜCK

Hat John F. MacArthur mit der „gesunden Lehre“ zig Millionen gescheffelt?

   Seine Bücher über die Auslegung biblischer Texte stehen auch in Bücherregalen konservativer Evangelikaler in Deutschland. Nicht selten kommt in Bibelstunden auch die „John MacArthur Studienbibel“ zum Einsatz. Dort erklärt der US-Theologe viele Bibelverse direkt auf der Seite, wo sie gedruckt sind. Der 81-jährige MacArthur ist Pastor der Grace Community Church (GnadenGemeinschaftskirche in Sun Valley (Kalifornien), und er war Redner und Lehrer im Medien- und Glaubenswerk Grace to You (Gnade für Dich), das hauptsächlich Predigten des Theologen auf Kassette, CD etc. verbreitet.
   Nun ist der berühmte US-Pastor schwer unter Beschuss geraten. Die US-Enthüllungsjournalistin Julie Roys, die sich darauf spezialisiert hat, mit ihrem christlichen Medienunternehmen Missstände in der evangelikalen Welt aufzudecken, legte jetzt einen Report im Internet vor. Darin behauptet sie, John MacArthur habe im Laufe seines Lebens Millionen von Dollar gescheffelt. Die Journalistin legt in ihrem Internet-Blog The Roys Report sehr spezifisch dar, über welches Millionenvermögen MacArthur und seine Familie angeblich verfügen.
   Liest man diesen Internet-Beitrag als deutscher Evangelikaler, so kann man tatsächlich zunächst Roys zustimmen, wenn sie schreibt: „MacArthur mag Amerikas Anti-Wohlstandsevangeliums-Prediger sein, aber sein Leben und das Leben seiner Familienmitglieder scheint ziemlich wohlhabend zu sein.“ Als ein Beispiel führt Roys an, MacArthur verfüge über drei „Villen“, die zusammen mehrerere Millionen Dollar wert seien. Außerdem habe er für die Tätigkeit im Glaubenswerk Grace to You in mehreren Jahren pro Jahr (!) rund 300.000 Dollar bekommen, obwohl MacArthur dafür nur wenige Stunden in der Woche gearbeitet habe.
   Schaut man mit der deutschen Brille die Zahlen an, die Roys veröffentlicht, so kann man kaum glauben, was man über den angeblichen Reichtum von MacArthur liest. Setzt man jedoch die amerikanische Brille auf, dann sehen die Gegebenheiten gleich ganz anders aus. Beispiel: Häuser. Tatsächlich besitzt MacArthur drei Häuser. Seit über 40 Jahren bewohnt er ein Haus ganz in der Nähe der Gemeinde, in der er Pastor ist. Gebaut hat es seinerzeit recht günstig ein Gemeindemitglied.
Das Grundstück bekamen die MacArthurs geschenkt. Dann hat sich der US-Pastor einige Kilometer entfernt ein zweites, großzügigeres Anwesen zugelegt, in das er sich zurückzieht, um in Ruhe Studien zu betreiben, Bücher zu schreiben etc. Des Weiteren baute er auf einem geschenkten Grundstück im US-Bundesstaat Colorado ein eher einfaches Holzhaus, in dem er sich im Sommer mit seiner Großfamilie (vier Kinder, 15 Enkelkinder) trifft, um dort im sehr angenehmen Sommerklima in Colorado Ferien zu machen. Tatsache ist: MacArthurs Anwesen sind heute Millionen wert. Das hängt auch damit zusammen, dass die US-Banken um 2005 herum den Buchwert der Häuser willkürlich erhöhten, sodass die Eigentümer weitere Hypotheken aufnehmen konnten. Mit diesen neuen Krediten sollte die US-Wirtschaft angekurbelt werden. Häuser, die in echt viel weniger wert waren, wurden zum Teil zu Millionen-Objekten. So erlebte das Haus, in dem John MacArthur hauptsächlich wohnt, eine fünffache Steigerung seines eigentlichen Wertes, bezogen auf die Zeit des Hausbaus.
   Durch die amerikanische Brille betrachtet, sind auch die Gehälter in den USA in einigen Bereichen um ein Zigfaches höher als in Deutschland. Ein Pastor einer großen Gemeinde in den USA bekommt „locker“ ein durchschnittliches Grundgehalt von umgerechnet etwa 125.000 Euro pro Jahr; ein eutscher Pastor dagegen etwa 60.000 Euro. Ein Polizeichef im kalifornischen Los Angeles verdient jährlich umgerechnet an die 300.000 Euro brutto, ein deutscher um die 95.000 Euro.
   John MacArthur hat in seinen über 50 Berufsjahren etwa 200 Bücher geschrieben und dadurch über eine Million US-Dollar an Honoraren verdient. Dafür ist er nicht zur Verantwortung zu ziehen. Einige Bücher waren eben Bestseller. Dazu kamen Vergütungen von Grace to You aufgrund des Medienverkaufs und das Gehalt aus seiner Gemeinde und noch andere Vergütungen. Ja, John MacArthur hat in den Jahren seines Dienstes viel Geld verdient einerseits, andrerseits wird er als äußerst großzügiger Christ beschrieben, der viel Geld weitergegeben hat: in die Mission, zu Ausbildungsstätten, für die Ausbildung von etlichen Pflegekindern etc.
   TOPIC befragte in der Angelegenheit „MacArthur“ auch einen TOPIC-Leser, der etliche Jahre in der Gemeinde von MacArthur war und ihn auch persönlich näher kennenlernen durfte. Wie dieser Leser TOPIC versicherte, habe er in den ganzen Jahren nie den Eindruck gehabt, dass MacArthur für Geld gepredigt hätte. Er schreibt: „Wenn ich über die letzten gut 30 Jahre zurückgehe, habe ich keinen Moment an der Aufrichtigkeit und Integrität des Pastors MacArthur gezweifelt oder irgendein negativer Gedanke über den Pastor wäre mir gekommen.“
   Reich zu sein ist biblisch gesehen nicht verwerflich. Sein Herz daran zu hängen, allerdings schon. Niemand ist in den letzten Jahrzehnten auf die Idee gekommen, MacArthur wegen seines verdienten Geldes oder eines luxuriösen Lebensstils, den es auch nicht gab, zu kritisieren. Auch dieser Umstand spricht seine Sprache.

         TOPIC  Nr. 03/2021



ZURÜCK

Pornografie dringt immer tiefer in unsere Kultur ein

   Was haben Geschenke zum Valentinstag wie etwa Pralinen oder Rosen mit Pornografie zu tun? 2020 warb der weltgrößte Pornokonzern Pornhub mit Valentinstags-Geschenken, die gleichzeitig einen einmonatigen freien Zugang zur Premiumseite der Pornoplattform beinhalteten. Pornografie durchdringt immer mehr unsere Kultur und wird akzeptiert. Die Online-Plattform Onlyfans wird weltweit von etwa 24 Millionen Nutzern regelmäßig angeklickt. Gerne treten dort Gesangsstars der Jugendszene auf, wie etwa die Rapperin und Grammy-Preisträgerin Cardi B. Die 28-Jährige beschrieb dort ihre besonderen sexuellen Vorlieben mit Halsbändern und Handschellen und präsentierte dazu ein Musikvideo mit Strip-Szenen. Längst kann man von einer Pornosierung der Popkultur sprechen.
   Die Soziologin Gail Dines, Professorin im Wheelock College in Boston und eine Aktivistin in der Antiporno Bewegung, schreibt: „Pornografie ist so tief in unsere Kultur eingebettet, dass sie fast Synonym für Sex geworden ist. Das bedeutet: Wer Pornografie kritisiert, wird mit dem Label ‚sexfeindlich‘ geohrfeigt.“ Angesichts dieser Entwicklung kommt echte Sexualität bei jungen Leuten immer mehr unter die Räder, wie US-Studien belegen. Die Wiener Sexualtherapeutin Bettina Bückelmayer bestätigt diesen Trend. Sie beobachtet, dass vor allem junge Männer intime Erlebnisse und Erfahrungen kaum noch im echten Leben machen, sondern rein virtuell.
   Doch nicht nur junge Männer geraten schnell in die Falle der Pornografie-Sucht. In der Monatszeitschrift fest und treu, die von der Christlichen Literatur-Verbreitung e.V. (CLV) in Bielefeld herausgegeben wird, berichtete jüngst eine junge Frau anonym, wie auch sie als gläubige Christin in den Sog der Pornografie hineingeraten war und sich dem Zwang einer ständigen Selbstbefriedigung unterwarf. Pornosüchtig wurde die junge Christin, als sie einen eigenen Computer hatte und dort im Internet Pornoseiten anklicken konnte.
   Mit Gottes Hilfe und einer anderen Person durfte sie jedoch dem Strudel der Pornografie irgendwann entkommen und ist nun, wie sie sagt, glücklich verheiratet. Über ihre Situation heute nach der Befreiung von der Pornosucht schreibt sie in fest und treu: „Ja, ich muss die Konsequenzen bis heute tragen. Manche Bilder und Szenen habe ich immer noch im Kopf. Bitte denke nicht, du hättest nach der Sünde der Pornografie kein Problem mehr damit, alles sei geritzt, vergeben und vergessen und das Ganze würde dich nie wieder einholen. Das stimmt nicht! Diese Sünde hat lebenslange Konsequenzen, auch wenn sie vergeben ist. Ich hätte es nie gedacht, aber ich merkte, dass ich durch meinen früheren Pornografie-Konsum Schaden angerichtet habe und dass er mir den Start in die Ehe erschwert hat.“

         TOPIC  Nr. 03/2021



ZURÜCK

Der globale Neustart: auch für unser Essen?

   Derzeit wird viel von einem globalen Neustart gesprochen, ohne dass näher erklärt wird, wie dieser denn konkret aussehen soll. Welche Änderungen sind im Alltag zu erwarten? Mindestens in einem Bereich zeigt sich eine grundlegende Neugestaltung, die die gesamte Welt schon in wenigen Jahren betreffen wird.
   Die EAT ist eine gemeinnützige Organisation, die das globale Nahrungsmittel-System verändern möchte. Gegründet wurde die EAT u. a. von der britischen Stiftung Wellcome Trust, die nach der Bill und Melinda Gates-Stiftung der zweitgrößte private Finanzier der Medizinforschung weltweit ist. Welche Vision und Mission hat nun die EAT? Dazu heißt es in einer Selbstdarstellung: „Unsere Vision ist ein faires und nachhaltiges globales Nahrungsmittel-System für gesunde Menschen und den Planeten, das niemand zurücklässt. Um den Erfolg sicherzustellen, verbinden wir uns mit Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft und arbeiten zusammen, um bis 2050 … radikale Veränderungen zu erreichen.“
   Jetzt im März 2021 sollen Studenten rund um den Globus an einem Wettbewerb teilnehmen, in dem es darum geht, Ideen und Lösungen für eine Neugestaltung der weltweiten Lebensmittelsysteme vorzustellen. Getragen wird diese Aktion u. a. von der EAT in Kombination mit der UNO.
   Wer sich etwas näher mit dieser Neugestaltung der Lebensmittelsysteme beschäftigt, wird schnell auf Begriffe wie „In-Vitro-Fleisch“, „Laborfleisch“ oder „kultiviertes Fleisch“ stoßen. Die Begriffe bezeichnen eine Innovation aus dem Bereich der Biotechnologie: Tierische Gewebeproben werden im Labor in einer Nährlösung künstlich zum Wachsen gebracht mit dem Ziel, Fleisch für den menschlichen Verzehr zu erzeugen. Wie geschieht das genau? Ein trächtiges Muttertier – z.B. eine Kuh – muss geschlachtet werden, um an den Fötus heranzukommen. Aus dessen Blut werden Fleischzellen herangezüchtet, die mit Zucker, Aminosäuren, Mineralien und Vitaminen versorgt werden. Damit die sich entwickelnden Muskelfasern auch „fleischig“ wirken, werden die Muskelfasern wie richtige Muskeln trainiert. Das geschieht durch mechanische und elektrische Impulse. Die dann entstandenen Muskelfasern sind unter dem Mikroskop nicht von denen eines realen Steaks zu unterscheiden.
   2013 entstand der erste Burger aus dem Labor in den Niederlanden. Die aufwendige Züchtung kostete damals noch etwa 300.000 (!) Euro. Mittlerweile gibt es mehrere Unternehmen, größtenteils aus Nordamerika, den Niederlanden und Israel, die Laborfleisch produzieren und einen solchen Bratklops schon unter zehn Euro auf den Tisch bringen wollen.
   Es gibt mehrere Faktoren, die die Produktion von Laborfleisch begünstigen. Laut der Gesellschaft für Konsumforschung leben in Deutschland über acht Millionen Vegetarier und knapp eine Million Menschen, die vegan leben – also: auf alles von Tieren Stammende, selbst Ledergürtel, verzichten. Sie essen jetzt schon kein Fleisch, um die Tierwelt zu schonen.
   Nicht wegzudiskutieren ist auch der erhebliche Einfluss des Fleischverzehrs auf das Weltklima. Die Tierhaltung soll weltweit für 15 Prozent der Treibhausgas-Ausstöße verantwortlich sein. Und dann kommt noch ein ganz gewichtiger Faktor hinzu: Laut den Vereinten Nationen wird mehr als ein Drittel der nicht von Eis bedeckten Landmasse heute allein für Viehzucht und den Futteranbau verwendet.
   Menschen überall auf der Welt möchten gerne Fleisch essen. Und die Nachfrage danach wird dramatisch steigen, wenn eine Weltbevölkerung gegen 2050 geschätzt 9,6 Milliarden Menschen betragen wird. Woher wird dann das viele Fleisch kommen, wonach verlangt werden wird? Wenn man einen roten Faden in den Ideen zu einer neuen Weltordnung und einem globalen Neustart erkennen will, dann ist es dieser: Jedem Mitglied einer geeinten Menschheitsfamilie wird das zugeteilt, was eine Weltregierung für den Erhalt unseres Planeten für richtig hält. In diese Vision passt natürlich das Laborfleisch, das jedem „Esser“ kontrolliert zugeteilt werden kann. Freie Bauern, die nach eigenem Vermögen eine Fleischversorgung aus eigener Tierhaltung anbieten, passen dann nicht mehr in dieses Weltversorgungsprogramm – in ein global gesteuertes Versorungsprogramm diktatorischen Musters.
   Der deutsch-amerikanische Wirtschaftsjournalist und langjähriger Kenner weltpolitischer Zusammenhänge, Frederick William Engdahl, schreibt dazu in Koppexklusiv: „Wie bei allen Aspekten des ‚großen Neustarts‘ werden wir auch bei den Nahrungsmitteln keine große Wahl haben. EAT erklärt, die neue Ernährung werde durchgedrückt mit ‚harten politischen Interventionen, wozu Gesetze, haushaltspolitische Maßnahmen, Subventionen und Strafen, eine Neukonfiguration des Handels und deren wirtschaftliche und Strukturmaßnahmen zählen.‘ Wir werden gezwungen sein, alle dieselben synthetischen Nahrungsmittel zu essen oder zu verhungern.“

         TOPIC  Nr. 03/2021



ZURÜCK

z.B. 41. Jahrgang - Nr. 4 April 2021

Die Themen: Identitäts-Ideologen kämpfen gegen Weiße. - Evangelistenkonferenz und Missions-Initiative. - Urteil: Gesangsverbot im Gottesdienst gilt. - Kutschera-Urteil könnte Olaf Latzel helfen. - Latzel-Gemeinde bereitet eigene Wege vor. - Sensationeller Bibel-Fund in Israel. - „Weihnachten im Schuhkarton“ trägt Früchte. - Christenverfolgung in Afrika. - Teleskopierung: Hintergründe zum Impfen. - Auf dem Weg zum „Mal des Tieres“. - Papst schließt Bündnis mit Kapitalisten. - 2021: Die Erde wird unruhig. - Pandemie stärkt Glauben. - Staaten wollen Botschaften in Jerusalem eröffnen. - Faktoren, die Menschen zufrieden machen. - Israel in Sorge: neue US-Vertreter für Nahost. - China spielt mit dem Feuer des Krieges.



ZURÜCK

The Great Reset: Linke Identitäts-Ideologen bekämpfen alles „Weiße“

   Man stößt auf die Formulierung immer öfter: „The Great Reset“ – auf Deutsch „Der große Neustart“. Doch was ist damit gemeint? Papst Franziskus, die internationale Hochfinanz, Wirtschaftsführer und andere Strippenzieher der Weltpolitik planen, die Weltgesellschaft total zu verändern. Die Grundlagen unseres Wirtschafts- und Sozialsystems sollen komplett umgekrempelt werden. Ein „neuer“ Kapitalismus soll die Lösung sein (s. auch Artikel auf der Seite 6).
   Ein viel radikalerer Ansatz zeigt sich derzeit in den USA. Eine Acht-Milliarden-Menschheit müsse in ein neues Zeitalter, geprägt durch soziale Gerechtigkeit, Menschenwürde und Nachhaltigkeit, geführt werden. Dafür müsse ein neuer Gesellschaftsvertrag her, der den „weißen“ Kapitalismus abschaffe. Doch wie soll dieses gigantische Vorhaben umgesetzt werden?
   Ausgerechnet das eher links-liberale Nachrichten-Magazin Der Spiegel brachte in seiner Ausgabe vom 13.3.2021 ein Interview mit einem US-Linguistik-Professor, der einen näheren Einblick in diese Identitäts-Bewegung gewährte. Fast zeitgleich erschien in der deutschen Zeitung Die Welt ein Bericht über eine Vor-Ort-Recherche in den USA, wie US-Kinder durch die Identitäts-Ideologie indoktriniert und ihre Eltern eingeschüchtert werden. Zusammengefasst geht es in beiden Berichten ganz einfach darum: Die linken Identitäts-Ideologen kämpfen gegen den Kapitalismus, weil er böse sei; sie kämpfen gegen die Weißen, weil sie alle Nichtweißen unterworfen und mit ihrer Kultur verdorben hätten. Dieser Vorgang müsse nun gründlich rückgängig gemacht werden.
   So fordert zum Beispiel der frühere Pastor Shaun King, heute Aktivist der „Bürgerrechtsbewegung“ Black Lives Matter (Schwarze Leben sind von Bedeutung), Statuen, Bilder und Kirchenfenster zu zerstören, die Jesus als „weißen Europäer“ darstellen. Sie seien Symbole der weißen Vorherrschaft, rassistische Propaganda und Werkzeuge der Unterdrückung. „Wenn ihre Religion (die der weißen US-Bürger, die Red.) erfordert, dass Jesus ein blonder, blauäugiger Jesus ist, dann ist nicht das Christentum ihre Religion, sondern die weiße Vormachtstellung“, postulierte King. Diese Forderungen von King sind kein Einzelfall.
   John McWhorter ist ein schwarzer Linguistik-Professor an der New Yorker Columbia University. In dem Spiegel-Interview schildert er, wie Linke in seinem Land mit der sogenannten Identitätspolitik alles „platt“ machen, was ihnen nicht passt. Um ihre Weltsicht durchzusetzen, versuchten die Linken, jegliche kritische „weiße“ Meinung aus der öffentlichen Diskussion herauszudrängen, da sie per serassistisch sei.
   Um dieses aggressive Vorgehen zu verstehen, muss man die gesellschaftlichen Verhältnisse in den USA berücksichtigen. Die USA sind immer noch in manchen Bereichen rassistisch. Es gibt regalmeterweise Bücher und täglich Artikel in den großen Medien darüber. Von daher ist die Analyse vieler Vertreter der Identitäts-Sicht durchaus nicht sofort und grundsätzlich zu verwerfen. Doch man sollte zwischen Diagnose und Therapie unterscheiden, weil man sonst Gefahr läuft, auch die Diagnose abzulehnen, weil man die Therapie nicht mag. Wie so oft in solchen Situationen der aufgeheizten Stimmung, gepaart mit Wut, wird das Kind schnell und voll und ganz mit dem Bade ausgeschüttet.
   So scheinen die linken Anhänger der Identitätspolitik wirklich zu glauben, sie verfügten über eine höhere Weisheit und machten keine Fehler, konstatiert McWhorter. „Um die Machtverhältnisse zu brechen, dürfen die Aussagen der Unterdrückten (also der Anhänger der Identitätspolitik) niemals in Zweifel gezogen werden. Es kommt also nicht darauf an, was jemand sagt oder ob es wahr oder falsch ist, sondern allein auf die Identität desjenigen, der seine Klage vorbringt. Deswegen vergleiche ich die Bewegung mit einer Religion. Denn es geht nicht darum, sich seines Verstandes zu bedienen, sondern Glaubenssätzen zu folgen.“ In einem Bestseller in den USA zum Thema Identitätspolitik heiße es sogar, so der Linguistik-Professor, dass „jeder Weiße Komplize in einem zutiefst rassistischen System sei“. McWhorter weist in dem Spiegel-Interview darauf hin, dass diese linke Identitäts-Ideologie bereits in offiziellen Lehrplänen von Schulen wiederzufinden sei.
   Auf genau dieses Thema geht der Recherche-Artikel in der Zeitung Die Welt ein. Er schildert, wie sich weiße Eltern heimlich treffen, um sich über die Nöte ihrer gehirngewaschenen Kinder auszutauschen. So dürften beispielsweise die „Newtonschen Gesetze“ im Lehrfach Physik so nicht mehr bezeichnet werden. Die Formulierung würde das Weißsein von Newton in den Mittelpunkt stellen. Das sei rassistisch. Weiße Kinder kämen aus der Schule nach Hause und berichteten ihren fassungslosen Eltern, sie seien als Weiße rassistisch, weil sie weiße Europäer bevorzugten. Das habe man ihnen in der Schule so beigebracht. Der linke Hass der Identitäts-Ideologen geht sogar so weit, dass man weißen Lehrern in einer Schulung im kalifornischen San Diego vorgeworfen hat, sie würden schwarze Kinder „geistig ermorden“.
   Bisher wüten die Identitäts-Ideologen hauptsächlich in den USA. Doch wie der Spiegel in derselben Ausgabe mit dem McWhorter-Interview berichtet, seien erste Ausläufer der Ideologie in Frankreich angekommen. Hier stünden nicht nur Schwarze, sondern mehr und mehr auch Muslime auf der Seite der Identitäts-Befürworter. Es entstünde ein „Islamo-Linksradikalismus“, der systematisch jede Kritik am Islam durch die Identitäts-Ideologie niedermache. Wie Gilles Kepel, einer der bekanntesten Islamwissenschaftler in Frankreich, sagte, dürfe man den Islam in seiner Gesamtheit mittlerweile nicht einmal mehr analysieren.
   Dass ein Aspekt in der Identitäts-Ideologie auch die Religion betrifft, zeigt ein Leitfaden für die etwa 10.000 öffentlichen Schulen im US-Staat Kalifornien. Im Rahmen von sogenannten „Ethischen Studien“ sollen sich Schüler mit der frühen Geschichte Amerikas beschäftigen; mit ihrem Kontinent, der damals vom Heidentum der Azteken, der Indianer und anderer indigener Völker beherrscht war. So empfiehlt der Leitfaden, indigene Lieder und Gesänge anzustimmen, um den blutrünstigen und mit Menschenopfern gefütterten Göttern wie etwa Tezkatlipoka oder Quetzalcoatl zu huldigen. Durch diese Huldigung sollen die Kinder dann zu „Kriegern“ für „soziale Gerechtigkeit“, Befreiung, Transformation und Entkolonialisierung geformt werden.
   Bisher ist der vorgeschlagene Lehrplan nur ein Leitfaden, den kalifornische Schulen aufgreifen können, aber nicht müssen. In einem US-Artikel zu diesem Leitfaden heißt es: „Die Gesänge haben eine klare Bedeutung: die Vertreibung des christlichen Gottes …“ Sollten die Entwicklungen unter der Überschrift „Der große Neustart“ so weitergehen, dann ist zu befürchten, dass The Great Reset nichts anderes bedeutet als den Rückfall in eine barbarisch vorchristliche Zeit.

         TOPIC  Nr. 04/2021



ZURÜCK

Geschenkaktion: Drei Millionen Kinder besuchen Glaubenskurs

   Den in Verbindung mit der Geschenkaktion „Weihnachten im Schuhkarton“ angebotenen Glaubenskurs „Die größte Reise“ haben im vergangenen Jahr mehr als drei Millionen Kinder besucht. Dies sei trotz der in vielen Ländern schwerwiegenden Corona-Einschränkungen möglich gewesen, teilte die christliche Hilfsorganisation Samaritan‘s Purse – Die barmherzigen Samariter (früher: „Geschenke der Hoffnung“) jetzt mit. Anlass war die Veröffentlichung des ersten digitalen Aktionsberichts von „Weihnachten im Schuhkarton“. Der Glaubenskurs wird von den Partnern der Geschenkaktion in rund 100 Ländern angeboten und von Ehrenamtlichen durchgeführt. Die Hilfsorganisation hatte im vergangenen Jahr zum 25. Mal im deutschsprachigen Raum dazu aufgerufen, Schuhkartons mit Geschenken für bedürftige Kinder zu spenden. Dabei kamen 396.276 Päckchen zusammen. Bei der globalen Aktion wurden 2020/21 mehr als 9,1 Millionen Kinder beschenkt. Rund 1,9 Millionen schlossen im vergangenen Jahr den Glaubenskurs kamplett ab. Etwa 1,3 Millionen Jungen und Mädchen haben, so das Hilfswerk, eine persönliche Entscheidung für den christlichen Glauben getroffen.

         TOPIC  Nr. 04/2021



ZURÜCK

Teleskopierung: Die Menschheit wird zum Versuchslabor für Impfungen

   Am 19. März 2021 sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Dorothea Merkel: „Die Devise lautet: impfen, impfen, impfen!“ Man kann verstehen, dass die „Mutti der Nation“ ihren Untertanen Hoffnung vermitteln will, dass es einen Weg aus der Coronakrise geben könne – eben das Impfen. Als Wissenschaftlerin wird Merkel wohl wissen: Ich habe den Deutschen hier dummes Zeug erzählt! Ich habe sie in Wirklichkeit belogen. Denn das Impfen gegen SARS-CoV-2 ist keineswegs ein sicherer Weg, um die Coronakrise hinter sich zu lassen. Um diesen Sachverhalt verstehen zu können, muss man wissen, was sich hinter dem Begriff „Teleskopierung“ verbirgt.
   Die Entwicklung eines völlig neuen Impfstoffes gegen eine Krankheit, die in der Wissenschaft noch völlig unbekannt ist, benötigt in der Regel etwa 15 bis 20 Jahre. Den Weltrekord in der Entwicklung eines Impfstoffes hält bis jetzt der Mumps-Impfstoff mit vier Jahren an Entwicklungs- und Testzeit. Erst Anfang 2020 hat man das Genom, also das Erbgut von SARS-CoV-2, entschlüsseln können. Damals wusste man so gut wie nichts über die Krankheit COVID-19. Zum Beispiel nicht, dass das Coronavirus das Blut verklumpen und deshalb zu Organversagen führen kann. Doch sofort begann man in mehreren Laboren der Welt, an einem Impfstoff gegen SARS-CoV-2 zu arbeiten.
   Ein Großteil dieser Labors bekam seit Jahren Millionen an Forschungsgeldern von der Bill & Melinda Gates-Stiftung. Und ausgerechnet Bill Gates war es, der am 12. April 2020 in den deutschen ARD-Tagesthemen und im britischen Frühstücksfernsehen der BBC verkündete, dass für die Zulassung der neuen Impfstoffe höchstens 18 Monate veranschlagt würden. Was sich danach zeigte, war: Diese Zeit wurde sogar um 50 Prozent unterschritten. Impfstoffe wurden in einem „Affenzahn“ entwickelt. Und das birgt enorme Gefahren, die sich erst in der Zukunft zeigen dürften.
   Gates im britischen Frühstücks-TV: „Wir werden weniger Sicherheitstests als typischerweise haben. Regierungen werden Entscheidungen treffen müssen, ob sie die Haftung für die Unternehmen übernehmen und sagen: Lasst uns das jetzt so umsetzen, da wir nicht die Zeit haben werden zu tun, was wir normalerweise tun.“
   Der Chefmediziner des amerikanischen Impfstoffherstellers Moderna, Tal Zaks, brachte es ungeschminkt und nüchtern auf den Punkt: „Unsere Studie wird keinen Nachweis erbringen können, dass die Übertragung des Virus mit der Impfung verhindert werden kann. Denn dazu wäre es nötig, zweimal pro Woche über lange Zeit Abstriche von Probanden zu gewinnen.“ Laut Zaks müssten die Studien im Vergleich zum teleskopierten Testverfahren fünf- bis zehnmal so lange dauern. Auch der Gründer des deutschen Unternehmens BionTech – ebenfalls Empfänger von Gates-Geldern –, Ugur Sahin, räumte im Dezember 2020 ein, es sei ungeklärt, ob „sein“ mRNA-Impfstoff „nur die Krankheit oder auch eine Infektion verhindern wird.“
   Was muss man sich nun unter einem teleskopierten Testverfahren vorstellen? Um einen sicheren Impfstoff zu entwickeln, gibt es mehrere, zum Teil etliche Jahre andauernde Testphasen: die präklinische Phase, die klinischen Phasen I,II, III und IV. Diese Testphasen sollen sicherstellen, dass der Nutzen eines Impfstoffes höher ist als seine Risiken (die es übrigens bei jedem Impfstoff gibt). Teleskopierung bedeutet nun, dass man wie bei eine Teleskopstange einzelne Stangenelemente, also Testphasen, ineinander verschiebt; will heißen: Man beginnt bereits mit einer neuen Testphase, obwohl die davorliegende noch gar nicht mit allen möglichen Erkenntnissen ausgewertet und sicher abgeschlossen ist. Ob man es glaubt oder nicht: Der Zulassungsprozess für Impfstoffe gegen COVID-19 begann bereits, als Phase III noch gar nicht abgeschlossen war – geschweige denn Phase IV. Dies bedeutet: Wir haben Impfstoffe vorliegen, von denen man nicht weiß, wie lange sie wirken und welche Spätfolgen nach ein, zwei oder mehr Jahren auftreten können.
   Der Biologe und Spiegel-Bestsellerautor Clemens G. Arvay beleuchtet in seinem Taschenbuch „Corona Impfstoffe – Rettung oder Risiko?“ (ISBN: 978-3-404-07499-0) diesen Schwerpunkt Teleskopierung, aber noch viele andere unbekannte Hintergründe zu SARSCoV-2 und den Impfstoffen.
   Unter dem Kapitel „Warum Langzeitbeobachtung wichtig ist“ weist Arvay auf Erfahrungen mit einem Impfstoff gegen HIV hin. Schon nach 18 Monaten nach Verabreichung des HIV-Impfstoffes entdeckte man, dass die Impfung das Ansteckungsrisiko mit HIV nicht verringerte, sondern erhöhte. Was wird man im Jahr 2023 über die völlig neuen, genetischen Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 festgestellt haben?
   Es stimmt schon nachdenklich, dass der aus einer jüdischen Familie stammende Chef des US-Pharmagiganten Pfizer – Partner von BionTech –, Albert Bourla, über den „Impfweltmeister“ Israel sagte: „Ich glaube, Israel ist aktuell das Labor der Welt …“ Ausgehend von dieser Aussage in Kombination mit dem Nichtwissen in Bezug auf Langzeitwirkungen aller zugelassenen Impfstoffe gegen COVID-19 könnte man auch sagen: Die ganze Welt ist ein riesiges Labor, und alle geimpften Menschen sind die Labormäuse darin.
   Fakt ist: Bis jetzt ist nicht eindeutig belegt, dass geimpfte Menschen nicht doch noch andere Menschen mit dem SARS-CoV-2-Virus anstecken können. Klartext: Mit Impfungen kann man den Flächenbrand der Corona-Pandemie nach derzeitigem Stand nicht final austreten, da man immer auch mit Mutanten rechnen muss. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von einer „sterilen Immunität“, die vorliegen muss, um einer Pandemie das Wasser abzugraben. Clemens G. Arvay schreibt dazu am Schluss seines Buches: „Insbesondere wegen des fehlenden Nachweises der sterilen Immunität, der in teleskopierten Studien nicht erbracht werden kann, gibt es keine Grundlage für eine moralische ‚Verpflichtung‘, sich für die Impfung zu entscheiden. Auch eine indirekte Impfpflicht durch politisch verordnete Einschränkungen oder sozialen Druck, den Menschen aufeinander ausüben, erscheint aufgrund der offenen Sicherheitsfragen und lückenhaften Wirksamkeitsnachweise nicht gerechtfertigt.“

         TOPIC  Nr. 04/2021



ZURÜCK

Konturen einer neuen Welt: Papst wird Schirmherr eines „neuen“ Kapitalismus

   Während sich ein Großteil der westlichen Gesellschaft im Bann der Corona-Pandemie befand, entstand im Dezember letzten Jahres ein historisches Bündnis. Der Vatikan ging eine Partnerschaft mit dem Rat für einen inklusiven Kapitalismus ein. Unter der Schirmherrschaft von Papst Franziskus soll der Kapitalismus zur mächtigsten Kraft für das Wohl der gesamten Menschheit verwandelt werden. Laut der Bank of America besteht der Rat aus einer Kerngruppe globaler Wirtschaftsentscheider. Diese einflussreichen Personen, u. a. aus der deutschen Allianz-Versicherung, repräsentieren ein verwaltetes Vermögen von rund zehn Billionen Euro. Diese Unternehmens-Führer im Rat stehen etwa 200 Millionen Arbeitnehmern in über 163 Ländern vor.
   Gegründet hat den Rat für einen inklusiven Kapitalismus (Council for Inclusive Capitalism) Lynn Forester de Rothschild. Die britisch-US-amerikanische Anwältin und Geschäftsfrau hat eine sehr wechselhafte Karriere hinter sich. Sie unterstützte beispielsweise die Wahlkämpfe von Bill und Hillary Clinton, arbeitete in hochrangigen Positionen der Wirtschaft und für Denkfabriken, wie der „geheimen Regierung der USA“, dem Council on Foreign Relations. Die 66-Jährige ist in dritter Ehe verheiratet mit Evelyn Robert Adrian de Rothschild. Der heute 90-Jährige betreute die europäischen Rothschild-Banken und war auch Finanzberater der britischen Krone.
   Lynn Forester de Rothschild äußerte sich zu den Zielen des von ihr gegründeten Rates so: „Der Kapitalismus hat enormen globalen Wohlstand geschaffen, aber er hat auch zu viele Menschen zurückgelassen, er hat zur Degradierung unseres Planeten geführt und genießt in der Gesellschaft kein großes Vertrauen. Dieser Rat wird der Mahnung von Papst Franziskus folgen, auf ‚den Schrei der Erde und den Schrei der Armen‘ zu hören und auf die Forderung der Gesellschaft nach einem gerechteren und nachhaltigeren Wachstumsmodell zu antworten.“ Der Papst segnete den Rat für inklusiven Kapitalismus und sagte dazu: „Es wird dringend ein Wirtschaftssystem benötigt, das fair und vertrauenswürdig ist und in der Lage ist, die tiefgreifendsten Herausforderungen der Menschheit und unseres Planeten zu bewältigen. Sie haben diese Herausforderung angenommen, indem Sie nach Wegen gesucht haben, den Kapitalismus zu einem stärker inklusiven Instrument für integrales menschliches Wohlergehen zu machen.“
   Was bahnt sich derzeit auf dem Globus an? Im Moment formieren sich linke Kräfte (s. Artikel auf Seite 1), um einen neuen globalen Gesellschaftsvertrag durchzusetzen, mit dem man dem bisher vorherrschenden weißen Establishment und dem Kapitalismus an den Kragen will. Wie werden die Vertreter des „weißen“ Kapitalismus reagieren? Ist das, was im Dezember 2020 aus der Taufe gehoben wurde, bereits eine Gegenreaktion nach dem Motto „Ehe man uns Kapitalisten alles wegnimmt, wollen wir wenigstens einen Teil unseres Reichtums abtreten, um den Rest zu retten“?
   Es wird spannend sein zu beobachten, welchen Weg dieses Bündnis von „Kapital und Altar“, der Wirtschaftswelt und der röm.-kath. Kirche, nehmen wird.

         TOPIC  Nr. 04/2021



ZURÜCK

2021: Die Erde wird unruhig, und Berlin sitzt auf einem Vulkan

   Etwa alle drei Tage ereignet sich irgendwo auf der Welt ein schwereres Erdbeben. Von einem schwereren Erdbeben sprechen die Forscher dann, wenn es stärker als die Magnitude 6 ist. Magnituden sind Maßeinheiten für die Stärke eines Bebens. Solche Magnitude-6-Beben müssen keine schweren Schäden in bewohnten Gebieten hinterlassen; sie ereignen sich oft am Meeresboden oder unter abgelegenen Gebieten. In „normalen“ Erdbebenjahren finden in der Zeit vom 1. Januar bis Ende März im Schnitt zwischen 25 und 30 schwerere Erdbeben weltweit statt. In diesem Jahr waren es schon Mitte März an die 50. Dazu heißt es in einem Artikel eines Erbebenexperten: „2021! Die höchste Anzahl eines schweren Bebens, die jemals in den ersten 65 Tagen eines Jahres verzeichnet wurde!“ Zu diesen Erdbeben gab es eine Reihe von größeren Vulkanausbrüchen in Indonesien, Guatemala, Alaska, Italien sowie Island. Fazit: Die Erde zeigt derzeit eine gewisse Unruhe. Der Grund ist unbekannt.
   Was nur wenigen Deutschen bekannt sein dürfte: Unter der deutschen Hauptstadt ruht ein Vulkan, und zwar im Norden Berlins im Bereich von der Glienicker Chaussee in Richtung Schönfließ. Entdeckt haben den Vulkan DDR-Wissenschaftler um 1970 herum, als sie dort nach Erzen suchten. Was sie in einem 5000 Meter tiefen Bohrloch fanden, war jedoch nur Vulkangestein. Das zu Tage geförderte Vulkan-Material wurde später von dem Molekularbiologen Lutz Esser entdeckt und analysiert. Heute nimmt man an, dass in einer Tiefe von über 3.700 Metern ein Vulkan „schläft“. Ob er jemals wieder aktiv wird, ist völlig ungewiss. Laut einiger Geologen sei der „Berliner“ Vulkan – wie es heißt – im Laufe von Millionen von Jahren durch plattentektonische
Kräfte immer weiter in die Tiefe gesunken.

         TOPIC  Nr. 04/2021



ZURÜCK

Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
bedürfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages:
TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,



ZURÜCK

z.B. 41. Jahrgang - Nr. 5 Mai 2021

Die Themen: