hauskreis4

Sonnenuntergang1

 


Meldungen aus 2008

Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
bedĂŒrfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages:
TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,

Astrologie: die LĂŒgen der Sternengötter

FĂŒr Astrologen war 2007 wieder ein schwarzes Jahr - wie schon all die Jahre vorher auch. Ihre Vorhersagen anhand von Sternen-Anordnungen waren entweder so schwammig formuliert, dass man sie nicht nachprĂŒfen kann, oder sie waren falsch. Zu diesem Ergebnis kommt die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung der Parawissenschaften (GWUP) in Roßdorf bei Darmstadt. In der GWUP sind 800 Wissenschaftler und wissenschaftlich Interessierte zusammengeschlossen, die sich mit okkulten PhĂ€nomenen und ihrer - möglichst wissenschaftlichen - AufklĂ€rung beschĂ€ftigen.
Mag die GWUP soviel aufklĂ€ren, wie sie will, derzeit fĂŒllen die Astro-Vohersagen fĂŒr 2008 wieder viele Seiten in Zeitungen und Zeitschriften. Doch schon beim flĂŒchtigen Durchschauen mehrerer astrologischer Jahres-Prognosen mĂŒsste dem aufmerksamen Beobachter auffallen: Hier kann doch etwas nicht stimmen! Da prĂ€sentiert die esoterische Fachzeitschrift Visionen in ihrer Dezember-Ausgabe eine Astro-Vorschau fĂŒr 2008, bei der den Ende Januar und im Februar Geborenen (nach astrologischer Deutung den „WassermĂ€nnern") Schwierigkeiten beim Kennenlernen von neuen Menschen angekĂŒndigt werden. Dies sieht die noble Frauenzeitschrift ELLE in ihrer Januar-Ausgabe 2008 völlig anders. In Bezug auf neue Freundschaften und einen großen Bekanntenkreis werde 2008 ein positives „Superjahr". Allerdings hat „Visionen" seine Astro-Vorhersagen von zwei deutschen Astrologinnen aufgrund der monatlichen Sternen-Anordnungen machen lassen. „ELLE" bemĂŒhte dagegen einen tibetanischen Astrologen. Im Unterschied zu den europĂ€ischen Astrologen beurteilen die tibetanischen und indischen Sternendeuter nicht die Gestirne-Stellungen des Geburtsmonats, sondern des Geburtsjahres. Und so kommen durch diese verschiedenen AnsĂ€tze fĂŒr einen 1954 geborenen „Wassermann" völlig unterschiedliche Voraussagen zustande.
Wer die Astrologie einmal nĂ€her hinterfragt, wird schnell auf ein Labyrinth von Ungereimtheiten und WidersprĂŒchen stoßen. In ihrem Buch „Weißt Du, wie die Sterne stehen? -Astrologie erlebt und hinterfragt" (HĂ€nssler-Verlag / ISBN 978-37751-4533-6) haben der Buchautor und ehemalige Hobby-Astrologe Martin Doering und die frĂŒhere Profi-Astrologin Sabine von der Wense den Astro-Mumpitz einmal aufgearbeitet.
Das Berechnen von persönlichen Horoskopen beruht auf der schematischen Darstellung der Anordnung der Gestirne zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Diese Stellung wird als Grundlage fĂŒr die Schicksalsdeutung genommen. Da stellt sich als Erstes eine ganz einfache Frage: Welche der etwa 100 Milliarden bekannten Sterne sind fĂŒr das Leben eines Menschen nun von Bedeutung und welche nicht? Von Belang können eigentlich nur die 7.000 Sterne sein, die mit bloßem Auge zu erkennen sind - 3.500 auf der Nordhalbkugel der Erde, 3.500 auf der SĂŒdhalbkugel der Erde.
Die Astrologie greift nun aus diesen 7.000 Sternen willkĂŒrlich 150 Fixsterne heraus und benennt aus ihren Stellungen am Himmel bestimmte Abbilder: Widder, Stier, Löwe, Krebs, Jungfrau etc. Es sind die sogenannten Tierkreiszeichen. Davon gibt es zwölf fĂŒr die zwölf Monate im Jahr. Die bis heute gĂŒltige Auswahl von Sternen und ihre Anordnung zu Tierkreiszeichen traf der griechische Philosoph Claudius PtolemĂ€us um 100 nach Christus. Dabei wurden Sterne völlig willkĂŒrlich miteinander verbunden, je nachdem, wie sie damals von der Erde aus betrachtet wurden und man darin Tiergestalten der griechischen Mythologie zu erkennen glaubte. Doch warum waren es gerade diese 150 Fixsterne, die kombiniert wurden? Warum sollen nur sie Wirkungen auf den Menschen haben und Milliarden andere nicht?
Als PtolemĂ€us die Tierkreiszeichen zusammenstellte, sah er Licht von Sternen, das bereits Jahre unterwegs war. Er sah nicht die Sternenkörper an sich, sondern nur ihr gesendetes Licht! Ein Lichtjahr entspricht der Entfernung von knapp 9,5 Billionen Kilometern. Das heißt: Der Stern, dessen Licht nach Jahren von der Erde erspĂ€ht werden kann, steht bei der aktuellen Wahrnehmung lĂ€ngst woanders oder existiert schon gar nicht mehr. Somit ist die Astrologie als Deutung von Sternenstellungen genau genommen eine Sternendeuterei ohne Sterne.
Die Astrologie hat eine lange Geschichte, und sie begann etwa im 3. Jahrtausend vor Christus bei den Sumerern, Assyrern und Babyloniern. Damals verehrte man die Sterne als Götter. In gefundenen KeilschriftTafeln finden sich deshalb dieselben Zeichen fĂŒr Sterne und Gottheiten. Vom Ursprung her ist die Astrologie somit eine Religion - und das eigentlich bis heute. Schon die Namen der Sterne - z. B. Merkur, Mars, Jupiter etc. - dokumentieren bis zum heutigen Tag den antiken Vielgötterglauben.
Die Bibelschreiber bezeugten schon vor 3.000 Jahren, dass alle Planeten und Sterne keine Götter, sondern Gottes Werk sind. Wer also sein Leben an Sternen ausrichtet, wer glaubt, sie besĂ€ĂŸen schicksalsbestimmende KrĂ€fte, betreibt laut Bibel Götzendienst. Deshalb verurteilt die Bibel die Astrologie auf der ganzen Linie (z. B. in 5. Mose 17,2-5; Jesaja 47,13-14 oder Römer 1,21-25). In der Bibel werden Götzen als „nichtig" beschrieben, „sie nĂŒtzen nicht und können nicht erretten, weil sie nichtig sind" (l. Sam. 12,21). Die Astrologie mit ihren zahllosen WidersprĂŒchen ist somit eines der besten Beispiele fĂŒr einen Glauben an „nichtige" Götzen - absolut wert- und wirkungslos fĂŒr die RealitĂ€t.
Dennoch kann der Sternenglaube zu starken AbhĂ€ngigkeiten fĂŒhren, weil sich antigöttliche MĂ€chte der Astrologie bedienen, um dadurch den Aberglauben schmackhaft zu machen -- so, wie es bei den Babyloniern schon vor 5000 Jahren war. Diesen Zusammenhang durchlebte auch der Kirchenvater Augustinus, der lange Zeit selbst den „Schriften der Horoskopsteller ergeben gewesen" war. Er schreibt: „Das EnthĂŒllen der Zukunft muss wahre, christliche Frömmigkeit durchaus verwerfen und verdammen ... Ich habe mich von den trĂŒgerischen Weissagungen und gottlosen Wahnvorstellungen der Astrologen losgesagt. FĂŒr diese Erkenntnis, mein Gott, will ich Dich aus innerstem Herzen preisen!"

  Pfeil07     TOPIC  Nr. 01/2008



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Französische Denkfabrik: Mitte 2008 bricht das Weltfinanzsystem zusammen

   Eigentlich weiß im Moment niemand so genau, was im sogenannten Weltfinanzsystem los ist. Selbst die, die es wissen sollten, sind ratlos. Der MilliardĂ€r und Investor George Soros und der ehemalige US-Notenbankchef Alan Greenspan meinen, dass man bisher erst die Spitze des Eisberges, sprich: der Finanzkrise, offengelegt habe.
   Greenspan nannte bei einer Veranstaltung in Tokio eine Summe von rund 610 Milliarden Euro schlecht gesicherter US-Hypotheken. Diese Summe haben amerikanische Banken an finanzschwache HĂ€uslebauer in Amerika verliehen. Aufgrund von stark gestiegenen Kreditzinsen und anderer UmstĂ€nde können Millionen Amerikaner derzeit diese Schulden aufs Haus nicht mehr ordentlich zurĂŒckzahlen.
   Aber was haben wir EuropĂ€er damit zu tun? Sehr viel! Denn die US-Banken hatten nicht die Milliarden von Dollar, die sie an ihre Landsleute verliehen haben. Die US-Banken pumpten sich das Geld ĂŒberall auf der Welt zusammen - besonders bei europĂ€ischen Banken, die letztlich die Sparguthaben von Millionen von „Otto-Normalverbrauchern" verpfĂ€ndeten. Die Kreditkrise in den USA fĂŒhrt nun dazu, dass europĂ€ische Banken auf ihr Geld aus Amerika teilweise verzichten mĂŒssen. Auf diesem Wege verlor beispielsweise die grĂ¶ĂŸte Schweizer Bank, die UBS, allein im Jahr 2007 an die sieben Milliarden Euro bei GeschĂ€ften im US-Hypothekenmarkt.
   Der Umstand, dass europĂ€ische Banken ihre Gelder aus den USA nicht mehr zurĂŒckbekommen, fĂŒhrt nun dazu, dass sie bei Kreditvergaben an EU-BĂŒrger und EU-Firmen sehr strenge MaßstĂ€be anlegen. Selbst gut dastehende Unternehmen, die Kredite benötigen, um beispielsweise ein neues Produkt auf den Markt zu bringen, bekommen von den Banken nur noch sehr zögerlich Geld. Große Konzerne sind deshalb schon dazu ĂŒbergegangen, ihren Zulieferern Kredite aus der Firmenkasse zu gewĂ€hren, um ĂŒberhaupt noch produzieren zu können.
   Laut einem Artikel des Wirtschaftsmagazins Wirtschaftswoche mĂŒssen Banken weltweit wohl etwa 700 Milliarden Euro an US-Geldern „in den Wind schreiben". 700 Milliarden - das ist die Summe des gesamten Eigenkapitals der etwa 50 grĂ¶ĂŸten Banken der westlichen Welt. Wenn man jetzt noch weiß, dass das Eigenkapital der Banken fĂŒr die Höhe der Vergabe von Krediten ausschlaggebend ist, so wird einem deutlich, was auf die Weltwirtschaft zukommt. Ein Verlust von 700 Milliarden Euro wĂŒrde bedeuten, dass Banken an die vier Billionen (!) Euro Kredit nicht vergeben dĂŒrfen - eben wegen der Eigenkapitalabsicherung. Vor diesem Hintergrund wird nachvollziehbar, dass Millionen von ArbeitsplĂ€tzen gefĂ€hrdet sind. Die Weltwirtschaft könnte einen Abschwung (Rezession) erleben, der in den USA beginnt. Die US-Wirtschaft wird nĂ€mlich zu 70 Prozent vom privaten Konsum getragen, fĂŒr den viele Amerikaner aber jetzt kein Geld mehr haben, weil sie keine gĂŒnstigen Kredite mehr bekommen. Wie dramatisch es jetzt schon ist, zeigte das WeihnachtsgeschĂ€ft 2007. Die Amerikaner gaben deutlich weniger aus.
   Genau das ist das Szenario, das die französische Denkfabrik LEAP/E2020 bei ihren Prognosen zugrunde legt. Sie hat sich mittlerweile einen Namen gemacht, weil sie nicht nur die Wiedervereinigung Deutschlands prognostizierte, sondern auch schon im FrĂŒhjahr 2006 vor der amerikanischen Immobilienkrise warnte, bevor sie 2007 begann. Das LEAP/E2020 geht davon aus, dass eine Rezession im Laufe von 2008 den Alltag der Amerikaner voll erreichen und dann in Folge ab Mitte 2008 das weltweite Finanzsystem zusammenbrechen wird. Die Wirtschaftswoche, die zu diesem Thema im Dezember 2007 ebenfalls einen großen Artikel prĂ€sentierte, betitelte diesen so: „Finanzkrise: Jetzt geht's erst richtig los."

         TOPIC  Nr. 01/2008



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Bibelforschung im Netz

Im Internet gibt es eine Fundgrube fĂŒr Bibelforscher, Pfarrer und an der Bibel interessierte Laien. Die Deutsche Bibelgesellschaft startete das Portal www.bibelwissenschaft.de. FĂŒr das Online-Bibelstudium wĂŒrden vollstĂ€ndige Texte der originalsprachlichen Bibelausgaben angeboten, so der Verlag. Zudem hĂ€tten Nutzer kostenlos Zugriff zu mehreren deutschen BibelĂŒbersetzungen, zum „Wissenschaftlichen Bibellexikon WiBiLex" und zur „Elektronischen Bibelkunde". Eine Mediensammlung und Hintergrundinfos runden das Angebot ab. (KNA)

Hamburger Abendblatt



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Russland: Endzeitmacht im Wartestand

Bibelleser wissen mehr. Zum Beispiel, welchen Ausgang der Schicksalslauf einiger LĂ€nder in dieser Weltzeit nehmen wird. Sie können sich deshalb sicher sein, weil geschichtliche Tatsachen, die von der Bibel Jahrhunderte im Vorhinein angekĂŒndigt wurden, exakt so eingetroffen sind.
   So sah der Prophet Daniel etwa 600 vor Christus den Aufstieg und Fall von vier WeltmĂ€chten voraus: Babylon, Medopersien, Griechenland und Rom. Die ersten drei dieser Weltreiche sind aufgestiegen und untergegangen. Aber Rom?
   WĂ€hrend in den GeschichtsbĂŒchern das Ende des Römischen Reiches mit dem 5. bzw. 6. Jahrhundert nach Christus angegeben wird, meinten Bibelausleger schon immer, dass dies nicht stimmen könne. Das Römische Reich mĂŒsse irgendwie weiterbestehen, da es laut Bibel eine Auferstehung erleben werde. Gerade unsere Tage zeigen, dass diese Behauptung richtig war und ist, denn das Römische Reich erlebt in Form der EuropĂ€ischen Union (EU) eine Renaissance. Dieses Faktum passt voll zu biblischen Aussagen (Daniel 2 und 7; Offenbarung 13,3 und 17,8), die besagen, dass das „vierte Reich" auf der endzeitlichen BĂŒhne erneut eine tragende Rolle ĂŒbernehmen wird. Aber nicht nur dieses Reich!
   Bei genauer Untersuchung endzeitlicher Texte der Bibel kann man auf vier Machtblöcke stoßen, die in der letzten Phase der Weltzeit eine Rolle spielen werden: das schon genannte „vierte Reich", die Könige des Ostens (Offb. 16,12), die Könige des SĂŒdens (Daniel 11,40) und der Bund des Nordens. Dieser Bund des Nordens wird im alttestamentlichen Propheten-Buch Hesekiel so beschrieben:
   „Und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen: Menschensohn, wende dein Angesicht gegen Gog im Lande Magog, den FĂŒrsten von Rasch, Mesech und Tubal, und weissage gegen ihn, und sprich: So spricht Gott, der Herr: Siehe, ich komme ĂŒber dich, Gog, du FĂŒrst von Rosch, Mesech und Tubal! Und ich will dich herumlenken und will dir Haken in deine Kinnbacken legen; ich will dich und deine Kriegsmacht herausfĂŒhren, Rosse und Reiter, alle prĂ€chtig gekleidet, eine große Menge, die alle Glanzschilde, Kleinschilde und Schwerter tragen: Perser, Kuschiten und Put mit ihnen, alle mit Kleinschild und Helm. Gomer mit all seinen Truppen, das Haus Togarma vom Ă€ußersten Norden, auch mit all seinen Truppen, viele Völker mit dir" (Hesekiel 38,1-6). Des Weiteren schildert der Text, dass das Heer unter FĂŒhrung von Gog Israel in einer Zeit der vermeintlichen Ruhe und Sicherheit angreifen wird. Und wann soll dies geschehen? „Nach langer Zeit sollst du aufgeboten werden; zur letzten Zeit ..." (Hesekiel 38,8). Wer ist Gog? Was ist das fĂŒr ein Land namens Magog, das aus den drei Teilen Rosch, Mesech und Tubal besteht? Viele Bibelausleger sind nach Auswertung von biblischen und historischen Quellen zu folgendem Ergebnis gekommen:
   Magog, Tubal und Mesech waren Enkel Noahs (l. Mose 10,2). Magogs Land lag im heutigen Kaukasus und den angrenzenden Steppen. Mesech und Tubal wurden von den Völkern des Altertums Skythen genannt. Sie zogen als Nomaden in den KĂŒstengegenden des Schwarzen und des Kaspischen Meeres umher. Die Magogiter teilten sich spĂ€ter in europĂ€ische und asiatische Völker auf. Daraus gingen einerseits Russen und Slawen hervor, andrerseits z. B. Tataren und Mongolen. Fragt man zeitgenössische Autoren von Nachschlagewerken, welches Volk heute „Rosch" verkörpere, dann ist die fast einhellige Meinung: Es ist „Russland" (und Mesech weise auf das europĂ€ische Moskau hin und Tubal auf das asiatische Tobolsk).

   Gog ist somit der Machthaber einer Völkerallianz auf dem Gebiet Russlands und aus den Gebieten um das Schwarze und Kaspische Meer herum. Aus Sicht Israels liegt diese Allianz im „Àußersten Norden", so, wie Hesekiel es exakt beschreibt. Zu diesem „Bund des Nordens" werden laut Hesekiel „viele Völker" gehören. Besonders namentlich erwĂ€hnt sind die Bundesgenossen aus Persien, Kusch, Put, Gon,er und Togarma. Obwohl bei der Identifizierung dieser LĂ€nder (besonders von Kusch und Put) sich nicht alle Ausleger einig sind, sieht eine Mehrheit in Persien den Iran, in Kusch und Put LĂ€nder, die an den Iran angrenzen könnten, in Togarma Siedlungsgebiete asiatischer Völker und in Gomer das heutige Deutschland. Der Ausleger Gaebelein schreibt zu Gomer: „Im Talmud („jĂŒdische Bibel") werden wertvolle Informationen gegeben: Gomer wird dort als die Germani, die Deutschen, angefĂŒhrt. Dass die Nachkommen Gomers (ebenfalls Enkel Noahs) nordwĂ€rts zogen und sich in Teilen Deutschlands niederließen, scheint eine feststehende Tatsache zu sein."
   Nicht ohne Grund prĂ€sentiert Gottes Wort zu manchen Sachverhalten konkrete Informationen. Sie sollen helfen, die Zeit, in der man lebt, zu verstehen. WĂ€hrend man in der Auferstehung des Römischen Reiches bereits eine wichtige TeilerfĂŒllung biblischer Prophetie klar erkennen kann, stehen andere Entwicklungen, die unbedingt zu einer endzeitlichen Gesamtszenerie gehören, erst am Anfang: z. B. die Entstehung eines „Bundes des Nordens".
   Erstmals in der Menschheitsgeschichte gibt es einen Mann, der als „FĂŒrst von Rosch, Mesech und Tubal" das realisieren könnte, was die Bibel im Zusammenhang mit dem „Bund des Nordens" skizziert: Wladimir Wladimirowitsch Putin - den russischen PrĂ€sidenten. Seitdem er im MĂ€rz 2000 im Kreml die Macht ĂŒbernahm, manövriert er in traumwandlerischer Sicherheit Russland wieder in die Position einer Weltmacht. Seit August letzten Jahres starten strategische Bomber der Russen wieder zu routinemĂ€ĂŸigen LangstreckenflĂŒgen weit ĂŒber das russische Gebiet hinaus. Diesen Dienst hatten die Russen nach Ende der Sowjetunion eingestellt. Zurzeit beenden Kampfschiffe der Nord- und der Schwarzmeerflotte der Russischen Föderation eine Übung im Atlantik. Ein solches Manöver hat es viele Jahre nicht mehr gegeben. „Das ist keine einmalige Aktion. Damit stellt Russland seine PrĂ€senz auf dem Weltmeer wieder her", sagte der Befehlshaber der russischen Nordflotte, Vizeadmiral Nikolai Maximow.
   Seit letztem Jahr macht im eurasischen Raum die
Idee die Runde, eine eurasische Superunion zu grĂŒnden, in der Russland als Kernstaat fungiere. Es sind vor allem Staaten um das Schwarze und Kaspische Meer herum - also dem ehemaligen Siedlungsgebiet von Magog, Tubal und Mesech -, die dies fordern.
   Dabei gestaltet Putin noch auf einer ganz anderen
politischen BĂŒhne etwas, was auch in Richtung „Bund des Nordens" weist: Es ist die Schanghaier Organisation fĂŒr Zusammenarbeit (SOZ). In ihr haben sich 1996 China, Russland, Usbekistan, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan zusammengeschlossen, um wirtschaftlich zusammenzuarbeiten und sich militĂ€risch beizustehen. Als möglicher Aufnahmekandidat steht der Iran bereit - laut Bibel ein Staat, der auch zum „Bund des Nordens" zĂ€hlen wird, den einige SOZ-Mitglieder jetzt schon in AnfĂ€ngen darstellen. Es ist eine spannende Entwicklung im eurasischen Raum im Gange, die von der Weltöffentlichkeit bisher kaum wahrgenommen, aber die eines Tages Weltgeschichte schreiben wird.
  
Aber was ist mit Gomer, das viele Ausleger fĂŒr Deutschland halten? Nicht nur die 45-jĂ€hrige Geschichte der DDR zeigt eine enge Verbundenheit mit Russland, die kein anderes westliches Land vorweisen kann. Der derzeitige „FĂŒrst von Gog", Wladimir Putin, symbolisiert wohl wie kein anderer eine interessante Verbindung zwischen Russland und Deutschland. Putin, der perfekt deutsch spricht, mit einer russischen Deutschlehrerin verheiratet ist und seine zwei Töchter Deutsch lernen ließ, sagte einmal: „Ich habe ein zweites, deutsches Wesen in mir entdeckt!" Dieses Wesen offenbarte er auch Helmut Kohl, mit dem ersich schon Anfang der 1 990er Jahre mehrfach traf und ausfĂŒhrlich austauschte. Deutsche Industrielle kennen Putin gut, da er ebenfalls in den 1 990er Jahren viele ihrer Verhandlungen in Russland begleitete und sogar dolmetschte, wie Alexander Rahr in seinem Buch „Wladimir Putin - der Deutsche' im Kreml" schreibt. Gewisse Grundlagen fĂŒr eine außergewöhnliche Beziehung zwischen „Rasch" und „Gomer" sind zu belegen. Was sich daraus auch angesichts eines politischen Linksrucks in Deutschland sowie einer deutschen EnergieabhĂ€ngigkeit von Russland noch entwickeln wird, muss abgewartet werden.
   Putin, der Anfang MĂ€rz sein Amt als russischer PrĂ€sident abgeben muss, hat angeblich PlĂ€ne in der Tasche, die ihn 2012 wieder an die absolute Machtspitze bringen sollen. Wird er der „FĂŒrst von Gog" sein, der den „Bund des Nordens" formen und vielleicht sogar gen Israel fĂŒhren wird?

     TOPIC  Nr. 02/2008



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„GrĂŒne" starten Christenverfolgung

Was viele Christus-GlĂ€ubige schon seit lĂ€ngerem befĂŒrchtet haben, wird in Deutschland jetzt Wirklichkeit. Christen werden von staatlicher Seite in ihren MeinungsĂ€ußerungen ĂŒberwacht und beim Ausleben ihres Glaubens massiv behindert. Dies zeigt ganz aktuell das Beispiel des evangelikalen Jugendkongresses Christival, der vom 30. April bis 4. Mai in Bremen stattfinden wird. Unter den 225 Veranstaltungen war auch ein Seminar vorgesehen, das Homosexuellen eine Möglichkeit aufzeigen sollte, wie man diese Neigung wieder ablegen kann. Von diesem Seminar hatte der bekennende Homosexuelle und Erste Parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrer von BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen, Volker Beck, Wind bekommen und dagegen öffentlich protestiert. Er verlangte, dass Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen die Schirmherrschaft fĂŒr Christival wegen dieses Seminars zurĂŒckziehen solle. Das Resultat des Protestes: Die Veranstalter von Christival nahmen das Seminar sofort aus dem Programm, um Schaden von Christival abzuwenden, wie es hieß. Doch dies reicht Beck noch nicht. Mit einigen Fraktionskollegen startete er jetzt eine Kleine Anfrage (mit 27 Detailfragen) an die Bundesregierung. Darin verurteilen sie „antihomosexuelle Seminare und pseudowissenschaftliche Therapieangebote religiöser Fundamentalisten" und verlangen eine Stellungnahme der Bundesregierung zu „antihomosexuellen VerĂ€nderungsmaßnahmen" bei Werken wie Campus fĂŒr Christus, der evangelikalen Homo-Hilfsorganisation WĂŒstenstrom, dem Ev. Fachverband fĂŒr Sexualethik und Seelsorge Weißes Kreuz oder dem Adventwohlfahrtswerk. Desweiteren fragen die „GrĂŒnen", ob diese Gruppen nicht als „manipulativ und extremistisch einzustufen sind".

Nach Unterlagen, die TOPIC vorliegen, scheinen Beck und seine Helfershelfer das evangelikale Lager scharf zu beobachten. So schreibt Beck ĂŒber den Vorsitzenden von Christival, den ehemaligen Homosexuellen Roland Werner, er sei mit antihomosexuellen Äußerungen „notorisch aufgefallen". Wie Glaubensfreiheit wohl in Zukunft definiert wird, und wo dann möglicherweise staatliche Verfolgung einsetzt, legt Beck so dar: „Die Glaubens- und Religionsfreiheit gebietet Respekt vor den AusprĂ€gungen des Glaubens, solange nicht danach getrachtet wird, die Rechtsordnung entsprechend auszurichten und AndersglĂ€ubige in ihren Freiheitsrechten zu beschrĂ€nken. Wenn Kreationismus im Biologieunterricht gelehrt werden soll und HomosexualitĂ€t als therapiebedĂŒrftiger Defekt diffamiert wird, ist allerdings eine rote Linie ĂŒberschritten."

       TOPIC  Nr. 02/2008



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 Die Gier-Religion

Klaus Zumwinkel, der ehemalige Boss der Deutschen Post AG, ist reich - und zwar sehr reich und das schon sehr lange. Bereits als Student fuhr er Porsche, weil seine Eltern eine Handelskette besaßen und Geld im Hause Zumwinkel genĂŒgend vorhanden war. Anfang der 1 970er Jahre verkauften Klaus Zumwinkel und sein Bruder Hartwig die Handelskette der Eltern an das Handelsimperium Rewe - 10 KaufhĂ€user und 50 SupermĂ€rkte. Die Zumwinkel-BrĂŒder sackten einen Haufen Millionen ein und hĂ€tten fortan ein finanziell sorgenfreies Leben als Playboys fĂŒhren können. Doch das tat Klaus Zumwinkel nicht. Er studierte an der US-Kaderschmiede Wharton Business School und ging dann zu der internationalen Unternehmensberatung McKinsey. Von dort wechselte er zum Versandhaus Quelle und dann 1989 zur Deutschen Bundespost. Dort verdiente er allein in 2006 ĂŒber vier Millionen Euro. Dr. Zumwinkel erhielt viele Ehrungen, sogar das Große Bundesverdienstkreuz. Ein Mann mit Geld wie Heu und mit öffentlichem Ansehen en masse. Was treibt einen solchen Menschen dazu, ein paar - aus seiner Sicht - lĂ€ppische Milliönchen vor dem Finanzamt zu verstecken? FĂŒr den NormalbĂŒrger ist es unfassbar, wie der Postchef sein Ansehen so aufs Spiel setzen konnte, dass er vielleicht sogar ins GefĂ€ngnis gehen muss.

Etwa seit dem Jahr 2000 hĂ€ufen sich Berichte ĂŒber die Macht- und Geldgier von Managern. Verdiente frĂŒher ein Konzernboss etwa 40-mal mehr als sein Durchschnittsangestellter, so ist es heute 1 00-mal mehr, in einigen Unternehmen sogar 400-mal mehr. In den letzten fĂŒnf Jahren legten die BezĂŒge der VorstandsVorsitzenden der grĂ¶ĂŸten deutschen im Aktienmarkt notierten Konzerne (Dax-Konzerne) um sage und schreibe 50 Prozent zu.

Aber weshalb ist ein gewisser Teil der WirtschaftsElite so gierig? Weshalb verhĂ€lt er sich moralisch wie Borstenvieh, obwohl Ethik-Vorschriften in vielen Firmen bereits eingefĂŒhrt sind und jeder sie beschwört?

Der Arzt und Psychotherapeut Dr. Till Bastion glaubt, dass viele aus der sogenannten Elite die Ich-Kontrolle verloren haben. In einem Aufsatz ĂŒber die Gier der MĂ€chtigen schreibt er in Psychologie heute (08/04): „Manager wie Klaus Esser, Politiker wie Florian Gerster haben angesichts enormer Privilegien, die sie sich selbst zuschanzen, offenbar kein Unrechtsbewusstsein mehr. Im Gegenteil, sie scheinen fest davon ĂŒberzeugt zu sein nur' das zu erhalten, was ihnen in ihrer SelbsteinschĂ€tzung als ,unentbehrliche LeistungstrĂ€ger' gerechterweise zusteht! Das ist fĂŒr Außenstehende oft schwer nachzuvollziehen, aber diese Logik ist offenbar höchst effektiv ins Selbstsystem eingepflanzt worden." Bastian spricht mit dem „Einpflanzen in ein Selbstsystem" einen zentralen Punkt an. Ein Beispiel:

70 der 100 grĂ¶ĂŸten deutschen Unternehmen werden mehr oder weniger von Strategien aus dem Hause der Unternehmensberatung McKinsey gesteuert. Unternehmensberater durchleuchten Konzerne und beraten sie, wie sie ihre Profite noch steigern können. Wohl kaum jemand kennt die deutsche Wirtschaft so gut wie die McKinsey-Leute. McKinsey-Leute durchforsten nicht nur die Wirtschaft, irgendwann steuern sie sie sogar selbst aktiv. So konnten ĂŒber 300 ehemalige McKinsey-Leute Spitzenpositionen der deutschen Wirtschaft ĂŒbernehmen. Einer von ihnen war Klaus Zumwinkel.

Diese McKinsey-Leute sind nicht ohne. Sie schieben sich nicht nur die AuftrĂ€ge zu, sondern sind wie in einem Geheimbund fest zusammengeschweißt - auch ĂŒber die aktive McKinsey-Zeit hinaus. Die „Jesuiten der Wirtschaft" -wie eine US-Wirtschaftszeitung es einmal formulierte - kreieren Ideen und entwerfen Gesetze fĂŒr die Wirtschaft und versuchen, sie danach auszurichten. Der ehemalige Welt-Chef von McKinsey, der in Indien geborene Rajat Gupta, sagte einmal, McKinseys Mission sei es, eine einflussreiche Rolle in jeder wichtigen Volkswirtschaft der globalisierten Welt zu spielen. Anders formuliert: McKinsey-Leute (und auch andere Unternehmensberater) glauben, sie seien das Gesetz! Sie könnten nach ihrem eigenen GutdĂŒnken die Welt -zumindest die Wirtschaftswelt-gestalten. Ein solches Denken prĂ€gt. Deshalb fehlt ihnen auch oftmals jegliches Unrechtsbewusstsein diesbezĂŒglich, weil sich in ihrem Bewusstsein ein Denken festgesetzt hat, das ausschließlich auf Umsatz und Profit ausgerichtet ist. Geldliebe und Raffgier sind dort sozusagen standardmĂ€ĂŸig einprogrammiert. Von daher mag sich McKinsey-Mann Zumwinkel gar nicht so viel dabei gedacht haben, als er seine Millionen nach Liechtenstein schaffen ließ. Die Raffgier gehörte einfach zu seinem System.

Dieses Raffgier-Denken hat sich mittlerweile aufgrund der Globalisierung in alle Welt ausgebreitet. Gier ist zum tragenden System der Weltwirtschaft geworden. Immer schneller soll immer mehr Geld aus der Arbeit von Menschen herausgepresst werden. „AuftrĂ€ge mĂŒssen hereingeholt werden, hochprofitable AuftrĂ€ge, um die Renditevorgaben der Konzernspitze zu erfĂŒllen. Was zĂ€hlt, ist allein der Erfolg, die Mittel interessieren nicht", schrieb der ehemalige Chefredakteur des manager magazins, Wolfgang Kaden, in einem Artikel mit der Oberschrift „Profit ohne Moral". Moral und Ethik seien etwas fĂŒr feierliche Symposien. Im geschĂ€ftlichen Alltag gewinne der, der vor nichts zurĂŒckschrecke, so Kaden weiter.

In der Bibel sagt Jesus einmal: „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon (= Reichtum und Besitz)" (Matth. 6,24). Jesus deutet hier eine religiöse Parallele zwischen Gottes-Dienst und Mammon-Dienst an. Gerade heute wird diese Parallele sehr deutlich, weil die Marktwirtschaft zu einer Art Religion geworden ist. Man betrachtet den Markt als etwas Lebendiges, dem man sich zu unterwerfen habe. Man spricht von „der Markt gibt vor" oder „der Markt hat entschieden". Im Markt zu bestehen wird zum Sinn des Lebens.

Auf jedem US-Dollar-Schein steht: „In God we trust - auf Gott setzen wir unser Vertrauen". Eine wichtige Mahnung am richtigen Ort! Wer dies nicht beherzigt, sieht sich schnell mit dem Gegenteil dieser Aussage konfrontiert: einer Hölle, in der die Gier-Religion mit ihrem Gott des Geldes regiert und alles Gute ruiniertÂŽ

     TOPIC  Nr. 03/2008



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FĂŒhrende Geistliche verlassen Willow-Creek-Gemeinde

Zwei fĂŒhrende Geistliche verlassen die international bekannte Willow-Creek-Gemeinde in South Barrington bei Chicago. Mit ĂŒber 20.000 Besuchern ist sie eine der grĂ¶ĂŸten Gemeinden in den USA. Ihr Konzept, Kirchenferne zu erreichen, ist zum Vorbild von Tausenden Gemeinden geworden, die ein weltweites Willow-Netz bilden. Willow-Creek-Hauptpastor Gene Appel, der vor zweieinhalb Jahren die Nachfolge von GrĂŒnder Bill Hybels angetreten hatte, habe seinen RĂŒcktritt eingereicht, teilte die Gemeindeleitung (Älteste) in einer ErklĂ€rung mit. Appel will nach eigenen Angaben noch bis Ende der Osterzeit seine gegenwĂ€rtigen Aufgaben wahrnehmen und danach unter Gebet „Gottes nĂ€chstes Abenteuer" suchen. Appel ist seit 2003 bei der Willow-Creek-Gemeinde tĂ€tig. Im Juni nimmt auch Willow-Creek-Pastor Randy Frazee seinen Abschied, der derzeit noch fĂŒr Lehraufgaben in der Willow-Creek-Gemeinde zustĂ€ndig ist. Er wechselt an die Oak-Hills-Gemeinde in San Antonio, wo er an der Seite des Geistlichen und Bestsellerautors Max Lucado seinen Dienst als leitender Pastor versehen wird.
Hybels wird kĂŒnftig wieder Hauptpastor in der Willow-Creek-Gemeinde, die er
1975 gegrĂŒndet hat. Von Beginn an setzte Hybels auf attraktive Gottesdienste fĂŒr kirchenferne Menschen: mit TheaterstĂŒcken, populĂ€rer Musik und kurzweiligen Predigten. Inzwischen hat eine von Willow-Creek in Auftrag gegebene Studie gezeigt, dass es ihr zwar gelinge, Menschen fĂŒr einen Anfang im Glauben zu gewinnen, doch hapere es bei der Festigung im Glauben. Fast jeder Vierte gab an, in seinem geistlichen Wachstum stehen geblieben zu sein. Hybels hat deshalb Fehler eingerĂ€umt.

     TOPIC  Nr. 03/2008



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Dr. Hans Penner - 76351 Linkenheim-Hochstetten - 18.03.2008

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

in dieser Karwoche sei daran erinnert, daß es fĂŒr die Annahme, der Leichnam von Jesus Christus sei
verwest, keine stichhaltigen GrĂŒnde gibt, nichteinmal naturwissenschaftliche. Die kausal-
mechanistische Weltsicht eines Charles Darwin aus dem vorletzten Jahrhundert wurde lÀngst schon in
den 1920er Jahren durch die Quantenphysik ĂŒberwunden.

Das Neue Testament ist mit Abstand das am zuverlĂ€ssigsten ĂŒberlieferte Geschichtswerk der Antike. Zu den Evangelien ist zu sagen, daß "es in der gesamten antiken Literaturgeschichte keinen in
irgendeiner Weise vergleichbaren Fall von so genauer dreifacher Übereinstimmung eines umfangreichen Geschehens gibt". (Der Historiker Carsten Peter Tiede in "Antike Kultur und Neues Testament; Die wichtigsten HintergrĂŒnde und Hilfsmittel zum VerstĂ€ndnis der neutestamentlichen Schriften" Brunnen-Verlag Basel 2003).

Antiquiert ist der "Theologische Historismus" mit ebenfalls kausal-mechanistischem Hintergrund, der
leider immer noch weite Teile der Evangelischen Kirche beherrscht und nach Emil Brunner kein
Ausdruck christlichen Glaubens ist:

"Bibelauslegung kann in der Tat zum Instrument des Antichrists werden. Das sagt uns nicht erst
Solowjew, das ist die innere Aussage der Versuchungsgeschichte (Jesu) selbst. Aus scheinbaren
Ergebnissen der wissenschaftlichen Exegese sind die schlimmsten BĂŒcher der Zerstörung der Gestalt
Jesu, der Demontage des Glaubens geflochten worden.

Heute wird die Bibel weithin dem Maßstab des sogenannten modernen Weltbildes unterworfen, dessen Grunddogma es ist, daß Gott in der Geschichte gar nicht handeln kann - daß also alles, was Gott betrifft, in den Bereich des Subjektiven zu verlegen ist. Dann spricht die Bibel nicht mehr von
Gott, dem lebendigen Gott, sondern dann sprechen nur noch wir selber und bestimmen, was Gott tun
kann und was wir tun wollen oder sollen. Und der Antichrist sagt uns dann mit der GebÀrde hoher
Wissenschaftlichkeit, daß eine Exegese, die die Bibel im Glauben an den lebendigen Gott liest und
ihm selbst dabei zuhört, Fundamentalismus sei; nur seine Exegese, die angeblich rein
wissenschaftliche, in der Gott selbst nichts sagt und nichts zu sagen hat, sei auf der Höhe der
Zeit."

Das habe ich in einem Bestseller des Bertelsmann Buchclubs gelesen. Es ist an der Zeit, den
theologischen Schrott der Evangelischen Kirche zu entsorgen, damit die Menschen ihre Schuld
loswerden und die Auferstehung von Jesus Christus unseren Zeitgenossen Freude, Zuversicht und
Orientierung vermittelt: "So sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab,
damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben".

Ich wĂŒnsche ein freudiges und gesegnetes Auferstehungsfest
Hans Penner

 



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EmCh: evangelikale BrĂŒcke zum New Age

Das, was der Missionswissenschaftler Professor Johannes Reimer am 10. April bei einem Studientag des Marburger Bibelseminars sagte, hörte sich zunĂ€chst durchaus interessant an. Reimer fĂŒhrte vor 100 Zuhörern aus, dass der Missionsbefehl der Bibel keine Aufforderung „zur Proklamation des Evangeliums, sondern zur Transformation des Denkens - und als Folge davon des Lebens" sei. Christen mĂŒssten neu lernen, durch soziales Engagement Menschen zu gewinnen, um erst danach in einer klassischen Predigt-Evangelisation Menschen fĂŒr Christus anzusprechen. Reimer, der auch als Dozent am Missionshaus Bibelschule Wiedenest lehrt, sprach zur EinfĂŒhrung des neuen Studienganges „Gesellschaftstransformation" am Bibelseminar Marburg (MBS), dessen TrĂ€ger der Deutsche Gemeinschafts-Diakonieverband (DGD) ist. Der DGD wiederum ist Mitglied im ev. Gnadauer Gemeinschaftsverband (landeskirchliche Gemeinschaften, Stadtmissionen etc.).
   Der Begriff Transformation, den Reimer benutzte, bedeutet „Umwandlung, Umgestaltung" und wurde frĂŒher als Fachbegriff nur in der Mathematik und der Vererbungslehre gebraucht. In den 1970er und 1 980er Jahren tauchte die Vokabel dann in einem ganz anderen Zusammenhang auf: dem New Age (neues Zeitalter). Esoteriker, Mystiker und Okkultisten glauben, dass das Zeitalter des Christentums - ĂŒberhaupt aller Religionen - jetzt vorbei sei und alles Religiöse in eine neue Super-SpiritualitĂ€t einmĂŒnde. Auf dieser höheren Stufe gebe es keinen Gott mehr, sondern jeder und alles werde göttlich. Das „New Age-Wörterbuch" erklĂ€rt den Begriff „Transformation" so: „Lieblingsbegriff vieler ,New Ager', um den Wandel auf allen Ebenen durch die anbrechende neue Zeit zu bezeichnen ... Im New Age wird der Begriff Transformation auf die Umwandlung von Menschen, hergebrachten Denk- und Strukturformen und Institutionen angewandt."
   Der Studiengang „Gesellschaftstransformation", den das Marburger Bibelseminar ab Herbst in Zusammenarbeit mit der „UniversitĂ€t von SĂŒdafrika" Studenten anbieten wird, hat inhaltlich sehr viel mit der New Age-Lesart des Begriffs Transformation zu tun, bezieht sich aber auf die Rolle des Christentums bei der Umgestaltung einer Gesellschaft. Wie der Studienleiter des MBS, Dr. Tobias Faix, in einem Aufsatz dazu schreibt, mĂŒssten Christen neu lernen, dass das Reich Gottes schon im Hier und Jetzt angebrochen sei und dass Christen durch politisches und soziales Engagement eine Gesellschaft heilen könnten. Christsein bedeute viel mehr als nur die VerkĂŒndigung des Evangeliums. Es gehe auch um die VerĂ€nderung der „physisch-materiellen, der spirituellen als auch der psychischen und sozialen Dimension des menschlichen Lebens".
   Die Lehren, die den MBS-Studenten ab Herbst nahegebracht werden, sind im englischsprachigen Raum mit der „Emerging Church"-Bewegung (EmCh) verbunden. Der Begriff bedeutet in Deutsch „auftauchende" oder „sich neu herausbildende Kirche". Schon in den 1970er und 1980er Jahren hatten sich Kinder evangelikaler FĂŒhrer - viele von ihnen waren wegen der fehlenden Glaubenspraxis vom Glauben ihrer Eltern enttĂ€uscht - darĂŒber Gedanken gemacht, ob es zwischen der bibeltreuen evangelikalen Bewegung und den theologisch liberalen Richtungen nicht einen dritten Weg geben könne. Sozusagen eine neue Art von Christsein, die viel besser ins 21. Jahrhundert passe als alles, was man vorher hatte. Auf diesem NĂ€hrboden entstand die Emerging Church-Bewegung und gewann zunĂ€chst im englischsprachigen Raum betrĂ€chtlichen Einfluss. Nun ist das Gedankengut der EmCh auch in Europa angekommen. Namhafte BefĂŒrworter dieses EmChGedankengutes sind Prof. Dr. Johannes Reimer, Dr. Tobias Faix, die Jugendevangelistin Christina Brudereck und der Schweizer Pastor Reinhold Scharnowski.
   Wer sich mit dem EmCh-Gedankengut nĂ€her beschĂ€ftigt, wird als bibelglĂ€ubiger Christ schnell erschrecken. Der auch hierzulande bekannte US-Pastor John MacArthur schreibt in einem Offenen Brief: ,,... der Sturmangriff der Emerging Church' gegen die unmissverstĂ€ndliche Klarheit der Schrift ist der gefĂ€hrlichste Angriff, den ich je gesehen habe."
   Dieser Ansicht ist auch der Autor und Bibellehrer Rudolf EbertshĂ€user. Er legt jetzt ein Buch vor, in dem er das Gedankengut der EmCh aus biblischer Sicht beleuchtet. Dazu studierte EbertshĂ€user Monate lang alle wichtigen Veröffentlichungen der EmCh-Vordenker vor allem aus dem englischsprachigen Raum und wertete sie aus. Sein Buch mit dem Titel „Aufbruch in ein neues Christsein? Emerging Church' - der Irrweg der postmodernen Evangelikalen" (Angaben s. u.) ist im Moment das einzige Werk, das neben der internationalen auch die deutsche EmCh-Szene beleuchtet.
   EbertshĂ€users Analyse ist alarmierend. Auch deshalb, weil er als ehemaliger New Age-MitlĂ€ufer ĂŒberzeugend darlegt, wie große Teile des antichristlichen Gedankengutes des New Age in der Emerging Church ein evangelikal-frommes Gewand verpasst bekommen.
   Dies wird besonders an einem ganz zentralen Gedanken der EmCh deutlich. Brian McLaren, einer der wichtigsten Vordenker und FĂŒhrer der EmCh in den USA, schreibt: „Der König ist im Königreich, und das Königreich ist hier und jetzt unter uns ..." Genau dieses glauben New Ager auch. Ihr „Königreich" heißt jedoch „Wassermann-Zeitalter" und wird von einem kosmischen Christus-Geist beseelt.
   Viele Aktivisten der EmCh sind fest davon ĂŒberzeugt, Gott sei gegenwĂ€rtig dabei, „erlösend" und „befreiend" tĂ€tig zu sein, um sein Königreich in unserer Zeit ganz real aufzurichten. Es sei nicht mehr zukĂŒnftig. Das „gegenwĂ€rtige Königreich Gottes" umfasse die ganze Welt, auch die Nichtchristen, alle Religionen. Christina Brudereck, „ProChrist"-Jugendevangelistin und Gastdozentin am „Missionshaus Bibelschule Wiedenest", schreibt dazu in dem Buch „ZeitGeist" (Herausgeber: u. a. Dr. Tobias Faix): „... was wĂ€re eigentlich, wenn wir annehmen wĂŒrden, dass auch der Zeitgeist weht, wie Gott will? (...) Was wĂ€re, wenn das, was manche fĂŒr einen spleenigen, esomĂ€ĂŸigen' (also esoterischen, die Red.) Vogel halten, der Heilige Geist wĂ€re? Und die spirituellen Zeichen Vorboten einer Verwandlung? Einer Gottesbewegung?"
   Weil jetzt ĂŒberall ein göttlicher Geist wehe - so die Schau vieler EmCh-GlĂ€ubiger - hĂ€tten Christen auch die Kraft, alles, was die Welt ausmacht, göttlich umzugestalten, zu transformieren. Man mĂŒsse nur das Königreich in die Gesellschaft, in die Kultur hineintragen, um diese Welt „heilig" zu machen. So gibt es bereits EmCh-Pioniere, die Allah in der Moschee anbeten, um dann „von Jesus zu erzĂ€hlen". Doch ist das Königreich Gottes tatsĂ€chlich angebrochen, oder ist es eher das nachchristliche Zeitalter der New Ager?

Angesichts der Tatsache, dass in der EmCh die AutoritĂ€t der Bibel und die einmalige Heilstat Jesu Christi systematisch untergraben werden, lĂ€sst sich eher an Letzteres denken. FĂŒr viele AnhĂ€nger der EmCh ist die Bibel nĂ€mlich nur eine „Geschichte", eine Sammlung von sinnstiftenden ErzĂ€hlungen, die stets aktuell weitergeschrieben oder umgedeutet werden mĂŒssen, um dem Menschen von heute Gott nahe bringen zu können. Doch bei einer zeitgemĂ€ĂŸen Umdichtung des Evangeliums erscheint der Christus der Heiligen Schrift und sein einzigartiges SĂŒhnopfer fĂŒr die SĂŒnden der Menschen als störendes Hindernis. Deshalb behaupten einflussreiche EmCh-Lehrer theologisch neuzeitlich auch, Gott sei ja „nur Liebe" und könne niemals seinen Sohn bestrafen fĂŒr etwas, das er nicht getan habe. Gott wĂŒrde den Menschen ihre Schuld einfach vergeben, ohne dass die Bestrafung seines Sohnes im stellvertretenden SĂŒhnopfer dazu nötig sei.
   WĂ€hrend das biblische Evangelium in der EmCh zum Teil auf das Übelste verfĂ€lscht wird, öffnet man sich auf der andren Seite weit fĂŒr heidnische SpiritualitĂ€t und die Mystik. In der EmCh findet sich die ganze ĂŒbersinnliche Kollektion, die auch New Ager toll finden: Yoga, Taoismus, Zen, Meditation, ekstatische Musik und Tanz etc. EbertshĂ€user schreibt dazu: „Die Verbindung mit dem NewAge ist jetzt schon ziemlich stark und offen und wird mit Sicherheit noch stĂ€rker werden."
   Fasst man die wesentlichen Inhalte der EmCh zusammen, so lĂ€uft ihr Programm auf Allversöhnung, Kampf fĂŒr eine bessere Welt nach dem „sozialen Evangelium" der Liberaltheologie und Belebung des Mystischen hinaus. Das HauptĂŒbel ist allerdings die Relativierung der Wahrheit der Bibel! EbertshĂ€user befĂŒrchtet, dass manche jĂŒngere, ungefestigte Christen sich fĂŒr ein solches Programm begeistern und einspannen lassen. Gerade der Aspekt des Einspannens wĂ€re es wert, noch nĂ€her beleuchtet zu werden. Denn die EmCh wurde geschickt in Gang gesetzt von einem Netzwerk namens Leadership Network, das aus FĂŒhrungskrĂ€ften und Management-Experten aus den USA gebildet wird - viele von ihnen befĂŒrworten das New Age, den Buddhismus oder den Hinduismus.

Das Buch von Rudolf EbertshĂ€user „Aufbruch in ein neues Christsein?" hat 256 Seiten und kostet in Deutschland 6,20 Euro (plus Versand) und in der Schweiz 10,50 CHF (plus Versand).

       TOPIC  Nr. 05/2008



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Evangelisten-Treff: Keine AufbrĂŒche bei Willow, „Leben mit Vision" und Alpha

  In landes- und freikirchlichen Gemeinden zeigt sich eine neue Offenheit fĂŒr Veranstaltungen, bei denen Redner zum Glauben an Jesus Christus einladen. Das haben 16 Evangelisten aus sieben Freikirchen und christlichen Werken in Deutschland und der Schweiz festgestellt. Sie trafen sich erstmals am 7. April in Kassel zu einem „Forum fĂŒr Veranstaltungsevangelisten". Die Teilnehmer des Treffens kamen aus dem Bund Freier evangelischer Gemeinden (Witten), dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Eistal), den Missionswerken Neues Leben (Altenkirchen), Janz Team (Kandern) und Die Bruderhand (Wienhausen), der Deutschen Zeltmission (Siegen) sowie der Arbeitsgemeinschaft Evangelisation in Sachsen (Dresden).
   Nach EinschĂ€tzung von Beat Abry vom „Janz Team" mache sich in Gemeinden in Deutschland ErnĂŒchterung bei der Beurteilung evangelistischer Konzepte aus dem Ausland breit. Programme wie „Willow Creek", Kampagnen wie „Leben mit Vision" oder das Glaubensprogramm „Alpha-Kurs" hĂ€tten vielerorts geistliche AufbrĂŒche vermissen lassen. Allerdings seien sie wichtige Schritte fĂŒr das missionarische Gemeindeleben gewesen. Im Mittelpunkt der Beratungen stand die Frage, warum viele Besucher, die bei einer Evangelisation Christen geworden sind, langfristig nicht in eine Gemeinde integriert werden können. Dies zeigten Untersuchungen, hieß es. Nach EinschĂ€tzung der Evangelisten gelingt eine Eingliederung in jenen Gemeinden besonders gut, die missionarisch ausgerichtet und offen fĂŒr Interessenten am Gemeindeleben sind. Der Evangelist Theo Lehmann appellierte daran, den Aufruf zur Entscheidung fĂŒr ein Leben mit Jesus Christus eindeutig zu gestalten. Er unterstrich zudem die Bedeutung der Nacharbeit. Im SeelsorgegesprĂ€ch mĂŒsse deutlich ĂŒber die Konsequenzen eines Lebens als Christ im Alltag gesprochen werden, sonst bleibe eine Bekehrung oft folgenlos.

     TOPIC  Nr. 05/2008



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FTA Gießen soll sich fĂŒr Bibelkritik öffnen

Als die Meldung zu Pfingsten im Gottesdienst der Freien ev. Gemeinde (FeG) in Gießen vorgelesen wurde, brach lauter Jubel aus. Zwei Tage vorher hatte der Wissenschaftsrat als höchstes Wissenschaftsgremium in Deutschland der Freien Theologischen Akademie (FTA) in Gießen die institutionelle Akkreditierung als Hochschule erteilt. Aufgrund dieses positiven Votums kann nun das Land Hessen in einem zweiten Akt der FTA die staatliche Anerkennung zusprechen. Manchem Gottesdienstbesucher in der FeG wĂ€re sicherlich der Jubel im Halse stecken geblieben, wenn man auch verkĂŒndet hĂ€tte, welchen Preis die FTA fĂŒr diese positive Entscheidung des Wissenschaftsrates akzeptieren soll: Man erwartet, dass sie die feste Burg einer unbeugsamen Bibeltreue öffnet, um der „wissenschaftlichen" Bibelkritik Zutritt zu gewĂ€hren.
   Auch wenn derzeit in diesem Punkt seitens der FTA das Gegenteil behauptet wird, kann jeder im 76-seitigen Bericht des Wissenschaftsrates („Stellungnahme zur Akkreditierung der FTA Gießen") nachlesen, welche Opfer die FTA Gießen fĂŒr eine staatliche Anerkennung schon gebracht hat und welche noch gefordert werden. Dieser Bericht findet sich im Internet unter www. wissenschaftsrat.de „Veröffentlichungen 2008" oder kann gratis ĂŒber TOPIC bezogen werden.
   Den wohl wichtigsten Preis, den die FTA fĂŒr das Okay des Wissenschaftsrates (WR) gezahlt hat, formuliert die Kölner Institution in ihrem Bericht so: „Ein unbedingtes Festhalten an der Irrtumsfreiheit der Heiligen Schrift, wie sie in der sog. Chicago-ErklĂ€rung zur Irrtumslosigkeit der Bibel (siehe Anhang 3) behauptet ist, wird von der FTA inzwischen nicht mehr als exklusiver Maßstab der Schriftauslegung verstanden. Die FTA hat damit notwendige Voraussetzungen fĂŒr ein wissenschaftliches Arbeiten und eine wissenschaftliche Auslegung der Bibel an der FTA geschaffen" (S. 50). Als Beleg dafĂŒr finden sich im Anhang 3 des WR-Berichtes die Bekenntnisgrundlagen der FTA aus den Jahren 2004 und 2007 (ab S. 68). Wie der WR in seinem Bericht erkennen lĂ€sst, wurde das alte FTA-Bekenntnis mit einer klaren Bejahung der Inhalte der Chicago-ErklĂ€rung aufgrund des Einwirkens des WR von der FTA 2007 neu formuliert.
   In der „alten" 2004er Fassung fanden sich noch eindeutige Formulierungen wie diese: „Da die Schrift vollstĂ€ndig und wörtlich von Gott gegeben wurde, ist sie in allem, was sie lehrt, ohne Irrtum und Fehler. Dies gilt nicht weniger fĂŒr das, was sie ĂŒber Gottes Handeln in der Schöpfung, ĂŒber die Ereignisse der Weltgeschichte und ĂŒber ihre eigene literarische Herkunft unter Gott aussagt ..." In der neuen 2007er Fassung fehlen solche prĂ€zisen Festlegungen wie „Gottes Handeln in der Schöpfung" und „Ereignisse der Weltgeschichte". In der 2007er Fassung der FTA steht in Bezug auf Bibeltreue nichts Falsches, aber lĂ€ngst nicht mehr alles so klar und umfassend, wie es die 2004er noch ausdrĂŒckte. Völlig neu in der 2007er Fassung sind dafĂŒr Gummi-Formulierungen, die auch in Richtung einer unbiblischen historisch-kritischen Theologie verstanden werden können.
   So heißt es in der neuen FTA-Bekenntnisgrundlage, dass die BĂŒcher der Heiligen Schrift nur in ihrer „ursprĂŒnglichen sprachlichen Gestalt ... zuverlĂ€ssig und ohne Irrtum und das wahre Wort Gottes" sind. Doch was ist die „ursprĂŒngliche sprachliche Gestalt"? Waren es z. B. nur die Berichte von Mose an den Lagerfeuern seines Volkes, die die historisch-kritische Theorie als Vorstufen der fĂŒnf Mose-BĂŒcher benennt? Diese „Legenden" sollen erst Jahrhunderte spĂ€ter von Priestern aufgeschrieben worden sein. „Um zu verstehen, was Gott sagen will, muss der Ausleger sorgfĂ€ltig ermitteln, was die biblischen Schriftsteller jeweils wirklich haben sagen wollen", heißt es weiter im FTA-Papier. Wird hier nicht ganz leise die TĂŒr fĂŒr den forschenden menschlichen Geist der historisch-kritischen Theologie geöffnet? Nicht mehr Gott ist Ausgangspunkt und Mittelpunkt des Denkens, sondern der „ermittelnde" Mensch. Um Gott original und somit ganz richtig zu verstehen, braucht es dann z. B. ein wissenschaftlich geprĂ€gtes VorverstĂ€ndnis.
   Es ist klar, dass jeder bibelkritische Wissenschaftler bei solchen Formulierungen jubiliert und deshalb der WR die Umgestaltung der neuen FTA-Bekenntnisgrundlage freudig begrĂŒĂŸt: „Mit der 2007 erfolgten Neufassung ihrer Bekenntnisgrundlage hat die FTA eine wesentliche Voraussetzung fĂŒr wissenschaftliches Arbeiten und eine wissenschaftliche Auslegung der Bibel geschaffen" (S. 10). Wie soll man dies anders verstehen, als dass die FTA den Weg fĂŒr eine „wissenschaftliche" Bibelkritik freigemacht hat - zumindest auf dem Papier? In dem 2004er FTA-Bekenntnis war dies noch ausgeschlossen. Dort hieß es klar und deutlich: „Die AutoritĂ€t der Schrift wird unausweichlich beeintrĂ€chtigt, wenn diese völlige göttliche Inspiration in irgendeiner Weise begrenzt oder missachtet oder durch eine Sicht der Wahrheit, die der Sicht der Bibel von sich selbst widerspricht, relativiert wird." Bei der 2007er Fassung fehlt dieser Passus. Ebenso fehlt die in der 2004er Fassung noch zu findende klare Aussage „Sie (die FTA) bietet wissenschaftliche Alternativen zu historisch-kritischen Theologien ..."
   Mit dieser 2007er Neufassung des Bekenntnisses hat die FTA bereits eine erste Opfergabe auf den Altar der staatlichen Anerkennung gelegt. Weitere Opfer mĂŒssen aber noch folgen. So verlangt der WR, dass alle Dozentenstellen öffentlich ausgeschrieben werden mĂŒssen. Diese Stellen sollen von einer Berufungskommission, in der auch möglichst nichtevangelikale Theologen sitzen sollen, besetzt werden. Im Klartext bedeutet dies: Auch Liberal-Theologen hĂ€tten somit
 - zumindest theoretisch - Zugang zur FTA. Dies trifft auch auf Studenten zu. Wie der WR auf Seite 55 seines Berichtes darlegt, brĂ€uchten Studenten nicht einmal an den Gott der Bibel zu glauben, um bei der FTA studieren zu dĂŒrfen. Konkret heißt es: „Es ist zu begrĂŒĂŸen, dass die FTA neuerdings und auch in Zukunft auf den Bekenntnisvorbehalt fĂŒr Bewerber und damit fĂŒr ihre Studierenden in der Studienordnung verzichtet und den landeshochschulrechtlichen Vorgaben folgt."
   Glaubt man dem WR als höchstem Wissenschaftsgremium in Deutschland, so muss sich die FTA einer bibelkritischen Wissenschaft öffnen. Glaubt man aktuellen Aussagen des Rektors der FTA, Prof. Dr. Helge Stadelmann, wird dies die FTA mit Sicherheit nicht so umsetzen, wie sich das der WR vorstellt. In Schreiben an TOPIC erklĂ€rt Stadelmann, dass die FTA nach wie vor zu den Inhalten der „Chicago-ErklĂ€rung" steht. Er schreibt: „Die Chicago-ErklĂ€rung teilen wir natĂŒrlich nach wie vor, da wir sie in Obereinstimmung mit unserem eigenen Bekenntnis (2007er Fassung, die Red.) sehen." Weiter schreibt er: „Wir können es nicht Ă€ndern und auch nicht öffentlich kommentieren, dass der WR so formuliert, wie er formuliert hat." Einen „Preis" fĂŒr eine staatliche Anerkennung habe man auf keinen Fall gezahlt, beteuert der FTA-Rektor. Man habe nur deshalb die Chicago-ErklĂ€rung in der 2007er Fassung der FTA-Bekenntnisgrundlage weggelassen, weil der Wissenschaftsrat sich immer wieder an dem Wort „Chicago" gestoßen und stets nachgefragt habe, inwieweit die FTA von den USA aus theologisch gesteuert werde.
   In Bezug auf den Zugang der Studenten zur FTA versicherte Stadelmann, dass sie zwar kein Glaubensbekenntnis mehr unterschreiben brĂ€uchten, aber die FTA als Privathochschule andere Möglichkeiten habe, um geeignete Personen „fĂŒr den spĂ€teren theologischen Beruf" auszusuchen und studieren zu lassen.
   Sicherlich wird die derzeitige Leitung um den Rektor der FTA, Prof. Dr. Helge Stadelmann, und den Dekan, Dr. Stephan Holthaus, aufgrund ihrer ausgewiesenen bibeltreuen Einstellung sicherstellen können, dass wissenschaftliche Bibelkritik keinen zu großen Einfluss auf das Theologiestudium an der FTA bekommen wird. Aber man muss auch weiter denken! Wer kommt nach Stadelmann und Holthaus? Welche Dozenten werden ĂŒber den Weg der öffentlichen Ausschreibung Zutritt zur FTA bekommen? Welche Auswirkungen wird eine regelmĂ€ĂŸige staatliche Kontrolle der Wissenschaftlichkeit an der FTA haben? In einem „Dringlichen Berichtsantrag der Fraktionen der SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN" vom 20. Mai 2008 an die hessische Landesregierung fordern die beiden Fraktionen bereits Informationen darĂŒber, wie die hessische Regierung die „Bekenntnisbindung und den wissenschaftlichen Gehalt" bei der FTA regelmĂ€ĂŸig ĂŒberprĂŒfen will.
   Mit der staatlichen Anerkennung werden jetzt Weichen gestellt, die den Kurs der FTA langfristig verĂ€ndern können. Ist der „geistliche" Preis nicht doch viel zu hoch, den man fĂŒr eine staatliche Anerkennung zahlt? Ist der Anspruch auf Steuergelder und sieben Professorenstellen, den das Land Hessen nach erfolgter staatlicher Anerkennung erfĂŒllen kann, dies wert? Auch eine weitere grundsĂ€tzlichere Frage will bedacht sein: Welche Auswirkungen hat eine fortschreitende Akademisierung der geistlichen Leiterschaft auf die Gemeinden? Gott favorisiert fĂŒr seine Sache nicht unbedingt die Weisen und Klugen, „sondern, was töricht ist vor der Welt, das hat er erwĂ€hlt..." (l. Kor. 1,27).

   TOPIC  Nr. 06/2008



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Endzeit-Technik wird perfektioniert

   Mitte Januar dieses Jahres ereignete sich auf einer Umwelt-Konferenz in Abu Dhabi etwas Mysteriöses. Einer der Hauptredner war Prinz Charles von England. Er stand wie leibhaftig vor den Delegierten und sprach zu ihnen, doch er war in natura gar nicht anwesend. WĂ€hrend Charles sprach, betrat sein Bruder Prinz Andrew die Konferenz-Veranstaltung - und zwar leibhaftig in Fleisch und Blut. Doch beide prĂ€sentierten sich so, als seien sie körperlich vor Ort - nur Charles war es nicht. Er war da, und doch nicht da. Zu den Umwelt-Delegierten „sprach" das Hologramm von Charles. Ein Hologramm ist eine dreidimensionale Aufnahme eines Gegenstandes oder einer Person, die bei der Wiedergabe rĂ€umlich erscheint. Von daher hatten die Delegierten in Abu Dhabi den Eindruck, der britische Thronfolger stĂŒnde leibhaftig vor ihnen - doch es war nur ein raffinierter Lichtzauber mittels Holografie-Technik.
   Die technische Umsetzung dieses 3D-Bildes von Prinz Charles lag in den HĂ€nden der britischen MultimediaFirma
Musion. Sie hatte die Rede von Prinz Charles 2007 in Highgrove (Großbritannien) aufgenommen und in 3D-Technik umgewandelt. Wie Ion O'Connell, der Direktor von Musion, dem amerikanischen TVSender Sky News (Beitrag vom 22.01.08) erklĂ€rte, sei man mittlerweile technisch so weit, einen Menschen in Amerika sprechen und gleichzeitig sein Hologramm in Indien als kĂŒnstliche Person erscheinen zu lassen. Nicht nur das. Menschen in Indien könnten mit dem lebendigen Hologramm und der dahinter stehenden Person (in Amerika) kommunizieren. Einen solchen Test habe seine Firma bereits erfolgreich absolviert. Wie O'Connell weiter ausfĂŒhrte, sei man jetzt in der Lage, jede Person in Echtzeit irgendwo auf der Welt als lebendiges Hologramm auftreten zu lassen.
   Kundige Bibelleser werden an dieser Stelle aufhorchen. In der Offenbarung des Johannes wird fĂŒr die Endzeit ein lebendiges Bild angekĂŒndigt (z. B. Offb. 13,15), das reden kann und das von den Menschen der Erde angebetet werden soll. Hinter diesem Bild steht „das Tier", in dem viele Bibelausleger den Antichristen und spĂ€ter den „falschen Propheten" sehen.
   Bibelleser konnten sich vor 150 Jahren noch nicht im Entferntesten vorstellen, dass ein Bild lebendig sein könnte. Der erste kurze Kinofilm lief im Jahr 1895. Heute leben wir lĂ€ngst mit einer lebendigen Bilderwelt, die immer weiter verbessert wird. Mit den aktuellen Holo- gramm-Darstellungen ist die technische Umsetzung von Beschreibungen wie der aus Offb. 13,15 allerdings geradezu perfekt.
   Direkt nach der Beschreibung des sprechenden Bildes aus Offb. 13 Vers 15 finden wir ab Vers 16 folgende Informationen: „Und es (das Tier) bewirkte, dass allen, den Kleinen und den Großen, den Reichen und den Armen, den Freien und den Knechten, ein Malzeichen gegeben wird auf ihre rechte Hand oder ihre Stirn, und dass niemand kaufen oder verkaufen kann als nur der, welcher das Malzeichen hat oder den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens."
   Zwei besondere Wesensmerkmale fallen in diesem kurzen Textabschnitt auf: 1 . Es handelt sich um ein weltweites System, das alle Menschen erfassen will. Und 2. Man benötigt eine Kennung am eigenen Körper, um in diesem System mitmachen zu können. An beiden Elementen wird derzeit an vielen Stellen der Welt mit Hochdruck gearbeitet.
   In den USA beispielsweise baut die dortige Bundespolizei FBI ein neues Überwachungssystem auf, das alle bisher bekannten Dimensionen sprengen wird. Mit ihm will das FBI sich Daten von „auffĂ€lligen" BĂŒrgern aus der ganzen Welt verschaffen und sie in einem unterirdischen Superarchiv elektronisch abspeichern. Dieses System soll u. a. Finger- und HandabdrĂŒcke sammeln, Daten ĂŒber Gesichts- und Irismuster von Menschen sichern, aber auch die Gangart registrieren und eventuell im Endstadium sogar Hirnströme von VerdĂ€chtigen messen, um sie im Superarchiv zu dokumentieren. Wie FBI-Sprecher Richard Kolko sagte, solle mit diesem System der US-Regierung die FĂ€higkeit gegeben werden, VerdĂ€chtige in der ganzen Welt ausfindig zu machen. Dieses weltweite System kann natĂŒrlich nur funktionieren, wenn auch in außeramerikanischen Teilen der Welt solche Daten erfasst und den Amerikanern zugespielt werden. Und genau das soll passieren.
   Die EuropĂ€ische Union (EU) arbeitet mit ungewöhnlich hohem Tempo daran, ein Ă€hnliches System wie das in den USA zu installieren und Körperdaten von möglichst allen EuropĂ€ern zu sammeln. Zum Aufbau dieses Erfassungs- und Uberwachungs-Systems hat die EU-Kommission 15 Einzelprojekte in Auftrag gegeben und dafĂŒr bisher 2,1 Milliarden Euro an Steuergeldern bewilligt. Zu den Projekten gehört auch ein zentraler EU-Super-Computer, der Daten von Millionen von EUBĂŒrgern sammeln kann und Ende dieses Jahres in der NĂ€he von Straßburg in Betrieb gehen wird. Und eines ist jetzt schon klar: US-Behörden werden Zugriff auf diese Mammut-Datenbank bekommen.
   Obwohl viele BĂŒrger diesseits und jenseits des „großen Teiches" strikt gegen eine Kontrolle ihrer PrivatsphĂ€re sind, treiben irgendwelche KrĂ€fte die Überwachung mit großer Macht immer weiter voran. So sollen nach RegierungsplĂ€nen in Großbritannien von jedem englischen SchĂŒler etliche körpereigene (biometrische) Erkennungszeichen, aber auch viele andere persönliche Daten, systematisch erfasst und unter einer persönlichen Nummer lebenslang abgespeichert werden. Somit wĂ€ren die britischen Behörden in der Lage, nach und nach einen jeglichen britischen BĂŒrger ĂŒber seine speziellen Körper-Merkmale schnell und sicher zu identifizieren. FĂŒr alle deutschen SchĂŒler ist ein Ă€hnliches - wenn auch abgespecktes - System in der Vorbereitungsphase. Wie Medien schon 2006 berichteten, treibt die deutsche Kultusminister-Konferenz dieses Projekt unter Geheimhaltung voran.
   Bei den derzeit technischen Entwicklungen (Holografie-Technik, Sammeln von biometrischen Daten etc.) wird dem Bibelleser auffallen, dass sie sich alle bestens dazu eignen wĂŒrden, Endzeit-PhĂ€nomene (z. B. die aus Offb. 13,15 bis 18) technisch perfekt umzusetzen. In Bezug auf die Erkennung von Körpermerkmalen schrieb die Zeitung Die Welt Mitte Januar 2008: „Biometrische Methoden liegen nicht nur bei der VerbrechensbekĂ€mpfung und der Terrorabwehr im Trend. Immer hĂ€ufiger dient der eigene Körper als Ausweis." Wie weit die Menschheit bereits in der letzten Phase der Weltzeit steht, ist vielleicht gerade am technischen Fortschritt in unserer Zeit am sichersten zu erkennen. Das Annehmen eines Malzeichens wĂ€re lediglich der Schlusspunkt dieser technischen Entwicklung. Nach TOPIC vorliegenden Informationen soll das FBI-System diese Möglichkeit bereits vorsehen.

     TOPIC  Nr. 04/2008



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Neue Erweckung im Zeichen des Satans?

   Die neueste charismatische Erweckung begann am 2. April 2008 in einer pfingstkirchlich geprĂ€gten Gemeinde im US-Staat Florida. Doch Dank Internet und TV-Übertragungen ist sie bereits weltweit als Lakeland-Erweckung bekannt geworden. Bis zu 7.000 GlĂ€ubige strömen mittlerweile in die Versammlungen des kanadischen Predigers Todd Bentley in Lakeland (Florida). Bentleys Missionswerk Fresh Fire Ministries (Frisches Feuer Dienst) behauptet, dass in wenigen Wochen Hunderte von. Kranken durch den 32-jĂ€hrigen Prediger gesund geworden seien. Wer ist dieser Todd Bentley und wie tritt er auf?
   Wer dem Kanadier begegnet, hat zunĂ€chst den Eindruck, einen Vertreter der berĂŒhmt-berĂŒchtigten Rockergruppe „Hell's Angels" (Höllen-Engel) vor sich zu haben. Bentley ist am ganzen Körper tĂ€towiert, mit Piercings im Gesicht versehen und mit schweren Ringen an den Fingern bestĂŒckt.
   Wenn Bentley anfĂ€ngt, zu „heilen", zittert er am ganzen Körper und wirkt wie betrunken. Will er etwas aus der Bibel vorlesen, fĂ€ngt er oft an zu lachen, bekommt dann in Folge einen totalen Lachanfall, wĂ€hrend dem er sich hinwirft und mit HĂ€nden und FĂŒĂŸen auf den Boden trommelt. Auch seinen Heilungs-Opfern widerfĂ€hrt solches. Wenn Bentley sie an die Stirn stĂ¶ĂŸt oder leicht in die Magengrube boxt, fallen sie rĂŒckwĂ€rts um und beginnen zu lachen, zu zittern oder sich krampfartig zu schĂŒtteln. WĂ€hrend dieser BĂŒhnen-Zeremonie sieht man Bentley ab und an den Teufelsgruß aus der Satansszene zeigen: kleiner Finger und Zeigefinger gestreckt; Daumen, Mittelfinger und Ringfinger zur HandinnenflĂ€che gekrĂŒmmt.
   Todd Bentley kommt nach eigenem Bekunden aus der Drogen- und Satansszene. Er behauptet, er habe sich mit 18 Jahren nach einer „dramatischen Begegnung" mit „Jesus" bekehrt und sei von ihm direkt in den Evangelisten- und Heilungsdienst berufen worden.
   Der charismatische Heilungsevangelist weiß von vielen hautnahen „Jesus"-Begegnungen zu berichten und beschreibt „Jesus' mit braunem Lockenhaar, einem Bart und den „braunsten Augen", die er je gesehen habe. Noch mehr direkten Umgang hat Bentley mit einem „Engel" namens „Emma". Dieser Engel im weißen Gewand sei ihm erstmals in einem Gottesdienst in Beulah (US-Staat Norddakota) erschienen. Bentley schildert diese Begegnung so: „Sie glitt in den Raum und strahlte faszinierendes Licht und Farben aus. Emma trug Taschen und begann Gold daraus herauszunehmen. Sie ging den Mittelgang hinab und legte Goldstaub auf die Leute. Gott, was geschieht da?' fragte ich. Der Herr antwortete: Sie setzt Gold frei, das bedeutet sowohl die Offenbarung wie den finanziellen Durchbruch, die ich in diese Gemeinde bringen werde. Ich möchte, dass du prophezeist, dass Emma in diesem Gottesdienst erschienen ist - derselbe Engel, der auch in Kansas City erschienen ist (und die Kansas-City Propheten-Bewegung um Paul Cain und Mike Bickle in Gang setzte, die Red.) - als Zeichen dafĂŒr, dass ich einen prophetischen Geist in der Gemeinde sowohl unterstĂŒtzen wie auch freisetzen werde '."
   Nach allem, was bisher ĂŒber Todd Bentley bekannt geworden ist, muss man sein Christsein stark anzweifeln. So ließ er einen Großteil seiner TĂ€towierungen nach seiner Bekehrung anfertigen, obwohl die Bibel TĂ€towierungen nach 3. Mose 19 Vers 28 untersagt. Doch dies erscheint harmlos gegenĂŒber Aussagen des Kanadiers. Laut Bentley reiche es, wenn er fĂŒr einen Menschen bete. Jesus werde einfach ĂŒber denjenigen kommen. Zu einem Mann sagte er: „Ich werde jetzt nicht 45 Minuten lang predigen. Ich bete einfach, dass du Jesus empfĂ€ngst." Am 9. Juni behauptete Bentley, Jesus kĂ€me in KĂŒrze in Lakeland sichtbar auf diese Erde zurĂŒck. Als er merkte, dass seine Zuhörer ĂŒber diesen Ausspruch entsetzt waren, schob er schnell eine gnostische ErklĂ€rung hinterher und „vergeistigte" damit seine Bemerkung.
   Bentley zeigt alle Anzeichen eines hochgradig dĂ€monisch bessenen Menschen, der seine okkulten KrĂ€fte an andere weitergibt und dadurch Heilwunder vollbringen kann, die alles andere als gottgewirkt sind. Wie jeder ins Okkulte Eingeweihte berĂŒhrt er seine Opfer gezielt in der Magen- oder Stirngegend. Dort befinden sich nach okkulter Lehre die Chakren-Punkte fĂŒr das Einströmen okkulter Energien. Wie ein Virus greift diese okkulte Energie um sich und kann oft von den Bentley„Gesegneten" in den Heimatgemeinden weitergereicht werden. Auch ĂŒber das Fernsehen versucht Bentley, seine okkulten KrĂ€fte zu verbreiten. Bei TV-Übertragungen seiner Auftritte fordert er die Zuschauer auf, sich vor den TV-GerĂ€ten zu versammeln und die „Kraft Gottes" in Empfang zu nehmen. Dies wĂŒrde auch per Internet funktionieren, so Bentley.
   Über die SchĂ€den, die Bentley durch seinen „Heilungsdienst" hinterlĂ€sst, wird nur wenig berichtet. Der charismatische Pastor Andrew Strom, der Bentley seit vielen Jahren kennt, berichtet von einem Einsatz des Kanadiers 2005 in einer charismatischen Gemeinde in England. Eine Pastorenfrau, die Bentley dort von Krebs heilen wollte, wurde nach der „Segnung" in die Psychiatrie gebracht, weil Stimmen ihr befahlen, sich zu ertrĂ€nken. Nach Bentleys Abreise kam es in der Gemeinde zu einer HĂ€ufung von frĂŒhzeitigem Tod, Krebs, zerbrochenen Ehen und Krankheiten. Daraufhin verließen viele Menschen voller Angst diese Gemeinde.
   All das, was Bentley prĂ€sentiert, ist schon schlimm genug. Dass aber nun auch hierzulande diese satanisch inspirierte Erweckung gefördert wird, ist kaum zu fassen. So sieht der GrĂŒnder und Leiter der evangelikalcharismatischen Anskar-Kirche, Pastor Wolfram Kopfermann, die Lakeland-Erweckung positiv. Auch bei dem Schweizer Pfarrer und Heiler Daniel Hari ist das der Fall. Er besuchte Bentley in Florida und kam dann auf die Idee, ein großes StĂŒck Stoff zu kaufen. Dies ließ er bei Bentley „segnen" und legte dann dieses „LakelandTextil" fetzenweise seinem aktuellen Mai-Rundbrief bei. „Es ist nichts Magisches", schreibt Hari in seinem Freundesbrief, „sondern wir folgen dem biblischen Vorbild (SchweißtĂŒcher des Apostels Paulus/Apg. 19), weil wir Dich segnen möchten. Wir sind gespannt, wie Gott gerade Dich auf diesem Weg segnen wird."
   Das, was Bentley und Hari tun, hat mit Heiligem Geist, mit der Bibel und dem Gott der Bibel nichts zu tun. Es ist pures Heidentum.

       TOPIC  Nr. 07/2008



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Umfrage: 98 Prozent der evangelikalen Jugend sind fĂŒr Mission

   „Was denkst du ĂŒber Mission?" - so lautete das Motto einer Umfrage, die das Bibel-Center Breckerfeld auf evangelikalen Großveranstaltungen wie der „Jugendmissionskonferenz' in Stuttgart und auf dem „Christival" in diesem Jahr durchfĂŒhrte. Die Umfrage zeigt besonders unter 18- bis 25-JĂ€hrigen ein Bewusstsein fĂŒr die Wichtigkeit der Mission und eine große Bereitschaft, selbst in der Mission und fĂŒr die Mission tĂ€tig zu werden.
   Die Frage nach dem Nachwuchs in der Weltmission wird angesichts der vielen offenen Stellen (bei der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen derzeit ca. 1710 Stellen) bei den Missionswerken in Deutschland lauter. Obwohl immer wieder Klagen ĂŒber die Jugend in Bezug auf Mission zu hören sind, steht es um die jungen Christen möglicherweise erheblich besser, als viele dies auf den ersten Blick vermuten.
   Die Jugendlichen waren sehr motiviert, an der Umfrage des Bibel-Centers ĂŒber Mission teilzunehmen, und waren bereit, ĂŒber ihre Einstellung zum Thema Mission Auskunft zu geben. An der Umfrage nahmen 2.201 Personen teil, wobei 51 Prozent im Alter zwischen 18 und 25 Jahren waren. Auch die Altersgruppe bis 17 Jahre war mit 38 Prozent relativ stark vertreten.
   Bei der Frage, was die grĂ¶ĂŸte HĂŒrde auf dem Weg in die Mission ist, gaben nur 7 Prozent an, dass das Aufgeben von Wohlstand und Luxus das grĂ¶ĂŸte Problem sei. Auch die Angst vor Gefahren (9 %) oder das Leben in fremden Kulturen (10 %) wĂŒrde eher weniger Jugendliche davon abhalten, in die Mission zu gehen. 17 Prozent bezeichneten „einen sicheren Job kĂŒndigen/von Spenden leben" als ihre grĂ¶ĂŸte HĂŒrde. Am schwierigsten wĂ€re es fĂŒr den grĂ¶ĂŸten Teil (51 %), Familie und Freunde zurĂŒckzulassen. Persönliche Beziehungen sind fĂŒr junge Leute heute besonders wichtig, denn dort erhalten sie mit Abstand die meiste Anerkennung und Sicherheit.
   Die Bereitschaft, grundsĂ€tzlich etwas fĂŒr die Mission zu tun, ist unter der evangelikalen Jugend erstaunlich groß. 79 Prozent wĂ€ren bereit, fĂŒr Missionare zu beten; 55 Prozent wĂŒrden Urlaub fĂŒr EinsĂ€tze nehmen und 44 Prozent könnten sich vorstellen, monatlich ein Zehntel ihres Einkommens zu spenden. Satte 38 Prozent erklĂ€rten, sogar selber Missionar werden zu wollen.
   Das Bibel-Center, Freie Theologische Fachschule e.V. Breckerfeld (Raum Dortmund/Hagen), ist ein ĂŒberkonfessionelles Missions- und Glaubenswerk und gehört zu den wenigen theologischen AusbildungsstĂ€tten in Deutschland, die sich um ein besonders bibeltreues Studium bemĂŒhen. Laut ihrem Leiter, Johannes Vogel, hat die Bibelschule in Breckerfeld nach der dreijĂ€hrigen Bibelschulausbildung „nur" einen „Titel" zu vergeben: „Missionar".

       TOPIC  Nr. 07/2008



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Offener Brief vom 18.08.2008

Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner - 76351 Linkenheim-Hochstetten
Energiepolitischer Sprecher der Deutschen Zentrumspartei


An: Frau Andrea Ypsilanti, SPD-Fraktionsvorsitzende
Betr.: Gesetzentwurf der Fraktion der SPD fĂŒr den Vorrang erneuerbarer Energien

Sehr geehrte Frau Ypsilanti,

Ihren "Gesetzentwurf der Fraktion der SPD fĂŒr den Vorrang erneuerbarer Energien" lehnen wir scharf ab. UnmißverstĂ€ndlich verfolgt die SPD das Ziel, die deutsche Wirtschaft zu desindustrialisieren. Die Folge muß zwangslĂ€ufig eine weitere Verarmung des Mittelstandes sein. Die GrĂŒnde unseres Protestes sind folgende:

- Energien lassen sich ĂŒberhaupt nicht erneuern, sondern nach den Gesetzen der Thermodynamik nur in andere Energieformen umwandeln.

- Windenergie ist in hohem Maße unwirtschaftlich. Kein einziges Kohlekraftwerk kann durch noch so viele WindrĂ€der ersetzt werden, weil man auch bei Flaute Strom braucht. Bei Wind mĂŒssen die Kohlekraftwerke in den unwirtschaftlichen Bereich zurĂŒckgefahren werden. Um beispielsweise das Kohlekraftwerk Wilhelmshaven zu ersetzen, brĂ€uchte man dreitausend Windkraftanlagen. Der FlĂ€chenbedarf wĂ€re 800 mal so groß.

- Noch unwirtschaftlicher ist die Stromerzeugung durch Photovoltaik. Besitzer von SolardĂ€chern verkaufen ihren Strom zu dreifach ĂŒberhöhten Wucherpreisen.

- Angesichts der angespannten WelternĂ€hrungslage ist die Verbrennung von Lebensmitteln zur Energiegewinnung Frevel. Wegen der "erneuerbaren Energien" ist beispielsweise in Mexiko der Preis fĂŒr die Grundnahrungsmittel der Armen auf das Doppelte gestiegen.

- Deutschland ist energiepolitisch autark, weil es ĂŒber 30 Milliarden t Steinkohle und ĂŒber 60 Milliarden t Braunkohle verfĂŒgt. Wegen der gestiegenen Preise der Exportkohle ist deutsche Kohle konkurrenzfĂ€hig.

- Die SPD-gesteuerte Bundesregierung ist die einzige Regierung der Welt, welche die Kernenergie ablehnt. Frankreich stellt 80% des elektrischen Stromes aus Kernenergie her. Der Strom ist in Frankreich halb so teuer wie bei uns.

- Hinsichtlich der Kernenergie betreibt die SPD eine gezielte Desinformation der Bevölkerung. Die Munitionsfabrik Tschernobyl ist explodiert, weil auf Befehl der Sowjetarmee zur DurchfĂŒhrung eines Versuches sĂ€mtliche Sicherheitsvorrichtungen blockiert wurden. Instabile Graphit-moderierte Reaktoren wie in Tschernobyl gibt es in Deutschland ĂŒberhaupt nicht.

- Der SPD-MinisterprĂ€sident Rau hatte ohne Sinn und Verstand den inhĂ€rent sicheren Hochtemperaturreaktor abschalten lassen. Mit diesem Reaktor könnte man die ProzeßwĂ€rme entwickeln, die fĂŒr die Benzinherstellung aus Kohle gebraucht wird.

Wenn die Energiepolitik von SPD-Nieten ohne naturwissenschaftliche Kenntnisse gemacht wird, wird Deutschland eine schlechte Zukunft haben.

In der Hoffnung auf eine starke Verbreitung dieses Schreibens in der Bevölkerung
Hans Penner
 



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Menschheit wird psychisch krÀnker

Auf der Liste der weltweit umsatzstÀrksten Medikamente liegen auf Platz 1 PrÀparate zur BekÀmpfung des Krebses, dicht gefolgt von Arzneimitteln, die gegen psychische Störungen verordnet werden. Wie psychisch krank sind die Menschen dieser Welt?
   Die Meldungen der letzten Zeit sind dramatisch. Ob Vorschulkinder, Jugendliche oder Erwachsene: Die Zahl der Menschen mit seelischen Störungen und Erkrankungen schnellt in die Höhe -zumindest in Deutschland. So sind nach Beobachtungen von Professor Klaus Fröhlich-Gildhoff von der Evangelischen Fachhochschule Freiburg bereits 18 Prozent der Kinder im Vorschulalter verhaltensauffĂ€llig. Diagnostizierte man 1990 noch 1.500 Kinder mit dem sogenannten Aufmersamkeitsdefizit-HyperaktivitĂ€tsSymptom (ADHS / „Zappelphillip-Syndrom'), so sind es heute an die 500.000 FĂ€lle. Aber nicht nur bei Kindern und Jugendlichen nehmen die psychischen Störungen zu. Auch bei den Erwachsenen.
   Die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) befragte 2005 rund 30.000 Mitarbeiter von deutschen Firmen, Verwaltungen und Industriebetrieben. Das Ergebnis war schockierend. Der Anteil der psychischen Erkrankungen an den Gesamtkrankheitstagen lag enorm hoch. PhĂ€nomene wie Ausgebranntsein (Burnout), ErschöpfungsgefĂŒhle, Depressionen wurden von fast einem Drittel der Arbeitnehmer in den anonymen Umfragen angekreuzt. Die HĂ€lfte der Befragten litt dazu an Nacken-, Schulter- und RĂŒckenbeschwerden, die oft auch psychosomatische Ursachen haben. Doch woran liegt es, dass immer mehr Menschen unter psychischen Störungen leiden?
   Der Psychologe Klaus Weber, Professor an der FakultĂ€t fĂŒr angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule MĂŒnchen, sieht einen wesentlichen Grund in der heutigen Arbeitswelt: „Da, wo frĂŒher vier Leute beschĂ€ftigt waren, sind es heute zwei - und die haben aber sechs Mal so viel Arbeit." Aufgrund technischer Entwicklungen sei ein Verdichtungsprozess in Gang gekommen, der aus einem Arbeitnehmer körperlich und psychisch das Letzte herauszupressen versuche. Das heutige Arbeitsleben sei auf topfitte 25bis 35-JĂ€hrige zugeschnitten, sodass Ă€ltere Mitarbeiter nicht mehr mithalten könnten. Altere Mitarbeiter, so Weber, „die schon einen gewissen körperlichen und geistigen Verschleiß haben, mĂŒssen mit hohem körperlichen und psychischen Aufwand Arbeiten leisten, die normalerweise 20 Jahre jĂŒngere machen sollten, und das fĂŒhrt dazu, dass man einfach nicht mehr kann und depressiv wird." Als weiteren Faktor fĂŒr psychische Erkrankungen nennt Weber den Konkurrenzdruck, die Ängste und das Mobbing, das es in jedem Betrieb gebe. Der Psychiater Michael Marwitz prĂ€zisiert diesen Faktor so: „Es geht in vielen FĂ€llen nicht um Belastung, es geht um KrĂ€nkung." KrĂ€nkung durch fehlende Erfolgserlebnisse, durch schlechte Bezahlung fĂŒr gute Leistung, durch Übergangenwerden bei Beförderungen, durch mangelnde Anerkennung. Es seien KrĂ€nkungen, die zu einer stĂ€ndig nagenden Verletzung des Lebens wĂŒrden.
   Aber auch die 25- bis 35-JĂ€hrigen, die eigentlich in der Lage sein sollten, vieles wegzustecken, sehen sich heute einem sehr hohen Druck ausgesetzt, dem viele nicht mehr standhalten. Soziologen nennen diesen Lebensabschnitt mittlerweile „Rushhour" (Hauptverkehrszeit) des Lebens. Das Ende des Studiums oder der Fachausbildung liegt bei Mitte bis Ende zwanzig. Das Ende der Karriereleiter ist oft bei Ende vierzig schon erreicht. In dieser Zeit muss man es beruflich „packen" - dazu noch Nestbau und Elternrolle bĂŒndeln, gegebenenfalls noch die Betreuung von pflegebedĂŒrftigen Angehörigen managen. Das ist fĂŒr viele zu viel. Sie brechen psychisch zusammen.
   Diese Belastungen in der Rushhour des Lebens fĂŒhren wiederum zu extremen Situationen im Familienleben, Erziehungsdefiziten bei den Kindern oder zu Ehescheidungen. Somit baut sich ein Klima auf, in dem wiederum die Kinder psychisch krank werden können und diese Störungen mit ins Erwachsenenleben nehmen. Internationale SchĂ€tzungen gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2020 die psychischen Erkrankungen bei Kindern sogar um die HĂ€lfte zunehmen werden.
   Es sind zu großen Teilen unsere gesellschaftlichen VerhĂ€ltnisse, das Leben, wie wir es leben - zum Teil leben mĂŒssen -, was Menschen in seelische Nöte stĂŒrzt. Einen Generalausweg aus dieser Situation scheint es nicht zu geben.
   In einer westlichen Welt, in der sich Menschen mehr und mehr von Gott abwenden, wird sich auch kein heilsamer Ausweg auftun. Es bestĂ€tigt sich immer wieder ein Zusammenhang, den der Liederdichter Manfred Siebold so ausdrĂŒckt: „Es geht ohne Gott in die Dunkelheit, aber mit ihm gehen wir ins Licht. Sind wir ohne Gott, macht die Angst sich breit, aber mit ihm fĂŒrchten wir uns nicht!"

         TOPIC  Nr. 08/2008



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Todd Bentley will Europa besuchen

In unserer Juni-Ausgabe berichteten wir ĂŒber den kanadischen Heilungsprediger Todd Bentley. Er ist der Hauptmotor der sogenannten Lakeland-Erweckung, die bereits weltweit Bekanntheit erreicht hat. Mittlerweile besuchten ĂŒber 400.000 GlĂ€ubige Bentleys Heilungsshows in Lakeland, Millionen verfolgen seine ĂŒbernatĂŒrlichen Heilungsversuche live ĂŒber Internet oder Fernsehen. Bentley behauptet, Tausende Menschen von zum Teil schwersten Krankheiten geheilt und mindestens 20 Tote auferweckt zu haben. Eine OberprĂŒfung der Heilungen durch den amerikanischen Fernsehsender ABC und durch die angesehene Nachrichtenagentur Associated Press (AP) ergab jedoch, dass nicht in einem Fall eine Genesung nachgewiesen werden konnte. Nun kĂŒndigt Bentleys Missionswerk an, dass ihr „Heilungs-Star" auch nach Deutschland und in die Schweiz kommen will.
   WĂ€hrend in der charismatischen Presse der USA das Wirken von Bentley mittlerweile Ă€ußerst kritisch bewertet wird, scheint man ihn hierzulande mit offenen Armen zu erwarten. In der neusten Ausgabe der charismatischen Zeitschrift Charisma (3/08) schreibt der GrĂŒnder der Anskar-Kirche, Pastor Wolfram Kopfermann, dass er sich knapp eine Woche lang dem Wirken Bentleys vor Ort in Lakeland ausgesetzt habe: „In seinem Dienst geschehen Zeichen und Wunder von einer QualitĂ€t, wie sie in der westlichen Welt wohl seit den Tagen der amerikanischen Heilungserweckung in den fĂŒnfziger Jahren nicht mehr vorgekommen sind."
   Dass Kopfermann die „Lakeland-Erweckung" grundsĂ€tzlich positiv sieht, ĂŒberrascht den TOPIC-Leser Frank Pohl aus Hamburg nicht. In einer Leserzuschrift zur JuniAusgabe schreibt der pfingstkirchliche Christ, dass er Kopfermann seit 18 Jahre kenne und er immer wieder erlebt habe, dass Kopfermann fĂŒr extreme Charismatiker und Wohlstandsevangelisten massiv geworben habe. Pohl nennt Kenneth Copeland, Kenneth Hagin, Benny Hinn, Charles Ndifon und Helmut Bauer. Pohl schildert auch einen interessanten Hintergrund, der wenigen bekannt sein dĂŒrfte. Kopfermann habe auch den Autor der Volxbibel, Martin Dreyer, auf einen letztlich unheilvollen Weg geschickt. Dreyer sei als gepflegter und ordentlicher junger Mann eines Tages in der Anskar-Kirche in Hamburg aufgetaucht. Kopfermann habe ihm daraufhin gesagt, Gott brauche ihn als Missionar fĂŒr die Drogenund Unterwelt und habe ihn „ausgesegnet" - völlig unvorbereitet fĂŒr diese Szene, wie Pohl meint. Pohl kommt selber aus der Drogen- und Unterwelt und hat sich zu Jesus Christus bekehrt. Wie der Hamburger schildert, sei es fĂŒr ihn schrecklich gewesen, Dreyer in der Jesus Freak-Szene völlig abstĂŒrzen zu sehen. Er sei persönlich dabei gewesen, als Dreyer augenscheinlich unter Drogeneinfluss bei einer Jesus Freak-Stunde getanzt und gepredigt habe: „0 Jesus, du bist so geil!" Dabei habe er fĂŒr gute Drogen gedankt. Dreyer hat heute diesen „Absturz" lĂ€ngst ĂŒberwunden und bereut seine Drogenvergangenheit. Doch was danach kam, bewerten Kritiker als fast noch schlimmer. Dreyer schrieb die gotteslĂ€sterliche „Volxbibel" fĂŒr die Jesus Freak-Szene, in die Kopfermann ihn „ausgesegnet" hatte. Pohl: „Dreyer ist eine Frucht von Kopfermann!"

         TOPIC  Nr. 08/2008



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Frauenordination im Licht der Bibel

   Bei der Heilsarmee dĂŒrfen Frauen schon seit 1865 „lehren" und „leiten", bei der Ev.-metho­distischen Kirche ab 1956, bei einem Teil der Gliedkirchen der EKD ab 1958 (ab 1991 alle), im Bund Ev.-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten) ab 1992 und im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden ab 2005. Die Frauenordination ist kirchengeschichtlich eine ziemlich junge Erscheinung. Bis zu den 1950er Jahren herrschte in der Frage des pastoralen Dienstes der Frau eigentlich eine flĂ€chendeckende EinmĂŒtigkeit: Frauen sollen nicht auf die Kanzel! Doch angesichts des gesellschaftlichen Einflusses des Feminismus bröckelte die Front - an fast allen Stellen. In evangelikalen Kreisen hat die Studie der Weltweiten Ev. Allianz aus 2000 „Ohne Unterschied? - Frauen und MĂ€nner im Dienst fĂŒr Gott", die sich klar fĂŒr die Frauenordination ausspricht, eine wichtige Weiche gestellt. Auch der Einfluss der Willow Creek-Gemeindebewegung, in der Frauen im pastoralen Dienst akzeptiert und sogar gefördert werden, hat vor allem in freikirchlichen Kreisen zu einem Umdenken gefĂŒhrt. Nun will der Bund Freier evangelischer Gemeinden (FeG) auf einem „Bundestag" am 20. September ebenfalls darĂŒber entscheiden, ob in den 420 FeG-Gemeinden nicht schrittweise „Pastorinnen" eingefĂŒhrt werden können. Der Vorschlag der FeG-Bundesleitung lautet: ZunĂ€chst soll der Status der „Pastoralreferentin" eingerichtet werden, der dann nach zwei Jahren in eine feste Pastorinnenstelle ĂŒbergefĂŒhrt werden kann.
   Doch auch wenn der pastorale Dienst von Frauen mehr und mehr akzeptiert wird, ist das Thema, ob ein solcher Dienst wirklich biblisch ist, noch lange nicht „abgehakt". Denn im Neuen Testament findet sich kein einziger Hinweis, dass eine Frau ein Attesten- oder Hirten- (Pastoren-) Amt bekleiden kann und soll. Und auch im Alten Testament waren es nurdie MĂ€nner, die die Verantwortung fĂŒr die geistlichen Leitungs- und Lehraufgaben trugen. Die Diskussion um ein FĂŒr und Wider von „Frauen auf der Kanzel" fokussiert sich schnell auf drei Kernfragen: 1 . Gilt auch heute noch eine göttliche Schöpfungsordnung in Bezug auf MĂ€nner und Frauen und somit auch auf ihre geistlichen Aufgabenstellungen? 2.Wie ist der Dienst von herausragenden biblischen Frauen wie Debora, Phöbe, Priszilla oder die „prophetisch redenden" Töchter des Philippus zu sehen und zu beerten? Und 3. Was meint der biblische Grundtext tatsĂ€chlich, wenn Paulus in 1. Tim. 2,12 schreibt: „Einer Frau gestatte ich nicht, dass sie lehre, auch nicht, dass sie ĂŒber den Mann Herr sei, sondern sie sei still!"
   Ein Hauptargument der BefĂŒrworter der Frauenordination ist die Behauptung, dass die Rangordnung von Mann und Frau, bedingt durch den SĂŒndenfall, heute nicht mehr gelte. Durch Tod und Auferstehung Jesu sei sie aufgehoben. ChristusglĂ€ubige MĂ€nner und Frauen seien seitdem in jeder Hinsicht gleich. Deshalb hĂ€tten heute MĂ€nner und Frauen einen gleichberechtigten Zugang zu allen geistlichen Ämtern. Als Paradetext dazu wird u. a. Galater 3,28 angefĂŒhrt: „Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus." Doch geht es in diesem 3. Kapitel des Galaterbriefes tatsĂ€chlich um eine Gleichmacherei von StĂ€nden und Rangordnungen? Wie das Neue Testa­ment an etlichen Stellen klarmacht, bleibt ein glĂ€ubig gewordener Sklave in einem AbhĂ€ngigkeitsverhĂ€ltnis von seinem Herrn. Auch eine Schöpfungsordnung in Bezug auf Mann und Frau wird nirgends aufgehoben. Im Textzusammenhang von Galater 3 wird deutlich: Es geht allein um das Heil in Christus, in welches alle Völker und StĂ€nde durch den Glauben gleichermaßen eingeschlossen sind.
   Der Apostel Paulus macht an etlichen Stellen des Neuen Testamentes deutlich (z. B. 1. Kor. 11,7-9), dass auch die Ordnung vom Mann „als Haupt" und der Frau an Position 2 nicht aufgehoben ist. Dies wird sehr pointiert gerade im Zusammenhang mit dem Verbot des Lehrdienstes fĂŒr Frauen herausgehoben: „Einer Frau gestatte ich nicht, dass sie lehre, auch nicht, dass sie ĂŒber den Mann Herr sei, sondern sie sei still. Denn Adam wurde zuerst gemacht, danach Eva. Und Adam wurde nicht verfĂŒhrt, die Frau aber hat sich zur Übertretung verfĂŒhren lassen" (l. Tim 2,12-14). Jacob Thiessen, Rektor der StaatsunabhĂ€ngigen Theolo­gischen Hochschule Basel (STH), schreibt zur göttlichen Rangordnung von Mann und Frau: „Jesus Christus unterordnete sich völlig freiwillig dem himmlischenVater und handelte in seiner AutoritĂ€t. Ebenso wie es in der göttlichen Dreieinigkeit verschiedene Aufgabenbereiche gibt, die im gegenseitigen Respekt erfĂŒllt werden, so soll es auch in der Beziehung zwischen Mann und Frau sein. Somit ist das VerhĂ€ltnis zwischen Mann und Frau und damit auch das Hauptsein' des Mannes und die Unterordnung der Frau im Wesen Gottes begrĂŒndet ... Hauptsein' hat nichts mit Zwangsherrschaft oder UnterdrĂŒckung bzw. Versklavung zu tun."
   Ein weiteres Hauptargument fĂŒr die Frauenordination ist der Hinweis auf die Prophetinnen in der Bibel. So hĂ€tten beispielsweise die vier Töchter des Philippus das Wort Gottes mit AutoritĂ€t „geweissagt", was einem Lehrdienst gleichkĂ€me, argumentieren die BefĂŒrworter der Frauenordination. Doch aus der kurzen ErwĂ€hnung in Apostelgeschichte 21,9 lĂ€sst sich keineswegs ein genereller Lehr- und Leitungsdienst fĂŒr Frauen in der Gemeinde ableiten. Auch nicht aus dem Beispiel von Debora, die Prophetin und Richterin in Israel (Richter 4,4) war. Sie stellte damals eher eine Notlösung Gottes dar, weil der Feldherr Barak zu feige war, die FĂŒhrungsaufgabe zu ĂŒbernehmen. Debora selbst sieht sich als „Mutter in Israel" (Richter 5,7) deren Herz „den Gebietern Israels gehört" (Richter 5,9).
   Jedem BefĂŒrworter des Pastorendienstes der Frau mĂŒsste auffallen, dass es ausschließlich MĂ€nner waren, die in Israel zum Priester berufen wurden, obwohl in der heidnischen Umwelt Priesterinnen sehr wohl be­kannt waren. Kein einziges biblisches Buch wurde von einer Frau verfasst. Jesus berief 12 Apostel und keine Apostelin, obwohl er gegen die Sehweise des jĂŒdischen Rabbinentums Frauen immer wieder provokant in den Mittelpunkt rĂŒckte. Auch bei der Apostel-Nachwahl nach dem Ausscheiden von Judas standen nur MĂ€nner zur Wahl. Diese ZusammenhĂ€nge unterstreichen deut­lich, dass es Gottes Wille ist, Lehr- und Leitungsdienste in mĂ€nnliche HĂ€nde zu legen.
   Auch die exakte Textanalyse des Lehrverbotes fĂŒr Frauen in 1 . Tim. 2,12-14 lĂ€sst keinen Interpretationsspielraum fĂŒr die Frauenordination offen - obwohl dies immer wieder behauptet wird. Die dort verwendeten griechischen Verben „authentein" (Herr sein im Sinne von AutoritĂ€t) und „didaskein" (lehren) korrespondieren eng miteinander. Dies bedeutet: Eine Frau soll sich keine geistliche AutoritĂ€t in Bezug auf ein öffentliches Lehren in der Gemeinde anmaßen.
   Der freikirchliche Gemeindepastor Dr. Markus Liebelt kommt in einem Aufsatz fĂŒr die Zeitschrift Bibel und Gemeinde (3/2001) zum Thema „Frauenordination" zu dem Schluss: „Die Ordination der Frau zum geistlichen Hirtendienst in der christlichen Gemeinde setzt sich bewusst oder unbewusst ĂŒber die zeitlos gĂŒltige VerfĂŒgung Gottes bezĂŒglich des Zueinanders von Mann und Frau und der geistlichen Verantwortung innerhalb der christlichen Gemeinde hinweg. SĂ€mtliche Argumente seitens der Verfechter der Frauenordination haben sich nach sorgfĂ€ltiger PrĂŒfung und Wahrnehmung des biblischen Aussagegehaltes auch unter BerĂŒcksichtigung des geschichtlichen Umfeldes der biblischen BĂŒcher als haltlos erwiesen. Dabei zeigt sich, dass eine BegrĂŒndung der Frauenordination nur durch Umdeutung, Außerkraftsetzung oder verkĂŒrzte zusammenhanglose Wahrnehmung der entsprechenden Belege erreicht werden konnte. Nimmt man die Stellen, wie sie sind und wie sie in ihrem jeweiligen Zusammenhang gemeint sind, wird man am biblischen Nicht-Lehr- und Leitungs­Gebot fĂŒr die Frau in Bezug auf den gemeindlichen Hirtendienst nicht vorbei sehen können."

         TOPIC  Nr. 09/2008



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Hat der Krieg in Georgien eine endzeitliche Bedeutung?

   Bibelleser wissen mehr! Sie können ZusammenhĂ€n­ge einordnen, die fĂŒr andere scheinbar ohne Bedeutung sind. So wissen Bibelleser beispielsweise, dass ziemlich am Ende der Weltgeschichte das Römische Reich neu auferstehen und die Welt beherrschen wird. Die Bibel beschreibt Fall und Wiederaufstieg dieses „vierten Rei­ches" beispielsweise in Daniel 7 oder in Offenbarung 17. Laut den GeschichtsbĂŒchern ist das römische Im­perium 476 nach Christus untergegangen. Nun ist es aber wieder da in Form der EuropĂ€ischen Union (EU). Doch zum alten Römischen Reich gehörten auch LĂ€nder des Nahen Ostens, Nordafrikas und SĂŒdeuropas. Von daher können Bibelleser sehr gut etwas einordnen, was sich Mitte Juli in Paris ereignete. Dort wurde unter FĂŒhrung des französischen StaatsprĂ€sidenten Nicolas Sarkozy die Mittelmeerunion gegrĂŒndet. Es ist ein BĂŒndnis von ĂŒber 40 Mittelmeer-Anrainerstaaten, das eng mit der EU, dem neuen Römischen Reich, verzahnt werden soll. Doch ein Land war beim GrĂŒndungsgipfel der Mittelmeerunion nicht dabei: Libyen. Auch mit die­ser „NebensĂ€chlichkeit" können Bibelkenner durchaus etwas anfangen.
   Laut Bibel wird dieses neue Römische Reich zur Weltmacht werden und globalen Einfluss bekommen. Doch dieser Machtblock wird auch Feinde haben: z. B. den großen „Bund des Nordens" (Daniel 11,40). Dieser Bund wird im alttestamentlichen Buch Hesekiel in den Kapiteln 38 und 39 sehr detailliert beschrieben. Dort werden fĂŒnf Völker genannt (Hesekiel 38,5-6), die vom Oberhaupt eines Sechsten angefĂŒhrt werden. Zu diesen fĂŒnf Völkern gehört neben Persien (dem heutigen Iran) auch das Land Put, das heutige Libyen. Von daher verwundert es nicht, dass Libyen nicht zur SĂŒdflanke des auferstandenen Römischen Reiches gehört, denn es wird sich einem anderen BĂŒndnis anschließen.
   Doch viel interessanter ist der AnfĂŒhrer dieses Bundes aus dem Norden. Er wird „Gog aus dem Land Magog" genannt, und er ist der „FĂŒrst von Rosch, Mesech und Tubal". Fast alle Bibelausleger sind der Meinung vonArno C. Gaebelein, der in einer Deutung des Hese­kielbuches schreibt: „Magogs Land lag in dem heute Kaukasus genannten Gebiet und den angrenzenden Steppen. Und diese drei - Rosch, Mesech und Tubal - wurden von den Völkern des Altertums Skythen ge­nannt. Sie zogen als Nomaden in den KĂŒstengegenden und nördlich des Schwarzen sowie des Kaspischen Meeres umher ... Durch sorgfĂ€ltige Forschung ist die Tatsache bewiesen worden, dass Rosch Russland ist ... Der FĂŒrst von Rosch meint daher den FĂŒrsten oder König des russischen Reiches."
   Es ist nicht irgendeine Gegend in der Welt, auf die derzeit die Weltöffentlichkeit Ă€ngstlich blickt. Mit dem Georgien-Konflikt ist der Fokus auf einen Landstrichgerichtet, der in der Bibel in einem endzeitlichen Ge­schehen konkret genannt wird: der Kaukasus, was auch bedeutet „Gogs Fort".
   Wer die HintergrĂŒnde des Georgien-Konflikts nÀ­her untersucht, wird mit biblischen Detail-Kenntnissen schnell verstehen, warum der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier vom „schwersten Konflikt seit dem Ende des Kalten Krieges" spricht. Georgien als Vorposten des neuen Römischen Reiches kommt dem „Gog aus dem Land Magog", dem AnfĂŒhrer des Bundes des Nordens, in die Quere -ein durchaus schon endzeitlich zu wertender Vorgang.
   Und noch einen ganz anderen Hergang schildert das Hesekielbuch, der deutlich macht, wo die Mensch­heit steht. Der Bund des Nordens wird sich nicht nur gegen das neue römische Weltreich stellen, sondern „zur letzten Zeit" mit seinen BĂŒndnisgenossen auch Israel angreifen. Das wird allerdings erst dann gesche­hen, wenn Israel „aus den Heidenvölkern gesammelt worden ist". FĂŒr dieses Ereignis tickt die Uhr seit 1948, seit der StaatsgrĂŒndung Israels. Von daher mag dem 08.08.08, dem Beginn der kriegerischen Auseinander­setzung zwischen Russland und Georgien, durchaus weltgeschichtliche Bedeutung beigemessen werden. Denn das Datum markiert das neue Erstarken Russ­lands, das eines Tages dann auch mit seinen Bundes­genossen in das 888 US-Meilen (= 1.430 Kilometer) entfernte Israel ziehen wird. 888 US-Meilen: exakt die Luftlinie von SĂŒdossetien bis nach Jerusalem.

         TOPIC  Nr. 09/2008



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Offener Brief vom 01.09.2008

Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner - 76351 Linkenheim-Hochstetten
an Herrn Peter Hahne, Rat der EKD

Sehr geehrter Herr Hahne,

was verbirgt sich hinter dem von Christen hĂ€ufig verwendeten Begriff "bibeltreu"? Ist damit der Glaube an eine feuerwerkĂ€hnliche Schöpfung in 144 Stunden gemeint? Oder ist damit der Respekt vor den biblischen Anweisungen fĂŒr den zwischenmenschlichen Umgang gemeint?

Der Erste Psalm warnt vor der Mitgliedschaft in einem Rat von Gottlosen. Vor gut 10 Jahren hatte ich Sie gebeten, aus dem gottlosen Rat der EKD, dem Leitungsgremium der Evangelischen Kirche, auszusteigen, um nicht mitschuldig zu werden an dessen widergöttlichen Verlautbarungen.
Eigentlich hatte ich es gut mit Ihnen gemeint, aber mein Rat hat Ihnen mißfallen.

Der Rat der EKD will nach eigenen Worten ein "zuverlĂ€ssiger Partner der islamischen Welt" sein, also jener Welt, die jedes Jahr Zehntausende von Christen um ihres Glaubens willen umbringt. Partnerschaft bedeutet Zusammenarbeit. Der Rat der EKD unterstĂŒtzt die Forderung der Islamisten, den grundgesetzwidrigen Islam an öffentlichen Schulen zu unterrichten. Ein betrĂ€chtlicher Teil der SchĂŒler soll verfassungsfeindlich erzogen werden.

Das Praktizieren von HomosexualitĂ€t ist in den Augen Gottes ein Greuel. Dennoch hatte der Rat der EKD in unserem Volk den Boden vorbereitet fĂŒr das widergöttliche Lebenspartnerschaftsgesetz.

Die Evangelischen Kirchentage sind atheistische Großveranstaltungen mit dem Ziel, in Deutschland den letzten Rest an christlichem Glauben zu eliminieren. Die Verunglimpfung von Paul Gerhardt auf dem letzten Kirchentag war kaum noch ĂŒberbietbar. Das Leitungsgremium der Evangelischen Kirche ist auch fĂŒr diese blasphemischen Tagungen verantwortlich.

Gesellschaftlich unerwĂŒnschte MitbĂŒrger als "lebensunwert" zu erklĂ€ren und zu liquidieren ist nationalsozialistische Ethik. WerktĂ€glich wird mit tausend ungeborenen Deutschen in dieser Weise verfahren. Der Rat der EKD unterstĂŒtzt diese Praxis nach KrĂ€ften und trĂ€gt die wesentliche Verantwortung dafĂŒr, daß die Evangelische Kirche als "Beratungsscheine" getarnte Lizenzen ausstellt, welche Straffreiheit nach gesetzwidrigen Tötungen Ungeborener ermöglichen.

Den Rat der EKD werden Sie nicht beeinflussen. "Man glaubt zu schieben und wird geschoben" steht schon im Faust. "Wer in den falschen Zug eingestiegen ist und im Gang in die entgegengesetzte Richtung lÀuft, kommt trotzdem nicht ans Ziel." (D. Bonhoeffer).

Vielleicht verstehen Sie, daß ich eine gewisse Diskrepanz empfinde zwischen Ihrer kirchlichen Praxis und Ihren christlichen Publikationen.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
Hans Penner



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Wunderprediger stolpert ĂŒber AffĂ€re
Der bullige Evangelist Todd Bentley behauptet, Kranke geheilt und Tote erweckt zu haben. Eine SĂŒnde brachte ihn zu Fall.

Von Hugo Stamm
Seine Arme und die Brust sind mit TĂ€towierungen ĂŒbersĂ€t, die sich bis zum Hals ranken, an den Fingern prangen grosse Ringe, in Augenbrauen und Unterlippe stecken zeitweise Piercings: Der 32-jĂ€hrige kanadische Todd Bentley, ein HĂŒne von Gestalt, passt besser in einen Gangsterfilm denn in ein Gotteshaus. Doch der bĂ€rtige Vater von drei Kindern ist einer der erfolgreichsten Erweckungsprediger der USA. Sein Markenzeichen: die grosse Klappe und die radikalen Heilmethoden, bei denen er den GlĂ€ubigen auch mal einen Zahn ausschlĂ€gt.
Bentley steckte tatsĂ€chlich im Drogen- und Alkoholsumpf, bis ihn nĂ€chtliche Visionen auf Gott brachten. Eine Metamorphose vom SĂŒnder zum Priester, die von Freikirchen gern beklatscht wird. So stieg Bentley im pfingstlerisch-charismatischen Missionswerk «Entbrannte Kirche» in Lakeland, Florida, zum religiösen Superman auf und sorgte mit seinen Heilungen fĂŒr Furore. Bei seinen spektakulĂ€ren Gottesdiensten kurierte er Kranke am Fliessband. Dabei berief er sich wie viele andere freikirchliche Prediger auf das grosse Vorbild: die Wunderheilungen von Jesus.
Handfeste Shows
Allerdings geht der Unterwelt-Jesus und Muskelprotz handfester ans Werk als sein Vorbild in der Bibel. Seine Erweckungsshows sind roh, laut und wie beim Catchen. Bentley packt die Kranken, nimmt sie in den WĂŒrgegriff, schĂŒttelt sie oder rammt ihnen auch mal das Knie in den Bauch, um einen Tumor zum Verschwinden zu bringen. Dann erklĂ€rt er sie unter dem tosenden Applaus der GlĂ€ubigen als geheilt. Und niemand zweifelt. Auch nicht bei der VerkĂŒndung des Predigers, er habe schon ĂŒber 20 Tote auferweckt.
Der rabiate Evangelist eroberte die Herzen der freikirchlichen Kreise. Nicht nur in den USA, sondern auch in Europa. Religiöse Fernsehsender ĂŒbertrugen die Heilungen, Medien berichteten ausfĂŒhrlich darĂŒber, und im Internet entbrannte eine breite Diskussion. Bentleys Homepage generierte acht Millionen Hits pro Monat. Ein wahres Heilfieber brach aus. Zehntausende pilgerten nach Lakeland, auch charismatische Pastoren und Freikirchler aus der Schweiz.
Nun ist es plötzlich aus mit den Wundern. Wie so viele Starprediger in den USA vor ihm stolperte auch Todd Bentley ĂŒber die SĂŒnde. Er hatte eine AffĂ€re mit einer Mitarbeiterin. Ehebruch ist in Freikirchen eine TodsĂŒnde. Sofort zog ihn das Direktorium des Missionswerks «Entbrannte Kirche» aus dem Verkehr.
Sein Stern war aber schon vor der AffĂ€re am Sinken. Zeitungen und Fernsehstationen begannen zu recherchieren und kamen zu ernĂŒchternden Resultaten: Sie fanden keine medizinisch bestĂ€tigten Geheilte. Und enttĂ€uschenderweise keine GlĂ€ubige, die Bentley nach ihrem Ableben wieder ins Leben zurĂŒckgeholt hatte.
So schlucken Bentleys Geheilte heute wieder Pillen. Und pilgern wie frĂŒher zu den Göttern in Weiss.

Tages-Anzeiger; 23.08.2008; Seite 12ges
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GES



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 LĂŒgen zur Ehre Gottes?

   In den gerade vergangenen Wochen haben zwei Skanda­le die evangelikale Welt des englischsprachigen Raumes erschĂŒttert: Mitte September trat der Jugendpastor Michael Guglielmucci zurĂŒck. Er war Jugendpastor einer der grĂ¶ĂŸten Pfingstkirchen Australiens. Gu­glielmucci erlangte in Australien BerĂŒhmtheit, weil er behauptete, Jesus heile ihn Schritt fĂŒr Schritt von Krebs. Über diesen „gött­lichen Heilungsprozess" schrieb der Pfingstpastor ein Lied mit dem Titel „Heiler', das sogar Platz 2 der australischen Hitparade erreichte. Durch seine bewegende Geschich­te gab Guglielmucci vielen Krebskranken Hoffnung. Doch Ende August stellte sich heraus, dass der Pfingst­pastor die Krebserkrankung nur vorgetĂ€uscht hatte und in Wirklichkeit an einer langjĂ€hrigen Pornosucht leidet.
   Ein Ă€hnliches Doppelleben fĂŒhrte der zur Be­rĂŒhmtheit gewordene charismatische „Lakeland"­Erweckungsprediger Todd Bentley. Auch er trat Mitte August zurĂŒck, weil er der Alkoholsucht verfallen ist und eine außereheliche Beziehung unterhielt. Nach dem Scherbenhaufen, der durch das Doppelleben von Todd Bentley vor allem in den USA entstanden war, schrieb Lee Gray, Herausgeber der grĂ¶ĂŸten charismatischen US-Zeitschrift, Charisma: „Ein bekannter pfingstlicher Evangelist ... sagt zu mir: Jetzt bin ich davon ĂŒberzeugt, dass ein großer Teil der charismatischen Bewegung dem Antichristen folgen wird, wenn er auftreten sollte, denn sie haben kein geistliches Unterscheidungsvermögen.`
   Guglielmucci und Bentley sind keine EinzelfĂ€lle. Einer der bekanntesten Pfingstevangelisten der 1970er und 1980er Jahre, Jimmy Swaggart, musste nach peinlichen EnthĂŒllungen bekennen, eine lebenslange AbhĂ€ngigkeit von Pornografie zu haben, weswegen er auch des Öfteren zu einer Prostituierten ging. Eine tragende Gestalt der neu­en Prophetenbewegung mit erstaunlichen Eingebungen war auch Paul Cain, der Mann, von dem John Wimber sagte, er sei der Prophet, der sich nie geirrt habe. SpĂ€ter stellte sich heraus, dass er schwul und dem Alkohol ergeben war. Erfundene Heilungsberichte und andere langjĂ€hrig gepflegte Un­wahrhaftigkeiten sind leider nicht so selten in evangelikalen, beson­ders in charismatischen Kreisen.
   Als Beleg dafĂŒr kommt die amerikanische Heilungsevange­listin Kathryn Kuhlmann (1907­1976) in Frage. Durch sie wurden Heilungsdienste und vor allem das PhĂ€nomen des „Erschlagenwer­dens im Geist" Ende der 60er-Jah­re auch in der evangelikalen Welt populĂ€r. Ihr Biograf und AnhĂ€nger Jamie Buckingham schreibt: „Es war fĂŒr sie ein besonderes VergnĂŒgen, wenn sie die Presse hereinlegen konnte ... Sie hatte, obwohl bereits sterbens­krank, den Arzt in Bezug auf ihr Alter angeschwindelt. Bis zu ihrem Ende blieb dieser Stolz bestimmend in ihrem Leben ... Das war ein unerklĂ€rlicher Zug an ihr, den sie bis zu ihrem Tod beibehielt. Selbst als sie schon Endsechzigerin war, bestand sie noch darauf, dass Radioansager sie mit den Worten ankĂŒndigen mussten: Und nun Kathryn Kuhi­man, die junge Frau, auf die sie alle gewartet haben' ...Kathryn war eine EinzelgĂ€ngerin. Sie lehnte jeglichen Rat ihrer Freunde ab. Unterordnung war ihr etwas Fremdes, besonders wenn es sich um einen Mann oder um eine Gruppe von MĂ€nnern handelte, denen sie sich unterord­nen sollte." Gravierender ist die Tatsache, dass sie wegen ihrer zerbrochenen Ehe mit dem geschiedenen Pfingst­prediger Burroughs Waltrip ihre Umwelt einfach anlog. Als sie von Robert Hoyt von der Akroner Zeitung Beacon Journal interviewt wurde, leugnete sie, jemals verheiratet gewesen zu sein. ,,,Wir waren nie verheiratet. Ich habe nie ein EhegelĂŒbde abgelegt' ... Drohend erhob sie den Finger und schrie den Reporter an: Das ist die Wahrheit, so wahr mir Gott hilft."'
   Ein trauriges Beispiel ist auch Peter Popoff. Dieser pfingstliche Heilungsevangelist behauptete, besondere Eingebungen und Worte der Erkenntnis von Gott zu erhalten und nannte sich einen Propheten mit der Gabe der Heilung. Popoff konnte erstaunliche Details ĂŒber die Personen offenbaren, die Heilung und Hilfe suchten: Name, Anschrift, Alter, detaillierte Krank­heitsbefunde usw., bis sich herausstellte, dass er einen  winzigen FunkempfĂ€nger im Ohr versteckt hatte und seine Frau ihm diese Daten zufunkte. Enttarnt wurde er nicht von einem der vielen Tausend mehr oder we­niger charismatischen Teilnehmer, von denen etliche womöglich sich der Gabe der Geisterunterscheidung rĂŒhmten, sondern von einem Atheisten namens James Randi. Randi hatte es sich zur Aufgabe gemacht, solche Wunderheiler nĂ€her unter die Lupe zu nehmen. 1987 schrieb er eine Art Standardwerk zu dieser Thematik mit dem Titel „The Faih Healers" (Die Glaubensheiler). Als Randi dann seine Entdeckungen wegen dieser BetrĂŒÂ­gereien bekannt gab, hieß es von Popoffs Seite: „Er ist vom Teufel!" So reagieren ĂŒbrigens oft sich geistlich gebende Wunderheiler, wenn man ihre „Zeichen und Wunder" in Frage stellt.
   In Frage stellen muss man auch Heilungen bei dem deutschen Pfingstevangelisten Reinhard Bonnke. Ein Afrikamissionar berichtete vor kurzem TOPIC, wie seine Kinder Augenzeugen einer Evangelisation von Reinhard Bonnke in Nairobi waren. Sie saßen auf einer Empo­re am Eingang des Veranstaltungsortes und konnten sehen, wie eine gesunde Person sich in einen Rollstuhl setzte und nach vorne zur BĂŒhne geschoben wurde. Un­ter großer Begeisterung und freudigen Halleluja-Rufen sprang der „Geheilte" aus seinem Stuhl. Daraufhin hĂ€tten sich viele der Anwesenden „bekehrt". Die Kinder waren empört und sprachen den Afrika-ReprĂ€sentanten von Bonnkes Missionswerk Christus fĂŒr alle Nationen darauf an, dass dies doch Betrug sei. Doch der Befragte hatte mit dieser Art „VerkĂŒndigung" keine Probleme. Schließlich bewirke und stĂ€rke dies ja bei vielen den Glauben, meinte er lakonisch. Der ehemalige Pastor der grĂ¶ĂŸten Freien ev. Gemeinde (FeG) in Deutschland in Gießen, Helmut Weidemann, hat Bonnke in Bezug auf seine Heilungen auch einmal „auf den Zahn" fĂŒhlen wollen. Seine Versuche, Heilungen bestĂ€tigt zu bekom­men, endeten bei Weidemann in dem Fazit: „Ich habe noch nie so viel Unwahrhaftigkeit angetroffen."
   Mit Unwahrheiten im großen Stil operiert auch der chinesische Charismatiker Liu Zhenying, der hierzulande als „Heavenly Man" oder „Bruder Yun" bekannt gewor­den ist. Ein Buch von ihm erschien im Brunnen-Verlag (Gießen). Seit Jahren liegen Warnungen aus der chine­sischen Untergrundkirche vor, die Bruder Yun als LĂŒgner und BetrĂŒger darstellen. Ende 2004 erschien ein offener Brief von 100 chinesischen HauskirchenfĂŒhrern, die die segensreiche Arbeit von Wang Mingdao fortsetzen. Der verstorbene Wang Mingdao war neben Watchman Nee einer der GrĂŒnder der chinesischen Hauskirchen-Bewe­gung und ist in China einer der angesehensten Christen. Diese 100 Unterzeichner warnen eindringlich vor Yun. Er sei „ein falscher Zeuge, der westliche Gemeinden betrĂŒgt", behaupten sie. (Eine aktuelle ausfĂŒhrliche Stellungnahme in englischer Sprachevon chinesischen Christen zum „Heavenly Man" liegt TOPIC vor und kann kostenlos von der Redaktion bezogen werden.) Man könnte diese Liste leider noch mit vielen Bei­spielen fortsetzen. Dies soll auf keinen Fall heißen, es gĂ€be TĂ€uschung und VerfĂŒhrung nur bei allen AnhĂ€ngern der charismatischen Strömungen. Infolge der endzeitlichen Entwicklung gibt es auch in nichtcha­rismatischen Kreisen immer mehr Unwahrhaftigkeit, Doppelmoral und Heuchelei.
   Der ehemalige Direktor des pfingstkirchlichen The­ologischen Seminars BEROA im hessischen Erzhausen, Richard KrĂŒger, klagte 2002 in einem Interview mit der ev. Nachrichtenagentur idea, die Propheten gestĂŒnden selten oder kaum IrrtĂŒmer, Übertreibungen oder ĂŒber­höhte Wunschvorstellungen ein. Damit wird er auch seinen Amtsbruder Reinhard Bonnke gemeint haben. Bonnke kĂŒndigte bei seiner Feuerkonferenz 1987 in Frankfurt eine große Geistes-Ausgießung fĂŒr Europa und Deutschland an. Was sich tatsĂ€chlich seither ereig­nete, gleicht eher einer „Geister"-Ausgießung. Europa erlebt seit Jahrzehnten einen beispiellosen Abfall vom biblischen Glauben und einen Aufbruch ins Okkulte.

       TOPIC  Nr. 10/2008



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 Neue Version der Volxbibel erschienen

   Eine Neuauflage der stark umstrittenen Volxbibel ist seit Mitte September auf dem Markt. Nach Erschei­nen der Erstauflage der „Bibel" im Dezember 2005 war es wegen ihres Sprachstils zu heftigen Protesten gekommen. Den Machern der „Bibel" wurde vorge­worfen, sie wĂŒrden eine „jugendliche Gossensprache" verwenden.
   Die dritte Version des Neuen Testaments in Jugend­sprache enthĂ€lt nun ĂŒber 8.000 Textbearbeitungen. Wie der Autor und Herausgeber der Volxbibel, Martin Dreyer, in einem GesprĂ€ch mit TOPIC berichtete, seien diese TextĂ€nderungen vor allem durch etwa 1.000 Personen angeregt worden, die im Internet an der Volxbibel mitgeschrieben hĂ€tten. Die Volxbibel gibt es nĂ€mlich nicht nur als gedruckte Version, sondern auch als Internet-Ausgabe, an der jeder sprachlich und theologisch mitarbeiten darf. Allerdings seien alle Änderungen von mehreren landes- und freikirch­lichen Theologen ĂŒberprĂŒft worden. Im Wesentlichen bezögen sich die TextĂ€nderungen auf eine inhaltliche PrĂ€zisierung der Übersetzung aus den biblischen Grundtexten.
   Bei der Neuauflage der Volxbibel kooperiert der Volxbibel-Verlag, der zur Stiftung Christliche Medien (SCM) gehört, erstmals mit dem zur Verlagsgruppe Droe­mer Knaur gehörenden Pattloch-Verlag (MĂŒnchen). 50 Prozent Anteil an Droemer Knaur hĂ€lt die katholische Weltbild-Gruppe. Im Pattloch-Verlag veröffentlichen hauptsĂ€chlich prominente katholische Autoren -bei­spielsweise Bischöfe. Wie Dreyer gegenĂŒber TOPIC erklĂ€rte, erhoffe er sich von der Kooperation mit Droe­mer Knaur eine stĂ€rkere Verbreitung der Volxbibel im weltlichen Bereich. Die Startauflage der neuen Volxbibel betrage 27.000 Exemplare.
   Seit dem ersten Erscheinen der Volxbibel sind knapp 102.000 Exemplare verkauft worden, so der in Köln lebende Dreyer. Zahlreiche Menschen hĂ€tten sich nach der LektĂŒre fĂŒr ein Leben mit Jesus Christus entschie­den, behauptet der ehemalige GrĂŒnder und Leiter derJesus-Freaks. Laut Dreyer bekomme er kaum noch kritische RĂŒckmeldungen wegen der Volxbibel. Ganz im Gegenteil: Papst Benedikt XVI. habe ihm sogar geschrieben und ihm fĂŒr seine missionarischen Akti­vitĂ€ten mit der Volxbibel unter jungen Leuten „Gottesreichen Segen und die bleibende Freude des Heiligen Geistes" gewĂŒnscht. Mit einigen scharfen Kritikern aus dem konservativen evangelikalen Lager habe er sich mittlerweile auch ausgesprochen und in gewisser Weise versöhnt, obwohl man in Bezug auf den verwendeten Sprachstil in der Volxbibel nach wie vor deutlich un­terschiedlicher Meinungsei. Dreyer nannte in diesem Zusammenhang den GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Christlichen Verlagsgesellschaft Dillenburg, Hartmut Jaeger, den BuchhĂ€ndler Wolfgang BĂŒhne und den Musikevange­listen Waldemar Grab.
   SpĂ€testens fĂŒr Anfang kommenden Jahres plant Dreyer die Herausgabe eines ersten Teils der Bearbei­tung des Alten Testaments - von den fĂŒnf BĂŒchern Mose bis Esther. Ein Jahr spĂ€ter sollen die anderen BĂŒcher des Alten Testaments herauskommen. Allerdings wird der alttestamentliche Teil der Volxbibel nicht mehr im Volxbibel-Verlag, sondern nur bei Pattloch erscheinen und von der SCM lediglich vertrieben werden.
 

       TOPIC  Nr. 10/2008



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Wiedenest plĂ€diert fĂŒr mehr GefĂŒhle - (Fast) alles ist erlaubt!
Von Thorsten Brenscheid

NĂŒchternheit und Wachsamkeit war gestern; heute mĂŒssen die GefĂŒhle raus - auch in BrĂŒdergemeinden. Diesen Eindruck vermittelt die Wiedenester Konferenz 2008 mit dem Thema „GefĂŒhle fĂŒr Gott - empfinden und zeigen?!“
Zu Beginn seines Vortrags „Abgefahrener Worship - aber fehlende Stille?“ beschreibt Martin Scharnowski einen „peinlich wirkenden, enthemmten, herum springenden, die Gemeinde anfeuernden“ Lobpreisleiter. Dieses Motiv ist Kennern charismatischer Lobpreislehren bekannt. Es wird verglichen mit Davids Tanzen bei der ÜberfĂŒhrung der Bundeslade (2. Sam. 6), um damit die charismatisch-schwĂ€rmerische Lobpreisstimulation biblisch zu rechtfertigen. Scharnowski warnt davor, so wie Michal David verachtete, sich ĂŒber niemanden aufgrund seines Lobpreisstils zu ĂŒberheben und andere Formen anzuprangern, abzulehnen oder zu bewerten. Er rĂ€t: „Wir mĂŒssen der Freude in unseren Gemeinden Raum geben und nicht nur theoretisch darĂŒber reden.“ Neben praktischer Freude plĂ€diert Scharnowski auch fĂŒr „kĂ€mpferischen Lobpreis“. „Bibellesen ist nicht so mein Zugangsweg zu Gott.“, bekennt er. Zum Abschlussgebet bittet Scharnowski Gott um Vergebung, „wo wir ganze Gemeinderichtungen aburteilen“ und wĂŒnscht sich, „deine Gegenwart wieder zu genießen“
In seinem zweiten Vortrag „Wie lassen sich ‚fromme’ GefĂŒhle ausdrĂŒcken?“ findet sich mehrfach Polemik, zum Beispiel beim Thema NĂŒchternheit in der Äußerung, dass „Manches, was in Gemeinden lĂ€uft, kaum nĂŒchtern zu ertragen ist“. GefĂŒhle gĂ€be es bedauerlicherweise nur in Verbindung mit Fussball. Auch ein Seitenhieb in Richtung der Kritiker darf nicht fehlen. Da heißt es ĂŒber Paulus: „Er musste sich immer mit diesen falschen BrĂŒdern rumschlagen, die scheinbar heute noch leben und in ihren frommen BlĂ€ttchen schreiben und gegen uns arbeiten.“ Abschließend wĂŒnscht Scharnowski dafĂŒr zu beten, „dass diese Tage in Wiedenest fĂŒr dich eine Möglichkeit werden, in Bereiche deines Lebens hineinzugehen, die dir bisher einfach untersagt geblieben sind.“, mit dem Ziel, „dass die Freude durchbricht“ - zu deutsch GefĂŒhle rauskommen. Angesprochen darauf, wie es in seiner eigenen Gemeinde funktioniert, verrĂ€t Scharnowski: „Wir schauen nicht negativ auf die Leute, die die HĂ€nde unten lassen!“ Aber in dem Sich-gehen-lassen sieht er auch eine Grenze: „Also einfach sich so auskotzen vor Gott, wie man das manchmal vor Menschen macht - auch da wĂŒrde ich eine Grenze sehen, auch zwischen Menschen, dass ich nicht alles akzeptieren wĂŒrde, sondern es muss schon ein wenig auch noch ’ne Ehrerbietung da sein.“
Fazit: Die GefĂŒhle mĂŒssen raus, man darf sich gehen lassen und mit „ein wenig Ehrerbietung“ ist nahezu alles erlaubt. Die Richtung ist dann auch klar: Durch BedĂŒrfnisbefriedigung hin zu sinnlichem, erlebnisorientiertem Christsein. Das aber ist nicht JĂŒngerschaft, sondern Selbstverwirklichung!

Dieser durch charismatische Ansichten eingeschlagene Weg ist in Wiedenest nicht neu. So kam zum Beispiel „Worship World“, ein Arbeitszweig des charismatischen „Christus-Treff Marburg“ (CTM), schon mehrfach in Wiedenest zum Einsatz. Ebenso Guido Baltes, der ehemalige Anbetungsleiter vom CTM, der immer wieder zum Thema „Musik in der Gemeinde“ referieren darf.
Roland Werner, der GrĂŒnder und Leiter des CTM, predigt auch im Jugendgottesdienst der EFG Wiedenest. Diese Gemeinde, „die innerhalb des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden zur Arbeitsgemeinschaft der BrĂŒdergemeinden gehört“, stellt sich mit folgendem Text im Internet vor: „Ein wichtiges Element in jedem Gottesdienst ist die ‚Lobpreis- und Anbetungszeit’. Wir haben viele gute und begabte Musiker in unseren Reihen, die sich abwechselnd in die Gottesdienste einbringen und durch diese Zeit leiten.“
Zu den „7 Kriterien“ der EFG Wiedenest gehören „bewegende Gottesdienste“: „Wir wollen durch gemeinsames Singen und Beten Gott loben und darin seine Gegenwart erfahren.“ Diese Ansicht ist durchweg schwĂ€rmerisch.
Im Seminar „Jugendarbeit I - Modell zeitgemĂ€ĂŸer Jugendarbeit“ des Schuljahres 2005/06 der Bibelschule Wiedenest dienen sogar die Jesus Freaks als Beispiel fĂŒr ein „zielgruppenorientiertes Modell“.
Über den Charismatiker Arne Kopfermann heißt es bei Gerth Medien: „Viele kennen ihn durch seine Lobpreisleitung bei Willow Creek, der Wiedenester Pfingstjugendkonferenz (PJK), "Anbetung und Erweckung 2000", ...“
In Anlehnung an charismatische Erweckungsvisionen heißt es im Flyer zur PJK 2007: „Wir werden Gott bitten, dass sein Reich kommt und seine Ehre in dieser Welt groß wird.“ Zum Workshop des „Pfijuko-Chores“ heißt es: „Stimmung, Rhythmus, klatschen, ... du lernst einen hippen Gospel, der Gott Freude macht und bringst abends die Halle zum Kochen.“
NatĂŒrlich nennt man es nicht direkt „charismatisch“, sondern eher „lockere, offene Form der Anbetung“, wie sie „praise2b“ bei der PJK praktizierte.
Seit Jahrzehnten finden sich extrem charismatische Lieder im Buch „Wiedenester Jugendlieder“, in denen der Heilige Geist angebetet und charismatische Sonderlehren vertreten werden.

Bei der PJK 2006 wurde den Jugendlichen suggeriert: „Sei Gemeinde - weil du es bist! Gemeinde ist die Hoffnung der Welt! ... Die Pfingstjugendkonferenz 2006 zeigt dir, wie Gott Gemeinde will ...“
Was ist zu erwarten, wenn Jugendliche in Wiedenest mit charismatischen Praktiken „verwöhnt“ werden und sie dann in ihre Heimatgemeinden zurĂŒckkehren?

Nicht nur Wiedenhof - auch Wiedenest!
Die Szene auf dem Foto unten entstammt nicht einer „Feuer-Konferenz“ mit Reinhard Bonnke, auch nicht dem charismatischen Wiedenhof, sondern Wiedenest, denn schwĂ€rmerische Lobpreisstimulation ist seit einiger Zeit auch bei der dortigen Pfingstjugendkonferenz „in“. In Gottes Gegenwart „sich gehen lassen“ geht vor dem biblischen Gebot der NĂŒchternheit und Wachsamkeit. Wie stehen die Verantwortlichen in den BrĂŒdergemeinden dazu, deren Jugend durch Wiedenest oft stark geprĂ€gt wird?

wiedenest

 

Betanien Nachrichten 11/2008



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FTH-Spitze beginnt systematisch das bibeltreue Lager zu spalten

   In dieser Deutlichkeit hat es in Deutschland noch niemand öffentlich geĂ€ußert: Ein Teilder bibeltreuenEvangelikalen gleiche gewalttĂ€tigenRadikalen. Ausgangspunkt fĂŒr diese Behauptung war eine Podiumsdis­kussion mit dem Titel „Christlicher Fundamentalismus - wirkliche Gefahr oder Fata Morgana?" Beteiligt an dieser Diskussion waren der KirchenprĂ€sident der ev. Landeskirche der Pfalz, Eberhard Cherdron, der Rektor der Freien Theologischen Hochschule (FTH) in Gießen, Prof. Dr. Helge Stadelmann, und als Moderator der Vorsitzende der Deutschen Ev. Allianz (DEA), der ERF­Direktor JĂŒrgen Werth. Veranstalter der Diskussion am 17. Oktober in der Ev. Stadtmission Neustadt war die Ev. Allianz von Neustadt; mit eingeladen hatte auch der Bibelbund SĂŒdwestdeutschland.
   Alle Teilnehmer der Diskussionsrunde waren sich schnell darin einig: Deutsche Evangelikale sind keine Fundamentalisten. Viele von ihnen seien fromme Pie­tisten, aber keine Fundamentalisten, die wissenschafts­feindlich und unfĂ€hig zum GesprĂ€ch seien, so hieß es ĂŒbereinstimmend. Lediglich Stadelmann ĂŒbte Kritik an Gruppen, die sich bibeltreu nennen wĂŒrden und zugleich Mitchristen in der Öffentlichkeit schlecht machten. Ob man diese Haltung als fundamentalistisch bezeichnen könne, wurde in Neustadt an der Weinstraße allerdings nicht diskutiert.
   Als der Rohentwurf eines Berichtes der ev. Nach­richtenagentur idea ĂŒber die Diskussions-Veranstaltung Stadelmann zum Korrekturlesen vorgelegt wurde, ver­Ànderte er das, was er in Neustadt tatsĂ€chlich gesagt hatte, mit neuer Akzentuierung: „Allerdings gebe es auch in Deutschland einige evangelikale Splittergruppen, die trotz ihrer Selbstbezeichnung als bibeltreu andere Christen verletzten und verleumdeten. Deren aggressive,gesprĂ€chsunfĂ€higeGeisteshaltungentspreche dem mo­dernen Fundamentalismusbegriff.Mit gelebter Bibeltreue habe dies nichts zu tun." Stadelmann nannte keine Namen der sogenannten Splittergruppen, setzte diese aber praktisch mit gewaltbereiten Fanatikern gleich. Wer denkt bei solchen Formulierungen nicht sofort an die AttentĂ€ter des 11. September (s. Artikel S. 7 „Auf leisen Sohlen ins Gehirn")? Als TOPIC einen der Veranstalter der Diskussionsrunde mit dieser nachtrĂ€glichen inhaltlichen Umgestaltung von Stadelmann konfrontierte, reagierte dieser irritiert: „Da ist nachtrĂ€glich etwas draufgesattelt worden. Gegen eine solche Aussage [s. Hervorhebung] hĂ€tten wir in Neustadt sofort protestiert!"
   Dieses gezielte Manöver, gewisse Bibeltreue als gefĂ€hrliche Fundamentalisten öffentlich abzustempeln, gehört anscheinend zu einer neuen Strategie, die die FTH-Spitze derzeit verfolgt. Denn auch der Dekan der FTH, Dr. Stephan Holthaus, distanzierte sich auf dem letzten Allianztag im August in Bad Blankenburg von Gruppen an den RĂ€ndern der evangelikalen Bewegung. Auch er wollte auf Nachfrage keine Namen nennen.
   In seinem Buch „Die Evangelikalen" beschreibt Holt­haus diese angeblichen Randgruppen jedoch so: „Meist kommen sie aus konservativen Freikirchen oder unab­hĂ€ngigen Gemeinden. Sie distanzieren sich deutlich von der römisch-katholischen Kirche, lehnen die Pfingst- und charismatische Bewegung ab und kritisieren den neuen, offenen Kurs der Evangelischen Allianz." Als weiteres Kriterium nennt Holthaus die Betonung der „richtigen Lehre". Holthaus' Fazit: „Inwieweit einige dieser Grup­pen ĂŒberhaupt noch als evangelikal' zu bezeichnen sind, sei dahingestellt."
   Holthaus' AusfĂŒhrungen sollte niemand aus dem konservativen bibeltreuen Lager auf die leichte Schulter nehmen. Denn sein Buch „Die Evangelikalen" wurde im FrĂŒhsommer dieses Jahres an alle deutschen Regie­rungsmitglieder und an alle Bundestagsabgeordneten sowie an Landespolitiker und Journalisten in SchlĂŒssel­positionen verschenkt - insgesamt gingen ĂŒber 1.000 Exemplare weg. Anschließend wurde Holthaus zu persönlichen GesprĂ€chen in diese Personengruppen eingeladen. Aufgrund des Buches sind Entscheidungs­trĂ€ger dieser Republik ĂŒber bestimmte Evangelikale bereits negativ vorinformiert, die nun Schritt fĂŒr Schritt als gefĂ€hrliche Fundamentalisten abgestempelt werden - und das ausgehend von Vertretern einer Institution, die jetzt staatlich anerkannt ist und somit eine gewisse Kompetenz gegenĂŒber der Politik geltend machen kann.

         TOPIC  Nr. 11/2008



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Ernste Worte zur Weltlage

   Am 25.09.08 sagte der deutsche Finanzminister Peer SteinbrĂŒck in einer RegierungserklĂ€rung in Berlin: „Diese ernste globale Finanzkrise wird tiefe Spuren hinterlassen. Sie wird das Weltfinanzsystem tief greifend umwĂ€lzen. Niemand soll sich tĂ€uschen: Die Welt wird nicht wieder so werden wie vor der Krise ..."
   Am 21.10.08 hielt der ehemalige deutsche Au­ßenminister Hans-Dietrich Genseher anlĂ€sslich der Verleihung des „Walter Rathenau-Preises" an ihn selbst eine Rede vor hochrangigen Politikern. Unter anderem sagte er: „Die Ereignisse der letzten Wochen haben in dramatischer Weise die zentrale Aufgabe unserer Zeit, eine neue Weltordnung zu gestalten, in das Bewusstsein der Menschen gerufen. Es handelt sich dabei keines­wegs allein um eine Frage der Finanzpolitik ...
   Die Menschheit steht vor drei Alternativen: Die erste ist ein globales Chaos ohne Regeln, ohne Sanktionen und ohne Verordnungen - das ist die Chaos-Option. Die zweite ist die gefĂ€hrliche Illusion, ein Land könne Kraft seiner militĂ€rischen und wirtschaftlichen StĂ€rke die globalen Regeln nach eigenem Ermessen bestimmen, ohne ihnen selbst unterworfen zu sein, und es könne die RegelverstĂ¶ĂŸe nach eigenem Ermessen korrigieren - das ist die Vorherrschafts-Option. Beide Optionen bergen den Kern schwerer ErschĂŒtterungen der globa­len StabilitĂ€t in sich. Die dritte Option ist die globale Kooperation auf der Grundlage von Gleichberechti­gung und EbenbĂŒrtigkeit der Völker, der Staaten und Regionen - das ist die Kooperations-Option, die man auch als die europĂ€ische Option bezeichnen könnte ... Meine Damen und Herren, Europa hat eine Vision fĂŒr eine neue Weltordnung. Es hat die Mission, diese Vision RealitĂ€t werden zu lassen ..."
   Auf einer Spenden-Gala am 19.10.08 in Seattle sagte der mĂ€chtige US-Senator Joe Biden, der bei Wahl Barack Obamas US-VizeprĂ€sident werden soll: „Merken Sie sich meine Worte. In nicht einmal sechs Monaten wird die Welt Barock Obama auf eine harte Probe stellen, genauso wie John F Kennedy [gemeint war die Kubakrise 1962, die um ein Haar zu einem Weltkrieg gefĂŒhrt hĂ€tte, die Red.] ... Vergessen Sie nicht, dass ich das hier vor Ihnen gesagt habe, auch wenn Sie alles andere vergessen, was ich sage. Seien Sie auf der Hut, wir werden eine internationale Krise erleben, eine kĂŒnstlich geschaffene Krise, in der getestet wird, was in diesem Kerl [Obama] steckt ... Wir werden in den ersten zwei Regierungsjahren einige unglaublich harte Entscheidungen fĂ€llen mĂŒssen. Also bitte ich Sie schon jetzt- ich bitte Sie schon jetzt: Halten Sie zu uns!"
   Der ehemalige US-Außenminister Colin Powell sagte am 19.10.08 in der TV-Sendung „Meet the Press" (Presseclub), in der er ĂŒber die momentanen Probleme der USA sprach: „Es wird eine Krise geben, die am 21., 22. Januar 2009 daherkommen wird und ĂŒber die wir im Moment nicht einmal Bescheid wissen ..." NĂ€hereAusfĂŒhrungen machte Powell nicht.



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Offener Brief vom 10.11.2008

Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner - 76351 Linkenheim-Hochstetten

Energiepolitischer  Sprecher der  Deutschen Zentrumspartei
an Frau Bundeskanzler Dr. Angela Merkel

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

Ihre fĂŒr Deutschland sehr wichtige Wirtschaftspolitik ist ohne Durchblick und fĂŒhrt zu Fehlentwicklungen. Jedes Jahr wandern 200.000 qualifizierte Deutsche aus, und 300.000 ungeborene Deutsche werden jĂ€hrlich getötet. Ersetzt werden diese BĂŒrger durch auslĂ€ndische SozialhilfeempfĂ€nger.

Sie lehnen kompetente Fachleute als Berater ab und erwĂ€hlen statt dessen unseriöse Gestalten wie die Herren Schellnhuber und Josefsson, die Ihnen eine anthropogene globale ErwĂ€rmung und CO2-freie Kohlekraftwerke vorgaukeln. Ihr Klima-Thema, das Sie zu Ihrer politischen PrioritĂ€t erklĂ€rt haben, verdrĂ€ngt die Inangriffnahme echter Probleme, wie etwa das rĂŒckstĂ€ndige Bildungswesen. Hierzu einige rationale Überlegungen:

1. Laut UBA betrĂ€gt der Anteil der technischen Kohlendioxid-Emissionen nur 1,2% der Gesamtemission. Der deutsche Anteil an der technischen Globalemission betrĂ€gt laut DPhG 3%, also 0,036% der globalen Gesamtemission. Diesen Betrag wollen Sie um 20% senken. Sie erwarten sich von einer Senkung der globalen Kohlendioxid-Emission um 0,007% die Verhinderung von Klimakatastrophen. Aus diesem Grund haben Sie im vorigen Jahr sinnlose Maßnahmen zur Emissionssenkung beschlossen, die bis zum Jahr 2020 ĂŒber 500 Milliarden Euro kosten und die Verarmung des Mittelstandes fördern werden.

2. Sie wissen als Physikerin, daß die IR-Absorption durch das Kohlendioxid der Luft schon in vorindustrieller Zeit praktisch gesĂ€ttigt war.
Selbst eine Verdoppelung des Kohlendioxid-Gehaltes der Luft wĂŒrde keine nennenswerte Erhöhung der Globaltemperatur bewirken.

3. Als ehemalige DDR-BĂŒrgerin haben Sie wahrscheinlich wenig Kenntnisse ĂŒber die Soziale Marktwirtschaft. Dieses Ordnungssystem der Wirtschaft hatte als dritter Weg zwischen Sozialismus und Kapitalismus den Wiederaufbau Deutschlands, die Integration von 12 Millionen
Heimatvertriebenen und einen zumindest bescheidenen Wohlstand fĂŒr alle ermöglicht. Sie torpedieren diese Basis unseres Wohlstandes durch zwangswirtschaftliche Maßnahmen wie die Beibehaltung des EEG. Die sinnlose Verwendung von Wind- und Solarenergie zu einer in hohem Maße
unwirtschaftlichen Stromerzeugung ist Betrug an den BĂŒrgern, die zur Finanzierung dieser volkswirtschaftlich schĂ€dlichen Maßnahmen gezwungen werden.

4. Die extrem hohe Staatsversschuldung Deutschlands ist bekannt. Von Bankdirektoren mĂŒssen ausreichende berufliche Fachkenntnisse gefordert werden. Es ist ebenfalls eine Torpedierung der Sozialen Marktwirtschaft, Steuergelder fĂŒr die Sanierung korrumpierter Banken einzusetzen
anstatt fĂŒr die Schuldentilgung.

Der Internationale Arbeitskreis fĂŒr Verantwortung in der Gesellschaft e.V. (IAVG) veranstaltet vom 21.-23.11.2008 in Bad Teinach eine Tagung zum Thema ?Speziale Marktwirtschaft und Energiepolitik? mit Professor Dr. Werner Lachmann, UniversitĂ€t Erlangen-NĂŒrnberg. NĂ€heres siehe www.iavg.org.

Ich hoffe auf eine Verbreitung dieses Schreibens in der Bevölkerung.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
Hans Penner

 



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  Laststein Jerusalem

FĂŒr jeden Beobachter der Ereignisse im Nahen Osten wird zunehmend offenbar, dass im Zentrum des israelisch-ara­bisch/palĂ€stinensischen Konfliktes Jerusalem steht, die Frage um die SouverĂ€nitĂ€t ĂŒber den von Gott erwĂ€hlten Ort auf Erden (5. Mose 12,11). FĂŒrdie MĂ€chtigen der Welt ist die Lösung dieses Konfliktes der SchlĂŒssel zur Lösung aller ĂŒbrigen Probleme des Nahen und Mittleren Ostens. Daher ver­suchen sie alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um vor allem in der Jerusalem-Frage eine Problemlösung herbei­zufĂŒhren. In ihrem berĂŒhmten Teilungsbeschluss vom 29.11.1947 schlugen die Vereinten Nationen zwar die Teilung des Landes vor, doch Jerusalem sollte einen internationalen Status behalten, denn eine politische Lösung fĂŒr die Heilige Stadt fand man nicht. Bis 1967 war die Jerusalem-Frage fĂŒr die Welt ohne Bedeutung. Niemand störte sich daran, dass in der von Jordanien besetzten Altstadt Juden der Zutritt zu ihren heiligen StĂ€tten verwehrt wurde. Freien Zugang zu den heiligen StĂ€tten der drei monotheistischen Religionen fordert die Welt erst, seitdem Israel im Sechstagekrieg 1967 die Altstadt eroberte und Jerusalem wieder vereinte. Freier Zugang fĂŒr Juden, Christen und Moslems ist aber erst durch Israels Kontrolle ĂŒber die ganze Stadt gewĂ€hrleis­tet. Die als Ost-Jerusalem bezeichneten Stadtgebiete, einschließlich der Altstadt, sind der eigentliche Kern Je­rusalems, dort liegen die heiligen StĂ€tten, die Orte, wo Gott der HERR sich offenbarte und Heilsgeschichte sich erfĂŒllte. Alle außerhalb davon liegenden Stadtgebiete sind erst in den vergangenen 150 Jahren entstanden. Die Forderung „Ost-Jerusalem den PalĂ€stinensern" kommt daher der Akzeptierung „Jerusalem unter isla­mischer Kontrolle" gleich. Die jĂŒdische Kontrolle ĂŒber die heiligen StĂ€tten der Stadt ist der Welt ein Dorn im Auge, obwohl Jerusalem vor allem eine jĂŒdische Stadt war und ist. Selbst in der Neuzeit stellten die Ju­den bereits lange vor der StaatsgrĂŒndung Israels die Bevölkerungsmehrheit in Jerusalem. Der sogenannte Nahost-Friedensprozess, das Abkommen zwischen Israel und der PLO, scheiterte im Juli 2000 vor allem an der Jerusalem-Frage. Israels Premier Barak hatte den PalĂ€stinensern die weitreichendsten ZugestĂ€nd­nisse gemacht, Kontrolle ĂŒber die arabischen Wohngebiete der Altstadt, wie auch ĂŒber denTempelberg. Nur die Westmauer und das jĂŒdische Viertel sollten unter israelischer Kontrolle blei­ben. Doch selbst dem stimmte der PLO-FĂŒhrer nicht zu. Seit Dezember vergangenen Jah­res fĂŒhren Israel und PalĂ€s­tinenser wieder regelmĂ€ĂŸig Verhandlungen. In den wichtigen Grenzfragen wurde Übereinstimmung erzielt, wenn auch ein Abkommen aufgrund der innerpalĂ€stinensischen Konflikte zurzeit nicht umsetzbar wĂ€re. Wiederum war es jedoch die Jerusalem-Frage, an der eine vertragliche Vereinbarung im Sommer dieses Jahres scheiterte.

Nun hat der Konflikt um Jerusalem auf die isra­elische Innenpolitik ĂŒbergegriffen. Die BemĂŒhungen von Außenministerin Zipi Livni, nach dem RĂŒcktritt von Ehud Olmert eine neue Regierung zu bilden mit ihr als Premierministerin an der Spitze, sind nur vordergrĂŒndig an den Forderungen der orthodoxen Schas-Partei nach mehr Kindergeld gescheitert. Beide Seiten hatten sich von ihren Maximalpositionen in dieser Frage schon weit aufeinander zubewegt und die verbliebene Dif­ferenz wĂ€re ĂŒberbrĂŒckbar gewesen. Nein, es war die Jerusalem-Frage, an der die Koalitionsverhandlungen sich festgefahren hatten. Zipi Livni war nicht bereit, sich zu verpflichten, wenn sie Verhandlungen mit den PalĂ€stinensern ĂŒber Jerusalem fĂŒhrt, dies zuvor dem Kabinett vorzulegen.

Ehud Olmert und auch Zipi Livni sind bereit, Jerusa­lem wieder zu teilen. Livnis grĂ¶ĂŸter Herausforderer fĂŒr die vorgezogenen Neuwahlen, Benjamin Netanyahu, erklĂ€rte dagegen, dass er zwar mit den PalĂ€stinensern, aber nicht ĂŒber Jerusalem verhandeln werde. Bei einem Wahlsieg seinerseits wĂ€re ein Konflikt mit dem neuen US-PrĂ€sidenten vorprogrammiert. Der noch amtierende George W. Bush ist von seiner vor Jahren gegebenen Zusicherung ĂŒber die jĂŒdische PrĂ€senz in JudĂ€a und Samaria lĂ€ngst abgerĂŒckt. Nach Aussage seiner Außenministerin Rice sind die jĂŒdischen Stadtteile im Osten Jerusalems illegal. Parallel zur geĂ€nderten Position Washingtons begann sich in den Vereinigten Staaten langsam die Finanzkrise zu entfalten. Besteht hier ein Zusammenhang? Hat die Bush Regierung sich am „Laststein Jerusalem" verhoben? JHWH teilt durch den Propheten Sacharja mit (Kap. 12,2-3), dass er Jerusalem zu einem Laststein und einem Taumelkelch fĂŒr die Völker machen wird. Das Schicksal der Nationen dieser Erde ist daher eng mit Jerusalem verknĂŒpft.

Am Abkommen zwischen Israel und der PLO maß­geblich Beteiligte der Clinton-Regierung zĂ€hlen auch zum politischen Umfeld Barack Obamas. Eine Ände­rung der US-Politik hinsichtlich der Jerusalem-Frage ist daher unter dem neuen US-PrĂ€sidenten eher nicht zu erwarten, im Gegenteil. Vielmehr ist anzunehmen, dass Washington von Israel noch vehementer Zuge­stĂ€ndnisse mit Bezug auf Jerusalem erwartet. Wie in den Wochen nach Obamas Wahlsieg bekannt wurde, unterstĂŒtzt der designierte US-PrĂ€sident die „Saudische Initiative" aus dem Jahre 2002. Darin wird der voll­stĂ€ndige Abzug Israels aus dem Westjordanland wieauch aus Ost-Jerusalem gefordert. Verhandlungen und Anerkennung Israels durch die Staaten der Arabischen Liga sollen erst erfolgen, wenn Israel die arabischen Bedingungen akzeptiert hat.

Gott der HERR kĂŒndigt durch den Propheten Joel das Gericht ĂŒber die Nationen vor den Toren Jerusalems an. Warum? Weil sie des HERRN Land geteilt haben (Kap, 4,1-2). In seiner Klage ĂŒber Jerusalem kĂŒndigt Jesus an, dass die Juden ihn bei seiner Wiederkunft (auf dem Ölberg) in Ost-Jerusalem (!) willkommen heißen werden.

Quelle: TOPIC-Korrespondent Rainer Schmidt, Israel



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Gottesleugner „missionieren" und fördern neuen Trend: Glaube ohne Gott

   In den Monaten Dezember und Januar wollen amerikanische und englische Gottesleugner (Atheisten) eine anti-religiöse Werbekampagne durchfĂŒhren. Dazu werden Zeitungsanzeigen geschaltet und Busse mit Werbebannern versehen. Die amerikanische Humanis­tische Vereinigung (American Humanist Association / AHA) hat beispielsweise in Washington 200 Busse mit SprĂŒchen versehen lassen wie: „Sei gut, nicht fromm!" Laut Fred Edwards, Sprecher der AHA, will man mit dieser Kampagne „ein großes öffentliches Interesse erzeugen".
   Eine Ă€hnliche anti-religiöse Werbekampagne auf Londoner Bussen wollen britische Gottesleugner im Januar starten. Dann soll voraussichtlich auf 30 Bussen mindestens vier Wochen lang die Aufschrift zu lesen sein: „Wahrscheinlich gibt es keinen Gott. Machen Sie sich keine Sorgen und genießen Sie das Leben." Die Kampagne, die als Gegengewicht zu evangelistischen Botschaften gedacht ist, wird maßgeblich von dem Oxforder Evolutionsbiologen und Bestseller-Autor Prof. Richard Dawkins finanziell unterstĂŒtzt. Hinter der Aktion steht die Britische Humanistische Vereinigung.
  Derzeit machen Atheisten auf verschiedenen Ebe­nen mobil. So plĂ€dieren Intellektuelle in Frankreich und Deutschland fĂŒr eine Frömmigkeit der Gottlosen.
   Zu ihnen gehört der französische Philosophiepro­fessor AndrĂ© Comte-Sponville (Paris), der sich einen „atheistischen Christen" nennt. Er ist Autor des Buches „Woran glaubt ein Atheist?". Er will Konfessionslose wie Atheisten ermutigen, ein spirituelles Profil im Span­nungsfeld zwischen Mystik und Ethik zu entwickeln. In einem katholischen Umfeld aufgewachsen, glaubtComte-Sponville nicht mehr an die Existenz Gottes. Seine Frömmigkeit bestehe im Respekt vor der Natur. Sein Ziel sei es, innere Gelassenheit zu erfahren und daraus Kraft zu schöpfen. „Die Ewigkeit ist jetzt, die Welt ist unser Ort, der Himmel ist unser Horizont", lautet das Glaubensbekenntnis des Philosophen.
   Auch der Vorsitzende des atheistisch geprĂ€gten Humanistischen Verbandes Deutschland, der Berliner Kulturwissenschaftler Horst Groschopp, ist der Über­zeugung, dass Atheisten SpiritualitĂ€t brauchen. In einer rein naturwissenschaftlichen oder materialistischen Weltanschauung fĂ€nden sie kein tragendes Lebensfun­dament. Atheistische Humanisten in Belgien und den Niederlanden bieten mittlerweile sogar Beratung und Rituale zu Bestattung, Trauung und Geburt an.



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  Offener Brief vom 16.12.2008

Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner - 76351 Linkenheim-Hochstetten

an Frau Charlotte Knobloch, Zentralrat der Juden in Deutschland

Sehr geehrte Frau Knobloch,

die Juden sind erneut von einem Holocaust bedroht. Eine Milliarde Mohammedaner fordert die Beseitigung des Staates Israel, der als Fremdkörper im "Haus des Islam" betrachtet wird. Jesus von Nazareth, der Messias der Juden, hat jedoch verheißen, daß das jĂŒdische Volk nicht untergehen und sein Kommen erleben wird. Die AnhĂ€nger von Jesus feiern derzeit Advent, die Vorbereitung auf die Wiederkunft von Jesus.

Über dem Portal der UniversitĂ€t Freiburg im Breisgau steht ein Zitat von Jesus: "Die Wahrheit wird euch freimachen." Sogar in der Sowjetunion wurde Jesus hĂ€ufig zitiert: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein." Die Liebe zur Wahrheit ist die Voraussetzung fĂŒr Gerechtigkeit. Gerechtigkeit ist die Veraussetzung fĂŒr ein humanes Zusammenleben der Menschen.

Immer wieder wurde und wird verdrĂ€ngt, daß Jesus seinen Nachfolgern die Anwendung von Gewalt in Glaubensfragen eindeutig untersagt hat. KirchenfĂŒhrer, die zur Anwendung von Gewalt gegenĂŒber Juden aufgefordert hatten, können deshalb niemals als Nachfolger von Jesus bezeichnet werden.

Immer wieder wurde und wird verdrĂ€ngt, daß Jesus ein jĂŒdischer Rabbiner war, daß die ersten SchĂŒler von Jesus Juden waren, daß die ersten Jesus-Gemeinden aus Juden bestanden und daß Juden die Botschaft vom SĂŒhnetod Jesu und seiner leiblichen Auferstehung nach Europa brachten. Den "Neuen Bund" hatte Jesus bei der Feier des Passah-Mahles mit seinen JĂŒngern geschlossen, die alle Juden waren.

In seiner berĂŒhmten Bergpredigt sagte Jesus: "GlĂŒckselig die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen". UnertrĂ€glich sind deshalb die Verunglimpfungen von Jesus im Talmud. UnertrĂ€glich ist auch, daß die jĂŒdische Organisation Hagalil den Abgeordneten Martin Hohmann zu Fall gebracht hat, der sich im Deutschen Bundestag zu Jesus bekannt hatte.

UnertrĂ€glich ist auch, daß Juden Juden verfolgen, die an den Juden Jesus als den Messias der Juden glauben. Der Staat Israel sollte sich auf sein Ziel besinnen, ein Rechtsstaat zu sein. Im November wurde offensichtlich von orthodoxen Juden ein mißglĂŒckter Mordanschlag auf einen Leiter jĂŒdischer Jesus-Gemeinden verĂŒbt (Pressemitteilungen siehe www.zelem.de). Zu fragen ist, ob die Orthodoxen in Israel ihrem Volk Trost und Hoffnung vermitteln können oder ob sie nur der arbeitenden Bevölkerung zur Last fallen.

Sehr zu begrĂŒĂŸen wĂ€re es, wenn sich auch der Zentralrat der Juden in Deutschland auf das Kommen des Messias der Juden vorbereiten wĂŒrde. Es wĂ€re auch sehr zu begrĂŒĂŸen, wenn sich der Zentralrat der Juden in der gottlosen Bundesrepublik Deutschland fĂŒr die Ausbreitung des Glaubens an den Gott Israels einsetzen wĂŒrde, der Himmel und Erde geschaffen hat.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
Hans Penne
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