hauskreis4

Sonnenuntergang1

 


Meldungen aus 2010

"Größte Christenverfolgung aller Zeiten"

In vielen Teilen der Welt steigt die Bedrohung für Christen. Markus Rode, der Leiter des überkonfessionellen Hilfswerks "Open Doors", das Kontakt zu christlichen Gruppen in aller Welt unterhält, sprach in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" von "der größten Christenverfolgung aller Zeiten". Etwa 100 Millionen Christen würden wegen ihres Glaubens verfolgt, sagte er.

Der amerikanische Politologe Jonathan Fox, der die Situation religiöser Minderheiten in 175 Ländern untersucht, warnte vor einem Anstieg der staatlichen Diskriminierung von Christen in vielen Ländern. Für jeden Staat, in dem sich die Situation der Christen verbessere, verschlechtere sie sich in zwei bis drei anderen Staaten, sagt Fox der Zeitung. Er ist Leiter des "Projektes für Religion und Staat" an der Bar-Ilan-Universität in Israel.

"Bedrohteste Glaubensgruppe der Welt"

Der Unions-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder erwartet von der Bundesregierung, "dass sie die Botschafter der Länder, in denen eine besonders intensive Christenverfolgung zu verzeichnen ist, zu einem Gespräch einlädt". Die Verfolgung müsse zu einem Thema der europäischen Außenpolitik werden. Bereits am Mittwoch hatte Kauder im Bundestag Christen als "die bedrohteste Glaubensgruppe in der Welt" bezeichnet.

Christenverfolgung_2

Pakistanische Christen protestieren in Hyderabad
gegen Brandanschläge auf christliche Häuser
(Foto: dpa August 2009)

Nachrichten: T-Online/ “
Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” vom 24.01.2010


Christliche Familie aus Deutschland erhält in den USA Asyl

Die in die USA ausgewanderte Familie Romeike hat es geschafft. Weil die streng religiösen Eltern ihre Kinder nicht auf staatliche deutsche Schulen schicken wollten, gewährt ein US-Gericht ihnen Asyl - das meldet begeistert eine Lobbygruppe evangelikaler Christen. Und prangert die deutsche Politik an.

Eine deutsche Familie bekommt politisches Asyl in den USA, weil sie ihre Kinder nicht der Schulpflicht in der Bundesrepublik unterwerfen will: Diese Entscheidung eines US-Gerichts wird von christlichen Fundamentalisten begeistert aufgenommen.

Die Romeikes aus Bissingen in Baden-Württemberg wollten ihre fünf Kinder zu Hause unterrichten, weil sie ein "anti-christliches Weltbild" an den staatlichen Schulen fürchteten. Sie ließen ihre Kinder nicht zur Schule gehen und wanderten 2008 nach jahrelangem Streit mit den Behörden in die USA aus. Dort stellten sie im April 2009 einen Asylantrag - dem jetzt stattgegeben worden sei, teilte die evangelikale Lobbygruppe "Home School Legal Defense Association" (HSLDA) in der Nacht zu Mittwoch mit.

Richter Lawrence Burman habe bei der Urteilsverkündung in Memphis im Bundesstaat Tennessee festgestellt, dass die Romeikes Anspruch auf Asyl hätten. Er sehe in Deutschland grundlegende Menschenrechte der Familie Romeike verletzt, sagte er laut HSLDA - das Urteil ist offiziell noch nicht verfügbar. Und weiter: "Wir können nicht erwarten, dass sich jedes Land nach unserer Verfassung richtet." Die sogenannten Homeschooler, die Kinder zu Hause unterrichten, seien eine besondere soziale Gruppe, die von der deutschen Regierung unterdrückt werde. Die Familie habe "gut begründete Angst vor Verfolgung" und darum das Recht, in den USA Unterschlupf zu finden.

"Peinlich für Deutschland" - so kommentierte HSLDA-Anwalt Mike Donnelly die Entscheidung. Das Gericht habe endgültig festgestellt, "dass Homeschooler eine gesellschaftliche Gruppe sind, die in Deutschland verfolgt wird". Ein "westliches Land sollte grundlegende Menschenrechte achten, zu denen auch Erziehung und Ausbildung der Kinder gehören", sagte Donnelly. Es gehe dem deutschen Staat in Sachen Schulpflicht lediglich darum, "ideologische Konformität zu erzwingen". Das wecke "beängstigende Erinnerungen an die Vergangenheit".

Vater Uwe Romeike, der sich in Deutschland "politisch verfolgt" fühlt, zeigte sich "sehr dankbar" für das Urteil. Die Gebete der Homeschooler in Deutschland und ihre eigenen seien erhört worden, sagte er laut der Presseerklärung der HSLDA. Die Romeikes, die in Morristown in Tennessee leben, werden in den USA direkt von der HSLDA vertreten. Die Organisation unterstützt die Idee des Heimunterrichts ohne staatliche Beteiligung in den USA und weltweit.

Generalkonsul verteidigt Deutschland

Lutz Gorgens, deutscher Generalkonsul für den Südosten der USA, widersprach in der "Washington Post" den Vorwürfen der Lobbyisten. Deutschland verfüge über ein großes Angebot an Bildungsmöglichkeiten, sagte er. Die Eltern könnten zwischen öffentlichen, privaten und religiösen Schulen wählen, einschließlich alternativer Einrichtungen wie Waldorf- oder Montessorischulen. Die Schulpflicht sichere einen hohen Bildungsstandard für alle Kinder.

Das Auswärtige Amt in Berlin teilte mit, man habe den Fall zur Kenntnis genommen. Erst wenn das Urteil offiziell vorliege, werde es eine Stellungnahme geben: "Das Generalkonsulat in Atlanta wird sich der Sache annehmen", sagte ein Sprecher SPIEGEL ONLINE.

US-Statistiken zufolge stellten im Jahr 2008 insgesamt 38 Deutsche einen Asylantrag in den USA, fünf davon erhielten dauerhaft Asyl, bei drei Anträgen wurde der zunächst erteilte Status wieder aberkannt. Gründe für die Anträge werden in der Übersicht nicht genannt.

Die US-Regierung kann Asylentscheidung eines Einwanderungsgerichts grundsätzlich anfechten. Ein Sprecher der Einwanderungsbehörde wollte den Fall auf Anfrage der "Washington Post" nicht kommentieren.

"Es geht dort mehr um Hexen und Vampire als um Gott"

Hausunterricht, wie ihn bibeltreue Christen für richtig halten, ist in Deutschland untersagt - die Verfassungen der Bundesländer sehen eine allgemeine Schulpflicht vor. Österreich, Frankreich, Großbritannien und andere Staaten kennen dagegen nur eine Unterrichts- oder Bildungspflicht. In den USA gilt Homeschooling als klassisches Elternrecht. Ein bis zwei Millionen Kinder lernen Schätzungen zufolge bei den Eltern. Nicht immer sind die Gründe dafür religiös; einige Eltern kritisieren auch starre Lehrpläne und hohe Kosten für Privatschulen. Besonders verbissen führen aber die evangelikalen Christen den Kampf für das Homeschooling. Sie wollen ihre Kinder von weltlichen Einflüssen fernhalten und versuchen, sie im Weltbild ihres streng ausgelegten Glaubens zu erziehen.

Auch die Asylfamilie Romeike wollte ihren Kindern das "unchristliche Treiben" an deutschen Schulen ersparen: Die Kinder würden in der staatlichen Schule "nach einem antichristlichen Weltbild erzogen", in Schulbüchern wimmele es von obszönen Ausdrücken, Flüchen und Gotteslästerungen, sagte Vater Romeike. "Es geht dort mehr um Vampire und Hexen als um Gott."

Ab September 2006 hielt die Familie in Baden-Württemberg ihre drei ältesten Kinder von der Grundschule fern. Wie bei hartnäckigen Schulverweigerern üblich, stand eines Morgens "die Polizei vor der Haustür", sagt Romeike, der selbst Musiklehrer ist. Die Beamten brachten die Kinder zur Schule. Bis dahin hatten die Romeikes ihre Kinder schon einen Monat lang von der Grundschule ferngehalten und im "rechten Geiste" zu Hause unterrichtet, wie sie es nennen.

Die deutsche Schulpflicht steht seit Jahren in der Kritik fundamentaler Christen in den USA. Die Evangelikalen sind mit deutschen Eiferern gut vernetzt und suchen Musterfälle für ihre Kampagnen. So kam auch den Romeikes die Idee, in die USA zu flüchten, nicht allein. Mike Donnelly, HSLDA-Anwalt und Rechtsbeistand im Asylverfahren der Romeikes, brachte den Vater nach dessen Angaben erst auf die Idee, Deutschland zu verlassen.

Schlechte Chancen vor europäischen Gerichten

In Deutschland hat sich die allgemeine Schulpflicht ab dem sechsten Lebensjahr historisch mehr als ein Recht auf Bildung entwickelt denn als ein Zwang zum Schulbesuch. Sie wurde in Preußen schon im 18. Jahrhundert eingeführt. Unzufriedene Eltern können allenfalls eine Privatschule gründen, brauchen dafür aber eine staatliche Anerkennung. Wer seine Kinder - aus welchen Gründen auch immer - einfach zu Hause lässt, macht sich strafbar. Juristisch haben die Schulboykotteure schlechte Chancen, das zeigt der Ausgang etlicher Prozesse.

Hinter der Schulpflicht steckt "die Überlegung, dass das gemeinsame Lernen in der Schule der Vermittlung sozialer Kompetenzen dient", sagt Martina Elschenbroich, Schulrechtsexpertin der Kultusministerkonferenz. So könne der Umgang mit Andersdenkenden als Grundlage einer demokratischen Gesellschaft eingeübt werden.

Deutsche und europäische Gerichte haben diese Auffassung bisher stets gestützt. Ende Mai 2006 entschied das Bundesverfassungsgericht, Eltern seien nicht berechtigt, ihre Kinder aus religiöser Überzeugung vom Schulbesuch abzuhalten. Mit Verweis auf den staatlichen Erziehungsauftrag in einer pluralistischen Gesellschaft entschieden die obersten Richter, Kinder dürften durchaus fremden Glaubensbekundungen oder Absichten ausgesetzt werden.

Im November 2007 urteilte der Bundesgerichtshof, dass Eltern sogar das Sorgerecht entzogen werden kann - denn die Allgemeinheit habe ein berechtigtes Interesse daran, dass sich keine religiös oder weltanschaulich geprägten Parallelgesellschaften bilden.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte stellte im September 2006 fest, dass die deutsche Schulpflicht und das damit verknüpfte Heimunterrichtsverbot mit europäischem Recht genauso vereinbar ist wie mit der Menschenrechtskonvention.

Schulflucht aus Deutschland - Exodus der Fundi-Christen

Die Romeikes sind nicht die ersten deutschen Schulverweigerer, die ins Ausland flüchten. Nachdem etwa das Ehepar Neubronner jahrelang deutsche Gerichte beschäftigte, weil die zwei Söhne im Jahr 2005 zum letzten Mal eine Schule besuchten, flüchtete der Vater mit den zwölf und acht Jahre alten Söhnen im vergangenen Jahr nach Frankreich, um dort legal zu Hause zu unterrichten.

Die bibeltreue Hamburger Familie R. wehrte sich ebenfalls fünf Jahre gegen den Schulbesuch ihrer Kinder und flüchtete schließlich 2006 mit einem Wohnmobil gen Österreich. Die Schulbehörde hatte mit Geldstrafen, Knast und der Drohung mit Sorgerechtsentzug Druck gemacht, nachdem das Paar bekundet hatte, die sechs Kindern von den schädlichen Einflüssen fernhalten zu wollen.

Ein im Kreis Padernborn lebendes Baptisten-Paar aus Kasachstan nahm besonders AnstoĂź am deutschen Sexualkunde-Unterricht und behielt seine zwei Kinder zu Hause. Das Familiengericht entzog dem Paar schlieĂźlich das Sorgerecht, daraufhin brachten die Eltern die Kinder nach Ă–sterreich, wo die Mutter sie zu Hause unterrichtete.


Damit ihr Hoffnung habt

 von  KARL-HEINZ FORNEBERG

 Unter diesem Leitwort findet vom 12.5. – 16.5.2010 in MĂĽnchen der 2. Ă–kumenische Kirchentag statt.

Zu einem Pre-Event, also zu einer Vorveranstaltung, hatten am 24.4.2010 die drei evangelischen Kirchenkreise Bonns, der katholische Stadtdekanat und die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) ins Bonner MĂĽnster eingeladen.
Sowohl der Hausherr des Bonner Münsters, Wilfried Schumacher, als auch die Pastoren der evangelischen Kirchen und Freikirchen, darunter der Superintendent Eckart Wüster vom Evangelischen Kirchenkreis Bonn, der Kirchentags-Beauftragte Pfr. Siegfried Eckert (Bad Godesberg), der Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und des 2. Ökumenischen Kirchentages, Stefan Vesper, der Benediktiner Altabt Stephan Schröer sowie der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD), Manfred Kock, waren sich alle in ihren Predigten und Ansprachen darin einig, dass die Zuversicht auf Ökumene nicht aufgegeben werden darf.
Und als äußeres Zeichen dafür wurden die selbstgestalteten Kerzen der einzelnen Kirchengemeinden entzündet „um zu verdeutlichen, dass unser Herz für die Ökumene brennt“, so Pfr. Eckert.
Dabei bedauerte Manfred Kock, dass „immer noch kein gemeinsames Abendmahl gefeiert werden könne“, ein Vakuum, das er bereits beim 1.Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin ausmachte Auch der evangelische Pfarrer Ernst F. Jochum äußerte sich mit den Worten: „Darum kann es eigentlich nichts anderes geben als das gemeinsame Mahl, das unsere Hoffnung stärkt auf unser Mahl in Gottes neuer Welt“.

Doch Eucharistie und Abendmahl – wie passt das eigentlich biblisch zusammen? Aber diese Frage ist ja schon längst out.
Im Anschluss an den Gottesdienst waren die Teilnehmer zur „Speisung der 5.000“ unter dem Motto „Wir teilen, was wir haben“ zu einem „himmlischen Buffet“ vor der Evangelischen Kreuzkirche eingeladen, bei der die verschiedenen Kirchen und Gemeinden aus der Region selbst zubereitete Speisen und diverse Getränke verabreichten.
Der Abend stand dann ganz im Zeichen von Musik und Kabarett. Hier versuchte die Pop- und Soulsängerin Judy Bailey mit ihrer Band in der Kreuzkirche karibische Stimmung zu verbreiten. Doch der Auftritt des Kabarettisten Andreas Etienne, Leiter des Bonner Theaters „Die Springmaus“ zeigte wieder einmal mehr wie sehr sich Kirche und Weltlichkeit längst vereint haben. Das ausgerechnet in einer Evangelischen Kirche ein kabarettistisches Programm dargeboten wurde, wobei es beim Rheinländer durchaus üblich ist, das auch schon mal einige deftige Worte dazu gehören, die unter die Gürtellinie gehen, hat keinen der Zuhörer gestört. Im Gegenteil. „Die fröhlich geistreichen Beiträge“, so die Veranstalter, „werden zeigen, dass die Ökumene Humor verträgt“.
Doch, so musste ich mich auch dieses Mal wieder fragen, was hat ein weltlich-kabarettistisches Programm mit Kirche zu tun? Wenn Sie glauben, es sei ein eigens für den Kirchentag erarbeitetes Programm gewesen, dann haben Sie sich geirrt. Dafür durften sich die Zuhörer vor Applaus und Lachen nur so schütteln, nur diesmal nicht im „Haus der Springmaus“, sondern in einem Gotteshaus, von dem Jesus einmal sagte, als er die Händler aus dem Tempel jagte und den Tempel reinigen musste „Mein Haus soll ein Bethaus sein; ihr aber habt eine Mördergrube ( richtiger „Räuberhöhle“) daraus gemacht“ (Matth. 21,13).

Hinterfragt hat dies jedenfalls keiner

Karl-Heinz Forneberg                                                                              24.04.2010

(Autor und freier Journalist; www.kafo-online.de)                           


Liebe Freunde,

ich erlaube mir, Euch nochmals auf diese wichtige Petition hinzuweisen.

Viele Eltern gehen bei uns in Deutschland ins Gefängnis, weil sie ihren Kindern viele gottlose Dinge in den öffentlichen Schulen (Sexualkunde, Esoterik, Drogen, Gewalt) nicht zumuten möchten und sie daher zu Hause unterrichten. Ein amerikanisches Gerichtsurteil vor einigen Monaten brachte die deutschen Verhältnisse diesbezüglich in die Nähe zu einer Diktatur!

Natürlich sind wir dankbar, wo es christliche Schulen gibt, aber leider ist dies nicht überall möglich und der Fall. Oft wird es sogar von den Behörden gezielt verhindert (wie bei Salzkotten).

So setze ich persönlich mich sowohl für gute christliche Schulen als auch für die Möglichkeit zum Heimschulunterricht ein, wo keine andere Möglichkeit besteht.

Das Recht der Glaubensfreiheit sollte gewahrt bleiben.

Bitte unterschreibt deshalb die nachfolgend verlinkte Petition (soweit noch nicht geschehen) UND WEIST VIELE WEITERE CHRISTEN DARAUF HIN. Leitet z.B. diese Mail an sie weiter.

Erfreulich: Zum jetzigen Zeitpunkt (21. Mai 2010, 9 Uhr) haben bereits 3.189 Menschen diese Petition unterschrieben und stĂĽndlich werden es mehr. Es ist damit eine der erfolgreichsten Petitionen, die bisher beim Bundestag eingereicht wurden.

Vor allem aber betet, dass in allem der Wille Gottes geschehen möge.

In IHM verbunden,

Ihr / Euer Dr. Lothar Gassmann

www.L-Gassmann.de

 

P.S.: Die Petition trägt die Nr. 11.495 und ist zur Zeit auf der 4. Seite der Petitionen zu finden. Stichwort SCHULWESEN.

 

Petition: Heimschule erlauben!

Liebe Freunde und Glaubensgeschwister,
zur Zeit läuft eine Petition (Bittschrift) an den Bundestag, die zum Ziel hat, Eltern die Hauptverantwortung für Ihre Kinder in Sachen Bildung zu überlassen bzw. zu übertragen.
Wir möchten jeden von Euch bitten, sich doch 10 Minuten Zeit zu nehmen, um sich auf der Homepage des Bundestages (folgt unten) einzuloggen, zu registrieren und dann die Petition zu unterzeichnen. Es gibt dort auch Unterschriften aus der USA, Australien und anderen Ländern.

In fast allen europäischen Ländern ist Hausunterricht erlaubt, nur in Deutschland werden Eltern, die sich aus Sorge um den Niedergang der öffentlichen Schulen fĂĽr Hausunterricht entscheiden möchten, mit Gefängnis bedroht.  Hier erst einmal die Angaben zur Teilnahme an der Petition, die hoffentlich zu einer Gesetzesänderung fĂĽhrt. Wir wollen unsere UnterstĂĽtzung zusammen mit Gebet abgeben!

Petition an Bundestag:  Hausunterricht sollte in Deutschland erlaubt sein und straffrei bleiben. Das fordert der Bundesverband NatĂĽrlich Lernen! (Bremen).
Er hat eine entsprechende Petition an den Bundestag gerichtet und binnen drei Wochen ĂĽber 1.700 UnterstĂĽtzer gefunden.

https://epetitionen.bundestag.de/index.php


http://www.bvnl.de/
 

 


Offener Brief vom 09.07.2010 bitte ggf. an Dienststellenleiter weitergeben

Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner - 76351 Linkenheim-Hochstetten

Herrn Bundesminister Dr. Guido Westerwelle (FDP), guido.westerwelle@bundestag.de

Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle,

mit Schreiben vom 03.05.2010 bat ich Sie, sich gegen die Klimapolitik von Frau Dr. Merkel zu wehren, die den Industriestandort Deutschland gefährdet. Es ist außerordentlich erfreulich, daß die FDP jetzt Widerstand gegen die realitätsfremde Klimapolitik der Bundeskanzlerin leistet.

Der FDP-Politiker Holger Kramer hat die wertvolle Broschüre "Unbequeme Wahrheiten über die Klimapolitik und ihre wissenschaftlichen Grundlagen; Anregungen für neue liberale Ansätze" herausgegeben:
http://www.holger-krahmer.de/wp-content/uploads/2010/07/HK-Klimabroschur-2010.pdf

Die Schrift zeigt die betrügerischen Machenschaften des Weltklimarates (IPCC), die katastrophalen volkswirtschaftliche Folgen des unsinnigen "Klimaschutzes" und die "soziale Schieflage" auf, die beispielsweise durch die Solardächer entsteht. Wohlhabende Solardachbesitzer verkaufen zu dreifach überhöhten Wucherpreisen elektrischen Strom, den Sozialhilfeempfänger kaufen müssen.

Für die Annahme einer anthropogenen globalen Erwärmung mit schädlichen Klimafolgen gibt es keine belastbaren physikalischen Begründungen.
Eine Begrenzung der technischen Kohlendioxid-Emissionen, die nur 1,2% der biologischen Emissionen betragen (Mitteilung Umweltbundesamt vom 10.08.2005), ist deshalb nicht erforderlich (Details http://www.iavg.org/iavg068.pdf). Kohlendioxid hat folgende Einflüsse auf die Atmosphäre:

1. Das Kohlendioxid der Atmosphäre absorbiert die 15µm-Bande der Wärmeabstrahlung der Erdoberfläche fast vollständig (Enquetebericht der Bundesregierung 1988). Ein sehr kleiner Anteil der Flanken dieser Bande wird direkt in den Weltraum abgestrahlt.

2. Bei einer Verdoppelung der Kohlendioxid-Konzentration der Atmosphäre würde ein geringfügig größerer Anteil der 15µm-Bande absorbiert werden, wodurch sich die Durchschnittstemperatur der Atmosphäre minimal erhöhte. Nach Berechnungen aus den Satelliten-Spektren der Erdabstrahlung beispielsweise von Peter Dietze würde die globale Temperaturerhöhung unter 0,7°C liegen.

3. Die infolge einer Verdoppelung der Kohlendioxid-Konzentration erfolgende globale Temperaturerhöhung würde bei weitem überlagert werden durch nicht berechenbare Einflüsse der Sonnenaktivität oder der Wolkenbedeckung, so daß trotz Verdoppelung die Globaltemperatur sinken
könnte. Ein Zusammenhang zwischen Globaltemperatur und Kohlendioxidgehalt der Luft besteht nicht.

Ich hoffe auf eine starke Verbreitung dieser Schrift durch verantwortungsbewuĂźte BĂĽrger.

Mit freundlichen GrĂĽĂźen

Hans Penner


Pastorinnen jetzt auch in der FeG - Ein Trend setzte sich durch

Von Thorsten Brenscheidt, Bochum

Die Freien Evangelischen Gemeinden (FeG) haben es geschafft. Nach jahrelangem Hin und Her werden jetzt auch in dieser Freikirche Pastorinnen ordiniert.
Am 20.09.2008 wurde mit 64 % die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit noch knapp verfehlt. Am 18.09.2010 stimmten auf dem FeG-Bundestag nunmehr 76,3 % fĂĽr FeG-Pastorinnen.
Eine bibeltreue Position vertrat bei der Abstimmung der FeG-Pastor Friedrich Zahn aus Nürnberg, da der Antrag die in der Bibel vorgegebene unterschiedliche Beauftragung von Frauen und Männern missachte. Gott habe Männern die Letztverantwortung in Leitung und Lehre übertragen. Zurecht fragte er, ob Aussagen der Bibel auch heute gelten oder als kulturbedingt und damit als überholt verstanden werden sollten. Mutig sprach er von einem „sukzessiven Entkernen“ der Bibel. Doch der Gegenantrag erzielte nur 21,6 %. Damit konnten die FeGen nach den evangelischen Landeskirchen, den Baptisten, Methodisten, Pfingstlern und den meisten freien charismatischen Gemeinden nachzuziehen. Ein Fortschritt?
Sicherlich, wenn es um die von den FeGen gewünschte „gesellschaftliche Relevanz“ geht. Aber kommt es in erster Linie darauf an, „bedeutsam für die Menschen in der Umgebung“ zu sein, wie es FeG-Präses Ansgar Hörsting wünscht? Was ist mit der biblischen Relevanz?
In der Präambel der FeGen von 1976/1995 heißt es: „Verbindliche Grundlage für Glauben, Lehre und Leben in Gemeinde und Bund ist die Bibel, das Wort Gottes.“ Und konkret heißt es weiter: „Die Gemeinden wollen sich in ihrem Aufbau und Dienst nach der im Neuen Testament erkennbaren Lebensweise der Gemeinde ausrichten.“ Damit ist beim Stichwort Dienst zu prüfen, ob ein autoritatives Leitungs- und Lehramt durch Frauen dem Neuen Testament entspricht.
Gemäß dieser Präambel ist in der FeG die biblische Relevanz also nicht unerheblich. Aber – und das habe ich dort immer wieder gehört: „Die Zeiten ändern sich!“ Daher die kulturelle, gesellschaftliche, ja weltliche Anpassung.
„Und passt euch nicht diesem Weltlauf an!“, ermaht der Apostel Paulus in Römer 12, 2. Will man dafür aber die „gesellschaftliche Relevanz“ riskieren? Die FeGen jedenfalls nicht. Wer weiß, was sich in der Gesellschaft im kulturellen, politischen oder ethischen, vor allem sexualethischen Bereich noch alles entwickelt – weitere Anpassungen in den FeGen dürften folgen.
Im Jahr 2000 wurde dokumentiert: „In dieser Frage sind wir in der Bundesleitung unterschiedlicher Meinung und beziehen keine gemeinsame Stellung.“ Seit Jahren bereits predigen in einigen FeGen auch Frauen und wirken in der Gemeindeleitung mit. Der Wunsch, offiziell auch Pastorinnen zu berufen, veranlasste die FeG-Bundesleitung auf mehreren Konferenzen darüber zu debattieren. Neue Auslegungsvarianten, die vor den 1950er Jahren auch anderswo noch undenkbar waren, bringen FeG-Verantwortliche zu der Erkenntnis, es sei „schriftgemäß und christuszentriert“, dass Frauen Pastorinnen sein können. Bedauerlich ist festzustellen, dass sich zudem eine Relativierung dieser nicht unwichtigen Frage auf dreierlei Weise vollzieht: Erstens handele es ich bei den Pastorinnen „nicht um eine heilsentscheidende Frage“ (so der frühere Präses Peter Strauch), zweitens sei ohnehin „die menschliche Erkenntnis lediglich Stückwerk“ und drittens sollen andere Lehrmeinungen und demzufolge auch andere Praktiken nach dem Motto „Einheit in Vielfalt“ toleriert werden.
Die Frage nach dem Leitungs- und Lehramt durch Frauen wird nach vielen Jahrzehnten biblischer Klarheit neu beantwortet, unter anderem durch zwei SachbĂĽcher, die an dieser Stelle behandelt werden.
Im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) gibt es Pastorinnen erst seit 2005. Prägend für noch nicht überzeugte Pfingstler ist das Anfang 2008 im pfingstkirchlichen Leuchter-Verlag erschienene erste Buch des BFP-Pastors, Tim Sukowski, mit dem Titel: „Nichts für Frauen? Der Dienst von Frauen in Leitung und Lehre“, das hier ausführlicher behandelt wird.
Auch die charismatisch geprägten Jesus-Freaks liegen bei diesem sehr aktuellen Thema im Trend. Im Jesus-Freak eigenen Orkrist-Verlag gab 2005 Jesus-Freak-Pastor Carsten Schmelzer (Künstlername „Storch“) eine überarbeitete Auflage seines zunächst 2002 erschienenen Buches heraus mit dem Titel: „Die Prinzessin auf der Kanzel. Der Dienst der Frau im Neuen Testament. Warum Frauen predigen und leiten sollten“.
Bereits im Untertitel wird die theologische Haltung deutlich. Storch unternimmt eine theologische, aber insgesamt sehr fragwürdige Behandlung des Themas. Das Buch erhebt den Anspruch, es gehe „um den theologischen Beweis, dass Frauen es tun dürfen.“ (Back Cover)
Auf bibeltreue Leser wirken Einschübe von Co-Autoren dieses Buches wie zum Beispiel Silke Derwand-Ukena erschreckend: „Irgendwo las ich einmal folgenden Spruch: ‚I just saw God and she was black.’ Dieser Spruch regt mich immer wieder zum Nachdenken an, was Gott alles ist. Er ist wir alle. Blond - Brünett - Schwarzäugig - Blauäugig - Klein - Groß - Alles.“ (S. 36).
Storch selbst sieht „einen großen Verdienst der feministischen Bewegungen der letzten beiden Jahrhunderte, ...“ (S. 41) und bekennt: „Die Zeiten ändern sich, die theologische Entwicklung schreitet fort, ...“ (S. 49). Ab Seite 106 werden „ein paar Beispiele berühmter Frauen“ angebracht, „die in Gottes Dienst gute Frucht gebracht haben“. Als erstes wird Mutter Teresa genannt, die neben ihrem aufopferungsvollen Dienst für die Armen allerdings auch religionsvermischende Ansichten vertrat (Synkretismus) und Gott in allen Menschen sah (Pantheismus). Als zweites wird Kathryn Kuhlman als „große amerikanische Heilungsevangelistin“ aufgeführt und erwähnt, man könne „nicht abstreiten, dass Gott sich ungewöhnlich zu ihrem Dienst gestellt hat“. Kathryn Kuhlman gehört zu den umstrittensten Wunderheilern und wird von führenden Evangelikalen sogar im Zusammenhang mit charismatischen Okkultismus erwähnt. Mit Jackie Pullinger stammt auch die dritte Frau aus der charismatische Bewegung.
Storch untersucht „schwierige Stellen“ im Neuen Testament und kommt mit seinen Auslegungen immer wieder zu fragwürdigen Ergebnissen, die laut Back Cover „aus der Jesus Freaks Szene“ selbst kommen. Ein Beispiel: Zwar stünde in Epheser 5, dass sich Frauen ihren Männern unterordnen sollen, aber das müssten sie grundsätzlich gar nicht tun, „denn wer sich in welchem Bereich wem unterordnet, wird von der Bibel nicht geregelt“ (S. 111). Die erwähnte Bibelstelle reicht Storch ohnehin nicht aus, denn: „Es ist eine grobe Verzerrung des Wortes Gottes, dass die Frau sich dem Manne unterzuordnen hat ohne zu erwähnen, dass er sich auch ihr unterordnen soll, wo es nötig ist.“ (S. 110). Außerdem ist Unterordnung „sehr stark von den kulturellen und sozialen Faktoren der jeweiligen Zeit abhängig.“ (S. 111).
Diese Vorgehensweise durchzieht das ganze Buch: Die erwähnten Bibelstellen seien nicht so gemeint, wie sie geschrieben sind und der Zeitgeist spricht ohnehin eine andere Sprache.
Schließlich kommt Storch zu folgender Schlussfolgerung: „Das Ideal des Neuen Testaments ist also gegenseitige Unterordnung in einem Team, ein Leib, in dem jeder Teil seinen von Gott bestimmten Platz einnimmt und nicht eine einseitige Herrschaft der Männer.“ (S. 113).
Das gleiche Plädoyer für Frauen im Leitungs- und Lehrdienst erhebt Tim Sukowski, dessen Buch für die bisher bei diesem Thema konservativ gebliebenen 27.000 Pfingstler in 460 Gemeinden in Deutschland Maßstäbe setzen und auch die Pastoraltheologie des „Theologischen Seminars Beröa“ verändern wird. Bereits im Vorwort wird die Richtung eindeutig: Dort beklagt BFP-Pastor Uwe Schäfer, dass bei der konservativen und bibeltreuen Sicht „... Bibelverse zu einer Theologie zusammengefügt werden, die man bestenfalls als Irrtum bezeichnen kann.“ (S. 7) und spricht von „Opfern einer falschen Theologie“ (S. 7).
Sukowski zitiert und untersucht alle maßgeblichen Bibelstellen zu dem Thema. Zu Beginn fragt er, ob die „’konservative’ Auslegung ... nicht vielleicht selbst die Folge einer dem Zeitgeist verhafteten und tendenziösen Vorprägung bei der Herangehensweise an die Bibel“ (S. 10) ist und bezeichnet sie an anderer Stelle als „unseriös“ (S. 92). Er meint: „Da ist mancher Ausleger wohl mit einer vorgefassten Meinung ans Werk gegangen. Um diese bestätigt zu finden, wurde dann am Bibeltext ‚herumgebogen’.“ (S. 84).
Der Autor geht aber selbst nicht unvoreingenommen an die biblischen Texte. Man hat immer wieder den Eindruck, dass die Auslegungsvariante der Pfingstler im Vorhinein feststeht.
1. Beim Thema Schöpfungsordnung meint er, dass der dreieinige Gott das Ebenbild „des zweieinigen Menschen“ (S. 20) ist und geht von der unbiblischen Annahme aus: „Alle drei Personen der Gottheit haben das Ziel, den anderen zu verherrlichen.“ (S. 18). Man könne sogar „fast von der Bereitschaft zur gegenseitigen Unterordnung sprechen“ (S. 19). Wenn dem so sei, wären hier Bibelstellen, wo zum Beispiel der Heilige Geist vom Vater oder vom Sohn verherrlicht wird, erforderlich. Das biblische Zeugnis steht dem jedoch entgegen (Joh. 16, 14) und spricht außerdem davon, dass der Vater größer ist als der Sohn (Joh. 14, 28; 1. Kor. 11, 3).
Sukowskis Betonung, dass Mann und Frau unterschiedlich, jedoch mit gleichem Wert geschaffen wurde, bestreitet niemand. Dass sie deswegen aber auch die gleichen Aufgaben und Rollen ĂĽbernehmen sollen, ist biblisch nicht haltbar.
2. Bei der Frau als „Gehilfin“ spricht er aufgrund der hebräischen Übersetzung „ezer“ von einem „Verbündeten, der stärker, mächtiger, fähiger oder intelligenter ist als man selbst“ (S. 21) und dass „Gott vielmehr eine starke Partnerin schuf, die vieles besser beherrscht ...“ (S. 22). Zu dieser verzerrten Annahme kommt schließlich die biblisch ins Gegenteil ausufernde Aussage: „Würde ezer (Verbündete) nicht durch kennegedo (entsprechendes Gegenstück) ergänzt, so könnte man heute in die Versuchung kommen, zu diskutieren, ob auch Männer in Gemeinden leiten und lehren dürfen oder ob dies nur Frauen vorbehalten sei.“ (S. 22). Es ist schwer vorstellbar, dass der unvoreingenommene Bibelleser in diese Versuchung gerät.
3. Gottes Aussage nach dem Sündenfall, dass der Mann über die Frau herrschen werde (1. Mose 3, 16), gehört erstens zu „Notordnungen“ (S. 23), zweitens geht das „am Herzen Gottes vorbei“ (S. 25) und drittens ist es etwas, „von dem Jesus uns freigekauft hat“ (S. 26) bzw. es „verliert in Christus seine Gültigkeit“ (S. 42), behauptet der Autor. Arbeits- und Geburtsschmerzen als die beiden anderen Folgen des Sündenfalls könne man ja lindern, warum nicht dann auch die Herrschaft des Mannes? Jesu Wiederherstellung der Schöpfungsordnung „umfasst auch den Wert und die Rolle von Frauen“ (S. 35), heißt es.

4. „Es sind Frauen, denen Gott die Erstverkündigung des Evangeliums von der Auferstehung Jesu anvertraut!“ Bei dieser Aussage auf Seite 37 von 129 Seiten ahnt man bereits, worauf der Autor hinzielt: Bibelkritik - alles sei nur kulturell und zeitbedingt zu verstehen, Paulus hat das nicht so gemeint - alles mit dem vorgefertigten Ziel: Frauen dürfen durchaus lehren und leiten. Ist das so? Es wäre überraschend, wenn nicht!
5. Wenn der Herr Jesus wirklich „Frauen wie selbstverständlich integrierte“ (S. 38) und „ihnen den Weg in die Nachfolge und den Dienst gleichrangig neben den Männern öffnete“ (S. 39), warum zählt dann keine einzige zum Jünger- oder Apostelkreis oder wurde zur Ältestin berufen? Scheinbar teilt Sukowski hier das Anliegen der sog. „Bibel in gerechter Sprache“. Die Apostelgeschichte heißt dort: „Über die Zeit der Apostelinnen und Apostel“.
6. Aus Gal. 3, 28: „Ihr alle seid einer in Christus Jesus.“, wo die Unterschiede zwischen Jude und Grieche, Sklave und Freier, Mann und Frau aufgehoben sind, zieht der Autor den Schluss, dass „ihr Stand in Christus in keiner Weise untergeordnet“ ist (S. 42), dass das Herrschen des Mannes über die Frau „in Christus seine Gültigkeit verliert“ (S. 42), um schließlich zu folgern: „Die Bibel begrenzt den Dienst der Frau nicht!“ (S. 126).
7. Die Stelle aus Gal. 3, 28 avanciert in dem Buch zur Lieblingsstelle des Autors, die mehrfach zitiert wird und dazu führt, dass Gleichwertigkeit und Gleichrangigkeit immer wieder verwechselt werden. Auch führt diese Stelle den Autor dazu, anstatt das Thema Unterordnung zu behandeln, Extrempositionen als rhetorische Mittel einzusetzen: „Die Abwertung eines Menschen durch einen anderen, wie sie in der Sklaverei geschieht, kann unmöglich dem Willen Gottes entsprechen.“ (S. 41).
8. Da es unmöglich ist, das Thema Unterordnung ganz wegzudiskutieren, stellt der Autor heraus, dass es bei der neutestamentlichen Hausordnung und der Ordnung der Gemeinde mit ihren Diensten „immer wieder zu Vermischungen“ käme (S. 43), was „fast zwangsläufig zu falschen Schlüssen“ (S. 43) führe, um somit die Gleichrangigkeit im Gemeindedienst zu retten.
9. Der Autor zieht mehrfach Schlussfolgerungen, die sich so nicht im Wort Gottes finden:
Eph. 5, 21 spricht davon, dass alle sich in der Furcht Christi unterordnen und die Frauen sich ihren Männern unterordnen sollen. In ihrer Stellung vor Gott sind damit alle Christen gleich, was durch Gal. 3, 28 mehrfach wiederholt wird. Der Autor macht daraus jedoch eine „gegenseitige Unterordnung innerhalb der Ehe“ (S. 46) und wird zum Egalitarier (Gleichmacher), der die männliche Leiterschaft verwässert oder gar aufhebt.
10. „Paulus lobt die Korinther ausdrücklich, dass sie auch auf diese Weise an seinen Überlieferungen festhalten, nämlich Frauen die Möglichkeit zur Entfaltung ihres Dienstes zu geben.“ (S. 51). Diese Aussage entbehrt sowohl in dem konkreten Text, als auch im gesamtbiblischen Zeugnis jeder Grundlage und kann daher nur dem Wunschdenken des Autors entstammen.
11. Bei dem zitierten Text zur Kopfbedeckung (1. Kor. 11, 2-16) spricht der Autor lediglich an, was „im jüdischen Kontext üblich war“ (S. 48), ohne jedoch die zeitlose Bedeutung aufgrund der Schöpfungsordnung zu erwähnen. Nach 1. Kor. 1, 2 richtet sich der Brief nämlich an „alle, die an jedem Ort den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen“ und damit also nicht nur an die damaligen Gläubigen in Korinth.
12. „Was nicht sein darf, das nicht sein kann!“ - Das Lehrverbot für Frauen in 1. Tim. 2, 12 sei nur „die einzige Textstelle (S. 57). „Eine weit reichende Lehre auf einer einzigen Bibelstelle aufzubauen, ist unseriös.“ (S. 57). Dies bleibt in der Tat die einzige Stelle, da der Autor alle anderen uminterpretiert und anders auslegt. Aber selbst diese eine Stelle wird dadurch relativiert, dass es hier nur um „eine konkrete Frau“ (S. 80) „ohne namentliche Bloßstellung“ (S. 81) geht und eher nicht um „alle Frauen zu allen Zeiten“ (S. 81).
Wegen des Wechsels in den Singular in 1. Tim. 2, 12: „Ich erlaube aber einer Frau nicht, zu lehren.“ sei nur eine bestimmte Frau gemeint (S. 79). Mit dieser Konstruktion gelingt es Sukowski, sämtliche Bibelstellen über das Lehr- und Leitungsverbot der Frauen zu eliminieren. „Ein universelles Lehrverbot für Frauen ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht von Paulus beabsichtigt gewesen.“ (S. 92).
13. „Frauen den Befehl zum Lernen genau in dem Augenblick zu geben, in denen man ihnen das Lehren verbietet, ergibt absolut keinen Sinn.“ (S. 82). Dieses Prinzip von Ermutigung und Verbot bzw. Lob und Tadel findet sich jedoch auch in fünf der sieben Sendschreiben und ergibt als göttliches Prinzip sehr wohl einen Sinn.
14. Die Umkehrschlüsse, die der Autor zieht, um seine Lehre für weibliche Älteste zu begründen, sind aufgrund vieler eigener Überlegungen weit hergeholt und nicht schlüssig: „Die Verwendung des Ausdrucks ‚Mann einer Frau’ auch in Bezug auf Diakone ist ein starkes Indiz dafür, dass sich auch der Katalog über Älteste nicht exklusiv an Männer richtet, sondern in gleicher Weise an Frauen.“ (S. 106).
15. Wie zu erwarten war, schließt sich Sukowski der Hypothese an, dass der unter bzw. von den Aposteln angesehene Junias (Röm. 16, 7) eine Frau und damit selbst eine Apostelin sei.
16. Trotz des Zitierens eindeutiger Stellen des Schweige- und Lehrverbots behauptet der Autor: „Die Bibel kennt weder eine Grenze des Dienstes von Frauen im Bereich der Lehre noch hinsichtlich der Leitungsdienste als Älteste oder Diakonin.“ (S. 128) und: „Ihm gefällt es, wenn Männer und Frauen in Einheit dienen.“ (S. 126).
Allein schon solche Erwähnungen wie „egal ob Mann oder Frau“ (S. 127), geben zu erkennen, dass der Autor die biblische Schöpfungsordnung nicht verstanden hat. Diese sollen Frauen ermutigen, „das volle Potenzial auszuschöpfen“ (S. 129).
17. Das Buch schließt mit dem Wunsch: „Möge ... in allem sein Wille geschehen. Amen!“ (S. 129). Wäre dessen Erfüllung nicht einfacher, wenn Männer und Frauen sich schlicht an die zeitlosen Vorgaben des Wortes Gottes halten und Gottes Schöpfungsordnung akzeptieren würden? Zumindest wäre es ein Schritt in die richtige, von Gottes Wort vorgegebene Richtung, anstatt in eine neue Auslegungsvariante, Emanzipation und Bibelkritik.

___________________________________
Alle Rechte vorbehalten.
Abdruck, Veröffentlichung jeglicher
Art, auch auszugsweise, nur mit aus-
drĂĽcklicher Genehmigung des Autors.
Thorsten Brenscheidt
Gräfin-Imma-Str. 11
D-44797 Bochum
info@brenscheidt.eu


Neue Webseite ĂĽber Familienandachten 

Seit ein paar Tagen steht die Internetseite www.Familienandacht.de zur Verfügung, betrieben vom Herausgeber des Blogs www.apologet.de. Mit dieser Seite möchte der Betreiber das Anliegen täglicher Andachten in den Familien fördern und Ressourcen dazu empfehlen und vermitteln. Ähnliche Seiten existieren im englischsprachigen Raum schon länger, auch ist dort die Tradition regelmäßiger Andachten in den Familien wohl fester verankert.
Da im deutschsprachigen Raum nur wenig bibeltreues Material existiert, möchte diese Internetseite dem Bedarf nach mehr geistlicher Unterstützung für Familien begegnen.
Möge in den Familien wieder vermehrt die Bibel gelesen werden! Warum nicht täglich zu den Mahlzeiten einfach fortlaufend in der Schrift lesen? Denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein, und Kinder wachsen nicht durch materielle Speise allein – sondern das Wort Gottes ist die unverzichtbare geistliche Nahrung. Solche kurzen täglichen Zeiten von einigen Minuten können ergänzt werden von einer etwas ausgedehnteren Andacht pro Woche mit gemeinsamen Beten, Austauschen und Singen. Auch der Betanien Verlag möchte in Zukunft hierzu noch mehr Ressourcen anbieten – derzeit ist das aber noch ein Gebetsanliegen und langfristiges Projekt. Bereits herausgeben haben wir das Buch Der verlorene Schatz der Familienandacht.
Quelle: Betanien-Nachrichten


Ă„gypten: StĂĽrmung einer koptischen Kirche durch die Polizei fordert fĂĽnf Todesopfer und zahlreiche Verletzte

(js) Wie der Internet-Blog „Kopten ohne Grenzen“ und die katholische Organisation „asianews“ berichten, hat die ägyptische Polizei am frühen Morgen des 24.11.2010 in der Stadt Talibya bei Gizeh mehrere einheimische Christen getötet und zahlreiche zum Teil schwer verletzt. Diese hatten begonnen, eine Kirche zu bauen. Nachdem der Rohbau fast fertiggestellt war, umstellte die Polizei das Baugrundstück und stürmte es nach einer Weile. Dabei setzte sie zuerst Tränengas ein, um die Kopten vom Gelände zu vertreiben; als diese jedoch nicht wichen, feuerte die Polizei mit Gummigeschossen und scharfer Munition auf sie. Außerdem schlugen Polizisten mit Schlagstöcken auf die Anwesenden ein. Dabei wurden nach bisherigen Informationen fünf Christen getötet und Dutzende zum Teil schwerst verletzt.
Neben der Polizei beteiligten sich auch Besucher einer benachbarten Moschee an den Gewalttaten; laut Pressemeldungen betrug die Zahl der Angreifer, die Knüppeln und Eisenstangen bewaffnet waren, mehrere hundert Personen. Die Behandlung der Verletzten in zwei nahegelegenen Krankenhäusern wurde nach Angaben von Angehörigen teilweise bis zum späten Abend verzögert; die Kliniken wurden von Sicherheitskräften abgeriegelt. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge könnte die Zahl der Todesopfer noch steigen.
Die westliche Presse schweigt zu diesen Ereignissen bislang weitgehend, während im arabischen Raum ausführlich darüber berichtet wird – wenn auch einseitig: nach ägyptischen Medienberichten hätten die Kopten die Polizei zuerst angegriffen. Spiegel Online übernahm in einem Artikel vom 24.11. diese Darstellung und sprach von Krawallen hunderter Christen, die randaliert und sich „schwere Auseinandersetzungen mit der Polizei“ geliefert hätten. Ein dort abgebildetes dpa-Foto zeigt einen jungen Mann, der mit einer Stange auf die Windschutzscheibe eines Polizeiautos einschlägt; im Hintergrund sieht man Steine werfende Männer. Die Bildunterschrift lautet: „Ausschreitungen in Kairo: Christen lieferten sich heftige Kämpfe mit der Polizei“. Solche Aussagen wiesen Vertreter koptischer Menschenrechtsorganisationen jedoch als Verleumdung zurück. Vielmehr hätten die einheimischen Christen keinerlei Gewalt angewendet.
Drei Tage später rudert Spiegel Online zurück. Nun heißt es dort in einem neuen Artikel unter der Überschrift „Muslimische Extremisten attackieren Kirche in Kairo“: „Hunderte muslimische Jugendliche schlugen in Kairo auf Christen ein, die eine Kircheneinweihung feierten.“ Demnach habe der Imam einer benachbarten Moschee „Jugendliche“ zum „Heiligen Krieg“ gegen die Kopten aufgehetzt. Allerdings trugen nach Augenzeugenberichten zahlreiche dieser „Jugendlichen“ Polizeiuniformen. Ein Foto bei „Kopten ohne Grenzen“ zeigt ägyptische Polizisten, die Steine werfen.
Hintergrund: Die Errichtung von Kirchen ist in Ägypten offiziell erlaubt, aber die Regierung erteilt dafür seit 20 Jahren praktisch keine Baugenehmigungen mehr. Laut Michael Mounir, dem Vorsitzenden der koptischen Menschenrechtsorganisation in Amerika, dürften die Kopten in Ägypten zwar „Gebäude für soziale Dienste“ errichten; sobald sie aber darin Messen abhielten oder beteten, würden sie verhaftet, da die Regierung ihnen dies nur in Kirchengebäuden erlaube. Nach ersten Meldungen sei auch dieser Kirchenbau ohne Genehmigung erfolgt, was aber ein Sprecher der dortigen koptischen Kirche als unwahr zurückwies.
Seit einiger Zeit verschärft sich die Lage für die einheimischen Christen Ägyptens. Immer wieder kommt es zu Übergriffen durch Moslems, was die westliche Presse – sofern sie überhaupt davon berichtet – oft als Unruhen zwischen Christen und Moslems darstellt, obwohl die Gewalt meist einseitig von islamischer Seite ausgeht. Im Spiegel Online-Artikel vom 27.11. heißt es: „Regierungsnahe Medien versuchten, den Vorfall zu verschweigen.“ Man fragt sich, ob etwa auch fast die gesamte deutsche Presse aus „regierungsnahen Medien“ besteht?
Die koptische Kirche steht in Lehre und Ritus den Kirchen des Ostens nahe; ihr gehören etwa 10 Prozent der Ägypter an. Auch wenn wir als biblisch-reformatorische Christen in zentralen Fragen nicht einer Meinung mit ihr sind, so muss man doch das Unrecht beim Namen nennen, das den Kopten allein um ihres Glaubens willen angetan wird.
Quelle: Betanien-Nachrichten
Quellen der Sachinformationen:
http://www.asianews.it (englischsprachig)
http://koptisch.wordpress.com/ sowie spiegel.de


Pakistan: Schicksal von Asia Bibi weiter ungewiss

(js) Das Schicksal von Asia Bibi, die zur christlichen Minderheit in Pakistan gehört, ist weiter ungewiss. Die fünfundvierzigjährige Mutter von fünf Kindern (nach anderen Quellen ist sie 37 oder 38 Jahre alt) aus einem Dorf in der Nähe von Lahore im pakistanischen Punjab war am 08.11.2010 wegen angeblicher „Beleidigung des Propheten“ (Mohammed) zum Tode durch den Strang verurteilt worden. Momentan ist ein Berufungsverfahren anhängig, das Appellationsgericht hat aber bislang noch keinen Termin festgelegt.
Der Anlass für dieses Gerichtsverfahren liegt bereits eineinhalb Jahre zurück. Frau Bibi, die als Tagelöhnerin in der Landwirtschaft tätig ist, sollte im Juni 2009 moslemischen Arbeiterinnen Trinkwasser bringen. Diese weigerten sich jedoch, das Wasser anzunehmen, da das Gefäß „verunreinigt“ sei, weil eine Christin es berührt hatte. Anschließend bedrängten sie Frau Bibi, zum Islam zu konvertieren. Diese aber blieb standhaft und verteidigte ihren Glauben. Wenige Tage später verschleppte man sie in die Moschee und legte ihr dieses Bekenntnis als „Beleidigung des Propheten“ aus. Nachdem der Dorfrat beschloss, Frau Bibi öffentlich zu demütigen und zu bestrafen, riefen die örtlichen Christen die Polizei zu Hilfe. Diese nahm Frau Bibi nach einer Anzeige durch den Imam in „Schutzhaft“. Die IGFM und idea ernannten Asia Bibi im Oktober 2009 zur „Gefangenen des Monats“.
Ihre derzeitige Situation ist völlig unklar. Am 23.11. meldete idea, Frau Bibi werde möglicherweise begnadigt; am 25.11. hieß es, sie sei freigelassen worden und untergetaucht. Radikale Moslems haben für den Fall, dass Frau Bibi begnadigt werden sollte, mit Ausschreitungen gedroht.
Quelle: Betanien-Nachrichten
Quellen der Sachinformationen: Online-Publikationen von idea; Spiegel; The Telegraph; Die Welt
 

[Home] [Ăśber uns/ Impressum] [Wie werde ich Christ] [Biblisches] [Links/Software] [Buch Tipp] [Hauskr./Gemeinden] [Aufklärung] [Infos + Meldungen]