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Sonnenuntergang1

 

Hier ein paar AuszĂŒge der Themen einiger Monatszeitschriften von 2016.  

Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
bedĂŒrfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages:
TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,

Das gefĂ€hrliche Ja-und-Nein-Prinzip 

   Im 2. Korinther-Brief verurteilt der Apostel Paulus im 1. Kapitel ein Prinzip, das derzeit ĂŒberall zu finden ist – auch bei zahlreichen Kirchen und kirchlichen Vertretern. Paulus schreibt: „Doch Gott ist treu, sodass unser Wort an euch nicht Ja und Nein gewesen ist! Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der durch uns unter euch verkĂŒndet worden ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, der war nicht Ja und Nein zugleich, sondern in ihm ist das Ja geschehen.“
   Das Ja-und-Nein-Prinzip ist in unserer postmodernen und pluralistischen Gesellschaft zum Denkmodell Nr. 1 geworden. Es gibt keine Wahrheit mehr auf der Basis eines klaren Jas oder Neins, kein Richtig oder Falsch, sondern es gibt Wahrheiten nach dem Muster, dass ein Ja in einer Sache dieselbe Wertigkeit bekommen kann wie ein Nein dazu in einer anderen Betrachtungsweise. Doch nicht erst seit heute existiert dieses Modell des Jas und Neins zugleich. Die katholische Kirche arbeitet seit Jahrhunderten nach diesem Prinzip.
   So sagt „Rom“ beispielsweise „ja“ zum Erlösungswerk Jesu Christi, aber wiederum „nein“ zum biblischen Weg, wie ein Mensch daran teilhaben kann. Dieses Ja-und-Nein-Prinzip durchzieht den gesamten Katholizismus. Die Bibel ist nach katholischer Lehre Wort Gottes (zumindest in großen Teilen), also ein Ja, aber wiederum auch ein Nein, da die kirchliche Überlieferung (Tradition) dieselbe AutoritĂ€t habe wie die Heilige Schrift.
   Aber auch im evangelischen und evangelikalen Bereich gehört das Ja-und-Nein-Prinzip zur Praxis. Ein aktuelles Beispiel lieferte kurz vor Weihnachten der Vorsitzende der Deutschen Ev. Allianz (DEA), Dr. Michael Diener. In einem GesprĂ€ch mit der Zeitung Die Welt sagte Diener: „Ich vermag aus der Heiligen Schrift nicht herauszulesen, dass es einen Auftrag an die Kirche zur Segnung homosexueller Beziehungen und deren Gleichstellung mit der Ehe von Mann und Frau gĂ€be.“ Aus Sicht Dieners eigentlich ein „Nein“ zur Segnung von Homosexuellen. Aber im gleichen Atemzug formuliert der DEAChef: „Als Pfarrer habe ich gelernt, anzuerkennen, dass Menschen bei dieser Frage die Bibel anders lesen. Diese BrĂŒder und Schwestern sind mir genauso wichtig wie diejenigen, die meine Meinung teilen. Das gilt auch fĂŒr Pfarrerinnen und Pfarrer, die ihre HomosexualitĂ€t geistlich fĂŒr sich geklĂ€rt haben und sich von Gott nicht zur Aufgabe dieser PrĂ€gung aufgefordert sehen.“ Also doch ein „Ja“ nicht nur zur Segnung von Homosexuellen, sondern sogar zur ausgelebten HomosexualitĂ€t? Diener unterstellt mit seinen Aussagen, Gott selbst, der Schöpfer, könne in seine Heilige Schrift ein Ja-und-Nein-Prinzip hineingelegt haben, das sich je nach persönlicher Erkenntnis auflöst. Paulus verwirft ein solches Denken klar und gibt ihm durch den Verweis auf Christus sogar höchste göttliche AutoritĂ€t.
   Diener unterstreicht sein Ja-und-Nein-Denken in Bezug auf seine Aussagen zur ausgelebten HomosexualitĂ€t im „Welt“-GesprĂ€ch auch noch mit dem Ausspruch: „Da bin ich aus tiefster Überzeugung plural.“ Der Pluralismus ist eine philosophische Anschauung, nach der die Wirklichkeit aus vielen selbststĂ€ndigen Prinzipien besteht, denen kein gemeinsames Grundprinzip zugrunde liegt. Ein solches Denken ist der Bibel völlig fremd und fĂŒr einen wirklichen Christen in Bezug auf geistliche Aussagen absolut inakzeptabel.
   Wer nach dem Ja-und-Nein-Prinzip plural denkt, sucht natĂŒrlich auch nach ErklĂ€rungen, ob nicht das, was Gott klar als SĂŒnde verurteilt hat, vielleicht doch keine so schlimme SĂŒnde ist. Laut „Welt“ habe Diener im GesprĂ€ch gesagt, dass man die Bibel genau lesen mĂŒsse. Dann stelle man fest, dass es dort „keine einzige Stelle gibt, wo sexualethische Verfehlungen allein gebrandmarkt werden.“  Vielmehr gehe es da immer auch um anderes, um Heuchelei, schlechte Nachrede oder Lieblosigkeit, gibt die „Welt“ Dieners theologische Auslegung zur ausgelebten HomosexualitĂ€t wieder. In der Bibel findet sich eine solche „EntschĂ€rfung“ der GrĂ€uelsĂŒnde der praktizierten HomosexualitĂ€t aber nicht – ganz im Gegenteil.
   Laut „Welt“ wolle der Pietisten-Vertreter Diener „bei der Schwulen-Ehe 
 den Grabenkrieg mit der EKD beenden.“ Das wird aber wohl nur gelingen, wenn man das unbiblische Ja-und-Nein-Prinzip voll verinnerlicht hat und danach konsequent vorgeht. Man fragt sich, ob Diener sich ĂŒberhaupt bewusst ist, welche Schuld er als evangelikale FĂŒhrungsperson auf sich lĂ€dt, indem er Gottes Wort dermaßen im Schatten des Pluralismus und eines Ja-Nein-Prinzips herunterwirtschaftet. Immer mehr Evangelikale fragen sich: Wer stoppt endlich den „geistlichen Geisterfahrer“ Diener und bringt ihn wieder auf eine klare an der Bibel orientierte evangelikale Spur?

         TOPIC  Nr. 01/2016



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Massive und heftige Proteste: Michael Diener soll den Hut nehmen 

   Damit hat der Vorsitzende der Deutschen Ev. Allianz (DEA) und PrĂ€ses des Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, Dr. Michael Diener, wohl nicht gerechnet. Nach seinem Interview in der Zeitung Die Welt hagelte es Proteste aus dem gesamten evangelikalen Lager. Bei der Redaktion des evangelikalen Blattes Idea Spektrum gingen so viele Offene Briefe und Leserbriefe – voll mit beißender Kritik – ein, dass die Wetzlarer eine Sondernummer damit hĂ€tten fĂŒllen können.
   Der wohl prominenteste Protest kam in Form eines Offenen Briefes von Pfarrer Ulrich Parzany. Er schrieb an seinen Amtsbruder Diener u. a.: „Was soll die Berufung auf die Heilige Schrift, wenn Du sie der Beliebigkeit subjektiver Sichten auslieferst 
 Ich habe Dir nicht zu Deiner Wahl in den Rat der EKD gratuliert, weil ich befĂŒrchtete, dass Du dort allzu sehr vereinnahmt wirst. Aber dass Du so schnell nach der Wahl öffentlich die eigenen Leute wegen angeblicher Abschottung kritisierst 
 und die EKD lobst, ĂŒberrascht mich doch.“ Diener hatte sich in dem „Welt“-Interview nicht nur zum Thema „HomosexualitĂ€t“ geĂ€ußert, sondern Pietisten als „selbstgerecht“ und „wie hinter einer unsichtbaren Mauer“ lebend, gebrandmarkt.
   Bis zum Ende des Reaktionsschlusses von TOPIC lagen zu Diener mehrere kritische Stellungnahmen von VerbĂ€nden und Vereinigungen vor. Der Vorsitzende der Konferenz Bekennender Gemeinschaften (KBG), zu der 17 Bekennende Gemeinschaften gehören, Pfarrer Ulrich RĂŒĂŸ, kritisierte Diener, weil er „oberlehrerhaft“ die Christen verurteile, „die sich gegen die in der Kirche geduldeten Irrlehren, den AutoritĂ€tsverlust der Bibel und die Infragestellung und Relativierung elementarer Glaubensinhalte stellen“.
   Das Netzwerk bekennender Christen (NbC) in der Pfalz schreibt in einer Stellungnahme: „Welche Karikatur frommer Christen liefert hier Michael Diener der Öffentlichkeit 
 Im Grund hat Dr. Michael Diener mit den von ihm wiedergegebenen Aussagen seine Aufgabe als PrĂ€ses des Gnadauer Verbandes (vereint große Teile des innerkirchlichen Pietismus) und Vorsitzender der Deutschen Ev. Allianz verfehlt.“ Der Nordelbische Arbeitskreis fĂŒr biblische Orientierung e. V. um seinen
1. Vorsitzenden Alexander Schick (Sylt) legte in seinem Protestbrief an den Hauptvorstand von „Gnadau“ noch eins drauf: „Sowohl der Hauptvorstand der Allianz als auch von Gnadau sollten, wenn Herr Diener nicht von selber geht, ihn abwĂ€hlen, damit wir wieder ein klares Bekenntnis zur Schrift und zu unserem Herrn Jesus haben.“
   Auch der Bibelbund, der Ev. Gemeinschaftsverband Siegerland-Wittgenstein sowie der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Evangelistenkonferenz, Hartmut Jaeger, und weitere evangelikale Persönlichkeiten und Vereinigungen stellten sich hinter den kritischen Brief von Parzany. Wie TOPIC aus internen Kreisen der DEA erfahren hat, sind einige Allianzler schon seit lĂ€ngerer Zeit mit dem Kurs von Diener unzufrieden. Dass nach Dieners Interview mit der „Welt“ wirklich „Feuer unter dem Dach“ der DEA war, zeigt eine rasch einberufene Krisensitzung des GeschĂ€ftsfĂŒhrenden Vorstandes der DEA. In einer ErklĂ€rung vom 23.12.2015 machte er deutlich, dass Diener in dem Interview „persönliche Auffassungen vertreten“ habe. Die DEA stehe zu der 2009 festgelegten Position, dass „praktizierte HomosexualitĂ€t ... grundsĂ€tzlich als unvereinbar mit der fĂŒr den christlichen Glauben maßgebenden biblischen Ethik anzusehen ist“.
   Ulrich Parzany sieht angesichts der Entwicklungen in der DEA jetzt wohl den Zeitpunkt gekommen, die „Reißleine“ im freien Fall der evangelikalen Theologie in Deutschland zu ziehen. Er will jetzt zĂŒgig ein „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“ grĂŒnden, um die noch bibeltreuen Vereinigungen in Deutschland nĂ€her zusammenrĂŒcken zu lassen. Dieses Netzwerk könne als Instrument die biblische Orientierung der Christen fördern, so hofft er.

           TOPIC  Nr. 01/2016



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Wie die Eliten die Völker manipulieren 

   In der letzten Ausgabe (12/2015) berichteten wir von einem Vortrag des Kieler Psychologie- Professors Dr. Rainer Mausfeld, in dem er zunĂ€chst ausfĂŒhrte, dass die globale Elite allzu umfangreichen demokratischen Strukturen misstraue und sie deshalb durch die Einrichtung von parallelen Herrschaftsstrukturen unter Kontrolle zu halten versuche. Außerdem halte sie sich an einen Grundsatz, den der einflussreiche Harvard-Politikwissenschaftler und US-Regierungsberater Samuel P. Huntington in einem Bericht an die Trilaterale Kommission so formulierte: „Die effektive DurchfĂŒhrung eines demokratischen politischen Systems erfordert gewöhnlich ein gewisses Maß an Apathie und Nichteinmischung aufseiten gewisser Individuen und Gruppen.“ Die von der globalen Elite gewĂŒnschte Zuschauerdemokratie lasse sich also nur erreichen, „wenn die Bevölkerung weitgehend entpolitisiert ist und von politischer Lethargie und moralischer Apathie befallen ist“. Dies wiederum sei nur möglich, wenn gewisse Techniken verfĂŒgbar seien, und zwar Techniken der Apathie-Induktion, des Meinungs-Managements und des Empörungs-Managements.
    â€žApathie-Induktion“ bedeutet, dass die Menschen mit anderen Dingen so beschĂ€ftigt werden, dass ihnen die politischen, gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen VerhĂ€ltnisse gleichgĂŒltig sind. Die Konsum-, Spiel- und Spaßgesellschaft bietet dazu vielfĂ€ltigste Ansatzpunkte: Wer stĂ€ndig damit beschĂ€ftigt ist, was er sich als NĂ€chstes kaufen möchte oder wo heute Abend der grĂ¶ĂŸte Spaß wartet, der kommt nicht auf „dumme Gedanken“. Auch wer Angst hat, etwa um seinen Arbeitsplatz oder vor Krieg, reagiert so. Betrachtet man unter diesem Gesichtspunkt die FlĂŒchtlingskrise, dann haben neueste Umfragen sozusagen Vollzug gemeldet: Die deutsche Bevölkerung sieht seit langer Zeit wieder mehrheitlich Ă€ngstlich in die Zukunft (s. nĂ€chster Artikel). Mit TTIP, Datenschutz und anderen zentralen politischen Zukunftsfragen mag sie sich jetzt gar nicht mehr beschĂ€ftigen.
   „Meinungs-Management“ bedeutet, dass der Rahmen dessen abgesteckt wird, was als Meinung erlaubt ist und was nicht. Man nennt diese Technik „Framing“. Es funktioniert weitgehend unbewusst, indem die Grenzen des Erlaubten, etwa zum Thema „FlĂŒchtlinge“, aufgezeigt werden. Das klappt meistens ganz gut: Wie man herausgefunden hat, neigen Menschen, die in Bezug auf das jeweilige Thema unerfahren sind, dazu, sich ihre Meinung in der Mitte des erlaubten Denkrahmens zu bilden. Unangenehmer ergeht es allerdings Menschen, die das Framing nicht akzeptieren. Die politisch Interessierten unter unseren Lesern werden dafĂŒr eine Menge Beispiele finden, etwa in der Diskussion um Gender Mainstreaming, HomosexualitĂ€t, Hausfrauen, „faule Griechen“ oder das „böse Russland“: Sobald man den erlaubten Rahmen verlĂ€sst, gibt es heftigste Reaktionen, die bis zur Vernichtung der beruflichen Existenz reichen können (s. „Fall Berger“ im Artikel auf Seite 6 „Muslime versetzen Homo-Szene ...“). „Empörungsmanagement“ bedeutet, dass das moralische Empörungspotenzial der Menschen gesteuert und genutzt wird, dass ihnen also beigebracht wird, ĂŒber was oder wen sie sich aufregen sollen und ĂŒber was oder wen nicht. Diese Technik ist schon von der sogenannten Creel Commission im Ersten Weltkrieg angewandt worden. Sie lancierte, deutsche „Hunnen“ wĂŒrden belgischen SĂ€uglingen „die Arme abhacken“. Ein neueres Beispiel ist die LĂŒge, Saddam Husseins
Soldaten hĂ€tten in Kuwait Babys aus den BrutkĂ€sten gerissen. Besonders gut klappt dieses Meinungs-Management, wenn man das Ziel personalisiert und etwa immer wieder den „bösen Putin“ darstellt.
   Dies alles funktioniert nicht von selbst. Wie wird das gemacht? Mausfeld weist auf die Rolle der nach dem Ersten Weltkrieg entstandenen Propaganda-Industrie hin. Wegen der Diskreditierung des Begriffs „Propaganda“ durch die Nazis heißt dieser GeschĂ€ftszweig seither „Public Relations-Industrie“. Er arbeitet ĂŒblicherweise hinter den Kulissen, und zwar auch zu politischen Zwecken. Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, ĂŒber die wir mehrfach berichteten, ist beispielsweise von der PR-Agentur Scholz & Friends erdacht worden.
   HauptsĂ€chlich aber, so Mausfeld, werden die Manipulationstechniken ĂŒber die Medien transportiert, und zwar in Bild und Wort. Als Beispiele fĂŒr Bilder nennt er zum einen ein Foto, auf dem der damalige US-Außenminister Colin Powell vor dem UNO-Sicherheitsrat ein gefĂŒlltes Glasröhrchen zum Beweis fĂŒr Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen prĂ€sentierte, was schlicht gelogen war, aber Angst erzeugte und die USBevölkerung ein weiteres Mal kriegsbereit machte. Ein jĂŒngeres Beispiel ist ein Foto vom Gipfel der G7-Staaten im letzten Juni in Garmisch, auf dem Obama lĂ€ssig auf einer Bank sitzt und Bundeskanzlerin Merkel ihm mit ausgebreiteten Armen etwas zu erklĂ€ren scheint. Botschaft: Wir beide haben alles im Griff, ihr da draußen könnt euch anderen Dingen zuwenden und uns machen lassen.
   Im Wesentlichen aber werden diese Techniken ĂŒber Sprache angewandt. Da geht es zunĂ€chst um die Wahl der richtigen Begriffe: Nenne ich diese bewaffnete Gruppe nun „AufstĂ€ndische“ oder „FreiheitskĂ€mpfer“? Das komme, erklĂ€rt Mausfeld, darauf an, ob sie uns nĂŒtzlich seien oder nicht. SchlĂ€gertrupps mit Nazi-Gesinnung gelten beispielsweise als FreiheitskĂ€mpfer, wenn sie in der Ukraine gegen Russen vorgehen. Menschen, die gegen die unwĂŒrdigen Produktionsbedingungen westlicher Konzerne in China oder anderen Teilen der Welt protestieren, sind hingegen AufstĂ€ndische. Oder nehmen wir den Begriff „Annexion“ (widerrechtliche Aneignung eines fremden Gebietes). Es ist hinreichend belegt, etwa in einem lĂ€ngeren Beitrag des Hamburger Strafrechtlers Reinhard Merkel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (7.4.2014), dass es sich bezĂŒglich der Krim um eine „Sezession“ (Abspaltung) handelte, was völkerrechtlich ganz anders zu bewerten ist. „Annexion“ ist aber fĂŒr die NATO nĂŒtzlicher, und so wird dieses Wort wiederholt, wo immer es geht.
   Psychologen haben interessanterweise festgestellt, dass die Adressaten solcher Propaganda die gewĂŒnschten Inhalte selbst dann ĂŒbernehmen, wenn zuvor offen erklĂ€rt wurde, dass sie gelogen sind — einfach aufgrund stĂ€ndiger Wiederholung. Begriffe transportieren Weltbilder und sollten daher bewusster und kritischer wahrgenommen werden.
   Eine ganz wichtige Methode der Manipulation ist Mausfeld zufolge das Vorenthalten des entscheidenden Zusammenhangs einer Sachlage. Nehmen wir das aktuelle Beispiel Naher Osten. Wir werden von unseren Mainstream-Medien mit unzĂ€hligen Informationen zugeschĂŒttet, aber die entscheidenden mĂŒssen wir uns woanders suchen: etwa, was die verschiedenen gewaltsamen Interventionen der USA dort angerichtet haben, beginnend bereits mit der Einsetzung des Schahs von Persien anstelle des gewĂ€hlten Premierministers Mossadegh mit Hilfe eines CIA-Putsches im Jahr 1953. Oder die geplante Neuordnung des Nahen Ostens durch die USA (s. TOPIC 4/2011, 9/2012, 3/2013). Ebenso sind bedeutende geschichtliche Wurzeln zu berĂŒcksichtigen (s. Artikel S. 8).
   Der Vortrag „Warum schweigen die LĂ€mmer“ von Prof. Rainer Mausfeld sei allen Lesern zur LektĂŒre empfohlen. Er kann auf Youtube angesehen werden und steht im Internet auch in einer von Mausfeld um Quellenangaben und Literaturhinweise ergĂ€nzten PDFDatei zur VerfĂŒgung, und zwar auf nachdenkseiten.de.

         TOPIC  Nr. 01/2016



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Die Freimaurer in Deutschland legen zu 

   Nach einem jahrzehntelangen MitgliederrĂŒckgang verzeichnen die Freimaurer in Deutschland wieder einen Zuwachs. Das berichtet die Evangelische Zentralstelle fĂŒr Weltanschauungsfragen (EZW/Berlin) in ihrer Zeitschrift. Sie bezieht sich auf Angaben der Vereinigten Großlogen von Deutschland und einzelner Großlogen in Berlin. Demnach liegt die Zahl der Freimaurer derzeit bei rund 15.500 und damit um etwa 1.300 höher als 2011 (plus 8,4 Prozent). Der Beauftragte fĂŒr Sekten- und Weltanschauungsfragen der bayerischen Landeskirche, Matthias Pöhlmann (MĂŒnchen), begrĂŒndet das Plus unter anderem damit, dass die Großlogen, kleinere Logen und einzelne Freimaurer ihre Internet-PrĂ€senz stark ausgebaut haben. Über spezielle Foren werde das GesprĂ€ch mit Interessierten und der Öffentlichkeit insgesamt gesucht. Einzelne Logen beteiligten sich am jĂ€hrlich stattfindenden „Tag des offenen Denkmals“. Dabei öffneten sie ihre HĂ€user fĂŒr die Allgemeinheit, böten VortrĂ€ge und FĂŒhrungen an. Laut Pöhlmann handelt es sich bei den Freimaurern ursprĂŒnglich um einen MĂ€nnerbund. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts habe jedoch auch in Deutschland die „feminine Freimaurerei“ Fuß fassen können. Seit 1982 bestehe die Frauen-Großloge von Deutschland. Die Zahl der Freimaurerinnnen habe sich seit 1982 von 380 auf 520 erhöht. Weit mehr sind es in Frankreich (14.000) und Belgien (2.100). In der Schweiz liegt ihre Zahl bei 450. Die Freimaurerei besteht seit fast 300 Jahren. 1717 schlossen sich in London die ersten vier Logen zu einer Großloge zusammen.
   Wie der italienische Freimaurer-Philosoph Giuliano di Bernardo in seinem Buch „Die Freimaurer und ihr Menschenbild“ (Passagen-Verlag / ISBN 9783709200339) darlegt, „will die Freimaurerei die Welt verĂ€ndern 
“ Eines der wichtigsten Ziele der Freimaurerei sei, die Vorherrschaft der Religion zu brechen und einen neuen Typ Mensch zu schaffen. Dieser neue Mensch solle in einer absoluten Freiheit leben – „Freiheit in jeder nur möglichen und denkbaren Form“. Zu dieser Freiheit gehöre unbedingt die Toleranz, was bedeutet, jeglichen anderen Lebensentwurf zu akzeptieren und zu respektieren (s. Homo-Ehe), denn auch der andere solle ja in totaler Freiheit leben können. Aus dieser totalen Freiheit heraus ließe sich ein eigener menschlicher Werte-Katalog entwickeln, der zur „Selbstveredlung“ des Menschen fĂŒhre. Dabei könne ein Glaube an ein „höheres Wesen“ als Zielpunkt und Antrieb der Selbstveredlung durchaus nĂŒtzlich sein. Gleichwohl dĂŒrfe dieses höhere Wesen nur als Idee gewertet und niemals als ein persönlicher Gott gesehen werden. Wenn man den Menschen reduziere auf das rein Menschliche und zentrale Inhalte der Freimaurerei wie Freiheit, Toleranz oder BrĂŒderlichkeit im Alltag umsetze, könne die Freimaurerei „unter dem gestirnten Firmament des Tempels alle Menschen in eine Bruderkette vereinen“, heißt es.
   Dass derzeit genau dieses Freimaurer-Programm im gesellschaftlichen wie politischen Programm ablĂ€uft, zeigen aktuelle Entwicklungen in Europa. Auch die Postulierung der Postmoderne, in der es keine absolute Wahrheit mehr gibt, ist beseelt vom antichristlichen Geist der Freimaurerei.
   Di Bernardo schreibt dazu: „FĂŒr den Christen ist die Wahrheit absolut, ewig und unverĂ€nderlich. Sie ist direkt von Gott offenbart ... FĂŒr den Maurer dagegen ist die Wahrheit ein gedanklicher Richtpunkt, nach dem er sich bei seiner initiatischen Selbstveredlung ausrichtet. Die Wahrheit ist ein fernliegendes Ziel, dem er sich schrittweise nĂ€hern kann, ohne es je ganz zu erreichen. Kein Maurer kann fĂŒr sich in Anspruch nehmen, die Wahrheit zu besitzen.“ Um diese „Einsicht“ zu gewinnen, fördert die Freimaurerei den Dialog mit fremden Denkmodellen. Dabei könne man erkennen, dass die „eigene“ Wahrheit eine unter vielen anderen zu sein scheint. Da fĂŒr den Freimaurer nur menschliche Wahrheiten bedeutsam sind, gibt es fĂŒr ihn keine absolute Wahrheit.

         TOPIC  Nr. 01/2016



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Die Wurzeln des muslimischen Zorns: Ein Blick in die Geschichte 

   Freitag, 13.11.2015: Die Welt blickt mit Entsetzen nach Paris. Islamische Terror-Teams metzeln ĂŒber 130 Menschen in der „Stadt der Liebe“ nieder.
   Es ist der zweite schwere Terroranschlag, den die französische Hauptstadt in jenem Jahr erlebt. Der erste fand im Januar 2015 auf die Redaktions-Mitglieder der SatirezeitschriftCharlie Hebdo statt – elf Menschen fanden den Tod. Wer diese grausamen Attacken der islamischen Terroristen ein StĂŒck weit verstehen will, der muss auch einen Blick in die Geschichte des Nahen Ostens werfen. Vor allem in einen Geschichtsabschnitt, in dem der christliche Westen die muslimische Welt belogen, betrogen und hinterlistig ausgenutzt hat.
   Etwa ab 1300 nach Chr. entwickelte sich aus einem unbedeutenden kleinasiatischen FĂŒrstentum eine Großmacht: das Osmanische Reich. Auf dem Höhepunkt seiner Macht erstreckte sich dieses islamische Großreich ĂŒber drei Kontinente. Das HerzstĂŒck des Reiches: die heutige TĂŒrkei. Das politische Interesse der Osmanen erstreckte sich von Nordafrika bis Indien, von Ungarn bis Äthiopien, Zentralasien gehörte auch dazu, ebenso der Kaukasus und Persien.
   An der Spitze des Osmanischen Reiches stand der Sultan. Er und sein Hofstaat zwangen u. a. die Araber dazu, mehr und mehr die tĂŒrkische Kultur und Sprache anzunehmen. Das sorgte fĂŒr zunehmende Spannungen und fĂŒr eine Entfremdung der arabischen Randgebiete zum Sultanats-Zentrum in Istanbul. Diesen Umstand machten sich die Briten zunutze, als sich die Osmanen im Ersten Weltkrieg an die Seite Deutschlands stellten. Um Deutschland zu besiegen, beschlossen Frankreich und England, das Osmanische Reich dadurch zu schwĂ€chen, dass sie mithalfen, eine arabische Revolte in Szene zu setzen. Sie versprachen dem Emir von Mekka, dem Geburtsort des muslimischen Propheten Mohammed, ein arabisches Kalifat, das Gebiete von Ägypten und Persien umfassen sollte. Um im Ersten Weltkrieg eine zweite Front gegen die Osmanen zu eröffnen, boten die Briten der strengglĂ€ubigen Sekte der Wahhabiten innerhalb des sunnitischen Islams einen eigenen Staat an, wenn diese ebenfalls gegen die Osmanen zu Felde ziehen wĂŒrden. Nur: Die sunnitischen Muslime um den Emir von Mekka und die strenger glĂ€ubigen sunnitischen Muslime im heutigen Saudi-Arabien waren erbitterte Feinde.
   Die Briten unterstĂŒtzten nicht nur bewusst zwei erbitterte Feinde, um die osmanischen Truppen zu besiegen, sondern sie unterzeichneten im Geheimen eine Vereinbarung – das sogenannte „Sykes-Picot-Abkommen“ – mit Frankreich und Russland. Danach sollten die arabischen Gebiete, denen man die UnabhĂ€ngigkeit versprochen hatte, nach dem Krieg unter den Einfluss der drei Unterzeichner-Staaten fallen. Und das geschah auch. Russland bekam nichts, weil es1917 das BĂŒndnis gegen Deutschland verließ und das Geheimabkommen der Weltöffentlichkeit zugĂ€nglich machte. Frankreich riss sich nach Beendigung des Krieges Teile des heutigen Iraks, Großsyrien und den Libanon unter den Nagel, den Rest kassierten die Briten. Und die Briten setzten diesem Doppelspiel noch eines drauf: Sie hatten dem Emir von Mekka auch versprochen, dass zu diesem arabischen Kalifat ebenso PalĂ€stina gehören wĂŒrde – also das Gebiet des heutigen Israel.
   Doch die Briten bekamen im Ersten Weltkrieg ein Problem. Die Deutschen schnitten ihnen den Zugang zum Lösungsmittel Azeton ab, das dringend fĂŒr die Herstellung von Kugeln und Granaten gebraucht wurde. In dieser Situation half den Briten der jĂŒdische Chemiker Chaim Weizmann, indem er ein Verfahren entwickelte, das es den Briten erlaubte, eigenes Azeton herzustellen. Weizmann war nicht nur Chemiker, sondern auch eine fĂŒhrende Person des Zionismus in Großbritannien. Durch seine TĂ€tigkeit befreundete sich Weizmann mit dem dortigen Stabschef der Marine, Arthur Balfour, und dem Munitionsminister David Lloyd George. Diese Freundschaft blieb innig, auch als Lloyd George Premierminister wurde und Balfour Außenminister.
   Weizmann lag seinen beiden Freunden immer wieder mit demselben Anliegen in den Ohren: Sie sollten doch bitte dazu beitragen, dass Israel in PalĂ€stina wieder eine eigene Heimstatt bekommen könnte. Weizmann erwies sich als ĂŒberzeugend. Die britische Regierung versprach, fĂŒr die Juden diese Heimstatt einzurichten. Doch da gab es ein Problem: Die Briten hatten PalĂ€stina eigentlich zuerst den Arabern versprochen und nicht den Juden.
   Als der Erste Weltkrieg vorbei war, machten Großbritannien und Frankreich etwas, was bis heute zu
schlimmen Konflikten im Nahen Osten fĂŒhrt. Mit dem Lineal auf der Landkarte splitteten Briten und Franzosen willkĂŒrlich den Nahen Osten in LĂ€nder auf, die vorher so nicht existierten. So entstand zum Beispiel auch der Irak, den es vor dem „Sykes-Picot-Abkommen“ gar nicht gab. Man fĂŒgte Gebiete von StĂ€mmen und Volksgruppen zusammen, die voneinander nichts wissen wollten. Dadurch entstand ein Pulverfass ethnischer Konflikte und Spannungen, das bis heute immer wieder explodiert. Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Briten endlich ihr Versprechen vom Ersten Weltkrieg wahr machten und Teile PalĂ€stinas den Juden als eigenes Land ĂŒbergaben, kam ein weiterer explosiver Konfliktherd in der arabischen Welt dazu.
   Bis heute fĂŒhlen sich Araber vom christlichen Westen betrogen, ausgenutzt und kolonialistisch ausgeplĂŒndert. Ein geschichtliches Motiv, das bis heute bei den arabischen Muslimen in Form von Misstrauen, Hass und dem Ruf nach Terror-Vergeltung nachwirkt. Mit Material aus den BĂŒchern „Die IS-Krise – Was jeder Christ wissen sollte“ und „Amerikas heiliger Krieg – Was die USA mit dem ‚Krieg gegen den Terror‘ wirklich bezwecken“.

         TOPIC  Nr. 01/2016



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Mysteriöse Entwicklungen unter der weltweiten Rabbinerschaft 

   Teile der weltweiten Rabbinerschaft erwarten in KĂŒrze – manche schon in 2016 – die Ankunft ihres Messias. DarĂŒber haben in den letzten Wochen mehrere israelische Medien berichtet.
   Diesem Messias soll eine neue Thora-Rolle ĂŒbergeben werden, an der zurzeit geschrieben wird. Dieses Projekt treibt Rabbi Yosef Berger voran, einer der Rabbiner, die fĂŒr das Grab von König David in der Altstadt von Jerusalem verantwortlich sind. In einer alten jĂŒdischen Schriftsammlung, im „Yalkut Shimoni Samuel“, wird prophezeit, dass drei Zeichen fĂŒr die Erlösung Israels erfĂŒllt sein mĂŒssen: Israel mĂŒsse das Königreich Gottes suchen, die Herrschaftslinie von König David erforschen und den Dritten Tempel bauen. Rabbi Berger glaubt, indem er viele in Israel zusammenbringt, die an der Thora-Rolle mitschreiben, könne er diesen Geist erwecken, der dann zur ErfĂŒllung der drei Zeichen und somit zur Ankunft des Messias fĂŒhren soll. Den ersten Buchstaben in dieser neuen Thora durfte Rabbi David Hai Abuhatzeira schreiben. Er wĂ€hlte jedoch nicht den klassischen ersten Buchstaben, ein „bet“, sonder aus kabbalistischen GrĂŒnden, die er nicht offenlegen wollte, den hebrĂ€ischen Buchstaben „yud“. Die Kabbala ist eine mystische Tradition im Judentum, in der auch okkulte Praktiken angesiedelt sind, um mit der Jenseitswelt in Kontakt zu treten. Von daher ist die Frage zulĂ€ssig, welcher Messias heraufbeschworen werden soll: womöglich der Antichrist?
   In diesem Zusammenhang mit der möglichen Ankunft eines Messias in Israel wird auch eine 800 Jahre alte jĂŒdische Prophetie diskutiert. Sie besagt, dass die Erlösung von Israel bevorstehen wĂŒrde, wenn der „König von Persien den König von Arabien provoziert“. TatsĂ€chlich gibt es im Moment zwischen dem schiitischen Iran (das alte Persien) und dem sunnitischen Saudi-Arabien erhebliche politische Spannungen. Die Hinrichtung des schiitischen Geistlichen Nimr al-Nimr in Saudi-Arabien hatte zum Jahreswechsel zu Massenprotesten im Iran und der ErstĂŒrmung der saudischen Botschaft in Teheran durch Demonstranten gefĂŒhrt. Daraufhin brachen die Saudis die diplomatischen Beziehungen zum Iran ab.
   Zu dieser 800 Jahre alten Prophezeiung kommt eine weitere hinzu, die im Moment fĂŒr Aufsehen in
der Rabbinerschaft sorgt. Moshe Sternbuch ist ein berĂŒhmter Rabbiner und VizeprĂ€sident des Rabbinischen Gerichtshofes. Vor Tausenden Thora-Studenten sagte er schon 2014 Folgendes: „Wir alle sehen, was in Russland passiert und wie Russland die Halbinsel Krim erobert hat. Wenn Russland mĂ€chtig wird, ist das ein Zeichen des baldigen Kommens des Messias.“ Wie Rabbi Lazer Brody auf seiner Internet-Seite kundtat, habe Sternbuch mit diesen Äußerungen ein streng gehĂŒtetes rabbinisches Geheimnis enthĂŒllt. Es geht zurĂŒck auf den Rabbiner Elijah Ben Salomon Salman, der im 18. Jahrhundert wichtige Thora-Kommentare schrieb. Kurz vor seinem Tode soll er gesagt haben: „Wenn ihr hört, dass die Russen die Krim eingenommen haben, sollt ihr wissen, dass die Zeit des Messias begonnen hat. Dass seine Schritte zu hören sind. Und wenn ihr hört, dass die Russen die Stadt Konstantinopel (das heutige Istanbul) erreicht haben, sollt ihr eure Shabbat-Kleider anziehen und nicht mehr ablegen, weil es bedeutet, dass der Messias jede Minute kommen kann.“ Fakt ist, die Russen rechnen mit einer Eskalation zwischen ihnen und der TĂŒrkei im Syrien-Konflikt. Es droht eine militĂ€rische Konfrontation.
   Die Halbinsel Krim ist von den Russen eigentlich nie erobert wurden, sondern im 18. Jahrhundert eher russifiziert worden. 1954 verschenkte der russische Staatschef Chruschtschow die Krim an dieUkrainische Sozialistische Sowjetrepublik. Erst durch den Umstand, dass die Ukraine sich von Russland löste und 1991 unabhĂ€ngig wurde, entstand die Situation, dass Russland die Krim 2014 quasi zurĂŒckeroberte.
   Und dann gibt es noch eine ganz andere Entwicklung in der weltweiten Rabbinerschaft, die nichts mit Prophezeiungen, aber dennoch auch mit dem Messias zu tun hat. Mehr als 25 prominente Rabbiner aus Israel und dem Ausland gaben kĂŒrzlich eine ErklĂ€rung heraus, in der sie zu einer neuen Sehweise auf Jesus, auf die Christen und auf den neutestamentlichen Glauben aufrufen. Es wird unter den Rabbinern diskutiert, wenn Jesus fĂŒr die Heiden der Messias war und ist, dann könnte das bedeuten, dass er es auch fĂŒr die Juden war.
   Wie die Rabbiner erklĂ€ren, sei Jesus jahrtausendelang „der Stolperstein“ zwischen Juden und Christen gewesen. Den gelte es jetzt wegzurĂ€umen. In der ErklĂ€rung heißt es: „Wir erkennen an, dass der christliche Glaube weder ein Unfall noch ein Irrtum ist, sondern ein gottgewolltes Wirken und Geschenk an die Nationen 
 Nach fast zwei Jahrtausenden von gegenseitiger Feindschaft und Entfremdung möchten wir orthodoxen Rabbiner, die wir Gemeinden, Institutionen und Seminare in Israel, den Vereinigten Staaten und Europa leiten, danach trachten, den Willen unseres Vaters im Himmel zu tun, indem wir die ausgestreckte Hand unserer christlichen BrĂŒder und Schwestern annehmen.“

         TOPIC  Nr. 02/2016



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Forderung: „Diener muss weg!“ 

   Es wurde in der Runde der 65 mehr oder weniger prominenten Evangelikalen von jemand laut ausgesprochen: „Diener muss weg!“ Wie wir in unserer letzten TOPIC-Ausgabe berichteten, hatte Pfarrer Ulrich Parzany fĂŒhrende Evangelikale zu einem „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“ zusammengerufen. Hintergrund waren umstrittene Äußerungen zur HomosexualitĂ€t und zum BibelverstĂ€ndnis des PrĂ€ses des Ev. Gnadauer Gemeinschaftsverbandes und Vorsitzenden der Deutschen Ev. Allianz (DEA), Dr. Michael Diener.
   Die Runde tagte dreieinhalb Stunden lang am 23.1.2016 in Kassel. Anschließend wurde ein KommuniquĂ© herausgeben, das nicht nur von allen 65 Anwesenden einstimmig angenommen wurde, sondern das auch an Deutlichkeit bis auf Kleinigkeiten wenig zu wĂŒnschen ĂŒbrig lĂ€sst. Neben dem zu erwartenden klaren Bekenntniss zu Jesus Christus und zur „göttlichen Inspiration der Heiligen Schrift“ wurden Kontra-Positionen formuliert, die man in evangelikalen Kreisen in der letzten Zeit kaum noch zu hören bekam: eine klare Verwerfung von falschen Lehren. So heißt es zum Beispiel: „Wir wdersprechen der falschen Lehre, gleichgeschlechtliche Beziehungen entsprĂ€chen dem Willen Gottes und dĂŒrften von Kirchen gesegnet werden.“
   Es wurde in Kassel eine „Fortsetzungsgruppe“ gebildet, die das Anliegen des Netzwerkes vorantreiben soll. Zu ihr gehören: Sr. Heidi Butzkamm, Pfr. Dr. Tobias Eißler, Gemeinschaftspastor Martin GrĂŒnholz, Prof. Dr. Rolf Hille, Pfr. Johannes Holmer, Pfr. Ulrich RĂŒĂŸ, Pfr. Dirk Scheuermann, Rektor Dr. Rolf Sons und Prof. Dr. Dr. Daniel von Wachter. Allein dass diese Gruppe der prominenten Evangelikalen aus allen Lagern sich praktisch gegen Diener ausgesprochen hat, mĂŒsste den Allianz-Vorsitzenden zum RĂŒcktritt bewegen. Doch daran denkt Diener wohl nicht. In einer ErklĂ€rung vom 28.1.2016 entschuldigt er sich zwar fĂŒr den Wirbel, den er durch seine Interviews verursacht hat – in der Sache ist von einer Korrektur seiner Aussagen nichts zu lesen.
   Bei seiner EinfĂŒhrung als Allianz-Vorsitzender 2011 bezeichnete sich Michael Diener selbst als „Alphatier“. In der Fauna sind Alphatiere erfahrene Tiere, die ein Rudel anfĂŒhren. Die Übertragung dieses Begriffes auf den Menschen charakterisiert im negativen Sinne Alphatiere als autoritĂ€r, machthungrig und nicht kompromissbereit. Die Aussage eines ehemaligen DEA-Vorsitzenden „Der Diener ist unbelehrbar!“ sagt in Bezug auf das „evangelikale Alphatier“ alles.
   Nun wird es auf Dieners Hausmacht, den Gnadauer Gemeinschaftsverband, ankommen. Die jĂ€hrliche Mitgliederversammlung tagt vom 18. bis 20.2.2016. Die vorgesehene Tagesordnung wurde bereits ĂŒber den Haufen geworfen. Dieners Äußerungen sollen jetzt breit diskutiert werden. Nach TOPIC vorliegenden Informationen bereiten einzelne VerbĂ€nde und Werke den Austritt aus dem Gnadauer Verband vor, was einer kleinen kirchenhistorischen Sensation gleich kĂ€me.
   Selbst der Vorstand des Gnadauer Verbandes steht nicht mehr geschlossen hinter Diener, obwohl diese Geschlossenheit anfangs nach außen kommuniziert wurde.
   Im Februar 2016 sollte Dieners Buch „Wenn Christus fĂŒr uns ist, weshalb sollten wir dann gegeneinander sein?“ im adeo-Verlag (Asslar) erscheinen. Wie der Verlag TOPIC mitteilte, wurde das Buch von Diener selbst erst einmal zurĂŒckgezogen. In der Verlagsvorschau wurde Dieners Buch so angekĂŒndigt: „Ein Buch mit großem Debattenpotenzial.“ Es wird sich zeigen, ob das derzeit aufgebrochene Debattenpotenzial ausreichen wird, um die in Kassel laut ausgesprochene Aufforderung umzusetzen: „Diener muss weg!“

           TOPIC  Nr. 02/2016



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Warum Frauen vor mĂ€nnlichen Migranten derzeit Angst haben mĂŒssen 

   Frauen haben Angst in Deutschland. Schnell mal zum Einkaufen und dann wieder zurĂŒck ins sichere Zuhause – fĂŒr viele bereits Alltag. Alleine spazieren zu gehen, ist fĂŒr etliche Frauen nach der Silvester-Nacht 2015 bereits eine Horrorvorstellung. Der Grund: Frauen haben Angst vor sexuellen Übergriffen durch mĂ€nnliche FlĂŒchtlinge. Und diese Angst ist mehr als berechtigt. Auf der Internetseite twitter.com/XYEinzelfallsammelt eine Fraueninitiative tĂ€glich Meldungen von Sex-Attacken durch mĂ€nnliche Migranten. Und diese Liste wird von Tag zu Tag lĂ€nger. Diese Sex-Attacken werden nicht zurĂŒckgehen, sondern wohl noch weiter steigen. Und das hat einen Grund, der bei der ganzen FlĂŒchtlingsdebatte völlig unter den Tisch fĂ€llt.
   Valerie M. Hudson leitet das Programm fĂŒr „Frauen, Friede und Sicherheit“ am Institut fĂŒr Internationale Angelegenheiten an der Bush School of Government and Public Service von Texas. Ihr Forschungsgebiet umfasst u. a. die Auswirkungen, wenn in einer Gesellschaft ein Ungleichgewicht unter den Geschlechtern besteht. Dazu wertete sie Daten aus verschiedenen LĂ€ndern aus: z.B. aus Indien, China, Kanada und auch Schweden.
   Nach der schwedischen Immigrationsstatistik waren 2015 71 Prozent der Immigranten mĂ€nnlich und zumeist noch Jugendliche. Unter den 16-17-JĂ€hrigen ohne Begleitung waren 90 Prozent mĂ€nnlich. Laut Hudson hat Schweden nun ein VerhĂ€ltnis von 123 16-17-jĂ€hrigen MĂ€nnern pro 100 16-17- jĂ€hrigen Frauen – zumeist Schwedinnen. In allen LĂ€ndern, wo Ă€hnliche VerhĂ€ltnisse vorliegen, komme es durch die unglĂŒckliche Geschlechterverteilung zu großen Problemen. Religion und Kultur spielten dabei auch eine Rolle, aber laut Hudson eine untergeordnete. Die Wissenschaftlerin in einem Interview mit deutsche-wirtschaftsnachrichten.de (12.01.2016): „Indien und China, wo das Ungleichgewicht in der Geschlechterverteilung nicht durch Migration bedingt ist, erleben genau die gleichen Schwierigkeiten mit gesteigerter KriminalitĂ€t und eingeschrĂ€nkter MobilitĂ€t fĂŒr Frauen, die wir nun in Deutschland und anderen LĂ€ndern sehen.“
   Nach Ansicht von Frau Hudson ist die deutsche Asyl-Politik diskriminierend. Dies begrĂŒndet die Wissenschaftlerin in dem Interview so: „Asyl vorrangig davon abhĂ€ngig zu machen, das empfangende Land körperlich zu erreichen, ist diskriminierend gegenĂŒber Frauen, die Asyl genauso benötigen. Die Tatsache, dass mehr als zwei Drittel der Migranten in der letzten Migrationswelle nach Europa mĂ€nnlich sind, belegt, dass die aktuelle Verfahrensweise eine solche Diskriminierung von Frauen begĂŒnstigt. Dazu ist auch zu sagen, dass das die zurĂŒckgelassenen Frauen und Kinder in noch grĂ¶ĂŸere BedrĂ€ngnis bringt.“
   In einem langen Artikel auf Englisch, der ĂŒber die Internetseite der Deutschen-Wirtschafts-Nachrichten aufgerufen werden kann, hat die US-Forscherin die Ergebnisse ihrer Studien zusammengefasst. In dem Interview sagt sie zu dieser Arbeit: „Die Kurzversion ist, dass Gesellschaften mit abnormaler Geschlechterverteilung zugunsten von MĂ€nnern erhebliche Anstiege in Gewaltverbrechen, Eigentumsdelikten und Gewalt gegen Frauen verzeichnen. Die Bewegungsfreiheit von Frauen in diesen Gesellschaften ist drastisch eingeschrĂ€nkt, und es gibt einen hohen Bedarf an Frauen aus dem Menschenhandel. Zu hören, dass Frauen in Deutschland dazu angehalten werden, ihre Kleidung zu Ă€ndern und nicht mehr unbegleitet auszugehen und dass öffentliche PlĂ€tze und Feiern zu No-Go-Bereichen fĂŒr Frauen erklĂ€rt werden, ist einfach ein tragischer und unermesslicher Verlust fĂŒr diese Nation.“
   Diesen „Schaden“ hat Angela Merkel allein zu verantworten. Als Bundeskanzlerin hĂ€tte sie so handeln mĂŒssen wie die kanadische Regierung. Diese lĂ€sst alleinreisende mĂ€nnliche Migranten so gut wie nicht in das Land. Denn die Konsequenzen aus dem Ungleichgewicht der Geschlechter sind seit Langem bekannt.
   1964 (!) berichtete das Nachrichtenmagazin Der Spiegel ĂŒber die Probleme Frankreichs mit den in
das Land hineinströmenden Algeriern. Sie kamen zu Hundertausenden. Die KriminalitĂ€tsrate explodierte. Der Spiegel begann seinen Artikel damals so: „Den Pariserinnen wird das PlĂ€tschern vergĂ€llt. Wo ein vereinzelter Bikini im Frei-Bassin paddelt, ist er bald von brĂ€unlichen Schwimmern eingekreist. Zehn, zwanzig Algerier-HĂ€nde zerren an den VerschlĂŒssen des BadekostĂŒms und rauben der TrĂ€gerin das Textil.“ Der Artikel endet so: „Der fĂŒr Muselmanen ungewohnte Anblick knapper Bikinis lĂ€sst die Schwimmer Freuden ahnen, die sie sonst schwer finden. Unter den 600.000 Frankreich-Algeriern sind nur 40.000 Frauen.“

         TOPIC  Nr. 02/2016



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FlĂŒchtlinge: Lehrerverbands-PrĂ€sident ĂŒber Auswirkungen an deutschen Schulen

   Josef Kraus ist seit 1987 PrĂ€sident des Deutschen Lehrerverbandes. Der Oberstudiendirektor verfĂŒgt somit ĂŒber reichhaltige Erfahrung auch in Bezug auf die Unterrichtung von FlĂŒchtlingskindern. Denn Mitte der 1990er Jahre nahm Deutschland aufgrund des Balkankrieges schon einmal 350.000 FlĂŒchtlinge auf und integrierte deren Kinder in den Schulunterricht.
   FĂŒr die katholische Zeitung Die Tagespost (DT/ 9.1.2016) schildert Kraus in einem Beitrag, was durch den FlĂŒchtlingszustrom jetzt auf die deutschen Schulen und die deutschen SchĂŒler zukommen werde. Der LehrerverbandsprĂ€sident geht aufgrund des 2016 zu erwartenden Familiennachzugs (der aber derzeit nicht vorgesehen ist) von rund 500.000 schulpflichtigen FlĂŒchtlingskindern aus. Aufgrund der unbedingt nötigen Intensiv-Vollzeitbeschulung in Gruppen von 15 SchĂŒlern mĂŒssten 33.000 neue Klassen eingerichtet werden. DafĂŒr sei die Einstellung von 50.000 neuen Lehrern erforderlich. Auf Nachfrage von TOPIC, ob diese hohe Anzahl von Lehrern ĂŒberhaupt so schnell zur VerfĂŒgung stehen könne, Ă€ußerte sich Kraus skeptisch. Der Lehrerverbands-PrĂ€sident schĂ€tzt, dass 15.000 bis 20.000 arbeitslose Lehrer oder Lehrer in Teilzeitanstellung fĂŒr diese Herausforderung rekrutiert werden könnten. Allerdings brĂ€uchten diese Lehrer eine mehrmonatige Zusatzausbildung. Kraus dazu in seinem Artikel in der DT: „Das A und O der spĂ€teren Integration ins Regelschulsystem sind das wenigstens rudimentĂ€re Beherrschen der deutschen Sprache sowie Basiskenntnisse ĂŒber deutsches und europĂ€isches Recht, deutsche und europĂ€ische Geschichte, deutsche und europĂ€ische Geografie sowie deutsche und europĂ€ische Kultur.“ Um dieses Programm zu realisieren, bedĂŒrfe es allerdings hochqualifizierter Lehrer, denn das Erlernen einer Zweit- bzw. Fremdsprache sei etwas völlig anderes als das Aufwachsen in einer Muttersprache und deren Beherrschung.
   Dann packt Kraus in seinem Artikel etwas an, was gesellschaftlich hoch brisant ist, weil es sofort als rassistisch ausgelegt werden könnte. Kraus: „Migrantenkinder sind in Sachen Bildung Risikogruppen. Pisa 2003 gibt dazu differenzierte Auskunft. Im getesteten Schwerpunktbereich Mathematik erreichte Deutschland mit 503 Punkten einen international mittleren Wert. Deutsche SchĂŒler ohne Migrationshintergrund erzielen hier 527 Punkte, deutsche SchĂŒler mit nur einem im Ausland geborenen Elternteil 508, Kinder zugewanderten Familien 454 und Kinder der ersten Migrantengeneration 432. Das bedeutet, zwischen diesen vier Gruppen liegt eine Lern- und Leistungsdifferenz von fast drei Schuljahren.“
   Doch das ist lĂ€ngst nicht alles. Durch die jetzt hereinströmenden FlĂŒchtlinge und ihre Kinder wird sich der sowieso jetzt schon hohe Anteil an auslĂ€ndischen Kindern in manchen Klassen erhöhen. Kraus: „Nicht unwichtig ist zudem, was eine frĂŒhere Studie ĂŒber die Auswirkungen des Migrantenanteils in einer Klasse auf deren Leistungsniveau aussagt. In Pisa 2000 heißt es dazu, dass ein AuslĂ€nderanteil von mehr als 20 Prozent zu einer ‚sprunghaften‘ Verringerung des Leistungsniveaus fĂŒhrt.“ Im Klartext: AuslĂ€ndische Kinder – obwohl sie nichts dafĂŒr können – tragen erheblich dazu bei, dass vor allem deutsche Kinder in ihrer schulischen Leistungsentwicklung zurĂŒckbleiben. Die Politik in Berlin weiß darum. Laut Kraus habe Innenminister Thomas de MaiziĂšre vorgeschlagen, das Bildungsniveau zum Zwecke einer raschen Integration von FlĂŒchtlingen vorĂŒbergehend abzusenken.

           TOPIC  Nr. 02/2016        



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Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
bedĂŒrfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages:
TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,

Der Nahe Osten und die biblische Prophetie

  Es gibt unzĂ€hlige BĂŒcher zum Thema biblische Prophetie. Die meisten beschĂ€ftigen sich mit Prophetien, bei denen Israel im Zentrum steht. Nur wenige haben biblische Zukunftsaussagen in Bezug auf Israels Nachbarn, die arabischen Staaten, im alleinigen Fokus. Doch gerade die aktuelle Entwicklung in Syrien könnte der Auftakt fĂŒr die finale ErfĂŒllung einer ganzen Reihe von biblischen Prophetien sein, die sich nur mit den arabischen Staaten beschĂ€ftigen: mit Staaten wie Syrien, dem Libanon, Irak, Iran, Jordanien, Ägypten und Saudi-Arabien.
  Bis auf Ägypten und Jordanien sind alle oben genannten Staaten im Moment irgendwie im Krieg gegeneinander. Und das aktuelle Schlachtfeld heißt Syrien. Wer kĂ€mpft eigentlich dort gegen wen? Ganz vereinfacht dargestellt: Es kĂ€mpft eine Koalition der islamischen Glaubensrichtung der Sunniten gegen eine Koalition der Schiiten, und es geht darum, welche von beiden Glaubensrichtungen im Nahen Osten die Vormachtstellung erringen kann.
  Syriens PrĂ€sident Baschar al-Assad ist Alawit. Die Alawiten sind eine religiöse Sondergemeinschaft, die zum schiitischen Spektrum des Islam gerechnet wird. Schiiten und Sunniten hassen sich u. a. deshalb, weil die Schiiten fest davon ĂŒberzeugt sind, dass sie per Blutslinie mit dem Propheten Mohammed verbunden und deshalb ihre Ayatollahs unfehlbar sind. Die Sunniten fĂŒhren ihren Ursprung auf den Schwiegervater Mohammeds, Abu Bakr, zurĂŒck, und ihre Imame werden gewĂ€hlt und sind weise, aber fehlbar.
  In Syrien kĂ€mpfen auf Seiten Assads seine schiitischen GlaubensbrĂŒder aus dem Iran, aus dem Irak und dem Libanon. Das ist z. B. die schiitische Terrormiliz Hisbollah aus dem Libanon, die nach der syrischen Armee die grĂ¶ĂŸte Gruppe der Assad-KĂ€mpfer stellt. Die Hisbollah wird vom schiitischen Iran finanziert und militĂ€risch ausgerĂŒstet, aber der Iran kĂ€mpft auch mit eigenen Revolutionsgarden auf der Seite Assads. Diese schiitische Koalition hat zudem einen militĂ€risch mĂ€chtigen Partner: Russland.
  Zur sunnitischen Seite sind die TĂŒrkei, Saudi-Arabien und der von beiden Staaten klammheimlich unterstĂŒtzte Islamische Staat (IS) zu rechnen. Zu diesen beiden Koalitionen aus Schiiten und Sunniten in Syrien gesellen sich noch andere moderate und extremistische Gruppierungen, wie der syrische Al-Qaida-Ableger oder die Al-Nusra-Front, die nicht eindeutig zur schiitischen oder sunnitischen Kriegs-Koalition gerechnet werden können. Die Kurden, die ebenfalls auf dem Schlachtfeld Syrien aktiv sind, verfolgen ganz eigene Interessen, die nicht direkt mit dem schiitischsunnitischen Konflikt zu tun haben. Und dann gibt es auch noch das US-gefĂŒhrte MilitĂ€rbĂŒndnis, zu dem 60 Staaten – darunter Deutschland – gehören, das den IS bekĂ€mpfen will.
  Die Lage in Syrien wurde im Laufe des Februar 2016 immer unĂŒbersichtlicher – und brisanter. Denn die TĂŒrkei und Saudi-Arabien beabsichtigten, mit Bodentruppen in den Syrienkonflikt einzugreifen. Dieses Vorgehen hĂ€tte das Potential, sich zu einem großen Krieg auszuweiten und den gesamten Nahen Osten in Flammen zu setzen. Denn auch an einer anderen Stelle wird mĂ€chtig gezĂŒndelt. Die von den palĂ€stinensischen Gebieten aus operierende Terror-Organisation Hamas plant nach TOPIC vorliegenden Informationen im FrĂŒhjahr oder Sommer eine neue Attacke auf Israel, die mittels eines neuen Tunnelsystems erfolgreich sein soll. Wenn die Hamas tatsĂ€chlich angreift, will Israel eine „finale Lösung“ anstreben, so Israels Staatschef Netanjahu auf einer Sicherheitskonferenz im Februar 2016 in Israel.
  Wie stellt sich nun die Lage im 48. Halljahr nach dem gregorianischen Kalender fĂŒr Israel dar? Am 14. September 2015 begann fĂŒr Israel dieses Halljahr, Erlassjahr oder Schabatjahr, in dem nach der Bibel aller Besitz nach 50 Jahren zum ursprĂŒnglichen EigentĂŒmer zurĂŒckkehren soll. Die Festlegung des 48. Halljahres geht auf die Berechnungen des wohl bedeutendsten jĂŒdischen Gelehrten Moses Maimonides (Rambam) zurĂŒck, der im 12. Jahrhundert nach Christus wirkte.
  Die Ă€rgsten Feinde Israels machen Anstalten, sich im aktuellen Syrienkonflikt gegenseitig „den SchĂ€del einzuhauen“. Sollte es zu einem großen Krieg zwischen den Vertretern der schiitischen und sunnitischen Seite des Islams kommen, wĂ€ren die arabischen Feinde Israels auf Jahre geschwĂ€cht. Israel könnte dies als Chance sehen, all die Gebiete, die ihm im Wort Gottes versprochen wurden und jetzt von islamischen Heiden besetzt gehalten werden, ein fĂŒr allemal zurĂŒckzuholen. Im 46. Halljahr, 1917/1918, wurde durch die Balfour-ErklĂ€rung die Grundlage zur Errichtung eines neuzeitlichen jĂŒdischen Staates gelegt. Im 47. Halljahr, 1966/1967, kam Jerusalem unter jĂŒdische SouverĂ€nitĂ€t. Nun befinden wir uns im 48. Halljahr. Man darf gespannt sein, was sich in diesem Jahr 2016 noch im Nahen Osten ereignen wird und einen biblischen Bezug hat. Es ist auch deshalb spannend, weil es eine jĂŒdische Überlieferung gibt, die fĂŒr das Jahr 2017 eine gewaltige AnkĂŒndigung parat hĂ€lt.
  Judah Ben Samuel war ein Rabbiner, der von 1140 bis 1217 nach Christus in Deutschland lebte. Er verfasste mehrere BĂŒcher, unter anderem „Das Buch der Frommen – Sefer Chassidim“ oder „Das Buch der Berechnungen – Sefer Gematriyot“. Vor ĂŒber 900 Jahren sagte er folgende Entwicklung voraus: Nach seinem Tode wĂŒrden sechs Halljahre (= 300 Jahre) vergehen, bis Jerusalem fĂŒr acht Halljahr-Zeiten (=400 Jahre) unter eine fremde Herrschaft fallen wĂŒrde. TatsĂ€chlich wurden die Mamelucken, die Jerusalem seit 1250 beherrschten, von den osmanischen TĂŒrken 1517 bezwungen. Sie blieben fĂŒr 400 Jahre, bis sie 1917 von den Briten bezwungen und vertrieben wurden. Nach diesen 400 Jahren, so der Rabbi aus dem 12. Jahrhundert, wĂŒrde Jerusalem fĂŒr eine Halljahr-Zeit ein Niemandsland sein, was völkerrechtlich auch nach der GrĂŒndung des Staates Israel 1948 tatsĂ€chlich so ausgelegt wurde. Jerusalem blieb eine geteilte Stadt, bis die Israelis sie nach 50 Jahren 1967 zurĂŒckeroberten. Die Zeit des Niemandslandes war vorbei. Und dann nannte Judah Ben Samuel noch ein letztes Datum: Nach einer weiteren Halljahr-Zeit werde die messianische Endzeit beginnen. Was mit dieser Endzeit, die 2017 beginnen soll, genau gemeint ist, bleibt unklar.
  Was immer auch demnĂ€chst geschieht: Die biblischen Prophetien und ihre Auslegung sind und bleiben der einzige Standard fĂŒr eine sichere Beurteilung der Zeit. Allerdings sind die Prophezeiungen des Judah Ben Samuel schon verblĂŒffend. Als er zu Lebzeiten gefragt wurde, woher er diese Offenbarungen habe, antwortete er, dass ihm der Prophet Elia erschienen sei, der ihm dies alles enthĂŒllt habe.
  Folgt man der biblischen Prophetie ĂŒber die arabischen Staaten, dann wird sich zu irgendeiner Zeit folgende Situation im Nahen Osten einstellen: Zwischen Israel und dem Libanon wird es Frieden geben auf dem Wege der Besetzung durch Israel. Dies lĂ€sst sich aus Hesekiel 47,13-48,29 ableiten. Jordanien wird zu großen Teilen zerstört werden und Israel nicht mehr zu schaffen machen (Hesekiel 35,6-9; Jeremia 49,7-13). Zwischen Israel und Ägypten wird es zunĂ€chst als Folge von Zerstörungen und dann infolge von SinnesĂ€nderungen Frieden geben. Eine umfassende Schilderung der Zukunft Ägyptens findet sich in Jesaja 19,1-22. Zwei weitere unversöhnliche Feinde Israels, Irak und Syrien, werden durch eine Bekehrung zu Gott in einen Frieden mit Israel eintreten (Jesaja 19,23-25). Zwischen Saudi-Arabien (biblisch: Kedar und Hazor) und dem Iran (biblisch: Elam) wird es auch aus Sicht Israels zu einem Friedenszustand kommen, weil beide Gebiete von großen Zerstörungen heimgesucht werden (Jeremia 49, 33-39) und sie somit Israel nicht mehr schaden können. Wann der Nahe Osten tatsĂ€chlich befriedet sein wird, weiß niemand. Was bis dahin noch geschehen wird, ebenso nicht. Dass es jedoch geschehen wird, ist ganz gewiss! Mit Material von Dr. Arnold Fruchtenbaum „Die arabischen Staaten in der Prophetie“.

       TOPIC  Nr. 03/2016



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DEA-Hauptvorstandsmitglied bietet okkulten Irrlehrern große BĂŒhne

  Peter Wenz ist Mitglied im Hauptvorstand der Deutschen Ev. Allianz (DEA) und Hauptpastor der charismatischen Freikirche Gospel Forum in Stuttgart, die frĂŒher unter der Bezeichnung Biblische Glaubensgemeinde bekannt wurde. Nach eigenen Angaben besuchen pro Jahr 220.000 Besucher die Gottesdienste des Gospel Forums. In diesem Jahr beherbergt das Gospel Forum an neun Wochenenden das IAHM Heilungsinstitut Stuttgart. An diesen Wochenenden sollen Teilnehmer eine „Ausbildung im ĂŒbersinnlichen Bereich“ bekommen. Aufgrund des Internet-Auftritts hat man den Eindruck, das IAHM Heilungsinstitut Stuttgart sei mit dem Gospel Forum identisch – dem ist jedoch nicht ganz so. Peter Wenz‘ Gemeinde bietet der International Association of Healing Ministries, die hinter den Stuttgarter Seminaren steht, nur Raum und Logistik. Das IAHM ist eigenstĂ€ndig und will in Kirchen und Gemeinden den ĂŒbernatĂŒrlichen Heilungsdienst in vielfĂ€ltiger Ausformung beleben.
  Als Ausbilder fĂŒr das ÜbernatĂŒrliche in Stuttgart ist u. a. Bill Johnson vorgesehen. Johnson ist derzeit einer der einflussreichsten charismatischen Lehrer in den USA und leitender Pastor der Mega-Gemeinde Bethel Church in Redding (USA). Johnson vertritt die Ansicht, dass Jesus auf Erden nur Mensch gewesen sei. Er habe seine Göttlichkeit im Himmel zurĂŒckgelassen. Theologisch Ă€hnlich argumentieren auch die prominenten Charismatiker Benny Hinn und Rodney Howard-Browne. Die Feststellung, Jesus sei auf Erden nicht Gott und Mensch zugleich gewesen, ist allerdings ein typisches Zeichen fĂŒr einen Irrlehrer. Der Apostel Johannes schreibt in seinem 1. Brief im Kapitel 4: „Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prĂŒft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen. Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist aus Gott; und jeder Geist, der nicht bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist nicht aus Gott. Und es ist der Geist des Antichristen 
“
  Um eine ĂŒbernatĂŒrliche Kraftwirkung, auch Salbung genannt, zu erlangen, empfiehlt Johnson seinen AnhĂ€ngern, mit dem Totenreich Kontakt aufzunehmen. Dieses Ritual wird „Soaking“ genannt und bedeutet ĂŒbersetzt „einweichen“. Dazu legen sich Johnson und seine AnhĂ€nger auf die GrĂ€ber von berĂŒhmten, zumeist charismatischen Christen, um dort in die Salbung der Verblichenen „eingeweicht“ zu werden, wie etliche Videos im Internet unzweideutig zeigen. Auf Ă€hnliche Weise erhielt auch Benny Hinn seine „Salbung“ am Grab von Amerikas berĂŒhmtester Pfingstheilerin Aimee Semple McPherson (1890-1944).
  Alle neun Wochenenden fĂŒr das Training zur Erlangung okkulter KrĂ€fte sind im Gospel Forum in Stuttgart bereits ausgebucht. Dazu kommen neben Johnson etliche „Okkult-Trainer“, u. a. der deutsche Charismatiker Andreas Hermann. Kaum nachzuvollziehen ist, wie die DEA ein Hauptvorstandmitglied wie Wenz in ihren Reihen akzeptiert, der ausgewiesenen Irrlehrern und Okkultisten in seiner Kirche eine große BĂŒhne bietet.

       TOPIC  Nr. 03/2016



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Michael Diener schwer angeschlagen: Eigener Verband stellt sich gegen ihn 

  Er wirkte ziemlich angespannt an jenem 19. Februar 2016 in SchwĂ€bisch GmĂŒnd. Dort waren 80 Vertreter des Gnadauer Gemeinschaftsverbandes zu ihrer Mitgliederversammlung zusammen-gekommen, um ĂŒber die Irritationen zu beraten, die ihr PrĂ€ses Dr. Michael Diener in mehreren Interviews (TOPIC berichtete) zur praktizierten HomosexualitĂ€t und zum VerstĂ€ndnis der Bibel dazu ausgelöst hatte.
  In SchwĂ€bisch GmĂŒnd wurde hart gerungen, bis endlich eine ErklĂ€rung abstimmungsreif war, die den Titel trĂ€gt „Gottes Wort vertrauen – Barmherzigkeit leben“. Bei Licht betrachtet reißt die ErklĂ€rung einen unĂŒberwindbaren Graben zwischen liberalen Landeskirchlern und den Gemeinschaftsleuten auf. UnmissverstĂ€ndlich wurde schriftlich fixiert, dass die Ehe nur aus Mann und Frau bestehen kann und jegliche SexualitĂ€t in diesem Rahmen ausgelebt werden darf. Eine Homo-Ehe sei aus biblischer Sicht undenkbar, deshalb dĂŒrfe ihr auch kein Trausegen gewĂ€hrt werden. Des Weiteren legten die Gemeinschaftler fest, dass im Gnadauer Verband Homosexuelle, die ihre SexualitĂ€t auslebten, weder fĂŒr den VerkĂŒndigungsdienst noch fĂŒr Leitungsaufgaben infrage kĂ€men. Diese Festlegung muss auf Diener wie eine krĂ€ftige Ohrfeige gewirkt haben, denn er sitzt seit November letzten Jahres im Leitungskreis der Ev. Kirche in Deutschland. Zu diesem Kreis gehören nicht nur BefĂŒrworter der Homo-Ehe, sondern auch ein bekennender Homosexueller, der in einer Partnerschaft lebt. Diener hat in diesem Gremium jetzt ein Problem, weil er seine Gnadauer nicht auf kirchliche Homo-Linie manövrieren konnte, sondern das Gegenteil provoziert hat.
  Von den 80 anwesenden Gnadau-Vertretern sprachen sich 60 fĂŒr die ErklĂ€rung aus – 20 waren dagegen. Dieses Ergebnis dokumentiert auch, dass Diener im eigenen Verband keinen RĂŒckhalt mehr hat.
  Doch so ganz ohne Sieg wollte Diener in SchwĂ€bisch GmĂŒnd nicht vom Platz gehen. Mit einer Art indirekter Drohung seines RĂŒcktritts, so die Wahrnehmung von Delegierten, setzte er etwas durch, was zu den 20 Gegenstimmen fĂŒhrte, obwohl die meisten dieser 20 die ErklĂ€rung sonst auch gerne unterschrieben hĂ€tten. Es wurde ein Passus aufgenommen, den sie nicht mittragen wollten. In der ErklĂ€rung heißt es dazu: „Gleichwohl gibt es einige unter uns, die an dieser Stelle (gemeint ist die biblische Beurteilung der HomosexualitĂ€t) eine andere exegetische Einsicht haben oder die aus dem gleichen exegetischen Befund andere Schlussfolgerungen ziehen 
 In unserem Miteinander wollen wir aufeinander hören und Spannungen bewusst aushalten.“ Dies bedeutet im Klartext: Die Eindeutigkeit und GĂŒltigkeit der Heiligen Schrift wird durch das Akzeptieren von unterschiedlichen Bibelauslegungen untergraben; die Wahrheit der Bibel einem durch Menschen ausgedachten Relativierungsprozess unterworfen. Etliche der 20 Gegenstimmen bezogen sich allein auf diesen die Bibel entwertenden Zusatz. Die klare Ablehnung der Homo-Ehe etc. hĂ€tten sie sonst gerne mitgetragen.
  Was etliche Gemeinschaftler in SchwĂ€bisch GmĂŒnd schockte, war die Tatsache, dass tatsĂ€chlich einige wenige GemeinschaftsverbĂ€nde und theologische Werke eine neue biblische Sicht auf die praktizierte HomosexualitĂ€t lĂ€ngst akzeptiert haben und somit der Zusatz in der ErklĂ€rung in Wirklichkeit ein StĂŒck weit die RealitĂ€t in Gnadau widerspiegelt.

       TOPIC  Nr. 03/2016



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Kippt die Stimmung gegen Muslime in Europa?

  In den großen deutschen Medien wird nur hier und da das Thema aufgegriffen – wohl aus Angst, dass der Trend auch Deutschland erfassen könnte. Nach den beiden großen TerroranschlĂ€gen 2015 in Frankreich baut sich in unserem Nachbarland mehr und mehr eine recht aggressive Stimmung gegen Muslime auf, die nicht nur in der französischen Bevölkerung zu finden ist, sondern besonders vom französischen Staatsapparat vorangetrieben wird.
  Wenige Stunden, nachdem am 13. November 2015 in Paris 130 Menschen durch muslimische Terroristen ermordet wurden, hat PrĂ€sident Hollande den Ausnahmezustand verhĂ€ngt, der bis heute anhĂ€lt. Diese Anordnung hat zur Folge, dass Wohnungen ohne richterlichen Beschluss durchsucht, Personen in Gewahrsam genommen und ein sofortiger Hausarrest ausgesprochen werden können. Derzeit macht die Staatsgewalt in Frankreich von den neuen Freiheiten massiv Gebrauch und geht gegen Muslime zackig vor. Schon mehrere Moscheen wurden sofort geschlossen, als man dort „dschihadistische Dokumente“ fand.
  Dieses aggressive Vorgehen der Staatsmacht wird nicht nur von den meisten Franzosen wohlwollend mitgetragen, sondern fast tĂ€glich berichten französische Medien davon, dass auch kopftuchtragende Frauen in arabischen Restaurants von Einheimischen angegriffen werden. Beginnt in Frankreich jetzt ein Trend, ĂŒber den TOPIC schon im September 2010 berichtete?
  Das amerikanische Trend Research Institute gehört zu den angesehensten Prognose-Instituten der Welt in Bezug auf politische Entwicklungen. So kĂŒndigte es sehr frĂŒh den Zusammenbruch der Sowjetunion an und auch Finanzkrisen. In der Sommerausgabe 2010 ihres Trend-Journals (Summer Issue 23/No.10) prophezeiten die Forscher eine Entwicklung in Europa, die man vor sechs Jahren kaum glauben konnte – jetzt aber doch vorstellbar ist. Die Forscher kĂŒndigten ab 2012 eine einsetzende Vertreibung von Migranten – besonders mit muslimischem Hintergrund – aus ganz Europa an. Ausgelöst werde diese ethnische „SĂ€uberung“ durch eine tiefgreifende Wirtschaftskrise, die dann herrsche und in der Einheimische dann fragen wĂŒrden: Was kosten uns eigentlich die AuslĂ€nder? Die Regierungen mĂŒssten dann Zahlen nennen, die einen massiven AuslĂ€nderhass befeuern wĂŒrden. Das Trend Research Institute erwartete damals, dass in einer Wirtschaftskrise Nationalismen auf breiter Front aufblĂŒhen wĂŒrden. Diese könnten dann sogar zu BĂŒrgerkriegen fĂŒhren. Der Leiter des Institutes, Gerald Celente, riet damals schon in Europa lebenden Muslimen und islamischen Gruppen, sich mit FluchtplĂ€nen zu beschĂ€ftigen oder allmĂ€hlich Europa zu verlassen. EU-Regierungen wĂŒrden im Falle von bĂŒrgerkriegsĂ€hnlichen ZustĂ€nden weder ihre eigene Bevölkerung im Griff haben, noch die Migranten umfassend schĂŒtzen können, so das Prognose-Institut.

         TOPIC  Nr. 03/2016



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Christenverfolgung in Deutschland 

   An einem Abend im Februar 2016 in einer Stadt im Herzen Deutschlands beobachtet ein glĂ€ubiger Christ, wie an einer Straßenbahn-Haltestelle ein Mann von sĂŒdlĂ€ndisch aussehenden MĂ€nnern zusammengeschlagen wird. Kurze Zeit spĂ€ter ist er selber dran. Die jungen MĂ€nner kommen zu ihm und fragen ihn: „Sind Sie Christ?“ Der Angesprochene, schon im vorgerĂŒckten Alter, antwortet: „Ja, bin ich!“ Daraufhin nimmt einer der SĂŒdlĂ€nder dem Mann die Brille ab, um auch auf ihn einzuschlagen. Doch ein anderer aus der Gruppe stoppt den Vorgang. „Lass ihn. Er ist ein alter Mann!“ Der junge Angreifer antwortet darauf: „Inschalla!“ (zu Deutsch: Wenn Allah es will!).
   Nach diesem Vorfall versucht der Christ, dem Zusammengeschlagenen zu helfen. Die Polizei kommt hinzu. Er wird als Zeuge registriert. Bei der Zeugenvernehmung einige Tage spĂ€ter auf dem PrĂ€sidium erfĂ€hrt der Christ, dass der Fall des Zusammengeschlagenen und auch sein Fall keine Einmaligkeit seien. Immer wieder wĂŒrden AuslĂ€nderbanden Deutsche ansprechen, ob sie Christ seien und wenn sie dies bejahten, wĂŒrden sie zusammengeschlagen. Die FlĂŒchtlingswelle, die Zigtausende Muslime nach Deutschland brachte, zeigt scheinbar ihre ersten schlimmen AuswĂŒchse in Bezug auf einheimische Christen.
   FĂŒr Christen unter den FlĂŒchtlingen sind Bedrohungen und PrĂŒgel in den deutschen UnterkĂŒnften Alltag. In einem Beitrag fĂŒr die Welt am Sonntag berichtete der CDU-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder von zerrissenen Bibeln, von PrĂŒgel, Schikanen, die Toilette nicht mehr benutzen zu dĂŒrfen, bis zu Morddrohungen, mit denen Christen aus dem Nahen Osten durch „intolerante Muslime“ konfrontiert seien. Dies wisse er, weil er persönlich mit christlichen FlĂŒchtlingen gesprochen habe. 

       TOPIC  Nr. 04/2016



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DEA steht vor personellem Notstand 

   Nun ist es offiziell: Dr. Michael Diener wird zum Ende 2016 seinen ehrenamtlichen Vorsitz in der Deutschen Ev. Allianz (DEA) aufgeben. Als BegrĂŒndung nennt Diener eine Überbelastung, da er auch PrĂ€ses des Gnadauer Gemeinschaftsverbandes und seit November 2015 neues Mitglied im Rat der Ev. Kirche in Deutschland (EKD) ist. Doch nicht nur Diener verlĂ€sst die DEA.
   Auch der Direktor des Ev. Allianzhauses in Bad Blankenburg, Pfarrer Thomas GĂŒnzel, wird Mitte 2016 als GeschĂ€ftsfĂŒhrer ausscheiden. Die Gesellschafterversammlung will ihn nicht weiter beschĂ€ftigen, obwohl er gerne in Bad Blankenburg geblieben wĂ€re. Schon im Oktober 2015 wurde die Zusammenarbeit mit Birgit Hahn, einer zweiten kaufmĂ€nnischen GeschĂ€ftsfĂŒhrerin, beendet. Der Grund sollen inhaltliche Differenzen gewesen sein. Die Aufgaben von Hahn und GĂŒnzel ĂŒbernimmt kommissarisch der GeneralsekretĂ€r der DEA, Hartmut Steeb. Auf dem Absprung sind zwei weitere hauptamtliche Spitzenleute der DEA: Ulrich Martene und Wolfgang Baake. Ulrich Martene, der u. a. fĂŒr internationale Kontakte der DEA zustĂ€ndig war, ging in den Ruhestand. Auch Wolfgang Baake wird bald berentet. Er war ab 2014 hauptamtlicher Beauftragter der DEA am Sitz des Bundestages und der Bundesregierung in Berlin und beendet sein Amt Ende April 2016.
   In KĂŒrze wird Harmut Steeb ziemlich alleine viele GeschĂ€fte der DEA managen mĂŒssen. Die DEA steht somit vor einem kompletten personellen Umbruch. Man darf gespannt sein, wie sie sich mit neuen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern frisch aufstellen wird. 

           TOPIC  Nr. 04/2016



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BibellektĂŒre per Mobiltelefon sehr beliebt, aber Vorsicht vor Spionage 

   Viele Benutzer von Smartphones kennen das KĂŒrzel: „App“ steht fĂŒr die englische Bezeichnung „application software“ und bezeichnet ein Computerprogramm, das auf dem Smartphone bequem durchgefĂŒhrt werden kann. Mit einer Bibel-App kann man also bequem auf dem Smartphone Bibeltexte lesen.
   Wie die US-Zeitschrift Christianity Today berichtet, wurde die digitale Bibel „YouVersion“ der evangelikalen LifeChurch.tv-Gemeinde aus den USA weltweit bereits 200 Millionen Mal heruntergeladen. Jede Sekunde öffneten durchschnittlich 112 Nutzer die Digital-Bibel. Sie ist in 900 Sprachen verfĂŒgbar. Das Programm bietet verschiedene BibelleseplĂ€ne mit einer tĂ€glichen Auswahl an Versen und einer Schnellsuche. Die Leser können sich auch untereinander austauschen. „Es ist unglaublich, was Gott durch ‚YouVersion‘ bewirkt“, sagte Bobby Gruenewald, Entwickler dieser App. „Aus mobilen EndgerĂ€ten werden Bibeln, die die Menschen bei sich haben, wo immer sie auch hingehen.“
   Nun haben amerikanische Experten der Software-Firma Proofpoint 38.000 Apps untersucht, darunter Apps, die das Smartphone zur kleinen Taschenlampe machen, und eben auch Bibel-Apps. Dabei stellten die Sicherheitsexperten fest, dass besonders Bibel-Apps mit Schadprogrammen versehen waren. Von den 5.600 analysierten Bibel-Apps waren 208 mit Schadsoftware versehen, 140 wurden als Risiko-App eingestuft. Diese gefĂ€hrlichen Apps lesen z. B. SMS-Nachrichten mit, melden den Standort des Smartphones oder greifen gespeicherte Daten ab. Solche Meldungen gehen an sogenannte Server (EmpfĂ€nger-Computer). Wie Proofpoint herausfand, waren die verseuchten Bibel-Apps mit 2.500 Servern in 42 LĂ€ndern verbunden. Wer hinter den Agenten steckt, die die Smartphones ausspionieren – und das nicht nur mittels Bibel-Apps –, und wofĂŒr das gesammelte Material genutzt wird, ist so gut wie gar nicht herauszufinden. Wer einer möglichen Ausspionierung (z. B. auch: „Wie lange wurde mit dem Smartphone die Bibel gelesen?“) völlig aus dem Weg gehen will, sollte weder Bibel-Apps noch andere Apps auf sein Smartphone herunterladen. 

               TOPIC  Nr. 04/2016



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Die neue vegangelicale Religion: Heil durch Essen 

   Was sind Sie eigentlich fĂŒr ein Esser? Sind Sie ein Omnivore (Alles-Esser), ein Vegetarier, ein Rohköstler, ein Frutarier (jemand, der hauptsĂ€chlich FrĂŒchte isst), ein Pescetarier (verzichtet auf Fleisch gleichwarmer Tiere, nicht auf Fisch), ernĂ€hren Sie sich von Paleo-Food, also auf Basis von „Steinzeit-DiĂ€t“, oder essen sie vegan? Immer öfter kommt es in Kantinen, beim Abendessen mit Freunden oder bei der Speiseplan-Besprechung in Familien zu Debatten ĂŒber das richtige Essen. Es geht dabei meistens nicht um den Geschmack, sondern um Essensphilosophien, die fast schon religiöse ZĂŒge tragen.
   In einem Beitrag fĂŒr den Materialdienst (11/2015) der Ev. Zentralstelle fĂŒr Weltanschauungsfragen (EZW) hat deren Referent Kai Funkschmidt aktuelle ErnĂ€hrungsweisen unter die Lupe genommen – besonders den Veganismus. Was bedeutet eigentlich „vegan“? Ein Veganer verzichtet nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf Milchprodukte, Eier und Honig. Strenge Veganer lehnen auch tierische Produkte wie Leder, Wolle oder Seide ab, sogar die menschliche Tiernutzung in Zoos oder beim Zirkus.
   Der Veganismus ist sehr im Kommen. Mittlerweile gibt es ĂŒber 2.000 vegane KochbĂŒcher im Angebot, und etliche Fachmagazine wie etwa „Kochen ohne Knochen“ sind am Markt. Die Zahl veganer Restaurants vor allem in GroßstĂ€dten nimmt spĂŒrbar zu, und auch eine Supermarktkette mit Namen Veganz gibt es schon. Nach Angaben von InteressensverbĂ€nden der Veganer leben geschĂ€tzte 900.000 Deutsche vegan. Sie sind zumeist zwischen 30 und 50 Jahre alt, und 70 Prozent von ihnen sind weiblich. Es sind in der Regel wohlhabende StĂ€dter, gebildet und politisch links orientiert.
   Die Vegane Bewegung startete im frĂŒhen 19. Jahrhundert in England. Wegbereiter war u.a. die Bible Christian Church (Biblische Christen-Kirche) in Manchester, die ein Ableger einer „Kirche“ war, die auf den Mystiker und Theologen Emanuel Swedenborg zurĂŒckging. Swedenborg war der Ansicht, dass man mit Geistern, gar mit Jesus Christus, Kontakt aufnehmen könne. Aus der Bible Christian Church ging die Vegetarian Society (vegetarische Gesellschaft) hervor, die bis heute alle AktivitĂ€ten auf dem vegetarischen, wie veganen Feld Englands bĂŒndelt.
   Auch in Deutschland bekam die vegane Bewegung einen krĂ€ftigen Schub aus einem esoterisch-christlichen Umfeld. Es war der Pfarrer Carl Anders Skriver (1903 – 1983), der 1952 die Gesellschaft fĂŒr nazorĂ€isches Urchristentum grĂŒndete. Er glaubte, „seine“ NazorĂ€er seien wiederverkörperte Zeitgenossen Jesu, und wie Jesus angeblich vegan gelebt habe, sollten seine AnhĂ€nger es auch tun. Allen BefĂŒrwortern der frĂŒhen veganen Bewegung ging es darum, durch ein verĂ€ndertes Essen einen anderen Menschen entstehen zu lassen.
   Funkschmidt unterscheidet in seinem Artikel die gesundheitlich motivierten ErnĂ€hrungsveganer und die ethisch motivierten Lebensstilveganer. Den Lebensstilveganern gehe es um weitaus mehr als nur ums gesunde Essen. FĂŒr sie bedeute die Änderung ihres Essverhaltens eine VerĂ€nderung der Welt. Der GrĂŒnder der veganen Supermarktkette Veganz, Jan Bredack, drĂŒckte es so aus: Veganismus „macht Sie gesund, glĂŒcklich und zufrieden. Diese Idee rettet die Welt, sie beseitigt den Hunger und schafft Frieden.“ Veganismus mit dieser Ausrichtung trĂ€gt religiöse ZĂŒge und wird in England bisweilen als „vegangelical“ in Anlehnung an „evangelical“ bezeichnet. Das Heil fĂŒr sich selbst und auch fĂŒr die Welt komme bei strenger veganer Lebensweise durch das Essen. Das Kochen und die Zubereitung von Mahlzeiten kommen quasi der VerkĂŒndigung einer Essensreligion in einer Art Gottesdienst gleich.

         TOPIC  Nr. 04/2016



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Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
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TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
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Massive Angriffe auf Luther und die Reformation 

   Je mehr das Reformations-JubilĂ€um 2017 nĂ€her rĂŒckt, umso verwaschener wird das eigentliche Anliegen von Luther dargestellt – einerseits –, andrerseits werden heftige Attacken auf den Reformator selbst geritten.
   Nach den WĂŒnschen der lutherischen Bischöfin Margot KĂ€ĂŸmann, die seit Jahren als „Botschafterin fĂŒr das Reformations-JubilĂ€um“ unterwegs ist, solle das JubilĂ€um im nĂ€chsten Jahr „zehn Akzente fĂŒr Kirche und Gesellschaft setzen: Vielfalt, Ökumene, Dialog der Religionen, Konzentration in sĂ€kularer Zeit, die Rolle der Frau, Spaltung, Bildung, Freiheit, Rechtfertigung in der Leistungsgesellschaft und Globalisierung.“ WĂ€hrend die evangelischen Landeskirchen den eigentlichen Inhalt der Reformation – die Rechtfertigung des sĂŒndigen Menschen allein durch die Gnade Gottes – durch allerlei „weltlichen“ Aktivismus vernebeln, wird aus der katholischen Ecke brutalstmöglich auf Martin Luther eingedroschen.
   Der Kardinal von Galen Kreis e. V. wird vielen Protestanten nicht viel sagen. Der Kreis ist eine Formation, in der sich katholische Laien und Priester zusammengefunden haben, um urkatholische Lehren zu verteidigen. Die Hauptarbeit dieses Kreises ist die jĂ€hrliche Gestaltung der sogenannten Osterakademie im Marienwallfahrtsort Kevelaer am Niederrhein. Hochrangige Katholiken finden sich dort zusammen, um ein ganz bestimmtes Thema zu bearbeiten. In diesem Jahr war das Luther-Bild dran. Fazit der gesamten Tagung: Luther war ein ganz schlimmer und armseliger Kerl, ja, sogar ein Mörder, dessen Theologie sich hauptsĂ€chlich aus SchuldgefĂŒhlen und seinem kaputten Charakter speise.
   Der Historiker und Bestsellerautor Michael Hesemann zeigte in seinem Eingangsvortrag auf, dass Luther aus einem schlechten Elternhaus stammte, in dem er JĂ€hzorn und Gewalt erfahren habe. SpĂ€ter sei Luther ein SĂ€ufer und Hurenbock gewesen, der sogar einen Mitstudenten erschlagen habe. Das sei der wirkliche Grund gewesen, warum er sich ins Kloster rettete, um einer Strafverfolgung zu entgehen. Luther sei als tief zerrissener, von SchuldgefĂŒhlen geplagter Mensch gestorben, so Hesemann.
   Ein Ă€hnlich negatives Urteil fĂ€llte die katholische Philosophin Alma von Stockhausen. Sie ist fĂŒr konservative Protestanten aus dem ökumenischen „Dunstkreis“ von Professor Dr. Peter Beyerhaus keine Unbekannte. Auch von Stockhausen behauptete, Luther habe einen Mitstudenten – allerdings versehentlich – tödlich verletzt. Im Kloster hĂ€tte Luther dann eine Lösung fĂŒr diesen Totschlag gefunden. Gott sei Schuld an diesem UnglĂŒck gewesen, denn der Mensch sei unfrei, Gott allein sei frei, zudem allmĂ€chtig und allwissend. Von Stockhausen: „Nehmen wir Abschied von Luther und seiner Theologie, die nichts anderes ist als eine Metapsychologie, eine Selbstrechtfertigung seiner bösen Leidenschaften.“
   Andere Redner auf der Osterakademie geißelten Luther wegen der fehlenden Liebe in seiner Theologie. Der Neutestamentler Klaus Berger arbeitete heraus, dass andere Ausleger des Römerbriefes die Liebe zwischen Gott und dem Menschen „schön und meditativ“ herausgearbeitet hĂ€tten. Bei Luther fehle dieser Aspekt völlig, was andere Redner in Kevelaer ebenso behaupteten. Auch Luthers VerhĂ€ltnis zum Islam wurde angesprochen. So habe er nicht nur den Papst als Antichristen bezeichnet, sondern auch „den TĂŒrken“. Der Islam sei notfalls mit Gewalt zu bekĂ€mpfen, soll Luther immer wieder behauptet haben – eine brisante Aussage in der derzeitigen Debatte zur FlĂŒchtlingskrise und im Angesicht des bevorstehenden Lutherjahres.
   War Martin Luther wirklich ein total kaputter Typ, der seine Aggressionen und Leidenschaften per Theologie quasi psychotherapeutisch in den Griff bekommen wollte? War er gar ein Mörder?
   FĂŒr den Theologie-Professor Thorsten Dietz von der Evangelischen Hochschule Tabor in Marburg ist die Mörder-These „Unfug“: „Solche Positionen spielen in der Lutherforschung keine Rolle und werden nicht ernst genommen“, sagte er der Ev. Nachrichtenagentur Idea. Es sei zwar richtig, dass befreundete Mitstudenten Luthers umgekommen seien. Dietz: „Das ist natĂŒrlich schon wichtig, um die Lebenswende des Reformators zu erklĂ€ren. Aber jede eigene Beteiligung Luthers daran ist reine Spekulation.“ Ferner sei Luthers Vater auch nicht jĂ€hzornig gewesen, wie Hesemann es behauptet hatte, sondern habe sich autoritĂ€r gezeigt. Er habe seinen Sohn gefördert und ihm sein Grundstudium der Freien KĂŒnste sowie den Beginn des Jurastudiums finanziert.
   Es bleibt abzuwarten, ob die massiven, zum Teil völlig aus der Luft gegriffenen VorwĂŒrfe der Erzkatholiken von Kevelaer den Weg in die breite Öffentlichkeit finden und den Ruf Luthers nachhaltig schĂ€digen können. GefĂ€hrden könnte Luthers Rang – vor allem als BibelĂŒbersetzer – möglicherweise aber eine ganz andere Sache.
   Es gilt als eines der grĂ¶ĂŸten Forschungsprogramme in Deutschland und trĂ€gt den Titel „Der Österreichische BibelĂŒbersetzer. Gottes Wort deutsch“. Das Forschungsprojekt, das auf zwölf Jahre angelegt ist, bekommt eine staatliche Fördersumme von 4,5 Millionen Euro. Das Wissenschaftlerteam um die Projektleiter Jens Haustein von der UniversitĂ€t Jena, Martin Schubert von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaft und Freimut Löser von der UniversitĂ€t Augsburg hat nur ein Ziel: Es will die Ă€lteste deutsche EvangelienĂŒbersetzung in deutscher Sprache erforschen und als gedruckte Edition zugĂ€nglich machen. Bisher sind die 300 BlĂ€tter in deutscher Sprache, von einem anonymen Laien verfasst, unter der Bezeichnung „Klosterneuburger Evangelienwerk“ nur Spezialisten bekannt. Sie sind im 13. und 14. Jahrhundert entstanden und beinhalten die Übersetzung der Evangelien, der Apostelgeschichte und verschiedener neutestamentlicher Apokryphen. Somit ist das Evangelienwerk viel Ă€lter als die deutsche Fassung des Neuen Testamentes von Martin Luther, die im September 1522 in Wittenberg erschien. Bisher bekannt ist, dass die Klosterneuburger Handschriften aufwendig gestaltet und reich bebildert sind. Sie sollen in eleganter Prosa verfasst und mit Kommentaren versehen sein. Nach Ansicht von Professor Haustein habe Luther das Klosterneuburger Evangelienwerk wohl nicht gekannt.
   Abgesehen von dem wissenschaftlichen Interesse stellt sich die Frage: Warum wird ein solches Projekt mit diesem gigantischen Aufwand jetzt vorangetrieben? Soll der Luther-Bibel in gewisser Weise das Wasser abgegraben werden im Sinne von nicht so einmalig, kein rein protestantisches und geniales Werk? Werden die Forschungsergebnisse die Bibel neu in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit rĂŒcken oder weiteres Material ans Tageslicht fördern, um eine unnötige Auseinandersetzung um Texte und Übersetzungen anzuheizen?
   Mit Material der katholischen Zeitung „Die Tagespost“ vom 11.2.2016 und 7.4.2016

         TOPIC  Nr. 05/2016



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500 Jahre Reformation: Kindermission Siegerland bietet Gratis-EinsÀtze an.

   Sie wurde 1989 gegrĂŒndet: die Kindermission Siegerland e. V. (KimiSi). Zum GrĂŒndungskomitee gehörte auch der Herausgeber des Informationsdienstes TOPIC, Ulrich Skambraks. Seit dem Start der KimiSi begleitet Skambraks die kleine Missionsgesellschaft aus dem Siegerland als Vereinsmitglied und Berater.
   Die Idee, die zur GrĂŒndung der KimiSi fĂŒhrte, war die Vision, Kindern im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren das Evangelium von Jesus Christus vorzustellen. Und zwar dort, wo christliche Kirchen und Gemeinden nicht prĂ€sent sind: in Hochhaussiedlungen, in Außenbezirken von StĂ€dten und Dörfern, auf bekannten öffentlichen PlĂ€tzen, an beliebten Treffpunkten von Kindern und Eltern usw. Um diese Vision umzusetzen, wurde ein Sattelschlepper angeschafft, dessen Auflieger zu einem mobilen Kinderraum – quasi einer rollenden Kinderkirche – umgebaut wurde. Bis zu 50 Kinder finden darin Platz. Somit kommt der einzige hauptamtliche Mitarbeiter der KimiSi, Hans-JĂŒrgen Braun (62), mit seinem „Rollenden Kindertreff“ fast ĂŒberall hin. Die Kindermission Siegerland arbeitet nur mit bibeltreuen Gemeinden zusammen, die bereit sind, sich um die angesprochenen Kinder geistlich weiter zu kĂŒmmern. Laut Skambraks hat die KimiSi in den letzten zehn Jahren ĂŒber 12.000 Kindern das Evangelium von Jesus Christus vorstellen dĂŒrfen. Eine nicht statistisch erfasste Zahl dieser Kinder habe sich bekehrt und nach der Bekehrung zur Festigung des Glaubens einen Bibelkurs bei der KimiSi belegt.
   Nun hat der TrĂ€gerverein der KimiSi auf seiner letzten Jahreshauptversammlung beschlossen, ab sofort bis Ende 2017 Gemeinden und Institutionen jeglichen Einsatz der KimiSi völlig gratis anzubieten. Was bedeutet: Man erwartet auch nicht die sonst ĂŒblichen Spenden, die fĂŒr EinsĂ€tze freiwillig gegeben werden.
   Hintergrund dieser Entscheidung ist das JubilĂ€um „500 Jahre Reformation“, das im nĂ€chsten Jahr gefeiert werden soll. Man möchte dieses JubilĂ€um nutzen, um verstĂ€rkt den Kindern das nahezubringen, was Luther neu „auf den Leuchter“ gehoben hat: Allein die Heilige Schrift ist die Grundlage des Glaubens; allein durch die Gnade Gottes wird der Mensch gerettet; allein durch den Glauben kann der Mensch vor Gott gerechtfertigt werden, und allein Jesus Christus hat die AutoritĂ€t ĂŒber einen GlĂ€ubigen.
   Weitere Informationen, inkl. eines kurzen Dokumentarfilms ĂŒber den Rollenden Kindertreff, finden sich im Internet: www.kindermission-siegerland.de

         TOPIC  Nr. 05/2016



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Gott sammelt immer noch sein Volk: JĂŒdische Einwanderer aus China 

   1882 begann etwas, was gut 2.500 Jahre vorher im alttestamentlichen Buch Hesekiel (Kap. 11,17) so angekĂŒndigt wurde: „So spricht der Herr, der Ewige: Ja, ich werde euch aus den Völkern sammeln und euch zusammenbringen aus den LĂ€ndern, in welche ihr zerstreut worden seid, und werde euch das Land Israel geben.“ Nach der Zerstreuung des Volkes Israel trĂ€umten Juden weltweit annĂ€hernd 2.000 Jahre lang von einer RĂŒckkehr in das Land, das Gott ihnen verheißen hat. 1882 begann dann etwas, was der Prophet Jeremia im 32. Kapitel ab Vers 43 so ausdrĂŒckt: „Und es sollen Felder gekauft werden in diesem Land, von dem ihr sagt: Es ist öde, ohne Menschen, ohne Vieh 
 Man wird Felder um Geld kaufen und Kaufbriefe schreiben und sie versiegeln und Zeugen nehmen im Land Benjamin und in der Umgebung von Jerusalem 
“ TatsĂ€chlich kauften Großgrundbesitzer aus Europa und dem Nahen Osten ab 1882 zerstörtes Land, WĂŒstengebiete und malariaverseuchte Landstriche mit SĂŒmpfen den osmanischen Besitzern ab. Danach begann die erste Einwanderungswelle von Juden ins „gelobte Land“. Und dieses Einwandern dauert bis heute an. Im Moment kommen junge Chinesen, die erfahren haben, dass sie jĂŒdische Wurzeln haben, nach Israel und lassen sich dort einbĂŒrgern. Dies berichtet Michael Freund, Direktor der Einwanderungs-Organisation Shavei Israel, in einem Rundschreiben. Juden aus China? Auch dieser Hinweis findet sich im Worte Gottes. In Jesaja Kapitel 49 Vers 12 heißt es: „Siehe, diese werden von ferne kommen und jene dort von Norden und von Westen, und diese aus dem Land Sinim.“ Nicht wenige Bibelausleger sind der Ansicht, dass mit Sinim China gemeint sein könnte. Laut Michael Freund bedeutet das Wort „Sinim“ im modernen HebrĂ€isch tatsĂ€chlich China.

       TOPIC  Nr. 05/2016



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Der Christ und die Obrigkeit in einer Demokratie

    Seitdem TOPIC sich kritisch zur FlĂŒchtlingspolitik von Angela Merkel Ă€ußert, mehren sich Proteste, vor allem aus Kreisen der BrĂŒderbewegung, mit der Forderung, diese Kritik zu unterlassen. Dem TOPIC Informationsdienst wird konkret vorgeworfen, er betreibe „Hetze“ und „verunglimpfe hemmungslos AutoritĂ€ten“. Ein bibelglĂ€ubiger Christ habe sich nach dem Römerbrief Kapitel 13 der Obrigkeit unterzuordnen und diese nicht zu kritisieren, sondern fĂŒr sie still zu beten.
   Als Paulus den Römerbrief mit seinen Anweisungen zur Obrigkeit schrieb, lebten die Christen in einer Diktatur. Protest oder gar Kampf waren undenkbar – sich still zu verhalten, war der beste Weg, seinen Glauben leben zu können. Der Christ hierzulande ist von Gott in eine Demokratie hineingestellt. Doch wer ist in einer Demokratie eigentlich die Obrigkeit? Laut Artikel 20 des deutschen Grundgesetzes geht „alle Staatsgewalt vom Volke aus“. In einer Demokratie ist das Volk die Obrigkeit, und die gewĂ€hlten Politiker sind „nur“ Vertreter des Volkes, die den Willen des Volkes umzusetzen haben.
   Somit ist der Christ unserer Tage in einer völlig anderen Position als die Christen der damaligen Zeit. Christen können wie alle anderen StaatsbĂŒrger einer Demokratie auch ihren Willen frei kundtun und von der Basis aus Entscheidungsprozesse anstoßen. Sie können, ja, sie sollen sogar nach dem Grundgesetzt so handeln, wie es das alttestamentliche Buch Jeremia in seinem Kapitel 29 Vers 7 aufgibt: „Suchet der Stadt Bestes ... und betet fĂŒr sie zum Herrn; denn wenn's ihr wohl geht, so geht's euch auch wohl.“ Hier gibt es einen klaren Bezug zwischen dem Zustand des Gemeinwesens, in dem wir leben, unserem Verhalten diesem Gemeinwesen gegenĂŒber, und unseren Möglichkeiten, frei als Christ zu leben. Wichtig: Es heißt nicht, „indem ihr betet“, sondern „und betet“. Es ist eine AufzĂ€hlung: Das Beste fĂŒr die Stadt aktiv zu fördern und fĂŒr sie zu beten. Ein generelles Kuschen, Stillhalten oder Erdulden in Bezug auf politische Entwicklungen ist in einer Demokratie keineswegs der biblische Königsweg, wie ein aktuelles Beispiel aus Baden-WĂŒrttemberg zeigt.

   Dort hatte die rot-grĂŒne Regierung einen Bildungsplan erarbeitet, der die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ zum Leitprinzip in allen allgemeinbildenden Schulen machen sollte, so, wie Schwule, Transsexuelle, Bisexuelle etc. es gefordert hatten. Dagegen hatten Christen massiv öffentlich protestiert u. a. mit einer Unterschriftenaktion mit 192.000 Unterzeichnern. Nach der Landtagswahl in Baden-WĂŒrttemberg, bei der Rot-GrĂŒn die Regierungsmehrheit verlor und sich eine mögliche Koalition von den GrĂŒnen mit der CDU abzeichnet, unterschrieb Kultusminister Andreas Stoch (SPD) am 4. April 2016 noch schnell den Bildungsplan. Somit ist er jetzt gĂŒltig – noch vor der Regierungsneubildung.
   Der neue Bildungsplan ist gegenĂŒber dem Entwurf allerdings entschĂ€rft, sodass die christlichen Kritiker etwas aufatmen können – wenngleich auch nicht völlig. „Die SchĂ€rfe und Übergewichtung des Themas ‚sexuelle Vielfalt‘ wurde als Reaktion auf die BĂŒrgerproteste und Stellungnahmen massiv zurĂŒckgenommen“, so der Vorsitzende der Evangelischen Lehrer- und Erziehungsgemeinschaft, Studiendirektor Paul-Gerhard Roller. Auch wurde als Orientierung fĂŒr die SchĂŒler das „christliche Menschenbild“ in den Bildungsplan wieder aufgenommen, das im Entwurf fehlte, aber von Christen eingefordert wurde. Dieses Beispiel zeigt, dass eine Unterordnung unter eine falsch verstandene Obrigkeit in einer Demokratie unserer Tage fehl am Platz – und auch nicht klar biblisch zu begrĂŒnden ist.

       TOPIC  Nr. 05/2016



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Evangelikale: Die beharrliche Anpassung 

   Nicht wenige Akademiker aus evangelikalen Kreisen haben ihn in der Schweizer L’Abri-Gemeinschaft als Studenten persönlich kennengelernt. Auch seine BĂŒcher fanden große Beachtung. 1984 erschien das letzte Werk des amerikanischen Pfarrers und Apologeten Francis A. Schaeffer (1912 -1984). Der Titel: „Die große Anpassung – Der Zeitgeist und die Evangelikalen“.
   Darin wirft er den Evangelikalen vor, dass sie nicht mehr bereit seien, fĂŒr die Wahrheit zu kĂ€mpfen, und deshalb die abendlĂ€ndische Kultur auf ein Chaos zusteuere. Er schreibt: „An dieser Stelle mĂŒssen wir uns als Evangelikale fragen, wo wir uns im Kampf fĂŒr die Wahrheit und die Ethik in unserer Kultur befunden haben. Haben wir als Evangelikale an der Front fĂŒr den Glauben gekĂ€mpft und uns wĂ€hrend der letzten 40 bis 60 Jahre [Man bedenke, dass dies schon1984 geschrieben wurde.] dem Zusammenbruch der Moral entgegengestellt 
? Wahrheit verlangt nach Konfrontation. Es muss eine liebevolle, aber nichtsdestoweniger kompromisslose Konfrontation sein. Traurigerweise mĂŒssen wir sagen, dass dies selten geschehen ist. Der Großteil der evangelikalen Welt hat nicht aktiv in den Kampf eingegriffen – geschweige denn ĂŒberhaupt gesehen, dass wir uns in einem Kampf befinden. Und wenn es um aktuelle Fragen der Zeit geht, dann hat die evangelikale Welt in den weitaus meisten FĂ€llen nichts dazu gesagt; oder, was noch schlimmer ist, nichts anderes gesagt als das, was die Welt auch sagen wĂŒrde. Hier liegt die evangelikale Katastrophe – das Versagen der evangelikalen Welt, fĂŒr die Wahrheit als Wahrheit einzutreten. FĂŒr dieses Verhalten gibt es nur eine Bezeichnung – nĂ€mlich Anpassung: Die Evangelikalen haben sich dem Zeitgeist unserer Tage angepasst.“
   Wie eine solche Anpassung verlaufen ist, dafĂŒr ist die schrittweise EinfĂŒhrung der Frauenordination in den evangelikalen Gemeinden ein anschauliches Beispiel. Bis in die 1950er Jahre herrschte in der Frage der Frauenordination eine breite Übereinstimmung – im ev. Kirchenlager wie auch bei den ev. Freikirchen galt sie als unbiblisch. Von 1958 bis 1991 fĂŒhrten dann alle ev. Landeskirchen in Deutschland die Frauenordination ein. In der evangelikalen Bewegung war etwa bis zur Jahrtausendwende das Thema „Frauen auf der Kanzel“ noch unumstritten. BefĂŒrworter fanden sich nur vereinzelt am Rande. Nach 2000 fĂŒhrten dann auch fast alle ev. Freikirchen die Frauenordination ein – zuletzt der Bund Freier ev. Gemeinden (FeG).
   Wie ist es dazu gekommen, dass in gut 2000 Jahren Kirchengeschichte die Frauenordination ĂŒberhaupt kein relevantes Thema war, aber dann doch? Hatten die Millionen und Abermillionen von TiefglĂ€ubigen seit dem ersten Pfingsten einfach keine geistliche Erkenntnis in Bezug auf dieses Thema? Die EinfĂŒhrung der Frauenordination in den christlichen Gemeinden seit 1958 hat mit neuen, tieferen Erkenntnissen aus der Bibel nichts zu tun, denn Gott selbst lehnt in seinem Wort die Frauenordination unzweideutig ab (1Kor 14,34 und 1Tim 2,12).
   Das Thema „Frauenordination“ wurde erst zum Thema, als der Feminismus nach dem Zweiten Weltkrieg sich eine Position nach der anderen in der Gesellschaft eroberte. Erster großer Höhepunkt war in den 1970er Jahren die Kampagne „Mein Bauch gehört mir!“, in der die Ermordung des eigenen Ungeborenen eingefordert wurde. Die GrundĂŒberzeugung des Feminismus ist, dass eine Frau nicht als Frau geboren wird, sondern von einer MĂ€nnergesellschaft zur Frau gemacht wird. Dieses Denk-Schema bohrte sich bis in den kirchlichen Bereich hinein mit der Behauptung, eine Frau werde nur deshalb nicht auf die Kanzel gelassen, weil es eine MĂ€nnerkirche, weil es ein MĂ€nner-Christentum so wolle. ZunĂ€chst im kirchlichen, spĂ€ter dann auch im freikirchlichen Bereich wurden somit Argumente immer stets gegen die biblische Aussage zur Frauenordination vorgetragen und diskutiert. Man argumentierte nicht mehr aus der Position, dass Gottes Wort ohne jeglichen Irrtum ist, sondern aus dem Raum einer gesellschaftlichen Entwicklung heraus, die den Menschen, in diesem Fall die Frau, in den Mittelpunkt rĂŒckt – man passte sich an. Exakt dieser Prozess ist bei der Etablierung des Themas „HomosexualitĂ€t“ derzeit wieder zu beobachten.
   Wie TOPICvon Insidern erfuhr, arbeitet man auf der Ebene der evangelikalen theologischen AusbildungsstĂ€tten daran, das Thema „HomosexualitĂ€t“ theologisch so umzubauen, dass es gesellschaftlich wie innergemeindlich keinen Anstoß mehr biete. Eine Variante, die diskutiert wird, ist eine neue Auslegung der entsprechenden Stellen im Römerbrief Kapitel 1. Es heißt: Die Verurteilung der praktizierten HomosexualitĂ€t gelte nur fĂŒr die, die nach Vers 28 „Gott nicht anerkennen“. Diese Verurteilung treffe jedoch nicht fĂŒr die zu, die an Gott fest glaubten und homosexuell seien.
   Einer, der im landeskirchlichen und freikirchlichen Raum unterwegs ist und eine neue Schau auf das Thema „HomosexualitĂ€t“ prĂ€sentiert, ist der Ludwigsburger Professor fĂŒr ReligionspĂ€dagogik, Siegfried Zimmer. Er eröffnete einen Vortrag ĂŒber das 3. Mose-Buch, in dem die praktizierte HomosexualitĂ€t von MĂ€nnern als GrĂ€uel bezeichnet wird, so: „Was meint ihr, wie dieses Wort von heranwachsenden Schwulen und Lesben, die in evangelikalen Gemeinden aufwachsen, was das fĂŒr GewissenskĂ€mpfe hervorgerufen hat? Höllische. Das ist ein GrĂ€uel.“ Zimmer wĂ€hlt hier einen Ansatz zur Bearbeitung des Themas „HomosexualitĂ€t“, der im Moment in evangelikalen Kreisen hĂ€ufig anzutreffen ist: Es ist der rein seelsorgerliche. Nicht mehr die Aussagen der Bibel zum Thema „HomosexualitĂ€t“ bilden den Ausgangspunkt, sondern die Befindlichkeit des Homosexuellen. Bedingt durch diesen Ansatz werden alle Bibelverse zur HomosexualitĂ€t umgedeutet, entschĂ€rft, entwertet.
   So postuliert Dr. Horst Afflerbach, Leiter der Biblisch-Theol. Akademie im brĂŒdergemeindlichen Forum Wiedenest, dass das Wort „GrĂ€uel“ 117-mal in der Bibel vorkomme und z. B. auch den Verzehr von Hasen- und Schweinefleisch und Kinderopfer kennzeichne. Laut Afflerbach „gibt es viele Dinge in der Bibel, die heute fĂŒr Christen nicht mehr relevant sind.“ Soll dies heißen: Wer als Christ Schweinefleisch isst, sollte auch Homos akzeptieren können?
   Zimmer ist im evangelikalen Raum der Radikalste in der Umdeutung von Bibelstellen zum Thema „HomosexualitĂ€t“. So behauptet Zimmer, die „GrĂ€uel“- Stellen im 3. Mose-Buch bezögen sich allein auf eine homosexuelle Kult-Prostitution im damaligen Heidentum. Einen solchen Kult sollte Israel nicht mitmachen. Zimmer berĂŒcksichtigt dabei nicht, dass es im Alten Orient wahrscheinlich keine homosexuelle Kult-Prostitution gab – zumindest ist das die Ansicht von einigen Orientalisten. Somit ist dieses Zimmer-Argument bis zu einer finalen wissenschaftlichen KlĂ€rung der Kultfrage unbrauchbar. Dann argumentiert Zimmer, Jesus habe HomosexualitĂ€t ja auch nicht verurteilt. Doch ist das ein Beweis dafĂŒr, dass der Sohn Gottes, des Gottes, der HomosexualitĂ€t im 3. Mose-Buch verurteilt, pro HomosexualitĂ€t eingestellt war? Jesus war Alttestamentler, kannte alle Gebote und Verbote fĂŒr das Volk Israel. FĂŒr Jesus war selbstverstĂ€ndlich, dass alle sexualethischen Fragen in den Rahmen einer Beziehung von einem Mann zu einer Frau gehören – lebenslang, siehe MatthĂ€us 19. Geradezu absurd ist die Auslegung Zimmers zum 1. Kapitel des Römerbriefes, in dem Paulus ebenfalls die HomosexualitĂ€t kritisch an den Pranger stellt. Laut Zimmer mĂŒsse man die AusfĂŒhrungen von Paulus als Sozialkritik an der dekadenten römischen Oberschicht verstehen, die sexuell alles ausprobiert habe.
   Wie schon bei der Etablierung der Frauenordination werden derzeit auch beim Thema „HomosexualitĂ€t“ stets nur Argumente gegen die Bibel erarbeitet, aber kaum Argumente pro Bibel vorgetragen. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis auch das Thema „HomosexualitĂ€t“ bei den Evangelikalen „durch“ ist. Der Prozess der beharrlichen Anpassung bei den Evangelikalen wird weitergehen – immer weiter.
   Eine hervorragende Arbeit zum Thema „HomosexualitĂ€t“ und die aktuelle Bearbeitung im evangelikalen Raum hat der Theologe Dr. JĂŒrgen-Burkhard Klautke ins Internet gestellt. Sie findet sich unter „bekennendekirche.de/2015/07/zur-homo-ehe“.

         TOPIC  Nr. 06/2016



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Lesbische Linke wird Christin 

   Rosaria Champagne Butterfield (geb. 1962) ist Amerikanerin und lebt heute mit ihrem Mann – einem Pastor – und ihren Kindern im US-Bundesstaat North Carolina. Wer Butterfield vor 20 Jahren kennengelernt hĂ€tte, hĂ€tte nie fĂŒr möglich gehalten, dass Rosaria C. Butterfield heute eine fĂŒrsorgliche Ehefrau und Mutter ist. Sie schreibt ĂŒber sich selbst: „Als ĂŒberzeugte Linke und lesbische Professorin verachtete ich Christen total 
 Als Professorin fĂŒr Englisch und Frauenforschung war ich auf dem besten Wege, richtig radikal darin zu werden, Moral, Gerechtigkeit und MitgefĂŒhl einzufordern.“ Wie die ehemalige linke Professorin schreibt, sei sie mit ihrer Partnerin sehr glĂŒcklich gewesen.
   Doch dann sei sie durch einen besonderen Anlass mit einem Pastor namens Ken und seiner Frau Joy zusammengetroffen. Das Pastoren-Ehepaar sei so ganz anders gewesen als die „Frommen“, die Butterfield kennengelernt hatte. Ken und Joy hĂ€tten sie nicht mit Bibelversen bedrĂ€ngt. Sie hĂ€tten offen, aber ohne sie zu verurteilen, auch ĂŒber das Thema „HomosexualitĂ€t“, gesprochen. Dabei nie ihren christlichen Hintergrund verleugnet, sondern sich offen dazu bekannt. Das fĂŒhrte dazu, dass Butterfield anfing, Interesse an der Bibel zu finden: „Ich fing an, die Bibel zu lesen. Ich las ungefĂ€hr so, wie ein Vielfraß frisst. WĂ€hrend eines Jahres las ich sie einige Male, in mehreren Übersetzungen. Bei einem Abendessen trieb mich meine geschlechtsumgewandelte Partnerin in die Enge. Sie legte ihre große Hand auf meine: ‚Das Lesen der Bibel verĂ€ndert dich, Rosaria‘, warnte sie mich. Zitternd flĂŒsterte ich: ‚J., was ist, wenn dies alles wahr ist? Was ist, wenn Jesus wirklich der auferstandene Herr ist? Was ist, wenn wir alle in der Klemme sitzen?‘ 
 Die Bibel wurde immer grĂ¶ĂŸer in mir, bis sie meine ganze Welt durchströmte. Ich kĂ€mpfte mit aller Kraft dagegen. An einem Sonntagmorgen stieg ich aus dem Bett meiner lesbischen Geliebten und saß eine Stunde spĂ€ter in einer Kirche der Syracuse-reformierten Presbyterianischen Gemeinde [von Pastor Ken] 
 An einem Sonntag predigte Ken ĂŒber den Text aus Johannes 7,17: ‚Wenn jemand Gottes Willen tun will, wird er erkennen, ob diese Lehre von Gott ist oder ob ich aus mir selbst rede.‘ Dieser Vers stellte den Treibsand bloß, auf dem meine FĂŒĂŸe standen. Ich war eine Denkerin. Ich wurde ja bezahlt, BĂŒcher zu lesen und Kritiken darĂŒber zu schreiben. Ich ging davon aus, dass in allen Bereichen des Lebens die Erkenntnis vor dem Gehorsam stehen musste. Und ich wollte, dass Gott mir – zu meinen Bedingungen – zeigen sollte, weshalb HomosexualitĂ€t eine SĂŒnde ist 
 An diesem Abend betete ich, dass Gott mir die Bereitschaft gebe zu gehorchen, bevor ich verstand. Ich betete lange bis in das Morgengrauen 
 Dann spĂ€ter an einem der folgenden Tage kam ich mit offenen HĂ€nden und offenem Herzen zu Jesus. Ganz offen. In all diesen Auseinandersetzungen zwischen den krass verschiedenen Weltanschauungen standen mir Ken und Joy stets bei. Ebenso auch die Gemeinde, die seit Jahren fĂŒr mich gebetet hatte. Jesus triumphierte. Und ich war zerbrochen. Meine Bekehrung glich einem ZugunglĂŒck. In all meiner Schwachheit glaubte ich, dass, wenn Jesus den Tod besiegen konnte, er auch mein Leben in Ordnung bringen kann.“
   Seit 2009 ist Rosaria Champagne Butterfield nun eine glĂ€ubige Christin. Über ihren Lebensumschwung durch Jesus Christus hat sie auch ein Buch geschrieben, das leider bisher nur in Englisch vorliegt. Der Titel: „The Secret Thoughts of an Unlikely Convert“ (Die geheimen Gedanken einer merkwĂŒrdigen Bekehrten).

       TOPIC  Nr. 06/2016



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Weshalb wirkt die wirkungslose Homöopathie? 

   Natalie Grams ist Ärztin und Homöopathin. Ihr Buch „Homöopathie neu gedacht – Was Patienten wirklich hilft“ (ISBN 978-3-662-45336-0) beginnt sie so: „Ja, ich habe unter homöopathischer Therapie schwere AngstzustĂ€nde und Depressionen verschwinden, bösartige KrebsgeschwĂŒre zurĂŒckgehen und akute eitrige MandelentzĂŒndungen heilen sehen 
 Als ich mit der Arbeit an diesem Buch begann, wollte ich ein flammendes PlĂ€doyer fĂŒr die Homöopathie schreiben. Ich wollte als ĂŒberzeugte Homöopathin allen Zweiflern aufzeigen, was die Homöopathie möchte und kann. Nun halten Sie ein Buch in HĂ€nden, das sich sehr kritisch mit der Homöopathie auseinandersetzt. Vor einiger Zeit war ich mir noch sicher, dass in den homöopathischen Arzneimitteln eine besondere Energie enthalten wĂ€re, die den Körper zur Selbstheilung anregen kann. Inzwischen zweifle ich nicht nur daran, sondern bin davon ĂŒberzeugt (worden), dass dieser Teil nicht stimmt.“ „Dieser Teil“? Welcher dann? Diese Frage macht das Buch spannend.
   FĂŒr Dr. med. Grams ist heute sonnenklar: Die als Globuli bezeichneten homöopathischen Arzneien sind pharmakologisch völlig wirkungslos, weil sie einfach keine ursprĂŒnglichen Substanzen mehr enthalten können. Nach Lehre der Homöopathie muss eine Substanz, z. B. Belladonna (Tollkirsche), so lange verdĂŒnnt werden, bis sie eine „geistige“ Wirkung entfalten kann. Diese VerdĂŒnnung wird Potenzierung genannt. Eine D6-Potenz bedeutet, dass z. B. 1 Gramm Salz mit einer Wassermenge eines Tanklastzuges verdĂŒnnt werden muss; bei D22 wĂ€re fĂŒr 1 Gramm Salz der Inhalt aller Weltmeere von Nöten. Dieses nach D22 verdĂŒnnte „Weltmeer-Wasser“ in FlĂ€schchen abgefĂŒllt soll also helfen? FĂŒr Frau Dr. Grams sind die ebenfalls mit dem Potenzierungs-Verfahren hergestellten weißen Globuli-KĂŒgelchen voll mit: „nichts“. Sie können gar nicht wirken, weil keine Substanz mehr nachweisbar ist. Und doch wirken sie. Wodurch?
   Der Entdecker der Homöopathie, Samuel Hahnemann, erklĂ€rt die Wirkung so: In jedem Menschen existiere eine „geistartige Lebenskraft“, die gestört sei, wenn ein Mensch erkranke. Diese tief sitzende Störung mĂŒsse mit „geistartigen UmstimmungskrĂ€ften“, mit „Heil-Arzneien“, so bearbeitet werden, dass das „Lebensprinzip Gesundheit und die Lebens-Harmonie wiederhergestellt“ werden. Laut Hahnemann sei die Heilung ein „geistartiger“ Prozess, der durch das „Geistartige“ in den Arzneimitteln, durch Potenzierung, erreicht werde. Doch was ist das Geistartige? Etwas Übersinnliches, was in den Bereich der Esoterik gehört?
   Hahnemann war Freimaurer und AnhĂ€nger der Ansichten des chinesischen Philosophen Konfuzius. Über ihn schreibt Hahnemann: „Da ist göttliche Weisheit zu lesen, ohne Fabel und Aberglaube. Es ist ein wichtiges Zeichen der Zeit, dass Konfuzius bei uns nun kann gelesen werden. Ihn selber werde ich im Reiche der glĂŒcklichen Geister nun bald umarmen, den WohltĂ€ter der Menschheit, der uns den geraden Weg zur Weisheit und zu Gott fĂŒhrt, sechseinhalb Jahrhunderte vor dem ErzschwĂ€rmer.“ [Damit ist Jesus Christus gemeint.]
   FĂŒr Frau Dr. Grams gibt es in der Homöopathie nichts Okkultes. Sie weist darauf hin, dass in homöopathischen Praxen etwas geschieht, was in Arztpraxen kaum noch anzutreffen ist. Der Homöopath hört sich geduldig die Krankheitsgeschichte seines Patienten an und versucht – wenn er exakt nach Hahnemann arbeitet – Informationen ĂŒber die körperliche Ebene, die emotionale Ebene und die geistige Ebene herauszufinden. FĂŒr einen Homöopathen bedeutet eine Krankheit nicht die Störung eines Organs, sondern die Störung der angenommenen Lebenskraft.
   Laut Grams beginne ein Heilungsprozess schon dann, wenn der Patient einmal ausfĂŒhrlich ĂŒber seine Krankheit sprechen dĂŒrfe und somit seine Empfindungen symbolisch „los“wĂŒrde. Hierbei beschreite die Homöopathie ein StĂŒck weit einen psychotherapeutischen Weg. Es sei schon bemerkenswert, so Grams, dass in den 1990er Jahren die Homöopathie in Deutschland fast ausgestorben gewesen sei. Dann habe die Gesundheitsreform dazu gefĂŒhrt, dass Kranke als „FĂ€lle“ in Arztpraxen und KrankenhĂ€usern schnell abgearbeitet werden mĂŒssen und immer weniger Zeit fĂŒr den Patienten ĂŒbrig bleibt. Etwa zur selben Zeit erlebte die Homöopathie plötzlich eine Renaissance. Liegt es einfach daran, dass sich ein Homöopath im Gegensatz zum Arzt fĂŒr einen Patienten viel mehr Zeit nimmt und deshalb der Kranke lieber zu ihm geht?
   Laut Dr. med. Grams setze nach der ausfĂŒhrlichen Besprechung der Krankheit in der homöopathischen Praxis etwas ein, was geradezu perfekt einen Placebo-Effekt in Gang setze. Man wisse aus Forschungen, so die Medzinerin, dass, je genauer die Einnahmevorschrift und je komplizierter die Dosierung sei, umso grĂ¶ĂŸer der Placebo-Effekt sei. Etwa so: „RĂŒhren Sie drei Globuli in einem halbvollen Glas Leitungswasser solange im Uhrzeigersinn, bis sie sich aufgelöst haben. Nehmen Sie die Lösung alle drei Stunden, und zwar nur mit einem Holzlöffel ein.“ Wie Grams schreibt, behaupteten Homöopathen, in ihren Arzneien seien versteckte Informationen, die einen Heilungsprozess anstießen. Das sei in gewisser Weise richtig, allerdings in dem Sinne, dass sie eine bestimmte Information transportieren: „Allerdings keine ominöse energetische, sondern vielmehr eine tatsĂ€chliche und wortwörtliche. In ihnen steckt immer genau die Information (oder vielmehr Bedeutung), die der Patient benötigt. Wenn Krankheit auf drei Ebenen als geistiges Problem beschrieben und erlebt werden kann, dann lĂ€sst es sich durch eine geistige Vorstellung (eine Idee oder Information auf der gleichen Ebene) möglicherweise verĂ€ndern 
 Die Globuli sind TrĂ€ger einer Bedeutung und einer individuellen Autosuggestion, keine Medikamente im eigentlichen Sinn.“
   FĂŒr Grams ist vollkommen klar, dass die Homöopathie in der Lage ist, psychische KrĂ€fte geschickt zu mobilisieren, die einen ganz individuellen Heilungsprozess anstoßen können. Von daher sei der Homöopath mehr psychotherapeutisch unterwegs, weniger als klassischer homöopathischer Heiler.
   Frau Dr. Grams liefert in ihrem Buch eine durchaus schlĂŒssige ErklĂ€rung fĂŒr die Wirksamkeit des homöopathischen Heilens – fernab von allen okkulten ErklĂ€rungsmustern. Bleibt dennoch die Frage, ob Hahnemann das damals schon alles so durchschaut, gar geplant hat, wie es Kollegin Grams jetzt erklĂ€rt?
   FĂŒr viele Christen ist die Homöopathie deshalb tabu, weil 1. die genaue Wirksamkeit nicht erklĂ€rt werden kann und 2. diese Methode aus einer Quelle stammt, die fĂŒr Christen völlig inakzeptabel ist: Hahnemann war nicht nur ein konfuzianischer Heide, sondern auch ein erklĂ€rter Feind Jesu Christi.

         TOPIC  Nr. 06/2016



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Digital Farming: Die totale Kontrolle der Landwirtschaft beginnt 

   Die gesamte Landwirtschaft steht vor einer neuen Ära: einer totalen Kontrolle von der Krume bis zur KĂŒche. Man plant die komplette Überwachung der Böden und Pflanzen bis auf kleinste Einheiten hinunter. Der deutsche Software-Konzern SAP ist bei der Digitalisierung und Vernetzung von Daten aus der Landwirtschaft fĂŒhrend. Stephan Brand von SAP erlĂ€utert das Digital Farming (digitale Landwirtschaft) in einem Interview fĂŒr die Video-Plattform des von Dirk MĂŒller (Mr. Dax) betriebenen Internetportals Cashkurs.com so: „Wir sind heute technisch in der Lage, also Maschinen sind in der Lage, bis auf Quadratzentimeter-Ebene die NĂ€hrstoff-Zusammensetzung des Bodens zu bemessen. Und das unterscheidet sich auf einem Feld von Bereich zu Bereich. Das heißt, wenn ich diese Erkenntnisse habe und weiß, wo ich mit welcher Dosis rangehen muss, dann kann ich im nĂ€chsten Zug beim Ausbringen des DĂŒngers die Spezialmaschine mit den entsprechenden Informationen ausstatten, den DĂŒnger mit einer bestimmten Dosis pro Quadratmeter, pro Quadratdezimeter auszubringen 
 Es gibt Sensoren, die messen mir die Feuchtigkeit im Boden, die Bodenzusammensetzung, ich kann bestimmte NĂ€hrstoffzusammensetzungen analysieren, den Lichteinfall. Wir haben eine große Bandbreite von Sensoren und letztendlich brauche ich auch die Mischung dieser Daten, um zu Erkenntnissen zu kommen.“ Diese Erkenntnisse, diese Informationen sollen in gigantische Datenbanken einfließen, aus denen jeder gegen GebĂŒhren Informationen kaufen kann, um diese „Erkenntnisse“ zu vermarkten. Eine dieser schon vorhandenen Datenbanken heißt „SAP HANA“ und ist eine der grĂ¶ĂŸten Innovationen bei der SAP, weil dort Daten nicht nur aus der Landwirtschaft einfließen, sondern aus noch ganz anderen Bereichen von Wirtschaft und Industrie. Laut Brand haben nicht nur Landwirte an HANA ein Interesse, sondern auch Saatguthersteller, Landmaschinen-Bauer, Chemie-Konzerne oder die Lebensmittelindustrie. Die „Vorteile“ von Digital Farming beschreibt Brand so: „Zum einen sichern wir ĂŒber solche Maßnahmen, dass erst einmal ein Nachschub da ist an Produkten. Es ist durchaus eine Herausforderung bei der wachsenden Bevölkerung, das auch immer sicher zu stellen. Das andere ist das Nachverfolgen eines Gutes von der Produktion bis zum Endverbraucher, also von ‚Farm to Fork‘, also von der Landwirtschaft, von der Farm, bis auf die Gabel.“ Man könnte es auch anders sagen: Die totale Kontrolle landwirtschaftlicher Produkte ĂŒber die Industrie, den Supermarkt bis hin zum Endverbraucher. Mit Digital Farming entsteht ein weiterer Baustein zur lĂŒckenlosen Überwachung. Vor allem eines Bereiches unseres tĂ€glichen Lebens, der fĂŒr jeden Menschen existenziell ist.

       TOPIC  Nr. 06/2016



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Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
bedĂŒrfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages:
TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,

SCM baut evangelikale Medienmacht aus 

   Die Nachrichten aus dem Hause der Stiftung Christliche Medien (SCM/Witten und Holzgerlingen) waren in den letzten anderthalb Jahren keineswegs rosig und lieferten Stoff fĂŒr Spekulationen. 2014 gab völlig ĂŒberraschend der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Stiftung, Frieder Trommer, seinen Posten auf und wechselte zur StiftungMarburger Medien. Nachfolger von Trommer wurde Ulrich Eggers, der dadurch fĂŒr eine gewisse Zeit „Chef“ aller SCM-Verlage wie SCM R. Brockhaus, SCM Bundes-Verlag,SCM ERF-Verlag, SCM HĂ€nssler und des Dienstleistungs-UnternehmensICMedienhaus (Verpackung, Versand etc.) wurde. Im Rahmen einer Neustrukturierung 2015 wurden 25 Mitarbeiter frei- oder umgesetzt. Auch ein Branchen-Profi, der Leiter des Direktvertriebes, Joachim StĂ€ngle, musste die SCM verlassen. Als Grund fĂŒr den Abbau des SCM-Personals (derzeit noch 300 Mitarbeiter) wurde die anhaltende Krise im deutschen Buchhandel und Verlagswesen genannt. Laut Insider-Informationen war 2015 das wirtschaftlich schlechteste Jahr fĂŒr die SCM. Dann die nĂ€chste Negativ-Nachricht. Im MĂ€rz 2016 kĂŒndigte einer der wichtigsten Mitarbeiter der SCM, der Vertriebsleiter Winfried Kuhn. Der 59-JĂ€hrige half Ă€ußerst rĂŒhrig mit, die Geschicke des grĂ¶ĂŸten evangelikalen Verlagsunternehmens zu leiten. Obwohl Kuhn Katholik ist, schĂ€tzten ihn viele evangelikale Branchenkollegen fĂŒr seine klar biblisch ausgerichteten Aussagen zum christlichen Glauben. Kuhn wird jetzt 2. GeschĂ€ftsfĂŒhrer bei den Stuttgarter MedienhĂ€usern Verlag Katholisches Bibelwerk und Katholische Bibelanstalt und hofft, zum Ende seines Berufslebens „noch einmal etwas Besonderes bewegen zu können“.
   Doch nun ein Paukenschlag: Die SCM kaufte zum 1. Juli 2016 den Verlag Gerth Medien und den dazu gehörenden kleinen Verlagadeo sowie die ehemals unabhĂ€ngige Frauenzeitschrift Lydia, die sich seit 2010 unter dem Dach von Gerth Medien befindet. Wie ein Branchen-Kenner TOPIC mitteilte, liege der aktuelle Marktwert von Gerth Medien bei etwas unter 10 Millionen Euro. Was die Stiftung tatsĂ€chlich dem Vorbesitzer von Gerth Medien, Random House, aufs Konto ĂŒberwiesen hat, bleibt geheim. Random House ist eine internationale „weltliche“ Verlagsgruppe,zu der zig Verlage gehören. Gerth Medien war das einzige „fromme“ Verlagshaus unter den deutschen Verlagen. Mittlerweile kontrolliert Random House etwa ein Viertel der weltweiten Buchproduktion. Random House wiederum gehört zu großen Anteilen dem GĂŒtersloher Medienunternehmen Bertelsmann, das zu den grĂ¶ĂŸten der Welt zĂ€hlt.
   Wie gelangte nun Gerth Medien unter das Dach von Random House? Als der Verleger Klaus Gerth Anfang des neuen Jahrtausends seinen Ruhestand einleitete, suchte er nach KĂ€ufern fĂŒr seinen Verlag. Auch die 2000 gegrĂŒndete SCM hĂ€tte Gerth Medien damals erwerben können, war aber wohl deshalb nicht in der Lage dazu, weil man um das Jahr 2002 den in die Insolvenz gegangenen evangelikalen Verlags-Giganten HĂ€nssler mit Geldern von ĂŒber einer Million vor dem totalen Aus bewahrte und auch den Brockhaus-Verlagin die Stiftung integrierte. Vorstandsvorsitzender der SCM ist der milliardenschwere hessische Unternehmer Dr. h. c. Friedhelm Loh, der mit Millionen-BetrĂ€gen nicht nur HĂ€nssler rettete, sondern auch anderen angeschlagenen evangelikalen Verlagen finanziell unter die Arme griff, indem er ihnen unter dem Dach der Stiftung ein Überleben sicherte. Fakt ist: Damals lag fĂŒr Klaus Gerth kein akzeptables Angebot aus der evangelikalen Verlagsszene vor. Aufgrund seiner guten Kontakte zu Managern von Random House gelang Gerth 2005 dann der Verkauf an den Medien-Giganten.
   Nach Auskunft eines Branchen-Insiders warf Gerth Medien unter dem Dach von Random House jĂ€hrlich Gewinne ab – hĂ€tte somit gar nicht unbedingt verkauft werden mĂŒssen. Wie TOPIC weiter erfuhr, habe SCM Gerth Medien unter allen UmstĂ€nden kaufen wollen, was dann schließlich auch zu einem Erfolg fĂŒhrte. Das bedeutet dann aber auch, dass der Stiftungsstock von der SCM mit Millionen an Euro gut gefĂŒllt gewesen sein muss, um Gerth Medien zu erwerben. Random House formulierte den Weggang von Gerth Medien gegenĂŒber TOPIC so: „Obwohl uns der Abschied nicht leicht fĂ€llt, sind wir fest davon ĂŒberzeugt, dass Gerth Medien und adeo innerhalb der Stiftung Christliche Medien entscheidende Vorteile bei der strategischen Weiterentwicklung der Programme genießen werden.“  
   Wie TOPIC weiter von Insidern in Erfahrung bringen konnte, „baggert“ SCM auch an anderen noch unabhĂ€ngigen Verlagen „herum“, wie etwa dem Brunnen-Verlag in Gießen. Laut einem Insider wird „Brunnen“ wohl als nĂ€chstes von der SCM „geschluckt“ werden. Hier stellt sich die Frage: Was hat SCM vor? Will sich die Stiftung das gesamte evangelikale Verlagswesen in Deutschland einverleiben? Wenn ja, mit welchem Ziel? Etwa um nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stĂ€rker!“ den evangelikalen „Verlags-Laden“ zusammenzuhalten und vor dem Absturz zu bewahren? Gibt es außer dem großzĂŒgigen Finanzier Friedhelm Loh, der sein finanzielles Engagement in einem Interview bestĂ€tigte, noch weitere unbekannte Geldgeber fĂŒr den Stiftungsstock, die eventuell Interessen mitbringen? Tatsache ist nun mal, dass sowohl die wirtschaftliche als auch die leitende inhaltliche Programm-Planung in der Stiftung und der SCM-Verlagsgruppe in den HĂ€nden von ganz wenigen Personen liegen.
   Welche Gefahr eine solche Konzentration an Medienmacht darstellt, zeigt ein Vorfall aus dem Jahr 2010. Damals hatte der Maleachi-Kreis zum „Jahr der Stille“ ein Buch herausgebracht. Titel: „GefĂ€hrliche Stille! Wie die Mystik die Evangelikalen erobern will“. In zahlreichen Publikationen aus den SCM-Verlagen – zentral gesteuert durch das Projekt „Jahr der Stille“ – wurden Evangelikale an Themen wie Mystik und Meditation herangefĂŒhrt. Das kritische Maleachi-Buch nannte nicht nur Ross und Reiter, die hinter der Aktion steckten (und die auch in der SCM saßen), sondern legte auch den hoch okkulten Anteil an dieser Aktion offen. Das Maleachi-Buch erschien im Verlag CLV Bielefeld). Obwohl CLV ĂŒber das ICMedienhaus einen Vertrag fĂŒr die Auslieferung der CLV-BĂŒcher hatte und hat, boykottierte SCM die Auslieferung der Maleachi-Publikation und spielte dadurch seine Macht aus. Den offensichtlichen Vertragsbruch hĂ€tte CLV richterlich klĂ€ren lassen können – verzichtete aber darauf. Die kritischen Stimmen und Warnungen im Buch wurden somit einer breiten evangelikalen Leserschaft nicht bekannt, da das Buch auch in den SCM-Katalogen nicht aufgenommen wurde.
   Dieser Vorfall zeigt, welche Gefahren durch eine Monokultur im evangelikalen Verlagswesen heraufziehen können und welche Folgen eine solche Machtkonzentration hervorbringen kann. Und dann steht noch eine weitere BefĂŒrchtung im Raum: Was ist, wenn alle grĂ¶ĂŸeren Verlage im evangelikalen Lager zusammengefasst sind und dann dieses Gesamtpaket an einen anderen Besitzer fĂ€llt (s. dazu auch nĂ€chster Artikel)?

       TOPIC  Nr. 07/2016



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Die merkwĂŒrdigen Unwetter in Deutschland: ein ErklĂ€rungsversuch

   Extrem heftige Gewitter, sintflutartige RegenfĂ€lle, BĂ€che, die blitzschnell zu reißenden FlĂŒssen werden: Seit Ende Mai wurde Deutschland von einer Serie von ungewöhnlichen Unwettern heimgesucht. Unwetter in einem Format, das hierzulande bisher unbekannt war. Selbst Experten, wie Martin Grambow, Leiter der bayrischen Wasserwirtschaft und Professor an derTechnischen UniversitĂ€t MĂŒnchen, sind ratlos. Laut Grambow zeichnen sich die Unwetter durch zwei Besonderheiten aus: Die Unwetterzellen, gigantische Wolkenkonzentrationen, waren ĂŒber Stunden ortsfest und nicht wie ein normales Sommergewitter weitergezogen. Die zweite EigentĂŒmlichkeit: Die Unwetterzellen hatten eine Mega-GrĂ¶ĂŸe mit enormen Mengen an Feuchtigkeit. So etwas gibt es in Europa sehr selten und ist ein Wolken-PhĂ€nomen, das man eher in ÄquatornĂ€he findet. Und dann die dritte Eigenheit: Dieses riesige Unwetterfeld kreiste praktisch wochenlang ĂŒber Europa mit Schwerpunkt Deutschland.
   Eine schlĂŒssige ErklĂ€rung fĂŒr die vielen ungewöhnlichen Unwetter in letzter Zeit hat die meteorologische Fachwelt bisher nicht vorlegen können. Es sei der Klimawandel, wurde immer wieder vorgebracht. Das kann sein – aber auch nicht. Bisher gibt es keinen schlĂŒssigen wissenschaftlichen Endbeweis, dass der Klimawandel durch die BĂŒrger dieser Welt und ihre Lebensweise verursacht wird.
   Dazu kommt: Über die Wolken im Allgemeinen und ĂŒber gigantische Wolkenkonzentrationen im Speziellen, die die Horror-Unwetter auslösten, weiß man recht wenig. In einem Beitrag des TV-Senders ARTE vom 12.07.2011 mit dem Titel „Die rĂ€tselhafte Welt der Wolken“ sagte Professor Martin Wendisch von der UniversitĂ€t Leipzig: „Wolken bereiten uns AtmosphĂ€ren-Wissenschaftlern immer noch die grĂ¶ĂŸten Schwierigkeiten. Wir sind derzeit einfach noch nicht in der Lage, die einzelnen Prozesse, die innerhalb der Wolken ablaufen, realitĂ€tsnah in Klimamodelle einzubauen. Dazu sind die Prozesse zu vielfĂ€ltig, zu komplex.“ Angesichts der aus wissenschaftlicher Sicht sehr dĂŒnnen Faktenlage in Bezug auf die Ursachen der Unwetter im Monat Juni sind auch Aspekte zu berĂŒcksichtigen, die schnell als Verschwörungstheorie, als hirnrissiger Unsinn, abgetan werden.
   Am 11. August 1987 erhielt der Physiker Dr. Bernhard J. Eastlund in den USA das Patent Nr. 4.686.605. Am 6. September 1987 berichtete das National Public Radio, ein Netzwerk von freien Radiosendern in den USA, Folgendes: „Dr. Eastlund erklĂ€rte, dass seine neue Erfindung dazu benutzt werden kann, das Wetter durch die Umleitung von in sehr großen Höhen wehenden Winden zu verĂ€ndern 
 Die Erfindung benutzt eine erdbasierende Energiequelle, um elektromagnetische Radiowellen zu erzeugen und diese hoch oben in der AtmosphĂ€re zu konzentrieren. Dr. Eastlund sagte, dass die Erfindung den Jetstream steuern könne 
“ Der Jetstream setzt sich aus Starkwind-BĂ€ndern in einer Höhe von etwa 15 Kilometern ĂŒber der Erde zusammen. Diese Starkwind-BĂ€nder transportieren eine Unmenge an Wasser rund um den Erdball. Laut dem Patent-Text 4.686.605 kann die Erfindung von Dr. Eastlund große Regionen der oberen AtmosphĂ€re in eine unerwartet große Höhe anheben. Dadurch sei eine Wetter-Beeinflussung möglich. Patent hin, Patent her. Ist das, was Eastlund zum Patent anmeldete, nur Theorie?
   Schon seit den 1960er Jahren entstehen in den USA, der Sowjetunion, spĂ€ter dann auch in Europa gigantische Antennen-Anlagen. Die bekannteste ist die HAARP-Anlage in Alaska (TOPIC berichtete mehrfach – zuerst 1999.), die bis vor einiger Zeit dem US-MilitĂ€r unterstand und streng bewacht wurde. HAARP ist die AbkĂŒrzung fĂŒr „High-Frequency-Active Auroral-Research-Program“ und bedeutet: „Aktives Hochfrequenz-Projekt zur Erforschung der Aurora-Nordlichter in Alaska“. Von einem Antennenwald in Alaska wurden Radiowellen ĂŒber den Umweg der IonosphĂ€re (AtmosphĂ€renschicht) zur Erde gelenkt. Dadurch entstanden niedrigfrequente Wellen, mit denen man etliche Effekte erzielen kann. Genannt werden: Beeinflussung des Wetters, Durchleuchtung der Erde nach BodenschĂ€tzen sowie etliche militĂ€rische Anwendungen wie Funkkontakte zu U-Booten.
   In diesem HAARP-Projekt wird das umgesetzt, was Eastlund im Radio-Interview so beschrieb: „Die Erfindung benutzt eine erdbasierende Energiequelle, um elektromagnetische Radiowellen zu erzeugen und diese hoch oben in der AtmosphĂ€re zu konzentrieren.“ Damit könne man grĂ¶ĂŸere Regionen der ErdatmosphĂ€re anheben. Genau hier liegt der springende Punkt. Sollten die HAARP-Ă€hnlichen Anlagen auf dieser Erde dazu in der Lage sein, dann entstĂŒnde durch eine Aufheizung der IonosphĂ€re – erzeugt durch elektromagnetische Wellen – eine AusstĂŒlpung der IonosphĂ€re, was auf den dort strömenden Jetstream Einfluss nehmen könnte. Es entstehe – so die Theorie – eine Art Damm, der den Jetstream in eine andere Richtung lenken kann.
   In einem Interview mit dem Deutschlandfunk(30.5.2016) wurde die ZDF-„Wetterfrau“ Katja Horneffer zu den Ursachen der Wetterkatastrophe in Deutschland gefragt und kommt dabei auch auf den Jetstream zu sprechen: „Wir stellen fest in den letzten Jahren, dass klimawandelbedingt sich dieser Jetstream immer hĂ€ufiger verhakt. Das heißt, immer hĂ€ufiger gibt es solche Wetterlagen, die ĂŒber lange Zeit einer Ă€hnlichen Region das gleiche Wetter bringen, und genau das wird problematisch.“ Doch wer fuhrwerkt am Jetstream herum? Ist es ein allgemeiner Klimawandel oder ein von Menschenhand gemachter; sprich: nicht von den BĂŒrgern dieser Welt verursacht, sondern von Forschern, die mit ihren IonosphĂ€ren-Heizern etwas im Geheimen praktizieren und dadurch den Jetstream blockieren, das Verhaken erst ermöglichen?
   Angesicht der Tatsache, dass solche Antennen-Anlagen existieren und betrieben werden – auch von den EuropĂ€ern in Norwegen – , ergeben sich in Bezug auf die Unwetter in Deutschland einige Fragen: Wird gegen Deutschland und gegen Teile Europas ein Wetterkrieg gefĂŒhrt? Wenn ja, von wem mit welcher Absicht? Von Russland, um sich in Bezug auf die Sanktionen zu rĂ€chen? Oder von den Amerikanern, um eine Zustimmung zu TTIP zu erpressen? Oder ist ein ganz anderer Aspekt in Betracht zu ziehen?
   Die Unwetter in Deutschland ereigneten sich im Vorfeld eines großen Nato-Manövers in Polen. Im Juni tauchte völlig ĂŒberraschend ein russisches U-Boot vor Großbritannien auf. Die Amerikaner sind dabei, einen Raketenschild in Teilen des ehemaligen Ostblocks aufzubauen. Bei all diesen AktivitĂ€ten könnte die „HAARPTechnik“ bei der Nato wie auch bei den Russen (Kontakt zum U-Boot) zum Einsatz, zum Test gekommen sein, denn fĂŒr solche FĂ€lle ist sie auch vorgesehen. Sollte das der Fall gewesen sein, dann wĂ€ren die Unwetter in Deutschland möglicherweise „nur“ ein Kollateralschaden – militĂ€risch eben unvermeidbar.
   Der Deutsche Wetterdienst (DWD), der einen stĂ€ndigen Kontakt zur Bundesregierung unterhĂ€lt und praktisch durch das Bundesministerium fĂŒr Verkehr und digitale Infrastruktur gesteuert wird, wĂ€re eine Institution, die AktivitĂ€ten von HAARP-Ă€hnlichen Anlagen feststellen könnte. GegenĂŒber dem Journalisten und Buchautor Gerhard Wisnewski behauptete ein DWDSprecher allerdings, es gebe so etwas wie HAARP gar nicht. Da sind aber die Europa-Parlamentarier anderer Meinung. Sie befassten sich schon Ende der 1990er Jahre mit dem Thema HAARP und stellen in einem Bericht vom 14. Januar 1999 fest: HAARP gibt es, und die Anlage stellt eine Bedrohung fĂŒr die Umwelt dar!

       TOPIC  Nr. 07/2016



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Vorwurf: Herrnhuter „Losungen“ geben Gottes Wort verfĂ€lscht wieder

   Das am weitesten verbreitete deutsche Andachtsbuch — „Die Losungen“ der Evangelischen BrĂŒder-UnitĂ€t (Herrnhuter BrĂŒdergemeine) — sei redaktionell teilweise „schlampig“ und „theologisch ideologisierend“ gemacht. Diesen Vorwurf erhebt Pfarrer Ulrich Kronenberg (Speyer). Das Buch enthĂ€lt fĂŒr jeden Tag einen ausgelosten alttestamentlichen Bibelvers — die Losung — und eine zugeordnete Stelle aus dem Neuen Testament — den sogenannten Lehrtext. In einem Brief an Pfarrerin Benigna Carstens, die fĂŒr die Redaktion des Losungsbuches verantwortlich ist, schreibt der Theologe, dass Bibelverse oft nur bruchstĂŒckhaft wiedergegeben wĂŒrden. Wichtige Aussagen der jeweiligen Bibelstellen fielen dadurch weg, zum Beispiel ĂŒber den Zorn und das Gericht Gottes. Christen mĂŒssten aber das Evangelium vollstĂ€ndig weitergeben. „Ich sehe hier eine ernsthafte Gefahr, immer weiter in das WohlfĂŒhlchristentum abzugleiten“, so Kronenberg.
   Konkret nennt er unter anderem die Tageslosung vom 23. Mai aus 3. Mose 19,32, die wiedergegeben ist mit den Worten „Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren“. Es fehlt jedoch der zweite Teil des Satzes „... und sollst dich fĂŒrchten vor deinem Gott; ich bin der Herr“. Kronenberg fragt, warum dieses zentrale Gebot weggelassen wird: „Soll hier der Schmusegott prĂ€sentiert werden, den man sehr weit verbreitet findet in unserer Kirche?“ Beim Lehrtext fĂŒr denselben Tag (Römer 12,10) sei lediglich die Aussage abgedruckt „Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor“. Der vorhergehende Satz „Die brĂŒderliche Liebe untereinander sei herzlich“ wurde weggelassen. Kronenberg zufolge ist aber die brĂŒderliche Liebe das Erkennungszeichen der Christen: „Sind wir schon so weit in unserem theologisch-korrekten Genderwahn, dass wir deshalb die Botschaft gekĂŒrzt bekommen mĂŒssen?“ Laut Kronenberg werden Bibeltexte in den Losungen „handzahm“ gemacht.
   Pfarrerin Benigna Carstens aus Herrnhut wies die Kritik von Kronenberg zurĂŒck. Die Redaktion der Losungen mache die biblische Botschaft durch ihre Auswahl keineswegs „handzahm“. In den alttestamentlichen Bibelstellen, aus denen die Losungen gezogen wĂŒrden, fĂ€nden sich „jede Menge“ Worte ĂŒber die SĂŒnde, reichlich Ermahnungen zur Furcht des Herrn und Aufrufe, die Gebote Gottes zu loben. Ebenso seien immer wieder Aufforderungen zur Umkehr dabei. Auch vom Zorn Gottes werde gesprochen.

       TOPIC  Nr. 07/2016



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Wurde der Gotthard-Tunnel satanisch eingeweiht? 

   FĂŒr die Schweiz ist der Gotthard-Tunnel ein Jahrhundertwerk. Der lĂ€ngste Eisenbahn-Tunnel der Welt ist 57 Kilometer lang und wurde am 01. Juni 2016 eröffnet. Den geladenen GĂ€sten, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel, wurde zur Einweihung ein Schauspiel geboten, das etliche auslĂ€ndische GĂ€ste verstörte. Tanzende und schreiende „Heuhaufen“, ein barbusiger „Engel“ mit FlĂŒgeln, eine grölende Teufelsgestalt mit einer Ziegenkopf-Maske und andere „Engel“ wesen tanzten wild und brĂŒllend durcheinander. Besonders der Mann mit der gehörnten Ziegenkopf-Maske sorgte fĂŒr Aufmerksamkeit, weil exakt diese Aufmachung in Satanskulten von Bedeutung ist. Dort soll sie Satan symbolisieren und spielt als Baphomet in Ritualen eine Rolle. TatsĂ€chlich hatte die Inszenierung des Theaterregisseurs Volker Hesse einen „teuflischen“ Ursprung. Er setzte die in der Gotthard-Region bekannte Sage von der TeufelsbrĂŒcke um. Sie besagt, dass Urner BĂŒrger eine BrĂŒcke ĂŒber den wilden Fluss Reuss schlagen wollten, was ihnen aber nicht richtig gelang. Da kam der Teufel zur Hilfe und bot an, eine stabile BrĂŒcke zu bauen, wollte aber dafĂŒr die Seele desjenigen haben, der als erster ĂŒber die BrĂŒcke gehe. Da die Urner keinen Menschen opfern wollten, jagten sie einen Ziegenbock ĂŒber die BrĂŒcke, was den Teufel in Raserei versetzte. Mit einem Felsbrocken wollte er die BrĂŒcke zerstören, verfehlte sie aber. Noch heute ist der Felsbrocken in der NĂ€he von Göschenen als Teufelsstein bekannt.
   Mittlerweile existieren im Internet zahlreiche Original-Filmaufnahmen der Einweihungszeremonie, in denen versucht wird zu erklĂ€ren, wie satanisch die Einweihung orchestriert war. Schon beim Tunneldurchbruch 2010 zeigten sich erste spirituelle Akzente, die aus Sicht eines biblischen Christentums mit mehr als einem Fragezeichen zu versehen sind. Geistliche segneten den Tunnel und die Tunnelarbeiter mit Weihwasser und sprachen mehrere FĂŒrsprachen-Gebete an die heilige Barbara, die Schutzpatronin der Bergleute. Renzo Simoni, Chef der AlpTransit Gotthard AG, des Bauherrn des Eisenbahntunnels, gab beim Durchbruch „seinem“ Tunnel noch einen ganz anderen „Segen“ mit: „Weisheit leite den Bau, StĂ€rke fĂŒhre ihn aus und Schönheit ziere ihn!“ Es ist ein Motto der Freimaurer.

         TOPIC  Nr. 07/2016



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Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
bedĂŒrfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages:
TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,

Muslimische Jesus-TrÀume und die Bibel (S. 1)

   Es geschah nicht irgendwo in der arabischen Welt, sondern mitten in Deutschland: Der Domprediger von Wetzlar, der lutherische Pfarrer Dr. Michael Stollwerk, verabschiedet nach einem Gottesdienst die Besucher. Da kommt eine vermummte Frau auf ihn zu und fragt: „Sind Sie hier der Imam?“ Stollwerk: „In gewisser Weise ja, ich bin hier der Pfarrer.“ Darauf antwortet die Frau: „Dann sind Sie der richtige Mann. Gott hat mir im Traum empfohlen, in diese große Kirche am Markt zu gehen und den Imam nach der Wahrheit zu fragen.“ Diese Begebenheit war der Beginn einer Hinwendung einer Muslimin zum christlichen Glauben. Pfarrer Stollwerk fĂŒhrte die Frau sorgfĂ€ltig in die christliche Lehre ein und taufte sie dann Monate spĂ€ter.
   In dem Buch „TrĂ€ume und Visionen – Wie Muslime heute Jesus erfahren“, das der Brunnen-Verlag Gießen zusammen mit dem Hilfswerk Open Doors herausgebracht hat, wird davon berichtet, dass seit Beginn des 21. Jahrhunderts eine mysteriöse Entwicklung in der muslimischen Welt beobachtet wird: Muslime finden durch TrĂ€ume und Visionen zum christlichen Glauben. Eine Untersuchung habe ergeben, dass etwa 25 Prozent der Muslime, die Christen wurden, den Anstoß dafĂŒr durch ein ĂŒbersinnliches Erleben bekommen hĂ€tten.
   Im besagten Buch sind „23 wahre Geschichten“ abgedruckt, in denen ehemalige Muslime erzĂ€hlen, was ihnen widerfuhr, bevor sie Christen wurden. Aischa beispielsweise berichtet davon, dass sie im muslimischen Wallfahrtsort Mekka eines Nachts in ihrem Zelt von einem Mann besucht wurde. Er habe ein strahlend weißes Gewand angehabt und die Hand zum Gruß erhoben. Dieser Mann habe eine â€žĂŒberirdische WĂ€rme“ ausgestrahlt, und Aischa wusste sofort: „Dieser Mann liebt mich!“ Seine Augen schienen zu sagen: Komm mit mir. Aischa, so der Bericht weiter, habe sofort gewusst, in meinem Zelt steht Jesus. Auch nach dieser nĂ€chtlichen Vision habe „Jesus“ sie dann noch mehrere Male besucht – auch tagsĂŒber. Und immer wieder hĂ€tten die Augen „Jesu“ dieselbe Botschaft ausgestrahlt: Folge mir nach. Die „wahre“ Geschichte im Buch endet damit, dass Aischa zur Bibelschmugglerin wird. Sie transportiert Bibeln aus Jordanien, wo sie frei erhĂ€ltlich sind, nach Saudi-Arabien, wo sie streng verboten sind. Von einer Bekehrung ĂŒber SĂŒndenerkenntnis und Buße ist in dieser Geschichte nichts zu lesen.
   In einem Bericht des Schweizer evangelikalen Magazins Factum (3/2016) ĂŒber Bekehrungen von Muslimen durch TrĂ€ume ist davon die Rede, dass diese Traumbegegnungen mit „Jesus“ stets auch mit SĂŒndenerkenntnis einhergingen. Das Open Doors-Buch im Brunnen-Verlag dagegen berichtet ĂŒber klassische Bekehrungen mit SĂŒndenerkenntnis, Buße sowie Vergebung nach Jesus Visionen nur selten.
   Befasst man sich etwas nĂ€her mit diesem Thema „TrĂ€ume und Jesus-Visionen von Muslimen“, stĂ¶ĂŸt man sehr schnell auf ein unĂŒberwindbares Hindernis. Diese ĂŒbersinnlichen Erlebnisse unter Muslimen können biblisch eigentlich nicht sauber begrĂŒndet werden, besonders dann nicht, wenn eine visuelle „Jesus“ Begegnung mit im Spiel ist.
   Laut Neuem Testament wurde Jesus Christus nach seiner Himmelfahrt nur zweimal „leiblich“ gesichtet. Zum einen war es der MĂ€rtyrer Stephanus, der bei seiner Steinigung „Jesus an Gottes rechter Seite stehen sah“ (Apg. 7,55), und dann der Apostel Johannes in seinen Offenbarungs-Visionen, der einen „Menschensohn mit Augen wie lodernde Flammen“ (Offb. 1,1315) erblickte und sofort wie tot zu seinen FĂŒĂŸen sank. Diese Beschreibungen aus dem Neuen Testament lassen sich mit einem „Jesus“ aus muslimischen TrĂ€umen und  Visionen, der Liebe und Friede ausstrahlt, nur schwerlich in eine Übereinstimmung bringen. Die Jesus-Begegnung des Apostels Johannes ist die einzige detaillierte Beschreibung, wie Jesus nach seiner Himmelfahrt aussieht.
   Im Neuen Testament ist nirgendwo davon die Rede, dass sich Jesus nach seiner Himmelfahrt einem UnglĂ€ubigen sichtbar geoffenbart hat. Der einzige, den Jesus Christus direkt angesprochen hat, war Saulus, der spĂ€tere Paulus. Doch bei dieser Begegnung war Jesus Christus nicht zu sehen, sondern nur zu hören.
   Wenn Jesus Christus heute das Evangelium durch TrĂ€ume und Visionen persönlich kommuniziert, dann stĂŒnde diese AktivitĂ€t außerhalb seines im Wort Gottes, der Bibel, aufgezeichneten Ratschlusses. Der sieht vor, dass man ĂŒber Predigt und Bekehrung glĂ€ubig wird.
   Studiert man Berichte von TrĂ€umen und Jesus-Visionen bei Muslimen, dann muss man auch zur Kenntnis nehmen, dass sie sehr unterschiedlich ausfallen. Dominierend bei den Berichten ist der Auftritt eines „Jesus“, der nur Ă€ußerst selten von SĂŒnde, Buße und Vergebung spricht und auch nicht auf die Heiligkeit Gottes hinweist, so, wie es der biblische Jesus getan hat. Nicht selten tritt auch der Isa des Korans auf, der von vielen – auch Christen – als der biblische Jesus klassifiziert wird. Dieser Isa fordert die TrĂ€umenden auf, ihm zu folgen. Doch wie wir schon in der letzten TOPIC-Ausgabe dargelegt haben, kann Isa nicht der Jesus der Bibel sein.
   In der gesamten Bibel teilt sich Gott ĂŒber TrĂ€ume und Visionen mit. Warum sollte er diesen Weg nicht auch heute wĂ€hlen? Die Autoren des Open Doors/ Brunnen Buches, Tom Doyle und Greg Webster, sind sich wohl bewusst, wie gefĂ€hrlich diese Traum- und Visionsschiene sein kann und dass sie in mancherlei Hinsicht der westlichen biblischen  Theologie widerspricht. Deshalb akzeptieren die Autoren nur TrĂ€ume und Visionen als von Gott gegeben, wenn sie mit der Bibel ĂŒbereinstimmen und zu einer Bekehrung fĂŒhren. Dazu heißt es im Buch: „So stark diese TrĂ€ume und Visionen auch sein mögen – fĂŒr die meisten Muslime sind sie lediglich der TĂŒröffner, der ihnen hilft, die hohe Barriere zwischen ihnen und Jesus zu ĂŒberwinden.“ Und genau das ist schon tausendfach, wenn nicht millionenfach, geschehen und muss – wenn nach einer Bekehrung eine ernste Nachfolge Jesu Christi nach biblischer Vorlage folgt – als von Gott gewirkt stehen gelassen werden.
   Dennis McBride ist Pastor in der Campus-Kirche in Pensacola (US-Bundesstaat Florida), die sich selbst als unabhĂ€ngige Baptisten-Gemeinde vorstellt. McBride hat sich ausgiebig mit dem Thema „TrĂ€ume und Jesus-Visionen bei Muslimen“ beschĂ€ftigt und dazu eine biblisch Ă€ußerst fundierte Ausarbeitung vorgelegt. McBride schreibt als Fazit seiner Studie: „Der vorliegende Artikel kommt zu dem Schluss, dass die Bibel das PhĂ€nomen der TrĂ€ume unter Moslems auf Grundlage einer PrĂŒfung am Kontext der Schrift ablehnt. Folglich komme ich zu dem Schluss, dass diese TrĂ€ume und Visionen keine biblische AutoritĂ€t aufweisen und als außerbiblische Erfahrungen betrachtet werden mĂŒssen, die aus anderen Quellen als dem Heiligen Geist gespeist sind.

   “Die Ausarbeitung von McBride in deutscher Übersetzung ist unter folgender Internet-Adresse zu finden: http://distomos.blogspot.de/2013/10/moslems-traume-und-visionen-von-isa.html

         TOPIC  Nr. 08/2016



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Normale Christen sind in der  US-Kultur nicht mehr willkommen (S. 4)

   Das amerikanische Nachrichtenmagazin Time ist nicht irgendein BlĂ€ttchen, sondern gehört mit einer Auflage von ĂŒber fĂŒnf Millionen Exemplaren zu den fĂŒhrenden Magazinen in den USA.
   Ende Juni brachte Time einen Artikel mit der Überschrift „Normale Christen sind in der amerikanischen Kultur nicht mehr willkommen“. Darin schildert die Autorin, Mary Eberstadt, wie die Intoleranz gegenĂŒber Christen immer weiter zunimmt. An etlichen Beispielen belegt sie, wie diese Intoleranz im Alltag aussieht. So wurde ein Dozent in New York suspendiert, weil er einem Studenten eine Bibel gegeben hatte. Ein Football-Trainer wurde in Washington entlassen, weil er am Ende des Spieles ein Gebet auf dem Spielfeld gesprochen hatte. Ein Feuerwehrchef aus Atlanta wurde deshalb „gefeuert“, weil er im Selbstverlag ein Buch herausgab, das die christlichen Morallehren verteidigt. Eine Marinesoldatin wurde vor ein MilitĂ€rgericht gestellt nur deshalb, weil sie einen Bibelvers ĂŒber ihrem Schreibtisch angebracht hatte.
   Diese EinzelfĂ€lle sind aber nur die Spitze des Eisberges. FĂŒhrende evangelikale theologische AusbildungsstĂ€tten wie das Gordon College in Massachusetts und das Kings-College in New York bangen wegen ihrer theologischen Ausrichtung um ihre weitere Zulassung. Ebenso geht es vielen evangelikalen Schulen, deren Zulassung mehr und mehr infrage gestellt wird. Der bekannte Atheist Richard Dawkins und andere Atheisten bezeichnen den in den USA zugelassenen Hausunterricht, der vor allem von christlichen Familien genutzt wird, als Kindesmissbrauch. Time-Autorin Eberstadt nennt als weitere Beispiele fĂŒr die Intoleranz gegenĂŒber Christen Angriffe auf Schwangeren-Hilfsorganisationen , christliche WohltĂ€tigkeits-Organisationen und Adoptiv-Agenturen. Die USA, so Eberstadt, seien einstens auch auf der Basis von Religionsfreiheit gegrĂŒndet worden, deshalb sei es mehr als bedrĂŒckend, dass eine zunehmende Zahl von Amerikanern Angst habe, ĂŒber ihren Glauben – wobei nicht nur der christliche Glaube gemeint ist  – zu sprechen.

       TOPIC  Nr. 08/2016



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Die Ursachen fĂŒr den Terror liegen auch im Westen (S. 5)

   Immer wieder leiern sie denselben Satz gebetsmĂŒhlenartig herunter, wenn ein Terroranschlag die westliche Welt erschĂŒttert: Politiker mit der Aussage: Wir mĂŒssen die Ursachen des Terrors bekĂ€mpfen! Doch wo liegen die Ursachen des Terrors? Woher kam der sogenannte Islamische Staat (IS), und wer ließ ihn stark werden? Wer „produzierte“ die IS-Terroristen, die nun Europa in Angst und Schrecken versetzen? Die Defense Intelligence Agency (DIA) ist der Dachgeheimdienst der US-StreitkrĂ€fte. 2012 gelangte ein DIA-Dokument an die Öffentlichkeit, das ein brisantes Licht auf die Entstehung des IS wirft. Die konservative US-Stiftung Judical Watch hatte aufgrund eines speziellen Gesetzes (Freedom of Information Act), nach dem Regierungspapiere freigegeben werden mĂŒssen, die Veröffentlichung des DIA-Dokumentes erwirkt. In dem Geheimdienst-Dokument ist zu lesen, dass westliche MĂ€chte, die Golfstaaten und die TĂŒrkei der syrischen Opposition beistehen wollen, um „ein salafistisches Kalifat im Osten Syriens zu schaffen, um das syrische Regime zu isolieren“.
   Noch brisanter als das DIA-Dokument ist ein Interview, das der arabische Sender Al Jazeera mit dem ehemaligen DIA-Chef Michael T. Flynn fĂŒhrte. Darin bestĂ€tigt der General-Leutnant, dass sein Geheimdienst schon vor 2012 die US-Regierung gewarnt habe, dass eine extremistische Gruppe aus Salafisten, Moslembruderschaft und Al Kaida-KĂ€mpfern entstehe. Frage von Al Jazeera: „Sie behaupten also, dass auch die US-Regierung damals schon die Gefahr kannte, die von diesen Gruppierungen ausging, weil sie darauf hingewiesen haben. Und wer hat nicht auf Sie gehört?“ Flynn: „Ich denke, es war die komplette Regierung.“ Al Jazeera: „Die Regierung hat ihre Analyse nicht ernst genommen?“ Flynn: „Ich glaube nicht, dass sie blind war. Ich denke die US-Regierung hat eine willentliche Entscheidung getroffen“ [also wohl die Islamisten gewĂ€hren zu lassen]. Al Jazeera: „Die US-Regierung hat sich also bewusst dafĂŒr entschieden, einen Aufstand zu unterstĂŒtzen, der von Salafisten, Al Kaida und der Moslembruderschaft ausging?“ Flynn: „Sie hat sich ganz bewusst dafĂŒr entschieden 
 Sie mĂŒssen schon den PrĂ€sidenten selbst fragen, was er mit dieser Politik erreichen wollte, die ich sehr konfus finde.“
   Shri V.P. Haran war von 2009 bis 2012 Indiens Botschafter in Syrien. In einem Interview schilderte er, wie Syrien vor den Unruhen ein Land gewesen sei, in dem grĂ¶ĂŸtenteils Friede und Ordnung herrschten. 2009 hĂ€tten in einer Umfrage 67 Prozent der arabischen Welt Syriens Machthaber Bashar-al-Assad zum beliebtesten arabischen Politiker gewĂ€hlt. Die politischen Unruhen, so der Botschafter, seien von außen in das Land getragen worden und u. a. von den Golf-Staaten ausgegangen. Haran: „Viele der Probleme in Syrien stammen aus auslĂ€ndischen Quellen, die versuchen, sich eines ungelegenen Regimes zu entledigen.“
   Angesichts dieser HintergrĂŒnde stellt sich die Frage, wo der Terror zuerst zu bekĂ€mpfen ist. Infrage kĂ€men Washington, London, Berlin, Paris, Ankara, Doha in Katar oder Riad in Saudi-Arabien.

       TOPIC  Nr. 08/2016



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PokĂ©mon Go: Beileibe nicht so  harmlos, wie es scheint (S. 6)

   PokĂ©mon Go ist zurzeit das mit Abstand beliebteste Video-Spiel bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. FĂŒr dieses Spiel wird ein Smartphone mit GPS-Ortung benötigt sowie ein Computer-programm, das in Form einer App auf das Handy geladen wird. Die Faszination dieses Spiels liegt in der VerknĂŒpfung von realer Welt mit dem kĂŒnstlichen Kosmos von PokĂ©mon Go. Das Spiel kann grundsĂ€tzlich nur im Freien gespielt werden, da man dazu gezwungen wird, die Landschaft draußen zu erkunden.
   Nehmen wir an, Sie sind Spieler von PokĂ©mon Go. Als Erstes mĂŒssen Sie sich in diesem Video-Spiel eine Trainer-Figur zurechtbasteln. Ihre Person muss in Form einer menschenĂ€hnlichen Figur im Spiel vorhanden sein. Eine solche Figur nennt sich Avatar. Nun marschieren Sie los, beispielsweise durch Ihre Stadt, und haben als Ziel einen Friedhof. Da PokĂ©mon Go mit GPS-Ortung arbeitet, wird ihr Handy zum „Navi“. Sie bekommen anhand einer Karte exakt angezeigt, wo Sie sich gerade befinden. Plötzlich taucht auf Ihrer Karte ein PokĂ©mon auf. PokĂ©mons sind monsterartige Wesenheiten und tragen Namen wie Pikatchu, Ketchum oder Hypno. Doch woher kommt dieses PokĂ©mon? Sie sehen auf Ihrer Navi-Karte, dass sich dieses PokĂ©mon auf der anderen Seite Ihrer Straße befinden muss. Wie kommt es aber dort hin? Es wird durch das Spielsystem via Satellit dort platziert. Wenn Sie dieses PokĂ©mon fangen möchten, dann mĂŒssen Sie sich dem PokĂ©mon nĂ€hern. Sind Sie nahe genug dran, dann gilt es, auf Ihrem Handy einen Ball zu diesem PokĂ©mon zu schießen und es zu treffen. Treffen Sie es, dann haben Sie ein weiteres PokĂ©mon in Ihrer Sammlung.
   Die japanische Firma Nintendo hat dieses Video-Spiel auf der Basis der „Real World Gaming“-Plattform der US-Firma Niantic entwickelt. Niantic gehörte einst zum Internet-Riesen Google und arbeitet mit ihm auch noch zusammen. Nehmen wir an, Sie nĂ€hern sich Ihrem Endziel, dem Friedhof. Sie sehen schon auf Ihrer Navi-Karte im Handy, dass er links von Ihnen liegen wird. Plötzlich tauchen auf Ihrem Bildschirm Geister- und DĂ€monen- PokĂ©mons auf, denn es gibt fĂŒr das PokĂ©mon GoSpiel ĂŒber 100 verschiedene Wesen. Doch warum erscheinen diese DĂ€monen-PokĂ©mons genau dort am Friedhof? Sie erscheinen deshalb dort, weil das GPSSystem den Friedhof erkannt hat und automatisch diese Geister-PokĂ©mons ins Spiel bringt. Der Friedhof ist ein sogenannter PokĂ©Stop, an dem man auf besonders viele PokĂ©mons stoßen kann, aber auch auf Hilfsmittel, die man fĂŒr das PokĂ©mon Go-Spiel gut gebrauchen kann. Solche PokĂ©Stops können SehenswĂŒrdigkeiten, öffentliche Kunstobjekte, DenkmĂ€ler oder auch Seen sein.
   Mit dem Jagen und Erobern von PokĂ©mons ist das Spiel lĂ€ngst nicht ausgeschöpft. Es hat noch zahlreiche andere Facetten, deren Darstellung den Rahmen dieses Artikels sprengen wĂŒrde.
   Obwohl dieses Spiel dafĂŒr sorgt, dass Kinder und Jugendliche dazu animiert werden, endlich raus zu gehen und sich im Freien zu bewegen – bei der „Eier AusbrĂŒtfunktion“ muss der Spieler mit seinem Handy einige Kilometer laufen, um den gewĂŒnschten Erfolg zu haben –, beinhaltet das Spiel auch etliche Gefahren, die nicht ĂŒbersehen werden dĂŒrfen.
   So muss jeder Spieler sein EinverstĂ€ndnis dazu geben, dass sein Bewegungsprofil aufgezeichnet und in den USA in irgendeiner Form verarbeitet werden darf. Aus einem solchen Bewegungsprofil lassen sich SchlĂŒsse ziehen: Welche GeschĂ€fte, LokalitĂ€ten, Kirchen etc. werden wie lange besucht? Deutsche DatenschĂŒtzer haben deshalb PokĂ©mon Go schon heftig kritisiert. Aber auch aus biblischer Sicht sind Bedenken anzumelden.
   Wie Ulrich Skambraks, einer der Autoren des Buch Bestsellers „Der Griff nach unseren Kindern“ (Titelvergriffen), erklĂ€rte, spiegele die PokĂ©mon-Geschichte den uralten Kampf zwischen guten und bösen MĂ€chten wider, so wie man ihn aus vielen Mythologien kenne. Die PokĂ©mon-Wesen seien eine Mixtur unterschiedlicher Geistwesen. So zeigten die Feuer-, Wasser-, Erd- und Luft-PokĂ©mons Parallelen zur Gattung der aus der Magie bekannten Elementar-Geister.
   Die Grundidee des PokĂ©mon-Spieles stamme aus Japan. Dort verehre man im Schintoismus, so Skambraks, eine von Geistern belebte Natur. PokĂ©mon Go fĂŒhre geradezu perfekt die Spieler in diese heidnische Grundidee ein, weil die PokĂ©mon-Geister auf dem Handy mit der echten Natur verbunden seien. So wĂŒrden beispielsweise in der NĂ€he von realen Seen die Wasser-PokĂ©mons auftauchen. Ein weiterer Hinweis fĂŒr eine magische Deutung sei das Energie-Punkte-System, das die PokĂ©mons energetisch auflade. Dieses EnergiePrinzip kenne man ebenfalls aus der Magie. Dazu komme, dass der Trainer im Spiel quasi in die Rolle eines Magiers schlĂŒpfe.
   Fazit: Wie in vielen Spielen mit Fantasy-Hintergrund wird auch in PokĂ©mon Go eine heidnische Vorstellung proklamiert und verfestigt, die davon ausgeht, dass eine böse Geisterwelt – somit das Böse – durch Kampf und mit Hilfe von okkulten KrĂ€ften unterworfen werden könne.
   FĂŒr Christen ist das Böse in Gestalt des Bösen durch Jesus am Kreuz von Golgatha besiegt worden. Wer in der Kraft dieses Jesus Christus heute lebt, wird versuchen, mit göttlicher Liebe das Böse in dieser Welt zu ĂŒberwinden und nicht anders.  

         TOPIC  Nr. 08/2016



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Hulbee: Christliche Suchmaschine kann Porno-Angebot nicht verbannen 

   Das Christliche Medienmagazin pro „verkaufte“ in seiner aktuellen Ausgabe einen Artikel ĂŒber eine neue Internet-Suchmaschine so: „Suchmaschine ohne Sex“. Der Artikel beginnt mit einer Verheißung, die aufhorchen lĂ€sst: „Wer im Internet nach ‚Sex‘ sucht, erhĂ€lt Hunderttausende Treffer zu einschlĂ€gigen Sex- und Pornoseiten. Nicht so, wenn man den Begriff bei der Suchmaschine Hulbee eintippt, die liefert ein einzeiliges Resultat: ‚Es wurden keine Ergebnisse fĂŒr Sex gefunden.‘ Hulbee zeigt bei Suchanfragen keine Ergebnisse, deren Seiten Pornografie und Gewalt enthalten und darauf hinweisen.“ Leider doch! Wer nur ins Suchfenster „Sex“ oder „Porno“ eingibt, erzielt bei Hulbee keinen Treffer. Das stimmt! Allerdings, wer seine Suchanfrage umstellt und Begriffkombinationen wie etwa „MĂ€dchen unter ...“ eingibt, stĂ¶ĂŸt rasch auf Pornofilmchen auch mit Lesbensex und Gruppensex. Noch mehr Auswahl gibt es an Pornofotos. Hulbee hilft sogar mit, ganz leicht weitere „Porno-Sachen“ zu finden, wenn man erst einmal auf einer Porno-Seite gelandet ist. Das hĂ€ngt damit zusammen, dass Hulbee eine semantische Suchmaschine ist, die zu den gefundenen SchlĂŒsselbegriffen vergleichbare Inhalte zur Auswahl anbietet.
   Der Erfinder von Hulbee, Andreas Wiebe, sagte pro: „Als Christen und von Eltern von drei Kindern wollten wir etwas bauen, das die Kinder vor dem Bombardement mit Pornografie schĂŒtzt. Was wir uns wĂŒnschen, werden vielleicht auch andere Eltern wĂŒnschen.“ Ja, zu wĂŒnschen wĂ€re es. Doch Sex und Porno gĂ€nzlich vom Computerschirm zu verbannen, schafft – leider! – auch Hulbee nicht. DarĂŒber mĂŒssen Eltern – und vielleicht auch Ehepartner – Bescheid wissen.
   Dennoch soll die neue christliche Suchmaschine einen unschlagbaren Vorteil haben. WĂ€hrend Suchmaschinen wie „Google“ jede Menge Suchanfragen und Nutzerdaten sammeln und darĂŒber eine Art „Interessens-Akte“ anlegen, versichert Wiebe, dass seine Suchmaschine Hulbee dergleichen nicht vornimmt.

        
TOPIC  Nr. 09/2016



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Gen-Forscher: Menschheit hat Gene von drei Ur-Frauen nach der Sintflut 

   Das Mitochondrion ist ein faden- oder kugelförmiges Gebilde, das sich in jeder menschlichen Zelle befindet. Dieses Gebilde weist eine besondere Eigenart auf: Es besitzt eine eigene Erbsubstanz, die sogenannte mtDNA. In der Wissenschaft von Ursprung, Folge und Verwandtschaft von Geschlechtern (Genealogie) ist diese mtDNA von großer Bedeutung. Die mtDNA wird nur von einer Mutter auf ihre Tochter weitergegeben. Die Tochter wiederum kann ihre mtDNA nur an ihre Töchter weitergeben. Durch diese Besonderheit konnte z. B. nachgewiesen werden, dass die amerikanische Urbevölkerung am engsten mit der Urbevölkerung Eurasiens verwandt ist – also von einem gemeinsamen VorlĂ€ufer abstammt.
   Der Biologe D. Nataniel Jeanson arbeitet in der Forschung des amerikanischen Institute for Creation Research (ICR). Das ICR ist ein Institut fĂŒr Schöpfungsforschung, das Forschungen allein aus biblischer Weltsicht vornimmt. Das ICR geht davon aus, dass Tatsachen in der Wissenschaft biblischen Informationen nicht widersprechen werden.
   Jeanson, der seinen Doktor an der Harvard Medical School in Zell- und Entwicklungsbiologie machte, wollte bei seinen ICR-Forschungen herausfinden, ob bei der mtDNA der Menschheit irgendwelche Gemeinsamkeiten zu entdecken sind. Der Wissenschaftler besorgte sich zunĂ€chst mtDNA-Sequenzen von allen großen Volksgruppen und gab diese in ein Computerprogramm ein, das Ă€hnliche Sequenzen so nah wie möglich anordnete. Das Ergebnis war ein Baum-Diagramm, das die Abstammungslinien darstellte. Jeansons Daten zeigen nun, dass der menschliche mtDNA-Baum drei zentrale Knoten hat. Somit trĂ€gt jeder heute lebende Mensch eine von drei einzigartigen mĂŒtterlichen Abstammungs-Sequenzen in sich. FĂŒr den glĂ€ubigen Christen Jeanson ist klar, wer diese drei Ur-MĂŒtter gewesen sein mĂŒssen: Es sind die Frauen von Noahs Söhnen Sem, Ham und Japhet.
   Laut Bibel ĂŒberlebten als Menschen nur Noah und seine Familie die große Sintflut. Sie mussten die Erde neu bevölkern und legten – zumindest rein theoretisch – einen Grundstock fĂŒr die mtDNA.

           TOPIC  Nr. 09/2016



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Krisen ĂŒber Krisen: Welche Bedrohung könnte brandaktuell werden? 

   Euro-Schuldenkrise mit derzeitigem Schwerpunkt Italien, Ukraine/Krim-Krise, FlĂŒchtlingskrise, TĂŒrkei-Krise, absehbare Welt-Wirtschaftskrise, IS-Krise, Brexit-Krise, Automobilkrise durch Abgas-Schummeleien und dann noch eine drohende globale Umwelt-Krise. Die Menschheit wird bedroht von Krisen, aber keine hat sich bisher als global katastrophal erwiesen.
   Dennoch macht sich Angst unter den BĂŒrgern breit. Eine reprĂ€sentative Umfrage des Meinungsforschungs-Institutes GfK im Auftrag der Hamburger BAT-Stiftung bestĂ€tigte dies schon im Dezember 2015 in eindrĂŒcklicher Weise. Gingen 2014 nur 31 Prozent der befragten Deutschen mit Angst ins neue Jahr, so waren es Ende 2015 an die 55 Prozent. 83 Prozent der Interviewten rechnen mit schlechteren Zeiten in 2016.
   Das britische Forschungsinstitut Control Risks, das Unternehmen und öffentliche Institutionen in politischen und sicherheitsrelevanten Entwicklungen berĂ€t, legte Ende 2015 eine Prognose vor, die weitere Ängste schĂŒrt: Europa stehe vor einer dramatischen Wende und könne daran zugrunde gehen. Als GrĂŒnde fĂŒr eine solche Horror-Entwicklung nennen die Analytiker eine mögliche Vermischung von Themen wie „FlĂŒchtlinge“, „Terrorismus“ und „wachsender Nationalismus“ in Europa. Soll heißen: Wenn weitere TerroranschlĂ€ge in Europa stattfinden sollten und die TĂ€ter unter den FlĂŒchtlingen auszumachen sind, dann werde die Stimmung unter der Bevölkerung rasch nach „rechts“ umschlagen.
   Nun ist interessant festzustellen, dass die FlĂŒchtlingskrise unserer Tage viele Jahre vorher schon prognostiziert wurde. Im April 2010 berichtete TOPIC ĂŒber den Auftritt des Schweizer Armeechefs AndrĂ© Blattmann, der in der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK) vor großen FlĂŒchtlingsströmen warnte, die auf Europa und somit auch auf die Schweiz zukommen wĂŒrden.
   Ein Jahr vor Blattmanns Auftritt erschien eine Studie der EU-Denkfabrik European Institute for Security Studies (EUISS / EuropĂ€isches Institut fĂŒr Sicherheitsstudien). Die 196-Seiten-Studie in englischer Sprache trĂ€gt den Titel „What ambitions for European defence in 2020?" (etwa: Welche AnsprĂŒche kommen auf die Verteidigung Europas 2020 zu?). Schonungslos zeichnen die Experten der EUISS Szenarien auf, die in den nĂ€chsten zehn Jahren auf die Welt und natĂŒrlich auch die EU zukommen sollen. So mĂŒsse die EU davon ausgehen, dass 80 Prozent der Weltbevölkerung kĂŒnftig in Krisengebieten leben werden. Diese Menschen werden sich aufmachen und nach PlĂ€tzen suchen, wo sie sicherer und besser leben können. TOPIC liegen mehrere seriöse Untersuchungen vor, die mit konkreten Zahlen belegen, warum mit einer FlĂŒchtlings-Sintflut gen Europa zu rechnen ist. In vielen LĂ€ndern Afrikas und des Nahen Ostens erreiche der Bevölkerungsanteil junger Menschen unter 20 Jahren – z. B. in Afghanistan – mittlerweile die 50 Prozent-Marke. FĂŒr die Millionen-Heere – vor allem junger MĂ€nner – sei keine Arbeit vorhanden. Das liege auch daran, dass in den betroffenen LĂ€ndern kaum kleinere und mittelgroße Firmen vorhanden seien, die weltweit die meisten ArbeitsplĂ€tze schaffen.
   Aber fast alle dieser jungen Leute haben ein Handy und bekommen ĂŒber Internet mit, wie „paradiesisch“ es anderswo ist – besonders im naheliegenden Europa. Die Aussage eines jungen Afrikaners in einem TV-Interview ist symptomatisch fĂŒr Millionen seiner Altersgenossen: „Entweder ich sterbe bald hier in Afrika oder bei der Überfahrt im Mittelmeer oder ich erreiche Europa. Mir ist alles egal!“

           TOPIC  Nr. 09/2016



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Geheimakten belegen: USA bauen an einem undemokratischen Europa 

   Es war schon etwas ganz Besonderes: Am 23. Juni 2016, einen Tag bevor die Briten ĂŒber ihr Ausscheiden aus der EuropĂ€ischen Union entschieden, veröffentlichte die britische Zeitung Telegraph einen ganz speziellen Gastbeitrag. Autor: US-PrĂ€sident Barack Hussein Obama. In dem Artikel beschwor Obama die Briten, nicht aus der EU auszutreten. Die Entscheidung der Briten sei von großem Interesse fĂŒr die Vereinigten Staaten. Diese Aussage des US-PrĂ€sidenten versteht man umso besser, wenn man Inhalte von geheimen Akten kennt, die vor einiger Zeit fĂŒr historische  Forschungszwecke freigegeben wurden. Zu den Ergebnissen dieser historischen Forschung wurde bisher nur wenig bekannt.
   Über diese Forschung hat jetzt der deutsche Wirtschafts-Wissenschaftler und Professor fĂŒr Internationales Bankenwesen Richard A. Werner in der Schweizer Zeitung Zeit-Fragen (5. Juli 2016) ausfĂŒhrlich berichtet.
   Die Schaffung einer EU, so Professor Werner, sei eine große Operation des amerikanischen Geheimdienstes CIA gewesen – und ist es wohl immer noch. Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg hĂ€tten große US-Stiftungen und Unternehmensgruppen MilliardenbetrĂ€ge zur VerfĂŒgung gestellt, um europĂ€ische Einigungsbewegungen, wie etwa auch die Bilderberg-Gruppe, aufzubauen und zu finanzieren. Eine SchlĂŒsselfigur sei z. B. der polnische Jesuit Joseph Retinger (1888-1960) gewesen, der der „EuropĂ€ischen Bewegung“ vorstand und 1954 mit Prinz Bernhard der Niederlande im niederlĂ€ndischen Hotel „de Bilderberg“ die Bilderberg-Gruppe grĂŒndete. Retinger und andere große EuropĂ€er wie Robert Schumann „wurden von ihren amerikanischen Sponsoren alle als gedungene ArbeitskrĂ€fte behandelt.“ So formulierte es jedenfalls der britische Journalist und ehemalige BrĂŒsseler Korrespondent der britischen Zeitung The Daily Telegraph in einem Artikel ĂŒber die freigegebenen Geheimakten.
   Wie Professor Werner schreibt, sei es den Amerikanern von vorneherein darum gegangen, europĂ€ische Parlamente auszuschalten und ein System zu schaffen, in dem wenige Personen Europa zentral regieren, aber von den BĂŒrgern nicht wĂ€hlbar sind. Werner listet fĂŒnf mĂ€chtige PrĂ€sidenten der EU auf: „der nicht gewĂ€hlte PrĂ€sident der europĂ€ischen Zentralbank und Goldman Sachs-Zögling Mario Draghi; der nicht gewĂ€hlte PrĂ€sident der EuropĂ€ischen Kommission Jean-Claude Juncker; der nicht gewĂ€hlte BrĂŒsseler Kommissar und ‚PrĂ€sident der Euro-Gruppe‘ Jereon Dijsselbloem; der ‚PrĂ€sident des Euro Gipfels‘ Donald Tusk und der PrĂ€sident des EuropĂ€ischen ParlamentesMartin Schulz.“

               TOPIC  Nr. 09/2016



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Wenn der Antichrist alle Schulden tilgen wĂŒrde. 

   Wer als Christ mit biblischen Hintergrund-Informationen derzeit die Wirtschafts- und Finanznachrichten studiert, wird auf drei neue Schwerpunktthemen stoßen, die ihn wachrĂŒtteln mĂŒssten. Zum einen wird immer hĂ€ufiger ein weltweiter Schuldenerlass diskutiert, zum anderen ĂŒber ein völlig neues weltweites Bezahlsystem berichtet und 3. die Abschaffung des Bargeldes postuliert in Kombination mit dem Einpflanzen eines Chips in den Körper.
   Jeder bibelfeste Christ wird eine Passage aus dem letzten Buch der Heiligen Schrift kennen, in der das Auftauchen eines Diktators beschrieben wird, des Antichristen, der zusammen mit seinem Assistenten, dem falschen Propheten, die Weltherrschaft an sich reißen wird. Dieser antichristliche Assistent wird dafĂŒr sorgen, „dass sich alle Menschen – Hohe und Niedrige, Reiche und Arme, Freie und Sklaven – ein Kennzeichen an ihre rechte Hand oder ihre Stirn machen ließen. Ohne dieses Kennzeichen – das war der Name des Tieres beziehungsweise die Zahl seines Namens – wĂŒrde niemand mehr etwas kaufen oder verkaufen können“ (Offb. 13,16-17).
   Christen vergangener Jahrhunderte konnten sich nicht im Entferntesten ausmalen, wie ein solches antichristliches Bezahlsystem technisch funktionieren könnte. Schwer vorstellbar war auch die globale Dimension dieses Systems, denn Offenbarung Kapitel 13 Vers 16 spricht davon, dass „alle Menschen“ davon betroffen sein werden. Eine weitere Frage, die sich stellt: Wie wird es dem Antichristen möglich sein, die Weltgemeinschaft von diesem Bezahlsystem zu ĂŒberzeugen? In der Bibel heißt es lapidar, dass der Assistent des Antichristen dafĂŒr „sorgte“. Heute zeichnen sich Entwicklungen ab, die erahnen lassen, mit welchen Mitteln der Antichrist seine Agenda umsetzen könnte.
   Etwa seit 2015 lĂ€uft das „grĂ¶ĂŸte Experiment der Geldpolitik in der Weltgeschichte“. So jedenfalls hat es eine KoryphĂ€e der Finanzbranche, der Investment-Banker Baron Jacob Rothschild, formuliert. Rothschild gehört zu der legendĂ€ren Bankiersfamilie gleichen Namens. Was meint Rothschild mit dem grĂ¶ĂŸten Experiment der Geldpolitik? Überall auf der Welt kaufen Zentralbanken von ihren verschuldeten Staaten, von Banken und mittlerweile auch von Unternehmen die Schulden ab. Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) beispielsweise will bis zum Ende kommenden Jahres von Italien 400 Milliarden Euro an Staatsschulden ĂŒbernehmen. Das bedeutet: Diejenigen Banken, Fonds – oder wer auch immer –, die Italien Geld geliehen haben, haben fĂŒr die Begleichung der Schulden nun die EZB als alleinigen Ansprechpartner und nicht mehr Italien. Ein Analyst der international operierenden Großbank HSBC hat ausgerechnet, wenn die EZB immer weiter und weiter Staatsschulden von Euro--LĂ€ndern ĂŒbernehmen wĂŒrde, dann wĂ€re Deutschland in 8,8 Jahren entschuldet – Italien in 14 Jahren. Anders – etwas ĂŒberspitzt – betrachtet: Zug um Zug landen alle Schulden Europas in den BĂŒchern der EZB. Das Nachrichtenmagazin Focus schrieb ĂŒber den EZB-Chef: „Ist das womöglich der geheime Plan von Mario Draghi?“ Was hat der EZB-„Drache“ (Dragi, italienisch fĂŒr die Drachen) mit den Schulden vor? Denn irgendwann mĂŒssen sie bezahlt oder gestrichen werden. Zu welchen Bedingungen?
   Mittlerweile sind Staaten, private Haushalte, der Finanzsektor und alle ĂŒbrigen Unternehmen auf dieser Welt mit insgesamt ĂŒber 200 Billionen US-Dollar verschuldet. Namhafte Großinvestoren und MilliardĂ€re plĂ€dieren mittlerweile ganz offen fĂŒr einen globalen Schuldenerlass. Das berichtet der Finanzdienst Cashkurs von Dirk MĂŒller (Mr. Dax). Wenn dieser gigantische Schuldenerlass kommen sollte, dann mĂŒsse auch ein neues Finanzsystem aus der Taufe gehoben werden mit einer globalen Weltstaatsbank, wie es heißt.
   Es springt nun ins Auge, dass gleichzeitig mit diesem „grĂ¶ĂŸten Experiment der Geldpolitik“ und der Idee, dieser Welt die Schulden zu erlassen, eine parallel laufende Entwicklung zu beobachten ist.
   Das amerikanische Medien-Unternehmen Bloomberg, dessen Spezialgebiet Wirtschafts-Nachrichten
sind, berichtete am 2. Mai 2016 ĂŒber ein Geheimtreffen von ĂŒber 100 hochrangigen ReprĂ€sentanten aus Wirtschaft und Bankenwesen in den USA, die ĂŒber ein ganz neues digitales Bezahlsystem diskutiert haben sollen. RĂŒckgrat dieses neuen digitalen „Geldes“ soll ein Computersystem namens „Blockchain“ sein. Nur wenige Monate spĂ€ter beschloss ein Konsortium aus fĂŒnfzehn japanischen Banken, ebenfalls in die Blockchain-Technologie einzusteigen. Was ist nun diese Blockchain? Blockchain bedeutet ins Deutsche ĂŒbersetzt „Blockkette“. Es ist – sehr vereinfachend ausgedrĂŒckt –
ein hochkomplexes, mit gigantischen Rechenleistungen verbundenes Buchungssystem, das sicherstellt, dass Zahlungen ohne eine Bank in kĂŒrzester Zeit vollzogen werden können. Es werden praktisch Kaufkraft-Werte digital blitzschnell hin- und her verschoben. Ein Artikel ĂŒber Blockchain wurde in der SĂŒddeutschen Zeitung (SZ) so ĂŒberschrieben: „Diese Technologie wird die digitale Welt verĂ€ndern.“
   Neben dieser Blockchain-Technologie, die die bisherige Vorstellung vom Bezahlen mit Geld sprengt, wird gleichzeitig in den Medien ein Trend verstĂ€rkt, der den Menschen deutlich machen soll, dass die Abschaffung des Bargeldes bevorstĂŒnde. Obwohl viele Menschen immer noch gerne mit Barem bezahlen, wird ihnen immer dieselbe Botschaft eingehĂ€mmert: „Globaler Gesellschaftstrend spricht gegen Bargeld“ (Cashkurs.com), „Der Krieg gegen das Bargeld lĂ€uft lĂ€ngst“ (focus.de), „Es gibt kein Grundrecht auf Bargeld“ (Zeit online).
   Neben diesem Thema eines möglichen Endes von Bargeld rĂŒckt ein weiteres Thema in die Öffentlichkeit vor. Seit Anfang 2015 lassen sich schwedische Arbeitnehmer einen Chip implantieren. Ein Artikel in der Internet-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) aus MĂ€rz 2015 beginnt so: „Hannes Sjöblad braucht keine Zugangskarte mehr, um in sein BĂŒro zu kommen. Auch in das Fitnessstudio geht der Schwede ohne Kundenkarte. Und das Handy entsperrt er, ohne eine PIN einzugeben. Sjöblad hat sich im vergangenen Herbst zwischen Daumen und Zeigefinger einen reiskorngroßen Chip unter die Haut pflanzen lassen, der all diese Aufgaben ĂŒbernimmt. Sobald seine Hand in die NĂ€he eines geeigneten LesegerĂ€tes oder EmpfĂ€ngers kommt, ist er identifiziert.“ LĂ€ngst ist das Thema „Chippen“ kein Randthema mehr. Die Bild-Zeitungberichtete im letzten Jahr darĂŒber, ebenso die Zeitung Die Welt. Selbst das Magazin der Deutschen Betriebskrankenkassen griff in seiner Ausgabe 3/2016 dieses Thema auf. Nach Unterlagen der UNO soll jeder Mensch bis 2030 einen biometrischen Ausweis bekommen. Biometrischer Ausweis bedeutet ein Erfassen von Gesicht, Iris und FingerabdrĂŒcken und das Digitalisieren auf einen DatentrĂ€ger. Von dem Einpflanzen eines Chips ist in den UNO-Unterlagen noch nicht die Rede. Der Schritt, diese biometrischen Daten gleich auf einem Chip unter die Haut zu bringen, wĂ€re allerdings aufgrund der vorliegenden Technik nur noch ein kleiner.
   Was ist zusammenfassend zu beobachten? Im Moment lĂ€uft ein Programm – besonders in Europa –, Schulden bei der EZB zu zentralisieren. Namhafte Großinvestoren und MilliardĂ€re plĂ€dieren mittlerweile ganz offen fĂŒr einen globalen Schuldenerlass. Man fordert ein neues, weltweites Finanzsystem mit einer globalen Weltstaatsbank. Mit Hochdruck wird an einem völlig neuen Bezahlsystem unter dem Stichwort „Blockchain“ gearbeitet. Themen wie die völlige Abschaffung des Bargeldes und das Chippen werden in der Öffentlichkeit salonfĂ€hig gemacht.
   Was wĂ€re, wenn ein antichristlicher Weltherrscher auftauchen wĂŒrde, der die Welt mit einer neuen, faszinierenden Idee betört: Wenn ihr, die BĂŒrger dieser Welt, mein völlig neues Bezahlsystem annehmt und eure Zustimmung mit eurem eigenen Körper, per Kennzeichnung an Hand oder Stirn, „unterschreibt“, dann werden alle Schulden dieser Welt getilgt. Ihr seid dann frei von aller Schuldenlast. Dieser Anti-Christus wĂŒrde mit dieser Idee etwas umsetzen, was man auch so sehen könnte: Jesus kam auf diese Welt, um die Schuld des Menschen gegenĂŒber Gott auf sich zu nehmen,
und hat somit jedem Menschen die Möglichkeit auf ewiges GlĂŒck eröffnet. Der Antichrist tritt an, um eine total verschuldete Menschheit von ihren Schulden zu befreien, damit sie frei von aller Schuldenlast wieder kaufen und verkaufen kann.

       TOPIC  Nr. 10/2016



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Millionen fĂŒr das „Haus des Einen“ 

   Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) hat das Berliner Projekt „House of One“ (Haus des Einen) gewĂŒrdigt. Es sei ein „Leuchtturm von nationaler Bedeutung und internationaler Ausstrahlung“, sagte sie am 26. August 2016 in Berlin. Hendricks ĂŒbergab im Rahmen des Bundesprogramms „Nationale Projekte des StĂ€dtebaus“ eine Förderzusage ĂŒber 2,2 Millionen Euro. Weitere 1,1 Millionen Euro kommen aus Mitteln des Landes Berlin. Zum Hintergrund: Unter einem Dach sollen in Berlin-Mitte eine Kirche, eine Synagoge und eine Moschee entstehen. Ein vierter Saal ist als Forum zum Gedankenaustausch geplant. Das Projekt kostet rund 43 Millionen Euro. Initiatoren sind die Ev. KirchengemeindeSankt Petri-Sankt Marien, die örtliche JĂŒdische Gemeinde, das Rabbinerseminar Abraham-Geiger-Kolleg und die muslimische Initiative Forum Dialog. Die kath. Kirche ist nicht beteiligt. Der aktuelle Spendenstand betrĂ€gt 4,3 Millionen Euro. Ab einem Aufkommen von zehn Millionen Euro soll die erste Bauphase beginnen. Ziel ist es, das Haus im Jahr 2020 einzuweihen. Hendricks zufolge soll der Bau Begegnungen ermöglichen und Menschen begeistern. Das „House of One“ zeige, dass sich die Suche nach Gott nicht erledigt habe, unabhĂ€ngig davon, „wie man seinen Gott auch nennen möge“.
   Das House of One macht geradezu in perfekter Weise freimaurerisches Denken sichtbar: mehrere Religionen unter einem Dach, die als gemeinsames Dach den „One“, ein höchstes unpersönliches Wesen, akzeptieren. In der Freimaurerei gilt die Großloge von England als maßgeblichste Quelle freimaurerischen Denkens. In einer ErklĂ€rung zum VerstĂ€ndnis zwischen Freimaurerei und Religion macht die Loge folgenden Standpunkt deutlich: „Die Bezeichnung fĂŒr das Höchste Wesen erlaubt Menschen unterschiedlicher Glaubensbekenntnisse, sich zu vereinigen im Gebet zu Gott (dem Gott, wie er der Vorstellung jedes Einzelnen entspricht), ohne dass der Inhalt des Gebetes Anlass zu Zwistigkeiten gibt. Die Freimaurer bezeugen einander gegenseitig Respekt fĂŒr das Höchste Wesen, so wie es in der jeweiligen Religion als Höchstes Wesen erscheint. Die Freimaurerei betrachtet es nicht als ihre Aufgabe, eine Vereinigung der verschiedenen Religionen zu versuchen. Es gibt deshalb auch keinen irgendwie zusammengesetzten freimaurerischen Gott.“ Was bedeutet nach diesen AusfĂŒhrungen „ein Höchstes Wesen“, an das jeder Freimaurer glauben muss (!), wie es der  Freimaurer-Philosoph Giuliano Di Bernardo in seinem Buch „Die neue Utopie der Freimaurerei“ darlegt? Di Bernardo bezeichnet dieses Höchste Wesen als „regulatives Ideal“, was besagt, ĂŒber allem Glauben an einen speziellen Gott stehe ein nicht zu fassendes und zu beschreibendes höchstes Wesenselement, das alles Religiöse vereine.
   Di Bernardo schreibt in einem anderen Buch mit dem Titel „Die Freimaurer und ihr Menschenbild“: „FĂŒr den Christen ist die Wahrheit absolut, ewig und unverĂ€nderlich. Sie ist direkt von Gott offenbart 
 FĂŒr den Maurer dagegen ist die Wahrheit ein gedanklicher Richtpunkt, nach dem er sich bei seiner initiatischen Selbstveredlung ausrichtet. Die Wahrheit ist ein fernliegendes Ziel, dem er sich schrittweise nĂ€hern kann, ohne es je zu erreichen. Kein Maurer kann fĂŒr sich in Anspruch nehmen, die Wahrheit zu besitzen.“
   Die Freimaurerei versucht mit ihrem Denken, jeglichen Ansatz von Wahrheit zu eliminieren – hauptsĂ€chlich im Bereich der Religion. Da jeder Mensch hoffnungslos religiös ist, akzeptiert die Freimaurerei einen persönlichen Glauben an einen Gott, ordnet aber diesen Glauben unter das regulative Prinzip des Höchsten Wesens, des völlig nebulösen „One“, unter. Somit wird jegliche exklusive Wahrheit in einem Glauben ausgebremst und dann in ein Streben nach Wahrheit ĂŒberfĂŒhrt, in eine Endlosschleife mit den Bezeichnungen „Dialog und Toleranz“. Wer dieses freimaurerische Prinzip einmal durchschaut hat, wird mit Entsetzen feststellen, wie weit es bereits das Denken im christlichen Abendland bestimmt und in der Praxis des sogenannten interreligiösen Dialogs vorherrscht.

         TOPIC  Nr. 10/2016



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Druckte DER SPIEGEL 1982 einen prophetischen Text fĂŒr 2016 ab? 

   Wissen Sie noch, was im Jahr 1982 auf der Welt so alles passierte? 1982 war ein eher ruhiges Jahr.Das einzig Bedeutende von Weltrang war die Beendigung des Falklandkrieges zwischen Argentinien und Großbritannien. In diesem Jahr 1982 druckte das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner Ausgabe 16/1982 AuszĂŒge aus einem Buch des langjĂ€hrigen hannoverschen Oberstadtdirektors und NDR-Intendanten Martin Neuffer. Titel des Buches: „Die Erde wĂ€chst nicht mit“ (vergriffen). Darin fordert der linke Sozialdemokrat, die Einwanderung von TĂŒrken in die Bundesrepublik „scharf“ zu drosseln und auch das Asylrecht „drastisch“ auf EuropĂ€er zu beschrĂ€nken.
   Einer von Neuffers Ausgangspunkten zur Beurteilung der gesellschaftlichen Situation damals war der starke Zuzug von TĂŒrken nach Deutschland. Neuffer schreibt, dass die TĂŒrken sich gar nicht in die deutsche Gesellschaft integrieren wollen. Der angesehene Sozialdemokrat bringt dann Beispiele, wozu die Einwanderung von Menschen aus anderen Kulturkreisen fast immer fĂŒhrt: „Aus eingewanderten Mexikanern werden keine englischsprechenden Nordamerikaner. Sie bringen ihre spanische Kultur und Sprache mit und bilden eine eigene Gesellschaft. In Wirklichkeit handelt es sich dabei gar nicht um eine Einwanderung, deren Ziel immer die Integration im aufnehmenden Land ist, sondern um eine Art friedliche Landnahme.“
   Nachdem Neuffer dann anfĂŒhrt, dass sich auch in Großbritannien asiatische Minderheiten nicht integrieren ließen, zieht er den Schluss: „Ethnische Gruppenkonflikte in LĂ€ndern mit großen, nichtintegrierten Einwanderungsbevölkerungen können sich ĂŒber generationslange ZeitrĂ€ume hinziehen und zu einer stĂ€ndigen Quelle von UnstabilitĂ€t und Unfrieden werden 
 Weltweit haben Umsiedelungen und Vertreibungen grĂ¶ĂŸerer Bevölkerungsteile, wo sie nicht mit der völligen VerdrĂ€ngung der Eingesessenen verbunden waren, in aller Regel zu Konflikten, Spannungen und Klassenherrschaft, zu Elend und Gewalt gefĂŒhrt.“
   Ein Kapitel widmet Neuffer Kindern und HalbwĂŒchsigen, die nach Deutschland kommen. Er schreibt, dass sie hier so gut wie keine Chance hĂ€tten auf einen qualifizierten Arbeitsplatz, weil sie keinen Schulabschluss schafften, und auch, weil sie Analphabeten seien. Selbst eine „gutgemeinte Integrationspolitik der Bundesrepublik“ fĂŒhre „oft zu untragbaren Belastungen fĂŒr deutsche Kinder und Lehrer in den Schulen. Die Herausbildung von Wohnungsschwerpunkten der AuslĂ€nder fĂŒhrt zur VerdrĂ€ngung eingesessener deutscher Bevölkerung aus ihren Stadtteilen.“ Weiter schreibt Neuffer 1982 etwas, was damals wie heute aktuell ist: „Politische Auseinandersetzungen radikaler AuslĂ€ndergruppen, besonders der TĂŒrken, fĂŒhren zu zusĂ€tzlichen Krawallen und zur BeeintrĂ€chtigung der Sicherheit und des Friedens auf den Straßen und PlĂ€tzen unserer StĂ€dte. Die Gruppen exportieren die heimischen Konflikte nach Deutschland und tragen sie hier mit aller  RĂŒcksichtslosigkeit aus.“
   Der ehemalige hannoversche Oberstadtdirektor fĂŒhrt dann aus, dass das, was aus seiner Sicht fĂŒr die TĂŒrken gelte, „auch fĂŒr die Angehörigen der meisten LĂ€nder außerhalb der europĂ€ischen Gemeinschaft“ zutreffe. Neuffer ist nicht grundsĂ€tzlich gegen eine Asylpolitik: „Aber unser kleines Land kann nicht zur Zuflucht aller BedrĂ€ngten der Erde werden. Es bleibt uns keine andere Wahl, als das Asylrecht drastisch einzuschrĂ€nken 
 Es ist wohl notwendig, ausdrĂŒcklich zu sagen, dass es sich hier nicht um Diskriminierung handelt. Die Deutschen sollen ja nicht deshalb – so einigermaßen – unter sich bleiben, weil sie zu einer besseren Sorte Menschen gehören. Sondern es sollen ihnen vermeidbare soziale Probleme und Belastungen, Konflikte und Auseinandersetzungen erspart werden, wie sie aus der Aufnahme großer ethnischer und kulturell fremder Bevölkerungsgruppen entstehen. Es soll ihr Recht gewahrt und gesichert werden, in einem deutschen und nicht in einem Vielvölkerstaat zu leben.“
   Angesichts dieser AusfĂŒhrungen von Neuffer, die im Grunde zeitlos sind, weil sie ein Problem beschreiben, das sich nirgendwo auf diesem Globus wirklich lösen lĂ€sst, stellen sich Fragen an die MĂ€chtigen in Berlin: „Warum tun Sie uns Deutschen das an? Oder wissen und sehen Sie gar nicht, was Ihre FlĂŒchtlingspolitik anrichtet?“ Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt sagte einmal: „Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschĂ€tzt werden!“ Vielleicht war diese
Aussage doch kein Scherz (s. nÀchster Artikel).

         TOPIC  Nr. 10/2016



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 Ist der Schulunterricht zur sexuellen Vielfalt generell verfassungswidrig? 

   In Schleswig-Holstein ist ein Rechtsgutachten erstellt worden, das bundesweit Bedeutung bekommen könnte. Das Rechtsgutachten hatte der Verein echte Toleranz e.V. in Auftrag gegeben. Wie der Vorstand und Pressesprecher des Vereins berichtete, habe es große Schwierigkeiten gegeben, einen Gutachter zu finden, der sich des Themas annehmen wollte. Worum geht es? Am 24. Januar 2014 hatte der Landtag in Schleswig-Holstein mit Mehrheit beschlossen, einen Aktionsplan gegen Homophobie (Angst und Abneigung vor der Ausbreitung der HomosexualitĂ€t) umzusetzen. Schon in den Schulen sollte Kindern beigebracht werden, dass Lesben, Schwule, Bisexuelle, Intersexuelle und Transgender-Menschen nicht diskriminiert werden dĂŒrfen. Den Auftrag fĂŒr die Erarbeitung des Unterrichtsmaterials zu diesem Thema vergab die schleswig-holsteinische Sozialministerin Kirstin Alheit an den Lesben und Schwulenverband Schleswig-Holstein (LSVD SH). Der prĂ€sentierte im Januar 2015 den „Methodenschatz fĂŒr Grundschulen zu Lebens- und Liebesweisen“ und kassierte dafĂŒr 50.000 Euro an Steuergeldern. Von diesen 50.000 Euro flossen 20.000 Euro an das PETZE-Institut fĂŒr GewaltprĂ€vention gGmbH in Kiel, das dann das eigentliche Unterrichtsmaterial erstellte. Finanziell unterstĂŒtzt wird das PETZE-Institut u.a. von der Ikea-Stiftung und der katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Es war dieses PETZEMaterial, das den Anlass zum Rechtsgutachten lieferte.
   In seinem 100-seitigen Rechtsgutachten legt der Hamburger Verfassungsrechtler Prof. Dr. Christian Winterhoff dar, dass die SchĂŒler durch das Unterrichtsmaterial zur sexuellen Vielfalt vom Staat psychologisch manipuliert (indoktriniert) wĂŒrden. Winterhoff: „Das Unterrichtsmaterial verstĂ¶ĂŸt gegen das Indoktrinationsverbot, weil es den SchĂŒlern die Wertvorstellung vermittelt, dass homosexuelle und heterosexuelle Verhaltensweisen gleichwertige AusprĂ€gungen menschlicher SexualitĂ€t seien.“ Laut Winterhoff dĂŒrfe an staatlichen Schulen die Auffassung einer sexuellen Vielfalt vorgestellt werden, jedoch nicht als einzig wahre und richtige Sicht dieses Sachverhaltes gewertet werden. Genau Letzteres sei bei dem jetzt vorgelegten Unterrichtsmaterial der Fall. Gegenteilige Wertvorstellungen zur sexuellen Vielfalt blieben unerwĂ€hnt, und deshalb wĂŒrden „SchĂŒler dazu veranlasst, die im Methodenschatz vermittelte Auffassung nicht nur zu tolerieren, sondern zu akzeptieren, also gutzuheißen und zu ĂŒbernehmen“, erklĂ€rte Professor Winterhoff. Der Staat dĂŒrfe nur zur Toleranz, aber nicht zur Akzeptanz anleiten.
   Aufgrund dieses Rechtsgutachtens, das auch bundesweite Bedeutung haben soll, können nun Eltern zumindest in Schleswig-Holstein gegen das Unterrichtsmaterial klagen. Bis jetzt ist das Material allerdings noch nicht eingefĂŒhrt. Der Verein echte Toleranz bietet auf seiner Homepage www.echte-toleranz.de nicht nur eine Dokumentation zum Thema, sondern auch das gesamte Rechtsgutachten an.

       TOPIC  Nr. 10/2016



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Martin Luther, die Juden und die Endzeit 

   Wird der Judenhass, den Martin Luther zum Ende seines Wirkens entwickelte, heute dazu fĂŒhren, dass zentrale theologische Lehren der Reformation verĂ€ndert, gar aufgegeben werden? Exakt zu diesem Thema gibt es seit Monaten scharfe Auseinandersetzungen innerhalb der ev. Kirche. Die 12. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland(EKD) Anfang November 2015 in Bremen befasste sich u. a. mit dem Thema „Martin Luther und die Juden“. In dem zwei DIN-A-4-seitigen Beschluss brachten die Synodalen zum Ausdruck, dass der Judenhass Luthers das bevorstehende Reformations-JubilĂ€um stark belaste. Deshalb wolle man sich „in Theologie und Kirche der Herausforderung stellen, zentrale theologische Lehren der Reformation neu zu bedenken und dabei nicht in abwertende Stereotype zu Lasten des Judentums zu verfallen. Das betrifft insbesondere die Unterscheidungen ‚Gesetz und Evangelium‘, ‚Verheißung und ErfĂŒllung‘, ‚Glaube und Werke‘ und ‚alter und neuer Bund‘“.
   Dieser Passus im Synoden-Beschluss fĂŒhrte zu einer heftigen Erwiderung der angesehenen Theologin Dorothea Wendebourg in einem Aufsatz fĂŒr die protestantische Zeitschrift Zeitzeichen. Wendebourg ist Professorin fĂŒr Kirchengeschichte an der Berliner Humboldt-UniversitĂ€t und ist auch stellvertretende Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats fĂŒr das Reformations-JubilĂ€um. Die Reformations-Historikerin fĂŒrchtet, das JubilĂ€um im nĂ€chsten Jahr könne zu einer Feier der „theologischen Harmlosigkeiten“ werden. Die zentrale Grundlage des Protestantismus und der Christen ĂŒberhaupt sei die Feststellung, dass Jesus von Nazareth Sohn Gottes und Erlöser ist. FĂŒr die Juden sei Jesus nicht der erwartete Messias. Diese „einander widersprechenden religiösen Überzeugungen“ mĂŒsse man heute im jĂŒdisch-christlichen Dialog aushalten, fordert Wendebourg. „Friedliches Zusammenleben und religiöser Gegensatz schließen einander nicht aus.“
   Doch wie kam es dazu, dass Luther in seinem frĂŒhen theologischen Wirken projĂŒdisch war, in seinem spĂ€teren dann aber eine schlimme antijĂŒdische Position vertrat?
   DarĂŒber gibt ein vom Format kleines, 123 Seiten starkes BĂŒchlein Auskunft, das brandneu im Verlag Mitternachtsruferschienen ist. Geschrieben hat es der Redaktionsleiter der Zeitschrift Mitternachtsruf, RenĂ© Malgo. Das Buch trĂ€gt den Titel „Luthers Endzeit – was wir vom deutschen Reformator ĂŒber das Ende der Welt lernen können“ (ISBN 978-3-85810-336-9).
   Malgo beginnt sein Buch so: „Als ich dieses Buch zu schreiben begann, konnte ich nicht abschĂ€tzen, wie viel Arbeit und Recherchen fĂŒr vergleichsweise wenige Seiten erforderlich sein wĂŒrden.“ TatsĂ€chlich entpuppt sich das relativ schlanke Schriftwerk als reichhaltiger Zitatenschatz in Bezug auf Martin Luther und seine theologische Position zum Thema „Endzeit“. Doch nicht nur das: Luthers Standpunkt zur Endzeit offenbart nicht nur, wie es bei ihm zum Judenhass kommen konnte, sondern auch, wie Christen von heute mit dem Thema „Endzeit“ umgehen sollten.
   Schon zur Anfangszeit der Reformation schrieb Luther an einen Freund: „Ich bin ĂŒberzeugt, der letzte Tag ist auf der Schwelle.“ Immer wieder betonte der Reformator: „Es ist die letzte Stunde!“ und es wĂŒrde „keine 100 Jahre mehr dauern“, bis Jesus Christus wiederkomme. Luther glaubte, in seiner Zeit eindeutige biblische Endzeitzeichen zu erkennen. Das ist auch gut nachzuvollziehen, wenn man die damals vorherrschende theologische Schau kennt.
   Luther war, wie jeder Mensch, Kind seiner Zeit. Er war geprĂ€gt durch die theologischen Einsichten von Kirchenlehrern vor ihm. Zu nennen sind da die KirchenvĂ€ter Dionysius (gest. 264), Augustinus von Hippo (354-430) oder der Prediger und Mystiker Bernhard von Clairvaux (1090-1153). Sie gingen davon aus, dass das in der Offenbarung genannte 1.000-jĂ€hrige Reich kein echtes sichtbares Reich sei, sondern allgemein das Kirchenzeitalter meine. Wenn sich dieses Kirchenzeitalter zu seinem Ende neige, wĂŒrde die ebenfalls in der Offenbarung dargestellte TrĂŒbsalszeit mit der Verfolgung der Christen beginnen. Danach kĂ€me Jesus Christus wieder, und alle Menschen wĂŒrden auferstehen zum Gericht. Bernhard von Clairvaux glaubte, er lebe bereits in der Endzeit, und ging davon aus, der Antichrist werde aus der Gemeinde der GlĂ€ubigen kommen. Viele Anschauungen der KirchenvĂ€ter ĂŒbernahm Luther und glaubte, dass das Kirchenzeitalter, respektive das 1000-jĂ€hrige Reich, mit Papst Gregor VII. zu Ende gegangen sei – also 400 Jahre vor Luthers Wirken. Seitdem, so Luther, sei der Papststuhl antichristlich. FĂŒr ihn war jeder Papst ein antichristlicher Vertreter, der sich in den göttlichen Tempel der Kirche setzte. Seine Reformation wertete Luther bloß als Besserung endzeitlicher VerhĂ€ltnisse.
   Der Reformator nahm nun in der Judenfrage an, dass, wenn alle von Gott auserwĂ€hlten Heiden glĂ€ubig geworden seien, auch ein neues Zeitalter fĂŒr die Juden anbrechen werde, in dem Gott alle Juden bekehren werde. Die Freundlichkeit, die Luther am Anfang seines Wirkens gegenĂŒber den Juden zeigte, hing sehr eng mit seinen neuen reformatorischen Erkenntnissen und seiner Endzeiterwartung zusammen. Doch die Juden der damaligen Zeit zeigten Luther die kalte Schulter, und einige Rabbiner Ă€ußerten sich sogar Ă€ußerst abfĂ€llig ĂŒber Christus. Dazu kam, dass die Juden zur Zeit Luthers ausgerechnet in den UmwĂ€lzungen der Reformationszeit ein Zeichen fĂŒr die Ankunft ihres Messias sahen.
   All das verhĂ€rtete zusehends das VerhĂ€ltnis Luthers zu den Juden und schlug dann – aus heutiger Sicht leider – in blanken Hass um. Dieser Prozess bei Luther ereignete sich zudem in einer Zeit, in der Judenhass in der Bevölkerung sowieso die Norm war. Luthers Judenhass war kein Rassenhass, sondern wurde gespeist von seinen endzeitlichen Vorstellungen, die ganze Welt stĂŒnde „unter dem Teufel“ und das Weltenende sei bald zu erwarten. Es sei ein letzter kosmischer Kampf zwischen Gott und Satan und wer dabei nicht auf der Seite Gottes kĂ€mpfe, sei vom Teufel, glaubte Luther. FĂŒr ihn waren deshalb die nicht an Christus glauben wollenden Juden ein endzeitliches Instrument des Teufels.
   Luther und die Endzeit: Kann man vom Reformator im Hinblick auf die letzten Tage dieser Weltzeit etwas lernen? Zum einem sicherlich, zurĂŒckhaltend zu sein in Bezug auf eine alternativlose und fest zementierte Reihenfolge in „Zeitalter der Gemeinde“, der „EntrĂŒckung der GlĂ€ubigen“, in Bezug auf die „TrĂŒbsalszeit“ und das „1000-jĂ€hrige Reich“ sowie den Zeitpunkt fĂŒr die „Wiederkunft Jesu“. Denn diese Reihenfolge fordert eine ganz bestimmte Endzeit-Schau ein mit möglicherweise falscher theologischer Bewertung der jeweils aktuellen Zeit. HĂ€tte Luther gewusst, dass damals das Ende der
Weltzeit nicht vor der TĂŒr stand, hĂ€tte er vielleicht sein VerhĂ€ltnis zu den Juden anders ausgeformt – positiv.
   Luther war kein Endzeit-Prophet mit dĂŒsteren Visionen. FĂŒr ihn war die Endzeit eine Zeit der Naherwartung des JĂŒngsten Tages auf eine Person hin: Jesus Christus. In einem Brief ermutigt Luther einen Pfarrer mit den Worten: „Wir werden mit ihm auferstehen und bei ihm bleiben in Ewigkeit. Sieh also zu, dass du deine heilige Berufung nicht verachtest. Er wird kommen und nicht sĂ€umen, der uns von allem Übel befreien wird.“ Naherwartung bei Luther bedeutete fĂŒr ihn, dicht dranzubleiben an Gottes Wort! Dicht dranzubleiben an Jesus Christus!

  Das Buch „Luthers Endzeit“ wird von uns auch als WerbeprĂ€mie angeboten. Siehe dazu TOPICextra.

             TOPIC  Nr. 11/2016



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Buchmesse: Evangelikale preisen den Papst an, Diener-Buch unter Verschluss

   Frankfurter Buchmesse 2016: Erstmals prĂ€sentieren sich die Verlage Gerth Medien und Adeounter dem Dach der als evangelikal geltenden Stiftung Christliche Medien(SCM / s. TOPIC 7/16). Auf dem Adeo-Messestand prangt meterhoch der freundlich lĂ€chelnde Papst Franziskus und preist sein Buch an. Titel: „Freude! Durch den Advent mit PAPST FRANZISKUS“. Dazu der Werbetext von Adeo: „Lassen Sie sich vom Papst Franziskus durch die Advents- und Weihnachtszeit begleiten.“ Ein paar Meter weiter befindet sich der Hauptstand der SCM: Auch dort steht der Papst im Mittelpunkt. Einer der „KnĂŒller“ im neuen Herbstprogramm der SCM ist das Buch von Prof. Thomas Schirrmacher „Kaffeepausen mit dem Papst“. Der Spitzentheologe aus der Weltweiten Ev. Allianz berichtet in seinem Buch in Wort und Bild ĂŒber seine hĂ€ufigen Begegnungen und GesprĂ€che mit Papst Franziskus.
   Unumwunden gibt Schirrmacher in seinem Buch zu, den Papst als Person zu bewundern, versichert aber gleichzeitig, dass er manche katholische Lehre als Evangelikaler nicht teilen könne – Franziskus angeblich auch nicht mehr, wie Schirrmacher schreibt. Ist der Papst etwa auf dem Weg, Protestant zu werden, oder versucht der Jesuit mit einer Charme-Offensive, die Evangelikalen fĂŒr Rom einzukassieren? Auch auf der Buchmesse konnte man es wahrnehmen: Immer öfter lassen die Evangelikalen ökumenische SchalmaienklĂ€nge ertönen, wozu als Beleg auch ein neues Buch der ev. Ex-Bischöfin Margot KĂ€ĂŸmann im Adeo Verlag gehört.
   Wie TOPIC auf dem Stand von Gerth Medien erfuhr, bleibe das neue, bereits angekĂŒndigte Buch des Vorsitzenden der Deutschen Ev. Allianz, Dr. Michael Diener, bis auf Weiteres unter Verschluss. In dem Werk soll Diener einen neuen theologischen Ansatz in Bezug auf das Thema HomosexualitĂ€t vorstellen. Da dieser vermutlich in evangelikalen Kreisen fĂŒr Unmut sorgen wird – was bereits erste Diskussionen zum Thema gezeigt haben –,stoppte Diener die Auslieferung seines Werkes.

            
TOPIC  Nr. 11/2016



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Der „Schwarze Juni“ 2016 

   Im Juni 2016 traten zwei Ereignisse ein, die Deutschland schaden, gar finanziell in einen Abgrund reißen könnten. Die meisten Deutschen werden davon wenig mitbekommen haben, weil auch die Medien darĂŒber kaum berichteten. Nur wenige Wochen nach den Ereignissen des Junis hat der Professor fĂŒr Volkswirtschaft und ehemalige PrĂ€sident des renommierten ifo Institutes, Hans-Werner Sinn, ein Buch vorgelegt, das haarklein und fachkundig aufzeigt, was auf die Deutschen zukommen könnte. Und die Ereignisse des Junis seien der Grund dafĂŒr. Das 365-Seiten-Buch trĂ€gt den Titel „Der Schwarze Juni“ (ISBN: 978-3-451-37745-7).
   Das erste Ereignis wirkte fĂŒr viele eingefleischte EuropĂ€er wie ein Schock: Am 23. Juni 2016 gab Großbritannien sein Misstrauensvotum gegen die EU ab und entschied sich fĂŒr den Austritt aus der EuropĂ€ischen Union (EU). Das sei, so Sinn, ein kaum zu ermessender Verlust fĂŒr die EU, da durch den Weggang der Briten vergleichbar die Wirtschaftsleistung von 20 kleineren EU-Staaten verloren gehe. Kurzfristig bekomme allerdings Deutschland diesen Austritt zu spĂŒren, denn es verliere eine ganz wichtige Einflussmöglichkeit.
   Der Rat der EuropĂ€ischen Union ist die Ebene, auf der Gesetze beraten und verabschiedet werden können. Er besteht aus einer Versammlung der jeweiligen Fachminister. Die Wirtschafts- und Finanzminister kommen beispielsweise in ihrem Eco-Fin-Ratzusammen, einer fachspezifischen Untergruppierung des EU-Rates. Dort hatten bisher aufgrund ihrer BevölkerungsgrĂ¶ĂŸen die reichen EU-LĂ€nder Deutschland, Großbritannien, die Niederlande, Österreich und Finnland die Möglichkeit, per SperrminoritĂ€t fatale Entscheidungen fĂŒr die EU auszubremsen, vor allem Entscheidungen, die diesen reichen LĂ€ndern sehr geschadet hĂ€tten. Durch den Austritt Großbritanniens ist diese SperrminoritĂ€t der reichen EU-LĂ€nder futsch. Nun haben die Ă€rmeren, hochverschuldeten SĂŒdlĂ€nder der EU, wie Spanien, Italien, Frankreich und Griechenland, so viel Prozent an SperrminoritĂ€t zusammen, dass nun sie in der EU den Ton in Bezug auf Finanzen und Wirtschaft anstimmen können. Sinn schreibt, dass nun Frankreich mit den mediterranen LĂ€ndern in der EU „durchregieren“ könne und Deutschland nun bei der Handelspolitik, der Industriepolitik etc. wahrscheinlich das Nachsehen haben werde.
   Im Schwarzen Juni 2016 geschah noch etwas, was kaum Aufmerksamkeit erregte, aber fĂŒr Deutschland ganz fatale Folgen hat. Deutschland verlor im Prinzip die Kontrolle ĂŒber seine Finanzen, es verlor in wesentlichen Teilen das sogenannte Budgetrecht, das in Artikel 110 des Grundgesetzes verankert ist. Weder das deutsche Volk, noch die Bundesregierung als auch der Bundestag können jetzt noch uneingeschrĂ€nkt ĂŒber das Steuergeld der Deutschen entscheiden. Milliarden ĂŒber Milliarden an deutschem Steuergeld können nun – unter bestimmten UmstĂ€nden – von anderen EU-LĂ€ndern in Anspruch genommen werden. Deutschland wurde in eine Haftungsunion gezwungen, und das aufgrund einer Entscheidung des deutschen Bundesverfassungsgerichtesvom 21. Juni 2016, gegen die niemand mehr in Deutschland klagen kann.
   Was war geschehen? Obwohl im „Vertrag ĂŒber die Arbeitsweise der EuropĂ€ischen Union“ (AEUV) im Artikel 125 unmissverstĂ€ndlich festgelegt wurde, dass kein Mitgliedsstaat fĂŒr die Verbindlichkeiten eines anderen Mitgliedsstaates haften muss, gab Angela Merkel grĂŒnes Licht zum „OMT-Programm“ der EuropĂ€ischen Zentralbank(EZB). OMT steht fĂŒr „Outright Monetary Transactions“, was so viel heißt wie „offene monetĂ€re Transaktionen“. In Wirklichkeit ist das OMT-Programm eine Kreditausfall-Versicherung fĂŒr KrisenlĂ€nder. Geht jetzt ein EU-Land in Konkurs, können nun andere EUStaaten zur Kasse gebeten werden – ein eklatanter Verstoß gegen den AEUV. Nachdem das OMT-Programm ins Rollen kam, klagten etliche Einzelpersonen und Vertreter von Sammelklagen vor dem Bundesverfassungsgericht – darunter Prominente wie Gauweiler oder Gysi – wegen des Verstoßes in Bezug auf den AEUV. ZunĂ€chst gab das Bundesverfassungsgericht den deutschen KlĂ€gern recht, leitete dann aber das Verfahren an den EuropĂ€ischen Gerichtshof (EuGH) weiter. Dieser wiederum lehnte die Klage der Deutschen ab und entschied, dass OMT-Programm verstoße keineswegs gegen die Bestimmungen des AEUV. Sinn schreibt: „Es war eine Breitseite gegen das höchste deutsche Gericht, wenn nicht eine Ohrfeige.“ Danach geschah das Unfassliche: Das Bundesverfassungsgericht machte einen 180-Grad-Schwenk und entschied am 21. Juni 2016, die Auslegung des EuGH könne „noch hingenommen werden.“ Anders gesehen: Die EZB hat jetzt die Macht, auch ĂŒber deutsches Steuergeld verfĂŒgen zu dĂŒrfen, wenn ein EU-Land pleitegeht. Artikel 125 des AEUV ist somit Makulatur; die Haftungsunion ist ĂŒber eine HintertĂŒr eingefĂŒhrt worden.
   Sinn hat völlig Recht, wenn er von einem „pechrabenschwarzen Juni“ fĂŒr Deutschland schreibt. Man wird nach der Lekture von Sinns Fachbuch irgendwie den Eindruck nicht los, als ob Deutschland – von wem auch immer – gezielt heruntergewirtschaftet werde.

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Wie Justizminister Maas wieder die Zensur in Deutschland einfĂŒhrte 

   Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis Deutschland mehr der DDR gleicht als der guten alten Bundesrepublik vor dem Mauerfall. Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) lebt als Staatspartei der DDR in der Partei Die Linken weiter und könnte im nĂ€chsten Jahr mit der SPD und den GrĂŒneneine Bundesregierung bilden, die anfĂ€ngt, im Geiste der SED zu wirken. Die EinfĂŒhrung und der systematische Ausbau der Kinderkrippen entsprechen sowieso schon einer „1 zu 1 Umsetzung“ des Erziehungsmodells der DDR. Seit 2016 kommt etwas hinzu, das an den Überwachungsstaat mit Denkverbot Ă  la DDR anknĂŒpft. Anonym und ohne BegrĂŒndung wird in Deutschland wieder Zensur ausgeĂŒbt.
   Es ist Bundesjustizminister Heiko Maas, der die Zensur eingefĂŒhrt hat und sie massiv vorantreibt. Das erste Aktionsfeld, das sich Maas vorgenommen hat, ist das Internet. Dort will er sogenannte Hassreden unterbinden. DafĂŒr hat er eine sogenannte „Task Force gegen Hassinhalte im Internet“ eingerichtet. Es ist eine Einsatzgruppe, die angeblich Hassinhalte im Internet aufspĂŒren und Internetbetreiber wie Google zwingen soll, solche Inhalte sofort zu löschen. An sich ist Maas‘ Initiative gegen Hassreden zu begrĂŒĂŸen, wenn da nicht ein Problem wĂ€re: Der Tatbestand der Hassrede ist juristisch ziemlich unklar und im Strafrecht so nicht verankert. Was gilt noch als MeinungsĂ€ußerung, welche Formulierung stachelt bereits zum Hass an?
   Im Juli dieses Jahres fĂŒhrte das Bundeskriminalamt die erste Razzia gegen Personen durch, die angeblich Hassreden in den sozialen Medien verbreitet hatten. Maas frohlockte gleich: „Das entschlossene Vorgehen der Ermittlungsbehörden sollte jedem zu denken geben, bevor er bei Facebook in die Tasten haut.“ Diese Aussage ist nicht nur unqualifiziert, sondern auch gefĂ€hrlich. Eigentlich sollte ein Justizminister zwischen Ermittlungen und einem Schuldspruch unterscheiden können. Doch Maas benutzt hier bereits die Androhung von Ermittlungen, um Angst zu erzeugen, seine Gedanke und GefĂŒhle frei zu Ă€ußern. Jeder, der sich jetzt in den sozialen Medien kritisch Ă€ußert, muss damit rechnen, von JĂ€gern fĂŒr Hassrede entdeckt zu werden, was zu Folgen fĂŒhren kann. Also „Vorsicht!“ wird sich mancher denken: Lieber „nicht in die Tasten hauen“ als das Bundeskriminalamt am Hals zu haben.
   Was Maas und seine Zensoren so alles als Hassrede einzustufen scheinen, listete der Schriftsteller und Journalist Michael Klonovsky in einem Beitrag fĂŒr die Zeitschrift eigentĂŒmlich frei (11/16) auf. Unter anderem sei auch die gesamte Internetseite der DDR-BĂŒrgerrechtlerin Vera Lengsfeld ohne BegrĂŒndung aus dem Netz verschwunden, nachdem sie einen kritischen Beitrag ĂŒber Merkel schrieb. Nur nach heftigen Protesten ging die Seite wieder online. Ob da schon die Zensoren von Maas aktiv waren, lĂ€sst sich nicht beweisen. Das hĂ€ngt auch damit zusammen, dass dem Minister etliche Organisationen und Stiftungen zur VerfĂŒgung stehen, die sich vor allem gegen „Hass von rechts“ engagieren und dem Maas-Ministerium in gewisser Weise zuarbeiten.
   Dazu gehört auch die Amadeu-Antonio-Stiftung, die von Anetta Kahane geleitet wird. Anetta Kahane ist die Tochter von Max Kahane, einem ĂŒberzeugten Kommunisten, der in der DDR krĂ€ftig Propaganda gegen den Westen machte. Tochter Anetta hat jahrelang als Spitzel fĂŒr die Staatssicherheit (Stasi) gearbeitet, behauptet aber heute, von dieser ihrer DDR-Vergangenheit gelĂ€utert zu sein. Offiziell engagiert sich die Amadeu-Antonio-Stiftung gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus.

   Wer sich die AktivitĂ€ten der Stiftung und die Aussage der Stiftungs-Vorsitzenden Kahane jedoch nĂ€her anschaue, so der Friedensforscher Rudolph Bauer, werde feststellen, dass die Kahane-AktivitĂ€ten auch versuchten, „demokratischen Widerstand zu vereiteln, Kritik zu entkrĂ€ften und lĂ€cherlich zu machen, die Diskussion und Förderung sozioökonomischer Alternativen zu verhindern.“ FĂŒr Bauer gehört Kahane zu „Leuten, die an der Abschaffung der Demokratie mitwirken.“
   Schaut man sich die Publikationen der Amadeo-Antonio-Stiftung an, so kann man feststellen, dass sich die Stiftung auf allen Feldern (z. B. Gender-Ideologie) einmischt, die zu der viel beschworenen „freien und bunten Gesellschaft“ fĂŒhren sollen. Wer als Deutscher gerne wissen möchte, wie diese freie und bunte Gesellschaft am Ende aussehen soll, wer gar jetzt schon – aus welchen GrĂŒnden auch immer – dagegen ist, gerĂ€t bereits unter den Verdacht, Hass zu erzeugen, und ins Visier der neuen HexenjĂ€ger, die mit RĂŒckendeckung von Maas operieren dĂŒrfen.

           TOPIC  Nr. 11/2016



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Was ist eine Hassrede? 

   Das Wort „Hassrede“ kennt der Duden nicht. Auch in den deutschen Strafgesetzen ist der Begriff nirgendwo zu finden. Dennoch spielt er zunehmend eine Rolle und kann fĂŒr jemand recht unangenehme Folgen haben.
   Die Diskussion um die „hate speech“ (deutsch: Hassrede) wurde in der Vergangenheit hauptsĂ€chlich im angelsĂ€chsischen Raum gefĂŒhrt, hat aber wesentliche Wurzeln in Deutschland. Das hĂ€ngt damit zusammen, dass es große Schnittmengen zwischen dem Bereich der Political Correctness (deutsch: Poltische Korrektheit) und der hate speech gibt. Wer politisch korrekt auftreten will, muss sich einer nicht mehr wertenden, dafĂŒr neutralen Sprache bedienen, um jegliche Diskriminierung zu vermeiden. Doch bei der Political Correctness (PC) geht es um weit mehr als nur um Begriffe und Sprache. Hinter der PC stehen eine Ideologie und ein Programm.
   Die Wurzeln der PC liegen im Institut fĂŒr Sozialforschung, das 1923 in Frankfurt gegrĂŒndet und spĂ€ter als Frankfurter Schule bekannt wurde. Finanziert durch das Millionen-Vermögen eines jĂŒdischen WeizengroßhĂ€ndlers, machten sich eingefleischte Marxisten wie Georg LukĂĄcs, Antonio Gramsci und Wissenschaftler wie Wilhelm Reich, Erich Fromm, Herbert Marcuse und Theodor W. Adorno daran, einen kulturellen Marxismus zu entwickeln. Ihre Vision: Der von jeglichen ZwĂ€ngen und Vorgaben befreite Mensch werde friedsam und gut, weil er befreit sei von Herrschaft und UnterdrĂŒckung. Die klassenlose Gesellschaft sei dann perfekt, wenn dieser befreite Mensch dann auch noch in einer totalen Toleranz das gut heiße, wozu andere gerade Lust haben und wie sie leben wollen. Soweit ein kurzer Ausflug zu den eigentlichen Wurzeln des Begriffs „Hassrede“.
   Wie wird nun eine Hassrede heute definiert? Als Hassrede klassifiziert man Formulierungen, die zum Ziel haben, Personen oder Personengruppen zu verunglimpfen oder herabzusetzen. Es muss also 1. Hinter der Hassrede eine gezielte Absicht stehen, jemand verletzen zu wollen, und 2. muss der verwendete Begriff in einer Bevölkerungsgruppe als diskriminierend und verletzend verstanden werden. Wenn ein Deutscher zu einem befreundeten Chinesen sagen wĂŒrde „Na, wie geht’s, Schlitzauge?“, wird dieser Chinese das nicht unbedingt als verletzend empfinden, sondern eher als drollig. Das sieht möglicherweise ganz anders aus, wenn dieser Freund ein Homosexueller ist und man ihn als „Schwuchtel“ tituliert.
   Da sich die Einstufung in herabsetzend und verletzend im Alltag schwierig gestaltet, haben die BekĂ€mpfer der Hassrede die Betroffenenperspektive eingefĂŒhrt. Hassrede liege dann vor, wenn es Menschen gebe, die sich durch eine Rede herabgesetzt fĂŒhlten.
   Die Meinungsfreiheit ist in Deutschland ein hohes Gut, aber nicht schrankenlos. Wie erwĂ€hnt, kennt das deutsche Recht den Begriff „Hassrede“ nicht, sondern nur zulĂ€ssige und unzulĂ€ssige MeinungsĂ€ußerungen. Da gibt es z. B. den Tatbestand der „Volksverhetzung“, die „Beleidigung der persönlichen Ehre“ oder die „SchmĂ€hkritik“. Wichtig fĂŒr deutsche Richter ist stets, ob es sachliche AnknĂŒpfungspunkte dafĂŒr gab, dass gerade in diesem Fall diese Worte gewĂ€hlt wurden.
   Angesichts der Tatsache, dass in Deutschland im Großen und Ganzen klar geregelt ist, was rechtsverletzende Inhalte sind, darf der außerjuristische Begriff „Hassrede“ auch in einem anderen Licht gesehen werden. Der Verwurf der Hassrede schĂŒchtert BĂŒrger ein, ihre Gedanken frei zu Ă€ußern. Mit dieser Meinungskeule lĂ€sst sich Freiheit niederknĂŒppeln. Das Empfinden von Einzelnen oder Gruppen wird zum Gesetz erhoben. Doch dieses Empfinden ist produzier- und steuerbar: durch Vordenker, die niemand kennt, durch die politisch MĂ€chtigen und ihre Helfershelfer in den Medien.

           TOPIC  Nr. 11/2016



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Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
bedĂŒrfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages:
TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,

Luther 2017: Was Liberaltheologen aus Luthers Bibel gemacht haben 

   Mit großem Werbeaufwand wurde rechtzeitig vor dem Jahr des ReformationsjubilĂ€ums die Revision der Lutherbibel 2017 (LU 2017) vorgestellt. Der offizielle Tenor ist sehr positiv: Die neue Revision sei „wissenschaftlich prĂ€zise und zugleich sprachlich treffend“, heißt es. Man habe eine gut verstĂ€ndliche Sprache gewĂ€hlt und dabei das originale Lutherdeutsch an vielen Stellen wiederhergestellt. Die LutherbibeI 2017 wird kĂŒnftig in vielen evangelischen Kirchen die offizielle Predigtbibel sein. Aber ist sie auch fĂŒr glĂ€ubige Christen tauglich? TOPIC bat Rudolf EbertshĂ€user, nach Durchsicht der neuen Lutherbibel einen ersten Eindruck zu geben. EbertshĂ€user ist Germanist und Philologe und hat an der Revision der Schlachterbibel 2000 mitgearbeitet. Er ist auch Verfasser eines Buches ĂŒber BibelĂŒbersetzungen (s. Hinweise am Ende des Artikels).
   ZunĂ€chst fĂ€llt auf, dass man immer wieder auf irrefĂŒhrende und schlechte Übersetzungslösungen stĂ¶ĂŸt. Eine solche seltsame „Übersetzungskorrektur“ findet der Leser in MatthĂ€us 8,24. Hier liest man jetzt statt „da erhob sich ein gewaltiger Sturm auf dem See“ eine sensationelle Neudeutung: „da war ein großes Beben im Meer sodass das Boot von den Wellen bedeckt wurde“. Demnach wĂ€ren die Wellen auf dem See Genezareth durch ein Seebeben erzeugt worden. Übersetzerisch steht dem Text von LU 2017 entgegen, dass es nachher in Vers 26 vom Herrn Jesus heißt: „und stand auf und bedrohte den Wind und das Meer und es ward eine große Stille“. Daraus ist auch fĂŒr den normalen Bibelleser ersichtlich, dass die hohen Wellen tatsĂ€chlich durch einen Sturm und nicht durch ein „Seebeben“ ausgelöst wurden.
   Ein weiteres Beispiel: WĂ€hrend die Lutherbibel 1984 den Vers Hiob 42,6 noch Ă€hnlich wie fast alle anderen Übersetzungen wiedergibt: „Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und Asche“, liest sich das in der revidierten Lutherbibel 2017 sehr seltsam und geistlich massiv verĂ€ndert: „Darum gebe ich auf und bereue in Staub und Asche.“ Hier wird ganz im Sinne der Liberaltheologie der Gedanke der Selbstverurteilung getilgt, und selbst das Wort „Buße“ wird abgeschwĂ€cht.
   Besonders auffĂ€llig ist in der neuen Lutherbibel der feministische Einfluss. Überall dort, wo die Bibel „BrĂŒder“ anspricht, wird daraus „BrĂŒder und Schwestern“. Eine besonders krasse feministische VerfĂ€lschung zeigt sich in einer Jesaja-Stelle. In Jesaja 3,12 ist davon die Rede, dass es ein Gericht des HERRN ist, wenn Frauen ĂŒber das Volk, speziell ĂŒber das Volk Gottes herrschen: „Mein Volk wird von Mutwilligen bedrĂŒckt, und Frauen beherrschen es. Mein Volk, deine FĂŒhrer verfĂŒhren [dich] und haben den Weg verwĂŒstet, den du wandeln sollst“ (Schlachter 2000). Wo kĂ€men wir hin, wenn womöglich eine Pfarrerin oder Bischöfin dieses Bibelwort in der Kirche vorlesen mĂŒsste? Kurzentschlossen fabrizierten die Revisoren eine massive FĂ€lschung, von der unklar bleibt, ob eine FalschĂŒbersetzung oder eine willkĂŒrliche GrundtextĂ€nderung zugrunde liegt. In der Lutherbibel 2017 lesen wir: „Mein Volk – seine Gebieter ĂŒben WillkĂŒr, und Wucherer beherrschen es.“
   Ganz besonders glaubenszersetzend zeigen sich die „Sach- und WorterklĂ€rungen“ zur Lutherbibel 2017. Beim Stichwort „Geist“ wird die Person des Heiligen Geistes verleugnet. So erklĂ€rt die Lutherbibel 2017 den Heiligen Geist so: „Gemeint ist damit das Lebensprinzip, das der Erschaffung der Welt zugrunde liegt.“ Beim Stichwort „SĂŒhne, SĂŒhnopfer“ entfalten sich die Bibelkritiker besonders dreist. Sie verleugnen das stellvertretende SĂŒhnopfer des Herrn Jesus, wenn sie in Bezug auf seinen Kreuzestod behaupten: „... das Motiv der Stellvertretung steht hingegen nach neuerer Forschung (!!) nicht im Zentrum des Interesses.“ Damit wird der Kernpunkt des biblischen Evangeliums von Christus verfĂ€lscht (vgl. Galater 1,6:9).
   Fazit nach einer ersten Durchsicht: Die Lutherbibel 2017 ist fĂŒr Christus-GlĂ€ubige nicht geeignet. Eine wesentlich ausfĂŒhrlichere Darstellung der Kritikpunkte an der Lutherbibel 2017 kann in gedruckter Form (ca. 14 Seiten DIN A4) ĂŒber die TOPIC-Redaktion gratis bezogen werden. Als PDF-Version findet sich der Text auf der Internet-Seite von Rudolf EbertshĂ€user unter www.das-wort-der-wahrheit.de. Das Buch von Rudolf EbertshĂ€user „Gottes Wort oder Menschenwort? Moderne BibelĂŒbersetzungen unter der Lupe“ kann in Deutschland unter der Telefonnummer 052049249430
und in der Schweiz unter 0334376343 bestellt werden.

       TOPIC  Nr. 12/2016             Siehe PDF unten:

www.das-wort-der-wahrheit.de

Eine wesentlich ausfĂŒhrlichere Darstellung der Kritikpunkte an der Lutherbibel 2017 als PDF-Version.


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Forum Wiedenest: Katholischer Charismatiker begeisterte ĂŒber 1.100 „BrĂŒder“ 

   Das Forum Wiedenest ist ein gemeinnĂŒtziger Verein im nordrhein-westfĂ€lischen Wiedenest und  beschĂ€ftigt 60 Mitarbeiter. FrĂŒher hieß der Verein Missionshaus Bibelschule Wiedenest. Heute hat das Werk drei Arbeitszweige: „Weltweite Mission“, „Biblisch-Theologische Akademie“ und „Jugend- und Gemeindeforum“. Die „Wiedenester“ sind im Wesentlichen im Bereich der Baptisten- und BrĂŒdergemeinden unterwegs, der theologisch als liberaler gilt als andere Teile der deutschen BrĂŒderbewegung.
   Einmal im Jahr veranstaltet das Forum Wiedenest einen MĂ€nnertag, der dieses Mal ĂŒber 1.100 MĂ€nner anlockte. Der Leiter der Wiedenester MĂ€nnerarbeit, Dr. Matthias Burhenne, war begeistert ob des großen Zuspruchs. Der Leiter des Forums Wiedenest, Ulrich Neuenhausen, schrieb in einem Bericht ĂŒber den MĂ€nnertag: „Ich persönlich habe selten so eine starke Ermutigung zum regelmĂ€ĂŸigen Gebet und Lesen von Gottes Wort gehört wie diese von Johannes Hartl.“ Doch wer ist dieser Dr. Johannes Hartl?
   Johannes Hartl ist derzeit einer der gefragtesten Redner in der evangelikalen Welt Deutschlands. So sprach Hartl z. B. auf dem diesjĂ€hrigen Willow Creek Leitungskongress in Hannover, auf dem auch zwei Mormonen auftreten durften. Hartl (Jahrg. 1979) ist ein ĂŒberzeugter Katholik, der seinen christlichen Weg u. a. beim Studium der Mystiker wie Teresa von Avila oder Henri Nouven begann. In der Jugendarbeit der Charismatischen Erneuerung erlebt er eine pfingstlerische „Geistestaufe“. Erst ein halbes Jahr spĂ€ter „bekehrt“ sich Hartl und schreibt dazu in sein Tagebuch: „Ich ĂŒbergebe Dir mein Leben ganz und voll. Und du gibst mir dafĂŒr deinen Heiligen Geist fĂŒr immer, ganz voll und ganz.“ Von SĂŒndenerkenntnis und Buße ist nicht die Rede.
   Nach dieser „Geistestaufe“ und seiner Bekehrung hat Hartl den Wunsch, immer mehr vom Heiligen Geist zu bekommen. Er liest BĂŒcher von Extrem-Charismatikern wie Mike Bickle oder Yonggi Cho. 2003 – Hartl hat mittlerweile geheiratet – bekommt er von Kim Kollins, einer katholischen Charismatikerin, die Vision geschildert, dass es einen Ort geben solle, an dem Tag und Nacht gebetet wĂŒrde. Kollins nimmt die Hartls mit zum International House of Prayer, einem ĂŒberkonfessionellen Gebetszentrum in den USA, das von Mike Bickle geleitet wird. Dort erhĂ€lt Hartl eine Vision fĂŒr ein Gebetshaus in Deutschland, das er dann mit anderen 2007 in Augsburg eröffnet. Als guter Katholik holt sich Hartl auch das Okay seines Bistums und startet die 24-Stunden-Gebets-Arbeit. Von nun an beginnt der Aufstieg des katholischen Charismatikers, und seine „Mehr“-Konferenzen werden von Tausenden besucht. Auf allen Konferenzen wird die Eucharistie (das kath. Abendmahl mit der erneuten Opferung Jesu) angeboten, die zumeist von Bischöfen höchst persönlich vorgenommen wird. Überhaupt steht die kath. Kirche hinter den AktivitĂ€ten ihres treuen Charismatikers.
   Hartl scheut sich auch nicht, extremste Charismatiker wie Heidi Baker in seinen Konferenzen auftreten zu lassen. In den Veranstaltungen von Baker liegen Menschen oft zuckend und schreiend am Boden, ein PhĂ€nomen, das besonders in der Zeit des sogenannten „Toronto-Segens“ in den 1990er Jahren gehĂ€uft auftrat. Hartl ist ein katholischer, charismatischer Ökumeniker, der es glĂ€nzend versteht, konservative Katholiken, Bischöfe, lutherische Christen, freikirchliche Christen, Charismatiker – und jetzt wohl auch Teile der BrĂŒderbewegung – anzusprechen.
  TOPIC bietet fĂŒr interessierte Leser eine ausfĂŒhrliche Darstellung von Hartls Theologie und seinem persönlichen Werdegang an. Das SchriftstĂŒck hat Georg Walter verfasst und kann bei TOPIC gratis bestellt werden.                               Siehe PDF unten:

           TOPIC  Nr. 12/2016

AusfĂŒhrliche Darstellung von Hartls Theologie und seinem persönlichen Werdegang.
Das SchriftstĂŒck hat Georg Walter verfasst.

 Wortsinn von evangelikal und bibeltreu auf
dem PrĂŒfstand. Von Georg Walter.

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Wer kommt nach Donald Trump? 

   Nun ist er gewĂ€hlt: Donald Trump, der mögliche 45. PrĂ€sident der USA. Der Vorname Donald kommt aus dem Keltischen und bedeutet „Weltherrscher“. Trump ist Englisch und kann als Posaune oder Posaunenstoß ĂŒbersetzt werden. In der Bildsprache der biblischen Apokalypse kĂŒndigen PosaunenstĂ¶ĂŸe fĂŒrchterliche Entwicklungen an, die die Menschheit heimsuchen werden. Wird Trumps Politik so eine Art Posaunenstoß sein, der den Start fĂŒr das Wirken eines schrecklichen Weltherrschers markiert? Oder kommt mit der Politik des Baulöwen Trump etwas ganz anderes zum Zuge, was bisher kein Politiker von Weltrang auf seinem weltpolitischen Zettel hat? Eine dritte Version könnte die sein, dass Trump ein PrĂ€sident sein wird, wie alle anderen vor ihm auch – ohne besondere Politik. Auch ohne eine Politik mit „Posaunen-Symbolik“.
   Fakt ist: Die Wahl von Donald Trump hat sowohl viele Amerikaner als auch den Rest der Welt völlig ĂŒberrascht, gar geschockt. Man spricht im Zusammenhang mit ihm von einem historischen Wendepunkt – zumindest in Bezug auf die westliche Welt. Wenn er all das umsetzen kann, was er in seinem Buch „Great Again! – Wie ich Amerika retten werde“ (ISBN 978-3-86470-384-3) ankĂŒndigt, dann wird die Welt, besonders die westliche Welt, nach Trump anders aussehen.
   Doch wird er seine PlĂ€ne in die RealitĂ€t umsetzen können, indem er z. B. die Steuern fĂŒr den „kleinen Mann“ und kleine Betriebe drastisch senken und Steuerschlupflöcher fĂŒr die Superreichen final schließen will? Trump will durchsetzen, dass US-Firmen, die Arbeiten ins billigere Ausland verlagert haben, diese Arbeit in die USA zurĂŒckholen, damit arbeitslose Amerikaner wieder Arbeit bekommen. Außerdem horteten viele Firmen etwa 2,5 Billionen Dollar (= 2,3 Billionen Euro) im Ausland. Auch dieses Geld mĂŒsse zurĂŒck in die USA, fordert Trump.
   Der neue US-PrĂ€sident plant, das US-MilitĂ€r noch stĂ€rker zu machen und sich jeden Einsatz seiner Soldaten im Ausland bezahlen zu lassen. Trump schreibt in seinem Buch: „Es beginnt mit dem modernsten und stĂ€rksten MilitĂ€r der Welt und dem mobilsten. Was an Kosten fĂŒr den Umbau anfĂ€llt, werden wir sie zum Teil auf die Saudi-Araber umlegen, auf die SĂŒdkoreaner, die Deutschen, die Japaner und die Briten. Schließlich beschĂŒtzen wir sie, da sollten sie sich auch an den Kosten beteiligen.“
   Und eines will Trump auch noch: Er will zurĂŒck zu konservativen Werten, fĂŒr die die Bibel die Grundlage darstellen soll. In seinem Buch schreibt er: „Meiner Meinung nach ist die Bibel das wichtigste Buch, das je geschrieben wurde. Es gibt nichts, was da auch nur ansatzweise herankommt 
 Der Glaube und die Lehren aus der Bibel haben sehr viel mit unserem Wachstum und Erfolg zu tun.“ Wird Trump das politische, wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Ruder in den USA so herumreißen können, dass der Gigant USA einen völlig neuen Kurs nimmt – auch weltpolitisch?
   Der bayerische MinisterprĂ€sident und CSU-Chef Horst Seehofer sagte 2010 in einer Talkshow: „Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewĂ€hlt, und diejenigen, die gewĂ€hlt werden, haben nichts zu entscheiden.“ John W. Whitehead gilt in den USA als prominenter Anwalt, der an richtungsweisenden und bahnbrechenden Gerichtsprozessen am Obersten Gerichtshof beteiligt war. In einem Aufsatz mit dem Titel „Der Weg in die Diktatur: Amerikas Schattenregierung und der lautlose Putsch“ schreibt Whitehead: „Es ist völlig egal, welcher der beiden Kandidaten die in der nĂ€chsten Woche anstehende PrĂ€sidentschaftswahl gewinnen wird, diese Schattenregierung wird uns in vollem Umfang erhalten bleiben“ (s. dazu nĂ€chster Artikel). Doch wenn man Trumps Buch liest, dann will er genau dieser Schattenregierung den Kampf ansagen. Wie wird diese Schattenregierung auf Trump reagieren, und was hat sie grundsĂ€tzlich mit den USA vor? Diese heimlichen und mĂ€chtigen Strippenzieher im Hintergrund hĂ€tten noch eine letzte regulĂ€re Chance, Trump als PrĂ€sidenten zu verhindern. Am 19. Dezember 2016 tritt ein wichtiges Gremium zusammen: Es sind die 538 WahlmĂ€nner, die den 45. US-PrĂ€sidenten wĂ€hlen mĂŒssen. Die US-BĂŒrger haben Trump mit so vielen Stimmen ausgestattet, dass er US-PrĂ€sident werden kann. Aber nur die WahlmĂ€nner haben die Macht, ihn per Wahl zum PrĂ€sidenten zu machen. In diesem Gremium hat Trump mit seiner republikanischen Fraktion bisher eine große Mehrheit. Doch wenn sich viele WahlmĂ€nner im letzten Moment doch noch gegen Trump entscheiden sollten, könnte Clinton noch US-PrĂ€sidentin werden.
   Ein solcher Vorgang wĂ€re in der amerikanischen Demokratie-Geschichte ein Novum und produzierte mit Sicherheit einen gigantischen gesellschaftspolitischen Sprengstoff. Die „kleinen Leute“ in den USA – zumeist mit sehr konservativer PrĂ€gung –, die ihre letzte politische Hoffnung auf Trump setzen, wĂ€ren vor den Kopf gestoßen. Eine aus ihrer Sicht korrupte Elite hĂ€tte wieder einmal gewonnen. Ein solcher Vorgang im WahlmĂ€nner-Gremium wĂŒrde aller Voraussicht nach die USA in einen blutigen BĂŒrgerkrieg stĂŒrzen und das Land in den Abgrund reißen. Aber möglicherweise hat die Schattenregierung genau das vor, die USA so zu schwĂ€chen, dass sie besser in eine neue Weltordnung passen, in der kein Staat mehr die absolute Macht haben soll.
   Dieses Szenario im WahlmĂ€nner-Gremium halten allerdings Polit-Experten fĂŒr eher unwahrscheinlich – dennoch möglich. Anfang Januar 2017 werden die Stimmen ausgezĂ€hlt. Aber auch spĂ€ter noch könnte ein Sturz Trumps – wie immer er auch zustande kĂ€me – zu blutigen Unruhen in den USA fĂŒhren. MĂ€chtige Gegenspieler Trumps haben sich nĂ€mlich zusammengerottet und ihm den politischen Krieg erklĂ€rt. Sie kamen zu einem Geheimtreffen im „Mandarin Oriental Hotel“ in Washington zusammen und berieten drei Tage lang, wie sie gegen Trump vorgehen könnten. Mit dabei auch der MilliardĂ€r George Soros, ein erbitterter Gegner eines starken Nationalstaates, den Trump in den USA wiederherstellen will. Soros steckte auch Millionen von Euros in  FlĂŒchtlingsorganisationen, um FlĂŒchtlinge sicher nach Europa zu bringen. Soros' Vision ist nĂ€mlich ein Europa mit einer „offenen Gesellschaft“, ein Multi-Kulti-Gebilde ohne Staatsgrenzen, und so ein Gebilde soll auch in den USA weiter entwickelt werden.
   In seinem Buch „Great Again! Wie ich Amerika retten werde“, beschreibt der GeschĂ€ftsmann Trump sehr detailliert, wie er die USA retten will. Er will sein Land fĂŒhren wie einen Konzern – seinen erfolgreichen Trump-Konzern. Diese Masche könnte gelingen, wenn alle Gesellschaftsschichten in den USA – vor allem die Eliten – an einem Strang ziehen wĂŒrden. Doch das ist schier unvorstellbar. Trump wird, wenn er tatsĂ€chlich lĂ€ngere Zeit als PrĂ€sident amtiert, frĂŒher oder spĂ€ter scheitern. In den USA könnte schneller als gedacht die Frage aufkommen: Wer kommt nach Donald Trump?

           TOPIC  Nr. 12/2016



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Gibt es bereits eine geheime Weltregierung? 

   Gibt es geheime Eliten, die ĂŒber Schattenregierungen das Weltgeschehen bestimmen? Hinweise darauf scheinen das zu bestĂ€tigen. Aber gibt es auch dafĂŒr Beweise? Dass es Schattenkabinette mit welchem Einfluss auch immer wohl gibt, darĂŒber berichtete der deutsche Journalist Dr. Udo Ulfkotte in einem Vortrag im Oktober 2016 in Augsburg. U. a. erzĂ€hlte Ulfkotte ĂŒber Erlebnisse aus seiner Zeit als Journalist bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).
   So sei er einmal in einer Delegation zu einem Treffen mitgenommen worden, in der auch der damalige deutsche Finanzminister Theo Waigel, der GrĂŒnder der Drogerie-Kette Rossmann, Dirk Rossmann, und der Chef des Wirtschaftsforschungs-Institutes ifo, Hans-Werner Sinn, zugegen waren. Dieses Treffen habe in einem Schloss in Nord-Schottland mit Namen Skibo Castle stattgefunden. Zu jenem Zeitpunkt, so Ulfkotte in Augsburg, habe er geglaubt, dass die Behauptung, es gĂ€be Eliten, die heimlich die Welt regierten, Verschwörungstheorien seien. Auf Skibo Castle habe er aber dann erlebt, dass es diese Eliten gebe. Ein Teil dieses Schloss-GelĂ€ndes und des Schlosses sei hermetisch abgeriegelt gewesen. Selbst Minister Waigel und dort versammelte MilliardĂ€re durften weder das GelĂ€nde betreten geschweige denn einmal einen Blick in die Zimmer werfen. Allerdings, so Ulfkotte, landeten und starteten dort immer wieder Hubschrauber. Ulfkotte: „Es gibt dort einen Teil auf Skibo Castle, der ist nicht der normalen Elite vorbehalten, sondern der Elite, die im Hintergrund der Welt wirklich die FĂ€den zieht.“
   Dass solche geheimen Eliten auch in den USA die FĂ€den in der Hand halten, darauf hat der US-Verfassungsanwalt John W. Whitehead noch vor der US-PrĂ€sidentschaftswahl Anfang November 2016 hingewiesen. Whitehead gilt in den USA als prominenter Anwalt, der an richtungsweisenden und bahnbrechenden Gerichtsprozessen am Obersten Gerichtshof beteiligt war. In einem Aufsatz mit dem Titel „Der Weg in die Diktatur: Amerikas Schattenregierung und der lautlose Putsch“ schreibt Whitehead: „Es ist völlig egal, welcher der beiden Kandidaten die in der nĂ€chsten Woche anstehende PrĂ€sidentschaftswahl gewinnen wird, diese Schattenregierung wird uns in vollem Umfang erhalten bleiben.“
   Genau genommen, so der Anwalt, gebe es sogar zwei Schattenregierungen in den USA. DieContinuity of Goverment (COG) sei eine Gruppe von nicht demokratisch gewĂ€hlten AmtstrĂ€gern, die die AmtsgeschĂ€fte der offiziellen Regierung sofort ĂŒbernehmen, wenn z. B. ein verheerender Terroranschlag oder ein Wirtschaftszusammenbruch die USA treffen sollte. Die zweite Schattenregierung, Deep State (tiefer Staat) genannt, beschreibt Whitehead so: „Zusammengesetzt aus nicht gewĂ€hlten RegierungsbĂŒrokraten, Konzernvertretern, ReprĂ€sentanten von staatlichen Vertragsfirmen und bĂŒrokratischen Technokraten, die hinter den Kulissen das Sagen haben, ist diese Regierung hinter der offiziellen Regierung der wahre Grund, weshalb unser Volk keine Kontrolle ĂŒber unsere Regierung ausĂŒbt.“ Die Schattenregierung, so der Rechtsanwalt, sorge dafĂŒr, dass die USA Schritt fĂŒr Schritt in einen totalen Überwachungsstaat umgewandelt wĂŒrden.
   Es gibt sie also, die im Geheimen operierenden Eliten. Welche Macht sie wirklich ausĂŒben können, ist sehr schwer einzuschĂ€tzen.

             TOPIC  Nr. 12/2016



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In Schweden kann man technisch gemĂ€ĂŸ Offenbarung 13 bezahlen

   Sie ist lĂ€ngst fertig: eine Technik, die verblĂŒffende Parallelen zu einer Darstellung im letzten Buch der Bibel aufweist. Dort heißt es in Offenbarung 13 ab Vers 16: „Und es [das Tier] bewirkte, dass allen, den Kleinen und den Großen, den Reichen und den Armen, den Freien und den Knechten, ein Malzeichen gegeben wird auf ihre rechte Hand oder auf ihre Stirn, und dass niemand kaufen noch verkaufen kann als nur der, welcher das Malzeichen hat oder den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.“
   FĂŒr einem Fernsehbeitrag des Westdeutschen Rundfunks (WDR/9.11.2016) mit dem Titel „Bargeldlos – eine Zukunft ohne Scheine?“ besuchte der WDR-Reporter Dieter Könnes auch Schweden. In dem skandinavischen Land werden bereits 80 Prozent aller BezahlvorgĂ€nge mit Kreditkarte, der Swish-App-Technik auf dem Smartphone oder mit einem in die Hand eingepflanzten Schweden RFID-Chip völlig bargeldlos abgewickelt. Tönnes stellte einen jungen Mann vor, der stolz darauf ist, einen solchen RFID-Chip in der Hand zu besitzen. Wie Björn Grundström dem WDR-Mann berichtete, sind auf diesem Chip viele persönliche Daten, die man per Smartphone sofort sichtbar machen könne. Ebenso sei er mit dem Chip in der Hand in der Lage, beispielsweise in Restaurants bezahlen zu können. Der Chip funktioniere wie eine Kreditkarte. Immer mehr junge Schweden lassen sich auf sogenannten Chip-Partys von TĂ€towier-Experten solche Chips zwischen Daumen und Zeigefinger einspritzen, hieß es in der WDR-Sendung.
   Tönnes ging in Bezug auf das Bargeld noch auf einen anderen hochinteressanten Aspekt ein, der vielen nicht bewusst ist: Er berichtete von einem Experiment von Prof. Dr. Christian Elger von der Uniklinik Bonn. Der Neurologe schickte Probanden in ein MRT-GerĂ€t (volkst. „Röhre) und ließ sie ĂŒber einen Bildschirm virtuell Alltagsdinge kaufen. Sie sollten sie per EC-Karte oder bar bezahlen. Immer, wenn von Barem die Rede war, wurden im Gehirn Bereiche angesprochen, die normalerweise bei Schmerz, unangenehmen GefĂŒhlen in Bezug auf Organe, aber auch bei Ekel reagieren. Wer mit Bargeld bezahlt, empfindet das – zumeist unbewusst – tatsĂ€chlich als unangenehmes VerlustgefĂŒhl. Bei der Bezahlung mit einer EC-Karte reagierten diese Bereiche im Gehirn bei den Probanden nicht. Professor Elger: „Im Alltag ist es so, dass der Einsatz von Bargeld dazu fĂŒhrt, dass wir immer ein unangenehmes GefĂŒhl haben, das des Verlustes von Etwas. Und das steuert unsere Bargeldausgabe und wir ĂŒberlegen, ob wir den Gegenstand XY, den wir haben wollen, wirklich brauchen, ob er uns das wert ist, das bei anderen, vielen Kontrollsystemen nicht der Fall ist.“

         TOPIC  Nr. 12/2016



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Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
bedĂŒrfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages:
TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,


z.B. 36. Jahrgang - Nr. 1 Januar 2016

Die Themen:  Das gefĂ€hrliche Ja-und-Nein-Prinzip. - Proteste: Wann schmeißt DEA-Chef Diener hin? - Großbritannien soll nicht mehr christlich sein. - Werke suchen Freiwillige fĂŒr KurzzeiteinsĂ€tze. - Konvertiten werden in Deutschland verfolgt. - BĂŒhne-Bericht: China ist ganz anders. - FlĂŒchtlinge kĂŒssen die Bibel. - Wie Eliten die Völker manipulieren. - Deutsche haben Angst, die Meinung zu sagen. - Muslime verbreiten Schrecken unter Homos. - Finnland wird zum neuen Griechenland. - Freimaurer legen in Deutschland zu. - Geschichtliche Wurzeln des muslimischen Zorns.


z.B. 36. Jahrgang - Nr. 2 Februar 2016

Die Themen: Die Revolutions-Profis. - Muslime beten tĂ€glich Hassgebete. - FlĂŒchtlingskrise beschleunigt Entchristlichung. - Ägypten: große Offenheit fĂŒr das Evangelium. - Forderung: „Diener muss weg!“ - Karl Barth zur HomosexualitĂ€t. - Silvester: Kölner Dom wurde beschossen. - Problem: Ungleichgewicht unter Geschlechtern. - Das Leiden der Opfer von Sex-Attacken. - FlĂŒchtlingskrise: Auswirkungen an Schulen. - Lesen hilft beim Verstehen. - Moral in Firmen sinkt. - Entwicklungen in der weltweiten Rabbinerschaft. - Erstmalig: Ägypten stimmt fĂŒr Israel. - USA wollen EU-Kritiker ĂŒberwachen. - SchĂ€uble gibt deutsches Spargeld frei


z.B. 36. Jahrgang - Nr. 3 MĂ€rz 2016

Die Themen: Die Bibel und der Nahe Osten. - Bibeltreue starten Reformations-AktivitĂ€ten. - Massentaufen von FlĂŒchtlingen. - Mobiler Multi-Kulti-Treff wirbt fĂŒr Christus. - Willow Creek funktioniert hierzulande nicht. - Okkultes Soaking in DEA-Gemeinde. - Gnadau folgt Diener nicht, aber ... - Es droht der Absturz der Weltwirtschaft. - Zukunft ist nicht berechenbar. - Schweiz: Arzt beklagt FlĂŒchtlingskrankheiten. - EU: Kippt die Stimmung gegen Muslime? - Lösung der FlĂŒchtlingskrise: ein Protektorat. - Einstein, die Gravitationswellen und der Urknall. - Wieviel Angst ist eigentlich „normal“? - Was ist eine Verschwörungstheorie?


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