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Sonnenuntergang1

 

Hier ein paar AuszĂŒge der Themen einiger Monatszeitschriften von 2018.  

Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
bedĂŒrfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages:
TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,



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Spaltet Gnadau-PrĂ€ses Diener die evangelikale Bewegung? 

   Wie TOPICin der letzten Ausgabe berichtete, wird die Ev. Kirche in Deutschland (EKD) bis 2020 den jĂ€hrlichen Zuschuss von 132.000 Euro an die Ev. Nachrichtenagentur idea bis auf „0“ zurĂŒckfahren. Im Nachgang zu dieser Entscheidung offenbart sich mehr und mehr, dass der PrĂ€ses des Ev. Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, Dr. Michael Diener, idea und auch den konservativen Evangelikalen das Wasser abgraben will. Hintergrund in Bezug auf idea ist die immer noch zu großen Teilen konservative pietistisch-evangelikale PrĂ€gung des Blattes, die von idea-Chef Helmuth Matthies gegen große WiderstĂ€nde immer wieder durchgesetzt wird. Diener missfĂ€llt dies wohl. In einem Interview mit pro, dem christlichen Medienmagazin,sagte Diener, dass nach seiner Beobachtung idea an Zustimmung im pietistisch-evangelikalen Raum verloren habe, weil Leser, die sich nicht zum konservativen FlĂŒgel zĂ€hlen, von idea nicht berĂŒcksichtigt wĂŒrden. Idea sei einseitig und die Recherche sei „teils verbesserungswĂŒrdig“. Der Plan Dieners scheint zu sein, ein neues – liberaleres – idea anzuschieben. Diener selbst war es, der innerhalb der EKD einen Projektförderungsfonds vorangetrieben hat (TOPIC berichtete), in den nun die Gelder fließen, die idea nicht mehr bekommen soll. In den nĂ€chsten Jahren können sich dann Medien aus dem evangelikalen Raum bei der EKD bewerben, um bezuschusst zu werden. Diener ist eine von drei Personen, die dann ĂŒber die Vergabe von Fördergeldern entscheiden.
   Helmut Matthies ist ĂŒber das Vorgehen des Gnadau-PrĂ€ses mehr als verĂ€rgert. Nicht, weil idea das EKDGeld nicht mehr bekommt, sondern weil Diener in einer Art Geheimaktion sein Vorhaben vorangetrieben und durchgesetzt hat. Die Weichen fĂŒr ein liberales Nachrichtenblatt sind somit seitens der EKD gestellt.
   In einem Interview mit pro, dem christlichen Medienmagazin, Ă€ußerte sich Matthies zur Sache so: „PrĂ€ses Diener vertritt leider mittlerweile in wichtigen Fragen nicht mehr manche theologischen Positionen des Pietismus. So verteidigte er die Mitwirkung des EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm im Kuratorium des MĂŒnchener Islam-Forums – eines Moschee-Bauprojektes; Evangelikale sollten dies nicht als ‚christlich inakzeptabel‘ darstellen. Das ist meines Erachtens eine Position, die dem Pietismus fremd ist, denn nach dem biblischen Zeugnis ist die Förderung eines fremden Gottes verboten. Weitere Punkte sind, dass er sich hinter die ErklĂ€rung der Synode gegen Judenmission gestellt hat, und er sich praktizierende Homosexuelle als Mitarbeiter in ev. Gemeinschaften wĂŒnscht. Wir vertreten mit idea weiterhin das, was jahrhundertelang der Pietismus und weite Teile der Ev. Kirche vertreten haben. Von daher sind wir fĂŒr ihn, der eine andere Position vertritt, einseitig. Seine Positionen haben so leider auch zu einer Spaltung der evangelikalen Bewegung und zur GrĂŒndung des Netzwerkes ‚Bibel und Bekenntnis‘ (unter der Leitung von Ulrich Parzany, die Red.) gefĂŒhrt.“

       TOPIC  Nr. 01/2018



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Johannes Hartl bezeichnet die Reformation als SĂŒnde  

   Er ist einer der beliebtesten Redner in der evangelikalen Szene: Dr. Johannes Hartl. Der Katholik wurde durch das Gebetshaus in Augsburg und seine „Mehr“- Konferenzen bekannt und berĂŒhmt.
   Es ist nicht nachzuvollziehen, weshalb Hartl immer wieder eingeladen wird und reden darf – demnĂ€chst auch auf einer nichtöffentlichen Tagung fĂŒr junge evangelikale Leiter. In seinem Buch „Katholisch als Fremdsprache“, das er mit dem katholischen Pfarrer Leo Tanner zusammen verfasste, antwortet Hartl auf die Frage, ob das Reformations-JubilĂ€um ein Grund zum Feiern sei, so: „Ja und nein! Nein, denn können wir Christen eine Spaltung feiern, die objektiv eine SĂŒnde ist? [
] Feiern – Ja! Wir wollen unseren Gott feiern, der durch alle menschliche SĂŒnde hindurch der Kirche unfassbar große Gnaden geschenkt hat.“
   Nach Hartls Sicht sei die Reformation hauptsĂ€chlich aus Hartherzigkeit, Stolz und MissverstĂ€ndnissen erwachsen, nicht aber aus tiefer geistlicher Erkenntnis bei den Reformatoren. In einem facebook-Artikel schreibt Hartl in Bezug auf Kritik zu seiner Person: „Ich schwĂ€rme von Jesus“ und möchte, dass sich „Menschen inniger in ihn verlieben.“ Außerdem versuche er doch, das Evangelium in den schönsten Farben zu malen.
   In einem Beitrag fĂŒr die Zeitschrift Bekennende Kirche (12/2017) schreiben der Gemeindereferent einer ev. Freikirche, Robin Dammer, und der Gymnasiallehrer Jochen Klautke zum Thema „War die Reformation SĂŒnde?“: „Die Frage ist nur: Von welchem Jesus schwĂ€rmt er (Hartl)? In welchen Jesus sollen wir uns ‚verlieben‘? In den Jesus, der uns allein durch den Glauben vollkommen und fĂŒr alle Mal gerecht spricht? Oder in den Jesus, der uns allmĂ€hlich und schrittweise gerecht gemacht und uns in diesem Leben niemals Heilsgewissheit schenkt? Und: Welches Evangelium malt Hartl in den schönsten Farben? Das römisch-katholische ‚Evangelium‘ aus ‚Glaube plus Werke, Sakramente und Kirche‘ oder das Evangelium, das uns die Rettung allein aus Gnade, allein durch den Glauben und allein auf Grundlage von Christi Werk auf Golgatha verheißt?“

       TOPIC  Nr. 01/2018



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Spannende Entwicklungen im Nahen Osten 

   Am 4. April 2017 besuchte der Ă€gyptische PrĂ€sident Abd al-Fattah as-Sisi den US-PrĂ€sidenten Donald Trump in Washington. Arabischen Medien sagte as-Sisi, dass er mit Trump auch ĂŒber einen Frieden zwischen PalĂ€stinensern und Israel sprechen werde, der durch einen „Jahrhundertdeal“ möglich sei. Trump bat dann bei dem GesprĂ€ch den Ă€gyptischen Staatschef darum, in diesen Deal, in diesen „Handel“, auch Saudi-Arabien einzuschließen. Was lĂ€uft zurzeit im Nahen Osten in Bezug auf die PalĂ€stinenser und Israel?
   Nur zwei Monate nach dem Treffen von Trump und as-Sisi genehmigte das Ă€gyptische Parlament die Abtretung der Inseln Tiran und Sanafir an Saudi-Arabien. Beide Inseln liegen im Eingang des Golfes von Aqaba, der sich vom Roten Meer abzweigt. Alle Schiffe, die die israelische Hafenstadt Eilat erreichen wollen, mĂŒssen vom Roten Meer durch diesen AuslĂ€ufer. Durch den Verkauf der Inseln an Saudi-Arabien ist die Einfahrt in den Golf von Aqaba nicht mehr Ă€gyptisches HoheitsgewĂ€sser, sondern wurde zum internationalen GewĂ€sser erklĂ€rt. Gleichzeitig ĂŒbernimmt Saudi-Arabien eine Mitverantwortung fĂŒr die Sinai-Halbinsel. Doch warum?
   Seit Jahren kursiert ein Plan, den PalĂ€stinensern auf der Sinai-Halbinsel einen eigenen Staat einzurichten. Und exakt dieser Plan scheint die Grundlage fĂŒr den besagten „Jahrhundertdeal“ zu sein, der in Washington besprochen wurde. Kaum waren die Ă€gyptischen Inseln an die Saudis verkauft, stellte der saudische Kronprinz Muhammad bin Salman am 24. Oktober 2017 das Projekt „Neom“ vor. Neom soll unter Einschluss der beiden Inseln Tiran und Sanafir im DreilĂ€ndereck Ägypten, Saudi-Arabien und Jordanien zum grĂ¶ĂŸten Technologiepark der Welt werden. Dazu gehört auch eine riesige Stadt, die aufgebaut werden muss. Das Gesamtprojekt soll umgerechnet etwa 425 Milliarden Euro kosten. Der deutsche Ex-Siemens-Chef Klaus Kleinfeld wurde von den Saudis beauftragt, diesen gigantischen Komplex leitend zu errichten. Dort werden Zigtausende an ArbeitskrĂ€ften benötigt werden, die vielleicht aus dem neuen PalĂ€stinenser-Staat auf dem Sinai kommen könnten.
   Aus einem neuen PalĂ€stinenser-Staat, der von einem gewissen Mohammed Dahlan regiert wird? Dahlan war der ehemalige Sicherheitschef von PalĂ€stinenser-FĂŒhrer Jassir Arafat und eine fĂŒhrende politische, allerdings auch gefĂŒrchtete Figur im Gaza-Streifen. Doch nach dem Tod von Arafat ĂŒberwarf sich Dahlan mit dem jetzigen palĂ€stinensischen „PrĂ€sidenten“ Mahmoud Abbas so sehr, dass Dahlan als Staatsfeind Nr. 1 den Gaza-Streifen verlassen musste. Er floh in die Vereinigten Arabischen Emirate und spann von dort aus ein Netzwerk, das seine RĂŒckkehr nach PalĂ€stina ermöglichen soll. Mittlerweile hat Dahlan beste Kontakte nach Ägypten, Abu Dhabi und zu einer Allianz sunnitischer Staaten um Saudi-Arabien herum. Der palĂ€stinensische MillionĂ€r Dahlan spricht fließend HebrĂ€isch und wird derzeit als neuer „BĂŒrgermeister“ des Gazastreifens gehandelt. Der ehemalige Staatsfeind soll als Retter der PalĂ€stinenser wiederkommen. Wird der 56-JĂ€hrige zur SchlĂŒsselfigur fĂŒr einen neuen Staat PalĂ€stina auf dem Sinai? Wie wird die Terrororganisation Hamas
im Gazastreifen reagieren, die Israel vernichten will?
   Es tut sich was im Nahen Osten. Wie Rainer Schmidt (TOPIC-Lesern als Autor und Israel-Fachmann bekannt) in seiner aktuellen Ausgabe der von ihm herausgegebenen Schai-Publikation berichtet, gebe es auf höchster politischer Ebene geheime Kontakte zwischen Israel und Saudi-Arabien. So habe Israels Oberbefehlshaber Gadi Eisenkot in einem Interview gesagt: „Wir sind bereit, unsere Erfahrungen und Geheimdienstinformationen mit Saudi-Arabien und anderen moderaten arabischen LĂ€ndern auszutauschen, um den Iran zu konfrontieren. Es gibt viele gemeinsame Interessen zwischen uns und Saudi-Arabien.“
   Wie Quellen aus den USA melden, gehe es bei dem Jahrhundertdeal auch um die Ausschaltung Irans als starke Regionalmacht im Nahen Osten. Hintergrund ist das Vorhaben sunnitischer Staaten, wie etwa Saudi-Arabien, die absolute Vorherrschaft der Sunniten ĂŒber die Schiiten, z. B. im Iran, zu erringen. Strategische Kreise der Bundeswehr rechnen damit, dass ĂŒber die in Libanon und Syrien operierende Terror-Miliz Hisbollah, die aus dem Iran finanziert und gefĂŒhrt wird, um Israel zu schĂ€digen, ein gefĂ€hrlicher Konflikt entsteht. Dieser Konflikt werde zu einem Krieg gegen den Iran ausufern. Das sei auch der Grund, warum russisches MilitĂ€r sich derzeit rasch aus Syrien zurĂŒckziehe, um nicht in diesen bald beginnenden Krieg verwickelt zu werden.

         TOPIC  Nr. 01/2018



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Respect Words: Die Sprachpolizei ist da 

   Am 17.12.2008 hielt der ehemalige französische PrĂ€sident Nicolas Sarkozy an der französischen Elite-Hochschule Ecole Polytechnique in Paris einen Vortrag zur gesellschaftlichen Entwicklung. Dort sagte er: „Das Ziel ist die Rassenvermischung. Die Herausforderung der Vermischung verschiedener Nationen ist die Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Es ist keine Wahl, es ist eine Verpflichtung. Es ist zwingend. Wir können nicht anders. Wir riskieren sonst die Konfrontation mit sehr großen Problemen 
Wir werden uns alle zur selben Zeit verĂ€ndern: Unternehmen, Regierungen, Bildung etc., und wir werden uns zu diesem Ziel verpflichten. Wenn das nicht vom Volk freiwillig getan wird, dann werden wir staatlich zwingende Maßnahmen anwenden.“ Sarkozy sprach damals zu Franzosen, meinte aber wohl alle EuropĂ€er.
   Wie diese „zwingenden Maßnahmen“ mittlerweile in der RealitĂ€t angekommen sind, zeigt eine neue Kampagne. Journalisten soll beigebracht werden, mit welchen Worten sie diese Rassenvermischung begleiten sollen – demnĂ€chst wohl mĂŒssen. Die EuropĂ€ische Union (EU) finanzierte ĂŒber ihr Programm „Rechte, Gleichstellung und UnionsbĂŒrgerschaft“ ein Projekt mit der Bezeichnung „Respect Words“. Zu Deutsch: Respekt-Worte, aber auch „Beachte Worte!“. Unter dem Motto „Ethischer Journalismus gegen Hassrede“ soll nicht nur gegen Hassreden in den Medien vorgegangen werden. Ebenso will man das Bewusstsein der europĂ€ischen BĂŒrger fĂŒr ZusammenhĂ€nge mit Migrationsprozessen und fĂŒr die Situation ethnischer und religiöser Minderheiten in der Gesellschaft schĂ€rfen. Derzeit werden von 150 privaten Radiosendern in Europa BeitrĂ€ge ausgestrahlt, um die kulturelle Vielfalt in Europa vor dem Hintergrund der FlĂŒchtlingswelle zu beleuchten.
   In einem 37-seitigen Heft, das TOPIC vorliegt, werden Medienschaffende dazu aufgefordert, z. B. das Wort „FlĂŒchtlingswelle“ nicht mehr zu benutzen. In den Anweisungen im Heft heißt es, dass im Zusammenhang mit Migration Worte wie „Flut“, „Welle“ oder „Zustrom“ nicht mehr zu verwenden sind. Diese Begriffe beförderten die Vorstellung von Naturkatastrophen - sprich: Angst. Ebenso soll vermieden werden, die Einwanderung als eine Kostenbelastung der sozialen Netzwerke in der EU darzustellen. Einen großen Raum im Heft nimmt die nun (bisher noch freiwillig) vorgeschriebene Darstellung von Muslimen, Roma und Juden ein – andere Religionen oder Ethnien werden nicht erwĂ€hnt. So sollen Journalisten ĂŒber Muslime nicht mehr schreiben, dass Allah-Anbeter zu Gewalt, Extremismus Fundamentalismus und Terrorismus neigten. Der Katalog der zu vermeidenden Begriffe im Zusammenhang mit Migration und dem Zusammenleben mit Menschen aus anderen Kulturkreisen ist lang und prĂ€zise. Doch wie ist dieser Katalog zustande gekommen?
   Hinter diesem Projekt, das mit EU-Geldern gefördert wird, steckt ein Netzwerk von privaten Radiostationen, von denen nicht wenige links-alternative Wurzeln haben. Sie erarbeiteten das Heft und geben es heraus. Gewicht bekommt das Projekt „Respect Words“ allerdings durch das International Press Institute (IPI), das das Projekt mit trĂ€gt. Das IPI wurde 1950 gegrĂŒndet und zĂ€hlt heute fĂŒhrende Redakteure und Zeitungsherausgeber aus 115 Staaten zu seinen UnterstĂŒtzern.
   Wenn man das Heft „Respekt-Worte – ethische Anweisungen gegen Hasssprache“ durchschaut, werden ungute Erinnerungen wach. Erinnerungen, falls man den Roman „1984“ gelesen haben sollte. Darin schildert George Orwell, wie in dem totalitĂ€ren Staat „Oceania“ eine kontrollierte Sprache eingefĂŒhrt wird. „Neusprech“ dient dazu, die Gedanken der Menschen zu kontrollieren, um dadurch Bedrohungen fĂŒr die Diktatur auszumerzen.

           TOPIC  Nr. 01/2018



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Teuflisch: Die Abschaffung der Wahrheit

   Postmodern, postfaktisch, alternative Fakten, Fake News: Begriffe spielen plötzlich in unserem Alltag eine Rolle, die es in dieser Form vor 1980 noch gar nicht gab.
   Da verlieh im Januar 2018 US-PrĂ€sident Donald Trump etliche „Fake News Awards“ an einige Medien seines Landes. Der Begriff „Fake News“ steht fĂŒr absichtlich gefĂ€lschte Informationen, und Trump meinte, mit der Vergabe dieser von ihm erfundenen „Preise“ (Awards), bestimmte Medien in ein schlechtes Licht stellen zu können.
   Etwa seit Ende der 1970er Jahre begann eine Entwicklung im Denken, die mehr als verhĂ€ngnisvoll ist. Es begann eine schleichende Auflösung des Wahrheitsbegriffes, die mit einem bestimmten Begriff verbunden ist: postmodern. Postmodern bedeutet, dass etwas nach der Moderne gekommen ist. Post = danach. Mit der Moderne bezeichnet man einen Abschnitt in der Geistesgeschichte, der etwa Ende des 18. Jahrhunderts begann. Wie wurde in diesem Abschnitt der Geistesgeschichte gedacht, wie entstanden Urteile, welche Bedeutung hatte die Wahrheit? Eines war unter den Geisteswissenschaftlern der Moderne klar: Es gibt eine Wahrheit! Es gibt ein Falsch, es gibt ein Richtig. Es gibt Fakten. Es gibt ObjektivitĂ€t. Die Suche nach der Wahrheit wurde nicht infrage gestellt. Klar war: Fakten, ObjektivitĂ€t etc. existieren. Wir leben jetzt im geistesgeschichtlichen Abschnitt der Postmoderne, und da existieren diese Elemente nicht mehr – so wird zumindest behauptet. Richtig und Falsch gibt es so nicht mehr wie in der Moderne.
   In der Postmoderne gilt: Wahr ist nur das, dass es keine objektive Wahrheit gibt. Dr. Wolfgang Nestvogel schreibt dazu in seinem Buch „Evangelisation in der Postmoderne“: „Der moderne praktische Pluralismus verpflichtete zur Toleranz gegenĂŒber dem Andersdenkenden, auch wenn man dessen Standpunkt fĂŒr falsch hielt. Der postmoderne Pluralismus verlangt dagegen die grundsĂ€tzliche Anerkennung, dass die Aussage des anderen gleichberechtigt und in gleicher Weise wahr ist! Damit sind einseitige WahrheitsansprĂŒche verboten.“
   Zeitalter der Moderne: Der Standpunkt des anderen kann falsch sein – auch objektiv –, aber man toleriert ihn. Postmoderne: Der Standpunkt eines anderen ist immer wahr und richtig, auch wenn er objektiv scheinbar falsch ist.
   Ein nĂ€chster Begriff: postfaktisch. Postfaktisch wurde 2016 von der Gesellschaft fĂŒr deutsche Sprache zum „Wort des Jahres“ gekĂŒrt. Wahrheit speist sich aus Fakten, aus Wissen, aus Informationen, aus Tatsachen. Da es jedoch in einem postmodernen Zeitalter nicht mehr so darauf ankommt, verblassen diese Elemente. Postfaktisch. Nachfaktisch. In der Entscheidung der Jury der Gesellschaft fĂŒr deutsche Sprache heißt es dazu, das Kunstwort postfaktisch verweise darauf, dass es in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen heute zunehmend um Emotionen anstelle von Fakten gehe. Nicht der Anspruch auf Wahrheit, sondern das Aussprechen der „gefĂŒhlten Wahrheit“ fĂŒhre im postfaktischen Zeitalter zum Erfolg.
   Wie raffiniert gefĂŒhlte Wahrheiten sprachlich verkauft werden, zeigt das Beispiel der AmtseinfĂŒhrung von Donald Trump als PrĂ€sident. Luftaufnahmen zeigen, dass auf dem Platz der Zeremonie am 21. Januar 2017 weitaus weniger Menschen standen als bei der AmtseinfĂŒhrung von Barak Hussein Obama. Trumps Pressesprecher, Sean Spicer, behauptete jedoch das genaue Gegenteil. Trumps Beraterin Kellyanne Conway bog dann spĂ€ter diese Unwahrheit so hin: „Unser Pressesprecher hat alternative Fakten dargestellt.“ „Alternative Fakten“: Ein neues Begriff-PhĂ€nomen, das dann von einer privaten Jury 2017 zum „Unwort des Jahres“ gewĂ€hlt wurde. WĂ€hrend die Fake News gezielt eingesetzte Unwahrheiten sind, rangieren „alternative Wahrheiten“ auf der Ebene des Postfaktischen, der gefĂŒhlten Wahrheit – man könnte auch von einer Wunschwahrheit sprechen.
   Postmodern, postfaktisch, alternative Fakten, Fake News: LĂ€ngst haben gewisse Vordenker und Wortschöpfer die Wahrheitsliebe in den WĂŒrgegriff genommen und drĂŒcken ihr weiter die Luft ab. Zumindest bei den Fake News ist man sich einig, dass es sich dabei um gezielte LĂŒgen handelt. So wurde beispielsweise 2017 in Litauen das GerĂŒcht verbreitet, dass dort stationierte deutsche Soldaten der Bundeswehr MĂ€dchen vergewaltigen wĂŒrden. Es war eine gezielte LĂŒge, die ins Internet gesetzt wurde.
   Damit diesen Fake News im Internet Einhalt geboten wird, hat jetzt die EuropĂ€ische Union eine hochrangige Expertengruppe eingerichtet, die die EuropĂ€ische Kommission bei der BekĂ€mpfung von „Fake News und Online-Desinformationen“ beraten soll. Zu dieser 39-köpfigen Experten-Crew gehören beispielsweise Kai Gniffke, Chefredakteur der ARD Tagesschau und der ARD Tagesthemen, sowie auch Sonja Schwetje, Chefredakteurin bei der RTL Group, zu der auch der Nachrichtensendern-tv gehört.
   Kritiker sehen in der Installation dieser Expertengruppe die Gefahr, dass hier eine Kommission gebildet wird, die nicht nur die LĂŒge aus dem Internet verbannen soll, sondern auch Wahrheiten ausbremsen kann, die die Bevölkerung nicht erfahren soll. Was bleibt bei dieser ganzen Entwicklung von Postmodern bis Fake News ĂŒbrig? Zum Schluss weiß niemand mehr, was richtig und was falsch ist, was wahr ist und was LĂŒge.
   Christen, die die Bibel ernst nehmen und zutiefst wissen und erfahren, dass Gottes Wort „Wahrheit“ (2. Samuel 7,28) ist, mĂŒssen erkennen, dass jetzt wohl ein Zeitalter der verschĂ€rften LĂŒge angebrochen ist. Dass derjenige auf breiter Front am Zuge ist, der in der Bibel als „Vater der LĂŒge“ (Joh. 8,44) benannt wird. Es ist die „alte Schlange“, Satan, der schon am Anfang der Menschheit Eva und Adam belog und sie – und mit ihnen alle Nachgeborenen – ins Verderben stĂŒrzte.

           TOPIC  Nr. 02/2018    



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Der postfaktische Jesus in der Jesus-Ökumene

   Immer mehr evangelikal geprĂ€gte Theologen, wie der theologische Leiter des Bundesverbandes „Entschieden fĂŒr Christus (EC), Bundespfarrer Rudolf Westerheide, oder der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Stiftung Christliche Medien (SCM), Pastor Ulrich Eggers, beteuern: Ich bin nicht bibeltreu. Ich bin Jesus-treu. Ohne dass diese Theologen das wohl bewusst beabsichtigen, befördern sie mit dieser Aussage postmodernes wie postfaktisches Denken. Man löst sich von der Bibel, somit von Gottes Faktenbuch, und prĂ€sentiert ein Jesus-Futteral, von dem man nicht genau weiß, wer oder was darin steckt. Hier ist als Erstes die Frage angebracht: Welchen Jesus meinst Du denn?
   Meinst Du den visualisierten Jesus, von dem der Vertreter der kontemplativen SpiritualitĂ€t, Richard J. Foster, beseelt ist? Ulrich Eggers bietet den Gedanken des Amerikaners in der Zeitschrift Aufatmen immer wieder aufs Neue eine Plattform. Man könnte auch ERF Medien fragen, welchen Jesus meint Ihr denn, wenn Ihr – wie im letzten Jahr geschehen – den Film „Die HĂŒtte“ anpreist und sogar auf DVD verkauft? Die Romanvorlage zum Film schrieb William P. Young, der Jesus im Roman als einen lĂ€ssigen Zimmermann zeigt, den Heiligen Geist als Asiatin und Gott als Ă€ltere schwarze Frau. Young behauptet in seinem neuen Buch „Lies we believe about God“ (LĂŒgen, die wir ĂŒber Gott glauben), dass „jeder einzelne Mensch Christus ist“ und es eine LĂŒge sei, zu jemandem zu sagen: „Du musst gerettet werden!“
   Nach außen hin postfaktisch und postmodern gibt sich auch der kath. Publizist Bernhard Meuser. Er ist Initiator des katholischen Jugendkatechismus Youcat. In einem Beitrag „Pro & Kontra“ zum Thema „Ist die Zeit der konfessionellen Abgrenzung vorbei?“ schreibt er im evangelikalen Nachrichtenblatt Idea-Spektrum: „Etwas ist im Kommen, das man Jesusökumene nennen könnte.“ Meuser berichtet in seinem Artikel ĂŒber die MEHR-Konferenz mit Dr. Johannes Hartl in Augsburg. Anfang Januar hatten sich dort ĂŒber 11.000 zumeist jĂŒngere katholische wie evangelische Christen getroffen. Wie Meusel berichtet, hĂ€tten dort evangelische Jugendliche fĂŒr einen missionarischen Aufbruch in der kath. Kirche gebetet. Einen Aufbruch zu welchem Jesus? Zu dem Jesus, der im Youcat (s. TOPIC 8/2011) angeboten wird?
   Auf die Frage beispielsweise „Was geschieht in der Taufe?“ antwortet der Youcat: „In der Taufe werden wir Glieder des Leibes Christi, Schwestern und BrĂŒder unseres Erlösers und Kinder Gottes. Wir werden von der SĂŒnde befreit, dem Tod entrissen und sind von da an fĂŒr ein Leben in der Freude der Erlösten bestimmt 
 Das ewige Leben beginnt mit der Taufe.“ Wie ein Christ den Heiligen Geist bekommt, erklĂ€rt der Youcat so: „Die Firmung ist das Sakrament, das die Taufe vollendet und in dem wir mit der Gabe des Heiligen Geistes beschenkt werden.“
   Dieser Sakramente-Jesus des Youcat ist nicht der Jesus Christus der Bibel. Er ist auch nicht der Jesus Christus des Johannes Hartl. Hartl verehrt den eucharistischen Jesus und schreibt in einem Buch: „Wenn wir Jesus in der Eucharistie [...] nicht ehren, dann versĂŒndigen wir uns und ziehen uns das Gericht zu.“ Was ist das fĂŒr ein Jesus, der ein heidnisch-sakramentales Messopferritual braucht, um bei seinen GlĂ€ubigen prĂ€sent zu sein? Der Jesus Christus der Bibel ist es auf keinen Fall!
   Der Youcat empfiehlt, bei der Taufe „die Namen großer Heiliger zu wĂ€hlen ... Wenn mein Namenspatron ein Heiliger ist, habe ich einen Freund bei Gott.“ So war es bei der letzten MEHR-Konferenz eben auch nicht verwunderlich, als bei der kath. Abschlussmesse der „Heilige Ulrich“ angerufen wurde, ein ehemaliger Bischof von Augsburg. Er und die „Gottesmutter Maria“ sollten bei Gott mit Bitten vorstellig werden.
   Jeder, der den biblischen Jesus Christus wirklich kennengelernt hat, wird niemals zwischen Bibel und Jesus Christus eine Trennung denken, gar vornehmen können. Jesustreue werden sich allerdings von all dem trennen, was nicht mit der Bibel zu vereinbaren ist. Wer einen Heiligen Ulrich anruft, der kennt den heiligen Jesus Christus noch nicht.

             TOPIC  Nr. 02/2018



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Teile des Heiligen Landes werden von Unbekannten aufgekauft 

   Seit 2010 zeigt sich in Jerusalem, aber auch in anderen großen StĂ€dten Israels wie Jaffa, Tiberias oder Caesarea ein merkwĂŒrdiger Sachverhalt: Bebaute FlĂ€chen in besten Lagen von StĂ€dten werden scharenweise weit unter Preis an private Investoren verkauft, die in Israel niemand kennt. Diese Investoren verbergen sich hinter Briefkastenfirmen in sogenannten Steuerparadiesen, wie auf den britischen Jungferninseln oder auf den Cayman-Inseln. Bekannt ist allerdings der VerkĂ€ufer: die Griechisch-orthodoxe Kirche. Bekannt geworden sind auch die Verkaufspreise. Die Griechischorthodoxe Kirche ist neben der israelischen Behörde fĂŒr Grund und Boden der zweitgrĂ¶ĂŸte LandeigentĂŒmer im Heiligen Land.
   Die Kirche erwarb die großen LĂ€ndereien im 19. Jahrhundert fĂŒr landwirtschaftliche Zwecke. Heute verkauft der orthodoxe Patriarch in Jerusalem, Theophilos III., bebaute GrundstĂŒcke in exklusiver Stadtlage fĂŒr „einen Appel und ein Ei“. So ging das Jerusalemer Wohnquartier Givat Oranim mit 240 Wohnungen fĂŒr den lĂ€ppischen Preis von 2,8 Millionen Euro an die völlig unbekannte Firma Kronti Investments. Sitz der Firma: die Jungferninseln. Jerusalemer Immobilien-Experten schĂŒtteln nur unglĂ€ubig den Kopf ĂŒber diese „Ramsch-Preise“, denn allein das Givat Oranim hat einen geschĂ€tzten Wert von etwa 15 Millionen Euro. Weshalb verkauft die Griechisch-orthodoxe Kirche einen Landbesitz nach dem nĂ€chsten an völlig unbekannte und undurchsichtige Investoren? Die Kirche hĂŒllt sich in eisernes Schweigen. Auch israelische Zeitungen konnten das Geheimnis bisher nicht lĂŒften. Die israelische Regierung sagt auch nichts offiziell dazu. Wer sind die geheimnisvollen KĂ€ufer, und warum bekommen sie beste Stadtlagen fĂŒr einen Spottpreis? Was sichern die anonymen KĂ€ufer der Kirche als Gegenleistung fĂŒr den geringen Verkaufspreis zu? Bisher liegt alles völlig im Dunklen – und das macht die Sache verdĂ€chtig.
   Das Schweigen der israelischen Regierung könnte damit zusammenhĂ€ngen, dass es schlicht Juden sind, die ihr eigenes Land zurĂŒckkaufen. Somit wĂŒrden weitere Teile des biblischen Landes in den Urbesitz Israels zurĂŒckkehren. Dennoch macht der geringe Preis stutzig. Wenn es wirklich Juden sind, die „ihr“ Land zurĂŒckkaufen, dann muss es einen weiteren Faktor geben, der mit dem geringen Preis zusammenhĂ€ngt.
   Aber es gĂ€be noch eine andere Variante, ĂŒber die zumindest nachgedacht werden darf. Nicht wenige griechisch-orthodoxe KirchenfĂŒhrer waren in der Vergangenheit auch Freimaurer – gerade in der Zeit, als die Kirche Land in Israel kaufte. Wurde das Land damals von freimaurerischen Kirchenleuten fĂŒr die Kirche erworben, um es zu einem bestimmten Zeitpunkt in freimaurerischen Besitz zu ĂŒberfĂŒhren?
   FĂŒr Freimaurer ist Jerusalem die wichtigste Stadt in ihrer Weltanschauung, da sie annehmen, dass die geistige Wiege der Maurerei im Tempel Salomos verortet war. Den Wiederaufbau des 3. Tempels in Jerusalem – in der Bibel prophezeit – deuten sie als begleitendes Zeichen fĂŒr den geistigen Endsieg der HumanitĂ€t in einer geeinten Menschheitsfamilie; einen Sieg auch ĂŒber alle Religionen. Bringen sich deshalb die Freimaurer aus aller Welt im Heiligen Land schon langsam in Stellung, indem sie LĂ€ndereien und BesitztĂŒmer mit Wohlwollen von Gesinnungsgenossen aus der Orthodoxie aufkaufen, um fĂŒr einen historischen Auftritt ortsnah gerĂŒstet zu sein? FĂŒr die Zeit, in der Jerusalem im totalen Fokus einer heidnischen Weltöffentlichkeit stehen wird, so wie es auch die Bibel prophezeit?
   Bisher sind alle Vermutungen Spekulation. Doch diese Spekulationen können dazu beitragen, in dieser Angelegenheit immer wieder genau hinzuschauen und weiter zu forschen, wer in Israel klammheimlich Land aufkauft.

TOPIC  Nr. 02/2018

Die TOPIC-Bibliothek kommt spĂ€ter 

   Im November 2017 hatten wir angekĂŒndigt, dass die neue TOPIC-Bibliothek auf CD ab Februar 2018 ausgeliefert werden könnte. Dieser Auslieferungstermin wird sich auf Ende MĂ€rz verzögern, da ein Redaktionsmitglied einen Unfall hatte und seit Wochen außer Dienst ist. Derzeit arbeitet unser kleines Redaktionsteam mit Hochdruck daran, die CD (mit allen Ausgaben von 1994 bis Ende 2017) so schnell wie möglich fertigzustellen. Wir bitten besonders die Kunden um Nachsicht, die sich fĂŒr die Werbung von neuen TOPIC-Lesern eine CD als PrĂ€mie ausgesucht haben. Wir beabsichtigen, in der MĂ€rz-Ausgabe die CD detailliert vorzustellen.



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2018 soll ein Erdbebenjahr werden

   Forscher von zwei UniversitĂ€ten in den USA wollen ZusammenhĂ€nge entdeckt haben, die darauf hindeuten, dass in diesem Jahr die Zahl schwerer Erdbeben rasant ansteigen werde. Schuld daran sei die Erdrotation. Die Geologen Roger Bilham von der University of Colorado und Rebecca Bendick von der University of Montana hatten Daten von Erdbeben der Stufe 7 und höher seit dem Jahr 1900 untersucht. Dabei entdeckten sie, dass es fĂŒnf Perioden gab, in denen es 25 bis 30 schwerere Erdbeben gab – der Jahresschnitt liegt bei etwa 15, im letzten Jahr bei sechs. Diesen Perioden voraus ging ein Zeitabschnitt von fĂŒnf Jahren, in dem sich die Rotation der Erde verlangsamte. DafĂŒr gibt es verschiedene GrĂŒnde, die vom Abschmelzen der Polkappen bis zu extremem Wetter reichen können. Laut den beiden Wissenschaftlern habe sich die Erdrotation in den letzten vier Jahren verringert. Dies könne darauf hindeuten, dass jetzt eine Zeit mit schweren Erdbeben bevorstehe.
   Der Wissenschaftler Wolfgang Dick vom ZentralbĂŒro des internationalen Erdrotationsdienstes (ERIS) sagte der deutschen ZeitungDie Welt, er habe keine Verlangsamung der Erdrotation in den letzten Jahren festgestellt. Nun steht Aussage gegen Aussage. Dazu kommt, dass der Zusammenhang von Erdrotations-VerĂ€nderungen und Erdbeben noch nicht als letzter wissenschaftlicher Beweis fĂŒr ein verheerendes Erdbebenjahr gewertet werden kann. Den Beweis könnten jetzt die Jahre 2018 und 2019 liefern. Hoffentlich nicht! 

         TOPIC  Nr. 02/2018



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Wann ist ein Christ ein Christ?

   11. MĂ€rz 2017. Hildesheim. Michaeliskirche. Unter Anwesenheit von Kanzlerin und BundesprĂ€sident zelebrieren die jeweiligen leitenden Bischöfe der Ev. Kirche in Deutschland (EKD) und der kath. Kirche, Bedford-Strohm und Marx, einen Buß- und Versöhnungsgottesdienst. Der Anlass: 500 Jahre Reformation. Doch wer sollte in Hildesheim wofĂŒr bĂŒĂŸen? In einem Begleitschreiben zum Gottesdienst, dem „Gemeinsamen Wort“, hieß es: „
 was Christen einander an Leid und Verletzungen angetan haben.“ Es gehe um die „Heilung der Erinnerungen“. FĂŒr den „einfachen“ GlĂ€ubigen sendete dieser Gottesdienst ein fatales Signal. NĂ€mlich: Die haben sich wieder lieb. „Haken dran“ an 500 Jahre Reformation. „Haken dran“ an Luthers Rechtfertigung allein aus Gnade und Glauben.
   Wohl nicht ohne Grund wurde die entscheidende Frage nach der Rechtfertigung in Hildesheim auf einen psychologischen Nebenschauplatz manövriert und rĂŒhrselig und medial gekonnt zugekleistert. Man konnte wĂ€hrend des Gottesdienstes den Eindruck gewinnen: HĂ€tten statt Luther und Papst damals Bischof Bedford-Strohm und Kardinal Marx bereits bischöfliche Vollmacht ausgeĂŒbt, wĂ€re es möglicherweise ĂŒberhaupt nicht zu einem Bruch gekommen.
   Nichts, aber gar nichts ist zwischen den beiden Großkirchen im Hinblick auf die Rechtfertigungslehre geklĂ€rt, gar aus dem Weg gerĂ€umt. Das macht das neue Buch von Dr. Wolfgang Nestvogel deutlich. Titel: „Wann ist ein Christ ein Christ? – Der Kampf um die Rechtfertigung“ (ISBN 978-3-947196-03-6/ Bestelltelefon: 05237-899090/Preis 12,90 Euro). Akribisch weist der Theologe aus Hannover nach, dass die Evangelischen bei den gemeinsamen ErklĂ€rungen und Aktionen zur Rechtfertigungslehre und zur Reformation immer wieder von den Katholiken â€žĂŒber den Tisch gezogen wurden“. Dem „einfachen“ GlĂ€ubigen wird beim Durcharbeiten von Nestvogels Faktenanalyse schnell eine Frage durch den Kopf gehen: Ja, wie dusselig sind unsere ev. GottesmĂ€nner, dass die das nicht gemerkt haben? Oder wollen sie die Ökumene um jeden Preis?
   Da wurde am Reformationstag 1999 als „großer Meilenstein der Ökumene“ die „Gemeinsame ErklĂ€rung zur Rechtfertigungslehre“ (GER) unterzeichnet. Mit am Tisch in Augsburg saßen Vertreter des Lutherischen Weltbundes und der römisch-katholischen Kirche. Doch nicht nur die GER wurde unterzeichnet, sondern auch eine „Gemeinsame Offizielle Feststellung“ (GOF) sowie ein Anhang, der „Annex“. Schnell hieß es: Jetzt seien die wesentlichen konfessionellen GegensĂ€tze im Hinblick auf die Rechtfertigungslehre ausgerĂ€umt. Selbst Evangelikale lobten die Papiere. Aber worauf einigten sich die Unterzeichner der GER wirklich? Als der erste Entwurf der GER Rom erreichte, wurde dieser abgelehnt. Die katholischen GlaubenshĂŒter waren der Meinung, dass diese Festschreibung, allein aus Gnade sei das Heil zu bekommen, so nicht stimme. Der Mensch könne sehr wohl an seinem Heil mitwirken. Um dennoch das GER-Papier unterschriftsreif zu machen, wurde dann noch die GOF hinzugefĂŒgt. Aus der geht nun hervor, das die Aufhebung der gegenseitigen Lehrverurteilungen nur und allein in Bezug auf die GER zutreffen. Damit wĂŒrden frĂŒhere Verurteilungen weder annulliert noch außer Kraft gesetzt. Somit gilt der berĂŒhmt-berĂŒchtigte Lehrsatz 12 aus der 6. Sitzung des Trienter Konzils (1545 bis 1563) nach wie vor: „Wer behauptet, der rechtfertigende Glaube sei nichts anderes als das Vertrauen auf die göttliche Barmherzigkeit, die um Christi willen die SĂŒnden nachlĂ€sst (vergibt), oder dieses Vertrauen allein sei es, wodurch wir gerechtfertigt werden, der sei ausgeschlossen (aus der kath. Kirche).“ Nestvogel arbeitet immer wieder heraus, dass die röm.-kath. Kirche versucht, dieses „Allein aus“ zu isolieren, gar zu entfernen. FĂŒr einen kath. GlĂ€ubigen gilt: Du kannst an deinem Heil mitarbeiten, den Rest erledigt deine Kirche! Folgt man Nestvogels Darlegungen, dann ist kein Katholik aufgrund des röm.- kath. Systems ein Christ nach biblischen MaßstĂ€ben.
   In einem ersten Teil seines Buches behandelt der Pastor der Bekennenden Ev. Gemeinde Hannover, warum allein die Rechtfertigung, so, wie sie in der Bibel dargestellt ist, einen Menschen zum Christen macht. FĂŒr die katholische Kirche sei der Glaube eine Tugend Gottes, die mit Hilfe der röm.-kath. Kirche eingeĂŒbt werden kann. Nestvogel schreibt: „Innerhalb dieses Systems ist definitiv ausgeschlossen, dass Christi einmaliges Opfer zur Vergebung der SĂŒnden völlig ausreicht und das persönliche Vertrauen zu Jesus allein die Rechtfertigung bewirkt und die Rettung gewiss macht.“
   Nestvogels 248-Seiten-Werk ist keine theologische Arbeit, die man einfach so „runterlesen“ kann. Besonders im ersten Teil wird der theologisch nicht so tief gegrĂŒndete GlĂ€ubige ganz schön „zu ackern“ haben, um vorwĂ€rts zu kommen. Aber es lohnt sich. „Wann ist ein Christ ein Christ?“ eignet sich besonders gut als Handreichung fĂŒr Pastoren, Theologiestudenten und andere Personen, die in Bezug auf den evangelischen Glauben Verantwortung tragen.

             TOPIC  Nr. 03/2018



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Die TOPIC-Bibliothek auf CD wird ab April lieferbar sein 

   Nachdem es durch einen Unfall eines Redaktionsmitgliedes zu einer zeitlichen Verzögerung in den vorbereitenden Arbeiten zur TOPIC-Bibliothek gekommen ist, hakte es dann plötzlich in der Produktionsfirma der CD – ebenfalls krankheitsbedingt. Nach jetzigem Stand der Entwicklung dĂŒrfte die TOPIC-Bibliothek auf CD aber ab Anfang April 2018 lieferbar sein.
   Die TOPIC Bibliothek auf CD umfasst alle Texte von Anfang 1994 bis Ende 2017 zum Nachlesen (nicht Nachhören) und arbeitet auf Basis von Microsoft-Programmen. Eine Verwendung auf Apple-Computern oder auf Smartphones ist nicht möglich.
   Die CD enthĂ€lt neben den TOPIC-Artikeln zusĂ€tzlich ein Suchprogramm, mit dem man nach bestimmten Begriffen forschen kann. Es werden dann jeweils die Artikel angezeigt, in dem der Suchbegriff vorkommt. Alle Texte können auch in Textverarbeitungsprogramme von Microsoft ĂŒbernommen werden.
   Die TOPIC-Bibliothek auf CD kostet innerhalb Deutschlands inklusive Porto und Verpackung 18,00 Euro. Im Ausland 21,00 Euro (inkl. Porto) und in der Schweiz 24,00 Schweizer Franken – ebenfalls inkl. Porto und Verpackung. Die CD kann ab sofort schriftlich wie auch telefonisch bestellt werden. Alle Kunden, die sich die CD als PrĂ€mie gewĂŒnscht haben, werden sofort nach Vorliegen der TOPIC-Bibliothek auf CD beliefert.

       TOPIC  Nr. 03/2018



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Juden lesen Bibel 

   Wohl die weltweit grĂ¶ĂŸte Bibel-Leseaktion steht kurz vor ihrem Abschluss. Im Dezember 2015 wurde von der israelischen Regierung das „Projekt 929“ ins Leben gerufen. BĂŒrger des Landes sollten bis zum 70. Jahrestag der UnabhĂ€ngigkeit Israels alle 929 Kapitel des Tanach durchgelesen haben. Der Tanach ist die hebrĂ€ische Bezeichnung fĂŒr das Alte Testament (AT) und beinhaltet nicht alle BĂŒcher des christlichen AT's. Israels StaatsprĂ€sident Reuven Rivlin hat die Bibel-Lesekampagne mit seiner Frau seinerzeit eröffnet. Der PrĂ€sident, der selbst die Bibel liest, bezeichnete das „Projekt 929“ als „die ErfĂŒllung eines Traumes“. Nach Aussage des stellvertretenden Bildungsministers in Israel, Warzmann, nehmen Millionen Juden in aller Welt an dem Bibellese-Programm teil. Damit seien sie „Teil der grĂ¶ĂŸten Bibelstudiums-Gemeinde der Welt“. Am 70. Jahrestag der UnabhĂ€ngigkeit Israels – nach dem jĂŒdischen Kalender – wird am 19. April 2018 das letzte Kapitel des Tanachs gelesen.

         TOPIC  Nr. 03/2018



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Droht schon wieder ein Finanzcrash? 

   Die „Hohepriester“ des weltweiten GeldgeschĂ€ftes lassen mal wieder die Glocken fĂŒr die Totenmesse lĂ€uten. Noch sei es nicht ganz so weit, aber in KĂŒrze werde es auf dem globalen Finanzmarkt so knallen, wie es vorher noch nie gekracht habe. Es drohe ein gigantischer Crash mit unabsehbaren Folgen. Selbst der große Börsen-Crash von 1929 wird als Vergleich herangezogen. Da gibt es beispielsweise die Börsen-Legende, den US-Amerikaner Jim Rogers. Er ist davon ĂŒberzeugt, dass der grĂ¶ĂŸte Crash in der Menschheitsgeschichte bevorstehe. Als Grund fĂŒr den schlimmsten Crash in der Geschichte nennt Rogers die „Schuldenberge in der Weltwirtschaft“.
   Auch auf dem diesjĂ€hrigen Weltwirtschaftsforumin Davos warnten Top-Ökonomen vor einer schweren Finanzkrise in den nĂ€chsten Jahren. Sorgen bereiten den Finanz- und Wirtschaftsfachleuten die hohen Schulden in den USA. Auch der deutsche Börsenprofessor Max Otte sagt noch fĂŒr die Amtszeit von US-PrĂ€sident Donald Trump einen Finanzcrash voraus, der grĂ¶ĂŸer sein werde als der von 2008. Der Grund: die Schuldenberge. Sie seien 2018 viel grĂ¶ĂŸer als im Vorfeld der letzten Finanzkrise 2008. Auch Mr. Dax, Dirk MĂŒller, befeuert die dĂŒsteren Prognosen. Wenn in China die Finanzblase platze, „dann haben wir einen Crash, der mehr an 1929 erinnern wĂŒrde als an 2008.“
   Beim Thema Schulden wird ĂŒber Summen gesprochen, die unvorstellbar sind. So hat in letzter Zeit die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) an die zwei Billionen Euro ausgegeben, um Staats- und Firmenanleihen und andere in Not geratene Wertpapiere aufzukaufen. Deutsche BĂŒrger haben geschĂ€tzte zwei Billionen Euro Kreditschulden. US-BĂŒrger weisen 10,5 Billionen Euro „Miese“ auf ihren Konten aus. Insgesamt hat sich in der ganzen Welt ein Schuldenberg von knapp 189 Billionen (!) Euro aufgetĂŒrmt. Wenn Dirk MĂŒller davor Angst hat, dass in China die Finanzblase platzen könne, muss man wissen: China hat sich seit 2007 enorm verschuldet. Angetrieben vom Immobilienboom und von Schattenbanken explodierten die Schulden von 5,9 auf 22,7 Billionen Euro.
   Gibt es irgendwelche Vorboten, die einen aktuellen Crash ankĂŒndigen könnten? Ja, die gibt es, und der Vorsichtige wird ein Auge auf sie haben.
   In den letzten 40 Jahren hat sich die GĂŒtermenge weltweit vervierfacht, die Geldmenge jedoch verfĂŒnfzigfacht. Der Wohlstand, der in den letzten 30 Jahren vor allem in der westlichen Welt gewachsen ist, begrĂŒndet sich darin, dass es sehr viel Geld zu Ă€ußerst gĂŒnstigen, manchmal gar ohne Zinsen, gab. Es war und ist Geld, das die Notenbanken druckten und einfach in die MĂ€rkte pumpten. Die Folge fĂŒr den Sparer: Die Banken brauchen sein Geld nicht mehr, deshalb zahlen sie auch so gut wie keine Zinsen auf Sparguthaben. Sie bekommen ja ihr benötigtes Geld fĂŒr die zu vergebenden Kredite bei der EZB zum Null-Zins-Tarif. Wenn nun aber die Notenbanken die Zinsen anheben sollten, könnte es sofort zum Crash kommen, weil dann alte Schulden nicht mehr mit neuen „billigen“ Schulden abgelöst werden können. Deshalb: Sobald man von Zinserhöhungen hört, brennt die Lunte zum Crash.
   Ein weiterer Indikator in Bezug auf einen Crash ist die Entwicklung beim US-Dollar. Was viele nicht wissen: Der US-Dollar ist eine private WĂ€hrung und hat mit den USA schier gar nichts zu tun. 1913 schlossen sich 13 Privatbanken um die Hochfinanzgruppen Rothschild und Rockefellerzum Federal Reserve System in den USA zusammen. Diese privaten Banken können US-Dollar in unbegrenzter Menge drucken und verleihen es an den US-Staat – und nicht nur an ihn. 75 Prozent des weltweiten Geldbestandes bestehen aus US-Dollar. Da fast alle wertvollen Rohstoffe (z. B. Erdöl) in US-Dollar abgerechnet werden, braucht jedes Land US-Dollar. Allein dieser Bedarf sichert den Wert des US-Dollars. Brauchen die LĂ€nder der Erde diesen US-Dollar nicht mehr, bricht er sofort in seinem Wert zusammen. Warum? Er ist ein reines Privatgeld, von nichts Wertigem gedeckt. Exakt eine solche Entwicklung nimmt Fahrt auf. LĂ€nder wie Russland oder China fangen an, ihren Rohstoffhandel in ihren eigenen WĂ€hrungen abzurechnen. Geht der US-Dollar dadurch zu Boden, steht ein gigantischer Crash sofort auf der Tagesordnung. Die aktuelle Meldung aus der Trump-Regierung, es wĂŒrden nicht noch einmal Banken staatlich gerettet – wie 2008 –, ist deshalb als ernstes Warnzeichen zu werten.
   Und dann gibt es noch ein weiteres sehr beunruhigendes Zeichen besonders fĂŒr uns Deutsche. Der französische PrĂ€sident Macron sagte am 14.10.2017 in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel: „Deutschland will keine Finanztransfers. Dieses alte Denken mĂŒssen wir hinter uns lassen.“ Macron meint damit, dass eine „EuropĂ€ische Einlagensicherung“ geschaffen werden mĂŒsse. Geplant ist – und wird derzeit von der EU-Kommission mit Macht vorangetrieben –, dass alle europĂ€ischen Banken fĂŒr alle europĂ€ischen Banken haften. Gehen Banken beispielsweise in Italien oder Spanien pleite, mĂŒssen gesunde Banken in Österreich, Deutschland etc. die Verluste, die zur Pleite gefĂŒhrt haben, ausgleichen. Wie genau das funktionieren soll, daran wird in BrĂŒssel fieberhaft gearbeitet.
   Bisher war Deutschland unter dem alten Finanzminister Wolfgang SchĂ€uble stets gegen diese EuropĂ€ische Einlagensicherung – somit gegen die Vergemeinschaftung europĂ€ischer Schulden. Doch schaut man in die ausgehandelten GroKo-Papiere, dann wird der europĂ€ischen Steuer- und Sozialpolitik ein prominenter Stellenwert eingerĂ€umt und auch davon gesprochen, dass Deutschland „höhere BeitrĂ€ge zum EU-Haushalt zahlen“ soll. Doch wer ist Deutschland? Es sind seine BĂŒrger mit ihrem Geld. Als dieser Artikel geschrieben wurde, stand noch nicht fest, ob es wieder zu einer Großen Koalition (GroKo) kommen wird. Doch wenn sie kommt – mit einem SPD-Finanzminister Olaf Scholz –, dann ist mit der EuropĂ€ischen Einlagensicherung zu rechnen, die die Deutschen irgendwann viel Geld kosten wird.
   Allein die Tatsache, dass mit erhöhtem Druck an der EuropĂ€ischen Einlagensicherung gearbeitet wird, belegt, dass man mit einem Crash rechnet. Sollte es nicht zu einer GroKo kommen, stellt sich dennoch die Frage, ob irgendeine neue deutsche Bundesregierung die EuropĂ€ische Einlagensicherung verhindern kann.
   Auf der Jahreseröffnung der Deutschen Börse in Eschborn am 22. Januar 2018 Ă€ußerte sich der EUHaushaltskommissar GĂŒnther Öttinger (CDU) so: „Alles wird in BrĂŒssel entschieden, fast nichts in Berlin.“

         TOPIC  Nr. 03/2018



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Sucht man im CERN nach einem Zutritt zur Ewigkeitsdimension? 

   Die AbkĂŒrzung CERN steht fĂŒr EuropĂ€ische Organisation fĂŒr Kernforschung und die befindet sich in der NĂ€he von Genf. Das CERN betreibt eine Art „Weltmaschine“, in der man herausfinden will, wie Materie entsteht. Die Wissenschaftler hoffen, das sogenannte Higgs-Teilchen zu finden, das auch „Gottesteilchen“ genannt wird. Es verleiht angeblich allen Teilchen Masse und FĂŒlle und ruft sie sozusagen ins Dasein. Sollte man das Higgs-Teilchen finden, könnte man eventuell den Urknall beweisen, was bedeutet: Einen Schöpfergott gibt es dann wohl nicht. Das ist die offizielle Version, weshalb an die 10.000 Gastwissenschaftler aus ĂŒber 85 LĂ€ndern im CERN seit 2008 fieberhaft arbeiten. Doch bisher ist „nix mit Higgs“. Das Gottesteilchen wurde in der erhofften Version noch nicht gefunden. DĂŒnne Hinweise auf das Teilchen wurden hochgejubelt, als hĂ€tte man es schon entdeckt.
   Um das Gottesteilchen gehe es auch gar nicht, wird in einem Bericht einer Zeitschrift, die sich gerne mit Verschwörungstheorien beschĂ€ftigt, behauptet. Es gehe darum, einen Zutritt zur unsichtbaren Welt zu erforschen. Man suche nach einem Eingang zu einer Dimension jenseits unserer bekannten RealitĂ€t. Dem Zeitschriften-Bericht zufolge sei man in der Weltmaschine auf eine „Nachricht Gottes“ gestoßen, die apokalyptisch gewesen sein soll. Daraufhin habe sich die Direktorin des CERN, Fabiola Gianotti, auf den Weg zu einem Treffen der Bilderberger gemacht, um ihnen am 1. Juni 2017 diese Botschaft zu ĂŒberbringen. Die Bilderberger, ĂŒber die TOPIC schon mehrfach berichtet hat, gelten als eine mĂ€chtige Gruppe aus Eliten, die die Weltpolitik steuern will. Das einzig Wahre und NachprĂŒfbare an dieser zusammenfantasierten Zeitschriften-Geschichte ist: Die CERN-Direktorin hat tatsĂ€chlich an dem Treffen der geheim tagenden Bilderberger teilgenommen.
   Ist also die Annahme, man suche im CERN auch nach anderen Dimensionen in unserem Universum, völliger Quatsch? So ganz wohl doch nicht. Die angesehene Schweizer Zeitung Tagesanzeiger veröffentlichte am 16.12.2015 einen Bericht, der so ĂŒberschrieben war: „CERN findet mögliche TĂŒr zu neuer Dimension“. Die Zeitung berichtete ĂŒber den Fund eines bisher noch nicht bekannten Atom-Teilchens. Laut der US-Zeitung New York Times könnte es ein Quantum-TrĂ€ger von Schwerkraft sein, der die Existenz von Dimensionen jenseits von Zeit und Raum bedingen wĂŒrde.
   TOPIC fragte den Dipl.-Ing. in Nachrichtentechnik Matthias Krause, ob ein solcher Zutritt zu einer unsichtbaren Dimension theoretisch denkbar sei. Der Christus- und bibelglĂ€ubige Krause hatte beim Nachrechnen der Urknall-Theorie einen Fehler entdeckt, der die ganze Theorie fundamental erschĂŒttert (TOPIC berichtete). Seine Berechnungen veröffentlichte er auf seiner Internet-Seite „kosmoskrau.de“. Seitdem laden Wissenschaftler aus aller Welt sein Zahlenwerk herunter. Im Juni letzten Jahres dann die Sensation, die Krause bestĂ€tigt. Die Bild-Zeitung titelte: „Gab es gar keinen Urknall? – Stephen Hawking soll sich verrechnet haben!“ Ausgerechnet ein ehemaliger Kollege von Hawking behauptet das.
   TOPIC: „Matthias, ist es tatsĂ€chlich theoretisch denkbar, dass die Wissenschaftler im CERN eine TĂŒr fĂŒr eine bisher nicht bekannte Dimension aufstoßen könnten? Wie mĂŒssen wir uns eigentlich das Universum und andere Dimensionen vorstellen?“

   Krause: „Nach meiner Erkenntnis ist unsere Welt, das ganze Universum, eine Art Zeitblase. Diese Zeitblase ist eingehĂŒllt in Ewigkeit. Also: Außerhalb des Universums herrscht Ewigkeit oder Zeitstillstand. In jeder Galaxie im Universum haben wir im Zentrum ein Schwarzes Loch, in dem die Zeit ebenso stehen bleibt. Wir befinden uns sozusagen in einem von Ewigkeit durchlöcherten Universum. Übrigens: Unsere Zeitblase wird irgendwann auch einmal zu einem Schwarzen Loch, zeitlos. Das zu erklĂ€ren wĂŒrde jetzt jedoch viel zu weit fĂŒhren.“
   TOPIC: „Wenn das CERN tatsĂ€chlich in eine bisher unbekannte Dimension vorstoßen sollte, womit mĂŒsste man – theoretisch – rechnen? Was könnte passieren?“
   Krause: „Ich nehme an, dass man in andere Dimensionen mittels sogenannter Wurmlöcher vorzustoßen versucht. Dabei ignoriert man das Wichtigste ĂŒberhaupt. Wir sind nicht nur von Materie umgeben, sondern auch von geistigen MĂ€chten. In der Bibel steht, dass uns Gott von allen Seiten umgibt. Er sieht in unser Herz, sieht unsere Gedanken ... und das ist bereits die andere Dimension. Aber das ist noch nicht die ganze Wahrheit. Der Teufel mit seinen DĂ€monen befindet sich auch irgendwo in dieser Ewigkeitswelt und beeinflusst und lenkt die Menschen. Übrigens auch die Wissenschaftler, die verkehrten Ideologien anhĂ€ngen.
   Bedenken wir, dass Jesus davon spricht, dass es vor seinem Kommen so sein wird wie in der Zeit Noahs. Damals hatten die Menschen sexuellen Kontakt zu Wesenheiten aus einer anderen Dimension, und deshalb wurde damals die ganze Menschheit, außer Noah mit Familie, von Gott vernichtet. Aus meiner Sicht versucht man heute mit ‚wissenschaftlichen‘ Methoden wieder zu erreichen, Kontakt zur jenseitigen Welt, also ich wĂŒrde sagen, zu den DĂ€monen, herzustellen. Das CERN hat in seinem Logo nicht umsonst die Zahl 666, die auf den Antichristen hinweist. FĂŒr mich wĂ€re das ĂŒberhaupt nicht verwunderlich, wenn eines Tages eine Erfolgsmeldung aus dem CERN kĂ€me, die den Kontakt mit Wesen in der nĂ€chsten Dimension ‚wissenschaftlich‘ ĂŒber sogenannte Wurmlöcher – die TĂŒr zu einer anderen Dimension – bestĂ€tigen wĂŒrde.“

           TOPIC  Nr. 03/2018



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Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
bedĂŒrfen der schriftlichen Genehmigung des Verlages:
TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,

Können Babys geistlich erzogen werden? 

  Das Ohr ist das erste Sinnesorgan, welches im Mutterleib vollstĂ€ndig entwickelt ist. Es wird im 22 Tage alten Embryo als Ohrplakode angelegt – frĂŒher als alle anderen Sinnesorgane. Bereits in der 20. Schwangerschaftswoche kann das ungeborene Kind nachweisbar akustische Signale registrieren. Es nimmt besonders die Stimme der Mutter wahr. Bei lauten GerĂ€uschen zuckt es im Mutterleib zusammen. Doch was hört das Ungeborene wirklich? Und: Kann es GerĂ€usche deuten, kann es gar etwas „verstehen“? Ist z. B. das, was im Lukas-Evangelium zu lesen ist, rein geistlich zu deuten oder eventuell auch anders zu erklĂ€ren?
  Dort wird im 1. Kapitel beschrieben, wie die mit Jesus schwangere Maria ihre mit Johannes dem TĂ€ufer schwangere Verwandte Elisabeth besucht. Elisabeth war zu dem Zeitpunkt im sechsten Monat schwanger – also: Das Ohr ihres Kindes war theoretisch vollstĂ€ndig ausgebildet. Dann heißt es ab Vers 41: „Und es geschah, als Elisabeth den Gruß der Maria hörte, da hĂŒpfte das Kind in ihrem Leibe 
“ Elisabeth sagt dann etwas spĂ€ter erklĂ€rend: „Denn siehe, sowie der Klang deines Grußes in mein Ohr drang, hĂŒpfte das Kind vor Freude in meinem Leibe.“
  Wie viel verstehen Ungeborene, wie viel verstehen Babys? Zumindest bei den Babys sind jetzt ĂŒberraschende Forschungsergebnisse veröffentlicht worden. Ergebnis: Babys verstehen mehr, als wir denken. Eine Forschergruppe um die Assistenzprofessorin fĂŒr Psychologie und Neurowissenschaften Elika Bergelson beschĂ€ftigte das Thema: „Wie frĂŒh können Babys etwas erfassen und sinnvoll nachvollziehen?“ Das Wissenschafts-Team von der amerikanischen Duke-UniversitĂ€t fand bei Tests an 51 Babys heraus, dass schon SĂ€uglinge ab dem 6. Monat Wörter in ihrer Muttersprache verstehen können. Um ihre Ergebnisse abzusichern, bekamen 41 Babys zu Hause eine Baby-Weste ĂŒbergezogen, an der ein Audio-Recorder und eine Video-Kamera befestigt waren. Dadurch wollten die Wissenschaftler herausfinden, worauf die SĂ€uglinge schauen, wenn sie etwas hören. Das Ergebnis: Wenn einzelne Dinge visuell vom Baby wahrgenommen werden können – z. B. ein Spielzeugauto – und es den dazugehörigen Begriff hört, lernt das Kind viel schneller als bei unklaren – da nicht sichtbaren – Aussagen wie etwa „Morgen besuchen wir Löwen im Zoo.“
  Bergelson fordert Eltern auf, mehr mit ihren Babys zu sprechen und dabei die Objekte zu benennen, um ihr SprachverstĂ€ndnis und das Sprache Lernen zu verbessern. Sie empfahl, Babys sollten als „echte kommunikative Partner“ behandelt werden. Angesichts dieser neuen Forschungsergebnisse stellt sich fĂŒr Christen möglicherweise die Frage: „Ab wann kann ich meine Kinder auch an geistliche Inhalte heranfĂŒhren, wenn sie doch schon ziemlich frĂŒh etwas verstehen können?“
  FĂŒr den Christus-glĂ€ubigen Kinderarzt Dr. Eduard Freitag stellt sich diese Frage so nicht. Er ist der Meinung: So frĂŒh wie möglich – also schon direkt nach der Geburt kann eine gewisse geistliche PrĂ€gung beginnen.
  Eines seiner Argumente: Aus der Hirnforschung wisse man, dass das kindliche Gehirn sich in den ersten drei Jahren besonders intensiv entwickelt und positiv auf Anregungen reagiert. Weshalb also nicht im Beisein des SĂ€uglings einfache Dankgebete sprechen und dabei GegenstĂ€nde einbeziehen, wie etwa eine Saftflasche, die das Kind kennt und sehen kann. Der glĂ€ubige Kinderarzt bringt neben den entwicklungsbedingten Aspekten auch noch biblische ins Spiel. So seien Kinder sowohl im Alten wie im Neuen Testament immer bei geistlichen Versammlungen dabei gewesen. Außerdem finde man Stellen in der Bibel, die dazu aufforderten, Kindern Gottes Wort „einzuschĂ€rfen“ (z. B. 5. Mose 6,7).
  Die Politik hat lĂ€ngst erkannt, wie wichtig es ist, Kinder schon im frĂŒhen Alter zu prĂ€gen, um den Er wachsenen zu bekommen, den man sich vorstellt. So formuliert z. B. der Koalitionsvertrag der ThĂŒringer Rot-Rot-GrĂŒn-Landesregierung vom 20.11.2014 unter dem Unterpunkt Bildung: „Die Zusammenarbeit zwischen schulischen und außerschulischen Einrichtungen werden wir verbessern. Der Ausbau von kommunalen Bildungslandschaften soll weiter vorangetrieben werden. Die Koalition wird den ThĂŒringer Bildungsplan von null (!) bis 18 Jahre auch unter BerĂŒcksichtigung der Gleichstellung von sexueller Orientierung und geschlechtlicher IdentitĂ€t fortschreiben.“ Was hier etwas verklausuliert formuliert wird, meint die Erziehung gemĂ€ĂŸ der antichristlichen Gender-Ideologie.
  Dr. Freitag zu TOPIC: „Wenn die Gesellschaft ab einem möglichst frĂŒhen Alter die Kinder fĂŒr sich zu gewinnen sucht, sollten wir nicht mit einer möglichst frĂŒhen geistlichen Erziehung dagegenhalten? Kommen wir nicht manches Mal zu spĂ€t, und das nur, weil wir der Meinung sind, das Kind könne in dem jungen Alter vieles noch nicht verstehen oder begreifen?“ 

           TOPIC  Nr. 04/2018



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Hartls „Mehr“-Konferenz pausiert und bringt „Mission Manifest“ auf den Weg  

  Die diesjĂ€hrige Konferenz des Gebetshauses Augsburg brachte erneut einen Besucherrekord. Rund 11.000 hauptsĂ€chlich junge Leute strömten in das Messezentrum der Fugger-Stadt – 1.000 mehr als im letzten Jahr. Darunter waren auch nicht wenige Evangelische aus Landes- und Freikirchen – selbst aus ganz konservativen, bibeltreuen Kreisen.
  Im nĂ€chsten Jahr wird es nun keine „Mehr“-Konferenz geben. Die nĂ€chste soll 2020 stattfinden. Als BegrĂŒndung nannte der Initiator des Gebetshauses Augsburg, der kath. Theologe Johannes Hartl: „Wir haben im Gebetshaus in den letzten Jahren so viel Wachstum im Außen erlebt. Die Teilnehmerzahl der MEHR hat sich seit Beginn verhundertfacht. Doch wir spĂŒren, dass wir dieses Tempo nur auf Kosten der Tiefe weiterfahren können. Und wir haben den Eindruck, dass der Herr uns in diesem Jahr ruft, mehr in die Tiefe zu wachsen als in die Breite.“
  Im Rahmen der diesjĂ€hrigen Mehr-Konferenz wurde das sogenannte „Mission Manifest“ vorgestellt. Es sind zehn Thesen, die zu einem missionarischen Aufbruch in der kath. Kirche fĂŒhren sollen. Arbeitet man das Begleitbuch zu Mission Manifest aus dem Herder-Verlag durch, so findet man zehn Artikel – u. a. auch von Johannes Hartl –, die beschreiben, wie dieser missionarische Aufbruch aussehen könnte. Jeder getaufte (!) Katholik soll zum Missionar werden, der die Bibel und die Lehren der kath. Kirche unters Volk bringen soll. In Bezug auf Strukturen und Strategien könne man von den ev. Freikirchen lernen, beispielsweise in Bezug auf Hauskreise, Leiterschafts- und JĂŒngerschaftskurse.
  Der katholische Publizist Bernhard Meuser, der jĂŒngst zu einem Treffen von konservativen Evangelikalen eingeladen war und mit „Bruder“ begrĂŒĂŸt wurde, schreibt in „Mission Manifest“ dazu: „Zwei BĂŒcher sind es, die JĂŒnger brauchen, um JĂŒnger zu werden – die Bibel zuerst und dann den Katechismus 
 Der Katechismus ist der hermeneutische (einen Text erklĂ€rende) SchlĂŒssel zur Kirche. Es ist das Buch, in dem all das zusammenhĂ€ngend benannt, vernĂŒnftig erhellt und kirchlich verbĂŒrgt wird, was man begrĂŒndet erhoffen darf, notwendig glauben und konsequent tun sollte, um Christ zu sein.“ Mission Manifest ist also die erneute Auflage der bekannten IrrefĂŒhrung: Christ bist du nur, wenn du wirklich nach dem kath. Katechismus glaubst.

           TOPIC  Nr. 04/2018



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Flacherdler wollen bibeltreue Christen zur „Scheibe Erde“ bekehren  

  Viele Menschen glauben, dass die Bibel und die Wissenschaft wie Feuer und Wasser sind – auch Christen. Deshalb heißt es in der Glaubensbasis der Deutschen Ev. Allianz: „Wir bekennen uns 
 zur göttlichen Inspiration der Heiligen Schrift, ihrer völligen ZuverlĂ€ssigkeit und höchsten AutoritĂ€t in allen Fragen des Glaubens und der LebensfĂŒhrung 
“ Also nur in Bezug auf den Glauben und die LebensfĂŒhrung? Nicht auch in Bezug auf Geschichte und Wissenschaft? Wer Gottes Wort im Zusammenhang aufmerksam liest, wird beispielsweise entdecken, dass die Bibel in frĂŒheren Zeiten manches gekannt oder geahnt hat, was heute wissenschaftlich bewiesen ist. So entdeckte der Italiener Torricelli im 17. Jahrhundert, dass die Luft ein Gewicht hat. In einem der Ă€ltesten BĂŒcher der Bibel, im Buch Hiob (28,25), wird von Gott gesprochen, „der dem Wind sein Gewicht gab.“ Heute wissen wir: Licht bewegt sich. Deshalb gibt es die Lichtgeschwindigkeit, die ab dem 17. Jahrhundert berechnet werden konnte. In Hiob 38 ab Vers 19 fragt Gott Hiob: „Welches ist denn der Weg zu den Wohnungen des Lichts 
 Auf welchem Weg verteilt sich denn das Licht 
“
  Derzeit breitet sich vor allem in SĂŒddeutschland ein Gedankengut aus, das BibelglĂ€ubige einteilt nach BefĂŒrwortern einer flachen Erde und solchen, die die Erde als eine Kugel verstehen. Diese Lehre von der flachen Erde ist nicht neu. FrĂŒhe Wurzeln dieser Sicht finden sich im christlichen England des 19. Jahrhunderts.
  In Veröffentlichungen der Flacherdler heißt es: Wer die Erde im Globusformat sehe, wĂŒrde auf „satanische LĂŒgen“ hereinfallen, die „in einen jĂ€mmerlichen Tod fĂŒhren.“ Die Hauptthesen dieser frommen Flacherdler lauten so: „Die Erde bewegt sich nicht!“, „Die Erde ist eine stillstehende Scheibe!“ Weiter heißt es, die Erdscheibe habe eine Kuppel aus Eis, in die Gott Sonne, Mond und Sterne gesetzt habe. Sie hĂ€tten eine eigene Leuchtkraft – also auch der Mond. Alles, aber wirklich alles, was dieser Erd-ErklĂ€rungssicht widerspricht, sei vom Teufel. Auch die Aufnahmen der US-Weltraumbehörde NASA von der Erdkugel seien geschickte BetrĂŒgereien und Teil einer satanischen Verschwörung.
  FĂŒr diese Erdscheiben-Version prĂ€sentieren die frommen Flacherdler etliche Stellen aus dem Wort Gottes (z. B. nachzulesen auf: www.jesus-christus-erlösungswegzum-ewigen-leben.de). Ganz wesentlich fĂŒr die Argumentation der Flacherdler sind Bibelstellen des Alten Testamentes, in denen von einem „Erdkreis“ gesprochen wird (z. B. Jesaja 40,22; 1. Chronik 16,30). Immer wieder heißt es: Bitte schön, hier steht es doch schwarz auf weiß. Das hebrĂ€ische Wort, das in diesen Stellen verwendet wird, heißt „chugh“ und kann als „Kreis“ oder „Kugel“ ĂŒbersetzt werden. Wirkliche HebrĂ€isch-Experten bevorzugen eindeutig „Kugel“. Somit „sticht“ das Argument „Kreis“ nicht mehr. In diesem Zusammenhang ist interessant, dass die Bibel in Hiob Kapitel 26 Vers 7 davon spricht, dass „die Erde ĂŒber dem Nichts“ von Gott „aufgehĂ€ngt“ wurde. Eine Beschreibung, die wir mit den heutigen Erkenntnissen in Bezug auf den Weltraum gut verstehen können.
  Besonders peinlich wird es, wenn die Flacherdler behaupten, der Mond habe eine eigene Leuchtkraft und werde nicht von der Sonne angestrahlt. Gerade bei diesem Punkt zeigt die Bibel im Alten wie im Neuen Testament, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen der Strahlkraft der Sonne und dem Schein des Mondes gibt. So heißt es in Hesekiel Kapitel 32 Vers 7: „
 ich will die Sonne in Wolken verhĂŒllen, und der Mond wird seinen Schein nicht geben.“ In MatthĂ€us 24 sagt Jesus: „Bald aber nach der Drangsal jener Tage wird die Sonne verfinstert werden, und der Mond wird seinen Schein nicht geben 
“ Völlig klar: Strahlt die Sonne nicht mehr, dann scheint der Mond auch nicht.
  Die Bibel bekennt sich nicht klipp und klar zur Erde als stillstehende Scheibe – weil sie es auch nicht ist. Wer beispielsweise mit einem Fernrohr die Bahn eines Flugzeuges verfolgt, wird feststellen, dass die Maschine irgendwann einen Bogen nach unten macht, als sei sie abgestĂŒrzt. Das ist natĂŒrlich nicht der Fall, sondern bedingt dadurch, dass die Erde eine Kugel ist. Das Gleiche kann man zum Beispiel auf dem höchsten Berg der Kanaren-Insel Teneriffa sehr schön beobachten. Der Pico del Teide ist 3718 Meter hoch und kann bis zum Gipfel bestiegen werden. Wer auf dem Teide steht, kann bei klarem Wetter feststellen, wie die Weiten des Meeres sich am Horizont sanft nach unten neigen. Es ist ein weiterer Beweis, dass die Erde eine Kugel sein muss.
  FĂŒr glĂ€ubige Christen gibt es neben den Aspekten, dass die Bibel sich nicht eindeutig zur Erde als Scheibe bekennt, noch ein anderes – ein geistliches – Argument, um sich von den Flacherdlern fernzuhalten. Wie andere Sektierer auch, benutzen sie ihre Sondererkenntnis als Machtinstrument, um bibeltreue GlĂ€ubige damit geistlich in die Enge zu treiben – und, wie ein TOPIC-Leser berichtete, um Unruhe in Gemeinden zu produzieren.
  Nach Ansicht des Herausgebers von TOPIC, Ulrich Skambraks, ist eine sogenannte biblische Lehre fast immer falsch, wenn sie mit einer gewissen AggressivitĂ€t und mit Verdammungsurteilen vorgetragen wird. Dies habe er in seiner Arbeit immer wieder feststellen mĂŒssen. Und genau dieses ungeistliche Vorgehen sei auch teilweise bei den Flacherdlern zu beobachten. Wer seine Sondererkenntnis dann noch eskortiert mit Aussagen wie „Jesus ist nicht Gott!“ und „Wer Jesus zum Gott macht, der hat Satan zum Herrn!“ – zu finden auf der oben genannten Flacherdler-Internetseite –, demaskiert sich selbst als antichristlich, antibiblisch und entlarvt dementsprechend auch seine Lehre.
  Gottes Wort bezeugt: „Ich und der Vater sind eins.“ (Joh. 10,30) oder „Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das Ewige Leben“ (1. Joh. 5,20). 

               TOPIC  Nr. 04/2018



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Politstar Macron: Was wird derzeit in Europa politisch gespielt?  

  Am 14.10.2017 sagte der französische PrĂ€sident Emmanuel Macron in einem Interview des Nachrichtenmagazins Der Spiegel: „Deutschland will keine Finanztransfers. Dieses alte Denken mĂŒssen wir hinter uns lassen“ (TOPIC berichtete). Macron meinte damit konkret, dass die reicheren Staaten im Norden Europas – darunter Deutschland – fĂŒr die etwas Ă€rmeren Staaten im SĂŒden mehr an Ausgleich zahlen sollen. Das entsprechende Stichwort dazu heißt: Transferunion. Zu diesem Programm, das noch nicht beschlossen und aktiv ist, gehört auch die gemeinsame Einlagensicherung fĂŒr Geldinstitute. Dies bedeutet, dass beispielsweise Kunden von deutschen Volksbanken und Sparkassen mit ihren Einlagen fĂŒr marode Banken in Italien oder Portugal haften sollen.
  SpĂ€testens nach dieser Aussage bzw. Ansage Macrons im Spiegel hĂ€tte der FDP-Vorsitzende Christian Lindner wissen können, dass es niemals zu einer „Jamaika-Regierung“ aus GrĂŒnen, der FDP und der CDU kommen wĂŒrde. In einer Jamaika-Regierung wĂ€re Lindner nĂ€mlich Finanzminister geworden mit ganz bestimmten Vorstellungen.
  Es war der MĂŒnchner Star-Ökonom und langjĂ€hrige Leiter des Ifo-Institutes, Professor Hans-Werner Sinn, der am 15. MĂ€rz 2018 eine Art Informationsbombe detonieren ließ. In der ZDF-Talkshow Markus Lanz sagte Sinn zum Scheitern der Jamaika-Koalition: „Macron hat gesagt: ‚Wenn Lindner in die Regierung eintritt, bin ich tot!‘“ Das sei der wahre Grund gewesen, warum die Jamaika-Koalition gescheitert sei. Laut Sinn gehe es nĂ€mlich allein um die Frage „Wird Deutschland das Portemonnaie aufmachen, um die nicht mehr wettbewerbsfĂ€higen LĂ€nder im SĂŒden durch eine Transferunion dauerhaft zu stĂŒtzen?“ Genau das strebt Macron mit seinen Finanztransfers an. Doch Lindner und seine FDP hatten Ausgleichszahlungen welcher Art auch immer von Deutschland in den europĂ€ischen Euroraum kategorisch ausgeschlossen. Und als deutscher Finanzminister hĂ€tte Lindner den deutschen Steuerzahler vor einem krĂ€ftigen finanziellen Aderlass schĂŒtzen können – so wie es bisher Wolfgang SchĂ€uble tat. Aber Angela Merkel wollte das wohl nicht. Weshalb? Wegen Macron? Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki sagte der Zeitung ThĂŒringer Allgemeine: „Ich glaube, der Kanzlerin ging es nie darum, Jamaika hinzubekommen. Sie hat daran gebastelt, die Fortsetzung der Großen Koalition zu erreichen.“
  Nun, mit der SPD in der GroKo-Regierung, wird Deutschland in die sogenannte Transferunion einsteigen. Kaum war der neue Finanzminister Olaf Scholz vereidigt, kĂŒndigte EZB-PrĂ€sident Mario Draghi fröhlich an, mit der gemeinsamen europĂ€ischen Einlagensicherung fĂŒr Banken jetzt starten zu wollen. Wirtschaftsfachmann Sinn machte in der Lanz-Sendung auf noch einen Umstand aufmerksam, der manches in der EU verĂ€ndern könnte. Bei wichtigen politischen Entscheidungen hatten bisher Deutschland und die nördlichen, zumeist auch reicheren, EU-LĂ€nder das Sagen. Das liege, so Sinn, an einem im Lissabonner Vertrag festgelegten BevölkerungsschlĂŒssel. Bis zum Austritt Großbritanniens verfĂŒgten die europĂ€ischen NordlĂ€nder ĂŒber 39 Prozent, die sĂŒdlichen EU-LĂ€nder ĂŒber 38 Prozent an SperrminoritĂ€t. Nun sĂ€he der SchlĂŒssel allerdings so aus: 43 Prozent fĂŒr die SĂŒdlĂ€nder und nur noch 30 Prozent fĂŒr die NordlĂ€nder. Das bedeute, so Sinn, dass die SĂŒdlĂ€nder, die sich alle um Macron scharen, jetzt den politischen Ton in der EU angeben können.
  Wird Macron zum neuen Heilsbringer fĂŒr Europa? Nach eigener Aussage will Macron Frankreich regieren wie der römische Gott Jupiter. Jupiter war die oberste Gottheit der römischen Religion. Sie wurde praktiziert als Staatskult des Römischen Reiches.
  TOPIC wurde Material zugespielt, das dokumentieren will, dass Macron der Antichrist sein könnte. Das umfangreiche Material muss allerdings noch durchgearbeitet, recherchiert und dann bewertet werden. Sollte sich daraus tatsĂ€chlich etwas Relevantes ergeben, wird dies in TOPIC veröffentlicht werden.

             TOPIC  Nr. 04/2018



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Neue Glaubensbasis der DEA zu „dĂŒnn“ fĂŒr bibeltreue Konservative

   Die Deutsche Ev. Allianz (DEA) hat am 12. April 2018 eine neu formulierte Glaubensbasis veröffentlicht. Wie ihr Vorsitzender, Pastor Ekkehart Vetter, dazu in einem Schreiben erlĂ€utert, war der erste Grundlagentext bereits 1846 bei der GrĂŒndung der Allianz in London verabschiedet worden. International hĂ€tten sich im Laufe von ĂŒber 170 Jahren unterschiedliche Textfassungen entwickelt, „die dennoch alle eine gewisse NĂ€he haben“. Der fĂŒr die DEA gĂŒltige Text sei 1972 das letzte Mal sprachlich ĂŒberarbeitet worden. An der Neufassung sei der Arbeitskreis fĂŒr evangelikale Theologie (AfeT) beteiligt gewesen, aber auch beratend die Ev. Allianzen in der Schweiz und in Österreich (die den deutschen Text ĂŒbernommen hat). Als Grund fĂŒr die Überarbeitung nannte Vetter, nach einem halben Jahrhundert nach der Abfassung der alten Version sei eine neue notwendig gewesen. Notwendig? Warum, besser: wozu?
   Schon die alte Version hatte in Bezug auf eine klare bibeltreue Ausrichtung SchwĂ€chen. So heißt es in der 1972er-Fassung (wie auch in der aktuellen), die Heilige Schrift hat „völlige ZuverlĂ€ssigkeit und höchste AutoritĂ€t in allen Fragen des Glaubens und der LebensfĂŒhrung“. Nur in Fragen des Glaubens und der LebensfĂŒhrung? Was ist mit der Historie, mit der Beschreibung der materiellen wie immateriellen RealitĂ€t? Hieß es in der alten Version bei diesem Punkt noch „völlige ZuverlĂ€ssigkeit“, so bleibt in der neuen nur noch „zuverlĂ€ssig“ ĂŒbrig.
   Hatte die Heilige Schrift als Grundlage des Glaubens in der alten Version noch einen prominenten Platz ziemlich am Anfang des Textes der Glaubensbasis, wurde ihr jetzt die Schlusslaterne verpasst. Doch nicht nur das. So heißt es unter dem Punkt „Bibel“: „Die Bibel, bestehend aus den Schriften des Alten und Neuen Testamentes, ist Offenbarung des dreieinen Gottes.“ HĂ€tte hier nicht stehen mĂŒssen „die einzige Offenbarung“? Wer, wie Papst Franziskus, davon ĂŒberzeugt ist, auch Muslime glaubten an den „einen“ Gott, öffnet mit der schwachen Formulierung „Offenbarung“ die TĂŒr dafĂŒr, dass auch der Koran eine Offenbarung sein könnte; ebenso „Offenbarungen“ im pfingstcharismatischen Bereich.
   Zentraler Punkt bei der alten wie der neuen Abfassung ist und bleibt Jesus Christus als einziger Weg zu Gott und als einziger Weg, dem ewigen Verderben zu entrinnen. Allerdings sind die Formulierungen in der neuen Version in Bezug auf die Rettungstat Gottes durch Kreuzigung und Auferstehung seines Sohnes Jesus sanfter abgefasst. In der alten Version hieß es, dass der sĂŒndige Mensch „Gottes Zorn und Verdammnis ausgesetzt“ ist. Diese Klarstellung fehlt in der neuen Version. Übrig geblieben ist, Jesu Opfertod mache die Grundlage fĂŒr einen „Freispruch in Gottes Gericht“ möglich.
   War in der alten DEA-Glaubensbasis noch klar von einer Bekehrung die Rede, so fehlt dieser Begriff in der neuen Ausgabe. DafĂŒr hat man Charismatikern und politisch aktiven Christen ein Eckchen eingerichtet. So heißt es vom Heiligen Geist, dass er „Gaben zum Dienen“ schenke. Warum wird dies gesondert erwĂ€hnt? Ein solcher Passus fehlt in der alten Version. Ebenso fehlt in der alten Version, dass Christen „liebevoll und gerecht“ handeln sollen. Was bedeutet gerecht? DarĂŒber streiten sich Politik und Gesellschaft immer öfter. Ein schwieriges Feld fĂŒr Christen.
   Insgesamt ist manches in der neuen Glaubensbasis moderner und ansprechender formuliert, dennoch werden bibeltreue Konservative die Neufassung als zu „dĂŒnn“ empfinden. Und das beginnt gleich schon mit dem ersten Satz „Die Deutsche Ev. Allianz, als Netzwerk von Christen bekennt sich zu folgenden Überzeugungen:“ „Netzwerk von „Christen“? Eine sehr vage Formulierung. Christen nennen sich viele. Nicht jeder Christ – nehmen wir als Beispiel den Benediktiner-Pater Anselm GrĂŒn, der den SĂŒhnetod Jesu verurteilt – wĂŒrde das neue Glaubensbekenntnis unterschreiben.

         TOPIC  Nr. 05/2018



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FĂŒhrende US-Kreationistenorganisation kommt 2019 erneut nach Deutschland

   Gab es die Arche Noah und die Sintflut wirklich? Wie passten all die Tiere in die Arche? Wie konnte Noah all die Tiere versorgen? Auf diese und viele andere Fragen in Bezug auf die Schöpfung Gottes und die Schilderungen im 1. Buch Mose (Genesis) gibt die US-Organisation Answers in Genesis (Antworten in der Genesis) schlĂŒssige Antworten. Answers in Genesis (AiG) ist weltweit eine der bekanntesten evangelikalen Organisationen in Bezug auf den Kreationismus (Festhalten an der in der Bibel beschriebenen Schöpfung). Die AiG möchte vor allem bibeltreuen Christen helfen, den Kreationismus mit Argumenten zu verteidigen.
   In den USA ist die Organisation landesweit sehr bekannt. Besonders durch ein Museum zum Kreationismus und dem Bau einer Arche nach den Original-Maßeinheiten der Bibel. Mittlerweile haben Millionen von Interessierten beide Attraktionen besucht.
   Auf Initiative des Pforzheimer Theologen Dr. Lothar Gassmann und eines Arbeitskreises mehrerer Christen, die planen, ein Schöpfungsmuseum in Deutschland zu errichten, war ein fĂŒhrender Mitarbeiter von AiG vor wenigen Wochen zu VortrĂ€gen in Deutschland. Dr. Terry Mortenson sprach vor insgesamt etwa 2.000 Zuhörern an neun Veranstaltungsorten. Nun plant er, im FrĂŒhjahr nĂ€chsten Jahres (bevorzugt im MĂ€rz) wieder nach Deutschland zu kommen. Der Experte von AiG möchte möglichst vor vielen Studenten, aber auch in Gemeinden, zum Generalthema „Schöpfung contra Evolution“ referieren und mit
Interessierten diskutieren.
   Wer an VortrĂ€gen der AiG-Mitarbeiter in seiner Gemeinde interessiert ist oder Veranstaltungen im Zusammenhang mit UniversitĂ€ten organisieren kann, wende sich bitte an: Dr. Lothar Gassmann, Telefon
07231-66529, Fax 07231-4244067 oder per E-Mail Logass1@t-online.de.

         TOPIC  Nr. 05/2018



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Coudenhove-Kalergis Zukunftsrasse

   Deutschland hat 2017 laut dem europĂ€ischen Statistikamt Eurostat mehr Menschen einen Schutzstatus gewĂ€hrt als alle anderen 27 EU-Staaten zusammen: nĂ€mlich 325.400 AuslĂ€ndern von 538.000. Frankreich folgt mit 40.600 und Italien mit 35.100 Bescheiden.
   Mitte April 2018 wurde bekannt, dass Deutschland weitere 10.000 Menschen aus Nordafrika und dem Nahen Osten aufnehmen wird. Dies geschieht im Rahmen eines EU-Umsiedelungsprogramms. Weitere Zigtausende sollen ganz legal nach Europa kommen dĂŒrfen, so EU-FlĂŒchtlingskommissar Dimitris Avramopoulos. Außerdem sollen alle Grenzkontrollen wieder aufgehoben werden. Was bedeutet, dass sich Zuwanderer den Platz in Europa aussuchen können, an dem sie eine neue Heimat finden möchten – in der Regel ist das Deutschland. Weil Deutschland das vorbildlichste Land der Welt ist, wie Norbert Lieth in der Zeitschrift Mitternachtsruf(3/2018) fragt?
   Deutschland gewĂ€hre den Neuankömmlingen fast paradiesische ZustĂ€nde im Vergleich mit ihren HeimatlĂ€ndern. Lieth: „Finden Sie nicht auch dass sich Deutschland hier am christlichsten verhĂ€lt und am meisten nach der Bibel agiert? Deutschland liebt seine Feinde; tut wohl denen, die es hassen; lebt nach dem Prinzip ‚Geben ist seliger als Nehmen‘ 
“ Laut Lieth stelle Deutschland „tatkrĂ€ftig seine Liebe unter Beweis.“ Gar nicht verstehen kann der bekannte Redner, dass ausgerechnet die Frömmsten unter den Frommen die deutsche FlĂŒchtlingspolitik kritisierten und ablehnten.
   Man könnte Norbert Lieth in Vielem zustimmen, wenn die Bundeskanzlerin ihre BĂŒrger vorher gefragt hĂ€tte, ob sie mit so einem „Kraftakt der Liebe“ – vor allem langfristig – einverstanden sind. Ob sie bereit sind, eine erhöhte KriminalitĂ€t, Messerstechereien, Vergewaltigungen und vor allem die Angst vieler Frauen in der Öffentlichkeit zu akzeptieren. Man könnte Lieth auch zustimmen, wenn Merkel geschundenen FlĂŒchtlingen wirklich helfen wollte. Doch daran darf man Zweifel haben. Warum agierte die Kanzlerin so selbstherrlich?
   Es gibt dazu mehrere ErklĂ€rungsansĂ€tze. Einer ist, Merkel habe blitzschnell erkannt, dass die gigantische FlĂŒchtlingswelle, die aus der TĂŒrkei kommend zunĂ€chst in Griechenland anlandete, das kleine Land am Mittelmeer völlig ĂŒberfordern und finanziell auszehren wĂŒrde. Die zurĂŒckzuzahlenden Milliarden-Kredite deutscher und französischer Banken standen in Gefahr, dadurch endgĂŒltig notleidend zu werden. So die Meinung einer Ökonomin. Aber es gibt noch einen anderen Ansatz, der nicht alleine mit Deutschland zu tun hat.
   Am 3. November 2011 bekam Angela Merkel den Europapreis der Coudenhove-Kalergi-Stiftung (umbenannt in Europagesellschaft Coudenhove-Kalergi). Die Kanzlerin bedankte sich brav und sagte, „Gerade in der jetzigen Zeit ist der Preis ein neuer Ansporn, da auf dem Weg weiterzugehen.“ Auf welchem Weg?
   Die Coudenhove-Kalergi-Stiftung wurde von der Paneuropa-Union 1978 zur StĂ€rkung der europĂ€ischen Einigungsidee ins Leben gerufen. Es war Graf Richard Nikolaus von Coudenhove-Kalergi (1894-1972), der die Organsiation 1924 aus der Taufe hob. Der japanisch-österreichische Schriftsteller, Philosoph und Politiker hatte eine große Idee. Er wollte mit der Paneuropa-Union ein friedliches und geeintes Europa schaffen, in dem eine neue Rasse Mensch leben sollte. Diese beschreibt er in seiner Schrift „Praktischer Idealismus“ so: „Der Mensch der fernen Zukunft wird Mischling sein. Die heutigen Rassen und Kasten werden der zunehmenden Überwindung von Raum, Zeit und Vorurteilen zum Opfer fallen. Die eurasisch-negroide Zukunftsrasse, Ă€ußerlich der Ă€gyptischen Ă€hnlich, wird die Vielfalt der Völker durch eine Vielfalt der Persönlichkeiten ersetzen. Denn nach den Vererbungsgesetzen wĂ€chst mit der Verschiedenheit der Vorfahren die Verschiedenheit, mit der Einförmigkeit der Vorfahren die Einförmigkeit der Nachkommen.“
   Der „Prophet Europas“, wie der Graf auch tituliert wurde, schreibt in seiner Schrift weiter, dass die Herrschaft des Volkes eine untergeordnete Position einnehmen werde. Über die neuen Milliarden-Heere der eurasisch-negroiden ArbeitskrĂ€fte solle dann ein „neuer Adel“ regieren, der aus Juden bestehen solle.Sie seien die intelligentesten auf dem Erdball.
   LĂ€sst man einmal den Aspekt des neuen Adels aus Juden weg, so geschieht in Europa genau das, was sich der Paneuropa-Union-GrĂŒnder gewĂŒnscht hat. Es findet eine große Durchmischung der europĂ€ischen Bevölkerung mit Menschen des Nahen Ostens und Afrikas statt. Und die sei auch vonnöten, so der ehemalige deutsche Finanzminister Wolfgang SchĂ€uble. Er sagte: „Die Abschottung ist doch das, was uns kaputt machen wĂŒrde, was uns in Inzucht degenerieren ließe.“ Eine Ă€hnliche Sicht postulierte der ehemalige französische PrĂ€sident Nicolas Sarkozy schon 2008: „Das Ziel ist die Rassenvermischung. Die Herausforderung der Vermischung verschiedener Nationen ist die Herausforderung des 21. Jahrhunderts ... Wenn das nicht vom Volk freiwillig getan wird, dann werden wir staatlich zwingende Maßnahmen anwenden.“
   Coudenhove-Kalergis Nichte, Barbara Coudenhove-Kalergi, wĂŒrde SchĂ€uble beipflichten. Sie sagte: „Europa bekommt ein neues Gesicht, ob es den Alteingesessenen passt oder nicht. Wir leben in einer Ära der Völkerwanderung. Sie hat eben erst begonnen, und sie wird noch lange nicht zu Ende sein.“ Diese „Prophetie“ hatte die 82-JĂ€hrige am 07.01.2015 kundgetan. Wenige Monate spĂ€ter begann dann der FlĂŒchtlingsansturm aus Ungarn und Griechenland. Die Neuankömmlinge in Deutschland können sofort besichtigen, wozu sie wahrscheinlich dienen sollen. Schon seit Jahren gibt es kaum noch eine Werbung, aus der nicht mindestens ein freundlicher, junger, farbiger Mischling – mĂ€nnlich oder weiblich – den Betrachter anlĂ€chelt.

         TOPIC  Nr. 05/2018



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Angriff auf den Iran: Kommen taktische Atomwaffen zum Großeinsatz?

   FĂŒr Israel wird mehr und mehr ein Albtraum Wirklichkeit. Der Iran investiert enorme Summen, um aus Syrien eine iranische Provinz zu machen (s. auch TOPIC 3/2018). Das bedeutet im Moment der Aufbau militĂ€rischer Strukturen wie Raketenbasen und LuftwaffenstĂŒtzpunkte direkt an der Nordgrenze Israels. In einem Telefonat mit der britischen Premierministerin Theresa May machte Israels MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu deutlich: „Was den Mittleren Osten destabilisiert, ist der Iran, und PrĂ€sident Baschar al-Assad in Syrien muss verstehen, dass er sein Land in Gefahr bringt und StabilitĂ€t in der Region riskiert, wenn er dem Iran erlaubt, sich in Syrien militĂ€risch festzusetzen.“ Nicht nur die wachsende militĂ€rische PrĂ€senz der Iraner in Syrien ist fĂŒr Israel brandgefĂ€hrlich.
   Die Schiiten-Miliz Hisbollah, die vom Iran beherrscht und gemanagt wird, ist eine weitere Front, die Israel Kopfzerbrechen bereitet. Die Hisbollah operiert vom Libanon aus und soll mit 80.000 KĂ€mpfern schon auf syrischem Boden stehen. Der israelische Ex-General Yookov Amidror, der auch in Israels Regierung einmal Sicherheitsberater war, glaubt, dass ein Krieg gegen die Hisbollah unvermeidlich ist: „Wir werden in den Libanon gehen mĂŒssen, um Hisbollahs Infrastruktur zu zerstören – im SĂŒden mit Bodentruppen, im Norden mit der Luftwaffe.“ Wie lange wird Israel dieser kriegerischen Entwicklung noch zusehen? Wer wird zuerst den Finger am Abzug durchziehen: die Iraner oder die Israelis?
   Selbst wenn die Israelis als Erste losschlagen und der Iran dann Vergeltung ĂŒben sollte, sind die Amerikaner sofort auf dem Schlachtfeld im Nahen Osten prĂ€sent – auch mit Atomwaffen. 2010 bestĂ€tigte der damalige US-PrĂ€sident Obama im Rahmen des „Nuclear Posture Review“ ein solches Vorgehen noch einmal ausdrĂŒcklich.
   Die Amerikaner haben alle AngriffsplĂ€ne in Bezug auf den Iran fertig – schon lange. Bereits 2005 und 2006 sollten die Iraner attakiert werden. Im Mai 2004 wurde die „National Security Presidential Directive 35“ (NSPD 35) erlassen, die die Bezeichnung „Genehmigung fĂŒr den Einsatz von Atomwaffen“ trug. NSPD 35 ist amerikanisches Staatsgeheimnis, doch man geht davon aus, dass sich dahinter der Atomwaffeneinsatz im Nahen Osten verbirgt. Eine tĂŒrkische Zeitung meldete damals, die Amerikaner hĂ€tten taktische Atomwaffen des Typs B61 im SĂŒdirak stationiert. Von dort solle der Iran im Falle eines Falles angegriffen werden. 2005 und 2006 kam es zu keinem MilitĂ€rschlag der USStreitkrĂ€fte gegen den Iran. Die Kriegswolken verzogen sich aber ĂŒberraschend. Doch jetzt sind sie wieder da.
   Die B61-Atomsprengköpfe, die sogenannten Mini-Nukes, haben eine Sprengkraft zwischen einem Drittel und dem Sechsfachen der „Hiroshima“-Bombe. Somit sollen einige weniger grauenvoll in ihren Auswirkungen sein als herkömmliche Atomwaffen.
   US-PrĂ€sident Donald Trump hat jĂŒngst John Bolton als neuen Sicherheitsberater ins Weiße Haus geholt. Das dĂŒrfte den Iran mehr als nervös stimmen. Denn der heute 69-JĂ€hrige machte sich schon 2005 einen Namen in Bezug auf den Iran. Bolton galt damals als Architekt des Kriegskurses gegen den Ajatollah-Staat. Damals hatte er als UN-Botschafter schon die Rede fertig, die den Angriff auf den Iran vor den Vereinten Nationen rechtfertigen sollte. Warum holt Trump den als sehr ruppig und rĂŒcksichtslos geltenden Bolton in seinen Stab? Laufen bereits die Vorbereitungen fĂŒr einen atomaren Krieg gegen den Iran hinter den Kulissen auf vollen Touren?
   (Mit Material der ARD, der „JĂŒdischen Rundschau“ und des Buches „Das Szenario eines Dritten Weltkrieges“ von Michel Chossudovsky)

           TOPIC  Nr. 05/2018



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70 Jahre Israel: Gedanken zu den biblischen Zahlen 7, 10 und 70

   Nach dem jĂŒdischen Kalender feierte man in Israel schon am 20. April 2018 den 70. Jahrestag der UnabhĂ€ngigkeit des Landes. Nach unserem Kalender fĂ€llt der Tag auf den 14. Mai 2018.
   Vom Anfang der Heiligen Schrift bis zu Offenbarung Kapitel 22 Vers 21 durchzieht die ganze Bibel eine Zahlensymbolik. Sie ist interessant, spannend, manchmal auch geheimnisvoll. Allerdings wird nirgendwo in der Bibel deutlich, dass man die vielen „heiligen“ Zahlen als Handwerkszeug zur Auslegung von Gottes Wort heranziehen soll. Dennoch sind sie da, die „heiligen“ Zahlen, und sie „sprechen“ eine gewisse Sprache.
   So drĂŒckt die 7 ein abgeschlossenes, erfĂŒlltes Ganzes aus. Der Schöpfungsakt Gottes wurde mit dem 7. Tag, dem Ruhetag, abgeschlossen. Im Leben des biblischen Volkes Israel spielte die 7 immer wieder eine zentrale Rolle. Das Gesetz bestimmte, dass die Israeliten 7 Festtage feiern sollten. Nach 7 mal 7 Jahren, also im 50. Jahr, sollte das Volk Gottes das Jobel-, Jubel- oder Halljahr feiern. In dem Textabschnitt ĂŒber das Halljahr (3. Mose 25,8-55) wird das Wort Halljahr 14-mal (2x7) erwĂ€hnt. Als die Israeliten die Stadt Jericho erobern sollten (Josua-Buch Kapitel 6), mussten 7 Priester mit 7 Posaunen am 7. Tag 7-mal um die Stadt ziehen, dann wĂŒrden die Stadtmauern fallen.
   Immer wieder taucht die Zahl 7 als gewisse Abschluss-Zahl bei Vorkommnissen in der Bibel auf.
   Die Zahl 10 findet sich in der Bibel als Zielzahl und als Symbol-Zahl fĂŒr ein volles Maß. Beispiele: die 10 Gebote, 10 SĂŒnden, die vom Reich Gottes ausschließen (1. Korinther 6,9.10) oder die 10 Reiche am Ende der Tage, die die Plattform des Antichristen darstellen werden.
   Die Zahl 70 ist das Produkt der beiden Vollkommenheits-Zahlen 7 und 10. Nach Psalm 90 Vers 10 betrĂ€gt die normale Lebensdauer eines Menschen 70 Jahre. Steht die Zahl 70 in einer biblischen Beziehung zu Israel? Noch bevor Gott mit Abraham die Geschichte seines Eigentums-Volkes beginnt, findet sich in 1. Mose 10 eine Völkertafel von 70 Völkern. Es waren Völker, die sich auf das Land der Heiden verteilten. 70 ist im HebrĂ€ischen auch der Zahlenwert von Gog und Magog. Laut jĂŒdischen Auslegern steht deshalb die Zahl 70 fĂŒr das Völkermeer, das laut Offb. 20,8.9 zum Kampf gegen das „Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt“ heraufziehen wird.
   Sollte Gott dem 70. Jahrestag der UnabhĂ€ngigkeit Israels eine ganz bestimmte Bedeutung beimessen, dann darf man gespannt sein, ob die 70 als Vollkommens-Zahl einen neuen Abschnitt in Bezug auf Israel und die Weltgeschichte einleiten wird.

         TOPIC  Nr. 05/2018



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Hinweis: Alle Veröffentlichungen von TOPIC-Artikeln
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TOPIC-Herausgeber: Ulrich Skambraks (verantwortlich)
Verlag und Redaktion: Postfach 1544, D-57206 Kreutztal,

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